Land der logischen Fehler: NDR, MEEDIA, Epoch Times und Hysterie

Skandal!

Ein Gesundheitsmagazin eines öffentlich-rechtlichen Senders hat ein Zitat veröffentlicht: „Zucker wirkt auf das Suchtzentrum im Gehirn ähnlich wie Kokain“.

Gefragt, auf welche Belege sich diese Aussage stützt, wurden die Epoch Times und die Deutschen Gesundheitsnachrichten als „allgemeinverständliche Quelle“ von der Redaktion des Gesundheitsmagazins „Visite“ genannt.

Skandal.
Epoch Times!
Deutsche Gesundheitsnachrichten.

Nicht
Spiegel oder
ZEIT oder Titanic oder Vorwärts.

Wissen die Redakteure beim NDR-Gesundheitsmagazin denn nicht, dass Epoch Times und die Deutschen Gesundheitsnachrichten alternative Medien sind und dass sich Mainstream-Medien bemühen, alternative Medien schlecht darzustellen? Weiß man beim NDR im dortigen Gesundheitsmagazin nicht, dass die vorgegebene offizielle Linie lautet: Epoch Times und Deutsche Gesundheitsnachrichten sind Verschwörungsseiten (vermutlich rechte Verschwörungsseiten?).

Bei Meedia weiß man es noch.
Dort erregt sich die MEEDIA Redaktion ziemlich ausführlich darüber, dass ein öffentlich-rechtlicher Sender einfach so auf Seiten verlinkt, die doch als Verschwörungsseiten geführt werden.

Schade.
Für kurze Zeit hatte man bei MEEDIA die Möglichkeit, das eigene Gehirn zu benutzen.
Nun ist es zu spät.
Nach dem langen Artikel ist klar: Bei MEEDIA sind manche unwillig (oder unfähig), das eigene Gehirn zu benutzen.

Warum?
Nun. Ursprünglich ging es darum, dass ein Facebook-Nutzer die Richtigkeit der zitierten Behauptung, nach der Zucker ähnlich wie Kokain auf das Suchtzentrum im Gehirn wirke, angezweifelt hat. Dieser ursprüngliche Gegenstand ist über all der Hysterie und Aufregung über all der gutmenschlichen Onanie darüber, dass andere nicht auf offizielle schwarze Listen, sondern auf Argumente und deren Richtigkeit Wert legen, verloren gegangen. Nicht mehr die Frage, ob die Behauptung richtig ist, interessiert die, die angeblich an der Richtigkeit der Behauptung interessiert waren. Sie ereifern sich nun lieber über die Frage, ob man Epoch Times und die Deutschen Gesundheitsnachrichten von öffentlich-rechtlichen Medien aus verlinken darf.

Diese Frage ist natürlich vollkommen unabhängig von der Erregung über die Verlinkung. Dass eine Web-Seite, die von wem auch immer, warum auch immer als verschwörungstheoretische Seite eingeordnet (oder diskreditiert) wurde, aufgrund dieser Einstufung keine richtigen Informationen verbreiten könne, ist natürlich falsch. Es ist der in Deutschland so beliebte Fehler der Bejahung des Konsequens, der häufig eine innige Verbindung mit einem ad-hominem eingeht, zuweilen auch mit dem Hinweis, dass es auf einer Webseite kein Impressum gebe.

Ob die Behauptung, dass Zucker auf das Suchtzentrum im Gehirn in der Weise wirkt, wie das Kokain tut, richtig ist, ist jedoch vollkommen unabhängig davon, ob die Behauptung auf der Epoch Times aufgestellt und belegt wurde oder bei den Deutschen Gesundheitsnachrichten oder im Ärzteblatt oder beim NDR oder von Oma Hildegard in Bingen.

Die Frage der Richtigkeit der Behauptung bezieht sich auf deren Übereinstimmung mit der Realität, wie sie sich in den entsprechenden Forschungsergebnissen darstellt.

Deshalb kann eine Behauptung, richtig sein, auch wenn:

  • sie auf einer Seite veröffentlicht wird, die von manchen als Verschwörungsseite bezeichnet wird;
  • sie auf einer Seite steht, die kein Impressum führt;
  • selbst auf einer Seite der Regierung kann eine wahre Behauptung stehen;
  • oder auf einer Seite des Spiegels oder der ZEIT;
  • auch Linksextremisten stellen zuweilen richtige Behauptungen auf;
  • ja selbst bei Gender Studierten soll gelegentlich ein Körnchen Richtigkeit in Behauptungen gefunden worden sein, wenngleich ein triviales;

Kurz: Man muss schon selbst denken und selbst beurteilen, ob die aufgestellte Behauptung durch die gelieferten Belege, Informationen oder Daten gestützt wird.

Diesen einfachen Zusammenhang der Unabhängigkeit vom Wahrheitsgehalt einer Aussage und dem, der die Aussage tätigt, hätte man bei MEEDIA lernen können.

Leider will man bei MEEDIA nicht lernen.

Vielmehr zeigt der lange Artikel auf MEEDIA und die Aufregung, die künstlich über das NDR-Zitat erzeugt wurde, dass es denjenigen, die sich darin suhlen, nicht um die Frage ging, ob Zucker auf das Suchtzentrum im Gehirn wirkt, wie Kokain das tut, sondern darum, einmal mehr ihren politischen korrekten Unfug über andere auszugießen und ihre Unfähigkeit, logisch zu schließen und ihr Gehirn dazu zu benutzen, wozu es eigentlich dienen soll: zum Denken, kund zu tun.

Es ist schade, dass die MEEDIA-Redaktion demonstriert, dass die rationale Nutzung des eigenen Gehirns durch die Mitglieder der Redaktion zu Gunsten einer emotionalen, irrationalen, irrelevanten und logisch falschen Aneinanderreihung von Erregtheitsbegriffen aufgegeben wurde.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Lehrer(hin)fortbildung: Kein Wunder, dass viele Deutsche nicht argumentieren können

Es gibt den „Aha“ und es gibt den „Huch“-Effekt
Der Aha-Effekt wird mit Fortbildung bei den Fortzubildenden angestrebt. Der Huch-Effekt wird dann erreicht, wenn sich die Fortbildung nicht als Fortbildung, sondern als Rückbildung vorhandenen Wissens oder Sicherstellung vorhandener Unbildung entpuppt.

Huch – eben.

Folgendes haben wir gefunden:

“Lehrerfortbildung-bw.de:
Sie sind hier: Klassenstufe 9; Themeneinheit: Argumentieren und diskutieren; Überzeugend argumentieren; Arbeitsblatt: Die Argumentation

Arbeitsblatt: Die Argumentation
Wer andere überzeugen, etwas Strittiges klären oder Positionen austauschen will, bedient sich des sprachlichen Verfahrens der Argumentation.

Eine Argumentation besteht aus einer Abfolge von These (Behauptung, Bewertung, Urteil, Empfehlung), Argument (Begründung), Stützung des Arguments (Erläuterung, Beispiel, Beleg, Zitat, Analogie, …) und Folgerung.

[Haken wir hier kurz ein und weisen unsere Leser daraufhin, dass diese eher umgangssprachlich-hegelianische Beschreibung von „Argument“ die Katastrophe der Lehrerfortbildung, die wir unten darstellen, bereits vorbereitet, denn ein Argument ist eine logische Struktur, die z.B. Follesdal, Walloe und Elster in ihrem nützlichen Buch über rationale Argumentation als „Folge von Sätzen“ beschreiben, „von denen einige – die sogenannten Prämissen – als Belege bzw. als Gründe für einen anderen Satz aus dieser Satzfolge, die sogenannte Konklusion“, bezeichnet werden (244). Die Struktur eines Argumentes sieht es also vor, dass die einzelnen Bestandteile des Arguments, seine Sätze, logisch aufeinander bezogen sind.]

Weiter in der Lehrerfortbildung
Ein Beispiel (ein für Deutschland typisches Beispiel)

These: Fahrradfahrer sollten stets einen Fahrradhelm tragen,
Argument: weil die Gefahr[,] bei einem Unfall, schwer oder tödlich verletzt zu werden, mit Helm [gemeint ist durch einen Helm] deutlich verringert wird.
Erläuterung: Denn prallt der Kopf nach einem Unfall auf eine harte Oberfläche, kann sich der Radfahrer lebensgefährlich verletzt.
Beispiel: Ich hatte im Februar dieses [diesen] Jahres einen Fahrradunfall mit einem Auto [Wie kann man mit einem Auto eine Fahrradunfall haben?], bei dem ich eine Rolle vorwärts über den Lenker gemacht habe. Dank meines Fahrradhelms hatte ich trotz mehrerer Verletzungen am Körper keine Kopfverletzungen, die deutlich gefährlicher gewesen wären als mein Ellenbogenbruch.
Beleg: Eine Statistik der Kölner Klinik hat bei zehn getöteten Radfahrern ermittelt, dass neun von ihnen noch leben würden, wenn sie einen Helm getragen hätten.
Zitat: Laut Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann müsse jede Möglichkeit genutzt werden, um die Köpfe der Radfahrer vor schwerwiegenden Verletzungen zu schützen. Eine bessere Methode als den Helm kenne er nicht. Er sei das Schutzschild Nummer eins.
Analogie: Auch andere Verkehrsteilnehmer wie Motorrad- und Autofahrer schützen sich mit Helmen oder Gurt und Airbag vor schweren Verletzungen bei Unfällen
Folgerung: Daher ist eine gesetzliche Helmpflicht für Fahrradfahrer unbedingt erforderlich.

Soweit das Beispiel zur Lehrerfortbildung, das erklärt, warum so mancher Lehrer nach der Fortbildung dümmer ist als davor.

Hatten Sie schon Ihren Huch-Effekt?
Wir fangen mit den Fehlern an, die im Vergleich zum größten möglichen Fehler, fast schon harmlos sind.

Was als Argument bezeichnet wird, ist natürlich kein Argument, sondern eine Behauptung, die es im Argument zu begründen gilt, nämlich, dass Helme dafür sorgen, dass Köpfe weniger zermatscht werden, wenn Radfahrer auf dem Radweg aufschlagen.

Was als Erläuterung bezeichnet wird, ist Teil der Behauptung, die im Argument begründet werden muss.

Das Beispiel hat in einem Argument nichts zu suchen. Es stellt einen individualistischen Fehlschluss dar und hat keinerlei Aussagekraft, zum einen, weil es nicht ausgeschlossen ist, dass Kopfschäden, die sich insbesondere auf die Orthographie auswirken, unentdeckt geblieben sind, zum anderen weil der gebrochene Ellenbogen darauf hinweist, dass ein Ellenbogenschutz wichtiger ist als ein Helm, weshalb ein Fehlschluss der Bejahung des Konsequens vorliegt.

Der Beleg ist mit viel gutem Willen ein Beleg, wenngleich der Verdacht der unzulässigen Verallgemeinerung (10 Radfahrer in Köln) naheliegt.

Das Zitat ist nett, aber vollkommen fehl am Platze. Es belegt, dass wer auch immer sich an der Lehrerfortbildung „Argument“ versucht hat (und kläglich gescheitert ist), das Argumentum ad hominem mag, was aber nichts daran ändert, dass das Argumentum ad hominem einen Fehlschluss darstellt. Was Baden-Württembergs Verkehrsminister über Fahrradhelme zu sagen weiß, hat keinerlei Einfluss auf die Gültigkeit des Arguments.

Die Analogie ist eine falsche Analogie: Autofahrer tragen in der Regel keine Helme, während Gurte und Airbags für Fahrradfahrer eher ungeeignet sind. Motorradfahrer, die mit Helmen unterwegs sind, sind dies in der Regel mit einer höheren Geschwindigkeit als Fahrradfahrer.

Und jetzt kommt der Knaller.
Die Folgerung.
„Daher ist eine gesetzliche Helmpflicht für Fahrradfahrer unbedingt erforderlich.“

Unglaublich.

Dieser Unsinn steht in einer Lehrerfortbildung, die das „Argument“ erklären will.
Es ist, als würfe man einen Stein ins Wasser und ein Motorrad käme herausgefahren.
Die Folgerung, die hier getätigt wird, wird durch das Argument nicht einmal im Entferntesten gestützt. Hier fehlt der verbindende Mittelterm. Wer es nicht glaubt, möge nach der Verbindung zwischen einer gesetzlichen Helmpflicht und deren Reduzierung der Gefahr von Kopfverletzungen suchen. Mit viel gutem Willen kann man eine Verbindung zwischen Fahrradhelm und reduzierter Gefahr von Kopfverletzungen herstellen, aber sicher nicht zu einer gesetzlichen Helmpflicht. Hier ist der Untertanengeist mit dem Lehrerfortbilder durchgegangen. Er ist offensichtlich der Ansicht, dass immer dann, wenn etwas gefunden wird, das Verletzungen verhindert, eine entsprechende Pflicht per Gesetz zu erlassen ist.

Machen wir ein gültiges Argument auf Grundlage dieser Prämisse.

  • Jede Verletzung von Menschen ist per Gesetz und durch Einführung geeigneter Schutzmaßnahmen zu verhindern.
  • Dummheit stellt eine Verletzung des Intellekts normal begabter Menschen dar.
  • Die Verbreitung von Dummheit kann durch Rede- und Schreibverbote eingedämmt werden.
  • Der für die Lehrerfortbildung „Argument“ Verantwortliche, verbreitet Dummheit.
  • Ihm ist daher ein Rede- und Schreibverbot auszusprechen.

Verantwortlich für diesen Blödsinn, der als Fortbildung für Lehrer verkauft werden soll, ist übrigens:

Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen
Steinbeisstraße 1
73730 Esslingen
Tel.: +49 711 93 07 01 – 0
Fax.: +49 711 93 07 01 – 10

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Der Fehlschluss ad impressum

Nach unserer Beobachtung ist Deutschland eines der Länder, in denen der Fehlschluss blüht. Journalisten, die ihren Selbstwert u.a. aus dem täglichen Versuch ziehen, den US-Präsidenten als dumm darzustellen, bedienen sich gerne der Fehlschlüsse ad hominem, ad auctoritatem oder des Fehlschlusses der Bejahung des Konsequens.

Der Fehlschluss ad hominem erlebt eine geradezu stürmische Verbreitung, zuletzt vornehmlich im Zusammenhang mit dem Versuch, Argumentationen, Argumenten und missliebigen Fakten aus dem Weg zu gehen. Eine Variante des Fehlschlusses ad hominem ist der Fehlschluss ad impressum. Den Begriff „Fehlschluss ad impressum“ haben übrigens wir geprägt; Verwendung bitte unter Quellenangabe!

Der Fehlschluss ad impressum ist eine Unterklasse des Fehlschlusses ad hominem. Letzterer ist so ziemlich der dümmste Fehlschluss, den man machen kann, was nicht heißt, dass diejenigen, die ihn machen, auch die Dümmsten sind. Das wäre ein Fehlschluss der Bejahung des Konsequens. Aber es heißt in jedem Fall, dass diejenigen, die den Fehlschluss begehen, der Ansicht sind, diejenigen, denen sie ihn zumuten, seinen dümmer als sie selbst.

Um es auf die kürzeste mögliche Fassung zu bringen:
Ob eine Aussage richtig oder falsch ist, hat überhaupt nichts mit demjenigen zu tun, der die Aussage trifft. Die Korrektheit einer Aussage ist eine Frage, die deren Übereinstimmung mit der Realität betrifft. Sonst nichts.

Ob das Gesetz von Avogadro zutrifft hat weder etwas damit zu tun, dass Avogadro Italiener war noch etwas damit, dass er in Turin gelebt hat. Ob das Gesetz zutrifft, ist eine Frage seiner Übereinstimmung mit der Realität, davon ob gleiche Volumina gleicher Gase bei gleicher Temperatur und gleichen Druck tatsächlich die gleiche Anzahl kleinster Teilchen enthalten. Auch die Tatsache, dass Avogadro dieses Gesetz ohne Impressum veröffentlicht hat, ändert nichts an diesem Punkt.

Nun ist der Fehlschluss ad hominem in Deutschland ein besonders beliebter Fehlschluss. Warum dies so ist, darüber kann man informiert spekulieren, wenn man in Rechnung stellt, dass er vornehmlich vorgebracht wird, um die Auseinandersetzung mit Aussagen zu vermeiden, die den eigenen Überzeugungen oder dem, was man anderen gerade weismachen will, widersprechen. Er ist ein aggressives Mittel, um die Tatsache zu kaschieren, dass man einem Einwand, einem Argument nicht argumentativ begegnen kann, ihm schutzlos ausgeliefert ist. Er stellt den Versuch dar, die eigene argumentative Unzulänglichkeit zu übertünchen.

Für den Fehlschluss ad impressum gilt dasselbe. Er taucht in verschiedenen Kontexten in immer gleichlautender Weise auf, nämlich dass eine Webpage, die kein Impressum habe, nicht seriöse sei oder es nicht verdiene, dass man ihr mit dem notwendigen Respekt begegne. Die Absicht hinter der Anwendung des Fehlschlusses ad impressum ist wie beim Fehlschluss ad hominem ein Angriff auf den, der etwas sagt, um dem, was gesagt wurde, nicht begegnen zu müssen. Der Angriff dient dazu, die eigene argumentative Armseligkeit zu überdecken, und denjenigen, der die Argumente hat, denen man nicht begegnen kann, zu diskreditieren.

Tatsächlich gilt, was wir oben bereits gesagt haben: Die Gültigkeit einer Aussagen hängt nicht davon ab, ob auf der Webseite, auf der die Aussage gemacht wird, ein Impressum vorhanden ist oder nicht.

Wir haben diesen kurzen Post zum Fehlschluss ad impressum geschrieben, weil uns ein Leser die folgende Mitteilung hat zukommen lassen.

„Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe die Verantwortlichen von Erneuerbare-Energien e.V. der Webseite https://unendlich-viel-energie.de/ bezüglich ihrer Umfrage mal versucht zu konfrontieren. Ich wies u.a. auch auf ScienceFiles hin. Leider wurde einer detaillierten Argumentation von vornherein ausgewichen, weil “Die von ihnen zitierte Homepage hat weder Impressum noch gibt sie Auskunft darüber, wer sich dahinter verbirgt. Ein Mindestmaß an Transparenz sieht für mich anders aus.”

Es ist kein Wunder, dass man seitens der Lobbygruppe „Agentur für Erneuerbare Energie“ versucht, einer Argumentation mit uns aus dem Weg zu gehen, denn die von uns vorgebrachten Tatsachen dazu, wie die Agentur unter tätiger Mithilfe von Emnid Befragte in die Zustimmung zu Erneuerbarer Energie manipuliert hat, sind kaum zu bestreiten. Jeder Sozialforscher, der ein wenig Ahnung davon hat, wie man Zustimmung in Befragungen generieren kann, wie man Befragte so manipulieren kann, dass sie einer Aussage zustimmen, wir bestätigen, dass unsere Kritik an den Ergebnissen der Jubel-Umfrage, die die Agentur für Erneuerbare Energien bestellt und bezahl hat, berechtigt ist. Jeden, der mit der korrekten Formulierung von Fragen in quantitativen Befragungen befasst ist, wird die Zornesröte ereilen, angesichts der plumpen Art und Weise, mit der man bei der Lobbyagentur versucht, die Öffentlichkeit zu täuschen.

Hat es uns die Zornesröte ins Gesicht getrieben, als wir lesen mussten auf welch‘ plumpe Art und Weise man bei der Lobbyagentur für Erneuerbare Energien versucht, unseren Argumenten, einer Auseinandersetzung mit diesen Argumenten und damit letztlich dem Eingeständnis, dass die eigene Umfrage eine Junk-Umfrage ist, zu entgehen?

Nein. (perish the thought).

Wir sind voller Mitleid angesichts der Hilflosigkeit, die manche Lobbyistengruppen befällt, wenn sie feststellen müssen, dass draußen, draußen in der Welt der Bürger, die sie für die Welt der Dummen, die Welt derer, die man mit Junk-Umfragen manipulieren kann, halten, dass es dort Bürger gibt, die ihren Unsinn auseiander nehmen und dahin zurückstopfen, wo er hergekommen ist: In den Müll.

Daran müssen sich die Herrschaften erst gewöhnen und wenn sie sich gewöhnen, dann wird ihnen dämmern, dass die Bürger da draußen nicht so dumm sind, wie sie dachten, dass die Bürger schon seit Jahren über diejenigen lachen, die versuchen, sie mit Unsinn für dumm zu verkaufen.

Was das wohl für das geliehene Selbstbewusstsein der Surrogat-Persönlichkeiten qua Abgrenzung bedeutet?

Deshalb: Schlagt‘ ihnen ihre Fehlschlüsse um die Ohren, wo ihr sie trefft.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Warum Deutschland einem Kindergarten gleicht

Oder einer ist?

Der Versuch, eine Demokratie zu leben, nimmt in Deutschland immer groteskere Formen an.

Heute: Eine Gesellschaft, gleich welchen politischen Systems, lebt davon, dass die Mitglieder miteinander kooperieren. Damit sie miteinander kooperieren, ist es notwendig, dass sie miteinander reden: Reden Sie nicht mehr miteinander, dann passiert, was im Kindergarten passiert: Rote Köpfe, gepresste Backen und Schreien, um die eigenen Interessen auch gegen den Willen der anderen durchsetzen zu können.

In seiner intellektualisierten Variante besteht die Verweigerung von Kooperation darin, mit „dem“ oder mit „denen“ nicht mehr zu sprechen. Entweder, weil es die Erhabenheit der eigenen moralischen Einbildung nicht zulässt oder weil es die Ärmlichkeit der Fähigkeit, die eigene Überzeugung zu begründen, nicht zulässt, sich ernsthaft mit Personen anderer Meinung auseinanderzusetzen.

Deshalb werden in Deutschland grundsätzlich diejenigen aus der Diskussion ausgeschlossen, deren Meinung anders ist. Wie im Kindergarten, so gibt es auch im vermeintlich erwachsenen Deutschland nur zwei Meinungen, die richtige, also die eigene, und die falsche, die andere. Wer eine andere Meinung hat, ist dementsprechend ein Nazi oder, umgekehrt, eine linke Zecke.

Auf der Strecke bleibt das, was Gesellschaften zusammenhält, das miteinander Sprechen. Die Väter der US-amerikanischen Verfassung haben das sehr klar gesehen und entsprechend jede Möglichkeit ausgeschlossen, dass irgend eine Meinung als nicht mehr salonfähig gebrandmarkt werden kann. Erlaubt ist jede Meinung. Wem eine Meinung nicht gefällt, der muss sich dennoch mit ihr arrangieren, sie aushalten lernen, sie verbal bekämpfen, aber er kann sie nicht unterdrücken oder gar verbieten.

In Deutschland ist das anders. Hier, im Kindergarten, spielen (sprechen) angeblich erwachsene Menschen, die von sich denken, sie seien intellektuell zu mehr als unartikuliertem Gebrabbel in der Lage, nicht mit anderen, die eine falsche politische Einstellung mitbringen.

Ein gefährliches Unterfangen, denn man soll nie ausschließen, in einer lebenswichtigen Situation auf die Hilfe von jemandem angewiesen zu sein, den man als Nazi gebrandmarkt hat und dessen Hand man nun fraglos erwartet, um aus dem Morast gezogen zu werden, in den man geraten ist. Die Ausgrenzung von Menschen mit anderer Meinung, sie blüht in Deutschland, und sie ist die dümmst-mögliche Form des gemeinsamen Umgangs.

BaukloetzeUnd es sind ausgerechnet diejenigen, die sofort freudig und willig skandieren, dass man Flüchtlinge integrieren müsse, ihnen helfen, mit ihnen sprechen müsse, die dieselbe Behandlung denen verweigern, die eine andere Meinung haben. Daran wird deutlich ersichtlich, dass nicht die andere Meinung das Problem ist. Die Interaktion und Freude über Flüchtlinge erfolgt aus einer überlegenen Position. Man gehört zu denen, die schon wissen, wie es in Deutschland läuft und kann dies den kleinen Brauen, die nach Deutschland kommen, zeigen. Es ist schlicht eine Form des gewendeten Rassismus, der sich in positiven Gefühlen ausdrückt, denn die negativen Gefühle, die werden in einer Art ideologischem Rassismus denen gegenüber gebracht, die nicht unterwürfig und nicht neu und nicht auf Hilfe angewiesen sind, die man als ebenbürtig ernst nehmen, mit denen man ebenbürtig reden und diskutieren müsste, und nichts fürchten die linken Herrenmenschen mehr als mit Menschen, die für sich in Anspruch nehmen, ebenbürtig zu sein und ein gleiches Recht auf freie Meinungsäußerung für sich reklamieren, reden zu müssen.

Wir sind eben im Kindergarten und mit „denen da“ spielt man nicht.

Ein besonderes Beispiel dieser Idiotie hat sich auf Twitter ereignet, dem sozialen Netzwerk, auf dem die Sicherheit von nicht mehr als 140 Zeichen auch noch den letzten Sprachgestörten zum Flüssigsprecher werden lässt. Hier kann man den institutionalisierten Fehlschluss ad hominem, der eine direkte Folge des: mit dem redet man nicht ist und in seiner Konsequenz zu einer Spaltung der Gesellschaft führt, beobachten.

Der Fehlschluss ad hominem, den vor allem diejenigen so gerne begehen, die sich selbst für intellektuell begabt halten, er beginnt damit, dass Kolja Bonke, der auf Twitter für seine klare Meinung bekannt ist und von manchen als rechts bezeichnet wird, als einer der ersten Informationen zum Attentat von Manchester verbreitet hat.

Die FAZ-Redaktion auf Twitter, die sich hier nicht hinter Presseagenturen verschanzen kann und auf Informationen von anderen angewiesen ist, hat den Tweet von Bonke, in dem nur Informationen zum Anschlag in Manchester enthalten waren, weiterverbreitet.

Das wiederum hat einigen Saubermännern, die lieber im Kindergarten leben, als dass sie sich wie Erwachsene mit anderen Erwachsenen sprachlich auseinandersetzen, mit Argumenten und Begründungen und so weiter, nicht gefallen:

Wer nun denkt, die FAZ-Redaktion stünde über derartigem Unsinn, der sieht sich getäuscht. Die Journalisten beteiligen sich am verordneten Sprachverbot. Mit „denen“ spricht man nicht. Nicht die Information zählt, sondern der, der die Information gibt. Bleibt nur noch zu klären, ob sich die Mitglieder der FAZ-Redaktion dann, wenn sie eine Meinungsverschiedenheit über z.B. die Setzung eines Kommas in einem ihrer Texte haben, mit Bauklötzen bewerfen, um herauszufinden, wer Recht hat. Jedenfalls haben die dort Beschäftigten die Hosen so voll, dass sie sich lieber intellektuell diskreditieren, als dass sie Stellung für die Rationalität und die Logik beziehen, als dass sie in die Welt der Erwachsenen wechseln.

Im Kindergarten herrscht übrigens eine Oligarchie aus Personen, die über die Selbstbestimmungsrechte der Insassen nach Lust und Laune verfügen und letztere zu Tätigkeiten anhalten und verpflichten, die nicht selten gegen deren ausgesprochene Interessen stehen. Im Kindergarten wissen die Großen, weiß die Obrigkeit, was für die Kindlein richtig ist. Im Rest von Deutschland scheint es genauso zu sein.

Essentieller Quatsch oder: Dein SWR-Kollege – ein Idiot?

Das Blog Fisch und Fleisch berichtet heute von einer SWR-internen Information „Zum Umgang mit Fremdenfeindlichkeit am Arbeitsplatz”, die den Titel trägt: „Dein Kollege – ein Rassist?“. Verantwortlich für diesen Beitrag sind nach Recherchen von Fisch und Fleisch die „Stuttgarter Personalräte des Südwestrundfunks, Peter Beck und Stefan Tiyavorabun gemeinsam mit der Integrationsbeauftragten Anna Koktsidou.

SWR1Offensichtlich, erstrecken sich die Integrationsbemühungen der Integrationsbeauftragten und der Personalräte nicht auf Personen, die aus ihrer Sicht Falsches denken. Vielmehr liefern sie eine Steilvorlage zur Bespitzelung und Ausgrenzung der entsprechenden verdächtigen Mitarbeiter beim SWR, sofern es sie überhaupt gibt.

Der Ablauf der Gesinnungssäuberungen beim SWR ist auf Fisch und Fleisch beschrieben. Dass die Ähnlichkeiten mit der Handreichung zu Gesinnungssäuberungen, die ver.di geliefert hat, nicht zufällig sind, ist ebenfalls nachzulesen.

Uns geht es weniger darum, dass mit dem internen Dokument des SWR abermals einen Beleg dafür gibt, dass Meinungsfreiheit in Deutschland längst nicht mehr vorhanden ist, dass sie vielmehr aktiv bekämpft und ein Klima der Bespitzelung der Kollegen gefördert wird, auf das Erich Mielke sicher stolz gewesen wäre, nein, uns geht es darum, dass diejenigen, die sich als Retter der politischen Korrektheit und Ausgrenzer der Falschdenker aufspielen wollen, dies aus einer intellektuellen Position heraus tun, die für Fehlschlüsse, Verkürzungen, Denkfehler und Dummheiten aller Art anfällig ist, so dass man im Hinblick auf die Macher von „Dein Kollege – ein Rassist?“ mit der Frage antworten muss: „Dein Kollege – ein Idiot?“

Zwei Beispiele unterirdischer kognitiver Leistung mögen als Demonstration genügen.

Die Macher von „Dein Kollege – ein Rassist“ wehren sich dagegen, dass Merkmale Einzelner aufgrund eines gemeinsamen Merkmals auf eine Gruppe übertragen werden. Ein syrischer Flüchtling begeht Straftaten. Alle syrischen Flüchtlinge sind Straftäter. Die zwei Sätze beschreiben einen solchen Fehlschluss, denn natürlich kann von einer Beobachtung nicht auf viele Beobachtungen geschlossen werden. Das ist in der Logik als induktiver Fehlschluss bekannt.

SWR2Diese scheinbare Einsicht in logische Zusammenhänge, hindert die Macher von „Dein Kollege – ein Rassist?“ aber nicht daran, denselben Fehlschluss nun ihrerseits zu begehen, wenn Sie schreiben: „Auch und trotz der Vorfälle von Köln: Wer nach dem Profil der Täter fragt, kann sehen, dass es keine Hinweise darauf gibt, wonach Flüchtlinge öfter straffällig werden als andere Menschen. Auch nicht, dass Menschen nichtdeutscher Herkunft krimineller sind als die Durchschnittsbevölkerung“.

Man muss sich gar nicht inhaltlich mit der Frage beschäftigen, ob richtig ist, was hier behauptet wird, denn es ist logischer Unsinn in Gestalt eines induktiven Fehlschlusses, gewürzt mit einem gehörigen Schuss romantischen Orientalismus‘.

Denn:

(1) Man kann Flüchtlinge nicht mit der Menge „anderer Menschen“ vergleichen und Menschen nichtdeutscher Herkunft nicht mit der Durchschnittsbevölkerung. Flüchtlinge sind eine selegierte Gruppe von Menschen. Der Opa aus Aleppo flieht nicht nach Deutschland. Aber sein Enkel. Alle Berichterstattung zeigt, dass es vornehmlich junge Männer sind, die nach Deutschland fliehen. Nur ein kriminologisch Kenntnisloser nimmt an, junge Männer zeigten dieselben Neigung zu Straftaten wie die Durchschnittsbevölkerung. Wenn eines in Jahrzehnten kriminologischer Forschung klar geworden ist und in jeder Polizeilichen Kriminalstatistik nachgelesen werden kann, dann dass junge Männer die höchste Wahrscheinlichkeit haben, Opfer wie Täter zu sein.

(2) Der Zweck eines Vergleichs einer selegierten Gruppe wie der der Flüchtlinge mit der Durchschnittsbevölkerung besteht darin, Abweichungen vom Durchschnitt sichtbar zu machen. Ansonsten wäre ein solcher Vergleich blanker Unsinn.

Logik f dummies(3) Er wäre nicht nur blanker Unsinn, er wäre auch Ausdruck einer ganz besondere Art von Rassismus, nämlich des romantischen Orientalismus, der in der Figur des edlen Wilden gipfelt. Die Macher von „Dein Kollege – ein Rassist?“ sind also offensichtlich nicht über ihre Winnetou-Periode hinausgekommen und denken immer noch, Menschen aus anderen Kulturen seien die besseren Menschen. Wenn man es Angehörigen anderer Gruppen verweigert, dieselben Eigenschaften zu haben zu dürfen, wie sie die Angehörigen der eigenen Gruppe zugeschrieben werden, dann erfüllt dies alle Kriterien von Rassismus. Insofern muss man schließen, dass die Macher von „Dein Kollege – ein Rassist?“ selbst Rassisten sind, Rassisten, die an essentielle Wahrheiten glauben, die Flüchtlinge zu besseren Menschen machen.

Ein Schmankerl haben wir noch zum Schluss, eines, der besonderen Art:

Die Macher vom SWR-Rassismus Test schreiben:
„Sollte es sich wiederholen oder wenn Beschäftigte gar unaufgefordert derartige fremdenfeindliche Perspektiven am Arbeitsplatz verbreiten, kann das ein Kündigungsgrund sein. Denn mit einer solchen Hetze wird der Betriebsfrieden insbesondere auch in der Zusammenarbeit mit den … Kollegen anderer Herkunft nachhaltig gestört“.

Diese Formulierung setzt logisch voraus, dass fremdenfeindliche Perspektiven beim SWR verbreitet werden dürfen, und zwar dann, wenn man dazu – von wem auch immer – aufgefordert wird.

Wir kommen also zu dem Schluss, dass die Macher des SWR-Rassismus Tests (1) Essentialisten sind, die einem romantischen Orientalismus huldigen, (2) selbst Rassismus verbreiten, (3) alle Kollegen unter Generalverdacht stellen, denn gäbe es keinen Generalverdacht gegen alle SWR-Mitarbeiter, es bedürfte des SWR-Rassismustests nicht. Alle Kollegen unter Generalverdacht zu stellen, ist eine Form von Hetze, die den Betriebsfrieden in erheblichem Umfang stört. Darunter leiden alle Kollegen in gleicher Weise, also unabhängig von ihrer Herkunft. Entsprechend sollten die Macher beim Wort genommen und ihnen gekündigt werden.

Angesichts von essentiellem Quatsch wie diesem SWR-Test „Dein Kollege – ein Rassist?“ muss man sich über die Qualität der Sendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, belegt, was den SWR betrifft, nicht wundern. Es hat vielmehr den Anschein, dass sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den letzten Jahren zu einem Market for Lemons entwickelt hat, auf dem sich nur die einfinden, die nichts Besseres finden konnten, nicht einmal in Bremen.

P.S.

Die Unfähigkeit zum logischen Denken zeigt sich auch in der folgenden Formulierung, die in den entsprechenden Netzwerken wohl so penetrant transportiert wird, dass sie Hinz und Kunz nachplappern:

“Solche Äußerungen verletzten die Menschenwürde von Minderheiten. Sie sind daher nicht vom außerordentlich wichtigen Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt”.

Scheinbar denken die Macher des Rassismus-Tests, wenn man das Recht auf Meinungsfreiheit als “außerordentlich wichtig” bezeichnet, dann fällt es nicht auf, wenn man es de facto abschaffen will. Das Recht, jede Meinung zu äußern, die er äußern will, kann man keinem Menschen absprechen. Insofern muss man damit leben, dass auch “Äußerungen, die die Menschenwürde verletzten” durch Meinungsfreiheit gedeckt sind. Wer seine Meinungsfreiheit in Anspruch nimmt, um die Menschenwürde anderer zu verletzten, tut dies in dem Bewusstsein, dass er sich damit einer juristischen Verfolgung aussetzen kann, die wiederum strafrechtliche Folgen zeitigen kann. Das hat mit dem Recht auf Meinungsfreiheit überhaupt nichts zu tun. Schließlich haben Minderheiten keine Menschenwürde, denn Menschenwürde ist ein individuelles Merkmal, das nur Individuen, nicht aber Gruppen haben können. Jeder Satz von “Dein Kollege – ein Rassist” stellt ein weiteres Indiz zur Beantwortung der Frage, “Dein Kollege .- ein Idiot?” bereit.

Was tut man eigentlich als harmloser Mitarbeiter des SWR, wenn man mit Idioten als Kollegen konfrontiert ist, die sich penetrant in die Abläufe des täglichen SWR-Daseins einmischen? Zeit für eine Handreichung.

Translate »
error: Content is protected !!
Skip to toolbar