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Der Spion, der aus der Mensa kam

Linksextremisten in Göttingen sind nicht nur ein Problem, sie haben auch eines.
Eine Groteske in drei Akten

Präludium

[caption id="attachment_69414" align="alignright" width="212"] Linksextremismus [femko] und DGB gehen Hand in Hand?[/caption]Erinnern Sie sich noch an das Institut für Demokratie in Göttingen? Wir haben uns schon des Öfteren damit befasst, zuletzt, als die Auftragsforscher aus Göttingen versucht haben, die Ostdeutschen in Bausch und Bogen zu Fremdenfeinden zu erklären, um der damaligen Bundesbeauftragten für die Ossis aus der SPD wohl einen Gefallen zu tun, denn schon damals haben sich Linke besonders gut gefühlt, wenn sie alle Ossis zu Rechten erklären konnten.

Wie wir damals gezeigt haben, haben die Mannen aus dem Göttinger Institut für Demokratieforschung (IfD) Junk abgeliefert, der keinen theoretischen und methodischen Standards gerecht geworden ist und keinerlei Grundlage geboten hat, um die weitreichenden Schlüsse zu ziehen, die gezogen wurden. Und wie es nun einmal so ist, mit (SPD-)Politikern: Sie bezahlen Auftragsforschung, verkünden stolz die Ergebnisse und lassen die angeblichen Forscher, die ihnen zu Diensten waren, im Regen stehen, wenn sich Kritik regt. Und so hat sich auch die damalige Ossi-Beauftragte von den Göttingern distanziert und gar Schadensersatzforderungen in den Raum gestellt.

Die Göttinger haben sich nicht nur wissenschaftlich diskreditiert, sie haben auch gezeigt, dass sie als Wasserträger von Politikern taugen, dass sie (Wunsch-)Ergebnisse produzieren, die durch ihre Daten in keiner Weise gestützt werden.

Ob es diese Qualifikationen sind, die in manchen Ministerien ja stark nachgefragt werden, die dazu geführt haben, dass die Forschungs- und Dokumentationsstelle zur Analyse politischer und religiöser Extremismen in Niedersachsen, kurz: „Fodex“, bei Ihnen angesiedelt wurde, wir wissen es nicht. Wir wissen nur, dass niedersächsische Innenministerium finanziert seit 2016 die Forschungs- und Dokumentationsstelle der Göttinger.


Linksextreme Gotteskrieger

Das für Linksextreme ärgerliche an Fodex ist nun, dass Links-, Rechts- und religiöser Extremismus gleichbehandelt werden. Und das geht gar nicht, denn für Linke sind Tote dann, wenn sie Linksextremen zum Opfer gefallen sind, notwendige Opfer auf dem Weg zum gesellschaftlichen Heil, während Opfer, die Rechtsextreme zu verantworten haben, heftig zu beklagen sind.

Dieses linke Sendungsbewusstsein, bei dem man eigentlich laut herauslachen müsste, gäbe es nicht die Killing Fields von Pol Pot, die Massengräber, die Mao Tse Tung gefüllt hat, den Gulag Stalins oder die politischen Gefangenen, die in der DDR um die Ecke gebracht wurden, findet bei Göttinger Linksextremen die folgende sprachliche Wendung:

„Die letztendlich eben doch erfolgende Gleichsetzung von „Rechts-„ und „Linksextremismus“ in der Extremismusideologie verharmlost neofaschistische Ideologien und rechte Gewalt – was historisch in Anbetracht der Shoa, aber auch im Hinblick auf heutige neofaschistische Terrorgruppen wie dem „NSU“ und tätlicher Angriffe unerträglich ist. 
Außerdem wird mit der Gleichsetzung versucht, linke Gesellschaftskritik zu entwerten, was nicht nur für die Linke untragbar ist, sondern auch der Gesellschaft als ganzer schadet. Geht ihr doch mit dieser Entwertung ein kritisches und emanzipa­torisches Korrektiv verloren. Zum Beispiel sind selbstorganisierte, antifaschistische Initiativen nicht irgendwie auch extremistisch, sondern extrem wichtig. Solchen Initiativen, die mit Hilfe der Arbeit des IfD effektiver bekämpft werden sollen, ist es zu verdanken, dass unter anderem in Göttingen Neonazis ihr menschenverachtendes Weltbild nicht so leicht verbreiten können und Übergriffe zumindest selten sind.”

Man lese und bestaune die Herrenmenschen-Ideologie der Linksextremen aus Göttingen, die sie glauben lässt, sie würden der Gesellschaft einen Nutzen erbringen, dadurch nämlich, dass Sie Initiativen gründen, die die Verbreitung des menschenverachtenden Menschenbilds von Neonazis behindern. Natürlich gibt es für diese Behauptung keinerlei Möglichkeit des Belegs, denn gibt es in Göttingen 5 Neonazis, dann behaupten die Linksextremen, ohne ihre Initiative während es 10, gibt es 20, dann behaupten sie, ohne ihre Initiative wären es 25, gibt es keinen, dann behaupten sie, ohne ihre Initiative gebe es 3. Kurz: Wenn Linksextreme ein Auto anzünden, dann müssen Auto und Besitzer dankbar sein. Belassen wir es bei dieser linken Idiotie.

Die mit derartigen Herrenmensch-Allüren versehenen Persönchen finden sich bei

  • anarcho-syndikalistischern Jugend Göttingen,
  • Antifa Jugend Göttingen,
  • Antifaschistischen Linke International A.L.I. (ein Teil der Partei „Die LINKE“),
  • BPoC Kollektiv Göttingen (Poc sind „People of Colour“, was B meint? Raten Sie!),
  • dienstagsplenum,
  • e_q,
  • f.antifa göttingen (die Großschreibung ist hier verpönt. Wahrscheinlich wird darin eine Form der Unterwerfung und Machtausübung, sorry: machtausübung gesehen),
  • femko,
  • Fachgruppe Geschlechterforschung der Georg-August-Universität Göttingen,
  • FLT*-Café,
  • Infoladen Göttingen,
  • Juzi,
  • NG20-Soligruppe Göttingen,
  • Offenes Treffen Göttingen,
  • OM10,
  • queerBar,
  • Redical,
  • Rote Hilfe OG Göttingen,
  • Siempre Antifascista Kollektiv Göttingen,
  • Soliküche

Alle genannten haben sich zusammengeschlossen, um dem IfD Göttingen in seiner Fodex-Facette Hausverbot zu erteilen.

Der Spion, der aus der Mensa kam

Hier führen die Spuren zusammen: Das Institut für Demokratieforschung in Göttingen hat sich als unsicherer Kantonist erwiesen, der Auftraggebern nach dem Mund schreibt. Der Auftraggeber von Fodex ist das Niedersächsische Innenministerium. Die Aufgabe von Fodex unter anderem eine Analyse der Arbeit des Niedersächsischen Verfassungsschutzes und damit einhergehend: eine Zusammenarbeit mit demselben.

Die Zutaten für linksextreme Phobie:

  • eigenes Sendungsbewusstsein,
  • Dreck am Stecken, den man nicht nach außen gelangen lassen will,
  • die Überzeugung als Linksextremist ein Herrenmensch und dem gemeinen Rechtsextremisten überlegen zu sein
  • die bisherige Überzeugung, im Institut für Demokratieforschung (IfD) einen Verbündeten zu haben,
  • der Zweifel, der durch die Zusammenarbeit des IfD mit dem niedersächsischen Verfassungsschutz gesät ist;
  • die Überzeugung, als „emanzipatorische Gruppe“ … „in den Fokus eben dieser Forschungsstelle zu geraten“ und an den Verfassungsschutz verpfiffen zu werden.

Und aus diesen Zutaten wird?

HAUSVERBOT!

Die Gruppen, die oben zusammengestellt sind, haben, richtig: noch eine Gruppe gegründet, No IfD haben sie diese Gruppe genannt:

„Der Zusammenschluss unter dem Namen No IfD verwehrt allen Mitarbeitern des IfD den Zugang zu Räumen, Veranstaltungen sowie Archiven und verweigert jegliche Gespräche und Interviews mit allen Mitarbeitern des IfD“.

Nicht nur die katholische Kirche oder Werder Bremen können Unvereinbarkeitsbeschlüsse fassen, auch Linksextremisten können das.


Fazit

Linksextremisten haben nicht nur ein Sendungsbewusstsein, sie sind auch phobisch. Eine explosive Mischung.

Die Mitarbeiter des Instituts für Demokratieforschung in Göttingen scheinen in der Vergangenheit bei Linksextremisten ein und aus gegangen zu sein.

Die Zweifel an der wissenschaftlichen Integrität des Instituts für Demokratieforschung in Göttingen, die sich in der Vergangenheit als berechtigt erwiesen haben, sind nun auch im linksextremen Wirkungsfeld des IfD angekommen. Ein Ende der Zusammenarbeit ist das Ergebnis.

Die Linksextremen in Göttingen müssen einiges zu verstecken haben, wenn sie Angst davor haben, die wichtigen Diskussionen, die sie angeblich führen, würden Inhalte transportieren, die der Verfassungsschutz gegen sie verwenden kann. Und, was ist nur aus der Transparenz geworden, die Linke immer auf den Lippen führen, anderen gegenüber?

Die Diskreditierung von Sozialwissenschaften, die mit Junk Studien, Auftragsschreibern und Mietmäulern sowieso schon weit vorangeschritten ist, durchdringt immer weitere Bereiche der Gesellschaft, so dass es langsam an der Zeit ist, die Unabhängigkeit der Wissenschaft wieder herzustellen.

Wir schlagen dazu ein Zertifikat „Ich bin kein Auftragsschreiber“ vor, das denjenigen ausgestellt wird, die es ablehnen, sich von Ministerien, Parteien, Gewerkschaften oder anderen ideologischen Vereinigungen, die Wissenschaft für ihre Zwecke missbrauchen wollen, bezahlen zu lassen.

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