Die SARS-CoV-2 Thai-Variante kommt [ohne Reis] – Machen Sie sich für einen Systemmedien-Tsunami bereit

Vor kurzem hat uns der Deutschlandfunk erklärt, dass es “rassistisch” sein könnte, von einer indischen Variante oder einem chinesischen Virus zu sprechen und zu schreiben. Und während sich beim Deutschlandfunk noch die Sorgenfalten über indischer Variante einstellen, sind wir schon einen Schritt weiter:

Die THAI-Variante kommt, obschon die Regierung von Thailand behauptet, die Thai-Variante sei eigentlich eine Ägyptische Variante. Das Schwarze-Peter-Spiel hat begonnen. Im Hinblick auf das rassistische Potential beider Benennungen macht das vermutlich keinen Unterschied. Wir bleiben indes bei “Thai-Variante”, C.36.3, um genau zu sein. Die Thai-Variante, die in Deutschland vermutlich wieder als Mutation ausgegeben werden wird, was ihr natürlich nicht gerecht wird, denn sie, die Thai-Variante, sie hat nicht nur eine Mutation, nein, sie hat deren 25.

Manche Varianten bekommen einfach den Hals nicht voll.

SARS-CoV-2-Gen Mutationen
Orf1ab E102K, A859V, T1246I, D1639N, P2287S, D2980N, D3222N, G3278S, S3687L, L3691S, T4090I, P4715L, D5429Y
S S12F, del69-70, W152R, R346S, L452R, D614G, Q677H, A899S
M I82T
N R203K, G204R, G212V

Bislang gibt es von der Thai-Variante 90 Fälle in England, 33 davon in London, 20 in Yorkshire and Humberside, der Rest ausgefleddert über den englischen Teil der Insel. Die Gefahr, die von der Thai-Variante ausgeht, sie ist natürlich, wie fast immer, in Deutschland viel größer als im Vereinigten Königreich, denn den läppischen 90 britischen Fällen von Thai stehen 148 deutsche Fälle von Thai gegenüber.

Woher wir das wissen?

Nicht vom Robert-Koch-Institut, nein, von PHE, Public Health England, die es im letzten Bericht zu den Varianten von SARS-CoV-2 beschrieben haben. Damit haben die Lauterbachs in Deutschland die einmalige Gelegenheit, die Thai-Variante zu der Bedrohung aufzublasen, die die britische Variante (b.1.1.7) sicht standhaft geweigert hat, zu sein und die die indische Variante, aufgrund des eklatant entäuschenden Rückgangs der Fallzahlen in Indien, so heftig zunichte gemacht hat. Immerhin 264 Fälle der indischen Variante haben sich zwischenzeitlich nach Deutschland verirrt, bekannte Fälle versteht sich, aber, wie gesagt, die Variante ist nicht tauglich, um weiterhin Panik zu verbreiten. Die Inder haben alles zunichte gemacht mit ihrer Entwicklung:

Nicht einmal die Tagesschau der ARD schafft es, aus diesem Rückgang eine Steigerung zu machen und eine entsprechende Gefahr herbeizureden, abgesehen davon ist die ARD derzeit vollauf damit beschäftigt, die Propaganda dafür zu verbreiten, das Impfexperiment nun auch auf Kinder und Jugendliche auszuweiten. Jeder hat halt seine Prioritäten.

Der Bericht von PHE enthält eine Reihe von interessanten Informationen, die es in dieser Weise in Deutschland sicher nicht gibt. Diese hier z.B.:

Was sie hier sehen, ist eine Aufschlüsselung der Konsequenzen, die sich mit einer Infektion mit b.1.617.2 (für den Deutschlandfunk: Das ist die INDISCHE Variante) verbinden. PHE schreibt lieber von VOC-21APR-02, Variant of Concern, die am 21 April 2021 erstmals sequenziert wurde, in iher zweiten Untervariante. Warum soll man es Lesern einfach machen, nachzuvollziehen, was berichtet wird? Die Aufschlüsselung ist deshalb von Interesse, weil sich unter den 5.599 Engländern, die positiv auf b.1.617.2 getestet wurden, 1.270 befinden, die mindestens einmal geimpft sind, darunter 177, die zweimal geimpft sind. Soviel zum Thema, eine Impfung schützt vor Infektion. Sie tut es definitiv nicht.

Thai Green Curry – Variante mit Reis; Quelle

Das interessanteste Datum fehlt in der Tabelle, weshalb wir es nachliefern. Wir haben die Anteile der Geimpften in den vier Stadien der Infektion berechnet, die hier beschrieben werden:

  • Unter denen, die positiv auf b.1.617.2 (das ist die indische Variante,  nur um auf Nummer sicher zu gehen, nicht, dass es hier ein Missverständnis gibt) getestet wurden, stellen Geimpfte einen Anteil von 22,8%
  • Unter denen, die wegen heftiger Beschwerden eine Notaufnahme aufgesucht haben, stellen Geimpfte einen Anteil von 28,4%
  • Unter denen, die wegen ihrer heftigen Beschwerden hospitalisiert wurden, stellen Geimpfte einen Anteil von 27,9%
  • Unter denen, die verstorben sind, stellen Geimpfte einen Anteil von 33,3%

Die Fallzahlen sind besonders für die letzten beiden Unterscheidungen lausig, so dass man bestenfalls eine Tendenz ablesen kann, die Tendenz nämlich, dass Geimpfte bei Infektion mit SARS-CoV-2 ein höheres Risiko haben, schwer an COVID-19 zu erkranken als Nichtgeimpfte.

Wir werden natürlich weiter verfolgen, wie die Entwicklung hier weitergeht.
Das Ergebnis, das – um es zu wiederholen – für b.1.617.2 ermittelt wurde (also für die indische Variante), ist vor dem Hintergrund der folgenden Tabelle besonders spannend:

Wie gesagt, PHE ist nicht der Transparenz, eher der Intransparenz verpflichtet. Unter den VUIs [Variant under Investigation] und VOCs [Variant of Concern] sind VOC-20DEC-01 und VOC-21APR-02 für uns relevant, erstere ist b.1.1.7, zweitere b.1.617.2. Dargestellt sind Verläufe für Infektionen. Wie sich zeigt, ist der Anteil von positiv auf b.1.1.7 Getesteten, die eine Notaufnahme aufsuchen (A&E visit), die hospitalisiert werden und die sterben, durchweg höher als für positiv auf b.1.617.2 Getestete. Dieses Ergebnis muss man dann wohl als Beleg dafür nehmen, dass b.1.617.2 im Vergleich zu b.1.1.7 nicht gefährlicher, sondern weniger gefährlich ist. Das steht im Einklang damit, dass Viren im Zeitverlauf durch Mutation in der Regel harmloser werden, nicht gefährlicher, vor allem Viren, die schon für die Übertragung von Mensch zu Mensch optimiert sind, wie SARS-CoV-2 das von Anfang an war (weil es aus dem Wuhan Institute of Virology stammt). Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass Geimpfte, die sich mit b.1.617.2 infizieren, in der Tendenz ein höheres Risiko haben, schwer an COVID-19 zu erkranken als Ungeimpfte, obwohl die indische Variante eigentlich harmloser zu sein scheint als b.1.1.7.

Eine interessante Tabelle haben wir noch, eine, die man vor diesem Hintergrund betrachten muss:

Der bemerkenswerte Absturz im Anteil der Sequenzierungen zeigt die Konsequenz stark zurückgehender Fallzahlen. Die Ergebnisse, die wir nun berichten, basieren somit für b.1.617.2 auf deutlich dünnerer Basis als alles, was zu b.1.1.7 zu sagen ist:

Was Sie hier sehen, sind secondary attack rates, d.h. Infektionen durch Infizierte, also das, wovor alles so große Angst haben, das, was früher, als R noch gewachsen ist, wie es für Panik notwendig ist, im R-Wert Ausdruck gefunden hat. Die secondary attack rates, die hier ausgewiesen sind, sind mehr als mickrig. Für b.1.1.7 liegen sie zwischen 8,7% und 9,1% in einem Haushalt. D.h. von 100 Personen, die einen Haushalt mit einem Infizierten teilen, stecken sich rund 9 an. Eine niederschmetternde Bilanz für SARS-CoV-2, das mit dieser Rate natürlich keine Epidemie, geschweige denn eine Pandmie auslösen kann. Für b.1.617.2 (VOC-21APR-02 – das ist die indische Variante) liegt die “secondary attack rate zwischen 13,8% und 16,2%, wobei man natürlich die deutlich geringere Fallzahl in Rechnung stellen muss, zumal die Ergebnisse mit logistischen Regressionen errechnet wurden, die sehr anfällig für Fallzahlen sind. Dessen ungeachtet ist SARS-CoV-2 auch im Falle seines Auftretens als b.1.617.2 nicht pandemiefähig und zum Aussterben verurteilt, weil von 100 Infizierten es nur 9 schaffen, einen weiteren Infizierten zu rekrutieren.

Die Realität der “Pandemie” ist bemerkenswert unpandemisch, kein Wunder, dass Polit-Darsteller mit Zwang, Kontrolle und Hysterie und natürlich mit ihrem Staatsfunk versuchen müssen, die Panik aufrecht zu erhalten.


Public Health England (2021). SARS-CoV-2 variants of concern and variants under investigation in England. Technical briefing 13, 27 May 2021


Seit Ende Januar 2020 besprechen wir Studien zu SARS-CoV-2. Damit gehören wir zu den wenigen, die das neue Coronavirus seit seinem Auftauchen verfolgt und den Niederschlag, den es in wissenschaftlichen Beiträgen gefunden hat, begleitet haben.
Eine Liste aller Texte, die wir zu SARS-CoV-2 veröffentlicht haben, finden Sie hier.

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