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Thunderstruck: AC/DC hilft gegen Krebserkrankung

Australische Wissenschaftler haben den gewissen „knack“. Wir erinnern uns noch - als wäre es gestern gewesen - an den ISA-Kongress [International Sociological Association] in Montréal und die denkwürdige Veranstaltung in der Sektion Theorie und Methoden, die einen australischen Wissenschaftler eine neue Sichtweise auf die Philosophie von Thomas Hobbes hat entwickeln sehen, … eines von einigen Highlights der Veranstaltung … Aber lassen wir das.

Kommen wir lieber zu anderen australischen Wissenschaftlern, zu Steven J. P. McInnes und seinen sieben Mitautoren, die gerade den Beitrag „‘Tunderstruck‘: Plasma-Polymer-Coated Porous Silicon Microparticles As a Controlled Drug Delivery System“ veröffentlicht haben.

In dem Beitrag geht es um Pillen. Pillen bestehen aus einem Trägerstoff, einer Wirkkomponente und einem Überzug. Die Frage, die die Autoren beschäftigt, hat den Überzeug, das Coating, zum Gegenstand und untersucht, wie man einen optimalen Überzug auf biologisch abbaubaren porösen Silikonmikropartikeln (pSi) herstellen kann.

Die Frage ist nicht trivial, denn die Wirkung einer Arznei hängt davon ab, dass die optimale Menge vom Organismus aufgenommen wird, nicht zuviel auf einmal, denn viele Arzneimittel sind in zu großer Konzentration giftig, nicht zu wenig, denn dann bleibt die erhoffte Wirkung aus.

Also geht es darum, den Trägerstoff optimal mit einem Überzeug, der den Wirkstoff enthält oder abschimrt, zu überziehen. Die Autoren gehören auf diesem Feld zu denen, die den Einsatz von pSi propagieren. Um deren Effizienz zu zeigen, haben sich in einem Experiment die Mikropartikel in Schwingung versetzt und überzogen, wobei sie einen Teflon-artigen Überzug erreicht haben, der in einer zwei bis hundertfach langsameren Abgabe des Wirkstoffes resultiert ist als dies bei herkömmlicher Verfahrensweise der Fall ist.

Um diesen optimalen Überzug zu erreichen, müssen die pSi in Schwingung versetzt werden. Das erreichen die Autoren durch Schallwellen. Mehrere Versuche mit monotonen Schallwellen haben nach dem Bericht der Autoren keine befriedigenden Ergebnisse erbracht. Die besten Ergebnisse erreichen sie, so schreiben sie, mit Schallwellen, die das menschliche Ohr in Form des Liedes „Thunderstruck“ von AC/DC erreichen:

„While monotonic frequencies can be used to accomplish agitation [der pSi], our experience with this technique has shown better agitation (and coatings) are obtained from chaotic motion when applied motion is produced by non-monotonic frequencies. For this, music can be used. A song that produces chaotic motion and excellent ‘Teflon-like’ over-coatings on the particles was ‘Thunderstruck’ by AC/DC” (4468).

Womit bewiesen wäre, dass AC/DC therapeutischen Wert haben.

Aber das wussten wir schon lange.

McInnes, Steven J.P., Michl, Thomas D., Delalat, Bahman, Al-Betaineh, Sameer A., Coad, Bryan R., Vasilev, Krasimir, Griesser, Hans J. & Voelcker, Nicolas H. (2016). ‚Thunderstruck‘: Plasma-Polymer-Coated Porous Silicon Microparticles As a Controlled Drug Delivery System. Applied Materials and Interfaces. 8(7): 4467-4476.

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