WHO als Spinne im Netz zukünftigen Freiheitsentzugs: Vertrag zur Prävention von und Vorbereitung auf Pandemien

Geht es Ihnen auch so, dass sie offizielle Texte meist schon ab Überschrift nicht ertragen können?

Blödsinn wie der folgende, findet sich mittlerweile selbst in einst als renommiert geltenden Zeitschriften: “An International Agreement on Pandemic Prevention and Preparedness”, so lautet der Titel eines Textes den Lawrence O. Gostin, Sam F. Halabi und Kevin A. Klock im Oktober 2021 im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlicht haben. Titel, wie dieser gehören eigentlich in die Mülltonne. Was nun? Soll zukünftigen Pandemien vorgebeugt werden (Pandemic Prevention) oder sollen Vorkehrungen für deren Eintritt (Preparedness), also für den Fall, dass die Prävention viel Geld verschlungen und wie so vieles, was im Kontext des Steuergeldschmarotzens, auch Rent Seeking genannt, erfunden wird, aber NUTZLOS war, getroffen werden?

Gostin, Lawrence O., Sam F. Halabi, and Kevin A. Klock (2021). An international agreement on pandemic prevention and preparedness. JAMA 326, no. 13 (2021): 1257-1258.

Widersprüche, wie dieser sind ein Beleg für die mangelnde Qualität des Denkens, das auf den weiteren Seiten verbreitet wird und derartige Widersprüche nebst einem wahren Tsunami von Floskeln, die abgesondert werden, um den Erwartungen an politische Korrektheit gerecht zu werden, sie finden sich in großer Zahl in dem, was wir in den letzten Tagen in Vorbereitung der Generalversammlung der WHO gelesen haben, die vom 22. bis zum 27. Mai in Genf, also unweit von Davos und, wie es der Zufall so will, zeitgleich mit der WEF-Jahresversammlung – vom 22. bis zum 26. Mai 2022 – stattfinden wird.

Es gibt die seltsamsten Zufälle und Freundschaften…

Nun hat sich dieser absurde Titel “International Agreement on Pandemic Prevention and Preparedness” durchgesetzt. Er findet sich bei der Europäischen Kommission, wobei das “Agreement”, also die Vereinbarung, wie bei machtgeilen Bürokraten so üblich, durch “treaty” (Vertrag) ersetzt wurde. Er findet sich beim Europäischen Rat als “Instrument”, mit dem zukünftig Pandemien verhindert, gegen sie vorgesorgt und mit dem auf sie reagiert werden soll:

“25. Der Europäische Rat hat die Bemühungen um Koordinierung bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie überprüft.
26. Er hat eine Bilanz der Fortschritte gezogen, die bei der Entwicklung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Global Health Governance und der Solidarität, unter anderem durch eine verbesserte Bereitstellung von Impfstoffen und die Arbeit unter der Schirmherrschaft der  Weltgesundheitsorganisation an einem künftigen Instrument zur Stärkung der Pandemieprävention, -vorsorge und -reaktion, erzielt wurden. Zudem begrüßt er die Fortschritte, die in der Welthandelsorganisation bei der Frage der Rechte des geistigen Eigentums erzielt wurden.”

Derart gestärkt, ist die EU-Kommission, der nun erlaubt ist, Verhandlungen über einen Internationalen Pandemie-Vertrag zu führen, in ihrem regulativen Element und die PR-Maschine in Brüssel, eine der wenigen Kernkompetenzen, die die Brüsseler Behörde über die Jahre angesammelt hat, sie läuft auf Hochtouren und singt das Hohelied eines bis 2024 erstellten Pandemievertrags, der, mit der WHO im Zentrum, dafür sorgen soll, dass

  • die Zusammenarbeit zwischen Staaten verbessert wird,
  • klare Prozesse und Aufgaben definiert sind,
  • die Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Verwaltung und privaten Unternehmen, also die Nutzung von Behörden durch Pharmaunternehmen als Absatzförderer intensiviert und
  • die Integration von gesundheitlichen Angelegenheiten in anderen Politibereichen erleichtert wird.

Ein bürokratisches Horrorgebäude aufgebaut auf der Illusion, man könne Unvorhersehbares planen und Unbekanntem vorbeugen, oder wie die EU-Kommission im reich bebilderten Stil derer schreibt, deren Werbewelt viel Sonnenschein und keine Wolken kennt: Mit dem Vertrag wäre es möglich:

  • Pandemien früh zu erkennen und zu verhindern [klassischer Bullshit, da Pandemien über einen sprachlichen Akt festgestellt werden. Um sie zu verhindern, muss man einfach verhindern, dass sie erklärt werden und ein Vertrag verhindert in der Realität in der Regel nichts.];
  • Resilienz gegen Pandemien aufzubauen [bring it on…]
  • gleichen Zugang zu Medikamenten für alle zu schaffen [klingt wie Reichtum für alle, der alte LINKE-Wahlslogan];
  • ein stärkeres internationales Netz Gesundheitsnetz mit der WHO im Zentrum aufzubauen;

Und all das ist natürlich nur deshalb nötig, weil die derzeitige Pandemie gezeigt hat, wie unvorbereitet die Länder in ihrer Reaktion auf die Pandemie waren und das, obschon es noch kurz vor der Pandemie eine Übung in Pandemie gab [Event 201] und die meisten westlichen Länder einen Notfallplan für Pandemien [Nationaler Pandemieplan 2016] verabschiedet parat hatten, an den sie sich allerdings nicht gehalten haben.

Nun sind Pandemien nicht wirklich häufig. Seit 1918 gab es deren drei wie die WHO schreibt, aber drei in gut 100 Jahren, von denen sich keine in der Erinnerung der meisten gehalten hat, so schlimm waren sie, das ist Grund genug, die Planung für einen Pandemie-Vertrag zu beginnen:

“There were three major pandemics in the 20th century, commonly referred to as the “Spanish flu” in 1918–1919, the “Asian flu” in 1957–1958 and the “Hong Kong flu” in 1968–1969 (Table 3). The most serious of these was the pandemic caused by the A(H1N1) virus in 1918–1919, which resulted in 20–50 million deaths, and had a particularly notable impact on mortality in young adults (17). The A(H2N2) pandemic in 1957–1958 and the A(H3N2) pandemic in 1968–1969 each caused around 1 million deaths worldwide, with the greatest impact on mortality being in older adults.”

Sie sehen, die Gefahr von Pandemien, sie ist allgegenwärtig, die SARS-CoV-2-Pandemie hat gezeit, dass es notwendig ist, noch enger und zentralistischer gegen ein Pathogen vorzugehen, das zum Zeitpunkt, zu dem das Vorgehen beginnt, große Unbekanntheit genießt, weshalb alle Maßnahmen, die getroffen werden können, mehr oder weniger willkürlich, weil mit wenig Daten verbunden sind. In solchen Situationen, in Situationen, in denen z.B. die richtige Reaktion auf ein weitgehend unbekanntes Pathogen unbekannt ist, haben sich in der Vergangenheit DIVERSE Ansätze, also unterschiedliche Reaktionen auf dasselbe Pathogen als bestes Mittel ausgewiesen, um der Lage schnell Herr zu werden. Damit ist nun nach dem Willen der EU-Kommission und all derer, die die derzeitige Situation ausnutzen wollen, um an mehr Steuergelder heranzukommen, die Vertriebsautobahn, die die Pharmaindustrie gerade erst erschlossen hat, forzuführen und ganz nebenbei, zentralistische Strukturen an die Stelle einst freier Gesellschaft zu setzen, Schluss, den ab sofort soll zentral reagiert werden, weil sich schon in der Vergangenheit herausgestellt hat, dass ein zentral agierender Akteur wie die WHO informiert und besonnen und immer korrekt auf die Situation, die sich ihr darstellt, reagiert, so etwa:

Zwei klassische Entscheidungen der WHO, zwei Entscheidungen des für alles was nun an Vorschlag kommt, für die EU-Absicht eines Pandemie-Vertrags zentralen Akteurs, WHO, die falscher und uninformierter, die politischer nicht hätten ausfallen können. Das Votum gegen eine Beschränkung des Reiseverkehrs hat die Verbreitung von SARS-CoV-2 gefördert, war somit unverzichtbar, um die Pandemie ausrufen zu können. Die Behauptung, SARS-CoV-2 verbreite sich nicht von Mensch zu Mensch, nun ja, wenn man bedenkt, dass Offizielle in Taiwan bereits im Dezember darauf hingewiesen und die WHO davon in Kenntnis gesetzt haben, dass SARS-CoV-2 oder 2019-nCoV, wie es damals noch hieß, von Mensch zu Mensch übertragen werden kann, diese Information von WHO-Offiziellen aber ignoriert wurde, weil Taiwan offiziell von der WHO ignoriert wird, weil China Mitglied in der WHO ist, zahlendes Mitglied und Onkel Xi, Jinping, rot anläuft, noch röter, wenn Taiwan erwähnt wird, deshalb wurde das, was richtig ist, dem, was ideologisch gewünscht ist, unterstellt. Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass das in Zukunft, wenn die WHO wie eine Spinne im Netz der Pandemiebekämpfung sitzt, anders sein wird. Im Gegenteil: Matt Ridley, Ko-Autor von Alina Chan in “Viral”, dem Buch, in dem es um die Herkunft von SARS-CoV-2 geht, kommt in seiner Kolumne für den Telegraph, zu dem Ergebnis, dass ein Pandemie-Abkommen, das wahrscheinlicher als ein Vertrag sei, weil Biden einen Vertrag nicht durch den US-Senate bekommen wird, die Welt von den Launen, Absichten und Hinterhältigkeiten Chinas abhängig machen würde.

Die Abhängigkeit der WHO von China ist in diesem Buch sehr eindrücklich dargestellt.

Scheinbar ist die EU-Kommission Feuer und Flamme für eine solche Abhängigkeit und nicht nur die EU-Kommission, auch die G7, die zwischen all dem Build Back Better Junk, den sie in der letzten Zeit in ihre Verlautbarungen einbauen, tatsächlich noch Platz gefunden haben, um die Abhängigkeit des Westens von China über die WHO voranzutreiben:

“We will intensify cooperation on the health response to COVID-19. The dedication of essential workers everywhere represents the best of humanity, while the rapid discovery of vaccines shows the power of human ingenuity. Working with, and together to strengthen, the World Health Organisation (WHO), and supporting its leading and coordinating role…”

Bei so viel Mühe gleichförmiger Orchestrierung muss es kommen, wie es kommen muss: Die WHO wird gestärkt werden, ihr soll eine besondere Rolle in der Ausrufung und Bekämpfung von Pandemien zukommen, welche besondere Rolle? Das ist derzeit unklar, denn es gibt noch keinen Vertrag [für die EU], kein Abkommen [für den Rest], in dem die Prävention und bei Versagen die Vorbereitung auf zukünftige Pandemien vereinbart wird, es gibt noch nicht einmal einen Entwurf.

Es gibt eine Tagesordnung für die WHO Generalversammlung und die nachfolgenden Arbeitsgruppen und es gibt viele Texte unterschiedlicher Organe der WHO, die von Unbekannten bestückt sind, die von Landesregierungen oder von der WHO aufgrund unbekannter, weil nicht veröffentlichter Kriterien in eigens geschaffene Gremein berufen werden, um dort Empfehlungen für die WHO zu erstellen, die den Anschein von Unabhängigkeit erwecken, was natürlich nicht zutrifft, denn die Gremien sind nicht unabhängig, sie sind abhängig, in ihrer Existenz und Finanzierung von der WHO weshalb sie ein Interesse an der Existenz und Finanzierung der WHO haben, ein Motiv, das wir nun in einigen Varianten wiedertreffen werden. Zunächst zur Tagesordnung der Generalversammlung, die abgearbeitet werden muss, ehe sich die Delegierten in Arbeitsgruppen aufteilen, um am Ende der fünf Tage WHO noch mehr Anschein von Arbeit und Diskussion und – es war gar nicht vorher abgesprochen – erwecken zu können.

Die gesamte “vorläufige” Agenda findet sich hier

Wir haben nun eine Reihe der Dokumente, die in den fünf WHO-Tagen in Genf verhandelt, besprochen, abgesegnet werden sollen, gelesen, um einen Eindruck von dem zu erhalten, was in Genf tatsächlich geschehen soll, worum es tatsächlich geht.

Eines der zentralen Dokumente, auf das die EU-Kommission verweist, das allein, macht dieses Dokument suspekt, wurde vom “Independent Oversight and Advisory Committee [IOAC] for the WHO Health Emergency Programme” erstellt. Komittees, die ihre Unabhängigkeit im Namen führen müssen, damit klar ist, sie sind unabhängig, sind in der Regel genau das nicht, unabhängig und beim IOAC ist das nicht anders. Sein Bericht zu “Public Health Emergencies: Preparedness and Response” ist eine reine Werbeschrift für die WHO, eine politisch-korrekte Werbeschrift, wie sie nur Ideologen erstellen können.

Kennen Sie übrigens Felicity Harvey, Geeta Rao Gupta, Walid Aummar, Chris Baggoley, Hiroyoshi Ende, Jeremy Konyndyk, Precious Matsoso, Elhadj As Sy oder Theresa Tam?

Nein.
Nun, das IOAC setzt sich aus den Genannten zusammen, alles ganz unabhängige Personen, die ganz unabhängig für die WHO untersucht haben, wie deren Management der Pandemie ausgefallen ist und auf Grundlage dieser ganz unabhängigen Untersuchung von ganz unabhängigen Denkern zu dem Ergebnis gekommen sind, dass die WHO

  • mehr Zuständigkeiten und mehr Autorität, die Zuständigkeiten gegen nationale Regierungen durchzusetzen,
  • mehr Personal,
  • mehr Geld,
  • noch mehr Geld,
  • viel davon

benötigt. Das klasssische Spiel der Schwätzperten, die sich an Steuerzahlern bereichern, es wird zunehmend auf internationaler Ebene gespielt. Natürlich benötigen die Leute von IOAC mehr Platz, um das, was wir in wenigen Punkten zusammengefasst haben, zu schreiben, sie schreiben etwa:

“However, the IOAC remains deeply concerned at the ever-increasing workload and … the chronic staffing and financial constraints”.

Wie armselig es um die Personaldecke und die Finanzen der WHO bestellt ist, das zeigt die Tatsache, dass zum 22. März 2022 gerade einmal 1.503 Angestellte die Fahne der WHO hochgehalten haben, nach allen Kriterien der Ökonomie ist die WHO damit ein Großunternehmen, nach den Kriterien der unabhängigsten unter den Unabhängigen des IOAC mit zu wenig Personal ausgestattet. Die 1.503 Angestellten mussten sich schlappe 585,2 Millionen US-Dollar Programmgelder, 2.9 Milliarden US-Dollar Krisenmittel und schlappe 98,9 Millionen US-Dollar weitere Mittel für die Krise teilen. Hunger leiden in WHO-Terms. Während Normalbürger in Sicherheit und Prosperität gelockt sind, darben die Mitarbeiter der WHO in Knappheiten. Die müssen behoben werden, deshalb empfiehlt das IOAC mehr Geld, mehr staatliches Geld von Steuerzahlern, mehr Geld, das im Rahmen fester Zahlungsvereinbarungen von Staaten an die WHO fließt und natürlich mehr Personal: 859 freie Stellen gibt es jetzt schon. Ja, bei der WHO wird nicht gekleckert.

Gut versteckt in den 15 Seiten Geschwall sind die kleinen Dinge, die den Autoritarismus derjenigen, die sich berufen fühlen, anderen die Meinung vorzugeben, in den Fundamentalismus überführen. Wir zitieren:

“The IOAC is deeply concerned at the discrepancy between well-proven measures to control COVID-19 and the actions taken by decision-makers in many countries to discontinue these measures while transmission remains widespread.”

Lassen Sie sich von uns sagen, dass dann, wenn das IOAC, also die Ansammlung der oben benannten Unbekannten, sorry: unabhängigen Unbekannten “tief besorgt” ist, dass das wirklich etwas ist, was uns heftig besorgen sollte, denn wenn unabhängige Unbekannte tief besorgt sind, dann fordern sie, dass Meinungsfreiheit zugunsten von autoritärer Vorgabe einer zentralen Institution, einem gesundheitlichen Wahrheitsministerium, in diesem Falle der WHO geopfert werden sollte, jener WHO, die sich zu allen Zeiten der Pandemie mit so richtigen und korrekten Einschätzungen der Situation hervorgetan hat.

Sie erinnern sich:

48. The IOAC recommends:

(i) WHO lead discussions for developing the global health architecture for pandemic preparedness and response, keeping in mind the close interlinkage between governance and finance;
(ii) the governance of the global health architecture be anchored in WHO through the establishment of an Executive Board standing committee on health emergency (pandemic) prevention, preparedness and response;
(iii) predictable financing and mechanisms for collective decisions, prioritization, accountability and compliance be embedded into the governance structure of the global health architecture on pandemic preparedness and response.”

Man soll eben keine Kontrollmöglichkeit, die Selbstbereicherung ermöglicht, verstreichen lassen.

Der Punkt im 15seitigen Bericht der IOAC, der in Brüssel vermutlich die meiste Zustimmung finden wird, er liest sich wie folgt:

39. The IOAC welcomes all ongoing discussions and efforts towards preparing for future pandemic threats. The global health architecture that is decided upon, whatever its elements, must be based on solidarity, safety and equity, with WHO in a central position, linking together the network of its 194 Member States, each accountable for global health, and able to implement recommendations collectively. To serve that purpose, WHO must be equipped with the necessary authority and resources to coordinate pandemic prevention and response.

Der letzte Satz ist einer jener Sätze, die Anlass zur Sorge geben, denn die Forderung, die WHO mit der notwendigen Autorität und den notwendigen Ressourcen dafür zu versorgen, dass sie Pandemien “verhindern”, und wenn nicht, dann auf Pandemien reagieren kann, das ist eine Umschreibung für den Transfer von Rechten, die nationale Regierungen mehr oder weniger demokratisch legitimiert ausüben zu einem nicht gewählten, nicht demokratischen Gremium, das in einem politischen Vakuum existiert und von jeder Form der Rechenschaftslegung gegenüber Bürgern ausgenommen ist. Totalitarismus funktioniert so. Und die Vorstellung, der WHO mit dem alten Kommunisten der TPLF [Tigrays People Liberation Front] an der Spitze, der schon als Äthiopischer Gesundheitsminister eine erstaunliche Expertise in der Behandlung von Epidemien an den Tag gelegt hat, das ist sicher eine Dystopie, die selbst George Orwell erblassen ließe.

Falls Sie Spaß an Geschwätz haben und den gesamten Bericht des Oversight and Advisory Committees lesen wollen, hier ist er.

Wann immer international eine Schweinerei durchgesetzt werden soll, findet dasselbe Schauspiel statt: Eine Vielzahl scheinbar von einander, Achtung, jetzt kommt es wieder: unabhängiger Akteure macht, seltsamerweise und ohne sich zuvor abgesprochen, ja über die Existenz der anderen bewusst gewesen zu sein, denselben Vorschlag, die WHO zu einem zentralen Akteur mit umfassenden in Nationalstaaten durchgreifenden Rechten im Zuge der PRÄVENTION  von und der Reaktion auf Pandemien auszustatten. Der logische Blödsinn von Prevention und Preparedness wird in diesem Kontext, in einem Zugriffsrechte-Machtkontext verständlich, denn wenn man die WHO mit dem Recht ausstattet, Maßnahmen zur ABWENDUNG einer Pandemie, die es dann zwangsläufig noch nicht gibt, zu treffen, dann ist das, als würde man einem notorischen Dieb einen Blankoscheck in die Hand drücken, zur sorgfältigen Verwahrung für den Eigentümer.

Und so finden wir unter den Unterlagen, die sich anlässlich der WHO-Tage in Genf angesammelt haben, einen Vorschlag der Biden-Administration, einer Administration, die im Rahmen von Build Back Better eine erstaunliche Expertise in der Zerstörung von Wohlstand an den Tag gelegt hat, so dass man wohl besser von Build Back Bust spricht, dessen Zweck im Wesentlichen darin besteht, im Rahmen der 2005 verabschiedeten “International Health Regulations (IHR)”, einem Vertragswerk, das mit viel Schweiß ausgehandelt wurde und mit viel Kompromiss überhaupt erst möglich wurde, auszuloten, wie man diese IHRs dazu nutzen kann, die Autorität und Kompetenz, den Durchgriff der WHO zu erweitern, ohne die IHR zu sprengen und als Folge neu verhandeln zu müssen. Die Idee, mit der die Biden-Administration aufwartet, sieht die Schaffung von Compliance Committees vor. Auf diese Weise ist es möglich, die “Empfehlungen der WHO” einerseits und worttreu zum Vertrag auszusprechen, sie andererseits aber mit mehr Durchschlagskraft zu versehen, einfach nur dadurch, dass ein Compliance Committee darüber wacht, dass die Empfehlungen auch von Nationalstaaten umgesetzt eingehalten werden. Wenn es um Etikettenschwindel und andere Formen des Betrugs an der Öffentlichkeit geht, dann sind US-Demofrauds korrupte Klasse.

Wer sich den gesamten Text von Bidens Administration “Dementia in Regnum” antun will. Hier ist er.

Wir haben nun die EU-Kommission, die die WHO stärken, zu einem autorisierten auf nationale Staaten durchgreifenden Akteur machen will. Das Verlangen der EU-Kommission findet sich in gleicher Weise, ergänzt um Geld, Geld und nochmals Geld, und Personal, in der Stellungnahme der Unabhängisten unter den Unabhängigen der WHO (IOAC), und es findet sich im Vorschlag zur Veränderung des IHR, den die Biden-Administration vorgelegt hat. Fehlen noch die 193 restlichen Mitgliedsländer. Wie es der Zufall so will, gibt es einen “Report of the Member States Working Group on Strengthening WHO Preparedness and Response to Health Emergencies to the Special Session of the World Health Assembly”. Sie finden den Bericht hier. Der Bericht stammt bereits vom 23. November 2021 und er enthält, wie es der Zufall so will, dieselben Schlüsse und Forderungen und Empfehlungen, zu denen auch die unabhängigen aus dem IOAC, ganz unabhängig und rein zufällig gekommen sind. Indes muss man zugeben, dass der politisch-korrekte Bullshit in größerer Anzahl im “Report of the Member States Working Group (MSWG) vorhanden, sein Unterhaltungswert daher höher ist.

Ein paar Beispiele:

“The WGPR has repeatedly reaffirmed the need to work in an efficient, effective, inclusive, consensus-based and transparent manner”.

“The WGPR intents to continue to maintain a coherent, flexible, predictable and inclusive approach to cover all aspects of the WGPR mandate”.

Wir haben uns flexibel auf die Teile beschränkt, über die wir in der Redaktion effektiv und schnell einen Konsensus herstellen konnten, was wir hier in transparenter Manier, eine Forderung, die wir immer wieder an uns stellen, an unsere Leser wiedergeben, in der Hoffnung, auf diese Weise und im Einklang mit uns selbst eine kohärente, flexible, vorhersehbare und inklusive Herangehensweise zum Ausdruck zu bringen, als Ausdruck unserer Arbeitsweise.

WHO-Schwätzperten haben einen gewissen Unterhaltungswert.

Im Bericht der MSWG geht es, wie im Vorschlag der Biden-Administration darum, einen Weg zu finden, den rechtlich verbindlichen IHR [International Health Regulations] neue Befungnisse für die WHO hinzuzufügen, ohne das eigentlich und in einer Weise zu tun, die eine Neuverhandlung der IHR notwendig machen würde. Als Lösung schlägt die MSWG eine Art IPCC [Intergovernmental Panel on Climate Change] nur eben für Pandemie und Gesundheit und (noch) nicht für Klimawandel vor, das die notwendige Autorität für die WHO herstellen soll, so dass die WHO eine zentrale Rolle in zukünfigten Pandemien spielen kann, wozu es natürlich notwendig ist, na, was wohl?, richtig: GELD, viel Geld, viel Steuergeld, viel sicher fließendes Geld für die WHO locker zu machen, damit die WHO viele neue Angestellte rekrutieren kann, die sicherstellen, dass die WHO in der Lage ist

“to promote a whole-of-government and whole-of-society approach to pandemic prevention, preparedness and response, including other health emergencies….”

Hinter einem “whole-of-government” approach versteckt sich die Gleichschaltung von nationalen Regierungen unter der Federführung der WHO, hinter einem whole-of-society approach die Gleichschaltung von Gesellschaften, nicht dass man in einer Gesellschaft ohne bei der WHO im digitalen Ausweis als geimpft registiert zu sein, leben kann. Sie sehen, die Netzwerke werden enger, die Bürger, die durch die Maschen schlüpfen können, immer weniger. Es ist Zeit, als Sägefisch unterwegs zu sein.

Aber einen haben wir noch.
Sie haben sicher nicht gedacht, dass sich diese Arbeitsgruppe, der angeblich Vertreter von 194 Mitgliedsländern angehören, wie die Benennung dem unbedarften Leser vorlügt, die Gelegenheit entgehen lässt, den selbst-askribierten Status und das Ego der Gruppenmitglieder damit zu hätscheln, dass die Gängelung von Bürgern betrieben wird.

Falls doch, dann lesen Sie:

“(i) Misinformation and disinformation. Member States recognize the need for national and global coordinated actions to address the misinformation, disinformation and stigmatization that undermine public health”.

Desinformation, das sind generell Informationen, die von anderen, von nicht-WHO-Akteuren verbreitet werden, während kein Bullshit der WHO groß genug sein kann, als dass er nicht dennoch als Information gelten würde.

Die Schweine von Orwell ziehen ins Haus.
Vielleicht sollte man es abreißen.



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