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Ausgehetzt - Realsatire in München: Zur Komplexität der Nutznießerfinanzierung

"Ausgehetzt“
Das Motto, mit dem „mehr als 130 Organisationen“ zu einer Demonstration aufrufen, die heute in München stattfindet.

Aufgehetzt
So kann man die Sicht der CSU auf diejenigen, die zu „ausgehetzt“ in München marschieren, umschreiben.

In der CSU ist man besonders darüber grantig, dass die von der Landeshauptstadt München ausgehaltenen Bühnen „Kammerspiele“ und „Volkstheater“ zu den Erstunterzeichnern des ausgehetzt-Aufrufes gehören, mit dem aus Sicht der CSU anständige Bürger gegen die CSU aufgehetzt werden sollen.
In der Tat wollen die „Aushetzer“ heute in München und passend zur bevorstehenden Landtagswahl vor allem gegen die CSU demonstrieren, deren Köpfe Seehofer, Söder und Dobrindt zu Maskottchen der Demonstration gemacht wurden.

Ausgehetzt richtet sich, wie könnte es anders sein, gegen den Rechtsruck in der Gesellschaft, den die Veranstalter bemerkt haben wollen, was vielleicht damit zusammenhängt, dass unter den Erstunterzeichnern von „ausgehetzt“, die üblichen Linksausleger zu finden sind, die so linksextrem sind, dass sie sogar der Verfassungsschutz nicht links liegen lassen will:

  • Die DKP (ja, die gibt es immer noch!)
  • Die MLPD, die sich hinter der Bezeichnung „Internationales Bündnis München“ versteckt (klingt gleich nach mehr).
  • Der VVN-Bda – Vereinigte Verfolgte des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten, der in erster Linie aus der zweiten und dritten Generation, also der Erbengeneration der Verfolgten des Naziregimes besteht, also Menschen, denen die Verfolgung quasi vererbt wurde.

Zu diesem linksextremen Rand der Gesellschaft gesellen sich die üblichen Gelangweilten von verdi,DGB Jugend und GEW, die auch nicht im Verdacht stehen, eine ideologische Position unweit vom linken Extrem einzunehmen.

Vor hier aus betrachtet, ist jede Bewegung zur Mitte ein Rechtsruck.

Doch zurück zur CSU, in der man grantig darüber ist, dass mit Volksbühne und Kammerspiele öffentliche Institutionen Partei ergreifen, und zwar gegen die CSU und ihre Politik, öffentliche Institutionen, die sich nach Ansicht der CSU neutral verhalten müssen, u.a. weil sie aus öffentlichen Geldern bezahlt werden, um eine Dienstleistung zu erbringen, nicht dazu, politischen Aktivismus zu zeigen.

Nun ist der Ärger der CSU nachvollziehbar, greift aber viel zu kurz, wie man bei der CSU wüsste, wenn man die Methode der Netzwerkanalyse beherrschen würde. Wir haben uns die Zeit damit vertrieben, eine solche für die Erstunterzeichner des Aufrufs zu „ausgehetzt“ durchzuführen.

Hier das Ergebnis:

  • Erstunterzeichner: Münchner Flüchtlingsrat – finanziert durch die Landeshauptstadt München;
  • Erstunterzeichner „Kulturraum München“ – finanziert u.a. durch die Landeshauptstadt München und die Stadtsparkasse München;
  • Erstunterzeichner: MORGEN e.V. – Netzwerk Münchner Migrantenorganisationen – finanziert durch die Landeshauptstadt München, das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, also durch Horst Seehofers Ministerium, das somit Demonstration gegen den eigenen Minister zu finanzieren scheint und finanziert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration;

Und, safe the best for last:

  • IG – Initiativgruppe Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V. – finanziert durch die Landeshauptstadt München, die Europäische Kommission, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und: das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen.

Offensichtlich hat man bei der CSU ob der vielen Nutznießer einer ministeriellen Finanzierung den Überblick darüber verloren, wer hier alles finanziert wird. Und so kommt es, dass das Ministerium von Horst Seehofer, das CSU-geführte Staatsministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen, Organisationen finanzieren, die zum Widerstand gegen die CSU zu einem „Aushetzen“ der CSU aufrufen. Dass die sich dem dilirium tremens annähernde EU-Kommission politische Aktivisten in den Mitgliedsstaate nutzt, um Druck auf deren Regierungen auszuüben, ist hinlänglich bekannt, dass sich die SPD-geführte Landeshauptstadt München derselben Methoden politischer Korruption zu bedienen scheint, ist hiermit erstmals öffentlich geworden.

Prost nach München.

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