Kapitalismus macht die Faulenzer erst möglich, die ihn bekämpfen

Viele Bilder beschreiben die menschliche Tätigkeit, deren Ursprung Dummheit und deren Ergebnis Selbstschädigung ist: Sich in den eigenen Fuß schießen; Den Ast absägen, auf dem man sitzt; In das Loch fallen, das man anderen gegraben hat und so weiter.

Wie so oft, wenn die Verheerungen, die sozialistische System dann anrichten, wenn sie herrschen, weit weg sind, entweder historisch weit in den Ruinen des Arbeiter- und Bauernstaates oder der Sowjetunion oder geographisch weit wie in Venezuela, ist es unter linken Intellektuellen bzw. denen, die sich für Intellektuelle halten, schick, die eigene geistige Beschränktheit dadurch zur Schau zu stellen, dass man sich zum Kapitalismuskritiker erklärt, zum Kämpfer gegen den Raubtierkapitalismus, der der Menschheit angeblich so viel Schaden zugefügt hat, dass wohlmeinende Sozialisten gar nicht mit der Schadensbegrenzung hinterher kommen. Warum es ausgerechnet unter angeblich Intellektuellen regelmäßig zur Mode wird, Kapitalismus-Bashing zu betreiben und die Muse und Zeit für Faulheit, die er ermöglicht, dazu zu nutzen, Methoden zu ersinnen, um ihn abzuschaffen, ist eines jener Rätsel, das man nur mit Psychologie oder Sozialpsychologie erklären kann, vielleicht auch mit dem Intelligenzquotienten.

In jedem Fall sollten sich diejenigen, die – während sie als Antifant Hartz-IV beziehen und gegen G20 und Kapitalismus zu Felde ziehen oder als kleiner Soziologieprofessor auf Kosten von Steuerzahlern über ihre Wut auf den Kapitalismus dozieren – , lieber noch einmal überlegen, ob sie das, was der Kapitalismus ihnen ermöglicht hat, tatsächlich mit beiden Händen aus dem Fenster werfen wollen, ob sie z.B. bereit wären, für ihre Feindschaft zum Kapitalismus den doppelten Einsatz an Arbeitszeit in Kauf zu nehmen.

Denn darauf läuft es hinaus, Kapitalismus zu bekämpfen und zu beseitigen.

 

Die Abbildung zeigt die Entwicklung der jährlichen pro-Kopf-Arbeitszeit für die Zeit von 1870 bis 1998. In etwas mehr als 100 Jahren hat sich die wöchentliche Arbeitszeit, gerechnet auf 42 Arbeitswochen pro Jahr von 31 Wochenstunden auf 16 Wochenstunden reduziert. Möglich geworden ist dies durch die Produktivität und Effizienz kapitalistischer Produktionsweisen – ein unglaubliches Erfolgsprogramm zu dessen perversen Effekten es gehört, ausgerechnet diejenigen von manueller und von viel Arbeit freizustellen, die nun alles daran setzen, dieses Erfolgsprogramm zu beenden.

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Soziale Erpressung: Nachhaltigkeit zu fordern ist a-moralisch

Lust zum Denken?

Kann man Sonntags doch mal machen…

Hypothese 1:

(Moderne) Gesellschaften werden durch zwei Motive angetrieben:

  • Den Versuch, Macht über andere auszuüben
  • Den Versuch, auf Kosten anderer zu leben

Hypothese 2:

  • In modernen Gesellschaften kommt der Bürokratie eine entscheidende Rolle zu, um die unter Hypothese 1 formulierten Motive umsetzen zu können.
  • a) Macht über andere wird mit Hilfe gesetzlicher Regelungen und anderer Formen der verbindlichen Bevormundung ausgeübt.
  • b) Das Leben auf Kosten anderer erfolgt durch eine Form der Einflussnahme auf gesetzliche Regelungen, so dass Vorteile auf Kosten anderer in Gesetzesform gegossen werden. Beispiele reichen von den Subventionen für alternative Energieformen über staatliche finanzierte Programme zur richtigen ideologischen Erziehung der Staatsbürger bis zu Vergünstigungen für bestimmte Lebensformen.

Hypothese 3:

  • Es ist ein natürliches Recht eines jeden Menschen danach zu streben, sein Leben so gut und so angenehm wie nur möglich zu verbringen.

 

Hypothese 3 steht im Widerspruch zu Hypothese 1:

Das Ausüben von Macht und das Leben auf Kosten anderer schafft eine asymmetrische soziale Beziehung. Einer hat mehr, einer hat weniger davon. Einer lebt besser, einer lebt schlechter.

 

Hypothese 3 steht im Widerspruch zu Hypothese 2:

Gesetze, die zum Beispiel bestimmte Konsumweisen unter Strafe stellen, Verpflichtungen z.B. in Sozialkassen zu zahlen und damit eine wesentlich geringere Rendite zu erwirtschaften als dadurch möglich wäre, das Geld für die Beiträge in der Matratze zu verstecken, führen dazu, dass viele Menschen schlechter leben, weniger angenehm leben als es ihnen möglich wäre.

Die beschriebenen Widersprüche werden durch eine künstlich hergestellte in die Köpfe mancher Menschen manipulierte Form von a-Moral gelöst. Auf diese Weise sollen Menschen darüber hinweggetäuscht werden, dass ihre Handlungen nicht ihrem besten Interesse dienen.

 

Zwei Beispiele.

  • Menschen sind soziale Wesen und als solche auf andere angewiesen.

Den Wahrheitsgehalt dieser Behauptung wollen wir nicht hinterfragen – wir wollen lediglich auf die Sozialität und Menschenliebe von Antifanten hinweisen, die Flaschen und Steine auf Polizeibeamte (die ja Menschen sind) werfen, verweisen.

Aus dieser Behauptung wird eine Form der Pflicht auf Verzicht abgeleitet. Weil man Teil einer menschlichen Gemeinschaft sei, müsse man geben, um nehmen zu können.

  • Zum Beispiel die Pflicht zum nachhaltigen Leben.

Nachhaltigkeit wird von der Brundtland-Kommission als Form der Befriedigung aktueller Bedürfnisse definiert, die keine negativen Folgen für die Bedürfnisbefriedigung künftiger Generationen hat.

Wir hinterfragen nicht den offensichtlichen Unsinn, dass es kaum möglich ist, die Bedürfnisse zukünftiger Generationen, die sich dadurch auszeichnen, dass sie erst in der Zukunft geformt werden, heute schon zu kennen und es entsprechend nicht möglich ist, sie in Rechnung zu stellen.

Uns geht es um den a-moralischen Trick, mit dem Menschen durch Betonung ihrer angeblichen moralischen Verpflichtung gegenüber Menschen, die noch nicht leben, in ein selbstschädigendes Verhalten gezwungen werden.

  • Wir haben die Erde nur geliehen und müssen sie an andere Generationen in der Weise weitergeben, wie wir sie vorgefunden haben.

Das ist offenkundiger Blödsinn, denn dieser Satz schließt jede Möglichkeit technologischer Veränderung aus. Er ist also nicht empirisch, sondern normativ gemeint. Er soll Druck erzeugen, um Menschen gefügig zu machen, damit sie den Widerspruch, der mit dem Verweis auf Nachhaltigkeit geschaffen wird, nicht erkennen.

Der heutige Verzicht, die Übernahme aktueller Kosten für z.B. die Entwicklung von alternativen Technologien, für die Ausbildung und den Unterhalt von Umweltberatern, für Subventionierung der Massenproduktion angeblich biologischer Insektizide, die künstliche Verteuerung von Produkten, die angeblich nicht nachhaltig sind, durch künstliche Steuern, die insgesamt höhere Besteuerung zugunsten einer nachhaltigen Entwicklung, das alles sind Maßnahmen, die individuelle Menschen schädigen, die ihr Recht, so angenehm und gut wie möglich zu leben, einschränken.

Es sind Maßnahmen, die es bestimmten gesellschaftlichen Gruppen erlauben, ihre Vorstellungen für andere verbindlich zu machen und ihre Lust nach Macht auf diese Weise zu befriedigen (Hypothese 1a), und es sind Maßnahmen, die geeignet sind, um einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe, einen von anderen finanzierten Vorteil zu verschaffen, sie mit Privilegien auszustatten, die ihr ein Leben auf Kosten der anderen ermöglichen (Hypothese 1b)

Möglich wird dies zum einen durch die Nutzung staatlicher Bürokratie und zum anderen durch die Erfindung einer moralischen Verpflichtung, die es nicht gibt.

Kein Mensch hat eine Pflicht, auf Menschen Rücksicht zu nehmen, die noch nicht geboren sind und vielleicht nie geboren werden.

Man kann auch argumentieren, dass kein Mensch eine Pflicht hat, überhaupt auf andere Rücksicht zu nehmen. Es liegt in seinem Interesse, Rücksicht auf andere zu nehmen, um eine soziale Interaktion, die Vorteile für ihn hat, zu etablieren und so eine Kooperation zu starten, aber es ist keine Verpflichtung.

Die einzige Pflicht, die man Menschen als Wesen, die mit einem Geist und einem Willen ausgestattet sind, auferlegen kann, ist die, so zu leben, dass die Externalitäten ihres Lebens für die anderen, die derzeit leben, so gering wie möglich sind. Auch diese Pflicht ist eine soziale, keine natürliche Pflicht, eine Pflicht, die sich aus der Vernunft ableitet. Es ist vernünftig, andere so zu behandeln, wie man selbst behandelt werden will. Aber es ist vollkommen unvernünftig, auf andere, die noch nicht geboren sind und Bedürfnisse zukünftiger Generationen, die man nicht kennen kann, Rücksicht zu nehmen. Es ist a-moralisch diese Rücksicht zu verlangen, aber für diejenigen nützlich, die davon profitieren, dass sie anderen eine moralische Verpflichtung einreden, die es nicht gibt, die im Gegensatz zu ihrer Verpflichtung sich selbst gegenüber steht.

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Deutsche: „Eine seichte, willenlose Herde von Mitläufern“ [ScienceFiles-Rätsel]

Es gab schon lange kein Rätsel mehr bei uns.
Zeit, das zu ändern.
Zunächst ein wenig Text:

„Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenden Herrscherclique ‚regieren‘ zu lassen. Ist es nicht so, dass sich jeder ehrliche Deutsche heute seiner Regierung schämt, und wer von uns ahnt das Ausmaß der Schmach, die über uns und unsere Kinder kommen wird, wenn einst der Schleier von unseren Augen gefallen ist und die grauenvollsten und jegliches Maas überschreitenden Verbrechen ans Tageslicht treten? Wenn das deutsche Volk schon so in seinem tiefsten Wesen korrumpiert und zerfallen ist, dass es ohne eine Hand zu regen, im leichtsinnigen Vertrauen auf eine fragwürdige Gesetzmäßigkeit der Geschichte, das Höchste, das ein Mensch besitzt, und das ihn über jede andere Kreatur erhöht, nämlich den freien Willen, preisgibt, die Freiheit des Menschen preisgibt, selbst mit einzugreifen in das Rad der Geschichte und es seiner vernünftigen Entscheidung unterzuordnen, wenn die Deutschen so jeder Individualität bar, schon so sehr zur feigen Masse geworden sind, dann, ja dann verdienen sie den Untergang.

Goethe spricht von den Deutschen als einem tragischen Volke, gleich dem der Juden und Griechen, aber heute hat es eher den Anschein, als sei es eine seichte, willenlose Herde von Mitläufern, denen das Mark aus dem Innersten gesogen und [die] nun ihres Kerns beraubt, bereit sind, sich in den Untergang hetzen zu lassen. Es scheint so – aber es ist nicht so; vielmehr hat man in langsamer, trügerischer, systematischer Vergewaltigung jeden einzelnen in ein geistiges Gefängnis gesteckt, und erst, als er darin gefesselt lag, wurde er sich des Verhängnisses bewusst. Wenige nur erkannten das drohende Verderben, und der Lohn für ihr heroisches Mahnen war der Tod. Über das Schicksal dieser Menschen wird noch zu reden sein.

Wenn jeder wartet, bis der Andere anfängt, werden die Boten der rächenden Nemesis unaufhaltsam näher und näher rücken, dann wird auch das letzte Opfer sinnlos in den Rachen des unersättlichen Dämons geworfen sein. Daher muss jeder Einzelne seiner Verantwortung als Mitglied der christlichen und abendländischen Kultur bewusst in dieser letzten Stunde sich wehren so viel er kann, arbeiten wider die Geisel der Menschheit, wider den Faschismus und jedes ihm ähnliche System des absoluten Staates. Leistet passiven Widerstand – W i d e r s t a n d – wo immer ihr auch seid …“

Nun unsere Frage: Von wem/woher stammt dieser Text.

Das Gegenteil erreicht – Studie zeigt: Gleichstellung schadet!

Wie falsifiziert man die Genderista?

Als Windows noch wegen seiner Ineffizienz diskutiert wurde, gab es einen guten Cartoon, den wir leider nirgends mehr finden: Ein Microsoft-Windows-Bogenschütze mit einem leeren Köcher steht relativ knapp vor einer Zielscheibe, auf der Effizienz geschrieben steht. Die Pfeile, die er bislang verschossen hat, stecken fast alle neben, vor und über der Zielscheibe. Nur wenige haben überhaupt die Scheibe getroffen. Der verdutzte Schütze kratz sich am Kopf und sagt: „Ich glaube die Antwort sind mehr Pfeile“.

So geht es der Genderista.

Nachdem seit Jahrzehnten versucht wird, mehr weibliche Studenten in MINT-Fächer zu kanalisieren, nachdem die Mentorenprogramme, die vielfältigen Varianten der Bevorzugung weiblicher Studenten alle verpufft sind und die Anzahl der weiblichen Studenten in MINT-Fächern sich so gut wie nicht verändert hat, kratzen sich die Genderista am Kopf und sind der Ansicht, man müsse mehr Mentoringprogramme und noch mehr Bevorzugung weiblicher Studenten einführen, um endlich einen kleinen Erfolg vorweisen zu können (Warum Gender Studierte nicht auf MINT umschulen, um ihr Problem zu beheben, ist „anybody’s guess). Es ist wie mit dem Kindergeld: Je höher das Kindergeld über die letzten Jahrzehnte wurde, desto weniger Kinder haben die Deutschen in die Welt gesetzt. Sozialtechnologie hat eben ihre Grenzen, sehr zum Leidwesen der sozialistischen Planer, die zu gerne ihr Plansoll erfüllen würden. Nur leider macht ihnen die Realität wieder und wieder einen Strich durch die Rechnung.

Und daraus ziehen sie den Schluss, dass mehr Planung notwendig ist.

Ein gutes Beispiel für eine solche aberwitzige Schlussfolgerung liefern Gijsbert Stoet und David G. Geary. Sie sind der Ansicht, dass mehr Planung, mehr Anreize, mehr Programme, mehr und genauer zugeschnittene Maßnahmen die Lösung für ihr jahrzehntealtes und nach wie vor ungelöstes Schein-Problem: Wie bekommt man mehr weibliche MINT-Studenten? darstellen. Nicht einmal die derbsten Ergebnisse können sozialistische Sozialtechnologen wie die Autoren davon abbringen, dass im Angesicht der gescheiterten Planung der letzten Jahre, die Lösung nur in noch mehr Planung liegen könne.

Deftige Ergebnisse wie die folgenden:

Der Anteil weiblicher Hochschulabsolventen in MINT ist am höchsten in:

  • Stoet & Geary (2018: 10)

    Algerien

  • Tunesien
  • Der Türkei
  • Den Vereinigten Arabischen Emiraten
  • Indonesien
  • Vietnam
  • Albanien
  • Georgien

Der Anteil weiblicher Hochschulabsolventen in MINT ist am geringsten in:

  • Chile
  • Belgien,
  • Finnland
  • Norwegen
  • Den Niederlanden
  • Österreich
  • Schweden
  • Deutschland

Betrachtet man nun den Niederschlag von Gender Mainstreaming in Regulierungen der Wirtschaft, im Gesundheitssystem, in Politik und Bildung dann zeigt sich, dass je mehr Gleichstellung es in diesen Bereichen gibt, desto geringer ist der Anteil der weiblichen Absolventen in MINT-Fächern.

Nun ist dieser Zusammenhang eine Korrelation und keine Kausalität, derselbe Zusammenhang ließe sich, wie ein Blick auf die Daten zeigt, finden, wenn man den Anteil der Muslime in der Bevölkerung berücksichtigte: Je mehr Muslime in der Bevölkerung, desto mehr Frauen unter den Absolventen von MINT-Fächern.

Weil es sich um eine Korrelation handelt, muss man eine theoretische Erklärung finden, um eine Kausalität zu begründen, eine, die zudem berücksichtigt, dass die Länder, die den geringsten Anteil an weiblichen Hochschulabsolventen in MINT-Fächern vorzuweisen haben, die Länder sind, in denen weibliche Abiturienten am meisten bevorteilt werden, damit sie ein MINT-Fach studieren. Aber: Sie werden noch immer nicht genug bevorzugt, wie Stoet und Geary meinen, weil die Autoren nicht in der Lage sind, sich von ihrem Vorurteil, dass Gender Mainstreaming sich natürlich positiv auf alles und jeden und vor allem auf den Anteil von weiblichen Studenten in MINT-Fächern auswirken müsse, zu trennen.

Deshalb produzieren sie den haarigsten Unsinn: Das vollständige Scheitern des Gender Mainstreaming und aller Bevorzugungsprogramme im Hinblick auf weibliche MINT-Studenten, versuchen sie damit zu erklären, dass weibliche Schüler im Lesen viel besser sind als männliche Schüler und dass sie vor allem in Lesen viel besser sind als in Mathematik und Naturwissenschaft und deshalb ein Studienfach suchen, das ihrer Stärke entspricht. MINT-Fächer seien kein solches Studienfach.

Stoet & Geary (2018: 9)
ZOOM +200

Vielleicht ist diese irre Erklärung, dieser weitere Pfeil im Köcher der Ineffizienz, die Ursache dafür, dass die Autoren ihre „Figure 2“ so darstellen, dass man ihr keinerlei Information entnehmen kann, es sei denn, man vergrößert und vergrößert und vergrößert die Abbildung, um zu sehen, dass in Jordanien, Albanien und in Georgien die Vorteile weiblicher Schüler gegenüber männlichen Schülern in Lesen mit am größten sind. Jordanien ist in „Figure 3“ leider verloren gegangen, aber Albanien und Georgien finden sich noch unter den Ländern mit dem höchsten Anteil weiblicher MINT-Absolventen. Erklärungsvorschlag falsifiziert.

Nun ist Stoet und Geary nicht entgangen, dass ausgerechnet in den Ländern, in denen Frauen weitgehend unbehelligt von staatlichen Planern, denen ihr Genderglück am Herzen liegt, leben können, in Algerien, Tunesien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Anteil weiblicher Hochschulabsolventen in MINT-Fächern viel höher ist als z.B. im Gendergemainstreamten Deutschland oder in Norwegen oder Belgien. Sie wollen diesen Umstand damit erklären dass das entsprechende Studium für Frauen in den genannten Ländern eine sicherere Investition in die Zukunft darstelle. Diese Behauptung macht eventuell Sinn, wenn man die implizite Prämisse mit in die Erklärung, die sich Stoet und Geary nicht auszusprechen trauen, aufnimmt – nämlich, dass man in Algerien, Tunesien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Unsinn wie Gender Studies, Whiteness-Studies, Sozialer Arbeit oder sonstigen Trend-Fächern weiblicher Studienanfänger keinen Blumentopf gewinnen kann und schon gar nicht seinen Wert auf dem Heiratsmarkt steigern kann. Irgendwie haben wir das Gefühl, dass die Autoren diese Erklärung nicht mögen werden …

Mit Geschwätz kommt man in diesen Ländern nicht weit, schon weil es nicht die Unmenge der Nutznieß-Organisationen gibt, in denen sich Schwaller sammeln, um über die Welt bzw. das, was sie daran stört, zu fabulieren und sich dafür von Steuerzahlern finanzieren zu lassen.

Die Konsequenz, die Stoet und Geary aus ihren Ergebnissen ziehen, besteht in der Empfehlung, die Maßnahmen zur Bevorzugung von weiblichen Studenten sowie all die Programme, die bislang gezeigt haben, dass sie nichts bringen, nunmehr (noch) genauer auf weibliche Schüler zuzuschneiden.

Bevor diejenigen, deren Horizont nicht dazu ausreicht, einen Elefanten im Porzellanladen als solchen zu erkennen, die Erkenntnis ereilt, dass ein Elefant im Porzellanladen unterwegs ist, ist das ganze Porzellan in Scherben. Es braucht jemanden, der einen Laden mit anderem Geschirr eröffnet und der die Wahrheit ausspricht, die Genderista nicht einmal erkennen würden, wenn man sie ihnen mit Leuchtschrift auf die Stirn schreiben würde: Gender Mainstreaming bringt nichts. Im Gegenteil, diejenigen, die Tag und Nacht von der irren Genderista verfolgt werden, weil sie keine * oder _ in ihre Texte schreiben wollen oder weil sie sich weigern, in der Bevorzugung von weiblichen Absolventen etwas anderes als die Diskriminierung männlicher Absolventen zu sehen, die in Genderismus die faschistische Ideologie sehen, die Genderismus nun einmal ist, werden immer resistenter und renitenter gegenüber dem Versuch, Mittelschichtsfrauen, die nichts gelernt haben und nur Gender Schwall können, gegenüber allen anderen besser zu stellen.

Und natürlich will niemand bevormundet werden, nicht einmal Frauen. Das sei gerade der Genderista ins Buch geschrieben.

Stoet, Gijsbert & Geary, David C. (2018). The Gender Equality Paradox in STEM education.

Die EU-Kommission auf oder in den Spuren von Joseph Goebbels

Gehören Sie auch zu denen, die meinen, bei Fußballübertragungen ginge es um das Spiel, bei der Europameisterschaft darum, wer ins Endspiel gelangt und gewinnt?

Das ist Geschichte:

„Dass man positive Äußerungen der ausländischen Presse, auch solche von Funktionären, gerne zitiert, um damit das meist einwandfreie Auftreten der Deutschen zu unterstreichen, ist in der ‚Der Kicker‘ nicht unüblich. Von Seiten des Propagandaministeriums gibt es bezüglich einzelner Spiele konkrete Forderungen, in breitem Maß jene Pressestimmen wiederzugeben, die die Deutschen in einem günstigen Licht erscheinen lassen.

Der Kicker ist sich – gemäß der nationalsozialistischen Zweckbestimmung des Fußballs – durchaus bewusst, dass ‚diese großen Spiele eben doch nicht nur unter dem rein sportlichen Gesichtspunkt des Leistungsvergleichs‘ betrachtet werden dürfen. Vielmehr sollen sie als wirkungsvolle Mittel angesehen werden, um den ‚ Wall von Missverstehen und Unfreundlichkeiten, den eine gewisse Weltpropaganda […] um Deutschland zu ziehen beflissen ist, niederzureißen und einzuebnen.“ (Kaiser 2008: 188-189).

Geschichte wiederholt sich bekanntlich nicht – oder doch?

Die EU-Kommission hat gerade mit der UEFA (Union of European Football Associations) ein „Kooperationsabkommen“ abgeschlossen, das vorsieht, die Fußballeuropameisterschaft 2020 dazu zu nutzen, um „gemeinsame europäische Werte und Prinzipien zu befördern“, darunter so wichtige Dinge wie „Geschlechtergleichheit, kulturelle Diversität, Toleranz und Solidarität“.

Im einzelnen wurde verabredet, die Werbetrommel während der Europameisterschaft für die folgenden Themen zu rühren:

  • Für nachhaltige Entwicklung,
  • Für Öko-Innovationen,
  • Für Abfallmanagement,
  • Für fundamentale Rechte, die in der „Charter of Fundamental Rights“ zusammengestellt sind;
  • Für Integration und freiwilliges (und unentgeltliches) Bürgerengagement;
  • Für gesunde Lebensweisen und Lebensstile
  • Für Prinzipien der „Good Governance“
  • Für faire Besteuerung;
  • Gegen Geldwäsche
  • Für Whistle-Blower,
  • Gegen Gewalt und Korruption

Die Europameisterschaft im Fußball, so steht in dem Kooperationsabkommen, biete hervorragende Bedingungen, herrsche doch eine Atmosphäre von Optimismus und Kameradschaft, die man dazu ausnutzen könne ein positives Bild von Europa zu vermittelt [um quasi den “Wall des Missverstehens und der Unfreundlichkeiten, den eine gewisser Populismus um die EU zu ziehen versucht, niederzureißen]. Der Fußball könne nicht nur genutzt werden, um gesunde Lebensstile zu propagieren [„using football to promote healthy lifestyles], sondern auch dazu, all die oben genannten Themen ins Bewusstsein der Zuschauer zu schaffen, die doch tatsächlich denken, es ginge um Fußball.

Das, obwohl jeder weiß, dass Fußball eine (schöne?) Nebensache ist…

„Das ist das Geheimnis der Propaganda; den, den die Propaganda fassen will, ganz mit den Ideen der Propaganda zu durchtränken, ohne dass er überhaupt merkt, dass er durchtränkt wird.”

Wer hat es gesagt?

Jean-Claude Juncker oder Joseph Goebbels?

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