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Sind die so dumm? Brexit findet für die ARD nur mit Deutschland statt

Wann immer wir bei der ARD kontinuierlich lesen, fällt uns der Bias der öffentlich-rechtlichen Anstalt auf. Fast alles, was berichtet wird, wird so berichtet, dass es zu öffentlich-rechtlichen Prämissen, zu vorher zusammengebastelten Ideen, wie es zu sein hat, passt.

Ein bemerkenswertes Beispiel findet sich heute. Es geht einmal mehr um den Brexit.

Der Brexit ist bekanntermaßen etwas, das die Insassen der öffentlich-rechtlichen Anstalten, die unter dem Dach der ARD, eine Art landesweite Psychiatrie, zusammengeschlossen sind, bekämpfen. Wird vom Brexit berichtet, dann kann man sicher sein, dass

  • Boris Johnson negativ dargestellt wird,
  • der Brexit als wirtschaftlich verheerend für das Vereinigte Königreich dargestellt wird,
  • der Brexit als Idee von Rechtspopulisten und anderen fiesen Volksverführern (eine Idee, wie sie in ihrer Primitivität nur Linke haben können) dargestellt wird, die mit ihren Machinationen, den Mann auf der Straße über den Tisch gezogen haben.

Kurz: Wenn es um den Brexit geht, dann muss man die Texte der Tagesschau nicht lesen, und weiß dennoch, welche Message der öffentlich-rechtlich Beanstaltete verbreiten will.


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Interessant ist, mit welcher Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit, fast so, als sei es den Insassen der ARD-Anstalten ein persönliches Bedürfnis, jede noch so entfernte Möglichkeit, um Brexit, Johnson, Farage, das Vereinigte Königreich, die englische Fußballmannschaft, negativ darzustellen, genutzt wird. Fast kann man von einem obsessiven Zwang reden, der die Insassen antreibt, wann immer sie Worte wie Brexit oder Johnson vernehmen.

Der heutige Niederschlag, den diese – nennen wir sie – Zwangsstörung (obsessiv compulsive disorder) findet, liest sich wie folgt:

„Auf der Liste der wichtigsten Handelspartner Deutschlands lag Großbritannien vor dem Brexit-Referendum auf Platz 5. Seitdem geht es stetig bergab. Vor allem die Kfz-Sparte ist betroffen.

Angesichts des bevorstehenden Brexits verliert der Außenhandel zwischen Deutschland und Großbritannien immer weiter an Schwung. Von Januar bis Juli 2019 lag der Wert der deutschen Exporte mit 47,1 Milliarden Euro 4,6 Prozent unter dem Vorjahreswert, wie das Statistische Bundesamt berichtet.

Auch die Importe gingen um 3,7 Prozent auf 21,3 Milliarden Euro zurück. Großbritannien sackte damit in der Liste der wichtigsten Handelspartner Deutschlands von Platz 6 auf Platz 7 ab. 2015 - im Jahr vor dem Referendum zum EU-Austritt - lagen die Briten sogar noch auf Rang 5.“

Handel hat ja immer zwei Seiten, schon weil ein Tausch mit sich selbst, ganz im Gegensatz zu dem, was Sozialisten und Keynesianer immer noch denken, wenig befriedigend und vor allem, wie heißt es doch so schön: nicht nachhaltig ist. Deshalb haben wir uns die Daten des UK Department of International Trade vom September 2019 besorgt. Wenn der Rückgang des Handels zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland ein Ergebnis des herannahenden Brexit sein soll, wie die Tagesschau behauptet, dann muss man feststellen, dass der Brexit offenkundig nur zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland stattfindet, denn im Zeitraum, über den die Tagesschau hier so falsch berichtet, ist der Handel des Vereinigten Königreichs mit den Niederlanden um 4,2%, der mit Frankreich um 5,9%, der mit Spanien um 3,1%, der mit Belgien um 3,0% und der mit Italien um 4,3% gestiegen. Sie alle gehören zur Top-Ten der britischen Handelspartner. Lediglich der Handel mit Deutschland ist um 1,6% zurückgegangen, und zwar sowohl bei Importen aus Deutschland als auch bei Exporten nach Deutschland.

Der Rückgang bei den Importen dürfte im Wesentlichen auf eine geringere Nachfrage im Vereinigten Königreich nach deutschen Kraftfahrzeugen und dem, was als „mechanical power generators“ in der Statistik geführt wird, worunter z.B. Windkraftanlagen, Gasturbinen oder Teile für Kernkraftwerke fallen, zurückzuführen sein. Der Rückgang bei britischen Exporten nach Deutschland ist wohl vornehmlich auf einen Rückgang bei medizinischen und pharmazeutischen Produkten zurückzuführen.

Das alles hat mit dem Brexit nichts zu tun.

Aber der Verlockung, den Brexit einmal mehr als wirtschaftlichen Niedergang auszumalen, konnten die Manischen in den öffentlich-rechtlichen Anstalten wohl nicht widerstehen.



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