Ideologischer Totalschaden: Anfrage zu rechtsextremen Brandstiftern wird zu linksextremem Fiasko

Man sagt Menschen nach, dass sie bei Verhaltens-Entscheidungen abwägen, welche Kosten dem durch das Verhalten erreichten Nutzen gegenüberstehen. Die Rational Choice Theorie geht sogar noch weiter: Sie stipuliert, dass eine Entscheidung auf Basis einer Abwägung von Kosten und Nutzen unterschiedlicher Handlungsalternativen, gewichtet mit deren Eintretenswahrscheinlichkeit, getroffen wird. Das Problem dabei: Man muss zum einen Handlungsalternativen kennen, zum anderen die damit verbundenen Kosten und Nutzen einschätzen können und man muss zudem eine Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit vornehmen.

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Klingt komplex, ist es aber nicht, denn diese Rational Choice Erklärung hat sich bestens bewährt, um z.B. das Auswahlverhalten von Kriminellen, von Ladendieben und Räubern zu erklären, als Funktion des erwarteten Nutzens, des damit verbundenen Aufwands sowie des damit verbundenen Risikos. Sie hat sich zudem bewährt, um so unterschiedliche Dinge wie die Auswahl von Heiratspartnern, von Ehescheidung und der Wahl des Fortbewegungsmittels zu erklären.

Nun ist Rational Choice ein Erklärungsmodell, das aus der Ökonomie kommt.
Deshalb mögen es Linke nicht.

Und Rational Choice erfordert, dass man unvoreingenommen an Dinge herangeht.
Deshalb können Ideologen damit nichts anfangen, denn Ideologen zeichnen sich durch die bemerkenswerte Fähigkeit aus, keinerlei Kosten, die durch ihr ideologisches Wohl-Verhalten entstehen könnten, wahrzunehmen und zu keinerlei Zweifel dahingehend fähig zu sein, dass das, was sie als Ergebnis ihres Verhaltens erwarten auch mit 100%iger Sicherheit eintreten wird.

Deswegen sind Ideologen, vor allem linke Ideologen, eine Quelle der Belustigung, eine nie versiegende Quelle für Anekdoten, die man in leutseliger Runde zum Besten geben kann und vor allem eine Fundgrube für die berühmten “so-nicht-Beispiele”.

Drucksache 19/26585 ist ein hervorragendes “so-nicht-Beispiel”, eines, das einen ideologischen Totalschaden dokumentiert, einen ideologischen Totalschaden, den die Abgeordneten Martina Renner, Dr. André Hahn und Gökay Akbulut für die Bundestagsfraktion der LINKE eingefahren haben. Die Drucksache umfasst die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der drei Linken, die sich – ausweislich des Titels – ausschließlich mit Fällen der Brandstiftung, die sich dem Bereich politisch-motivierter Kriminalität: rechts zu ordnen lassen, befassen sollte.

9 Fragen mit Unterpunkten machen die Anfrage aus, alle, bis auf zwei Unterpunkte, beziehen sich auf “PMK-rechts” oder “politisch-motivierte Kriminalität: rechts”. Die Anfrage ist also ausschließlich dazu gedacht, politisch-motivierte Kriminalität, in diesem Fall Brandstiftungen, die von Personen, denen eine rechtsextreme Motivation zugeordnet werden kann, begangen wurde, zu erfragen, um die Ergebnisse dann im politischen Kampf gegen die endemische Gefahr von rechts gebrauchen zu können. Indes, das Häuflein Brandstiftungen, das dem gewünschten Bereich politisch motivierter Brandstiftung von rechts zugeordnet wird, dürfte alle Hoffnungen der Antragssteller auf ein ausgiebiges ideologisches Ausweiden der Ergebnisse zunichte gemacht haben.

Schlimmer als dieser ideologisch nicht verwertbare kümmerliche Haufen von nur 17 Brandstiftungen von rechtsextremer Seite in zwei Jahren, ist indes der ideologische Totalschaden, der durch die unvorsichtigen Fragen 1a und 1b entstanden ist:

1. Wie viele Fälle von Brandstiftung gab es nach Kenntnis der Bundesregierung zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2019?
a) Welche dieser Fälle wurden dem Bereich der PMK (Politisch motivierte Kriminalität) zugeordnet (bitte nach Datum und Ort der Brandstiftung aufschlüsseln)?
b) In welche Phänomenbereiche der PMK wurden die in Frage 1a erfassten Fälle eingeordnet (bitte nach Datum und Ort der Brandstiftung aufschlüsseln)?

Die Anwort der Bundesregierung füllt Seiten, Seiten mit politisch-links motivierter Brandstiftung.










Dieses eindrückliche Dokument linksextremer Pyromantie verdanken wir der LINKEN im Bundestag. Dafür gilt Renner, Hahn und Akbulut unser herzlicher Dank. Wer diese beeindruckende Liste linker Zerstörungswut an sich hat vorbei ziehen lassen, der hat keinen Zweifel mehr, dass Rechtsextremismus ein, wie es im Zusammenhang mit Linksextremismus einst gesagt wurde: aufgebauschtes Problem ist, während der Linksextremismus das eigentliche Problem darstellt. 

Angesichts dieses doch niederschmetternden Ergebnisses für die Anhänger des “Linke sind die besseren Menschen”-Mythos wird auch die Panik verständlich, die gestern zu einem übereilten und dummen Beitrag in der taz geführt hat, den wir hier entsprechend gewürdigt haben.

Wir freuen uns schon auf die nächste Anfrage von Renner und Genossen, vielleicht dieses Mal zu Thema der Gewaltkriminalität, der politisch-motivierten versteht sich? 



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