
Man rettet Menschen, die sich vermeintlich in Seenot befinden und lässt sich dafür von denen feiern, die mehr Wert auf Symbolik als auf tatsächliche Hilfe legen.
Dann schippert man das Menschenmaterial in einen der italienischen Häfen, schüttet es dort aus, zu Händen der italienischen Behörden und der europäischen Steuerzahler, denen es nun obliegt, sich um die vermeintlich Geretteten zu kümmern. Sind sie erst ihrer Fracht ledig geworden, dann schippern die Guten Menschen ihres Wegs, um neue Heldentaten zu vollbringen und weitere menschliche Fracht den unfreundlichen Wogen des Mittelmeers zu entreißen. Und natürlich, um sich als die guten Menschen, die sie nach ihrer Ansicht sind, zu produzieren und von Spendern feiern zu lassen.
Seltsamer Weise kommen in dieser Orgie in Gutheit, die Menschen, die die Folgen der Gutmenschen-Inszenierung zu tragen haben, nicht vor.
Das Trauerspiel um die vermeintlichen Seenotretter und ihre Unterstützer ist eine einzigartige Übung in Narzissmus, in Selbst-Inszenierung auf Kosten anderer, Migranten eingeschlossen.
Aber damit ist nun Schluss, wenn es nach Nello Musumeci, dem Präsidenten (oder Gouverneur) der Region Sizilien geht. Er hat sich auf seiner Facebook-Seite an die Öffentlichkeit gewendet, um auf die unhaltbaren Zustände aufmerksam zu machen, die derzeit auf Sizilien und auf Lampedusa, also dort, wo die angeblichen Seenotretter ihre menschliche Fracht und damit ihre Verantwortung abladen, herrschen:
Die Situation auf Sizilien und Lampedusa, so schreibt Musumeci, sei unhaltbar, die Lager seien voll. Man fühle sich nicht nur von der Zentralregierung in Rom alleine gelassen. Und ganz so, als verursachten die Schlauchboote voller Migranten, die aus eigener Kraft von Libyan nach Lampedusa und Sizilien gelangen [Haben Sie davon schon einmal gehört?], nicht schon genug Probleme, kämen nun auch die Schiffe der NGOs voller Menschen, die vor Ort versorgt werden müssten, hinzu. Das Risiko, sich mit SARS-CoV-2 zu infizieren und die bereits vollen Lager ließen eine Aufnahme nicht mehr zu, so Musumeci. Deshalb sei es notwendig, die Schiffe, die unter deutscher Fahne fahren, nach Deutschland zu schicken, damit sie dort ihre menschliche Fracht abladen können.
Was Musumeci am 22. September gefordert hat, scheint zwischenzeitlich auch umgesetzt zu werden. So beklagt sich Gorden Isler, der bei der NGO „Sea Eye„, für die die Alan Kurdi im Mittelmeer schippert, für dieselbe zuständig ist, dass die italienischen Behörden die Aufnahme der „Geretteten“ abgelehnt hätten.
Weil die Aufnahme der 133 Migranten durch die Alan Kurdi ohne Absprache mit Lybischen oder Italienischen Behörden erfolgt sei, seien die italienischen Behörden auch nicht zuständig, vielmehr falle die Zuständigkeit in den Bereich der Nation, unter deren Flagge die Alan Kurdi im Mittelmeer Transitdienst anbietet: Deutschland. Entsprechend haben die italienischen Behörden die Alan Kurdi an das Maritime Rescue Coordination Center (MRCC) in Bremen als zuständige Stelle verwiesen, um die Aufnahme der Migranten in Deutschland in die Wege zu leiten.
Damit verbindet sich für die Italiener allerdings keine Gewähr, dass sie nicht dennoch mit dem Unterhalt und der Versorgung der „Geretteten“ belastet werden. Gewöhnlich dringen die Schiffe der Seenotretter ohne Einfahrerlaubnis in die italienischen Hoheitsgewässer ein und nähern sich der Küste, so dass es Migranten möglich ist, das Ufer schwimmend zu erreichen.
Wie die Meldung zeigt, gefallen sich auch britische Medien in der Rolle des „guten Menschen“, der sich damit profilieren will, dass er Migranten alle Rechte zuspricht, während die Bevölkerung der Inseln, die von Migranten überrannt werden, keiner Erwähnung wert ist. Diese Art des Virtue Signalling kommt mit keinerlei Kosten für diejenigen, die sie verwenden, um sich in ein gutes Licht, wie sie glauben, zu stellen.
Liest man indes Zeitungen wie Il Giornale, dann kann man durchaus ein Gefühl für die Probleme der Menschen vor Ort entwickeln, eines, das man den guten Menschen in Deutschland vielleicht nur dadurch vermitteln kann, dass Zeltlager in ihrem Garten, im Pfarrgarten oder vor dem Haus von Bedford-Strom errichtet werden, damit sie in ihren täglichen Abläufen in einer ähnlichen Weise beeinträchtigt sind, wie die Menschen auf Sizilien oder auf Lampedusa. So entsteht Empathie, die sich nicht nur auf die armen Migranten, sondern auch auf diejenigen erstreckt, denen die armen Migranten von den angeblich guten Seenotrettern einfach vor der Haustür abgeladen werden.
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