Ansichten eines Ungeimpften: Der tägliche Wahnsinn und die Gehässigkeit der Mitläufer

Die meisten von uns stehen derzeit vor der täglichen Aufgabe, das, was man weiß, wissen kann, wissen könnte, gegen den Ansturm der Horden irgendwie Interessierter zu verteidigen, die versuchen, durch die Verbreitung von Schwachsinn, ihre Interessen zu fördern, was in der Regel als psychologische Notdurft oder finanzielle Gier seinen Ausdruck findet.

In einer Welt, die in Teilen von Irren beherrscht wird, nicht im Malstrom des Wahnsinns zu verschwinden, ist an sich schon eine harte Aufgabe.

Gestern ist uns ein Leser begegnet, den diese Aufgabe zum Zeitpunkt des Zusammentreffens in einen Zustand minderer nervlicher Überlegenheit getrieben hat, einen, aus dem wir ihm vorgeschlagen haben, sich herauszuschreiben. Er hat es getan und einen Beitrag geliefert, aus dem man den Kampf des Geistes, der in einer irren Welt gesund bleiben will, herauslesen kann. Er verarbeitet darin seine täglichen Erfahrungen mit denen, die freudig in 2G und 3G rennen, weil sie ja schließlich geimpft sind, jenen, die nun – nach Impfung – ein neues Ventil für die ihnen inhärente Gehässigkeit gefunden haben: Ungeimpfte. Jenen, die demonstrieren, dass die Grenze zwischen geistiger Gesundheit und Schwachsinn heutzutage schnell genommen ist.

Wir wünschen unseren Lesern viel Vergnügen beim Lesen eines Textes, der ganz offenkundig kathartische Kräfte freigesetzt und hoffentlich dazu geführt hat, dass sich unser Leser anschließend deutlich besser gefühlt hat.

Es spielt eigentlich keine Rolle, welchen Beruf ich ausübe.

Eigentlich.

Uneigentlich aber sehr wohl, denn auf der einen Seite arbeite ich im weiteren Sinne im Gesundheitssektor, andererseits in der Mikrobiologie aber auch zeitweise als Consultant sowohl für die freie Wirtschaft als auch für Behörden. Letztere haben es nicht leicht, denn sie haben nicht gerade die besten Absolventen diverser Studienabschlüsse erhalten, die nun ihrer Arbeit im Amt nachgehen.

Warum ich auf der einen Seite ungeimpft bin, wie übrigens zahlreiche obere Behörden- und Amtsträger auch, gleichzeitig aber Testzertifikate ausstelle, wäre nicht erklärbar. Man muss es hinnehmen, dass es nicht ohne Grund so ist, wie auch viele der oberen Amtsträger sich diese Freiheit gönnen. Niemand, absolut niemand, würde sich wagen, dieser Gruppe zuzutrauen, einen Anteil von Ungeimpften zu haben. In Not kann man sich ja auch gegenseitig helfen… Sei es drum.

Ab einem gewissen Level nach „unten“ ist eine Hilfe nicht möglich und auch nicht gewollt, da man schließlich nicht in Abhängigkeiten geraten möchte und sich gegenüber jenen nicht angreifbar machen möchte, die ein paar Etagen tiefer unter einem stehen.

Nun habe ich dummerweise als besagtes Inferface mit beiden Seiten zu tun und bin neuerdings seit gestern von 2G/3G betroffen.

Ich wäre es eigentlich noch weit mehr, wenn die Kundschaft konsequent wäre und auf die Impfnachweise achten würde. Wo man aber dringend gebraucht wird, ist jener Nachweis aber nun mal nicht so wichtig. Niemand in Not würde einen Rettungssanitäter fragen, ob er überhaupt geimpft ist und keiner würde einen GaWaSch-Installateur wieder heim schicken, wenn er ohne Impfnachweis zu einem nach Hause kommt, wo die Toilette im Rückwärtsgang den Inhalt ins Haus befördert. Wo es aber geht, geht es, und so versucht man nun den Ungeimpften das Leben arg madig zu machen.

Beginnen wir mit einigen Fällen, die mir nun in den letzten zwei Tagen begegnet sind:


1. Der Caterer

Der Betreiber eines Schulcaterings versorgt einige umliegende Schulen und zwei Kindertagesstätten. Das Personal, bis auf den Betriebsinhaber und einen der beiden Köche: vollständig geimpft. Seit vorgestern gilt für die Kantinen innerhalb der Schulen ein 2G-Modell, wodurch nur das sogenannte „vollständig immunisierte Personal“ auch in Form eines externen Dienstleisters einen Zutritt erhält. Sein verzweifelter Versuch, heute einen Blankoschein zu erhalten, scheiterte jedoch an meiner Person. Gleichwohl kann ich die Verzweiflung verstehen, denn der einzige Koch ist jener, der den Betrieb derzeit am Leben erhält: Als Ungeimpfter. Der einzige Revoluzzer, der sich gegen eine Impfung sperrte, auf den sogenannten Totimpfstoff wartete und nun nicht in Quarantäne ist und für die anderen die Essen für die Kinder kochen muss. Kurioserweise erntet er hierfür keinen Dank, sondern eher Hass und Spott, denn schließlich sei er ja auch schuld, dass die anderen in Quarantäne seien. Zumindest er persönlich ja nicht, da er ja nachweislich gesund ist, aber indirekt ja schon, da er ja zu der Gruppe der Ungeimpften gehöre die wiederum schuld sei. Nach einem kurzen Gespräch stand seine Entscheidung fest, dass unter diesen Umständen zu arbeiten, nicht mehr möglich ist. Der Betreiber hingegen sprach von einer Kapitulation. Unter diesen Umständen – und bei einer Einführung von 2G am Arbeitsplatz – sei es ihm nicht möglich, gar seinen eigenen Betrieb zu betreten. Er würde sich voller Hass zur nächsten Impfmöglichkeit begeben und voller Abscheu sich die Suppe reinjagen lassen, so seine Aussage. Vom Vorhaben seines Angestellten erzählte ich lieber nichts, um dem Mann nicht den letzten Nerv in dieser Situation zu rauben.

(Schulessen ist ein Thema für sich, was wir unseren Kindern täglich an wertlosem Müll als 3-Komponenten-Mahlzeit vorsetzen. Wenn man als Elternkreis erfährt, was einem Caterer für eine Mahlzeit bezahlt wird, davon die Betriebs- und Personalkosten abzieht, ggf. noch sonstige „Unkosten“ ebenfalls vom kümmerlichen Rest subtrahiert, aus dem Rest sich dann errechnet, in welcher Qualität die Rohstoffe dann eingekauft werden müssen, dann wird einem schon übel.)


2. Die Krankenschwester

In bestimmten Intervallen müssen medizinische Einrichtungen ihre Geräte und Einrichtungen durch Fachpersonal warten und entsprechend validieren lassen. Die Validierungen werden dann wiederum von anderen Fachmenschen geprüft. Jene wiederum holen sich ihren Rat bei anderen Fachmenschen, die sie beraten. So kommt man in das derzeit gängige Gespräch, bei dem man sich zunächst vorsichtig in Sachen Einstellung zur Impfung gegenseitig beschnuppert. Die Schwestern (also das weibliche Personal, ehemals „Arzhelferin“ oder „Krankenschwester“) in der Einrichtung toben regelrecht über die Testpflicht. Es sei ein Unding, dass sie dies auf sich nehmen müssten. Ausgerechnet sie, das medizinische Fachpersonal mit so viel Fachwissen, zwingt man neuerdings zum Testen. Sollen sich „die da“ (vulgo: Patienten) testen lassen, aber doch nicht diese Wunderwerke der Schöpfung, die hier tagtäglich entgegen ihres Willens, zum Arbeiten gezwungen werden! Skandal.

Garniert wird diese Einstellung mit dem in der heutigen Zeit vermehrt aufkommenden Drang, es den Ungeimpften irgendwie heimzuzahlen. Man hat als geimpftes medizinisches Personal scheinbar das unheimliche Gefühl, mit der eigenen Impfung ein sehr großes Opfer für die Gesellschaft gebracht zu haben. Dieses Opfer haben jene Ungeimpfte nicht gebracht und so zwingt ein schmaler Verstand jene Menschen, von den Ungeimpften ein noch größeres Opfer zu bringen. Der Frust muss raus, und wo ist er besser aufgehoben, als beim ungeimpften Patienten: sei es auch nur als der offen ausgesprochene obligatorische Hinweis auf die fehlende Solidarität, böswilliges und asoziales Benehmen bis hin zur Forderung, er möge alle Behandlungen selbst bezahlt werden. Den Zeigefinger nach oben oder zumindest ein Augenrollen ist hier zwingend.

Merke: Nach so vielen Jahren ohne tobenden Applaus ist jetzt die Zeit der medizinischen Fachangestellten. Sie haben freie Wahl und können jeden erdenklichen Mist verbreiten, denn schließlich sind sie ja „medizinisches Fachpersonal“ und wissen um die Not auf den Intensivstationen und wie fertig man nun jeden Tag nach Hause kommt, weil wegen der Ungeimpften. Ich erwarte aber auch hier kein fundiertes Fachwissen, wenn die Weißkittel wiederum von 90% Schutz schwafeln, die eine Impfung dem Ungeimpften bieten soll. Würden sich die Herren bloß einmal mit den Studien beschäftigen, den Unterschied zwischen ARR [Absolute Risk Reduction] und RRR [Relative Risk Reduction] kennen, sie würden sich vermutlich für die eigenen Aussagen schämen. Wüssten sie, dass die Impfung, welche über einen kurzen Zeitraum auch ausschließlich den Geimpften vor schwereren Verläufen schützt und keine Dritten, daher rein logisch niemals als Argument für eine Impfpflicht herhalten kann und darf, dann würden sie nicht so agieren, wie sie es nun mal tun. Aber sie tun es trotzdem und das im Kollektiv.

Hier lohnt es sich nicht einmal, eine Diskussion zu beginnen. Das Bild eines Schachspiels mit einer Taube dürften einige kennen.
Es geht einem nicht mehr aus dem Kopf.

So bleibt einem nur das traurige Anschauen einer abartig herablassenden Behandlung von Ungeimpften, welche als Bittsteller bedient werden. Merke: In Deutschland gilt es, immer nur nach unten zu treten. Es hat sich bisher keine der Damen und Herren getraut, mir gleiches vor den Kopf zu werfen, nachdem sie von meinem fehlenden Impfstatus erfahren haben. Hier blieb man eigenartigerweise sehr höflich und verstand, dass wir womöglich ja nun doch seit einem Jahr ein totes Pferd reiten und nur nicht drüber reden dürfen. Stattdessen nehmen wir weitere Passagiere auf den Rücken vom toten Pferd, um noch schneller reiten zu wollen. Ich wiederhole: wir reiten ein totes Pferd. Wir wissen, dass wir ein totes Pferd reiten und setzen daher noch mehr auf das tote Pferd und vermeiden es zu erwähnen, dass wir ein totes Pferd reiten. Bevor wir darüber reden, dass wir ein totes Pferd reiten, setzen wir lieber noch ein paar Passagiere drauf und warten, ob das Pferd zu laufen beginnt, denn was nicht sein darf, darf nicht sein: das Pferd hat nicht zu sterben.

Ich verlasse sehr gerne solche Orte und wünsche den Damen und Herren viel Glück. Auf dass sie ihren Impfstatus nicht verlieren, wenn ein „Boostern“ alle 4 Monate obligatorisch wird und sie ihren Termin verpassen und von Ihresgleichen so behandelt werden, wie sie derzeit die Ungeimpften behandeln. Glücklicherweise gibt es viele, die ihre Arbeit gerne verrichten, nichts aus ihrem Privatleben kompensieren müssen und somit herzlich gerne alle Patienten behandeln. Ein Hoch auf diese aussterbende Spezies! Kritisch hinterfragendes Fachpersonal fällt durch das Raster und wird rasch entsorgt.


3. Die Angestellte

In einer jeden Familie dürfte es statistisch nahezu sicher dazu kommen, dass man staatliche Angestellte oder Beamte als Angehörige hat. So auch bei mir, und auch hier finden sich unter ihnen welche, die, analog zur übrigen Bevölkerung, auch ungeimpft sind. Vergessen Sie jegliche Anweisungen, Mobbing in Behörden sei verboten.

Alles Quatsch, denn von oben wird forciert, dass geimpft werden soll. Ab dem Erhalt der zweiten Impfung (noch, bald vermutlich ab der dritten) sind die staatlichen Angestellten erhaben über allem. Blöderweise ist mein Familienmitglied auf einer Etage für gewisse Auszahlungen verantwortlich, die Menschen zustehen und die sie auch brauchen. Mein Familienmitglied ist mittlerweile sehr einsam auf der Etage, denn es sei „mit keinem Menschenverstand nachvollziehbar“, dass sich mein Familienmitglied nicht impfen lassen möchte. Der Einwand meines Familienmitglieds, bis zur Impfpflicht sei die Impfung ein Angebot und somit folgerichtig eine Freiwilligkeit, wird einkassiert und man möchte nicht mehr mit meinem Familienmitglied in einem Raum arbeiten. Die Gefahr sei zu groß. Wofür auch immer – von den Angestellten und Beamten kann es niemand so recht erklären, denn sie sind ja alle geimpft. Man hat die Kundenkontakte bereits abgeschafft (was nebenbei gar nicht zu einer schnelleren Bearbeitung der Akten führte – man möchte das Volk sich nicht an eine raschere Bearbeitung gewöhnen lassen), um die Gefahr zu minimieren, also muss man sie auch minimieren, indem man mit meinem Familienmitglied nicht mehr in einem Raum arbeiten möchte. Das wiederum führte zu einem sonderbaren Effekt:
Mein Familienmitglied wird vermutlich bald die einzige Person ohne eine nachgewiesene Corona-Infektion in der Abteilung sein und demnächst noch mehr im Home-Office arbeiten können. Angenehm nebenbei: man braucht sich dem Mobbing der besseren (also geimpften) Menschen nicht mehr auszusetzen.


4. Der Maulheld

Ich vermute, dass wir sie alle irgendwo im Bekanntenkreis haben. Sie haben den unsäglichen Drang, die Welt verbessern zu wollen. Mein Maulheld blüht auf sozialen Netzwerken auf. Was früher wegen Hass und Hetze gesperrt wurde, ist nun salonfähig. Ich kann es nicht glauben, dass es nicht nur Menschen gibt, die öffentlich schreiben (dürfen), Ungeimpfte gehören an die Wand gestellt, sondern es auch Menschen gibt, die solche Aussagen im besagten Medium liken oder dem ein Herzchen schenken. Mein Maulheld wäre bei einer Zeitreise ins Jahr 1933 ein begehrter Mann gewesen. Bis vor kurzem konnte er nicht aufblühen, und nun kam die Corona-Zeit, bei der solche Menschen sich entfalten können. Nun gibt die Natur es her, dass solchen Maulhelden die Logik nicht gegeben wurde und man muss den Spieß einfach zart umdrehen, bis sie merken, dass sie sich vergaloppieren.

Mein Maulheld schimpft wie ein Rohrspatz. Er schimpft über Merkel, die AfD, die Grünen, und die FDP sei sowieso falsch. Die Linke könne man vergessen, und Putin und Trump seien die größten Lumpen auf dem Planeten. China sei die schlechteste Staatsform sowieso und deren Sozialpunktesystem sei das Letzte, was ein freiheitsliebender Mensch sich wünschen kann. Neuerdings kamen Ungeimpfte hinzu. Die sind sowieso an allem schuld, voller Unsolidarität und mit dem geringsten Gefühl für Demokratie ausgestattet. Sie gehören an die Wand und nach Möglichkeit sollte man ihnen den Zugriff auf das Internet streichen. Redefreiheit ende schließlich dort, wo andere in Gefahr gebracht werden, und das sei bei Ungeimpften schließlich nachweislich der Fall. Am besten wäre es, wenn man eine Petition starten würde, dass Ungeimpfte etwas unterschreiben müssten, dass sie im Krankenhaus nicht behandelt werden. Man könnte sie dann zumindest untereinander spielen lassen, damit sie sich alle gegenseitig anstecken, womit sich das Problem mit ihnen endlich von selbst erledigen würde. Wenn sie denn einen solchen Zettel dann doch zerreißen würden, sollte man ihnen den vollen Kostensatz aufbrummen, da sie schließlich die Kosten mit voller Schuld verursacht hätten. Soweit zu den gängigen Thesen und Letztere mit der Kostenübernahme wird derzeit sogar von Volksvertretern oder Prominenten gefordert.

Hier kommt man nun ins Spiel und fragt den Maulheld samt seiner Fangemeinde, ob das denn nicht grundsätzlich auch für Mörder und Pädophile gelten sollte, schließlich gehören sie ja auch nachweislich zum Abschaum der Gesellschaft. Nach dem kurzen Applaus schlägt man vor, dass Unfallverursacher von z.B. illegalen Rennen, auch ihre Behandlungskosten selbst zu tragen haben und auch nach dem etwas zögerlichen Applaus schlägt man dies grundsätzlich für Kriminelle vor. Ab hier fängt die Fangemeinde die Diskussion und das unbetreute Denken an, denn die ersten fragen, ab wann man denn als Krimineller gilt. Während manche grundsätzlich den Vorschlag befürworten, haben andere eine differenzierte Sichtweise und unterscheiden zwischen schweren Straftaten (z.B. schwere Körperverletzung) und leichten Straftaten (z.B. Diebstahl oder Beleidigung). Andere feiern wiederum „Straftaten“ wie die Weigerung, den Rundfunkbeitrag zu entrichten. Bei der Kriminalität ist man sich offenbar nicht einig.

Der Maulheld ist nun in der Zwickmühle, denn aus dem Zug in voller Geschwindigkeit lässt sich schwer herausspringen, und so wird ein Punktesystem vorgeschlagen, nach welchem die Personen in der Schwere ihrer Schuld bewertet werden sollen. An dieser Stelle ist der Hinweis auf das böse China wirklich nicht hilfreich, wenn man der Diskussion weiterhin beiwohnen möchte, da man zum Gruppenfeind erklärt wird.

Die Logiksynapse weigert sich, das Spiel zu verfolgen und setzt aus. Was zur Auffrischung und allgemeinen Beruhigung des Pöbels sorgt, sind Vorschläge, die man direkt einbringt, um die Fanbase rund um den Maulheld zu beruhigen: Man könnte Ungeimpften das Reisen verbieten oder einfach mal den Strom abstellen. Es hat auch noch keiner dran gedacht, dass man ihnen an den Führerschein könnte oder das Handy einfach wegnehmen sollte. Da man hier wieder Likes und Applaus erntet, darf gerne in der Gruppe weiter teilgenommen werden.

Der Maulheld hat mittlerweile, die dritte Impfung erhalten und wie bei den ersten beiden, sein Umfeld dies wissen lassen durch zahlreiche Bilderstrecken der Impfung, Impfpass (natürlich unkenntlich gemacht wegen der bösen Impffälscher) und ein kleines Symbolbild auf dem Profilbild in den sozialen Medien und Messengerdiensten auf dem Handy. Eine direkte Diskussion mit dem ungeimpften Pack verbittet sich Maulheld sowieso und daher bitte keine Freundschaftsanfragen von Ungeimpften als notwendiger Hinweis vorab auf seinen Seiten.

Meine anschließenden Kopfschmerzen daheim vor lauter Nachdenken, wann die Gesellschaft so falsch abgebogen ist, bekommt man nicht mit handelsüblicher Medikation weg.

Ich werde den Maulheld bald wissen lassen, dass ausgerechnet ich ungeimpft bin, um mich vor diesen Kopfschmerzen zu schützen. Der Maulheld ist beruflich für mich irrelevant, da ich von meinen Steuergeldern den Maulhelden finanziere. Warum eigentlich? Womöglich ist der Maulheld deswegen der größte Fan eines harten Lockdowns und aller einschränkenden Maßnahmen. Bin froh, endlich einen Befürworter aller Maßnahmen zu kennen und jemanden, dem alle Maßnahmen nicht weit genug gehen.

 

5. Der bekloppte Nachbar

Auch einen solchen hat jeder von uns. Meiner ist Dienstleister. Selbstständig. Selbst und ständig. Nun, neuerdings nicht mehr. Die Aufträge blieben aus, weil, ja weil wie so oft nun mal üblich, wegen Corona. Dafür hat er nun Unmengen an Zeit, die er mit persönlicher Weiterbildung verbringt. Aber Zeit ist relative Mangelware. Wie bei einem Freund, der in der Schädlingsbekämpfung tätig ist. Lustigerweise auch arg von der heutigen Zeit gebeutelt, denn in private Häuser kommt er nur noch, wenn das Vespennest sich mitten im Wohnzimmer befindet und in gewerbliche Räume, welche per se im regelmäßigem Turnus besichtigt werden müssen, worauf Auditoren und die Überwachungsbehörden ja sonst so bestehen, kommt er wegen Corona auch nicht rein. Diese Corona macht also seine Arbeit und erlöste den privaten und gewerblichen Bereich von Schädlingen und erledigt das Monitoring.

Warum ausgerechnet er mir einfällt?

In meinem gesamten Berufsleben kannte ich Skabies (im Volksmund auch Krätze genannt) nur aus der Theorie und der Literatur. Seit den letzten 2 Monaten neuerdings bei überproportional vielen Betriebsangehörigen und ihren Kindern nicht nur aus der Theorie. Ich möchte hier nicht Gespräche mit Vertretern von Gesundheitsbehörden wiedergeben, denn diese sind kaum möglich, wenn es nicht gerade um Corona geht. Kurios: die Aufmerksamkeit kann man aber doch auf das Thema lenken, indem man drauf hinweist, dass im RKI-Ratgeber die systemische Therapie mit der Gabe von Ivermectin oral; einmalig 200 µg/kg KG angegeben wird. Ivermectin? Da klingelt es schon wieder und die Aufmerksamkeit ist da.

Meine Aufmerksamkeit erregte NICHT eher das überproportionale Auftreten der Fälle, sondern die Erwähnung des Mittels im RKI-Ratgeber online. Sei es drum – mein Freund der Schädlingsbekämpfer hat nun, entgegen aller betrieblicher Normen und Vorschriften, ein regelmäßiges Monitoring durchzuführen, derzeit leider nichts zu tun, denn er war einer der wenigen im Bekanntenkreis, der einen Genesenenstatus erhielt. Nach Ablauf der 6 Monate konnte er sich zwar seine erste Spritze abholen, gilt aber bis zur „vollständigen Immunisierung“ in manchen Köpfen nun als ungeimpft und darf seiner Arbeit nicht nachgehen. Schließlich muss man sich vor ihm schützen. Mindestens vier Monate lang, bis er seine zweite Spritze erhält und als vollständig immunisiert gilt. Sofern der Betonkopf es bis dahin nicht ändert und die vollständige Immunisierung erst ab dem Boosterchen gilt.

Der bekloppte Nachbar hingegen, ebenfalls ungeimpft, füttert seine Welt mit allerlei Informationen, die mich an seinem Verstand zweifeln lassen. Stichwort: Telegram.

Nun ist Telegram ja per se nichts Schlechtes, da es auch nur eines von vielen (relativ) unzensierten Medien ist, auf denen man sich austauschen kann. Ich lese dort diverse alternative, kritische und unzensierte Medien, um den eigenen Blickwinkel zu erweitern und Vorgänge auch aus einer anderen Sicht zu erfahren. Ich lese den Kanal von ScienceFiles, wie auch den Kanal vom bösen Journalisten Reitschuster, den ich nicht unbedingt mögen muss, ihn aber alleine deswegen befürworte, da es immer einen Gegenpol geben muss für eine ausgeglichene Berichterstattung. So hat jeder auf diesem Globus seine Berechtigung und erfüllt seinen Zweck. Beim Lesen von SF und der entsprechenden Diskussionsgruppe bekomme ich allerdings nicht die gleichen Gehirnkrämpfe, die man zwangsweise beim Besuch im Reitschuster-Chat bekommt, weshalb beide hier exemplarisch erwähnt werden. Von rund 5.000 Beiträgen (Tendenz steigend) in Reitschusters Chatkanal pro Tag wiederholen sich gefühlt 2.000, gleichwohl auch hier von „Wellen“, analog zu den Corona-Wellen, geschrieben werden darf. Die Welle des Q-anon hat der Kanal überwunden. Die Welle derer, die die Bundesrepublik für eine GmbH unter Führung von reptiloiden NWO-Schergen halten, scheint weitestgehend auch überwunden. Zwischenzeitlich kommt ein Schwall jener, die von Morgellons (irgendwelche Würmer in Masken) schwafeln und neuerdings macht ein Graphenoxyd (auch Graphendioxid, Graphenoxid, Graphendyoxyd – Schreibweise variiert von Tag zu Tag und ist abhängig von der Verwirrtheit der Schreiberlinge) jeden Impfstoff zu einer Todesfalle. Garniert mit der üblichen Verbindung zu den 5G-Mobilfunkstrahlen, die ja die Nanobots für die Rothschilds steuern, weiß man vor lauter Panik nicht, ob die 5G-Strahlen nun die Nanobots oder das Graphentrioxyd steuern, aber irgendwas wird dran sein.

Damit es auch jeder weiß, muss diese Information am besten alle 5 Minuten erneut gepostet werden. Der bekloppte Nachbar wird sich nicht impfen lassen. Er wird seiner Arbeit nachgehen, solange er kann und wenn nichts mehr hilft, hilft der Heilpraktiker nach der Zwangsimpfung mit einer „Ausleitung“. Nur gute Heilpraktiker können sehr effektiv ausleiten. So zeigt er es dem blöden System. Amen. Boris Reitschuster wundert sich über (s)eine fehlende Reputation bei solchen Inhalten in seinem Kanal. Während dessen bleibt Schwurbelsinn in wissenschaftlichen Kanälen weg und daher an dieser Stelle auch keine Verlinkung zu Kanälen oder Gruppen mit ernsthaften Diskussionen, fernab etwaiger Subjekte, die jeder impfkritischen Bewegung schaden. Mein bekloppter Nachbar hat jetzt einen „Reinschuster.de“-Aufkleber auf sein Auto geklebt. Mir wäre es lieber, er hätte das Geld für ein wenig Bildung verwendet oder uns gefunden, damit wir ihn mitnehmen können, wenn er denn nicht meinen müsste, jeden Mist weiterzuleiten.

Und ich?

Ich stehe dazwischen wie der Ochs vor dem Berg und weiß nicht weiter. Der bekloppte Nachbar macht es mir besonders unsympathisch, mit der Gruppe der Impfgegner zu sympathisieren. Womöglich bin ich schon selbst paranoid und denke deshalb, dass solche Kanäle wie vom bekloppten Nachbarn besucht, ein gezieltes Streuen von Falschinformationen sind, um die kritische Bewegung durch den Kakao zu ziehen. Habe mir erlaubt, ein Video in die Q-Gruppen zu streuen, auf welchem ich Metallpartikel im Wasser mit einem Magneten bewege. Ein wenig Ketchup und die Panikmache war perfekt. So funktioniert also Propaganda bei dummen Menschen, die das an alle weiterleiten, weil dort steht, dass es die Impfung ist, die Körperzellen vernichtet. Herrlich idiotisch. Mindestens so belustigend wie Panikmeldungen über Intensivstationen, die bei einer Auslastung von 70% am Ende ihrer Kapazitäten stünden, was auf der anderen Seite wiederum für mindestens genauso großes Aufsehen sorgt. De facto sind aber solche Medien, seien es die alternativen oder unsere öffentlich-rechtlichen nur Eines: die pure Verschwendung wertvoller Lebenszeit. Schalten Sie ab. Gehen Sie auf keine der beiden Seiten.

Ich werde auch auf keine Demonstration gehen, da ich mich mit diesen Menschen in der laufenden Masse genauso wenig identifizieren kann, wie mit der sie beschimpfenden Masse am Bordstein. Ich stecke dazwischen und harre der Dinge, bin aber froh, dass es mich finanziell nicht so arg trifft, dass es an meine Existenz geht. Noch nicht. Ich gehe aber davon aus, dass ich meine Fachidiotie in einem anderen Land verkaufen werde und wir dort ein neues Leben starten. Ich liebe meine Heimat zwar, denke aber, dass die Verblödung leider zu weit fortgeschritten und daher die Gesellschaft nicht mehr zu retten ist.

Warum ich noch nicht geimpft bin? Das ist vielleicht die Frage, die die Leser am meisten interessiert. Hier die Antwort: weil ICH die Entscheidung über meinen Körper treffe.

PS: Ich bin ein Befürworter eines sehr strengen Lockdowns für Ungeimpfte. Man sollte diese für einen Zeitraum von einem ganzen Monat einsperren, dass sie ihre Wohnbereiche nicht verlassen dürfen, nachdem sie sich für einen Monat eingedeckt haben. Im Anbetracht der Billionen an wirtschaftlichen Schäden wäre es gar günstiger, diesen radikalen Schritt zu wagen. Gleichzeitig die Grenzen zu schließen für alle ein- und ausgehenden Verkehre. Komplette Freiheit für vollständig immunisierte Personen, wie auch komplette Einzelhaft für Ungeimpfte. Nach den vier Wochen ist niemand böse aufeinander und das Virus ist besiegt und die Zahlen liegen bei Null. Falls nicht, dann ist eine große Entschuldigung an die imaginäre Tätergruppe fällig und wir dürfen alle offen über bisher unmögliche Themen sprechen: das tote Pferd, was derzeit krampfhaft geritten wird. Wir ändern die Strategie und lassen Menschen zu Wort kommen, die sich nicht im kollektiven Wahn befinden.

Deal?


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