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Selbstmord beim Bundeswehreinsatz: 19 Mal höher als in der Bevölkerung über 18 Jahre

Die Linke hat sich nach Toten bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr erkundigt. Zuweilen müssen selbst wir die LINKE loben, denn im Gegensatz zu Mittelschichtsfrauen, deren angebliches Leid, das durch angebliche Hasskommentare, die sie von angeblichen Rechten bekommen haben, jeden Tag geklagt, besungen und bedauert wird, erfreuen sich Bundeswehrsoldaten, die ihre Haut zu Markte tragen, in keiner Weise einer vergleichbaren Aufmerksamkeit durch die angeblich guten Menschen. Letztere retten lieber verbal das Klima, beschäftigen sich lieber mit erfundenen Benachteiligungen, die Frauen angeblich haben sollen, versorgen lieber ein Heer von Lakaien, die sich mit Schrifttum aller Art andienen wollen oder sinnieren darüber, wie sie als öffentlich-rechtliche Anstalt am besten diejenigen manipulieren und an der Nase herumführen, die sie finanzieren müssen.

[caption id="attachment_72256" align="alignleft" width="300"] Bundeswehr[/caption]

Bundeswehrsoldaten haben bei Auslandseinsätzen konkrete und angebbare Probleme. Sie sind konkreten und angebbaren Gefahren ausgesetzt. Sie bringen konkrete und angebbare Leistungen. Sie leiden unter konkreten und abermals angebbaren gesundheitlichen Problemen, sofern sie mit dem Leben davonkommen. Das macht sie für die guten Menschen, die sich für das Klima verbal aufopfern, für angeblich benachteiligte Frauen ins Zeug legen, gegen imaginierten Rechtsextremismus kämpfen und sonstige Spleens im Phantasialand der Psychopathen pflegen, uninteressant.

Mit dem Leben sind 111 Soldaten der Bundeswehr bei Auslandseinsätzen seit 1993 nicht davongekommen. Die meisten, nämlich 37 Soldaten sind durch „gegnerische Einwirkung“ ums Leben gekommen, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die Anfrage der LINKE schreibt. „Gegnerische Einwirkung“ ist ein Euphemismus, mit dem die Gutmenschen die Tatsache verschleiern wollen, dass die jeweiligen Soldaten erschossen, erstochen, in die Luft gesprengt wurden. 36 Soldaten sind durch einen Unfall ums Leben gekommen, 14 eines „natürlichen Todes“ gestorben, wie die Statistik behauptet, und 24 Soldaten haben sich selbst das Leben genommen.

Das ist erheblich.

Auf die Anzahl der Soldaten, die seit 1993 an Einsätzen beteiligt waren, das waren 431.421 Soldaten, umgerechnet, ergibt dies eine Selbstmordrate von 5,6%. Zum Vergleich, seit 1993 haben sich rund 225.000 Deutsche das Leben genommen. Auf die erwachsene Bevölkerung ab 18 Jahren gerechnet, ergibt dies eine Selbstmordrate von 0,3%. Die Selbstmordrate von Bundeswehrsoldaten während Auslandseinsätzen ist um das 19fache höher.

Haben Sie davon schon einmal etwas gehört?

Bei der ARD, die vorgeben (neudeutsch: framen) will, moralisch überlegen zu sein, zum Beispiel, in Printmedien, in Talkshows, im Radio?

Jetzt setzen Sie dagegen, wie häufig Sie nur in den letzten zwei Wochen das Gejammer von der Benachteiligung von Frauen in Parlament, Aufsichtsrat oder sonst einem Ort, an dem man sich keine schmutzigen Hände holt, gehört haben, und sie wissen etwas Grundlegendes, das in Deutschland nicht in Ordnung ist.

Und weil es noch nicht reicht: von der offiziellen Seite der Bundeswehr:

"Von den seit 1992 in die Auslandseinsätze entsandten Bundeswehrangehörigen starben 110 – 37 Soldaten fielen durch Fremdeinwirkung, 73 kamen durch sonstige Umstände ums Leben."

Selbstmord ist somit ein "sonstiger Umstand". Zynischer kann man die Toten der eigenen Truppe nicht mehr degradieren.

PS. Zwischen Bundeswehr und Bundesregierung gibt es offenkundig eine Diskrepanz in der Zählung der toten Bundeswehrsoldaten. Ist eben alles nicht so wichtig.

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