Die Feige Gemeinschaft: Wie der Mob in Deutschland regiert

Dieter Nuhr ist einer der mutigen Menschen in Deutschland, der sich eine eigene, vermutlich nicht immer (politisch-)korrekte Meinung leistet – aber wer kann schon für sich in Anspruch nehmen, dass er immer mit seiner Meinung richtig liegt – außer den linksextremen Kultmitgliedern versteht sich. Dieter Nuhr sollte für die Deutsche Forschungsgemeinschaft zum Flagschiff ihrer Aktion “2020 Für das Wissen” werden.

Schon aufgrund seiner Prominenz ist Nuhr einer, der der Aktion der DFG das verschafft, was man sich bei der DFG offenkundig von Nuhr verspricht: Publicity. Also hat man Nuhr gebeten ein kurzes Statement dazu, was Wissen für ihn bedeutet, abzugeben und es stolz als erstes Video in der angesprochenen Reihe “#fuerdasWissen”, mit der die Deutsche Forschungsgemeinschaft ihr 100jähriges feiern will, platziert.



Diesen Beitrag:

Im Verbatim liest sich das Statement wie folgt:

„Wissen bedeutet nicht, dass man sich zu 100 Prozent sicher ist, sondern dass man über genügend Fakten verfügt, um eine begründete Meinung zu haben. Weil viele Menschen beleidigt sind, wenn Wissenschaftler ihre Meinung ändern: Nein, nein! Das ist normal! Wissenschaft ist gerade, DASS sich die Meinung ändert, wenn sich die Faktenlage ändert. Wissenschaft ist nämlich keine Heilslehre, keine Religion, die absolute Wahrheiten verkündet. Und wer ständig ruft „Folgt der Wissenschaft!“, der hat das offensichtlich nicht begriffen. Wissenschaft weiß nicht alles, ist aber die einzige vernünftige Wissensbasis, die wir haben. Deshalb ist sie so wichtig.“

An diesem Statement kann man nichts aussetzen. Nuhr ist wie wir der Ansicht, dass eine Meinung eine begründete Aussage über die Realität ist, also kein “ich finde”, “ich glaube” oder “ich meine”, das letztlich nichts anderes ist, als ein emotionales Statement zum Zwecke der eigenen Verortung oder Erleichterung, aber eben keine begründete Meinung, so lange kein “weil”, die Begründung für das, was jemand meint, geliefert wird. Er ist wie wir der Ansicht, dass Wissenschaft ein Prozess ist, in dessen Verlauf sich Wissen zwangsläufig VERÄNDERT, neues Wissen altes ergänzt oder ersetzt, ja, er wendet sich sogar gegen den heute so gerne inszenierten Fetischismus, der nicht einmal ansatzweise bestätigtes Wissen wie die Behauptung, dass Menschen für einen Klimawandel verantwortlich sein sollen, verabsolutiert und in eine Hülle des Totalitarismus kleidet, um sie vor jeder Kritik zu schützen. Ein “Folgt der Wissenschaft”, wie es Nuhr hier herausgreift, ist genau keine Wissenschaft. Ein “Zweifelt an allem, was Euch die Wissenschaft als richtig vorstellt”, trifft es schon eher, denn Wissenschaft ist eine Methode des Erkenntnisgewinns, ohne dass damit eine Garantie verbunden wäre, die richtige Erkenntnis gefunden zu haben. Wissenschaft kann sich bestenfalls auf gut bestätigte Aussagen über die Wirklichkeit verständigen, aber nicht darauf, dass diese Aussagen allumfassende Gültigkeit haben, schon weil damit Wissenschaft am Ende ist, so wie man es in den Religionsgemeinschaften der Klimahysteriker und Genderista sehen kann, in denen Schriftgelehrte über die korrekte Auslegung von heiligen Schriften wachen und jeden, der ein Komma an der falschen Stelle setzen, bekämpfen.



Es gibt also nichts am Statement von Dieter Nuhr auszusetzen, nicht einmal im geringsten. Es gäbe genug an den anderen Statements auszusetzen, die an Biederkeit und Platituden sehr reich sind.

Und doch hat die DFG wegen Dieter Nuhr einen Shitstorm erlebt und ist, weil sie eben keine Forschungsgemeinschaft sondern eine feige Gemeinschaft ist, vor dem Mob eingeknickt.

Wegen Kritik, vielen Kommentaren und Hinweisen hat die DFG, den vollkommen korrekten und in keiner Weise zu beanstandenden Beitrag von Dieter Nuhr von der eigenen Seite entfernt. Die Einöde, die dort zurückgeblieben ist, sieht nun so aus:

Die Leerstelle mit dem gelöschten Video ist alles, was von Dieter Nuhr geblieben ist.

Dass die DFG der Wissenschaft einen Bärendienst erwiesen hat und die Verantwortlichen vermutlich im Mittelalter noch das Holz angeschleppt hätten, um Giordano Bruno öffentlich zu verbrennen, ist bedenklich genug, noch bedenklicher ist jedoch das, was die DFG-Verantwortlichen als “Kritik, Kommentare und Hinweise” bezeichnen. Wir haben uns diese “Kritik, Kommentare und Hinweise” einmal genauer angesehen und eine kleine Auswahl der “Kritik, Kommentare und Hinweise”, die wir für repräsentativ halten, zusammengestellt:

Dietrich Hermann, der Dieter Nuhr hier mit Holocaustleugnern gleichsetzt und die Gelegenheit nutzt, um DonAlphonso in die rechte Ecke zu stellen, ist Vorstand der Heinrich-Boell-Stiftung in Sachsen. Sein Profil verrät, dass er sich um Demokratie und Verfassung müht, wohl um beide zu zerstören und Historiker ist, der es offensichtlich nicht über den Angriff auf die Person, ad hominem, hinausgeschafft hat. Gut, wenn jemand bei der Heinrich-Böll-Stiftung geparkt ist, ist das zu erwarten. Dass jemand, der bei einem politischen Verein der Grünen beschäftigt ist, der in keiner Weise dafür bekannt ist, Wissenschaft hoch zu halten, eher dafür, Wissenschaft zu zersetzen, nur mit einem Angriff auf die Person auf einen Beitrag reagieren kann, in dem die Grundlagen der Wissenschaft ausgebreitet wurden, das sagt eigentlich alles.



Dieter Nuhr wird hier zu Abfall erklärt, von einem Profil, das neben der Rainbow-Flagge “Menschliches und Allzumenschliches” prangen hat. Man darf wohl mit Fug und Recht behaupten, dass jemand, der nichts dabei findet, einen Menschen, den er als “misogyn und beleidigend” diskreditieren zu können glaubt, als Abfall zu bezeichnen, selbst Abfall ist. “Ich arbeite in der Wissenschaft” steht nach der Feststellung, dass Dieter Nuhr wirklich Abfall sei. Das sagt eigentlich alles. Wenn solche Personen tatsächlich in der Wissenschaft arbeiten, dann ist deutlich, warum in der Wissenschaft, also den Gebäuden, die einst Professoren und Gelehrte beherbergt haben, heute keine Wissenschaft mehr gemacht wird.



Drei Größen von Twitter, die zu Bewertung und nichts anderem im Stande sind, geben ihr gesammeltes Unwissen zum Besten. Nuhr wird abgelehnt, warum weiß keiner davon so genau zu sagen. Die Qualität der Beiträge entspricht dem, von Herrmann aus der Böll-Stiftung: Es ist ein Angriff auf die Person. Es geht nicht um die DFG, das Thema von “fuerdasWissen”, es geht GEGEN Dieter Nuhr. Das ist ein zentrales Element, der einsamen und schrecklich engen Welt, die Linke bewohnen: Sie können keinerlei positiven Beitrag zu irgend etwas leisten. Sie haben ein Gefühl, wissen nicht warum, nur dass sie es haben und reagieren wie der Hund von Pawlow mit Speichelfluss, wenn sie einem entsprechenden Stimulus ausgesetzt werden. Man hat Schwierigkeiten, jedenfalls dann, wenn man mit Kant das Menschwerden als Entwicklungsaufgabe begreift, hier von einer geglückten Menschwerdung zu sprechen. Besonders deutlich wird dies am letzten Beitrag: “der Inhalt dessen, was er von sich gibt, sei bedenklich”, heißt es da. Damit sind wir bei der Perversion angelangt, bei der emotionsgetriebene Linke immer ankommen. Weil sie auf die Person reagieren, müssen sie einen Beitrag, der gut zusammenfasst, worum es in der Wissenschaft geht, als “bedenklich” bezeichnet. Weil man für sich ja in Anspruch nimmt, etwas von Wissenschaft zu verstehen, aber Nuhr nicht mag, muss das, was Nuhr gesagt hat, bedenklich sein, so dass ein Beitrag, der Wissenschaft komprimiert darstellt und “#fuerdasWissen” steht, als bedenklich gelten muss. Es ist weniger eine Frage, wie es diese Leute schaffen, den Anschein geistiger Normalität zu erwecken, es ist eine Frage, wie lange sie es schaffen.



“Kloackenclown”, “humoristischer Arm der Pegida”, abermals ist denen, die man wohl als Vertreter eines linken Kultes ansehen kann, nichts anderes als ein Angriff auf die Person möglich, und zwar in einer Sprache, die zeigt, aus welcher Kloake sie selbst stammen. Von dieser geistigen Beschränkung wollen sie durch die Verwendung starker Ausdrücke ablenken. Der Anlass dafür ist im ersten Fall der Frevel, den Nuhr mit Kritik an den Maßnahmen zur Eindämmung von Corona begangen hat, im zweiten Fall der, der ihn an der Klimahysterie hat zweifeln lassen. Hätten die beiden Twitterati auch nur entfernt eine Vorstellung von Wissenschaft, sie wüssten um den Wert von Zweiflern wie Nuhr. Denn wenn man die Corona-Maßnahmen für richtig hält, dann zwingt Kritik, wie die von Nuhr, dazu, sich seine Argumente noch einmal zu überlegen und gezielt auf die Kritik zuzuschneiden. Nur so kann man lernen oder Fehler im eigenen Denken erkennen. Leute, die auf Kritik reagieren, wie die Klimahysteriker und die Genderista oder die nun Corona-Gläubigen (für alle, die es nicht wissen: Wir haben schon im Januar vor damals noch 2019-nCoV gewarnt, vorhergesagt, was gekommen ist und sind nach wie vor der Ansicht, dass der Lockdown notwendig war), sind keine Wissenschaftler, haben keine Ahnung von Wissenschaft, sind Ideologen. Seht Euch die Reaktion von angeblichen Wissenschaftlern an. Wer Kritik ernstnimmt und ihr argumentativ begegnet, ist Wissenschaftler. Wer den Kritiker angreift, wie Klimahysteriker oder Genderista oder der Mann von der Böll-Stiftung, ist ein Ideologe, der nicht Erkenntnis, sondern seinen Profit im Auge hat.



Der nächste der Gutmenschen, deren geistige Ausstattung nur zur Formulierung von “Dummfug” ausreicht. Abermals fühlt sich der Gläubige, der sich alle Mühe gegeben hat, jeder neuen Welle hinterherzurennen, von Klima bis Corona, durch Nuhr in seiner Andacht nicht nur gestört, sondern vor allem gefährdet, denn nichts ist für die, die durch Anbiederung vorankommen wollen, schlimmer, als die Infragestellung ihres Anbiederungsobjektes.



Maria-Elena Vorrath ist ECR-Climate Researcher verdient ihr Geld also damit, die Klimahysterie am Laufen zu halten. Sie schämt sich, weil die DFG ihr ein Messer in den Rücken gesteckt hat, seltsamerweise nicht für ihre Arbeit. Ja, Klimawissenschaftler leben in Metaphern, denn mit Daten können sie ihren Kult nicht begründen. Man sieht das an diesem hysterischen Tweet sehr gut und noch besser sieht man, wie wenig Klimawissenschaft mit Wissenschaft zu tun hat. Da schämt sich eine Hysterische dafür, dass Dieter Nuhr für die DFG ein hervorragendes Statement zu Wissenschaft abgegeben hat. Deutlicher kann man die eigene Verortung in einer Glaubensgemeinschaft ohne Fähigkeit, zur argumentativen Auseinandersetzung nicht machen.



Alexander Rauscher, einer, der die Diffamierung nicht ausspricht, sondern nahelegt, die Taktik der Feigen, weshalb er zur Gemeinschaft der Feigen passt, ist Associate Professor an der University of British Columbia und schreibt “born 328 ppm”. Er ist also in der Lage, die Seite “treehugger” zu lesen, auf der man sein Alter in ppm CO2 umrechnen kann. Rauscher ist Baujahr 1970. Boa Ey und immer noch so kindisch, dass er versucht, sich mit einem solchen Blödsinn interessant zu machen. Kein Wunder also, dass er nicht in der Lage ist, auch nur ein Argument zu machen. Selbst die 280 Zeichen für Twitter reichen, um ein Argument zu machen, sofern man eines hat.



Das ist ein repräsentativer Querschnitt der “Kritik, der Kommentare, der Hinweise”, die die DFG dazu bewogen haben, das Video mit Dieter Nuhr zu löschen. Wir sind alle 422 Kommentare, die sich unter der (noch) freudigen Ankündigung des Videos von Dieter Nuhr durch die DFG finden, durchgegangen. Es finden sich Beleidigungen, Diffamierungen, wilde Assoziationen, es findet sich fast durchgängig ein Angriff auf die Person, ein Fehlschluss ad hominem, es findet sich KEINE Kritik, nichts, was Anlass geben würde, Dieter Nuhrs Video zu löschen. 

Dass sich die Quallen der DFG entschieden haben, das Video zu löschen, ist somit ein Beleg dafür, dass die Deutsche Forschungsgemeinschaft vor dem Mob einknickt. Das ist misslich, denn Wissenschaft hatte immer dann ihre größten Fortschritte zu verzeichnen, wenn Wissenschaftler mit vollkommen unpopulären Ideen aufgetreten sind, die in nicht wenigen Fällen von einem Mob bekämpft wurden. Die mit rund 3 Milliarden Euro von Steuerzahlern finanzierte DFG hat deutlich gemacht, dass sie im Zweifelsfalle nicht für die Wissenschaft entscheiden, sondern sich dem Mob anbiedern wird.

Eine Katastrophe für die Vergabe von Forschungsgeldern und damit für den Wissenschaftsstandort Deutschland. 



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