Qualitätsfernsehen: Zulu: tödliches Erbe oder tödliche Langeweile?

Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie die Beschreibung des französischen Jahrhundertfilms, der 16 Millionen Euro gekostet hat und 2,6 Millionen Euro in Kinos eingespielt hat und den das ZDF für Sie eingekauft hat, auf sich wirken:

“Zwei junge Frauen aus der privilegierten weißen Oberschicht werden kurz nacheinander tot aufgefunden, in ihrem Blut finden sich Spuren einer neuartigen Droge. Die Ermittlungen, die sich durch alle gesellschaftlichen Klassen ziehen, leitet Ali Sokhela (Forest Whitaker), Chef der Mordkommission in Kapstadt.



Zulu – Junk

Ali Sokhela sieht sich mit dem neuen Mordfall erneut mit seiner Vergangenheit konfrontiert, denn er gerät an einen Pharmakonzern, der unter der Führung des rassistischen Arztes Opperman (Patrick Lyster) eine tödliche Droge in Umlauf gebracht hat. Sie soll die schwarze Bevölkerung dezimieren, indem sie die Drogenkonsumenten zu aggressiven Monstern werden lässt, die sich selbst zerfleischen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind bereits der Droge zum Opfer gefallen. Letzten Endes kommt Ali in seinem Fall erst dann voran, als er sich mehr auf sich und seinen Instinkt verlässt als auf ein System, das er inzwischen als korrupt entlarven konnte.”

Was überwiegt bei Ihnen?

Die Langeweile oder das Erschrecken ob der brummend blöden Klischées dieses Machwerks.

Big Pharma, in dem ein rassistischer Arzt eine Droge entwickelt, um schwarze Jugendliche dazu zu bringen, “sich selbst zu zerfleischen” – spannende Sache: Wie zerfleischt man sich selbst? Egal, es geht hier nicht um Sinn und Logik, wir sind beim ZDF, beim ZDF werden Sie mit Stumpfsinn zu indoktrinieren versucht. Wir haben also eine böse, ganz böse Pharmafirma, einen KONZERN, das ist die Steigerung von “böse Firma”, die eine tödliche Droge verbreitet – warum? Nicht um Geld zu verdienen, nein, weil der rassistische Arzt Opperman, die Firma leitet, rassistisch ist. Opperman ist natürlich die südafrikanische Eingemeindung von Oppermann, der Film spielt in Kapstadt und Oppermann ist natürlich auch ein Jüdischer Name. Die Geschwister Oppermann von Lion Feuchtwanger, sind dem ein oder anderen vielleicht ein Begriff. Die drei Brüder und eine Schwester, alteingesessene Berliner jüdischer Abstammung, die die Augen gegenüber dem Antisemitismus des Dritten Reiches, der sich immer deutlicher in ihrer Umgebung zeigt, verschließen. Oppermann, von Opfermann, der Mann der in der Kirche die Spenden einsammelt, ist eine Verballhornung oder Eindeutschung von zuweilen Cohen, zuweilen Levy.

Zulu: Real Deal

Aber vergessen Sie das, das ist natürlich alles nur Zufall. Das ZDF würde nie einen Film kaufen, in dem eine Geschichte vom jüdischen Großkapital erzählt wird, von einem Bonzen, der sein Geld und seine Macht ausnutzt, um – wie das die Nazis oder Julius Streicher so graphisch ausgeführt haben -, sein Wirtsvolk zu zerstören.

Nein, das würde das ZDF nie tun.Das ZDF kauft Schnulzen, in denen sich die Guten dadurch auszeichnen, dass sie “Familienvater” sind und sich rührend um ihre an Krebs erkrankte Frau kümmern oder ihre Mutter, und die zeigen, was passiert, wenn man sich entscheidet, alleine zu leben: Suff und Promiskuität.

Nein, das ZDF würde nie antisemitischen Stuss kaufen und senden, Stuss schon, aber doch keinen antisemitischen – oder?


Wir danken einem Leser dafür, dass er uns auf diesen Stuss hingewiesen hat – Wiederholung nicht notwendig.



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