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„Katastrophe auf Raten“: Spiegel verkündet eine neue Eiszeit

Klimaalarmismus ist ein Spiel mit der Angst. Es bedarf der vorgefertigten Bausteine, z.B.:

  • Immer mehr Naturkatastrophen;
  • Misserenten;
  • Dürrekatastrophe;
  • Artensterben;
  • Hungersnot;
  • Steigende Meeresspiegel;
  • Überschwemmung
  • und vieles mehr.

Wenn man die Bausteine der Katastrophe, die man gerne verkünden will, zusammen hat, dann ist es nur noch notwendig, die Bausteine mit der jeweils gewünschten Ursache in Verbindung zu bringen.

Global warming führt zu Dürrekatastrophen.
Klimawandel führt zu Dürre.
Die neue Eiszeit bring Missernten mit sich.
Global Warming, Klimawandel und Eiszeit führen zu Hungersnot.
Global Warming, Klimawandel und Eiszeit führen zu Überschwemmungen.

Es ist so einfach, Panik zu verbreiten, wenn man auf eine nahezu willenlose, in jedem Fall aber kritiklose Meute von Journalisten zugreifen kann.

Das war nicht immer so.

Der Spiegel zum Beispiel hat, das können wir genau sagen, am 12. August 1974 noch Journalisten beschäftigt. Journalisten, die recherchieren konnten, sich nichts aus den Fingern gezogen und nichts erfunden haben, die ihre Leser nicht belogen haben und über so erstaunliche Dinge Bescheid wussten wie die magnetische Polverschiebung, die die Erde zyklisch heimsucht, die Tatsache, dass die 1930er und 40er Jahre ungewöhnlich warm waren, dass die Temperaturen von 1890 bis 1945 kontinuierlich gestiegen sind, um danach wieder zu fallen, dass in den 1930er und 40er Jahren am Nordpol deutlich weniger Eis zu finden war als in den Jahrzehnten davor, ja selbst die Tatsache, dass die Temperatur auf der Erde und das Leben auf der Erde von der „Intensität der Sonneneinstrahlung“ abhängt, war den Journalisten damals bekannt.


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Ganz erstaunlich, wenn man bedenkt, dass das, was frühere Journalisten des Spiegel geschrieben haben und was man immer noch im Archiv des Spiegel finden und nachlesen kann, denen, die heute das Blatt produzieren, das Spiegel sein will, nicht einmal mehr in Ansätzen bekannt ist.

Ein Leser von ScienceFiles, der sich im Archiv des Spiegel gerne umtut, hat uns auf eine Geschichte hingewiesen, die diese Erstaunlichkeiten enthält. Sie wurde 1974, am 12. August und somit inmitten eines verregneten Sommers veröffentlicht. Die Geschichte enthält die Warnung, dass man den Vorhersagen zum Klima kaum trauen könne, die entsprechenden Modelle nicht gut seien und es deshalb wichtig sei, historische Kontinuitäten und Zyklen zu rekonstruieren, etwas, das heute komplett in Vergessenheit geraten zu sein scheint, heute, da u.a. die Bundesregierung ihre Bevölkerung darüber hinwegtäuschen will, dass der derzeitige Klimawandel weder ungewöhnlich noch besonders ist. Weil man Modellen nicht trauen könne, deshalb sei die Analyse historischer Zyklen und Regelmäßigkeiten wichtig, aus denen man extrapolieren müsse, was die Zukunft bringen könnte. Und diese Extrapolationen sie zeigen: Die Erde ist auf dem Weg in eine Eiszeit …

Wir geben den Beitrag aus dem Spiegel hier in einer auf die erstaunlichsten Bestandteile gekürzten Form wieder. Der gesamte Beitrag kann hier nachgelesen werden.

 

„Katastrophe auf Raten

Kommt eine neue Eiszeit? Nicht gleich, aber der verregnete Sommer in Nordeuropa, so befürchten die Klimaforscher, war nur ein Teil eines weltweiten Wetterumschwungs -- ein Vorgeschmack auf kühlere und nassere Zeiten.

[…]

"Die extremen Wettersituationen", erläuterte "Touropa" -Sprecher Heinz Göckeritz, hätten in den letzten Jahren zugenommen. Alles in allem sei "halt das Wetter auch nicht mehr das, was es einmal war Eisberge wandern weiter südwärts.

Zu diesem Allerweltsurteil sind die professionellen Wetterbeobachter schon längst gekommen. Spätestens seit 1960 wächst bei den Meteorologen und Klimaforschern die Überzeugung, daß etwas faul ist im umfassenden System des Weltwetters: Das irdische Klima, glauben sie, sei im Begriff umzuschlagen -- Symptome dafür entdeckten die Experten nicht nur in Europa, sondern inzwischen in fast allen Weltregionen. Am Anfang standen Meßdaten über eine fortschreitende Abkühlung des Nordatlantiks. Dort sank während der letzten 20 Jahre die Meerestemperatur von zwölf Grad Celsius im Jahresdurchschnitt auf 11,5 Grad. Seither wanderten die Eisberge weiter südwärts und wurden, etwa im Winter 1972/73, schon auf der Höhe von Lissabon gesichtet, mehr als 400 Kilometer weiter südlich als in den Wintern zuvor.

Zugleich wuchs auf der nördlichen Halbkugel die mit Gletschern und Packeis bedeckte Fläche um rund zwölf Prozent, am Polarkreis wurden die kältesten Wintertemperaturen seit 200 Jahren gemessen. In Großbritannien und Island wurden die Folgen des Kälte-Trends bereits spürbar. Auf Island ging die Heuernte um 25 Prozent zurück, auf der Britischen Insel schrumpfte die jährliche Wachstumsperiode der Pflanzen um etwa zwei Wochen.

Die sich in den letzten Jahren häufenden Meldungen über Naturkatastrophen und extreme Wetteränderungen in aller Welt glichen anfangs eher den Bruchstücken eines Puzzle-Spiels: Ein Orkan, der heftigste seit einem Jahrhundert, verwüstete im November 1972 weite Teile Niedersachsens. Im selben Jahr richtete im Osten der USA der Hurrikan "Agnes" für mehr als drei Milliarden Dollar Schäden an; 122 Menschen kamen ums Leben. Es war das folgenschwerste Unwetter, das jemals in Nordamerika registriert worden war.

[…]

Mißernten, Hungersnot und Wassermangel gab es seit Ende der sechziger Jahre auch immer häufiger in anderen Regionen der Subtropen, in Mexiko, auf den Kapverdischen Inseln im Atlantik sowie im Norden Indiens und Pakistans, wo der Monsunregen neuerdings spärlicher fällt.

Doch außer derart spektakulären Sprüngen im irdischen Normal-Klima entdeckten die Meteorologen auch noch eine Reihe eher subtiler Vorzeichen für eine drohende globale Wetterwende.

So ermittelten sie in den letzten Jahren,

  • daß die Intensität der Sonneneinstrahlung in der Erdatmosphäre geringfügig nachgelassen hat;
  • daß die Luftdruckverhältnisse auf dem Erdball sich verändert haben -- so stieg im Jahresmittel der Druck über der Arktis, während er in den gemäßigten Breiten sank;
  • und daß sich auch im Magnetfeld der Erde Veränderungen abzeichnen -- ein Hinweis auf die bislang weitgehend unerforschten physikalischen Vorgänge tief im Inneren des Planeten.

Nach Studium des beunruhigenden Datenmosaiks halten es viele Klimaforscher für wahrscheinlich, daß der Erde eine neue Großwetter-Ära bevorsteht, daß der Trend, der den Erdbewohnern in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die -- klimatisch -- besten Jahre seit langem bescherte, sich nun umkehrt.

In der Zeit zwischen 1890 und 1945 hatten die Wissenschaftler eine allgemeine Erwärmung des Erdklimas registriert. Die globale jährliche Durchschnittstemperatur stieg in diesem Zeitraum um etwa 0,7 Grad -- in Polnähe wurde es sogar um mehrere Celsiusgrade wärmer.

Dieser scheinbar nur geringfügige Temperaturzuwachs reichte aus, um die Eisfelder, die etwa sechs Prozent der Erdoberfläche zudecken, merklich zu verkleinern: Das Eis an der nördlichen Polkappe nahm um zehn Prozent an Ausdehnung und um 30 Prozent an Dicke ab. in den Hochgebirgen aller Kontinente zogen sich die Gletscher zurück, die Eisberge verharrten auch im Winter weiter nördlich als früher. Die Gesamtfläche fruchtbaren Ackerlands auf der Erde nahm in diesen Jahren beständig zu.

[…]

Doch Mitte der vierziger Jahre, mit der Atombombe (doch sicher nicht wegen ihr) kehrte sich die Entwicklung um. Und je deutlicher sich in der Folgezeit eine Großwetter-Wende abzeichnete, desto häufiger tauchte in den Fachblättern der Meteorologen die Frage auf, ob nicht womöglich in naher Zukunft eine neue Eiszeit heraufziehe.

[…]

Was die Temperaturwerte und Niederschlagsangaben der Wetterwächter vielmehr in düsterem Licht erscheinen ließ, waren vor allem die Forschungsergebnisse jener Wissenschaftler, die den Gang der irdischen Klimageschichte ergründeten.



Sie haben in den letzten Jahrzehnten mit Hilfe wissenschaftlicher Detektiv-Methoden das Auf und Ab im Weltklima der Vergangenheit rekonstruiert. Sie untersuchten mit radioaktiven Meßmethoden die Veränderungen der Grönlandgletscher, sie analysierten Fossilien, Gesteinssedimente und die Jahresringe und schrieben danach die Klimageschichte des Planeten. Danach

* wechselten in den letzten 700 000 Jahren große Eiszeiten fast regelmäßig mit milderen Klimaintervallen;

* sind auch während der jüngsten 10 000 Jahre, der Zeitspanne seit dem Ende der letzten Eiszeit, markante und oftmals abrupte Klimaänderungen aufgetreten;

[…]

Dennoch zählten die letzten 6000 Jahre, in denen die Menschheit von der Erde Besitz ergriff, insgesamt zu der mildesten in der irdischen Klimageschichte -- obwohl auch in dieser Epoche die nach menschlichen Maßstäben eher unwirtlichen Phasen bei weitem überwogen. Was Zeitgenossen als "normales Wetter" bezeichnen, erscheint aus klimageschichtlicher Perspektive als positiver Ausnahmezustand.

[…]

Denn mittelfristig, glauben sie, sei eine Verbesserung des Erdklimas kaum zu erhoffen. Die Chancen für eine rasche Rückkehr des günstigen Klimas etwa der dreißiger Jahre, so taxierte der US-Wetterforscher James McQuigg, stünden "bestenfalls eins zu 10 000". Globale Kälteperioden, so errechnete auch der britische Klimatologe Hubert Lamb, dauerten normalerweise mindestens 40 Jahre; Jahrzehnte würden vergehen, bis der Atlantik, einmal abgekühlt, sich wieder erwärmt habe.

Manche Klimabeobachter sehen gar eine erdumspannende Naturkatastrophe heraufziehen. So hält der österreichische Wissenschaftsautor Peter Kaiser ("Die Rückkehr der Gletscher") die gegenwärtigen Wetterveränderungen für Vorzeichen, die auf einen kommenden Zusammenbruch des irdischen Magnetfelds hinweisen -- auf einen "Polsprung", bei dem die magnetischen Erdpole ihren derzeitigen geographischen Ort wechseln würden.

[…]

Solche Beispiele illustrieren die Schwierigkeiten der Wetterforscher bei ihren Versuchen, sich gleichsam ein Modell der atmosphärischen Vorgänge zu bauen, das -- etwa in Computer-Simulation -- denselben Gesetzen folgen würde wie das wirkliche Wetter. Ein derartiges Modell, so erläuterten die beiden US-Klimatologen William W. Kellogg und Stephan H. Schneider, müsse alle "klimatischen Feedback-Mechanismen" des Weltwettersystems enthalten -- ein bislang noch völlig unüberschaubares Gewirr von Rückkopplungsschleifen und Wechselwirkungen.

 […]

 

Der ganze Text des Spiegels kann hier nachgelesen werden.



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