Neil Oliver: Der Westen wird von bornierten, ideologischen Eiferern zerstört

Zeit für den Neil Oliver Fanclub.
Auch diese Woche haben wir eine deutsche Übersetzung des Textes gemacht, den Neil Oliver zu Kamera gegeben hat.

Es ist wieder einer der Texte, die zu einer Konklusion kommen, der man sich schwerlich entziehen kann. Wir sehen derzeit dabei zu, wie eine Horde ideologischer Eiferer die Welt, die wir alle schätzen, die Welt, in der es Freiheit und Prosperität gab, zerstören, weil sie sie zerstören wollen.

Der Westen schafft sich ab und nicht nur muslimische Fundamentalisten schlagen sich vor Lachen auf die Schenkel, weil sie ihr Glück nicht fassen können. Gäbe es die postkolonial, feministisch, antirassistisch sozialistischen transgender Idioten nicht bereits, diejenigen, die den Westen zerstören wollen, müssten sie eigens kreieren.

Eineinhalb Jahre lang haben wir gelebt, als gäbe es außer dem Coronavirus nichts von Belang. Wir haben unsere Welt angehalten und uns in unseren Häusern verkrochen.

Neil Oliver zum Jahrestag des 11. September 2001.

Was kann man heute sinnvolles sagen? 20 Jahre nachdem das World Trade Center zerstört wurde und fast 3000 Menschen dabei ihr Leben verloren haben?

Ich war in einem Büro in der University of Glasgow. Ein Kollege kam herein und sagte: Die Twin Towers in New York brennen. Er erzählte etwas von Flugzeugen, die hineingeflogen seien. Er habe etwas in der Art im Radio gehört. Das war bevor es Smartphones und sofortigen Zugang zu Nachrichten gab. Wir mussten zum nächsten Fernseher laufen. Der stand in einem Pub.

Ich habe gesehen, wie einer der beiden Tower in eine Wolke aus Staub zusammengefallen ist, ganz so, als hätte ihn ein unsichtbarer Stiefel zertreten. Ich habe so viele Bilder seitdem gesehen, eine höllische Schleife von Terror und Zerstörung, alles ist jetzt ein einziges Mischmasch in meinem Kopf.

Woran ich mich sehr klar erinnern kann, ist die Ahnung, die sich bei mir eingestellt hat, dass danach nichts mehr so sein würde wie zuvor, dass die Welt dauerhaft und unwiederbringlich verändert wurde. Das war zu viel, um es zu verarbeiten, zu undenkbar, zu furchtbar. Der Erste Weltkrieg wurde als Eisengitter beschrieben, das die Vergangenheit von der Gegenwart trenne. Man konnte durch die Eisenstäbe die alte Welt sehen, aber sie war für immer außer Reichweite. Wir hatten sie außer Reichweite gebracht. Wir konnten bestaunen, wie anders die alte Welt doch war. Aber wir konnten nicht mehr zurück zu ihr.

Die Zerstörung der Twin Towers vor 20 Jahren war eine andere Linie, die gezogen wurde, eine weitere umgeschlagene Seite. Ein Wandel, der unumkehrbar und dauerhaft war. Ich glaube, dass die USA die beste Vorstellung eines Landes sind, einer Nation, die man haben kann. Leben, Freiheit und Glück. Gebt mir Eure müden, armen, eure kauernden Massen, die sich nach Freiheit sehnen. Einige dieser Worte sind in den Solckel der Freiheitsstatue gemeiselt. Es entspricht meiner Überzeugung. Es war damals meine Überzeugung. Sie ist es heute. Die Welt benötigt mindestens die Idee von Amerika.

Das Sonett, von dem diese Worte stammen, wurde 1883 geschrieben. Leider haben die Hoffnungen, aus denen es geboren wurde, nichts dazu beigetragen, die Schrecken des 20. oder des 21. Jahrhunderts zu verhindern. Das bedeutet nicht, dass die Idee von Amerika gescheitert ist – nur, dass sie nicht zu ihrem vollen Potential entwickelt wurde. Glück muss unnachgiebig und mit unermütlicher Hingabe verfolgt werden.

Heute, 20 Jahre nach der Zerstörung der Towers und nach dem Tod von 2.977 Menschen, haben die Taliban ihren Sieg verkündet – nach so viel Tod und Sterben. 20 Jahre nach 9/11. Und schaut uns nur an.

Die Taliban – eine Bande mordlustiger Gängster aus einer mittelalterlichen Vergangenheit, – aber immerhin wissen sie genau wer sie sind und was sie wollen – diese Taliban hatten die Gelegenheit, den Jahrestag der Zerstörung der Twin Towers zu wählen, um ihren Sieg zu verkünden. Ihr habt alle Uhren, so haben sie uns einst gesagt, aber wir haben alle Zeit – es hat sich gezeigt, dass dies richtig ist.

Während sich manche im Westen über Pronomen und Privilegien ärgern oder dazu gezwungen werden sollen, sich für die Farbe ihrer Haut zu schämen, während wir uns zensieren statt die Wahrheit zu sagen, haben sich Mörder, die derartige Sorgen nicht teilen, bereit gemacht, um Sieger zu sein, die sich alles nehmen.

Eineinhalb Jahre lang haben wir gelebt, als gäbe es außer dem Virus nichts von Belang. Wir haben unsere Welt angehalten und uns in unseren Häusern verkrochen, so als gäbe es keine andere Furcht als die, krank zu werden.

Lassen Sie mich hier eine Pause machen, so dass wir uns daran erinnern können, dass die große, große Mehrheit der Menschen, die an COVID erkranken, ohne große Probleme wieder gesunden. Und dafür, wegen diesem Grund, haben wir zugesehen wie unsere Regierungen den Westen zerlegt haben, Stück für Stück. Mit jedem Tag der vergeht, wird es schwieriger den Gedanken zu verdrängen, dass diese Zerstörung des Westens nicht von Leuten vorgenommen wird, die ihn beseitigt sehen wollen.

Wir sind noch dabei. Was an seine Stelle treten wird, das ist nicht einfach zu beantworten, und was uns zu tun erlaubt sein wird, auch nicht. Auf dem Weg, so stellt es sich mir da, haben wir in aller Stille die Freiheiten und Rechte aufgegeben, für die unsere Vorfahren gekämpft, für die sie gestorben sind, damit wir sie haben. Aber damit, mit unserer Freiheit, sind sie nicht zufrieden. Unser Boris Johnson und seine Sorte wollen den Leuten noch ihre Autos und Gasheizungen nehmen, ihnen jede Freude an Urlaub im Ausland vergällen, jede Möglichkeit, ohne Belästigung in einen Nachtclub oder zu einem Konzert zu gehen – Sie fordern einen Impfausweis.

In Australien schießen sie mit Gummigeschoßen und Pfefferspray auf alle, die nicht bereits sind, sich zu ergeben und überzulaufen. Sie haben Quarantäne Camps gebaut. Sie haben alle in ihre Häuser befohlen und einigen davon gar verboten, Alkohol zu kaufen, um sich über die Misere zu retten. Die Französische Regierung spielt ein ähnliches Spiel. Im Südpazifik denkt Jacinda Ahern, sie könne COVID für immer aus Neuseeland fernhalten. Justin Trudeau bezahlt kanadische Firmen, damit sie Mitarbeiter, die nicht gimpft sind, aussperren.

In den USA erlässt Präsident Biden Gesetze, die jeden US-Amerikaner verpflichten, sich auch gegen seinen Willen impfen zu lassen. Wer sich nicht impfen lässt, ist seinen Job los. Es ist schon soweit, das hochqualifizierte und trainierte Soldaten und Piloten, keine Alternative haben als ihren Arbeitsplatz aufzugeben und eine andere Karriere zu beginnen.

All dies geschieht in einer Welt, in der wir erzogen wurden, Freiheit über alles zu schätzen – und denen jedes Jahr zu gedenken, die gestorben sind, um Freiheit möglich zu machen. Impfpässe? Nur über meine Leiche. Und die Taliban 2.0? Sie sehen so aus, hören sich exakt so an und verhalten sich genau wie ihre ursprüngliche Ausgabe. Sie fahren mit US-amerikansichen Humvees durch die Straßen, und ich wette, sie tun alles ohne geimpft zu sein, ohne Masken und mit keinerlei sozialer Distanz. So frei wie Vögel. Ich habe heute gehört, dass Boris Johnson erhaben formuliert hat, die Taliban seien mit dem Versuch gescheitert Freiheit und Demokratie zu unterminieren. Da hat er Recht. Ich habe den Eindruck, das ist sein Job.

Nach den Eisenstangen des Ersten Weltkriegs und der Zerstörung des World Trade Centers erscheint der US-Rückzug aus Afghanistan wie die dritte Teilung zwischen dem, was einst war und dem was kommen wird. Es war schier unmöglich die Bilder anzusehen, in denen Flugzeuge abheben und kleine Figürchen herunterfallen, ohne dabei an die Körper zu denken, die von den Twin Toweers gefallen sind. Es war ebenso unmöglich, nicht an die Soldaten aus dem Vereinigten Königreich, den USA und von anderstwo zu denken, die nach Afghanistan geschickt wurden, um die zu besiegen, die für den Anschlag auf die Towers verantwortlich waren. Was um aller Götter Willen sollen die Familien dieser Soldaten, von Soldaten, die gestorben sind oder schwer verletzt wurden, nun denken? Wie können ihnen unsere politischen Führer in die Augen sehen?

Der Englische Dichter WB Yeats hat über Krisenzeiten geschrieben. wenn Anarchie herrscht in der Welt. Das sind Zeiten, wie er schreibt, in denen den Besten die Überzeugung fehlt und in denen die Schlechtesten von leidenschaftlichem Eifer getrieben sind. Diejenigen, die die Welt, wie wir sie kannten, derzeit zerstören, sind offensichtlich von leidenschaftlichem Eifer getrieben. Diejenigen, die dabei zusehen und lachen, sind voll desselben leidenschaftlichen Eifers, nur wundern sie sich zusätzlich darüber, wie wir im Westen vergessen konnten, wer wir sind.

Es ist bornierter, ideologisch getriebener Wahnsinn, der sich über den gesamten Westen ausgebreitet hat. Wenn der Westen nicht aufpasst, dann kann es in Kürze für den Westen vorbei sein.”




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