Warum linke Ideologie unweigerlich in den Staats-Terrorismus führt

“Von welchen Verbrechen sprechen wir also? Der Kommunismus hat unzählige begangen: vor allem Verbrechen wider den Geist, aber auch Verbrechen gegen die universale Kultur und die nationalen Kulturen […] Doch wie schwer diese Zerstörungen auf lange Sicht für die einzelnen Nationen und die ganze Menschheit auch wiegen, was sind sie gegen den Massenmord an Männern, Frauen und Kindern?

Deshalb geht es hier um die Verbrechen gegen Personen, den Kern des terroristischen Phänomens. Sie haben eine gemeinsame Nomenklatur, auch wenn, je nach Regime, die eine oder andere Praxis stärker ausgeprägt ist: Hinrichtungen mit verschiedenen Mitteln (Erschießen, Erhängen, Ertränken, Prügeln, in bestimmten Fällen Kampfgas, Gift, Verkehrsunfall), Vernichtung durch Hunger (Hungersnöte, die absichtlich hervorgerufen und/oder nicht gelindert wurden), Deportation (wobei der Tod auf Fußmärschen oder im Viehwaggon eintreten konnte oder auch am Wohnort und/oder bei Zwangsarbeit durch Erschöpfung, Krankheit, Hunger, Kälte) …  können wir eine erste Bilanz ziehen, deren Zahlen zwar nur eine Annäherung und noch zu präzisieren sind, die aber, gestützt auf persönliche Schätzungen, die Größenordnung aufzeigen und klarmachen, wie wichtig dieses Thema ist:

  • Sowjetunion: 20 Millionen Tote;
  • China: 65 Millionen Tote;
  • Vietnam: 1 Million Tote;
  • Nordkorea: 2 Millionen Tote;
  • Kambodscha: 2 Millionen Tote;
  • Osteuropa: 1 Million Tote;
  • Lateinamerika: 150.000 Tote;
  • Afrika: 1,7 Millionen Tote;
  • Afghanistan: 1,5 Millionen Tote;
  • kommunistische Internationale und nicht an der Macht befindliche kommunistische Parteien: etwa 10.000 Tote;”

Stèphane Courtois (1998). Die Verbrechen des Kommunismus. In: Courtois, Stèphane, Werth, Nicolas, Panné, Jean-Louis, Paczkowskj, Andrzej, Bartosek, Karel & Margolin, Jean-Louis  (Hrsg.). Das Schwarzbuch des Kommunismus. Unterdrückung, Verbrechen und Terror, S.15-16.

Die Ergebnisse linker Ideologie sprechen für sich und mit linker Ideologie meinen wir linke Ideologie, nicht etwa “nur den Kommunismus”, nein, alle Formen und Spielarten linker Ideologie, denn für sie alle gilt, dass sie notwendig und unausweichlich in Staats-Terrorismus führen. Warum, das wollen wir in diesem Post zeigen, und zwar mit der spartanischsten Erklärung, die es nach unserer Ansicht gibt.


Was ist linke Ideologie?

Linke Ideologie ist jede Ideologie, die auf Kollektivismus basiert, die Individuen nur als Teil einer Gruppe gelten lässt, egal, ob diese Gruppe eine Volksgruppe, Schwule, Queere oder Schwarze sind. Jede Ideologie, die Rechte für Gruppen vorbehält und die Gruppenrechte höher gewichtet als individuelle Rechte, z.B. dadurch, dass angebliche Gesetze zur Verhinderung von vermeintlichem Hass gegen “Gruppenmitglieder” zum Anlass genommen werden, um individuelle Freiheiten einzuschränken oder zu beseitigen, ist eine linke Ideologie.

Hinzu kommt eine Fehlstelle, die linke Ideologie definiert. Linke Ideologie hat keinerlei konkrete und positive Definitionen der eigenen Nützlichkeit zu bieten. Linke Ideologie bietet wolkige Utopien, die in der Zukunft erreicht werden sollen und die zumeist aus einer Ansammlung von positiv bewerteten Versatzstücken bestehen, die keinerlei Verbindung zu Fragen von Machbarkeit und Sinn haben.

Diese Fehlstelle hat zur Konsequenz, dass in linker Ideologie zwar keinerlei konkrete Vorstellung davon vorhanden ist, was konkret angestrebt wird, aber sehr konkrete Vorstellungen davon, was bekämpft wird. Linke Ideologie gibt IMMER und ohne Ausnahme ein klares und personifiziertes Feindbild vor. Die Feindbilder haben einen gemeinsamen Kern, der darin besteht, dass den als Feinden ettiketierten Menschen die Schuld für einen Zustand gegeben wird, der derzeit herrscht und der als schlecht deklariert wird. Die Erzählungen von menschenverursachtem Klimawandel, die Behauptungen von Rassismus, der Hass auf Kapitalismus, sie alle haben gemeinsam, dass denen, die diesen Erzählungen nicht folgen wollen oder in den Erzählungen als Feinde identifiziert werden, den Reichen, den “Klimawandelleugnern”, den Homophoben und Rechtsextremen die Schuld dafür gegeben wird, dass wir nicht im Paradies leben, das linke Ideologie denen verspricht, die dumm genug sind, sie zu der ihren zu machen, und dumm genug müssen sie sein, wie wir im weiteren Verlauf zeigen.

Schließlich beinhalten alle linken Ideologien ein Versprechen des leistungslosen Nutzens, sei es konkret in materiellem Nutzen (Geld ohne Arbeit: Bürgergeld), in Form von Status oder als Angebot einer Identität.

Diese vier Merkmale zeichnen nach unserer Ansicht formal ALLE linken Ideologien aus:

  • Kollektivismus,
  • keine konkreten positiven Inhalte;
  • dafür: Konkretes Feindbild mit Schuld- und Sühneerzählung;
  • Schmarotzer-Angebot;

Auf dieser Basis genügen nunmehr zwei Variablen, um zu zeigen, warum linke Ideologie generell und unausweichlich in den Staats-Terrorismus führt:

  • Was linke Ideologien versprechen ist empirisch nicht umsetzbar. Als Konsequenz ergibt sich eine wachsende Kluft zwischen Versprechen und Ideologie.
  • Linke Ideologien sind für Personen attraktiv, die sich durch ein Persönlichkeitssyndrom auszeichnen, in dem intellektuelle Minderleistung, Unfähigkeit, aufgrund eigener Lesitung und Faulheit verhindern, dass für einen Menschen wichtige Entwicklungsleistungen erbracht werden.

Der erste Punkt ist eigentlich offensichtlich. Keine Planwirtschaft hat je funktioniert. Kein sozialistisches oder kommunistisches Regime hat seinen Bevölkerungen Reichtum und Wohlstand gebracht. Keine linke Ideologie, die je umgesetzt wurde, hat dazu geführt, dass gesellschaftliches Eigentum gleich verteilt und jedem zugänglich ist. Im Gegenteil, linke Ideologien haben immer zu Mangelwirtschaft, zu einer Parteioligarchie, die den wenigen Luxus, den die ineffiziente Wirtschaftsweise erbringen konnte, für sich reserviert haben, und zu Unterdrückung und Zwang, zu Staats-Terrorismus im extremen Klassenstaat geführt.



Dass dem so ist, hat damit zu tun, dass niemand in die Zukunft schauen kann und deshalb jeder Zukunftsplan über kurz oder lang scheitern muss. Dass dem so ist, hat damit zu tun, dass im Zentrum linker Ideologie ein vollkommen weltfremdes Menschenbild steht, das Individuen nur als organischen Bestandteil eines größeren Ganzen verstehen kann, das, menschliche Leidenschaften, menschliche Interessen, die gesamte conditio humana negiert. Dass dem so ist, hat schließlich damit zu tun, dass die Ziele, die Utopien, die linke Ideologien verkünden, Wolkenkuckucksheime sind, die nicht erreichbar sind. Eine Gesellschaft der Gleichen ist nicht überlebensfähig, weil die Frage, wer die Versorgung für die anderen übernehmen soll und damit zwangsläufig ungleich wird, nicht gelöst werden kann, ohne eben Ungleichheit zu implementieren. Tatsächlich sind linke Systeme generell extreme Klassengesellschaften mit einer Parteioligarchie, die sich sattsam und skrupellos bereichert, was Korruption zu einem festen Bestandteil linker Systeme macht, der die Klasse der Proletarier gegenübersteht, die wiederum von einer Sykophantenklasse aus Militär und Verwaltung und sonstigen Andienenden in Schach gehalten wird, denn kein linkes System überlebt, wenn es nicht Zwang und Unterdrückung anwendet.

Kampf gegen Adipositas in Venezuela

Das wiederum hat einen einfachen Grund: Die Divergenz zwischen der Realität und dem, was die Ideologie verkündet, wird immer größer, der Graben zwischen Realität und Ideologie immer breiter und mit dem sich auftuenden Graben steigt die Notwendigkeit, die Realität zu bekämpfen und alle, die auf die Realität hinweisen, zu unterdrücken, sie aus dem Verkehr zu ziehen, mundtot zu machen und schließlich physisch zu eliminieren. Zwang, Kontrolle und Unterdrückung sind elementare und unverzichtbare Mittel zum Machterhalt in linken Systemen. Zwang und Unterdrückung haben viele Formen, sie reichen von der Gewährung von Zugang zu gesellschaftlichen Positionen nur für sich wohl verhaltende Sykophanten bis zum physischen Zwang, zur physischen Unterdrückung in entsprechenden Lagern, Gefängnissen. Mord, Massenmord in der Regel, ist eine Variante der Unterdrückung, die genutzt wird, um andere, die vielleicht noch mit Widerstand liebäugeln, gefügig zu machen. Kontrolle bezieht sich auf alle Bereiche des Lebens, auf Zugang zu bestimmten Positionen, das, was als Meinung erlaubt ist. Kontrolle erfolgt über gleichgeschaltete Medien und den Ausschluss aller alternativen Medien. Das alles dient dem Ziel, das Versagen des Systems, den immer größer werdenden Graben zwischen Realität und den Verkündigungen linker Ideologie zu verheimlichen und jede Form von Kritik, die notwendig auf diesen Graben hinweisen wird, zu unterdrücken.

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Dass linke Ideologie zeitweise in der Lage ist, ein linkes System zu etablieren, das hat mit der psychologischen Verfassung derer zu tun, für die die Angebote linker Ideologie attraktiv sind. Sie sind, wie wir oben beschrieben haben, durch ein spezifisches Persönlichkeitssyndrom gekennzeichnet: Intellektuelle Minderleitung, die Unfähigkeit, durch eigene Leistung eine Identität zu bilden und Faulheit sind untrennbar mit einander verbunden und machen die Angebote linker Ideologie für die entsprechenden Personen so attraktiv. Sie haben keine Eigenleistung vorzuweisen, die sie zu einer Person machen würde, auf die eine persönliche Identität gründbar wäre. Sie sind gewöhnlich durch Faulheit ausgezeichnet, die dazu führt, dass Leistung und Arbeit als Mittel zur Erreichung von Zielen bei ihnen nicht in Frage kommen, und ihre intellektuelle Minderleistung amplifiziert diese beiden Probleme. In dieser Situation, in der solche Personen vor ihren gescheiterten Versuchen, Identität und Status zu gewinnen, stehen, macht linke Ideologie das Angebot, sich einfach als Opfer zu definieren, die eigene Unfähigkeit zu externalisieren und andere dafür verantwortlich zu machen, Reiche, Kapitalisten, Homophobe, Rassisten, andere, die als geheime Mächte in der Gesellschaft wirken, um das Vorankommen dieser ausgezeichneten Exemplare der menschlichen Spezies zu verhindern.

Wer einen Beleg für Dummheit bei Linken benötigt, hier ist er.

Das Angebot, sich als Opfer zu definieren und damit alle Verantwortung für die eigene Unfähigkeit, das eigene Scheitern abzulehnen, ist die Eintrittskarte in linke Ideologie, der Hass auf die Erfolgreichen, diejenigen, die mit eigener Leistung vorankommen, ist das Bindeglied zwischen der psychischen Verfassung dieser Gescheiterten und der Ideologie. Beides, Psychologie und Ideologie gehen eine untrennbare Melange ein. Auf diese Weise mit dem Wohl und Wehe der Ideologie verbunden, müssen deren Anhänger, die Identität ausschließlich aus ihrer Zuordnung zur Ideologie gewinnen, nun ihrerseits die Realität und alle, von denen man erwarten muss, dass sie auf die Abweichung zwischen Ideologie und Realität hinweisen, bekämpfen, den Kampf gegen Andersdenkende zu ihrer Aufgabe machen, und je breiter der Graben zwischen Ideologie und Realität wird, desto heftiger müssen diese Marionetten der Ideologie gegen Andersdenkende zu Felde ziehen, desto heftiger müssen sie in der Wahl ihrer Mittel werden.

Das ist der Grund dafür, dass linke Ideologie früher oder später bei Staats-Terrorismus und Massenmord ankommt, es ist der Grund dafür, dass dieser Endpunkt unausweichlich ist.



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