Dolmen sind prähistorische Megalithstrukturen, die aus zwei oder mehr aufrechtstehenden Steinen, die einen flachen Deckstein tragen und „Orthostaten“ genannt werden, bestehen und auf diese Weise im einfachsten Fall eine einzige Kammer bilden – man könnte sagen: eine große Steinkiste – und im Zusammenhang mit Begräbnissen oder Riten für die Vorfahren bzw. dem Gedenken der Toten stehen.
Welche Zeit könnte besser geeignet sein, um sich mit ihnen zu beschäftigen als die Zeit zwischen Allerseelen und Totensonntag?!
Das Wort „Dolmen“ soll aus dem Bretonischen kommen, einer der sechs noch existierenden keltischen Sprachen, nämlich vom bretonischen Wort „toal“ für „Tisch“ und „men“ oder „maen“ für „Stein“, was gemeinsam betrachtet das Wort „Steintisch“ ergibt, und eben das ist der optische Eindruck, den Dolmen bei Betrachtung hinterlassen. Bretonisch wird heute noch in der Bretagne, im Nordwesten Frankreichs, gesprochen, allerdings nur noch von wenigen Menschen, nämlich rund 107.000, wie eine soziolinguistische Studie ergeben hat.
Die Bretagne ist neben der Britischen Insel und Irland der Ort, den wir am ehesten mit Dolmen oder übehaupt mit megalithischen Konstruktionen aus der Prähistorie wie z.B. den Steinen von Carnac in der Nähe der Südküste der Bretagne, Stonehenge in England assoziieren. Auch, wenn man die Betrachtung speziell auf Dolmen richtet, haben die Bretagne und die Britischen Inseln und Irland sie reichlich zu bieten, und viele davon sind sehr beeindruckend, besonders solche, die zu Ganggräbern ausgebaute Dolmen und/oder von Erdhügeln bedeckt sind, wie das z.B. beim bekannten Dolmen von Newgrange in Irland der Fall ist oder bei La Roche aux Fées in der Nähe von Essé in der Bretagne.
Aber Dolmen gibt es überall in Europa, in Südeuropa (Portugal, Spanien, Italien, Malta, Korsika, Sardinien), in Skandinavien, in Mitteleuropa, darunter in Deutschland und Polen und im Kaukasus. Beispiele aus Spanien sind der Dolmen de Menga in der Nähe von Málaga in Spanien, der Dolmen von Guadalperal, der im Sommer 2022 in der Folge der Austrocknung des Embalse de Valdecañas, eines Wasserreservoirs in der spanischen Provinz Carceres entdeckt wurde.
Beispiele aus Deutschland sind die drei Ganggräber in der Nähe von Wildeshausen in Niedersachsen, das „Lübbensteine“ genannte Ganggrab bei Helmstedt, ebenfalls in Niedersachsen, und die Großen Karsteine nördlich von Osnabrück, ein weiteres Ganggrab.
Allein in den Ländern an der Atlantikküste sind noch Tausende von Dolmen in variierendem Erhaltungszustand zu finden, und sicher sind viele Dolmen dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen und haben keine heute mehr sichtbaren Spuren hinterlassen.
Aber Dolmen sind nicht nur in Europa verbreitet.
Sie sind zwar kein universelles Phänomen – in den meisten Teilen von Amerika, im sub-saharischen Afrika und in Australien und Ozeanien gibt es sie nicht, obwohl es dort andere Arten von prähistorischen Megalithbauten gibt – , aber in jedem Fall ein interkontinentales: Dolmen gibt es in Nordafrika (Belmonte et al. 2003), im Nahen Osten/auf der Levante (s. hierzu Cousseau & Steimer-Herbet 2025); Fraser 2018), in Indien (vor allem in Südindien) (Menon 2019; Srivastava 2024), im Kaukasus, (Markovin 2002; Sagona 2018), in China (Huisheng 2012; Miyamoto 2022), in Japan (Gowland 1899; Morse 1880; Nesterkina et al. 2022; Tadashi 2003), in Indonesien (Sukendar 2003) und in erstaunlicher Häufigkeit in Korea (Jong 2003), das nach Schätzungen die meisten und mit um die 30.000 (Nesterkina et al. 2022: 40) – Masayuki (2003: 16) spricht sogar von 50.000 Dolmen – etwa dreimal so viele Dolmen aufzuweisen haben soll wie die europäischen Länder an der Atlantikküste, deren Anzahl von Dolmen auf um die 10.000 geschätzt wird.
Neuerdings haben Forscher von der Universität Kopenhagen unter der Leitung von Susanne Kerner 95 Dolmen in/bei Murayghat in Zentral-Jordanien einer näheren Untersuchung unterzogen. Die Beschreibung dieser Untersuchung und ihre Ergebnisse kann man in Kerner 2025 nachlesen (s. Literaturangabe unten). Die Dolmen stammen – basierend auf der Datierung von Keramikstilen – ebenso wie die Mehrheit der Dolmen an anderen Orte auf der Welt, aus der frühen Bronzezeit und bilden ein regelrechtes „Dolmenfeld“ („dolmen field“; Kerner 2025: 128) von zwei Größenklassen, nämlich solchen, die zwei bis drei Meter lang sind, und solchen, die etwa 4,5 Meter lang, aber deutlich seltener als die zwei bis drei Meter langen Dolmen sind (Kerner 2025: 130).
„Sie bestehen meist aus einem Bodenstein mit jeweils einem Seitenstein/Orthostaten und einem Deckstein. Letztere sind häufig ‘dachförmig’, das heißt, sie haben einen dreieckigen Querschnitt. Die größeren Dolmen können mehr als einen Seitenstein haben. Die direkt auf Grundgestein errichteten Dolmen verfügen nicht immer über einen zusätzlichen Bodenstein, sondern nutzen das Grundgestein als Boden. Mehrere der Dolmen scheinen auf Plattformen errichtet worden zu sein,die entweder auf natürliche Weise durch das darunter liegende Grundgestein gebildet oder künstlich zusammengebaut wurden …“.
Im Original:
„They mostly consist of one floor slab,with one side stone/orthostat on each side and one cap-stone. The latter are frequently ‘roof-shaped’ meaning they are triangular in section. The larger dolmens can have more than one side stone. The dolmens built directly on bedrock do not always have an extra floor-stone but use the bedrock as a floor. Several of the dolmens seem to have been built on platforms, which are either naturally formed by the underlying bedrock or have been assembled artificially“ (Kerner 2025: 130).
Es handelt sich also auch hier um Dolmen gemäß der gängigen Definition und wie wir sie aus Europa kennen. Kerner berichtet weiter, dass einige der Dolmen einen sie umgebenden Steinkreis aufzuweisen hatten und „probably originally“, d.h. „wahrscheinlich ursprünglich“, einen Erdwall, aber dieser ist bei den meisten Dolmen, wenn sie ihn hatten, heute nicht mehr erkennbar (Kerner 2025: 132). Darüber hinaus, so schreibt Kerner (2025: 132), ist es heute unmöglich, mit Sicherheit zu entscheiden, welche Steine ursprünglich zur Anlage gehörten und welche im Verlauf der Jahrtausende hinzugefügt wurden (oder ob und ggf. wieviele an welchen Stellen entfernt wurden, so möchte man hinzufügen).
Dieser Umstand erschwert die nähere Beschreibung und Klassifikation der Monumente hier und anderswo, denn dies trifft mit Sicherheit nicht nur auf die Dolmen von Murayghat zu. Aber die strukturellen Merkmale, die die Definition von „Dolmen“ ausmachen, sind als solche bei den als Dolmen identifizierten Steinstrukturen in verschiedenen Regionen der Welt oder auf verschiedenen Kontinenten klar erkennbar.
Und nicht nur das: sie alle haben Bestattungsfunktionen, nachweisbar durch Skelett- oder Knochenfunde, Bestattungsurnen oder Grabbeigaben. Wo solche Funde fehlen, kann aufgrund von Indizien, die aus dem Kontext, in dem der Dolmen steht, abgeleitet sind, begründet vermutet werden, dass er zumindest eine Funktion im Zusammenhang mit dem Gedenken an/der Würdigung von Vorfahren erfüllt hat.
SciFi-Support
Man fragt sich vielleicht unwillkürlich, ob die architektonischen und funktionsbezogenen Gemeinsamkeiten der Dolmen in den verschiedenen Regionen des Planeten zufällig oder genauer: unabhängig vom Einfluß von Dolmen-Erbauern anderswo zustande gekommen sein können. Ist es nicht seltsam, dass Menschen an verschiedenen, weit voneinander entfernten Orten auf der Erde dieselbe Idee gehabt haben sollen, riesige Steine dazu zu verwenden, Dolmen zu bauen und darin Verstorbene zu bestatten? Immerhin gibt es alternative Bestattungsmethoden … Anders gefragt: haben die Dolmen auf der Erde einen identifizierbaren geographischen/kulturellen Ursprung, von dem aus sich Dolmen durch Wanderungsbewegungen von Menschen oder Ideen weithin verbreitet haben?
Man könnte argumentieren, dass der Ursprung der Dolmen in Europa liegt, denn Dolmen in Korea und in Indien sind deutlich jünger als diejenigen in Europa. Die Dolmen in den europäischen Ländern an der Atlantikküste sind mit einer Hochphase ihrer Errichtung im Zeitraum von etwa 4.800 v.Chr. bis 2.500v. Chr. neben denjenigen im Nahen Osten mit einer Hochphase von etwa 4.000 v.Chr. bis 2.000 v.Chr.die ältesten, während die Dolmen in Korea und Indien auf etwa 1.000 v. Chr. bis 300 n. Chr. datiert sind (und diejenigen in Nordeuropa, im Kaukasus und in den Mittelmeerländern von 3.500 v.Chr. bis jeweils 2.700 v. Chr, 2.500 v.Chr. und 1.500 v.Chr.), wie die jeweils regional spezialisierte Literatur und die Recherche in den Materialien des Archaeology Data Service zeigen. Aber die weite Entfernung, die zwischen Europa und Ost-, Süd- und Südostasien, z.B. zwischen Portugal und Korea, liegt und die ggf. in der Bronzezeit zu überwinden gewesen wäre, machen die Vermutung von einer Ausbreitung der Dolmen von Europa aus in all die verschiedenen Weltregionen, in denen Dolmen zu finden sind, ziemlich unwahrscheinlich.
Ist es vielleicht so, dass dann, wenn Stein das einzige vorhandene Material ist, das von Dauerhaftigkeit ist, das quasi „ewig“ hält, die Errichtung von Dolmen – zumindest oder zunächst in ihrer einfachsten Form – naheliegt? Gibt es Dolmen deshalb in so vielen Regionen der Erde in prähistorischer Zeit, weil sie für auf Abstammungslinien basierende Gesellschaften ohne fortgeschrittene Technologie die einfachste Methode waren, dauerhafte, symbolträchtige und wiederverwendbare Begräbnisstätten oder vielleicht besser gesagt: Häuser für die Ahnen zu errichten?
Damit sind die beiden Extrempunkte genannt, die Forscher, die sich mit Dolmen beschäftigt haben, in der Vergangenheit vertreten haben und teilweise heute noch vertreten: die Diffusionstheorie genannte Vermutung, dass die Dolmen des Planeten einen gemeinsamen Ursprung haben, von dem aus sie sich verbreitet haben, einerseits und andererseits die These von der jeweils selbständigen, vom Einfluss von Außen gänzlich unabhängigen, lokalen Erfindung des Dolmen, kurz die These vom jeweils lokalen Ursprung der Dolmen.
Die Forschung weist weg von diesen beiden Extrempunkten und hin auf sogenannte Theorien mittlerer Reichweite. So scheint es, dass in der frühen Phase des Dolmenbaus in Europa Diffusion für die Verbreitung der Dolmen verantwortlich ist. So hat Bettina Schulz Paulsson (2019) von der Universität Göteborg rund 2.410 Radiokarbondatierungsergebnisse von europäischen Megalithen, allerdings nicht nur Dolmen, einer Bayes’schen statistischen Analyse unterzogen und festgestellt, dass die Megalithen erstmals in der zweiten Hälfte des fünften Jahrtausends v. Chr. von Bewohnern Nordwestfrankreichs errichtet wurden. Von dort aus habe sich die Praxis der Errichtung von meaglithischen Strukturen zunächst auf Teile der Iberischen Halbinsel und auf Teile Südeuropas übertragen, und in der ersten Hälfte des vierten Jahrtausends v. Chr. seien dort und auf den Britischen Inseln Tausende von einfachen Dolmen oder Ganggräbern errichtet worden. In der zweiten Hälfte des vierten Jahrtausends v. Chr. dieses Jahrtausends sei die Megalitharchitektur in Skandinavien und Deutschland „angekommen“. Die Daten sprechen also für eine Verbreitung des Dolmenbaus von Nordwestfrankreich über Seewege auf die Iberische Halbinsel, nach Südeuropa, Mitteleuropa und Skandinavien. Diese Verbreitung war zumindest teilweise mit Wanderungsbewegungen von Menschen verbunden wie Sánchez-Quinto et al. (2019) aufgrund genetischer Untersuchungen der Überreste von in megalithischen Gräbern Bestatteter festgestellt haben:
„Die genetische Variation und die Merkmale von Individuen, die in Megalithgräbern bestattet wurden, sowie von Individuen, die nach anderen Traditionen begraben wurden, legen nahe, dass die Megalithtradition mit sozial geschichteten neolithischen Bauerngesellschaften verbunden war, wobei die genetischen Daten auf enge Verbindungen zwischen neolithischen Populationen im atlantischen Europa schließen lassen … Hier liefern wir Belege für eine genetische Verbindung zwischen skandinavischen, britischen und irischen neolithischen Populationen. Dieses Signal ist jedoch schwächer als die zwischen der Iberischen Halbinsel und den Britischen Inseln beobachteten Signale …, was darauf hindeutet, dass die Migration zwischen den Britischen Inseln und Skandinavien entlang der Atlantikküste seltener war als die zwischen Iberien und den Britischen Inseln …
Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass die Gruppen, die die megalithischen Grabstrukturen errichteten und nutzten, stabil und geschichtet waren, aber wahrscheinlich keine isolierten Bauerngesellschaften waren [, sondern]… generationsübergreifende patrilinear strukturierte Gesellschaften, die sich geographisch ausgedehnt haben können …“ (Sánchez-Quinto et al. 2019: 9473).
„The genetic variation and characteristics of individuals buried in megalithic tombs, and also from individuals buried according to other traditions, suggest that the megalithic tradition was linked to socially stratified Neolithic farmer societies, with the genetic data suggesting close connections between Neolithic populations in Atlantic Europe … Here we provide evidence of a genetic connection among Scandinavian, British, and Irish Neolithic populations. This signal is weaker than the signals observed between the Iberian Peninsula and the British Isles, however …, suggesting that migration between the British Isles and Scandinavia along the Atlantic coast was less frequent than that between Iberia and the British Isles …
These observations imply that the groups that erected and used the megalithic burial structures were stable and stratified, but probably not isolated farmer societies … [but] … transgenerational patrilineal structured societies [that] could have expanded geographically … “ (Sánchez-Quinto et al. 2019: 9473).
Hier handelt sich also um einen Fall von Diffusion mit Bezug auf die Errichtung von Dolmen, samt des rituellen Kontextes, in dem sie steht.
Dagegen können z.B. die koreanischen Dolmen als gänzlich unabhängig von denjenigen in Europa oder im Kaukasus gelten, und dies nicht nur wegen der großen geographischen Entfernung Koreas von Europa und dem Kaukasus. Die koreanischen Dolmen wurden auch deutlich später erbaut als die Dolmen in Europa oder im Kaukasus, und sie wurden anders behandelt als die dortigen (u.a. wurden ihre Oberfläche mit einem Hammerstein bearbeitet („stone pecking“), also beschlagen statt geschliffen), die zumindest teilweise über weite Strecken zum Standort transportiert wurden und/oder Findlinge waren.
Die Frage „Diffusion ooder unabhängige Erfindung?“ ist im Zusammenhang mit dem interkontinentalen Phänomen der Dolmen also verfehlt; es gibt beides. So oder so zeigen die interkontinental verbreiteten Dolmen eines: eine gute Idee setzt sich durch.
Literatur
Belmonte, Juan Antonio, Betancort, Antonia Perera, Marrero, Rita, & Gaspar, Antonio Tejera, 2003: The Dolmens and Hawanat of Africa Proconsularis Revisited. Journal for the History of Astronomy 34, part 3, number 116: 305-320
Cousseau, Florian, & Steimer-Herbet, Tara, 2025: Megalithic Architecture in the Levant: Broader Perspectives for Defining What We Are Talking About. Levant 57(2): 236-251
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Gowland, William, 1899: The Dolmens of Japan & Their Builders. London: W. Clowes & Sons
Huisheng, Tang, 2012: New Discovery of Rock Art and Megalithic Sites in the Central Plain of China. Rock Art Research 29(2): 157-170
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Kerner, Susanne, 2025: Dolmens, Standing Stones and Ritual in Murayghat. Levant 57(2): 128-143
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Menon, Srikumar, 2019: Variants on a Theme: A Comparison of Five Dolmens of the „Hire Benakal Type“. S. 361-395 in: Rajesh, S. V., Abhayan, G. S., et al. (Hrsg.): The Archaeology of Burials: Examples from Indian Subcontinent, Volume – II. Delhi: New Bharatiya Book Corporation
Miyamoto, Kazuo, 2022: Prehistoric Cairns and Domens in Manchuria (China), S. 641-662 in: Laporte, Luc, Large, Jean-Marc, Nespoulous, Laurent, Scarre, Chris, & Steimer-Herbet, Tara (Hrsg.): Megaliths of the World (Volume 1). Oxford: Archaeopress.
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Sagona, Antonio, 2018: Dolmens for the Dead: The Western Caucasus in the Bronze Age (3250-1250 BC), S. 281-297 in: Derselbe: The Archaeology of the Caucasus: From Earliest Settlements to the Iron Age. Cambridge: Cambridge University Press.
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Schulz Paulsson, Bettina, 2019: Radiocarbon Dates and Bayesian Modeling Support Maritime Diffusion Model for Megaliths in Europe. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 116(9): 3460-3465
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Tadashi, Nishitani, 2003: Dolmens in the Japanese Archipelago, S. 87-94 in: ACCU (Hrsg.): Meeting on Megalithic Culture: Comparing Prehistoric Ruins of the East and Europe. Nara: Cultural Heritage Protection Cooperation Office, Asia/Pacific Cultural Centre for UNESCO (ACCU).