Nur Nordmenschen beeinflussen das Klima? Neue Studie lässt vom menschengemachten Klimawandel nichts übrig

Langsam verlieren wir den Überblick über all die Studien, die kleine oder große Löcher in den Mythos vom menschengemachten Klimawandel schlagen. Die neueste dieser Studien kommt aus Chile, ist – das ist für die entsprechenden Gläubigen sehr wichtig: PEER Reviewed und gerade in der Quaternary Science Review (228) erschienen.

Um die Ergebnisse von A. Lara, R. Villalba, R. Urrutia-Jalabert, A. Gonzaléz-Reyes, J.C. Aravena, B.H. Luckman, E. Cuq, C. Rodríguez und A. Wolodarsky-Franke einordnen zu können, ist es sinnvoll, ein paar Hintergrundinformationen vorweg zu stellen.

Der berühmte Hockey-Stick, die Kurve der Temperaturentwicklung, über deren Fabrikation man in den geleakten eMails der Climate Research Unit an der University of East Anglia so aufschlussreich lesen kann (Stichwort: “Hiding the descent”), dieser Hockey-Stick von Michael E. Mann beschreibt die Temperaturentwicklung nur für die nördliche Hemisphäre. Versuche, auch die südliche Hemisphäre im Rahmen von PAGES 2K einzubeziehen, sind bislang mehr als dürftig, wenn nicht kläglich, wie wir hier zusammenfassend beschrieben haben.



Kurz: Für die südliche Hemisphere gibt es bislang keine verlässlichen Daten darüber, wie sich die Temperatur entwickelt hat. Anders formuliert: Es fehlt die Hälfte der Erde in den Temperaturspielchen, die bei IPCC und Mann-Konsorten veranstaltet werden.

Hinzu kommt, dass die Daten, die Mann und andere verwenden, wie wir ebenfalls hier beschrieben haben wirklich dürftig sind, was erklären mag, warum sich Mann et al. geweigert haben, die Gütemaße für ihre Berechnungen, vor allem das wichtige r2, das die Passung der Mannschen Temperaturrekonstruktion mit den beobachteten Daten beschreibt, zu veröffentlichen. Viel Hintergrund zu diesem Drama kann man bei Steven McIntyre und Ross McKitrick nachlesen.

Die Daten, die Mann et al. verwenden, basieren auf der Analyse von Baumringen. Die Rekonstruktion der Temperatur, die im Hockeystick zu finden ist, basiert somit auf ein paar vereinzelt über die nördliche Hemisphäre verstreuten Daten zu Baumringdicken. Die südliche Hemisphäre wird von Mann nicht berücksichtigt.

Lara et al. (2020) haben diese Lücke mit Daten von 401 Bäumen und 481 Baumradiusen, die in Chile gesammelt wurden, für Südamerika geschlossen. Die Daten stammen aus Nordpatagonien und wurden in Höhen zwischen 700 und 1010 Metern gesammelt, aus lebenden und fossilen Bäumen entnommen. Die folgende Abbildung zeigt die Orte, an denen die Autoren ihre Daten gewonnen haben und sie zeigt für jede Entnahmestelle den Zeitraum, über den mit den gewonnenen Daten Aussagen gemacht werden können.

Lara et al. (2020): 3

Insgesamt können die Autoren das Klima für einen Zeitraum von 5682 Jahre auf Grundlage ihrer Daten rekonstruieren. Angesichts der Tatsache, dass die Daten für einen langen Zeitraum die Entwicklung der Temperatur vorhersagen sollen, ist es wichtig, die Übereinstimmung zwischen den rekonstruierten Daten und Temperaturreihen zu bestimmen, die bekannt sind. Die rekonstruierten Temperaturen erklären 49% der beobachteten Temperaturen für die Jahre von rund 1850 bis 2010 (das wichtige r2). Das ist eine befriedigende Grundlage, um Aussagen über die Temperaturentwicklung zu machen, und es ist ein Datum, das die Arbeit von Lara et al. den Hockeystickfabrikationen von Mann et al. überlegen macht, für die bis heute nicht bekannt ist, welches r2 sie eigentlich vorzuweisen haben. Versuche, den Hockeystick zu rekonstruieren, sind regelmäßig bei einem unterirdisch schlechten r2 angekommen.



Die folgende Abbildung zeigt die Rekonstruktion der Temperaturentwicklung für die letzten rund 5600 Jahre, wie sie Lara et al. vorgenommen haben. Wie man sieht, sieht man keinen Hockeystick, im Gegenteil, die Autoren schreiben: “The most outstanding features in the temperature record are two major warm periods between 3140-2800 BC and 70 BC – 150 AD…” (12).

Lara et al. (2020): 8

Aber es kommt noch schlimmer für den Mythos, den Mann et al. gesponnen haben. Lara et al. vergleichen ihre Rekonstruktion der Temperaturen in Südamerika “with the multiproxy reconstruction of Total Solar Irradiance (TSI)”, also der Strahlungsintensität der Sonne, die auf der Erde auftrifft. Ergebnis: eine recht gute Übereinstimmung für lange Zeiträume der Temperaturrekonstruktion, wie man oben durch den Vergleich der blauen mit der roten Linie sehen kann. Der Hinweis, dass es eine solche Prüfung der Güte der Rekonstruktion für Manns Fabrikation nicht gegeben hat, wird niemanden verwundern – oder doch (dpa-Wichtel vielleicht)?

Wie dem auch sei, die Autoren um Lara et al. (2020) sind in der Lage, für eine recht große Anzahl ihrer Datenpunkte eine sehr gute und vor allem signifikante Übereinstimmung mit dem TSI zu finden. Die Temperatur-Rekonstruktion für Südamerika zeigt zusammenfassend Folgendes:

  • Es gibt in der südlichen Hemisphäre zwei intensive Warmphasen, die deutlich wärmer sind als die derzeitige Erwärmung. Die eine reicht von 3140 – 2800 BC, die andere von 70 BC – 150 AD.
  • Die Temperaturrekonstruktion zeigt insgesamt einen leichten Temperaturanstieg, wie man das auch erwarten würde, für das Holozän, das ja ein Nach-Eiszeit-Zeitalter beschreiben soll, in dem es notwendigerweise warm werden muss und die Gletscher zurückgehen.
  • Die Autoren finden für den Zeitraum von 1780-1880, also die vorindustrielle Zeit, die mit rund 280 ppm CO2, also deutlich weniger als heute, einhergeht, höhere Temperaturen als für die Gegenwart (1960 bis 2019).
  • Die Erwärmung, die die Autoren seit 1960 finden, ist nicht bemerkenswert und darüber hinaus durch eine erhöhte Sonneneinstrahlung zu erklären: “The tree-ring summer temperature record presented here indicates a warming trend in southern South America since the 1960s. Nevertheless, this pattern is not unprecedented in the context of the last five millennia, during which several warm periods larger in magnitude and duration are recorded.” (12)

Kurz: Ein menschlicher Einfluss auf das Klima der südlichen Hemisphäre, wie es [das Klima] in den Baumringen von Lara et al. abgebildet ist, lässt sich nicht nachweisen. In einer normalen wissenschaftlichen Welt reicht diese falsifizierende Beobachtung, um den Hockeystick zu verwerfen. In einer Glaubenskongregation führt solche Häresie natürlich dazu, dass die Ungläubigen verfolgt werden, z.B. von dpa-Wichteln.



Die Klimawandler, die den menschengemachten Klimawandel anbeten, stehen somit vor neuerlichen Erklärungsproblemen, die wir auch gerne wieder als dpa-Wichtel Challenge formulieren:

  • Wenn der derzeitige Klimawandel menschengemacht ist, wieso schaffen es dann nur die Menschen der nördlichen Hemisphäre, das Klima für ihre Hemisphäre zu beeinflussen?
  • Wenn der derzeitige Klimawandel menschengemacht und durch CO2 verursacht sein soll, wie kommt es dann, dass in den Daten von Lara et al. zwei viel wärmere Abschnitte in der Erdgeschichte, nämlich von 3140 – 2800 BC und von 70 BC – 150 AD für die südliche Hemisphäre gefunden werden? Muss man, um den Klimawandel-Hoax zu retten, somit annehmen, dass zu beiden Zeitpunkten in Südamerika Hochkulturen verbreitet waren, die weit mehr CO2 emittiert haben, als wir das heute in der nördlichen Hemisphäre können?
  • Und wie erklären die gläubigen Klimawandler die Tatsache, dass die Einstrahlungsintensität der Sonne die Temperaturen auf der Erde so gut vorhersagt?
  • Schließlich: Wann veröffentlicht Michael E. Mann das r2 für seine Hockeystick-Berechnung?



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