Panzer-Theater: Die Inszenierung zur Lieferung von Angriffswaffen an die Ukraine oder: Diplomatie war gestern, Eskalation ist heute

Wie tief stecken Sie im Panzer-Theater?
Falls Sie sich nach all den Monaten des Trommelfeuers nicht mehr an die Anfänge erinnern und auch die Frage, wem eine Lieferung von Kampfpanzern vom Typ Leopard II tatsächlich nutzt, etwas aus dem Blick verloren haben, laden wir sie zu einer Reise durch die berichterstattende Vergangenheit, die Chronologie der Ereignisse ein.

26. April 2022: Rheinmetall will Panzer liefern.

Rheinmetall soll schon Mitte April den Antrag gestellt haben 100 Marder [Schützenpanzer] und 88 Leopard Ia5 [Kampfpanzer] an die Ukraine auszuliefern. Die Ausbildung der Besatzung und die Wartung der Panzer wolle das Unternehmen übernehmen.

“Wie die “Welt” weiter berichtete, ist Rheinmetall nicht der einzige Rüstungsbetrieb, der schwere Waffen an die Ukraine liefern will. Das Unternehmen Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit Hauptsitz in München kann eigenen Angaben zufolge 100 Panzerhaubitzen 2000 liefern. Diese schweren Artilleriegeschütze, die Ziele in 40 Kilometern Entfernung treffen können, wollen auch die Niederlande an die Ukraine liefern. “


6. Mai 2022: Gute Geschäfte für Rüstungskonzerne

Der Ukraine-Krieg treibt den CFOs von Rüstungskonzernen €-Zeichen in die Augen. Die Kassen klingeln bei Heckler und Koch 20% häufiger, Rheinmetall konnte schon 2021 10% mehr Gewinn einfahren. Krieg lohnt sich für Großkonzerne in der Weise, in der sich “Pandemien” für Pharmakonzerne lohnen. Schon deshalb werden wir mehr von beidem sehen.


10. Mai 2022: Marder in drei Wochen lieferbereit

Die Vorleistung von Rheinmetall hat sich ausgezahlt, die rund 100 Marder, die das Unternehmen von der Bundeswehr zurückgekauft und zwischenzeitilch aufbereitet hat, sollen nach einem Beschluss der Bundesregierung in die Ukraine geliefert werden. Weitere 88 Leopard Ia5, die das Unternehmen ebenfalls bereits in Stand gesetzt hat, sollen folgen.


12. Juni 2022: Rheinmetall: Sechs Marder-Panzer zur Auslieferung bereit

Rheinmetall hat die ersten Marder aus EIGENEN Beständen aufbereitet und zur Lieferung an die Ukraine bereit. Die sechs Marder sind Teil eines Kontingents von 100 Marder Schützenpanzern, die sich im EIGENTUM von Rheinmetall befinden. Für weitere 88 Kampfpanzer vom Typ Leopard Ia5 soll schon im April eine Ausfuhrerlaubnis zur Lieferung an die Ukraine beantragt worden sein.

Haben Sie den Eindruck, in den letzten Wochen einer Verkaufsinszenierung beizuwohnen, die aufgeführt wird, um Milliarden aus den Taschen von Steuerzahlern in die Koffer von Rüstungsunternehmen zu spülen, für Ladenhüter mit veralteter Technologie, die man, gäbe es nicht die Möglichkeit, sie in der Ukraine gewinnbringend zu verschrotten, hätte selbst und teuer entsorgen müssen?


16. November 2022: Rheinmetall liefert Panzer an Slowakei

Ein Geschäft im Rahmen eines so genanten “RINGTAUSCHES” durch den aus 15 gebrauchten Leopard II Panzern, die Rheinmetall an die Slowakei liefert, “militärische Ausrüstungsgegenstände” werden, die die Slowakei an die Ukraine liefert, lässt die Kassen klingeln. 13% Gewinn-, 15%-Umsatzsteigerung und 11 Milliarden Euro zusätzlichen Gewinn erwarten die Verantwortlichen bei Rheinmetall.


8. Januar 2023: Habeck schließt Lieferung von Kampfpanzern an Ukriane nicht aus

Robert Habeck kann sich, nachdem mit Marder-Panzern der Damm gebrochen wurde, auch die Lieferung von Leopard II Panzern vorstellen. Man prüfe ständig die Situation, müsse sich aber mit Partnern in der NATO abstimmen.

Sekundierend stehen Katrin Göring-Eckardt, bei “Marder-Schützenpanzern stehen zu bleiben, wäre falsch”, Wolfgang Kubicki, es kann “vernünftig sein, nicht nur “Marder”, sondern auch Leopard II Panzer zu liefern” und Lars Klingbeil, der sich mit internationalen Partnern absprechen will, bereit.


10. Januar 2023: Von der Leyen unterstützt Panzer-Forderungen der Ukraine

“Ich denke, die Ukraine sollte die militärische Ausrüstung bekommen, die sie braucht und benutzen kann, um ihre Heimat zu verteidigen” […] Die Ukrainer verteidigten nicht nur ihr Land, sondern auch die Grundprinzipien der Charta der Vereinten Nationen, der Grundrechte und des Völkerrechts”, sagte sie.

Wenn es darum geht, Konzerninteressen, vermutlich nicht ohne eigenen Vorteil dabei, zu vertreten und die Umverteilung von Milliardensummen aus den Taschen von Bürgern in die Koffer von Konzernen mit Absurditäten wie “Grundprinzipien der Charta der Vereinten Nationen” zu legitimieren, dann ist der Allzweckzerstörer der EU-Kommission zur Stelle.

Der erste Artikel der UN Charta sieht den Zweck der UN darin, Frieden und Sicherheit in der Welt zu gewährleisten und gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um Bedrohungen des Friedens mit FRIEDLICHEN MITTELN zu beseitigen. Für von der Sinnen zählen offenkundig Waffenlieferungen zu den Grundprinzipien der UN Charta und Krieg und Kriegsgewinnlertum sind demnach Mittel zur friedlichen Friedenssicherung. Diese Leute lügen, wenn sie den Mund aufmachen und würden alles erzählen, um die Ziele, die ihnen offenkundig großen Nutzen bringen, durchzusetzen.


11. Januar 2023: Deutschland wird liefern

Der Ukrainische Botschafter in Berlin, Dmytro Kuleba, fasst in hervorragender Weise zusammen, dass er die Bundesregierung und die Gestalten, die sich als Regierung sehen, nicht die Bohne ernst nimmt:

Dmytro Kuleba: Selbst wenn Deutschland gewisse rationale Argumente dafür haben sollte, es nicht zu tun, wird Deutschland es zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem tun. Wir haben das bereits bei den Panzerhaubitzen gesehen, beim Flugabwehrsystem IRIS-T und zuletzt bei den Mardern und Patriot-Systemen. Es ist immer ein ähnliches Muster: Erst sagen sie Nein, dann verteidigen sie ihre Entscheidung heftig, um am Ende doch Ja zu sagen. Wir versuchen noch immer zu verstehen, warum sich die deutsche Bundesregierung das selbst antut.


15. Januar 2023: Leopard wäre vor 2024 nicht lieferbar

Dem Vorstandschef von Rheinmetall, Armin Pappberger, fällt plötzlich auf, dass die 88 Leopard Ia5 und die 22 Leopard II, die sich im Besitz seines Unternehmens befinden, also im Wesentlichen die Panzer, für die sein Unternehmen bereits im April 2022 einen Antrag gestellt hat, um sie an die Ukraine liefern zu können, erst Instand gesetzt werden müssen. Das kostet nicht nur mehrere Hundert Millionen Euro, das dauert auch mindestens ein Jahr. Man fragt sich, welches Spiel hier gespielt wird.


18. Januar 2023: Vor Davos-Rede: Partner hoffen auf Scholz und die Panzer

Vor einem Treffen der NATO-Partner in Ramstein wird das Geheimnis, wo die Leopard II Panzer bei Lieferung herkommen würden, gelüftet:

“Militärexperten halten eine andere Variante für wahrscheinlicher. Der ehemalige Bundeswehr-General Hans-Lothar Domröse sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, er rechne damit, dass die Bundesregierung “Leopards” aus dem Bestand der Bundeswehr freigebe. Domröse mutmaßte über eine Stückzahl “im niedrigen zweistelligen Bereich”. Insgesamt könnten der Ukraine so rund 100 “Leopard”-Panzer aus Europa geliefert werden.”

Zur Erinnerung, die Panzer, die Rheinmetall vorrätig hat, sind alte Leopard 1a5 oder II Varianten. In den Beständen der Bundeswehr finden sich die neuesten Varianten des Leopard II (IIa7v).

Sie haben übrigens richtig gelesen. In Systemmedien soll das Weltwirtschaftsforum als zentraler Ort, an dem Entscheidungen, die Bürger in westlichen Staaten und darüber hinaus betreffen, aufgebaut werden, ergänzt durch eine Diskussion der Führung in der Welt, die Deutschland durch die Lieferung von Leopard II Panzern übernehmen könnte. Wer hätte gedacht, dass man mit dem Slogan: “Panzer für die Ostfront”, wieder einmal punkten zu können glaubt.


18. Januar 2023: EU-Parlament macht Druck auf Scholz

Diese Variante politischer Korruption ist uns aus den Kämpfen um Brexit bestens bekannt: Die EU finanziert Marionetten in Nationalstaaten, um dort die eigenen Interessen durchsetzen zu können. Die Grünen haben dieses System etwas abgewandelt und instrumentalisieren das Europäische Parlament dazu, Druck auf den Koalitionspartner in der Regierung zu machen. Dass Politik ein schmutziges Geschäft ist, ist bekannt: Aber hätten Sie gedacht, dass es so schmutzig ist?

“Mehrere Fraktionen im Europäischen Parlament haben einen Antrag durchgesetzt, der die Bundesregierung auffordert, die Lieferung von “Leopard 2″-Panzern an die Ukraine zuzulassen. Der Vorstoß stammt von einem deutschen Politiker: Reinhard Bütikofer, Außenpolitik-Experte im Europaparlament und von 2002 bis 2008 Bundesvorsitzender der Grünen. Bütikofer stellt sich mit der Erklärung gegen den Bundeskanzler – und konnte eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten in Straßburg hinter sich versammeln.”


19. Januar 2023: Leopard Lieferung unter einer Bedingung

Nächste Runde: Scholz soll zu Lieferungen von Leopard II Panzern bereit sein, aber nur unter der Bedingung, dass auch die USA Abrams-Kampfpanzer liefern. Und natürlich ist diese Meldung genau das, worüber man sich in Systemmedien freut, wie die intensive Berichterstattung über die Berichertstattung anderer zeigt.


20. Januar 2023: Keine Einigung über ‘Leopard”-Lieferung bei Ramstein-Treffen

Die USA weigern sich, Abrams-Kampfpanzer in die Ukraine zu liefern. Wer will schon seine High-Tech Waffen direkt in die Hände der Russen liefern? Medien in Deutschland und die üblichen Kriegswütigen sind enttäuscht.


21. Januar 2023: Deutschland hat leider gerade versagt

“Die Geschichte schaut auf uns, und Deutschland hat leider gerade versagt”, monierte Strack-Zimmermann.
Der neue Verteidigungsminister Boris Pistorius liege wiederum aus ihrer Sicht “an der Kette”, sagte Strack-Zimmermann. Sie sei sich allerdings sicher, dass die “Leopard 2″-Panzer am Ende an die Ukraine geliefert würden. Trotz erheblichen Drucks aus der Ukraine und der sie unterstützenden Staaten hat die Bundesregierung noch keine Entscheidung über die Lieferung an Kiew getroffen.”

Würden Sie es hinnehmen, wenn sie Marie-Agnes Strack-Zimmermann mit einem Kettenhund gleichsetzen würde? Indes ist der Vergleich nicht nur aufgrund der Verachtung für Kettenhunde bedenklich, er zeigt auch deutlich, welches Bild Strack-Zimmermann von Pistorius hat, der aus ihrer Sicht offenkundig einer ist, der, wenn er von der Kette gelassen wird, wie ein räudiger Köter durch die Gegend läuft und zumindest überall seine Duftnote in Form von Waffen hinterlässt. Das moralische Material, aus dem diese Koalition gestrickt ist, ist eher von minderwertiger Qualität.

Apropos gestrickt: Machen wir doch ein kleines Intermezzo mit den Ukraine-Groupies der FDP, und ihrem neuen Slogan: “Zögerst Du noch oder killst Du schon”, oder so.

Sie bekommen die Strickwaren in jedem Ramschladen ihrer Wahl.


21. Januar 2023: Kiew will mit Training am Leopard II Panzer beginnen

“Noch ist keine Entscheidung gefallen, ob Deutschland der Ukraine “Leopard 2″-Panzer zur Verfügung stellt – oder der Weitergabe durch andere Länder zustimmt. Dennoch sollen ukrainische Soldatinnen und Soldaten Medienberichten zufolge bereits mit ihrer Ausbildung an den Panzern in Polen beginnen. Darauf hat sich Verteidigungsminister Oleksii Resnikow offenbar mit mehreren Staaten geeinigt.”

Machen wir das nicht alle so? Es ist zwar noch nicht sicher, dass wir im Lotto gewonnen haben, aber wir kaufen schon einmal eine Villa im Gesamtwert von ein paar Millionen Euro. Wenn Sie ein solches Verhalten bislang für Idiotie gehalten haben, dann wissen Sie ab sofort, dass es sich dabei um internationale Politik handelt, die natürlich darauf gegründet ist, den Partner, in diesem Fall Deutschland, nicht die Bohne ernst zu nehmen, ihn vielmehr zum Spielball der eigenen Interessen zu machen und am Nasenring durch die internationale Manege zu führen.


21. Januar 2023: Baltische Außenminister appellieren an Scholz

Die UN-Charta, die nach Ansicht von U von der Sinnen in der Ukraine verteidigt wird, also die Charta, die ihren Unterzeichnern aufgibt, Frieden zu sichern und Konflikte friedlich zu lösen, sie ist zwischenzeitlich zur Verpflichtung degeneriert, die “russische Aggression” zu stoppen und die Rolle als “europäische Friedensmacht” wahrzunehmen, und zwar durch die Lieferung von  Kampfpanzern, also Angriffswaffen.

“Das ist nötig, um die russische Aggression zu stoppen, der Ukraine zu helfen und den Frieden in Europa schnell wieder herzustellen”, schrieb der lettische Außenminister Edgars Rinkevics auf Twitter – nach eigenen Angaben auch im Namen seiner Amtskollegen aus Estland und Litauen. “Deutschland hat als europäische Führungsmacht diesbezüglich eine besondere Verantwortung.”


21. Januar 2023: Ampel macht Druck auf Scholz

Strack-Zimmermann, die Pistorius vom Kettenhund zum Gefesselten befördert hat, tingelt weiter durch Medien, um den Absatz von Rheinmetall zu fördern.

“Strack-Zimmermann erhoffe sich vom neuen Verteidigungsminister Boris Pistorius, dass dieser “die Fesseln löse” und die Entscheidung treffe, den Panzer zu verlegen. Wenn man den “Leopard”-Panzer nicht liefern wolle, dann müsse man den Alliierten und der Ukraine erklären, warum Deutschland das ablehne, statt “verzagt” abzuwarten.”

Katrin Göring-Eckhardt, die immer noch keine abgeschlossene Ausbildung hat, hätte sich “gewünscht”, dass bereits in dieser Woche die deutsche Regierung den Weg für die Lieferung von ‘Leopard’-Panzern freigemacht hätte”, und FDP-Lindner, der Mann mit dem Hoodie, fordert den neuen Verteidigungsminister auf zu prüfen, mit welchen Waffen man der Ukraine in ihrem Kampf für Frieden und Freiheit, nicht etwa Gerechtigkeit und Klimaschutz, nein, wir sind jetzt bei “Frieden und Freiheit” beiseite stehen könne. Ob Lindner damit andeutet, dass er in einem Kampfpanzer mitfahren wolle, ist nicht bekannt.


22. Januar 2023: Sofortige Ausbildung am Leopard II gefordert

Anton Hofreiter, Kriegsdienstverweigerer, hat seine Liebe zum Krieg und zu technischem Kriegsgerät entdeckt, nicht für sich, versteht sich. Er ist ausgenommen. Nein, für andere, Ukrainer, deren Ausbildung am Leopard II er verlangt.

“Deutschland habe in Ramstein einen “erheblichen Fehler gemacht und dadurch weiter Ansehen eingebüßt”, sagte der Grünen-Politiker Anton Hofreiter den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Er forderte, sofort mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten an den Panzern zu beginnen.”

Wenn Deutschland in Ramstein “erhebliche Fehler gemacht hat”, gehört Hofreiter dann nicht zu Deutschland? Wenn ja, wieso sitzt er in einem deutschen Parlament und auf Kosten deutscher Steuerzahler? Wenn Hofreiter aber zu Deutschland gehört, dann hat er auch “erhebliche Fehler gemacht”. Was gibt ihm die Sicherheit, nun gerade keine “erheblichen Fehler” zu machen?

Wir wissen nicht, wie es Ihnen geht, uns schlägt das neuronale Trauerspiel, das sich alltäglich in Systemmedien ereignet, aufs Gemüt.


22. Januar 2023: Scholz hat Chance verpasst

Der Beitrag über Friedrich Merz, der Scholz vorwirft, eine Chance verpasst zu haben, ein Vorwurf, von dem die ARD-tagesschau den Eindruck erweckt, er hätte die Lieferung von Leopard II zum Gegenstand, eignet sich hervorragend, um die Art und Weise, wie die Systempresse für Panzerlieferungen trommelt, deutlich zu machen.

Der Aufmacher, “Scholz hat Chance verpasst”, dem der Untertitel, “Diskussion über Panzerlieferung” beigegeben ist, soll wohl dazu dienen, Anhänger der CDU/CSU zur Lektüre zu bewegen, eine Lektüre, bei der sie schnell merken, dass Merz die verpasste Chance nicht in der Lieferung von Panzern sieht, sondern in einer durch Scholz ungenutzten Gelegenheit sich zu erklären, seine Argumente und Gründe offenzulegen. Merz ist mit seinen Anmerkungen nur der Aufmacher, dem ein Aufguss der bereits mehrfach verbreiteten Ansichten von Hofreiter und Strack-Zimmermann folgt, dem eigentlichen Zweck des Beitrags, den man auf das Motto bringen kann: Deutschland hat die Chance verpasst, eine Führungsrolle durch die Lieferung von Leopard II Panzern zu übernehmen, Führungsrolle in der Welt versteht sich.


Die Strategie der Panzerenthusiasten, die Leopard II endlich im Einsatz gegen die Russische Armee sehen wollen, besteht darin, diejenigen, die sich der Lieferung entgegenstellen, als isoliert in der EU, in der Welt, in der Ampel-Koalition und so weiter darzustellen. Durchgesetzt soll diese Strategie mit den üblichen miesen Tricks werden.

Die Schlagzeile für schnelle Leser:

23. Januar 2023: Auch Pistorius wartet auf den Kanzler

Eine Schlagzeile, die sich demjenigen, der den Text liest, ganz anders darstellt:

“Als “‘Leopard’-Nation” habe Deutschland eine besondere Verantwortung, “der wir gerecht werden müssen”, sagte der Minister. Beim “Leopard” handele es sich um eine schwere Panzerwaffe, die auch für Offensivzwecke eingesetzt werden könne. “Und da muss man sehr sorgfältig abwägen, wann man die in dieses Geschehen mit einbringt.” Er finde es im deutschen und europäischen Interesse, dies behutsam und abgewogen zu tun, “und nicht übereilt oder leichtfertig””


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Haben Sie einen Zweifel daran, dass Leopard II in die Ukraine geliefert und Russland dies als Kriegserklärung werten wird?

Die ganze Kampagne “Panzer für die Ukraine”, die ihren Ausgangspunkt ganz offenkundig schon im April 2022 bei Rüstungskonzernen, also denen nimmt, die an den Waffensystemen verdienen, macht den Eindruck einer konzertierten Aktion mit einem bereits feststehenden Ergebnis. Und bei aller Diskussion um die Lieferung ist die Frage nach dem Sinn der Lieferung, die Frage, ob Leopard II wirklich die Wunderwaffe ist, zu der er hochgeredet werden soll, ein rund 70 Tonnen Ungetüm aus Stahl, das ohne Luftunterstützung mehr oder minder auf verlorenem Posten steht und ohne eine erhebliche Zahl von Infantrie-Soldaten zur Unterstützung seiner Vorstöße durch feindliche Reihen wohl schnell auf dem Trockenen sitzt, vollkommen aus dem Blick geraten. Indes führt diese Frage zur nächsten Frage: Wenn der Leopard II keine Wunderwaffe ist, warum ist dann das Interesse an seiner Lieferung so groß? Wer hat davon einen Nutzen?

Die Rüstungsindustrie hat einen Nutzen.
Strack-Zimmermann und Kriegsdienstverweigerer [oder war er schon damals wehruntauglich?] Hofreiter haben offenkundig etwas davon, ob es ein psychologischer oder ein materieller Nutzen ist, sei einmal dahingestellt.

Ob Ukrainische Soldaten etwas vom Einsatz des Leopard II haben, ist eine ganz andere Frage.
Dass Russische Soldaten über erbeutete Leopard II Panzer sicher erfreut sind, und russische Rüstungsunternehmen auch, ist vermutlich keine Frage.

Man hat einmal mehr das Gefühl, einer im Selbstrausch befindlichen politischen Klasse dabei zuzusehen, wie sie Veits-Tänze aufführt, wie gewöhnlich sekundiert von Systemmedien, Irresein ist kein Privileg der politischen Klasse und nebenbei: “Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass es keinen einzigen Aufmacher gibt, der die Lieferung von Angriffswaffen an die Ukraine in Frage stellen würde, z.B. weil es gegen den Grundsatz, Waffen nicht in Krisengebiete zu liefern, verstößt?


 


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