Kann sich die Huffington Post keine Journalisten leisten?

Als wir im Jahr 2002 unseren Beitrag “Bringing Boys Back In – Soziale Ungleichheit zwischen den Geschlechtern zu ungunsten von Jungen am Beispiel der Sekundarschulabschlüsse” veröffentlicht haben und damit die Diskussion um die Nachteile von Jungen in der Schule, die man nun einmal nicht leugnen kann, angestoßen haben, die sich bis heute fortsetzt, was unseren Beitrag zu einem der am häufigsten von PeDocs heruntergelandenen Beitrag gemacht hat (wenn nicht zu dem am häufigsten heruntergeladenen), haben manche versucht, die von uns berichteten Ergebnisse zu diskreditieren und lächerlich zu machen. Der Versuch war insofern eine Totgeburt als unsere Ergebnisse auf den Daten des Statistischen Bundesamts und somit auf einer Vollerhebung basieren, die man nicht ohne sich selbst lächerlich  zu machen und als vollkommen ahnungslos auszuweisen, in Frage stellen kann.

Hurrelmann BildungsverliererInteressanter Weise hat die Diskussion dann eine andere Wendung genommen, und es wurde nicht darüber diskutiert, dass Jungen Nachteile im Hinblick auf sekundäre Schulabschlüsse haben und vor allem nicht darüber, was man dagegen tun kann, sondern darüber ob Grundschullehrerinnen daran schuld sind. Denn: Wir haben in unseren Analysen u.a. gezeigt, dass Jungen umso schlechter abschneiden, je weniger männliche Grundschullehrer es gibt. Und was ist schon die Tatsache, dass Tausenden Jungen jährlich die Biographie ruiniert wird, gegen die Frage, ob Grundschullehrerinnen in ihrer reinen Weiblichkeit daran schuld sind?

Dass auf unseren Beitrag zum Teil hitzig und abwehrend reagiert wurde, ist leicht zu erklären: Neue Ideen, die so gut fundiert sind, dass man sie nicht als Unsinn darstellen kann, gefährden den Status Quo der ignoranten Bequemlichkeit, in dem sich viele eingerichtet haben und in dem sie nutznießen. Wandel gefährdet bei denen, die nicht in der Lage sind, ihn konstruktiv zu verarbeiten, die intellektuell über keine Möglichkeit verfügen, Neues in ihrem Gehirn zu integrieren, die materiellen Grundlagen ihrer Existenz.

Entsprechend sind in Situationen, in denen Wandel den Status Quo gefährdet Abwehrreaktionen die Regel. Um mit Leon Festinger zu sprechen: Die kognitive Dissonanz, die zwischen der eigenen ignoranten Bequemlichkeit und der Realität, wie sie sich neu darstellt, entsteht, muss irgendwie behandelt werden. Personen, die intellektuell benachteiligt sind, reagieren entsprechend emotional und wehren die neue Idee in der gleichen Weise ab, in der sich Kinder gegen etwas wehren, das sie nicht essen wollen. Personen, die bislang vom Status Quo profitiert haben, reagieren anomisch, sofern sie nicht sehen, wie sie aus dem Wandel Nutzen schlagen können. Diese Reaktion ist leicht zu erklären, denn wenn man Jahre oder gar Jahrzehnte ein Auskommen auf Kosten Dritter hatte, dann ist es nicht nachvollziehbar, wenn diese Dritten plötzlich die dazu notwendigen Ressourcen nicht mehr bereitstellen wollen.

Transnational

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Als wir unsere Petition gegen den Genderismus an Hochschulen und Schulen gestartet haben, war uns klar, dass wir von der Seite der Genderisten mit ähnlichen Reaktionen zu rechnen haben.

Genderisten lassen sich ihr Auskommen seit Jahrzehnten von Dritten finanzieren, die wiederum keinerlei Nutzen aus ihrer Alimentierung von Genderisten haben. Genderisten haben nunmehr Grund, daran zu zweifeln, dass ihre Alimentierung auch die nächsten Jahrzehnte weiter erfolgen wird und dass sie auch in den nächsten Jahrzehnten niemand fragen wird, welche Gegenleistung sie eigentlich erbringen. Insbesondere von der Frage nach dem Nutzen des Genderismus geht eine latente Gefahr für ihre Nutznießer-Existenz aus.

Und nun kommt ScienceFiles und stellt den nicht vorhandenen Wert von Genderismus bloß und unsere Petition argumentiert, aufbauend auf einer Fülle von Forschungsergebnissen, dass Genderismus nicht nur Ressourcen verschlingt, ohne einen Gegenwert zu schaffen, schlimmer noch: Er schadet der Gesellschaft.

Ein derartiger Angriff muss bei Genderisten zu Reaktionen führen, und weil sie keine Argumente haben, können die Reaktionen nur emotionaler Art sein.

huffington postSo hat sich nun die Huffington Post der Petition angenommen. Unter der Überschrift “Hört auf, Frauen zu fördern”, findet sich ein Beitrag, bei dem man sich fragt, ob es sich die Huffington Post nicht leisten kann, Journalisten zu beschäftigen und deshalb auf offensichtlich im journalistischen Arbeiten völlig unversierte Personen zurückgreifen muss, die ihre Emotion zwischen der vielen Werbung, die die Huffington Post nahezu unlesbar macht, verbreiten.

Der Text beginnt schon mit einem Schnitzer, denn “Hort auf, die Frauen zu fördern” steht in Anführungszeichen, was nahelegt, dass sich der Text, der hier als wörtliches Zitat dargestellt wird, in unserer Petition findet, was jedoch nicht der Fall ist und die Fragen aufwirft: Von wem wird der Autor dafür bezahlt, uns falsche Zitate zu unterstellen? Hat der unbekannte Autor dieses Beitrags die Petition überhaupt gelesen und wenn ja, warum hat er sie nicht verstanden und warum äußert es sich zu Dingen, die er nicht verstanden hat?  Denn dass er sie nicht verstanden haben kann, wird im zweiten Satz seines Textes deutlich, in dem von “irren Forderungen” die Rede ist, die “eine Gruppe von Wissenschaftlern” in ihrer Petition aufstellt.

Nun, wie jeder nachvollziehen kann, der die Petition liest, sind unsere Forderungen alle argumentativ begründet. Wir geben eine Vielzahl wissenschaftlicher Literatur an, auf deren Ergebnisse wir unseren Schluss, dass Genderismus schädlich ist und die daraus resultierenden Forderungen begründen. Ein Schreiber, der eine Argumentation als “irre” bezeichnet, der somit Rationalität als “irre” bezeichnet, muss seinerseits in einem ganz eigenen Diskurs zuhause sein, in einem Diskurs, von dem aus betrachtet die Normalität als Irrsinn erscheint. Ein solcher Diskurs, der wissenschaftliche Normalitäten und Standards in Frage stellt, kann nur seinerseits als irre, und zwar begründet als irre eingeordnet werden.

Wir wollen diese Einordnung zum Anlass nehmen, um mit den Mitteln, die uns die Sozialpsychologie und die Soziologie an die Hand geben, die Frage, was man über den Autoren dieses bemerkenswert hilflosen Textes bei der Huffington Post wissen kann, zu beantworten.

Allen JournalismIn erster Linie handelt es sich um einen Feigling, denn er ist nicht mutig genug, seinen Kommentar mit seinem Namen zu unterschreiben, obwohl dies bei Kommentaren, die eine eigene Meinung wiedergeben, die Normalität ist. Im einzigen konkreten Satz, der dem Autoren zuordenbar ist: “Arme, benachteiligte Männer? Unser Mitleid hält sich in Grenzen“, versteckt sich der Autor in einer Menge, die er mit “unser” umschreibt, um nahezulegen, dass seine Meinung von vielen geteilt wird. Man kann also begründet den Schluss ziehen, dass er über keine personale Identität verfügt, entweder, weil er mit dem Versuch gescheitert ist, sich von anderen zu differenzieren oder weil er Angst davor hat, sich von anderen zu differenzieren und für sich zu stehen oder weil er noch im geistigen Stadium eines Kindes verharrt, das mit personalen Identitäten experimentiert, während es aus der sicheren Deckung einer sozialen Identität heraus agiert (eine Form infantiler Ambush-Journalismus also).

Dass der unbekannte Autor sich in der Meute wohl fühlt, am liebsten aus sicherer Deckung und unerkannt auf andere schießt, dass er keinerlei eigene Identität hat und sich vor allem über die Zuordnung zu einer sozialen Gruppe definiert, wird zudem gleich im ersten Satz deutlich, der da lautet: “Eigentlich wissen doch alle, dass Frauenförderung wichtig und nötig ist”. Er hätte auch schreiben können, ich gehöre zu den Guten, denn mit seinem argumentum ad populum pflegt er die orthodoxe Lehre, die all diejenigen pflegen, denen die Beschränkungen des eigenen Horizonts es unmöglich machen, ein eigenes Urteilsvermögen zu entwickeln.

Dass er keine eigene Identität ausgebildet hat, sich über soziale Zuordnung definiert und durch Neid auf alle getrieben ist, die es geschafft haben, eine personale Identität zu bilden und sich von anderen zu differenzieren, sich als Person kenntlich zu machen, wird auch daran deutlich, dass er die Titel von Dr. habil. Heike Diefenbach unterschlägt. Da der Titel in Deutschland ein Namenstbestandteil ist, braucht man schon einen Grund, um ihn zu unterschlagen. Neid und Verachtung für Leistung jeglicher Art bieten sich an. Neid ist denen, die mit dem, was sie selbst erreicht haben, nicht zufrieden sind, das Mittel, um die eigene Erfolglosigkeit und die Dissonanzen, die daraus entstehen, dass andere Erfolg haben, zu bearbeiten. Verachtung für Leistung ist das Ergbnis der eigenen Erfolglosigkeit, die die Möglichkeit, durch Leistung zu Erfolg zu kommen, generell ablehnen muss, denn wäre es möglich, durch Leistung etwas zu erreichen, wäre man selbst ja als Versager ausgewiesen.

Und mit Sicherheit hat der Autor keine journalistische Identität, denn er lässt alle Standards, die den journalistischen Ethos begründen, vermissen. Er hat offensichtlich überhaupt nicht recherchiert, sonst wäre er zu dem Schluss gekommen, dass Michael Klein kein Männerrechtler ist, sondern Politikwissenschaftler und Wissenschaftstheoretiker und er hätte bemerkt, dass die Petition das Ergebnis einer Vielzahl von Beiträgen ist, die wir auf ScienceFiles veröffentlicht haben, dass, mit anderen Worten, die Petition nicht wie es bei ihm normal zu sein scheint, einem momentanen emotionalen und dringlichen Bedürfnis entspringt, sondern der Sammlung von Belegen für die schädlichen Auswirkungen, die der Genderismus in all seinen Varianten des Nutznießens hat.

Journalistisches TextenSchließlich fehlen dem Autoren jegliche sprachliche Mittel. Der Beitrag ist an journalistischer Armseligkeit kaum zu überbieten. Vor allem fällt auf, dass der Autor keinerlei Argument hat, er keinerlei Begründung anführt, was ein deutlicher Beleg dafür ist, dass er emotional erregt ist, es nicht besser kann bzw. in einem Diskurs unterwegs ist, in dem man es sich nicht vorstellen kann, dass jemand die Nützlichkeit der Ideologie, von der man seit Jahren die eigene Identität bezieht und deren Nutznießer man auch in finanzieller Hinsicht ist, bezweifelt, ja, dass jemand belegt, dass sie nicht nützlich, sondern schädlich ist.

Und wie einigen im Jahre 2002 und den Folgejahren nur eingefallen ist, die fehlenden Argumente, die Tatsache, dass man nicht gegen die Realität anargumentieren kann, mit derogativen Adjektiven zu beschreiben, so fällt unserem Autoren nur ein, dasselbe zu tun: Forderungen sind irre, Kommentare sind gehässig und frustiert. Dummerweise geben diese Adjektive einen subjektiven Eindruck wieder, den man nur dann objektivieren und übernehmen kann, wenn man den Gegenstand der Bewertung selbst beurteilen kann – immer vorausgesetzt, man verfügt überhaupt über ein eigenes Urteilsvermögen. Da der Autor aus Angst, die Petition noch populärer zu machen, als sie ohnehin schon ist, keinerlei Link oder Möglichkeit einräumt, nachzuprüfen, was er behauptet, bleibt nur sein Zeugnis als Beleg für die Richtigkeit seiner eigenen Bewertung.

Und einmal ehrlich, glauben Sie jemandem, der rationale Argumentation und logisches Schließen irre findet?

Und so steht am Ende dasselbe Elend, das sich immer einstellt, wenn man es mit Genderisten zu tun hat, die es sich so gemütlich in ihrer ignoranten Bequemlichkeit eingerichtet haben, dass sie sich gar nicht vorstellen können, dass jemand den Nutzen ihrer Existenz in Frage stellt. Und wie immer, machen Sie sich lächerlich bei dem Versuch, die Anomie zu überwinden, die sich bei ihnen einstellt, wenn sie auf Widerstand treffen, und die wahrgenommene Bedrohung der eigene Nutznießer-Existenz abzuwehren.

Man könnte fast Mitleid mit Ihnen haben, ob der Hilflosigkeit, mit der sie um sich schlagen. Unser Mitleid hält sich in Grenzen – nicht aus niedrigen Motiven wie dies beim Autoren der Huffington Post der Fall ist, sondern weil Mitleid dazu führt, dass Personen, die es nicht schaffen, Resilienz zu entwickeln und einen Entwicklungsstand zu erreichen, der es ihnen erlaubt, ein Urteilsvermögen jenseits sozialer Vorgaben und Erwartungen zu entwickeln, in ihrem Dasein verharren, das Piaget als vorerwachsene Entwicklungsstufe bezeichnet hat und von der noch zu klären wäre, welcher Stufe der kognitiven Entwicklung, die Piaget unterschieden hat, sie überhaupt entspricht.

Bleibt anzufügen, dass es den Kritikern der Petition jederzeit freisteht, unsere Kritik mit Argumenten zu begegnen und z.B. die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Welche positiven Folgen hat der Genderismus gezeitigt?
  • Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse hat der Genderismus für die allgemeine Sozialwissenschaft vorzuweisen?
  • Welchen gesellschaftlichen Nutzen (abzüglich der von der Gesamtgesellschaft für Genderismus zu tragenden Kosten und sei es nur in Form von Steuergeldern) hat der Genderismus erbracht?
  • Welchen Nutzen hat der Genderismus für die Lebensqualität der Bevölkerung erbracht?
  • Wie begegnen Genderisten der Kritik, dass der Genderismus nachweislich falsche Dinge behauptet und kolportiert?
    Solange die Antworten auf diese Fragen verweigert werden, muss man davon ausgehen, dass Genderisten keine Antworten auf diese Fragen haben und sich ihres Status’ als reine Nutznießer bewusst sind und dass sie nur zu gut wissen, dass sie der Gesellschaft schaden. Und genau auf dieser Feststellung basiert die Petition.
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