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Extinction Rebellion: Opportunisten, Glaubenskrieger, gescheiterte Existenzen

Wer kann tagelang auf Straßen sitzen und Plätze blockieren? Wer hat Zeit, anderen Menschen kontinuierlich auf die Nerven zu gehen, und sie in ihren Tagesabläufen zu stören? Und: Wer finanziert diejenigen, auf die offenkundig kein Chef, kein Arbeitsplatz wartet, die keinerlei Erwerbstätigkeit nachgehen, die zum gesellschaftlichen Nutzen beiträgt?

Wir sind dieser Frage schon in einem früheren Post nachgegangen. Nun wollen wir zusammentragen, was es ansonsten noch an Informationen darüber gibt, wer sich bei Extinction Rebellion zur Aktivismus-Freizeit einfindet.

Beginnen wir theoretisch, schon weil die Theoriebildung aus den Sozialwissenschaften zu verschwinden scheint, währen die Unart des freien Assoziierens unter Einmischung von Trendbegriffen (also von hohlen Floskeln) wie Diversität, Rassismus, Kolonialismus oder Geschlechtergerechtigkeit floriert.

Menschen führen Handlungen aus, von denen sie sich einen Nutzen versprechen. Kein normaler Mensch wird etwas tun, das ihm schadet (Betonung auf normal).

Ein individueller Nutzen ist dadurch definiert, dass man etwas davon hat, der Aufwand, der notwendig ist, um diesen Nutzen zu erreichen, ist geringer als der eigentliche Nutzen. Der Nutzen kann materieller und immaterieller Art sein.

Der verfolgte Nutzen ist insofern konkurrenzlos als keine andere Handlung mit vergleichbarem Aufwand einen entsprechenden Nutzen erbringt.


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Wir suchen also nach Personen, die einen Nutzen davon haben, auf der Straße zu sitzen, andere zu stören, Personen, die einen Nutzen daraus ziehen, vermeintlich zivilen Ungehorsam aufgrund einer wirren Idee zu leisten, für die diese Art der Beschaffung von individuellem Nutzen ohne Alternative ist.

Daraus folgt quasi von selbst die Antwort. Für wen ist ein Angebot wie es Extinction Rebellion macht, attraktiv:

  • Für Opportunisten
  • Für Gläubige
  • Für gescheiterte Existenzen

Dass Bewegungen wie Extinction Rebellion für Opportunisten einen Anreiz darstellen, liegt auf der Hand, denn wie wir gestern gezeigt haben, ist Extinction Rebellion Teil eines gut geölten Netzwerkes, das von milliardenschweren Gönnern getragen wird. Insofern lässt sich bei Extinction Rebellion gut Geld verdienen, entweder als Aktivist in Vollzeit oder als Teilzeit-Aktivist, der von VLE „Volunteer Living Expenses“ lebt und darauf hofft, per innerorganisationalen Aufstieg an die Geldtöpfe zu gelangen, die für Vertreter von Extinction Rebellion winken, die bekannter sind.

Neben den Opportunisten gibt es – wie bei allen religiösen Kults und Extinction Rebellion ist ein religiöser Kult, eine Sekt der Apokalypse oder Endzeitsekte – die Gläubigen und die gescheiterten Existenzen. Sie sind schwierig voneinander zu trennen, denn der Glaube der Sektenmitglieder wird durch die Abhängigkeit, materiell wie immateriell, von der Gruppe gestärkt, diese Abhängigkeit kann aber nur entstehen, wenn ein Gruppenmitglied keine Alternative hat, um unabhängig von der Gruppe Selbstwert zu finden. Eine Gruppenmitgliedschaft auf Basis eines Glaubens, setzt also ein Scheitern des Versuchs, in der Gesellschaft Fuß zu fassen, voraus. Während dieses Scheitern nicht automatisch zum Gläubigen macht.

Dass Gläubige und gescheiterte Existenzen in Extinction Rebellion ein fester Glaube an die drohende Apokalypse eint, dass sie den Blödsinn, den sie verbreiten, tatsächlich glauben, das kann man in vielen Äußerungen von Sektenmitgliedern sehen. Uns hat z.B. die folgende Äußerung als Kommentar erreicht:

„XR ist übrigens nicht links oder rechts[,] sondern gegen das Aussterben der gefährdeten Tierarten – auch der Art “Mensch” – also von dir, der/die Du das hier liest.

Es geht ums Überleben in einer lebenswerten Umwelt, sodass wir nicht vor Dürren und Hungersnöten aus unserer Heimat irgendwann fliehen müssen oder wegen Wasser Krieg führen. – Und das wünsche ich mir auch für meine Tochter und eigentlich wünscht sich das jeder (der vernünftig denkt) glaube ich.

Daher sollten wir uns alle XR anschließen.“

Die Klima-Propaganda, an der sich die öffentlich-rechtlichen Anstalten in erster Reihe beteiligt haben, die irren Erzählungen von einem dem Tode geweihten Planeten, der den CO2-Erstickungstod stirbt, auf dem die Menschen verbrennen und die Vegetation verkrüppelt, sie trägt hier Früchte. Sie fällt bei denen auf einen fruchtbaren Boden, die glauben wollen. Sie wollen deshalb glauben, weil der Glauben an den Weltuntergang ihnen etwas gibt, das sie sich zueigen machen können, gegen das sie sein können, um auf diese Weise, überhaupt etwas zu sein. Man sieht hier, wie sich der Glauben an die Klimaapokalypse auf der Grundlage des individuellen Scheiterns entwickelt.

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Die Stuttgarter Nachrichten haben ein gutes Beispiel, an dem man sehen kann, wie ein gescheiterter Versuch, in der Gesellschaft Fuß zu fassen, zur Surrogat-Existenz bei Extinction Rebellion führt, die dort auf Kosten der Steuerzahler und auf Basis von Hartz-IV gelebt wird.

 „Yvonne Sauter selbst beschäftigt der Klimawandel so sehr, dass sie ihr Leben komplett geändert hat. Ihren Beruf als Europasekretärin hat sie niedergelegt und auch das Masterstudium, das sie später begonnen hatte, vorerst gestoppt. Sauter glaubt, dass das gegenwärtige Wirtschaftssystem nicht tragfähig ist, wenn die Klimakatastrophe noch verhindert werden soll. Was derzeit als „anerkannter Beitrag zur Gesellschaft“ zähle – ein Job etwa, Steuern zahlen – „führt nirgendwohin“, sagt Sauter, „weder mich selbst noch die Gesellschaft“.“

Sauter, die von denen lebt, die einen „anerkannten Beitrag zur Gesellschaft“ leisten, die einen Job haben und Steuern zahlen, damit Sauter wohl Hartz IV beziehen kann, hat sich ganz der Religion von Extinction Rebellion verschrieben. Extinction Rebellion ist hier Ersatz für den Zugang zur Gesellschaft, den Sauter nicht geschafft hat. Die in der normalen Welt gescheiterte Existenz soll in der Surrogat-Welt der Sekte geschaffen werden, was voraussetzt, dass die religiösen Inhalte, die Extinction Rebellion verbreitet, übernommen werden:

„Sich bewusst zu machen, wie es um die Erde steht, kann einen sehr traurig machen“, sagt Yvonne Sauter. Deshalb spricht die Stuttgarter „Extinction Rebellion“-Gruppe bei ihren Treffen auch über „Ökotrauer“, wie Sauter sagt. Man mache Übungen zu Achtsamkeit und Dankbarkeit. Wer will, kann zu diesen Themen auch kurze Online-Fortbildungen machen, die über die englische Website von „Extinction Rebellion“ angeboten werden. Zudem ist der Gruppe der Umgang miteinander sehr wichtig.

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Die Schaffung einer Gruppenidentität, die im Gegensatz zur gesellschaftlichen Normalität steht, ist aus Jugendbanden bekannt. Der dortige Aufstand gegen die gesellschaftliche Mehrheits-Kultur nimmt kriminelle Züge an, wenn Status in der Gruppe dadurch gewonnen werden kann, dass die Normen der Gesellschaft gebrochen werden. Die Schaffung einer Gruppenidentität, die im Gegensatz zur gesellschaftlichen Normalität steht, setzt eine Erzählung voraus, die von den Gruppenmitgliedern für wahr gehalten wird, aus der sie ihre Besonderheit gewinnen, mit der sie sich von der Gesellschaft als Mitglieder einer besonderen Gruppe absetzen können. Bei Extinction Rebellion ist diese Erzählung eine Erzählung der eigenen Erleuchtung über das nahe Ende der Erde, das nunmehr schnelle und drastische Reaktionen erfordere.

In dieser Hinsicht gleichen die Extinction Rebellen den Mitgliedern von Al Kaida, die ebenfalls die Erzählung der eigenen Erleuchtung, die in eine Wahrheit mündet, die in der Normalgesellschaft nicht bekannt ist, ihr beigebracht werden muss. Bei Al Kaida erfolgt die Missionierung der Ungläubigen mit Gewalt, bei Extinction Rebellion bislang ohne direkte Gewalt. Aber natürlich sind die Formen des angeblich zivilen Ungehorsams, die Extinction Rebellion einsetzt, die Blockade von Straßen, von Öffentlichen Verkehrsmitteln und Verkaufsmärkten Formen der Gewalt, da sie dazu führen, dass Dritte u.a. dazu gezwungen werden, im Stau zu stehen oder daran gehindert werden, ihrem Lebensunterhalt nachzugehen. Das Mindset eines al-Kaida Terroristen und eines Extinction Rebellen ist kaum verschieden.

Interessanter Weise richten sich die meisten Formen des „zivilen Ungehorsams“, die Extinction Rebellion einsetzt, gegen die Normalbevölkerung, also gegen Erwerbstätige, Rentner, gegen Selbständige und viele andere, die durch ihre Steuern dazu beitragen, dass Mitglieder von Extinction Rebellion, wie oben gezeigt, materiell überleben können.

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Wir haben es also nach unserer Analyse bei Extinction Rebellion mit einer Mischung von Personen zu tun, die alle gemeinsam haben, dass die Mitwirkung bei Extinction Rebellion ihnen mehr Nutzen bringt, als eine Mitwirkung in der Gesellschaft.

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Folglich setzt sich Extinction Rebellion aus Opportunisten zusammen, die sich in Organisationen immer einfinden. Für sie ist der Kampf gegen den Klimawandel und das Aussterben ein Vorwand, um Geld zu verdienen, Kontakte zu knüpfen und ein Dasein als professioneller Aktivist zu führen. Die Opportunisten werden durch Gläubige ergänzt, Personen, die die Sache von Extinction Rebellion zu ihrer eigenen gemacht haben, die den Blödsinn, dass die Erde demnächst untergehen wird, nicht die Erde, sondern die Menschen, glauben, daraus (erstmals) einen Lebenssinn gewinnen und fortan ihr Leben der guten Sache widmen. Sie weisen eine Schnittmenge mit den gescheiterten Existenzen auf, die es nicht geschafft haben, auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft Fuß zu fassen, und deshalb eine Surrogat-Existenz suchen, die es ihnen erlaubt, ihr Scheitern in einen selbstgewählten Verzicht und damit Erfolg umzudeuten.

Die drei Motivlagen bilden nach unserer Ansicht den Kern der Sekte der Extinction Rebellen.



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