ARD + Brände + Brasilien = FAKE NEWSGesponsert von I.W. 

Jair Bolsonaro, der Präsident Brasiliens gilt im Redaktions-Muff der ARD als Rechter. Deshalb wird er kollektiv nicht gemocht.

Klimawandel gilt im Redaktions-Muff der ARD als ausgemachte Sache, als „Konsens“ unter Wissenschaftlern, jedenfalls unter denen, die im ARD-Redaktions-Muff wahrgenommen werden und wahrgenommen werden nur solche, die das bestätigen, was im Redaktions-Muff als Konsens gilt.

Waldbrände im Amazonasbecken sind für die ARD schon mehrfach ein Thema gewesen. Über die FAKE NEWS, die die ARD in der Vergangenheit produziert hat, um den Regenwald im Amazons zu einem Weltsauerstoffproduzenten zu stilisieren und ihren deutschen Konsumenten die Interpretation nahezulegen, dass es nur deshalb im Amazonas brenne, weil der Klimawandel so furchtbar sei und weil der rechte Präsident nichts gegen Klimawandel und Waldbrände tue, haben wir schon mehrfach berichtet.

Heute nun meldet die ARD folgendes:

„Unter internationalem Druck erließ Brasiliens Präsident ein 60-tägiges Verbot für das Abbrennen von Regenwaldflächen. Nun entspannt sich die Lage im Wald – doch das größte Sumpfgebiet der Welt steht in Flammen.“





Behauptung: Die Anzahl der Brände im Amazonas ist zurückgegangen, weil Jair Bolsonaro „unter internationalem Druck“ das Abbrennen von Regenwaldflächen verboten hat. Die internationale Gemeinschaft, allen voran der deutsche Weltretter Maas und der französische Amazonas-Experte Macron haben also den Regenwald gerettet. Das will die ARD allen Ernstes verbreiten:

„Die Zahl der Waldbrände im Amazonasbecken im Norden Brasiliens ist im Oktober im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken. Das brasilianische Institut für Weltraumforschung (Inpe) zählte im vergangenen Monat 7855 Waldbrände – weniger hat es in dem Gebiet im Oktober demnach seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1998 nicht gegeben.

[…]

Eine Erklärung für die gesunkene Zahl an Bränden lieferte Inpe nicht.“

Wie so oft bei der ARD, steht die FAKE NEWS fett zu Beginn des Textes: Die Waldbrände im Amazonasbecken sind deshalb weniger, weil Bolsonaro sich internationalem Druck gebeugt hat. Im Text, den die Tagesschau-Konsumenten aufgrund des Vorspanns eher überfliegen, steht dann mehr oder minder das Gegenteil: „Eine Erklärung für die gesunkene Zahl an Bränden lieferte Inpe nicht“. Im Sinne des ARD-Framings, das hier Manipulation geworden ist, bedeutet dies natürlich: Inpe, einem brasilianischen Institut ist nicht zu trauen, oder Inpe kann die Ursache nicht nennen, aus Angst vor Bolsonaro. Aber wir Helden bei der ARD, wir haben keine Angst vor Bolsonaro (weil er weit genug weg ist). Deshalb verkünden wir die Wahrheit: Der internationale Druck hat die Brände reduziert.

Die folgende Abbildung zeigt die kumulierten Häufigkeiten von Waldbränden in Brasilien für die Jahre 2015 bis 2019.

Wie man sieht, liegt die Feuerhäufigkeit im Jahr 2019 (grüne Linie) bis Ende August über der Häufigkeit der vorausgehenden Jahre seit 2015. Die Aussagen von inpe, die die ARD zitiert, stimmen somit mehr oder minder. Im September 2019 flacht die Kurve der Brände ab. Man könnte also der Ansicht sein, die Daten zeigen, dass das Verbot weiterer Brände zumindest einen nachweisbaren Effekt gehabt haben kann. Die Daten zeigen indes nicht, dass internationaler Druck für Bolsonaros Entscheidung verantwortlich war. Wer sich mit brasilianischer Politik auskennt, wird diese Behauptung der ARD eher ins Reich der Legenden verweisen. Interessant ist jedoch, dass die „entspannte Lage“, die von der ARD behauptet wird, eine (sofern man sie als entspannte Lage betrachten kann) ist, die es um diese Zeit des Jahres immer zu beobachten gibt. Das sieht man, wenn man sich nicht auf die Daten der letzten fünf Jahre beschränkt, sondern die der letzten fünfzehn Jahre betrachtet. Dann ergibt sich ein anderes Bild.

Nunmehr ist das Brandjahr 2019 (graue Linie) ein eher gewöhnliches Brandjahr, das keinerlei Eingriff benötigt hätte, um als unterdurchschnittliches Brandjahr in die Geschichte der Datensammlung einzugehen. Die Jahre 2005, 2008 und 2010, mit denen die ARD natürlich keine Vergleich anstellt, sind die Jahre, die heftige Brände im Amazonasbecken gesehen haben, Brände, die alles, was 2019 war, in den Schatten gestellt haben. 2005, 2008 und 2010 gab es aber noch keine organisierte Klimahysterie, deshalb haben all die Gutmenschen, die sich nun über die Brände im Amazonasbecken ereifern, gar nicht mitbekommen, wie stark es in Brasilien brennt. Und natürlich war damals der Präsident Brasiliens ein Linker.



Nun wäre die ARD nicht die ARD, wenn sie den Bericht über Brasilien nicht damit anreichern würde, in manipulativer Absicht nachzutreten, gemäß: Der böse Bolsonaro hat sich zwar dem internationalen Druck gebeugt, womit Schlimmstes verhindert wurde, aber er lässt es im Patanal brennen, ungehindert brennen, tut nichts dagegen, dass mehr als 2000 Feuer im Sumpfgebiet des Patanal wüten:

„Im brasilianischen Pantanal, dem größten Sumpfgebiet der Welt, wüten allerdings derzeit die schlimmsten Brände seit Jahren. Allein im Oktober gab es laut Inpe 2430 Brände – mehr als 20 Mal so viele wie im Vorjahresmonat. Der Umfang der durch Brände verwüsteten Gebiete im Pantanal hat sich den Angaben zufolge binnen einer Woche mehr als verdoppelt – rund 122.000 Hektar Land sind betroffen. Der Großteil der Feuer ist demnach auf Brandstiftung zurückzuführen.“

Angesichts der Abbildung, die wir gerade besprochen haben, kann man erhebliche Zweifel daran haben, dass die Feuer, die „im Patanal … wüten“, im Vergleich zu 2005, 2008 oder 2010 so furchtbar sind, wie hier behauptet, aber die Heuchelei der ARD, der erneute Versuch, ein Problem zu kreieren, das man dem bösen Bolsonaro, dem rechten braslianischen Präsidenten anlasten kann, wird am deutlichsten, wenn man sich betrachtet, wie häufig die Brände im Patanal eigentlich sind. Die folgenden Abbildungen stammen von FIRMS, also von der NASA, sie zeigen die Brände, die in den letzten 7 Tagen im Patanal gezählt wurden.

 

Die meisten Feuer finden sich im nördlichen Teil des Patanal, wie man sieht. Eine erkleckliche Zahl Einzelbrände für die letzten 7 Tage.

Die Verzweiflung, die in den Redaktionsräumen der ARD herrschen muss, wenn es darum geht, denen, die vor dem Hintergrund des Framing-Manuals als böse Rechte inszeniert werden sollen, Versäumnisse und Fehler unterzuschieben, wird indes deutlich, wenn man aus dem Bild herauszoomt und die Häufigkeit der Brände, die in den letzten 7 Tagen in Brasilien, Bolivien etc. verzeichnet wurden, darstellt.

Dann ergibt sich das folgende Bild:

Der gelbe Punkt der Abbildung, der bei genauem Hinsehen zu erkennen ist, ist derselbe Punkt im Patanal, der oben gelb umrahmt ist. Wie man sieht, ist es geradezu lächerlich, sich auf die Brände im Patanal und vor allem auf die Brände in Brasilien alleine zu kaprizieren. In Bolivien brennt es mindestens so häufig wie in Brasilien, und in Paraguay sieht es nicht anders aus. Ganz davon abgesehen, dass die tatsächliche Situation im Amazonasbecken eher nicht das ist, was man als „Entspannung“ bezeichnen würde. Es brennt nach wie vor. Es brennt nach wie vor an vielen verschiedenen Stellen. Aber die ARD hat beschlossen, sich nicht mehr darüber aufzuregen, die vielen Brände als Entspannung zu deklarieren und sich nunmehr einer vergleichsweise geringen Menge von Bränden im Patanal zu widmen und diese zur großen Katastrophe aufzubauschen.

Man kann diese Berichterstattung nicht anders als ideologisch infizierte vollständige Ahnungslosigkeit kombiniert mit Inkompetenz und Lernverweigerung zu bezeichnen, die vom Bemühen der Diskreditierung politischer Personen getrieben ist, die der ideologischen Agenda der ARD nicht genügen.

Man kann auch einfach nur feststellen, dass das, was in der ARD Information sein soll, unterirdisch ist oder – als Euphemismus formuliert: Dass die Redaktionsräume der ARD weitgehende Brachen der Kompetenz, kenntnisfreie Gebiete sind, in denen die Ideologie wütet.



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