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Heinrich-Böll-Stiftung: Eine Name bürgt für Junk

Wenn es bei Heinrich-Böll regnet, dann ist der Held traurig.
In den Ansichten eines Clowns regnet es ständig.
Der Clown ist ständig betrübt.
Vielleicht ist „Ansichten eines Clowns“ einer Vorahnung geschuldet, die Heinrich Böll noch zu Lebzeiten hatte, eine Vorahnung, dass sein Name einst von einer politischen Partei, einer Ansammlung von Personen mit allen möglichen psychischen und physischen Problemen, missbraucht werden wird.
Eine betrübliche Vorahnung.
Und vielleicht war die Vorahnung von Regen begleitet.

Wer weiß.


Die Beschreibung der Welt zerfällt für manche, eher undifferenzierte Zeitgenossen in soziale Gruppen, die man nach Migrationsstatus, sexueller Orientierung, Geschlecht, Religionszugehörigkeit, Behinderung und Bildungsabschluss unterscheiden kann. Diese armselige soziale Welt gilt diesen Leuten als „divers“ und auf dieser armseligen sozialen Welt bauen sie ihre Fiktion einer „tollen Gesellschaft“, in der „jeder“ repräsentiert ist und es keine „Repräsentationslücken“ gibt.

Uns ist nicht nachvollziehbar, wie man sich vormachen kann, eine derart auf wenige Kategorien heruntergekochte Gesellschaft sei „divers“. Aber denen, die im Auftrag politischer Vereine schreiben, die sich an politische Vereine verkaufen, gelingt das offenkundig. Sie reduzieren die Vielfalt der Welt auf Migrationsstatus, sexuelle Orientierung, Religionszugehörigkeit, Bildung und Behinderung.

Denn: Was könnte wichtiger sein im Leben [trockener Kommentar vom Tisch gegenüber…]?

Sie, das sind Prof. Dr. Andreas Blätte, Laura Dinnebier und Dr. des. Merve Schmitz-Vardar, die an der Universität Duisburg-Essen so wenig ausgelastet sind, dass sie sich als Schergen der Heinrich-Böll-Stiftung verdingen müssen, um dann mit Unfug wie dem folgenden zu kommen:

„Wichtigstes Ergebnis: Die Vielfalt der kommunalpolitischen Amts- und Mandatsträger*innen hat zugenommen, Repräsentationslücken aber bleiben. Dies betrifft verschiedene soziale Gruppen in unterschiedlicher Weise. So machen bei einem Anteil von 51 Prozent an der Gesamtbevölkerung Frauen lediglich 39 Prozent der Amts- und Mandatsträger:innen in den deutschen Großstädten aus (35 Prozent im Bundestag).

Gravierender noch ist die Repräsentationskluft bei Menschen mit Migrationshintergrund: Bei einem Anteil von knapp 30 Prozent (28,7 Prozent in 2022) an der Bevölkerung in Deutschland sind sie in den untersuchten Kommunen nur mit 13 Prozent politisch vertreten (im Bundestag mit 11,3 Prozent). Was Bildungsabschlüsse betrifft, verfügen mehr als zwei Drittel der Amts- und Mandatsträger*innen in den deutschen Großstädten über einen akademischen Abschluss (69 Prozent), während der Anteil der Gesamtbevölkerung nur knapp ein Viertel beträgt.

Es bestehen also Repräsentationslücken für Frauen, Personen mit Migrationshintergrund und Nicht-Akademiker:innen. Repräsentationslücken bestehen darüber hinaus auch für andere gesellschaftliche Gruppen: Amts- und Mandatsträger:innen sind in der Regel Personen ab 50 Jahren, Heterosexuelle, Personen ohne körperliche Behinderung und/oder psychische Krankheit, Christ:innen sowie Konfessionslose.“

Und was ist mit Personen, die im Gesangverein singen, sind die angemessen repräsentiert?
Was ist mit denen, die im örtlichen Gefängnis sitzen? Angemessen repräsentiert oder in der „Repräsentationslücke“ verschwunden?
Wer interessiert sich für die angemessene Repräsentation von Stotterern und Krebskranken?
Wer verhilft Rauchern und Trinkern zu einer fairen Beteiligung?
Was ist mit Schwarzhaarigen, was mit allen, die über 1,80 groß sind, was mit Bartträgern, was mit Milchbubies, was ist mit Baggerfahrern, was mit den Mittelstürmern der Fussballmannschaften in der Region und was, so ist zu fragen, ist mit intelligenten Menschen, die offenkundig schon an Universitäten in Duisburg und Essen selten zu finden sind, sind sie angemessen repräsentiert oder Opfer der Repräsentationskluft?

Und natürlich wird das Problem amplifiziert, wenn man das einführt, was Genderista Intersektionalität nennen. Wie sieht es mit der Repräsentation eines schwulen Gehbehinderten im Bundestag aus? Wie ist es um die Vertretung eines atheistischen Sozialhilfeempfängers, der a-sexuell ist, gestellt? Welche Repräsentation erfahren 95jährige Insassen eines Pflegeheims, die Tag und Nacht fixiert werden, damit das Mangelpersonal sich nicht um sie kümmern muss?

Fragen über Fragen, und wir fangen erst an.

Und natürlich ist der ganze Müll krude antidemokratisch, denn Demokratie besteht im Wahlakt, darin, dass es möglich ist, die Regierung ohne Gewalt auszutauschen, nicht in der Frage, wie man den, der zur Wahl antritt, sozial beschreiben kann. Aber was will man von Mist erwarten, der von der Heinrich-Böll-Schein-Stiftung finanziert wird?

Im englischen gibt es das Wort „inept“, das eine Mischung aus unfähig, untauglich, ungeeignet beschreibt, etwas, das sich sprachlich dann so niederschlägt:

„Zur Studie
Zwischen April und August 2022 waren in den deutschen Großstädten 5.763 Kommunalpolitiker*innen aufgerufen, sich an der Befragung zu beteiligen. Vollständig teilgenommen haben 2.164 Personen. Damit kann sie als derzeit umfassendste Umfrage zur politischen Repräsentation in der lokalen Demokratie gelten.“

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Es gab demnach Kommunalpolitiker, die unvollständig teilgenommen haben. Welche Gliedmaßen den Kommunalpolitikern amputiert wurden oder welche Gehirnschäden sie daran gehindert haben, vollständig teilzunehmen, das sind interessante Fragen. Vielleicht schreiben wir die Duisburg-Essener, die an ihrer Universität nicht ausgelastet sind, an und bitten um nähere Erläuterung. Und umfassend kann man nicht steigern. Entweder etwas ist umfassend oder es ist nicht umfassend, so wenig wie man von einer lokalen Demokratie schwätzen kann, denn Demokratie ist ein Konzept ohne raumzeitliche Bindung, leicht erkennbar am Fehlen einer Kneipen-Demokratie bzw. am vollständigen Fehlen einer Ungsteiner-Honig-Säckel-Demokratie. Und natürlich kann sich eine Demokratie nicht selbst repräsentieren, denn Demokratie baut auf der Idee der Repräsentation der Wähler durch die Gewählten auf.

Es gab eine Zeit, da haben wir gedacht, es gibt einen Punkt, ab dem man den Wahnsinn nicht mehr weitertreiben kann.
Wir haben uns geirrt.

Man kann Wahnsinn nur ein Ende setzen, zu warten, dass er ein Ende findet, ist Selbsttäuschung.

 

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