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Magnetische Polumkehrung – Wenn Klimawandel zum Luxusproblem wird

Die magnetischen Pole der Erde wandern. Das tun sie ständig, in den letzten Jahrzehnten hat sich die Wanderung der Pole jedoch beschleunigt. Die folgende Abbildung zeigt, die Wanderung des magnetischen Nordpols seit 1590. Je heller die farbliche Darstellung, desto schneller wandert der Nordpol.

[caption id="attachment_79232" align="aligncenter" width="678"] Quelle: National Center for Environmental Information;[/caption]

Nicht nur der Nordpol, auch der Südpol wandert, auch der Südpol wandert immer schneller. Während sich der Nordpol auf Russland zubewegt, wandert der Südpol in Richtung Australien.

[caption id="attachment_79233" align="aligncenter" width="678"] Quelle: National Center for Environmental Information;[/caption]

Nicht nur die magnetischen Pole wandern, das Magnetfeld der Erde, das als Abwehrschild gegen kosmische Strahlung insbesondere Sonnenstrahlung wirkt, wird schwächer. Vor rund 2000 Jahren war das Magnetfeld der Erde rund doppelt so stark wie es heute ist.

[caption id="attachment_79235" align="aligncenter" width="746"] Quelle: British Geological Survey;[/caption]

Immer schneller wandernde magnetische Pole und ein sich abschwächendes Magnetfeld gelten als Indikatoren dafür, dass eine magnetische Polumkehrung bevorsteht oder bereits im Gange ist. Polumkehrungen ereignen sich nach Angaben des British Geological Survey vier bis fünfmal pro eine Million Jahre.


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Gerade veröffentlichte Ergebnisse, die Yves Gallet, Vladimir Pavlov und Igor Korovnikovd in Earth and Plantary Science Letters unter dem Titel “Extreme geomagnetic reversal frequency during the Middle Cambrian as revealed by the magnetostratigraphy of the Khorbusuonka section (northeastern Siberia, Erscheinungsdatum: Dezember 2019)”, für – wie der Titel sagt – Daten aus Nordost-Sibirien veröffentlicht haben, zeigen, dass magnetische Polumkehrungen viel häufiger auftreten als bislang gedacht: Auf rund 26 Umkehrungen in 1.000.000 Jahren kommen die drei Forscher.

Dies verkürzt die Zeit, die zwischen einer Polumkehr zur Verfügung steht enorm: Aus durchschnittlich 250.000 Jahren werden gerade einmal rund 40.000 Jahre. Indes, die letzte magnetische Polumkehrung liegt rund 773.000 Jahre zurück. So gesehen, wäre eine Polumkehrung mehr als überfällig.

In einem ebenfalls gerader erst veröffentlichten Beitrag für die Zeitschrift, Science Advances, haben Brad S. Singer, Brian R. Jicha, Nobutatsu Mochizuki und Robert S. Coe (Titel: Synchronizing volcanic, sedimentary, and ice core records of Earth’s last magnetic polarity reversal; Veröffentlichungsdatum: 7. August 2019) anhand von Lavagestein berechnet, wie viel Zeit ein magnetischer Polwechsel in Anspruch nimmt. Sie sind zu dem Ergebnis gekommen, dass nicht – wie bislang gedacht – zwischen 5.000 und 8.000 Jahre für einen Polwechsel notwendig sind, sondern weit mehr: 22.000 Jahre.

Da ein Polwechsel mit einem geschwächten, erratischen und zum Teil kaum mehr vorhandenen Magnetfeld einhergeht, bedeutet diese lange Phase, die sich eine magnetische Polumkehrung hinschleppt, dass die Oberfläche der Erde eine lange Zeit intensiver und stark erhöhter kosmischer Strahlung ausgesetzt ist. Die Auswirkungen auf die technische Infrastruktur, die schon heute unter Sonnenstürmen ächzt, die dem, was ohne Magnetfeld zu erwarten ist, nicht einmal entfernt vergleichbar sind, wären fatal.

In einer Studie aus dem Jahr 2016 zeigen G. Meert, Natalia M. Levashova, Mikhail L. Bazhenov, und Ed Landing für das Ediacarium, dass ein erratisches Magnetfeld mit Massenaussterben einhergeht, was den Schluss nahelegt, dass das Leben auf der Erde durch die weitgehend ungehindert auftreffenden kosmischen Strahlen erheblich gelitten hat.

Wir sind schon gespannt, wann die Klimawandel-Hysteriker endlich einen Zusammenhang zwischen Treibhausgasen und dem Magnetfeld der Erde zeigen können, denn natürlich ist auch die seit Millionen Jahren stattfindende magnetische Polumkehrung von Menschen gemacht. Seit Millionen von Jahren ist sie das … [Für alle Kinder und Jugendlichen und Extinction Rebellen: Das war Sarkasmus.]



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