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Wie unseriös sind Sie? Retten Sie zukünftige Generationen, bringen Sie sich um!

Sich um den Verstand-Schreiben mit Marcel Fratzscher.

Der Mann, der das, was nun kommt, von sich gibt, ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung:

„Die Antwort liegt vor allem in der wissenschaftlichen Erkenntnis: Es besteht seit einigen Jahren kein seriöser Zweifel mehr an der Tatsache, dass der Mensch für den größten Teil des Klimawandels verantwortlich ist. Unstrittig ist auch, dass der Klimawandel schon heute hohe Kosten verursacht und diese Kosten in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit katastrophale Ausmaße annehmen werden.

Kluge Maßnahmen zum Klimaschutz vermeiden somit wirtschaftliche, soziale und politische Kosten. Sie schützen oder schaffen gar mehr Freiheit für die Bürgerinnen und Bürger, indem sie das Verhalten anderer in Bezug auf Natur und Umwelt beschränken und regulieren.“

Die Passage steht in einem Beitrag, in dem Fratzscher den üblichen Sermon, die üblichen Behauptungen und die übliche Predigt zum Klimaschutz absondert, inklusive Feinstaub und Flugverkehr. Der Beitrag trägt den Titel „Klimaschutz rettet die Freiheit künftiger Generationen“.

Wenn Personen, die für sich in Anspruch nehmen, sie seien Wissenschaftler, gleichzeitig für sich in Anspruch nehmen, sie seien Hellseher, dann ist unser Interesse natürlich geweckt. Wenn diese Personen dann auf Kosten von Steuerzahler an der Spitze von Instituten stehen, die von Steuerzahlern finanziert werden, umso mehr.


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Die Unfähigkeit der Klimawandel-Missionare, ihren Glauben mit Fakten zu belegen, ihre Unkenntnis darüber, dass ihre Klimamodelle eine flache Erde annehmen, ihre Unfähigkeit, der Bedeutung von Solar Forcing Rechnung zu tragen, ihre vollkommene Ahnungslosigkeit im Hinblick auf die Daten, die eben keinen menschengemachten Klimawandel zeigen, sondern einen Klimawandel, der wie gewöhnlich die Sonne zur Ursache hat, der sich in Milankovic-Zyklen wiederspiegelt und ansonsten in eine Eiszeit und eben nicht in eine Heißzeit führt, sie findet bei Fratzscher ihren Niederschlag in dem Wörtchen „seriös“. Seriös ist ein klassisches Beispiel apotropäischer Magie, das Dr. habil. Heike Diefenbach ihrer entsprechenden Sammlung hinzufügen kann.

Wie ein Medizinmann, der im Kreis tanzt, um den Himmel zu Wolken und zu Regen zu bewegen, so muss man sich Fratzscher vorstellen, wie er im Kreis hüpft und ruft. „Wer nicht glaubt, dass Menschen den Klimawandel zu verantworten haben, der ist nicht seriös, der ist nicht seriös, der ist nicht seriös“. Besser, sie fragen nicht nach, denn wie bei Christopher Robin, dem kleinen Jungen, dem A.A. Milne Winnie the Pooh geschenkt hat, gibt es keine weitere Antwort und schon gar keine Begründung. Wer daran zweifelt, dass der Klimawandel menschengemacht ist, der ist nicht seriös. Früher war man ein Häretiker, wenn man daran gezweifelt hat, dass die Erde als Scheibe im Zentrum des Universums steht, heute ist man, wenn man am Klimawandel zweifelt, unseriös. Immerhin wird man bislang noch nicht verbrannt, bislang.

Unstrittig ist, dass Klimwandel schon heute hohe Kosten verursacht, behauptet Fratzscher und wir behaupten das auch. Klimawandel, nicht menschengemachter Klimawandel, verursacht hohe Kosten. Da sich das Klima auf der Erde seit Jahrtausenden, ja Jahrmillionen wandelt und mit mehr Menschen auch eine höhere Anfälligkeit für Klimawandel einhergeht, weil mehr Mäuler zu stopfen sind und mehr Menschen in Gebieten leben, die eigentlich nicht bewohnbar sind, sind die Kosten eines sich wandelnden Klimas heute höher als früher. Früher haben die Sammler einfach ihre Zelte eingepackt und sind ein paar Kilometer weitergezogen. Heute verläuft eine Landesgrenze zwischen A und B, ohne Ausweis kommen sie nicht weiter und ihre Zelte dürfen sie, aufgrund unterschiedlicher Zollbestimmungen natürlich auch nicht mitnehmen. Abgesehen davon ist es hinter der Grenze, da, wo man sich früher einfach niederlassen konnte, schon voll.

Wo es viele, sehr viele Menschen gibt, sind die Folgen eines Klimawandels schneller und heftiger zu spüren. Das belegt aber in keiner Weise, dass der Klimawandel menschengemacht ist. Aber das will Fratzscher ja auch nicht belegen, denn er glaubt es. Er hängt dem aus seiner Sicht richtigen Glauben an und kann deshalb, geadelt durch den Glauben, der ohne jedes Wissen auskommt, andere als unseriös beschimpfen und seine eigene Engstirnigkeit in einer Passage zum Ausdruck bringen, die einem den Atem raubt.

Weil sich etwas, dessen Existenz sich Fratzscher und die Sekte, zu der er gehört, einbilden, in Zukunft katastrophal auswirken könnte, deshalb „schützen oder schaffen [kluge Maßnahmen zum Klimaschutz] gar mehr Freiheit für die Bürgerinnen und Bürger, indem sie das Verhalten anderer in Bezug auf Natur und Umwelt beschränken und regulieren.“

Das sind die Momente, in denen die Frage nur lauten kann: Hält der andere für so blöd, oder ist er selbst so blöd. Wenn man anderen die Freiheit einschränkt und reguliert, dann kann man „mehr Freiheit für die Bürger schaffen“. Dieser Satz gewordene Faschismus ist das Versprechen, mit dem totalitäre Systeme immer angetreten sind: Lasst uns die Kapitalisten berauben und einen sozialistischen Staat machen. Lasst uns die Juden zum Volksschädling erklären, aus dem öffentlichen Leben entfernen, und ihren Besitz aufteilen. Lasst und die Arbeiter dazu verurteilen, die Ausbildung von Leuchten wie Peter Fratzscher mitzufinanzieren. Aber natürlich sind solche Beschränkungen auf eine Bevölkerungsgruppe nur Mimikry, schon weil Reglementierungen jederzeit ausgeweitet werden können und man nie weiß, ob man nicht selbst in der nächsten Runde zu den Reglementierten gehört.

Die Anwendungsbeispiele für den Satz, den Fratzscher, wie alle Kollektivisten, vermutlich gedankenlos dahinsagt, so wie Friedrich Engels mangels geistiger Tiefe, seine Bezeichnung „lumpiges Individuum“ vermutlich dahingesagt hat, sie sind Legion und haben immer dieselbe Struktur. Man erfindet ein Heil für angeblich viele, früher hat man von einer Utopie gesprochen, heute bietet sich die Bezeichnung Hirngespinst an. Die Erfindung, die angeblichen vielen das Heil verspricht, hat den Pferdefuß, dass alle darunter leiden müssen, man muss ihre Freiheit einschränken, sie reglementieren, hindern, zwingen, ihnen vorschreiben, sie gängeln, natürlich nur, um das Heil für die Vielen zu ermöglichen, jenes Heil, das den Vorteil hat, in der Zukunft zu liegen, so dass es weder für diejenigen, die dem Totalitarismus, wie ihn Fratzscher hier predigt, zum Opfer fallen, noch für alle anderen möglich ist, festzustellen, dass sie umsonst geopfert wurden, umsonst geopfert haben.

Einmal mehr finden wir das „closed mind“, das Milton Rokeach für diejenigen beschrieben hat, die eine autoritäre Struktur im Denken auszeichnet, in Reinkultur:

„A system is defined to be closed to the extent that there is a high magnitude of rejection of all disbelief subsystems, an isolation of beliefs, a high discrepancy in degree of differentiation between belief and disbelief systems, and little differentiation within the belief system. The more closed the system, the more is the acceptance of a particular belief assumed to depend on irrelevant internal drives and/or arbitrary reinforcements from external authority”, so schreibt Rokeach auf Seite 61 seines Buches “The Open and Closed Mind”.

Wer an seinem eigenen Überzeugungssystem (belief System) keinerlei „seriösen“ Zweifel mehr zulässt, also denkt, er habe die Wahrheit (über Klimawandel) inkorporiert, wer sich gegen alle gegenteiligen Informationen abschottet und wessen Überzeugungssystem durch eine Einfachheit ausgezeichnet ist, die zur Beschreibung einer komplexen Realität genutzt wird, der gilt Rokeach als Inhaber eines geschlossenen Überzeugungssystems, als „closed mind“. Ein solcher Inhaber ist in seinem Glauben entweder von internen Kräften, die nicht kognitiv und nur emotional sein können oder von einer Autorität, die ihm vorgibt, was der „seriöse Glaube“, der „richtige Glaube“ ist, vollständig abhängig. Er ist eine autoritäre Persönlichkeit.

Das scheint uns auf Fratzscher zuzutreffen, und im Gegensatz zu den unbegründeten Behauptungen, die Fratzscher aufstellt, basiert unsere Diagnose auf der Anwendung einer seriösen sozialpsychologischen Theorie.



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