Heiko Maas muss aus Internet verschwinden: Nutzer stellen Bundesregierung Ultimatum

Trotz des Rechts auf Vergessen und der Verpflichtung vieler Betreiber sozialer Netzwerke auf zumindest rudimentäre Qualitätsstandards gelingt es Heiko Maas immer noch, die Firewall der meisten Internetnutzer zu durchbrechen und sie mit seinem Feldzug gegen die Meinungsfreiheit zu belästigen.

Nicht genug, dass Maas eine Task Force ins Leben gerufen hat, deren Ziel darin besteht, das Internet von dem, was die Mitglieder der Task Force für Hate Speech halten, zu säubern. Nicht genug, dass von Maas und anderen Ministerdarstellern finanzierte Broschüren veröffentlicht werden, in denen zur Denunziation aufgerufen und eine Anleitung zur Denunziation gegeben wird. Nicht genug, dass bereits ein unüberschaubarer Tross von Hate Speech Hassern die öffentliche Meinungsbildung beeinträchtigt, stellt Maas heute „sozialen Netzwerken ein Ultimatum“.

„Ich erwarte, dass es bis dahin [bis März nächsten Jahres] weitere deutliche Verbesserungen bei der Löschung von strafbaren Hass-Postings gibt“, betonte Maas. Die Lage [an der Hassfront] sei besser geworden, aber, so Maas, ‚sie sei noch lange nicht gut‘. „Falls die Unternehmen, die soziale Netzwerke betreiben, bis dahin [bis März] keine Fortschritte dabei machen, „die ihnen gemeldeten und nach deutschem Recht strafbaren Beiträge innerhalb von 24 Stunden zu löschen, ‚sollten wir darüber nachdenken, ob wir die rechtliche Verantwortung derjenigen stärken müssen, die die Verbreitung dieser Hass-Kommentare technisch ermöglichen und dulden“ sagte Maas.

Und wir dachten, wir leben in einer Demokratie. Dabei leben wir in einer Maasokratie, in der der eingebildete Herrscher ohne Maas und Ziel denkt, er könne die Öffentlichkeit regelmäßig mit seinem Hass auf Hasskommentare traktieren.

Nicht mit uns Herr Maas. Genug ist genug.

Wir erwarten von der Bundesregierung, dass mit sofortiger Wirkung Heiko Maas unter Hausarrest in seinem Justizministerium gestellt wird und ihm jeglicher Umgang mit der Öffentlichkeit untersagt wird. Zu lange haben wir geduldet, dass Heiko Maas seinen Hass auf Hasskommentare öffentlich auslebt. Wir wollen ein Internet ohne Hass und ohne Maas und deshalb stellen wir der Bundesregierung ein Ultimatum, entweder Maas wird unter Verschluss gehalten oder wir denken darüber nach, ob wir die rechtliche Verantwortung der Bundesregierung für die Handlungen und Aussagen der ihr angehörenden Minister, die sie duldet und ermöglicht, stärken müssen!

Man kann seinen Bürgern nicht alles zumuten.

 

Wir haben vom Hass auf Hasskommentare die Nase voll und wollen von Heiko „HaterHater“ Maas in Ruhe gelassen werden. Das ist keine Bitte, das ist ein Ultimatum. Bei Nichteinhaltung wird Maßlosigkeit durchgesetzt.

maasloses-internet

 


Helfen Sie uns dabei, ScienceFiles vom Hobby zum fest etablierten Blog zu machen. Machen Sie mit beim ScienceFiles-Projekt.

Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass wir uns nicht mehr nur nebenbei um ScienceFiles kümmern können und uns dem, was wir investigative Wissenschaft und angewandte Sozialwissenschaft nennen, voll widmen können.

Paypal:

PAYPAL

Spendenkonto:
Wir empfehlen Transferwise, um die horrenden Bankgebühren deutscher Banken zu vermeiden.

  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Konservativer Abgesang: Fracksausen bei der CDU?

Man fragt sich schon, wer die CDU politisch berät. Dass etliche Millionen für politische Berater ausgegeben werden, um der CDU ein Profil zu geben, das auch morgen noch attraktiv für Wähler ist, ist sicher. Was als Gegenleistung als politischer Rat erfolgt, eher unsicher. Doch der Reihe nach.

Vorweg ein paar Fakten, um die Situation deutlich zu machen:

  • Die CDU verliert Wähler: Seit 2012 schrumpft der Wähleranteil bei Landtagswahlen pro Jahr um durchschnittlich 2,5%.
  • Die CDU hat keine eigenen Themen, die zur Profilierung genutzt werden könnten.
  • Die CDU hat kein Mittel, um sich gegen den Angriff, den die AfD darstellt, zur Wehr setzen zu können.

LTW CDU SPD

Die vier Punkte beschreiben eine Partei im Niedergang, wie sie in der Pateiengeschichte häufig zu finden sind, z.B. als Democracia Christiana in Italien, eine Partei, an die sich heute nur noch wenige erinnern, obwohl sie einst Ministerpräsidenten und Regierungen in Italien gestellt hat.

Der Anfang vom Ende von Parteien besteht in der Regel darin, dass ein Rivale oder Rivalen um die Wähler der entsprechenden Parteien auftauchen, dauerhafte Rivalen. Im Verlauf der Weimarer Republik kann man dieses Phänomen sehr gut am Niedergang der SPD studieren: Die Wählerzahl der Genossen sank im Verlauf der Weimarer Republik von 37,9% auf 18.3%. Ursache dafür waren Abspaltungen von zunächst USPD und KPD und später einer Vielzahl kleiner sozialistischer Gruppen.

Am Beispiel der liberalen Parteien in der Weimarer Republik kann man sehen, was mit Parteien geschieht, die keine Antwort auf die Probleme der Zeit haben. Die Deutsche Demokratische Partei und die Deutsche Volkspartei starteten mit recht üppigen Stimmanteilen von zusammen rund 23%. Bereits 1928 waren davon nur noch rund 8% übrig. In den 1930er Jahren waren noch 2% Stimmanteil übrig. Die liberalen Parteien in der Weimarer Republik haben die Themen der Zeit verschlafen und kein Mittel gefunden, um sich gegen die zunehmende Radikalisierung, die rechts zunächst in der DNVP, dann in der NSDAP und links in der KPD ihren Niederschlag gefunden hat.

WP CDU 2

Wenn Parteien damit konfrontiert sind, dass rivalisierende Parteien auftauchen, die dieselben Wähler ansprechen und wenn Parteien die Zeichen der Zeit nicht erkennen und keine Antworten auf die Themen finden, die für die Bevölkerung (und nicht für politische Ideologen) relevant sind, dann ist es um ihre Zukunft nicht gut bestellt.

Um die Zukunft der CDU ist es nicht gut bestellt.

Die CDU hat mit der AfD ein Problem, das dem Problem der SPD mit der KPD in der Weimarer Republik vergleichbar ist. Die AfD zieht massiv Stimmen aus dem Lager der CDU ab. Die Themen der AfD sind Themen einer konservativen nationalen Partei: Nationale Integrität, Umgang mit Zuwanderung, Währungsstabilität, Fragen der Gerechtigkeit, der Wirtschaft, Fragen von Leistung und Umverteilung usw. Dass die AfD mit konservativen Themen erfolgreich sein kann, von denen man erwarten würde, dass die CDU sie besetzt, zeigt: Die CDU hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Viele Wähler sind nicht der Ansicht, sich bei den Dingen, die ihnen wichtig sind, auf die CDU verlassen zu können, weil die CDU in ihrer Wahrnehmung von der konservativen zur sozialistischen, linken Partei geworden ist (z.B. beim Thema Atomausstieg oder Gleichstellung).

Die CDU hat zudem ein Problem mit Renegaten, die aus der CDU ausgetreten sind, und nun zum Austritt aus der CDU aufrufen, und zwar deshalb, weil man sich auf die CDU als konservative Kraft nicht mehr verlassen könne. In den Worten von Dr. Maximilian Krah und Oliver Nöthen, den derzeit prominentesten Renegaten, liest sich das wie folgt:

“Nun ist die CDU das Übel. Es begann bereits 2011 mit einer Energiewende, bei der rot-grüne Politik nicht abgemildert und ökonomisch unschädlich gemacht, sondern sogar noch verschärft und der mittelfristige Ausstieg durch eine Flucht aus der Kernenergie ersetzt wurde. 2013 ließ sich die CDU sozialpolitische Forderungen der SPD in einem Ausmaß in den Koalitionsvertrag diktieren, wie es dem Wahlergebnis nicht gerecht wurde. Gefolgt von dem Versenken von Milliarden deutscher Steuergelder in Griechenland, um ein Land im Euro zu halten, das dafür offensichtlich nicht fit ist.“

Das konservative Profil der CDU, Jahrzehnte Merkel haben es zu einem Profil werden lassen, das man eher bei der SPD vermuten würde, wenn denn die SPD eines hätte.

Der drohende Niedergang, dem sich die CDU gegenübersieht, er hat mit einiger Verspätung auch die Aufmerksamkeit derer gefunden, die im Konrad-Adenauer-Haus dafür zuständig sind, die Zukunft der CDU als Partei jenseits von 30 Prozent Stimmanteil (Man wird bescheiden) zu sichern. Und deshalb gibt es derzeit eine Aktion, mit der die CDU sich als „zentrale politische Kraft“ inszenieren will.

Es beginnt mit den 10 Punkten, die Peter Tauber zusammengestellt hat: „Wo die CDU steht“, so die Überschrift zu den Zehn Punkten, mit denen Tauber hofft, verlorene Wähler zurückzuholen. Die 10 Punkte bestehen im Wesentlichen aus Behauptungen: „das christliche Menschenbild“ sei die Grundlage der politischen Überzeugungen der CDU, die CDU sei eine „Sammelbewegung“, das C schließe entsprechend niemanden aus. Christdemokraten seien stolz auf ihr Land. Patriotismus und „die Liebe zu unserem Vaterland“ fänden im C eine klare Abgrenzung nach rechts. Die CDU sei eine Europapartei, habe Frieden, Freiheit und Wohlstand nach Deutschland gebracht usw. Die 10-Punkte von Tauber, sie klingen wie der Rechenschaftsbericht des Königs, der vor den siegreichen Revolutionären die Politik verteidigt, die durch die Revolution beseitigt wurde: der Situation nicht angemessen, denn wäre dem so, es gäbe für viele keinen Grund die AfD zu wählen.

cdu-wahlplakat-1949

1949 hat Adenauer einen der 10 Punkte vorweggenommen

Neben Taubers 10 Geboten gibt es Deutschlandkongresse, auf denen sich CDU und CSU „entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit“ widmen. Die „entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit“ sind: Zuwanderung, Sicherheit, Globalisierung, Digitalisierung und demographischer Wandel. Deutlicher kann man sein Unvermögen, die „Herausforderungen unserer Zeit“ zu erkennen, kaum machen: Die Digitalisierung ist keine Herausforderung, sondern ein Faktum, ähnlich wie die Globalisierung, die sich nun schon seit Jahrzehnten vollzieht. Der demographische Wandel ist ein so alter Hut, dass ihn nicht einmal die Demographen, die ihn spätesten in den 1990er Jahren beschrieben haben, noch aufsetzen wollen, und Zuwanderung nach Deutschland ist auch nicht erst vorhanden, seit es Frau Merkel beliebt hat, das Schengen-Abkommen außer Kraft zu setzen. Es gibt Zuwanderung nach Deutschland seit es Deutschland oder das Deutsche Reich gibt, den Polen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vornehmlich ins Ruhrgebiet eingewandert sind, folgten nach dem Krieg Italiener, Spanier, Türken und Griechen, dann kamen Asylbewerber und nun Flüchtlinge aus vornehmlich Syrien.

Die Herausforderungen der CDU sind Ladenhüter, alte Themen, die niemanden mehr hinter dem Ofen vorlocken, wenn mit ihnen nicht neue Ideen oder radikale Ideen verbunden sind, Ideen, die die CDU nicht mehr hat, vermutlich, weil man innerhalb der CDU nur noch in bestimmten Bahnen denken kann oder darf. Ein Grund für den Erfolg der AfD besteht darin, dass die AfD schlicht anders ist als die z.B. die CDU (aber auch alle anderen Berliner Parteien). Ein Grund für den Misserfolg der CDU besteht darin, dass alles, was von der CDU kommt, so vorhersagbar und langweilig ist, dass man jeden Tag aufs Neue hofft, es bliebe einem erspart.

Die Frage, ob wir derzeit den Niedergang des Berliner Parteiensystems sehen, wird, soweit es die CDU betrifft, zur Frage, ob es den Mannen von der CDU gelingt, ihre Umwelt in Langeweile zu ersticken und jede Hoffnung auf Veränderung zu zerstören, oder ob es dafür schon zu spät ist, weil zu viele bereits frischen Wind um die Nase hatten und entsprechend die abgestandene Luft der „digitalen Herausforderung im #Neuland Internet“ nicht mehr ertragen können.

Die Zeit wird zeigen, ob Merkel als Totengräber der CDU oder als Einschläferer der Republik in die Geschichte eingeht.

Wofür die CDU derzeit in der Wahrnehmung der Bürger und Wähler und ScienceFiles-Leser steht, das ist eine Frage, die wir aktuell mit einer Befragung zu beantworten versuchen. Zur Teilnahme an dieser Befragung einfach diesen Link klicken.


Helfen Sie uns dabei, ScienceFiles vom Hobby zum fest etablierten Blog zu machen. Machen Sie mit beim ScienceFiles-Projekt.

Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass wir uns nicht mehr nur nebenbei um ScienceFiles kümmern können und uns dem, was wir investigative Wissenschaft und angewandte Sozialwissenschaft nennen, voll widmen können.

Paypal:

PAYPAL

Spendenkonto:
Wir empfehlen Transferwise, um die horrenden Bankgebühren deutscher Banken zu vermeiden.

  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Rationaler Widerstand für alle

Rationaler Widerstand für alle

Das Manifest des Rationalen Widerstands umfasst drei Axiome:

Etwas ist nicht sein Gegenteil.

Manches ist nicht alles.

Eine Aussage ist genau dann und so lange richtig,

wenn/wie sie mit den Fakten übereinstimmt.

sciencefiles-rationaler-widerstand-vorlage

Mit dem Manifest des Rationalen Widerstands wollen wir der zunehmenden Verblödung und Infantilisierung des öffentlichen Diskurses in Deutschland begegnen.

Manifeste an sich sind schön und wichtig und man braucht sie, um einen Ausgangspunkt zu haben. Aber sie sind eben nur ein Ausgangspunkt, von dem aus sich die Mitglieder des Rationalen Widerstands aufmachen können, um die Rationalität im öffentlichen Diskurs wieder zu verankern und die Infantilität durch Maturität zu ersetzen.

Kurz: Manifeste brauchen Manifestationen, in Handlungen und in Artefakten.

Für die Handlungen im täglichen Leben ist jeder rational Widerständige selbst zuständig. Für die Artefakte, die materiellen Manifestationen haben wir gesorgt.

Warum, so haben uns einige Leser gefragt, macht Ihr kein t-Shirt des Rationalen Widerstands und warum keine Rationale Widerstands-Mug?

Warum, so haben wir uns gefragt: Ja, warum eigentlich nicht?

Und hier sind die Antworten auf unsere Frage: t-Shirt und MUG des Rationalen Widerstands, die Manifestationen, die im täglichen Kampf gegen Infantilität und Unsinn ein unverzichtbarer Begleiter sind.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die t-Shirts gibt es in zwei Ausführungen, weil wir immer noch an der Zweigeschlechtlichkeit festhalten – Rationaler Widerstand, denn die Natur kennt keine Pangeschlechtlichkeit.

Und die MUG gibt es in einer Ausführung – als Ringer-MUG.

Wir hoffen, die Insignien Rationalen Widerstands gefallen Euch! Uns gefallen Sie…

t-Shirts und MUG kosten je 27,50 Euro – Beitrag für Rationalen Widerstand, MUG oder t-Shirt und ein wenig Unterstützung für ScienceFiles. Hinzu kommen 7,50 Euro Versandkosten (bei Bestellung von t-Shirts in 2X bitte 3 Euro Stoffmehrverbrauchs-Zuschlag einrechnen (pro Shirt).

Neu ist die Möglichkeit, direkt per PayPal zu bestellen: Einfach die Anzahl von t-Shirts und MUGs summieren, mit 27,50 Euro multiplizieren, 7,50 Euro Versandkosten addieren und uns über die Möglichkeit, Paypal-Zahlungen mit Nachricht zu versehen, mitteilen, woraus sich die Endsumme zusammensetzt.

Wer lieber traditionelle Weg pflegt, für den haben wir das folgende Bestellformular vorgesehen.

Und zum Schluss, der Chor der Rationalen Müllabfuhr (frei nach Heinz Erhard):

Auf, auf und auf:
Last und von Tonne zu Tonne eilen,
wir wollen dem verbalen Müll eine Abfuhr erteilen.

Um per Paypal zu bestellen, einfach unten auf Paypal klicken und die Gesamtsumme anweisen (Mitteilung nicht vergessen!)

Paypal:

 

 

Und hier über den traditionellen Weg:

Umfrage: Wofür steht die CDU?

Peter Tauber, Generalsekretär der CDU, hat gerade 10 Punkte veröffentlicht, die zeigen sollen, wo die CDU steht, nicht etwa wofür die CDU steht, sondern wo. Die 10 CDU-Gebote, die Tauber formuliert hat, stellen im Wesentlichen das dar, was Max Weber einen Idealtypus genannt hat: Den Idealtypus der CDU, wie ihn Peter Tauber gerne in den Köpfen der Deutschen fixiert haben möchte.

Nun triften Vorstellung und Wirklichkeit ja oftmals auseinander, ziemlich weit auseinander in vielen Fällen. Und so haben wir uns gefragt, wie weit stimmt das Bild, das Tauber von der CDU, bei der er sein Geld verdient, zeichnet, mit dem Bild überein, das Bürger, Wähler, ScienceFiles-Leser von der CDU haben.

Und um uns das nicht nur zu fragen, sondern auch eine Antwort auf diese Frage geben zu können, die fundiert ist, haben wir eine Befragung konzipiert, deren Ziel darin besteht, die Wahrnehmung der CDU, so wie sie sich den Bürgern, den Wählern, den ScienceFiles-Lesern darstellt, zu erfragen.

Wir bitten unsere Leser, an unserer Befragung zahlreich teilzunehmen, damit wir sagen können, wofür die CDU steht und mit unserer Antwort, die auf der Wahrnehmung hoffentlich sehr vieler ScienceFiles-Leser beruht, eventuelle Fehleinschätzungen bei Peter Tauber, die er auf seiner Suche nach dem Standort der CDU, dem Wo der CDU begangen hat, mit der Antwort nach dem Wofür zurechtrücken zu können.

Zur Teilnahme an unserer Befragung auf unserem Befragungshub: SurveyNET, bitte diesen Link zu „Wofür steht die CDU“ klicken.

Der Konflikt zwischen Freiheit und Gleichheit oder: Umverteilung ist Freiheitsberaubung

Umverteilung ist gerecht! Wer sich gegen diese Prämisse stellt, hat in Wohlfahrtsstaaten schlechte Karten, denn die Umverteilung von den Reichen zu den Armen ist zur Frage der sozialen Gerechtigkeit stilisiert worden. Stilisiert deshalb, weil Umverteilung nicht an sich gut ist und schon gar nicht gerecht. Wenn einem genommen wird, der erfolgreich ist und seinen Erfolg mit harter Arbeit verdient hat, um einem, der in seinem Leben noch keinen Finger krumm gemacht hat, zu geben, dann kann man dies kaum als irgendeine Form von Gerechtigkeit ansehen. Es sei denn, man steht auf die Perversion von Werten wie Gerechtigkeit.

Entsprechend wird man zu dem Ergebnis kommen, dass Umverteilung dann, wenn sie als Gerechtigkeit ausgegeben wird, notwendig in eine unfreie, eine totalitäre Gesellschaft führen muss, schon weil über die Köpfe derer hinweg, denen genommen wird, entschieden wird, wie viel ihnen genommen wird, sie also einer Zwangsmaßnahme unterzogen werden.

Entsprechend ist Umverteilung immer ein Angriff auf die individuelle Freiheit und muss folglich mit Bedacht und mit Maß eingesetzt werden, sofern man überhaupt auf dieses Mittel der Freiheitsberaubung zurückgreifen will.

Milton Friedman hat diese Notwendigkeit schon vor Jahrzehnten formuliert und die Position, die Liberale gegenüber Gleichheit und Umverteilung einnehmen, formuliert, die bis heute gilt.

Friedman Capitalism and Freedom„The heart of the liberal philosophy is a belief in the dignity of the individual, in his freedom to make the most of his capacities and opportunities according to his own lights, subject only to the proviso that he not interfere with the freedom of other individuals to do the same. This implies a belief in the equality of men in one sense; in their inequality in another. Each man has a equal right to freedom. This is an important and fundamental right precisely because men are different, because one man will want to do different things with his freedom than another, and in the process can contribute more than another to the general culture of the society in which many men live.

The liberal will therefore distinguish sharply between equality of rights and equality of opportunity, on the one hand, and material equality or equality of outcome on the other. He may welcome the fact that a free society in fact tends toward greater material equality than any other yet tried. But he will regard this as a desirable by-product of a free society, not its major justification. He will welcome measures that promote both freedom and equality – such as measures to eliminate monopoly power and to improve the operation of the market. He will regard private charity directed at helping the less fortunate as an example of the proper use of freedom. And he may approve state action toward ameliorating poverty as a more effective way in which the great bulk of the community can achieve a common objective. He will do so with regret, however, at having to substitute compulsory for voluntary action.

The egalitarian will go this far, too. But he will want to go further. He will defend taking from some to give to others, not as a more efficient means whereby the ‘some’ can achieve an objective they want to achieve, but on grounds of ‘justice’. At this point, equality comes sharply into conflict with freedom; one must choose. One cannot be both an egalitarian, in this sense, and a liberal.“
(Milton Friedman; Capitalism and Freedom, p.195).

[Unsere Übersetzung] Der Kern einer liberalen Philosophie ist der Glaube an die Würde des Einzelnen, der Glaube an die Freiheit eines jeden, seine Fähigkeiten nach eigenem Gutdünken so einzusetzen, und die sich im bietenden Möglichkeiten so zu nutzen, wie es ihm am besten erscheint, immer vorausgesetzt, dass er mit seinen Handlungen nicht die Freiheit anderer einschränkt. Das impliziert die Überzeugung, dass Menschen in einer Hinsicht gleich sind, in einer anderen Hinsicht ungleich. Jeder Mensch hat das selbe Recht auf Freiheit. Freiheit ist ein wichtiges und grundlegendes Recht, genau deshalb, weil Menschen verschieden sind, weil ein Mensch seine Freiheit zu anderen Handlungen nutzen wird als ein anderer und damit mehr als ein anderer zur Kultur der Gesellschaft beitragen kann, in der viele Menschen leben.

Deshalb wird ein Liberaler scharf zwischen Gleichheit in Recht und Chancen auf der einen Seite und materieller Gleichheit oder Ergebnisgleichheit auf der anderen Seite unterscheiden. Ein Liberaler wird die Tatsache begrüßen, dass eine freie Gesellschaft dazu tendiert, größere materielle Gleichheit zu erreichen, als jede andere Gesellschaftsform, die bislang probiert wurde. Aber er wird dies als wünschenswerten Nebeneffekt einer freien Gesellschaft ansehen, nicht als ihre Legitimation. Er wird Maßnahmen begrüßen, die sowohl Freiheit als auch Gleichheit fördern – zum Beispiel Maßnahmen die auf die Beseitigung von Monopolen zielen oder darauf, die Funktionsfähigkeit des Marktes zu verbessern. Er wird Mildtätigkeit, die darauf abzielt, denen zu helfen, die in einer freien Gesellschaft weniger erfolgreich sind, als angemessene Nutzung von Freiheit ansehen. Und er mag sogar staatliches Handeln, das darauf zielt, Armut zu reduzieren, als einen effektiven Weg betrachten, auf dem die Mehrheit der Gesellschaft ein gemeinsames Ziel erreichen kann. Er wird dies jedoch mit Bedauern tun, weil er Freiwilligkeit mit Verpflichtung ersetzen muss.

Ein Sozialist wird dies ebenfalls alles wollen. Aber er wird weiter gehen wollen. Er wird das Nehmen von einigen, um es anderen zu geben, nicht als ein effizientes Mittel ansehen, das es den anderen ermöglicht, bestimmte Ziele zu erreichen, sondern als Gerechtigkeit verteidigen. Und hier tritt Gleichheit in Konflikt mit Freiheit: Man muss sich entscheiden. Man kann nicht beides gleichzeitig sein, ein Sozialist in diesem Sinne oder ein Liberaler.


Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Wo all die rechtsextremen Straftaten herkommen: SPD und Linke fälschen Statistik

Ein Leser von ScienceFiles hat uns auf Folgendes hingewiesen:

In Bezug auf die Statistik erklärte Woidke [Ministerpräsident des Landes „Brandenburg“] im Inforadio des rbb, in Brandenburg habe es hinsichtlich der Erhebung rechtsextremer Straftaten Änderungen gegeben. „Bei der Polizei wird jeder Übergriff, bei dem nicht erwiesen ist, dass er keine rechtsextreme Motivation hat, in die Statistik hineingezählt.“ [Hervorhebung durch SF]

So berichtet es der rbb.

Logik f dummiesDie Art und Weise, Straftaten in der Statistik als bestimmte Fälle zu erfassen, die die SPD geführte Landesregierung in Brandburg praktizieren lässt, kann zwar eine gewisse Originalität für sich reklamieren, stellt aber dennoch Datenfälschung dar. Warum wird leicht deutlich, wenn man zunächst einmal abstrahiert und sagt:

Straftaten, die nicht eindeutig als nicht rechtsextrem eingeordnet werden können, werden ab sofort als rechtsextrem gezählt.

Abstrahieren wir noch etwas:

Wenn eine Straftat nicht nicht rechtsextrem ist, dann ist sie rechtsextrem.

Machen wir daraus eine logische Regel:

Wenn X nicht nicht-Y ist, dann ist X Y.

Das ist die generalisierte Form eines Fehlschlusses, der in der Logik als Fehlschluss der Bejahung des Konsequens bekannt ist. In Brandenburg ist er die Grundlage der Erfassung statistischer Daten. Kein Wunder, dass manche von einer flächendeckenden Verblödung in Deutschland reden und schreiben.

Um deutlich zu machen, wo der Fehlschluss liegt, hier ein paar Anwendungen der logischen Regel:

Ab sofort werden bei Wahlen in Brandenburg alle Stimmzettel, auf denen nicht eindeutig nicht die SPD gewählt wurde, als Stimme für die SPD gezählt, also alle ungültigen Stimmzettel und alle Stimmzettel, auf denen einer der beiden Kreise für Erst- oder Zweitstimme leer geblieben ist.

Ab sofort werden alle Angeklagten denen vor Gericht nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, dass sie die Straftat(en) nicht begangen haben, die ihnen zur Last gelegt wurden, verurteilt.

Ab sofort werden alle Autofahrer, für die nicht eindeutig nicht bestimmt werden konnte, dass sie am 21. September auf der A9 zwischen Ingolstadt und München nicht nicht zu schnell gefahren sind, wegen Geschwindigkeitsüberschreitung verwarnt und erhalten drei Punkte in Flensburg.

Ab sofort werden alle Linken, für die nicht eindeutig nicht bestimmt werden kann, dass sie Steine auf Polizisten geworfen haben, in Gewahrsam genommen.

Ab sofort werden alle Politiker, für die nicht eindeutig nicht bestimmt werden kann, dass ihr IQ unterhalb des Durchschnitts der Normalverteilung liegt, generell zu Ministerpräsidenten erklärt und sofort verrentet – wegen Demenz.


Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Unterrichtsmaterial – Es ist #NichtEgal, wenn alle Schwulen heterosexuelle Menschen hassen

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat einmal mehr eine sinnlose Verwendung von Steuermitteln entdeckt: Sie ist Partner von YouTube bei der infantilen Kampagne #NichtEgal, mit der gegen – na, gegen was? Krieg im Südsudan? Armut in der Sahel-Zone? Prostatakrebs bei Männern über 60 Jahren? Wasserknappheit in Guinea-Bissau? Krieg in Syrien? Überfischung der Weltmeere? Oder gegen Hassrede im Netz vorgegangen werden soll?

Richtig. Das derzeit wichtigste Thema, das so wichtig ist, dass man eine Kampagne nach der nächsten starten muss, um notleidende Aktivisten vor Arbeitsamt und der Gefahr, Weiterbildung und tatsächliche Arbeit erleiden zu müssen, zu retten, das ist natürlich HATE SPEECH.

Hass.
Hass ist überall.
Sie wachen morgens auf uns sehen in den Spiegel. Was sehen Sie? Sich? Nein: Hass!
Sie schalten das Radio an. Was hören Sie? Hate Speech!
Sie fahren in öffentlichen Verkehrsmitteln und lauschen der Hassrede ihrer Mitfahrer. Sie kommen am Arbeitsplatz an und tauschen die Mitfahrer gegen Kollegen. Sie schalten ihren Computer an und was erwartet Sie? Hass. Hass auf allen Seiten. Ständig sind sie nur einen Klick vom Hass entfernt. Hass in Bannerwerbung. Hass auf den Seiten der Bundesregierung, bei WELT; Fokus und BILD, Hass im Computerspiel und natürlich: Hass in sozialen Netzwerken, vor allem, in sozialen Netzwerken. Und das ist natürlich nicht egal. Es ist nicht egal, ob irgendwo auf Youtube irgendwer mit irgendeinem anderen eine Hassrede teilt oder einen Hasskommentar oder einen Hasspost …

nichtegalUnd weil das #NichtEgal ist, deshalb gibt es Unterrichtsmaterialien, mit denen bereits in Schulen dafür geworben werden soll, den Hass zu hassen, also auf Hassreden so mit Hass zu reagieren, dass man die Hassrede löscht, den Hassredner denunziert und … ja, wir kennen das, von der Amadeu-Antonio-Stiftung.

Neu bei #NichtEgal ist, dass die Unterrichtsmaterialien mit einer Definition von Hassrede beginnen, nein mit drei Definitionen.

Die erste Definition stammt von Anatol Stefanowitsch und findet sich in einer Broschüre der Amadeu-Antonio-Stiftung:

“Hassrede .. ist kein sprachwissenschaftlicher, sondern ein politischer Begriff mit mehr oder weniger starken Bezügen zu juristischen Tatbeständen“, so schreibt Stefanowitsch für die AAS-Stiftung und belehrt seine Leser, dass Hassrede nur dann Hassrede ist, wenn Hassrede Volksverhetzung ist, wenn also, wie es in § 130 StGB steht, in einer Weise, die geeignet ist, „den öffentlichen Frieden zu stören, 1. gegen eine nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe, gegen Teile der Bevölkerung oder gegen einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung zum Hass aufstachelt, zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen auffordert [wird] oder 2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er eine vorbezeichnete Gruppe, Teile der Bevölkerung oder einen Einzelnen wegen seiner Zugehörigkeit zu einer vorbezeichneten Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet“ wird.

Hassrede ist also nur dann relevant, wenn sie geeignet ist den öffentlichen Frieden zu stören. Ob das, was Hubert K Fritz P. in der geschlossenen Facebook-Gruppe anvertraut, den öffentlichen Frieden stört? Hassrede im hier definierten Sinn ist auch eine Leugnung des Holocaust oder die Billigung der Willkürherrschaft der Nationalsozialisten, sofern beide öffentlich erfolgen.

NoHate3

Die Amadeu-Antonio-Stiftung lauert überall!

Die zweite Definition stammt aus einer Broschüre der – na? Richtig: Amadeu-Antonio-Stiftung. Dort lernen wir, dass Hassrede ein Konzept ist, das man „kaum“ katalogisieren oder definieren kann. Hassrede kommt nur vor, wenn es bereits eine „bestehende Diskriminierung von Gruppen aufgrund von Hautfarbe, Gender, Sexualität …“ gibt. Und Hassrede funktioniert nur: „wenn sie eine kollektiv verankerte Abwertung anspricht und im Einklang mit gesellschaftlicher Diskriminierung steht“.

Das ist eine erstaunliche Definition von Hassrede. Ob die Urheber dieser Definition wissen, was sie da schreiben? Tatsächlich binden sie die Existenz von Hassrede an vorhandene Diskriminierung. Um eine Hassrede zu führen, muss entsprechend eine Diskriminierung „kollektiv verankert“ und tatsächlich vorhanden sein. Ohne den Nachweis einer kollektiven Verankerung von Sexismus und ohne den Nachweis einer Diskriminierung nach Geschlecht ist entsprechend keine Hassrede möglich. Das erklärt manches, denn nur wer sich in einer gewissen Paranoia suhlt und überall, wo er geht und steht, Rassisten, Sexisten, Rechtsextremisten sieht und nur wer diesen seinen Einbildungen entsprechende tief sitzende Ressentiments unterstellt, quasi als Projektion der eigenen Ressentiments gegen diejenigen, die er als Rassisten, Sexisten oder Rechtsextremisten katalogisiert, ist fähig zur Hassrede und fähig dazu, überall Hassrede zu lesen und zu hören. Vielleicht hilft den Armen ja ein Hassrede-Entzug in einer geschlossenen Anstalt?

Die dritte Definition stammt von „No-Nazi-Net“, also von der AAS-Stiftung, die das No-Nazi-Net finanziert und lautet, wie folgt:

„Als ‚Hate Speech‘ bezeichnet man [nicht man, wir nämlich nicht] menschenfeindliche Äußerungen, die zu Gewalt, Ausgrenzung oder Benachteiligung gegenüber einer Person oder eine Gruppe von Menschen aufrufen, z.B. Volksverhetzung oder Leugnung des Holocaust“.

Auf den ersten Blick sind wir zurück bei Stefanowitsch und seiner Definition. Auf den zweiten Blick sind wir hier in einem Dilemma, denn nach der Definition von No-Nazi-Net ist die Leugnung des Holocaust keine Hassrede, während Stefanowitsch sie in seiner Definition eingeschlossen hat. Da die Leugnung des Holocausts keine Gewalt, Ausgrenzung oder Benachteiligung einer Person oder Gruppe von Menschen zum Gegenstand hat, sondern einen historischen Fakt bestreitet, kann die entsprechende Leugnung nach den Kriterien der dritten Definition keine Hassrede sein.

Was nun?
Ignorieren wir die dritte Definition, weil sie einen Widerspruch formuliert und die zweite Definition, weil sie so formuliert ist, dass Hassrede nur von Personen wahrgenommen werden kann, die einen psychologischen Schaden erlitten haben, dann sind wir zurück bei Stefanowitsch und seiner Gleichsetzung von Hassrede und Volksverhetzung. Warum man einen neuen Begriff einführen soll, um einen alten Begriff zu ersetzen, wissen wir nicht. Aber scheinbar macht es Stefanowitsch Spaß unnötige Komplexität zu schaffen. Lassen wir ihm seinen Spaß.

Somit liegt Hassrede dann vor, wenn in einer Weise, die den öffentlichen Frieden stören kann, zum Hass aufgestachelt wird, gegen andere, also durch eine andere nationale, rassische, religiöse oder durch ihre ethnische Herkunft bestimmte Gruppe oder dann, wenn die Menschenwürde anderer dadurch angegriffen wird, dass sie wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer ethnischen, religiösen Gruppe oder zu einem Teil der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich gemacht oder verleumdet werden und wenn der Holocaust geleugnet und die Nationalsozialisten verharmlost werden.

Damit haben wir die zweite Aufgabe in den Unterrichtsmaterialien von #NichtEgal, die in Partnerschaft mit der Bundeszentrale für politische Bildung erstellt wurden, gelöst, die auf Basis der drei Definitionen gelöst werden sollte. Dass die drei Definitionen ausnahmslos von der AAS-Stiftung stammen, muss man wohl als Productplacement oder Schleichwerbung seitens der Bundeszentrale bezeichnen.

Nun, nachdem wir herausgearbeitet haben, was Hassrede sein soll und festgestellt haben, dass Hassrede Volksverhetzung ist und nichts anderes, nun können wir uns ans Werk machen, Aufgabe 3 zu lösen. Aufgabe 3 besteht darin, Hassreden zu identifizieren und wie immer, wenn man Schüler nicht in der Weise alleine lassen kann, dass sie zu kritischen Gedanken kommen, werden in den Unterrichtsmaterialien Beispiele gegeben. Folgende Beispiele:

  1. nichtegal2Alle Schwulen hassen heterosexuelle Menschen.
  2. Alle Ausländer sind gleich.
  3. Juden = Israel, Schwarze = Afrika.
  4. Wenn wir denen nicht zeigen, wo sie hingehören, haben wir nichts mehr zu lachen.
  5. Alle Muslime stellen die Scharia über das Grundgesetz.
  6. Wenn Ausländer klauen, ist es viel schlimmer, als würden Deutsche das tun.
  7. Meinungsfreiheit muss es auch mal ertragen können, dass ich Feministinnen scheiße finde.
  8. Diese Gutmenschen mit ihrem Genderwahn und ihrer ach so großen Toleranz können mich mal.
  9. Für ein Deutschland, das christlich bleibt.

Haben Sie bei den Beispielen bemerkt, wie sich langsam aber sicher eine bestimmte Ideologie einschleicht, die für sich in Anspruch nimmt, die einzig gültige Ideologie zu sein, das einzige Heil, das zum Vierten Reich führt?

Fangen wir mit (1), (2) und (5) an. Hierbei handelt es sich zum einen um empirische Aussagen, zum anderen um Allaussagen. Wenn jemand eine Allaussage über die Wirklichkeit aufstellt, macht er damit zweierlei: Er stellt eine Aussage auf, die man prüfen kann. Und er stellt eine Aussage auf, die schon mit einem Gegenbeispiel falsifiziert werden kann. (1), (2) und (5) sind somit keine Hassrede sondern empirische Aussagen, die falsifizierbar sind. Ein Schwuler, der keine heterosexuellen Menschen hasst, reicht zum Beispiel zur Falsifikation von Aussage (1). Aussage (2) ist darüber hinaus Unsinn, weil nicht klar wird, im Hinblick worauf und mit wem Ausländer gleich sein sollen. Ergebnis: Keine Hassrede.

hate_speech1Aussage (3) ist leicht als Unsinn zu erkennen, denn die Gleichsetzungen sind falsch, da außerhalb von Israel Juden leben und außerhalb von Afrika Schwarze. Ergebnis: Keine Hassrede.

Aussage (4) ist ohne Bezug sinnlos. Erst wenn man „denen“ mit Sinn füllt, also z.B. denen als schlechte Clowns oder Spaßverderber operationalisiert, kann man die Aussage sinnvoll interpretieren. Und in der Tat feststellen, dass dann, wenn wir Spaßverderbern nicht zeigen, wo sie hingehören, wir bald nichts mehr zu lachen haben. Ergebnis: Keine Hassrede.

Aussage (6) mangelt ebenfalls eine Bestimmung, denn schlimmer ist nicht nur ein zweistelliger Funktor im Hinblick auf die Vergleichsgruppe, es bedarf auch einer Bestimmung von schlimmer im Hinblick worauf: Schlimmer im Hinblick auf die Straffolge: Landen Ausländern schneller im Gefängnis als Deutsche? Schlimmer im Hinblick auf den Tatanlass: Ist die Not, die Ausländer zum Diebstahl treibt, größer als die deutscher Diebe? Ergebnis: Keine Hassrede.

Aussage (7) ist vollkommen richtig. Wenn Feministinnen nicht damit leben können, dass es Menschen gibt, die sie „scheiße finden“, dann haben sie eine Lebensleistung die den Übergang von der Kindheit ins Erwachsenenalter signalisiert, nicht erbracht. Ergebnis: Keine Hassrede.

Aussage (8) können wir uns nur anschließen. Sie ist eine Aussage, die deutlich macht, dass der Aussagende in Zukunft bitte nicht mehr von Gutmenschen belästigt werden will. Das werden die entsprechenden Gutmenschen doch wohl akzeptieren und tolerieren oder? Ergebnis: Keine Hassrede.

Ob Aussage (9) aus dem Parteiprogramm der CDU oder der CSU stammt, konnten wir nicht klären. Dass es auch im Interesse der Katholischen Kirche ist, dass nicht alle Christen zum Buddhismus übertreten, ist ebenfalls klar, so dass man sich fragt, was die Aussage hier soll, wenn es nicht darum geht, die Offiziellen der Katholische Kirche als Hassprediger hinzustellen? Ergebnis: Keine Hassrede.

free Hate speechDie Frage, was mit den Beispielen und den gesamten #NichtEgal Unterrichtsmaterialien bezweckt werden soll, ist keine triviale Frage, denn unter den neun Beispielen kann nur jemand Hassrede finden, der bereits mit einer entsprechenden Voreinstellung, einem entsprechenden Vorurteil, einem entsprechenden Hass an die Aufgabe geht und mehr liest, als da steht, jemand der eine Ideologie an die Wirklichkeit heranträgt und auf deren Grundlage Aussagen bewertet, so dass eine Ablehnung von Feministinnen zur Häresie wird, also zur Hassrede und die Bezeichung Gutmensch zur böswilligen Verächtlichmachung. Entsprechende Menschen sind leider nicht in der Lage, ihre Bewertung von ihrer Wahrnehmung zu trennen. Sie sehen keine Menschen mehr, sie sehen nur noch Gruppen: Freunde und Feinde. Sie lesen keine Sätze mehr. Sie lesen nur noch Hassrede oder Nicht-Hassrede. Sie können einem Leid tun, diese Ideologen. Ihre Welt muss furchtbar sein. Überall sehen sie, was sie sich in ihren Köpfen zusammenbrauen – nirgends mehr, was ist. Erschreckend.

Was derartige Projektionen geistiger Abgründe allerdings in Schulen verloren haben sollen, und wie es sein kann, dass die Bundeszentrale für Politische Bildung für derartigen Unsinn Steuergelder verschwendet, sind Fragen, die man nicht einfach unbeantwortet lassen kann, zum einen haben Unterrichtsmaterialien ein gewisses Niveau zu erfüllen und dienen dazu, Schülern etwas beizubringen, nicht dazu, sie zu verdummen. Zum anderen hat auch die Bundeszentrale für politische Bildung mit Steuergeldern verantwortlich umzugehen.

Gibt es eigentlich noch den Bund der Steuerzahler oder den Bundesrechnungshof? Wenn ja, was machen die? Denn: Wofür Steuergelder ausgegeben werden, ist #NichtEgal.


Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Gefahr von Links: Was man gegen Kinder von Linksextremen in der Kita tun kann

Das Problem ist vielen Erziehern bekannt: Linksextreme schleusen ihre Kinder in Kindertagesstätten, um dort Stimmung für ihre politischen Ziele zu machen.

Klaus Maier, Unternehmer und Eigentümer einer Spedition, hat seinen Ohren nicht getraut. Die kleine Anna Lena, gerade einmal fünf Jahre alt, hat den Vater des vierjährigen Steven aufs übelste beschimpft: Scheisskapitalist, neoliberaler Dreck, Klassenfeind und vieles mehr, hat sie dem 45jährigen self-made Unternehmer an den Kopf geworfen.

baby-und-familieLinksextreme Kinder wie Anna Lena sind leider, u.a. seit die LINKE in den Bundestag eingezogen ist, eine dauerhafte Belastung für viele Kindertagesstätten geworden: „Die Abgrenzung, was extrem ist, ist schwierig. Tatsache ist, dass diese Gesinnung in der SED der ehemaligen DDR ihren Ursprung hat“, sagt Prof. Dr. Michaela K., von der Universität, die aus Furcht vor der Antifa lieber unbenannt bleiben will.

Furcht treibt auch R. in die Anonymität, obwohl ihr die linksextreme Gefahr eine Herzensangelegenheit ist. Linke Familien arbeiten konspirativ. Bereits in früher Kindheit wird den Kindern der Kern der eigenen Überlegenheit eingeimpft. Andere, vor allem andere, die ihr Geld mit Arbeit verdienen, werden als mindere Lebensform, als Sklaven und Steuervasallen bezeichnet. „Die Kinder werden frühzeitig darauf vorbereitet, von Transferzahlungen und auf Kosten von Steuerzahlern zu leben. Sie kennen schon früh ihre Rechte, wissen aber überhaupt nichts von damit einhergehenden Pflichten“, so R.

Auch Eva P. ist in ihrer täglichen Arbeit mit linksextremen Sprösslingen konfrontiert: „Kinder von linksextremen Eltern sind meist von klein auf an das konspirative Leben gewöhnt. Viele haben schon Farbbeutel auf Häuserfassaden geworfen, bevor sie in die Schule kommen. Nicht wenige Flaschen auf Polizeibeamte“. Die Vermummung, die Alltagskleidung linksextremer Eltern, sie ist den Kindern schon früh zweite Haut. „Da wachsen kleine Terroristen heran“, weiß P. aus eigener Erfahrung.

Die Frage, die immer mehr normale Eltern normaler Kinder bewegt, ist: Wie kann man linksextreme Kinder erkennen, wie der Gesinnung den Garaus machen, ehe sie auf normale Kinder überschwappt. Auch hier weiß P. Rat: Kinder linksextremer Eltern riechen häufig nach Kernseife oder sie stinken nach CrystalMeth, da die Eltern die Erzeugnisse des Kapitalismus ablehnen. Man erkennt sie daran, dass sie völlig unerzogen sind. Sie reden, wenn sie Lust haben, schreien mehr und lauter als normale Kinder, rennen Passanten zwischen den Beinen herum und machen einen verwahrlosten und vernachlässigten Eindruck. Oft behaupten die Kinder, sie hätten mehr als zwei Eltern und geben damit an, dass sie im Urlaub in Venezuela waren.

Wehret den Anfängen!

Damit sich linksextreme Kinder und mit ihnen die Saat der Gewalt in deutschen Kindertagesstätten nicht festsetzen können, ist es wichtig, wachsam zu sein. Oft hilft es schon, eine Partnerschaft mit einem Großunternehmen, das die Kindertagesstätte unterstützt, einzugehen, um linksextreme Eltern abzuschrecken. Auch eine Gewinnausrichtung von Kindertagesstätten hat sich mehrfach bereits als hilfreich dabei erwiesen, Kinder linksextremer Eltern wieder loszuwerden. Auch ein Aufkleber „TTIP find‘ ich klasse“ an der Eingangstür ist schon erfolgreich erprobt worden. Gelingt es nicht, die Kinder wieder los zu werden, dann bietet sich eine Quarantäne an, die den linksextremen Kindern jeden Umgang mit normalen Kindern unmöglich macht. Das mag auf den ersten Blick grausam erscheinen. Wenn es aber darum geht, das Wiedererstarken des real existierenden Sozialismus zu verhindern, ist jedes Mittel, ein richtiges Mittel.

Mehr Infos gibt es hier.


Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Peinlich: Dresdner Anti-Rassisten wählen Ku-Klux-Klan Rassisten zum Patron

Ausgerechnet Atticus Finch, (To Kill a Mockingbird), eine Romanfigur von Harper Lee, haben sich Dresdner Gutmenschen, die sich vorgenommen haben, auf den Zug der Flüchtlingsindustrie aufzuspringen und sich von den Mitteln, die üppig in die zahlreichen Projekte fließen werden, die in hochtrabenden Worten die schöne Ziele beschreiben und ihren Behauptungen keinerlei Evaluation folgen lassen werden, ob die schönen Ziele auch erreicht wurden, ein erkleckliches Auskommen zu schaffen, zum Vorbild genommen.

Atticus Dresden nennt sich der Verein, dessen „Mission“

harper-lee-mockingbird“politische und interkulturelle Bildung, Unterstützung aller sozial-benachteiligten Menschen, Direkthilfe / Integrationsprojekte für geflüchtete Menschen, Unterstützung zur weiteren Entwicklung Dresdens als weltoffene, partizipative, inklusive und vielfältige Stadt, Einbringung in die Politik Dresdens und Sachsens durch konstruktive Kritik und umsetzbare Lösungsvorschläge“ umfasst.

Die Unterstützung, die die 10-Gesellen von Atticus leisten wollen, ist natürlich nicht unentgeltlich. Vielmehr ist die „Unterstützung“ von Atticus davon abhängig, dass Atticus seinerseits mit Steuergeldern unterstützt wird.

Der Gravy Train der schönen Worte, er rollt unaufhaltsam und jeder der z.B. wie der Atticus-Vorsitzende Eric Hattke Kontakte in ein SPD-geführtes Ministerium in Dresden hat, kann sich wohl darauf verlassen, üppig mit Steuergeldern gefüttert zu werden. Er muss nur schöne Ziele mit wohlklingenden Adjektive und Verben formulieren: Helfen ist immer gut, Unterstützung umso besser, sozial-benachteiligt macht sich immer bestens, und „partizipativ, inklusiv und vielfältig“ ist ein Dreigestirn, gegen das die heiligen Drei-Könige schlicht alt aussehen.

Die Fördergelder, sie werden aus mindestens einem Dresdener Ministerium in die Kassen der Atticusse nur so sprudeln.

Nun haben die guten Menschen aus Dresden, um ihr Ansinnen auch ganz plastisch zu machen, eine literarische Figur gewählt, die ihr Ansinnen personifizieren soll, einen aufrechten Kämpfer gegen das Unrecht, das z.B. den Schwarzen im Süden der USA in den 1930er Jahren zugefügt wurde, einen Anwalts-Kämpfer, der sich gegen die Mehrheit, gegen die Mehrheitsmeinung und gegen den virulenten Rassismus im Süden der USA stemmt und glorreich den Kampf für Menschenrechte, Freiheit und Gleichheit führt: Atticus Finch.

Ein Problem, das viele haben, die die Namen anderer oder die Meriten, die andere, z.B. durch das Schreiben eines Romans für sich verdient haben, plagiieren und für sich benutzen wollen, besteht oft darin, dass sie als Folge mangelnden Engagements nicht hinreichend kundig sind, wen sie sich zum Schutzheiligen oder Gutheitspatron erkoren haben. So hat sich das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur für die Millionen, die es in die Förderung der bislang unbenennbaren Wohltaten akademischer Frauenförderung steckt, ausgerechnet Maria Goeppert-Mayer zur Namenspatronin auserkoren. Eine explosive Patronin, war Goeppert-Mayer doch mit an der Entwicklung der ersten Atombombe beteiligt. Offensichtlich hat man beim Ministerium in Hannover keine Ahnung, wer Maria Goeppert-Mayer eigentlich war.

Ähnlich wie den Ministerialen ergeht es nun den Atticussen, die sich für ihren Kampf gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und für ein geeintes Tanzen von Ringelreihen in grünen deutschen Landschaften  ausgerechnet Atticus Finch zum Vorbild genommen haben, einen ausgemachten und waschechten Rassisten, aus der Feder von Harper Lee. Denn, was die Atticusse nicht sagen und nicht wissen: Harper Lee hat nicht nur „To Kill a Mockingbird“ geschrieben, in dem Atticus Finch einen Kämpfer für das Gute darstellt. Sie hat auch „Go Set a Watchman“ geschrieben, einen Roman, den nicht wir, aber einer unserer belesenen Leser gelesen hat.

Und in diesem Roman, der zeitlich vor „To Kill a Mockingbird“ geschrieben wurde, da entpuppt sich Atticus Finch, der Patron der Dresdner Anti-Rassisten als echter Rassist. Ganz schön peinlich, wenn man Name-Dropping betreibt und die falschen Namen fallen lässt…

Hier, was unser Leser zu den Atticussen schreibt:

harper-lee-watchman“Die literarische Figur Atticus Finch in dem preisgekrönten Roman von Harper Lee „Wer die Nachtigall stört“ ist ein guter Mensch, kein Gutmensch. Das zeigt auch der 2. Roman der Autorin, der erst vor wenigen Jahren veröffentlicht wurde und viele „Wer-die-Nachtigall-stört“-Fans verstört hat. Er wurde zeitlich vor der Nachtigall geschrieben und erzählt die Geschichte des alt gewordenen Atticus Finch. Dieser Atticus ist gegen Negerwahlrecht, er geht zum Ku-Kux-Klan, um sich die Argumente anzuhören. Er kämpft gegen die Verfassungsänderung, die einer Minderheit zu Rechten helfen wird, die der Mehrheit schaden. Er diskutiert leidenschaftlich mit seinem ideologisch verblendeten Töchterchen, das über die Ansichten ihres rassistischen Papas schier ausflippt.

Nein, die Fortsetzung vom 1. Atticus-Finch-Roman, die übrigens „Gehe hin, stelle einen Wächter“ heißt, hat dieser Verein, der meint, die literarische Figur des Atticus Finch missbrauchen zu dürfen, sicher nicht gelesen. Atticus Finch ist in dieser Fiktion nach allen Regeln der Definition ein Rassist. So etwas interessiert die halb gebildeten Atticusse aber offensichtlich nicht. Fazit: Wer sich umfassend orientiert, ist klar im Vorteil. Und vermeidet solche peinlichen Fehler.“


Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

„Wie in einen Gottesdienst“: Joseph Goebbels schlägt Wellen bis 2016

Pawlow hatte u.a. einen Hund. Diesen Hund hat er konditioniert, und zwar so, dass immer dann, wenn die Türglocke ertönt, dem Hund der Speichel läuft. Das Besondere an Pawlows Hund: Man musste ihn konditionieren, die Türglocke mit Hundefutter in Verbindung bringen, damit bei dem Hund der Speichel läuft.

watson-behaviorismusBei manchen Menschen ist das anders. Manche Menschen brauchen keinen Anreiz, damit ihnen der Speichel läuft, sie sind so zusagen Selbstspeichler, die jede Gelegenheit nutzen, um abzusondern. Selbstverständlich ist Selbstspeicheln keine Tätigkeit, die nutzlos ist, jedenfalls in den Augen derer, die reizlos loslegen, nicht. Sie speicheln um sich als gute Menschen zu erweisen, als Mahner in der Wüste, als verbale Kämpfer gegen den Ansturm von Worten und als medial präsente Selbstproduzenten auf der Suche nach den Fördermitteln, die Ministerien so gerne ausloben, um den Speichelfluss am Laufen zu halten.

Wir müssen den rationalen Widerstand um ein weiteres Prinzip erweitern: Wenn man etwas betont, dann betont man es, dann weist man diesem Etwas Prominenz zu, macht es relevant und nicht etwa bedeutungslos.

Gestern haben wir von den Atticussen berichtet, einem 10-Mann-Verein aus Dresden, der sich eine Finte überlegt hat, um groß rauszukommen. Anfeindung ist ihr Mittel. Auf der Suche nach einem Gegenstand zur Anfeindung, sind sie auf Werner Patzelt gestoßen, und Patzelt hat Speichelauslösendes gesagt: „Wie in einen Gottesdienst“, so hat er gesagt und „so einst Joseph Goebbels“ angefügt. Ein wohlkalkuliertes Stöckchen, wie Patzelt heute sagt, der wohl damit gerechnet hat, dass Selbstspeichler seinen Reiz nur zu willig aufnehmen und eine vorhersehbare Reaktion zeitigen: Entrüstung. Entrüstung scheint eine der wenigen emotionalen Fähigkeiten zu sein, die Selbstspeichler ihr eigenen nennen, und Entrüstung ist es, die sie nun zeigen.

Gestern Abend hat Werner Patzelt darauf hingewiesen, dass die ganze Aufregung an der Sache vorbeigeht, in jedem Fall an dem, was er tatsächlich gesagt hat, vorbeigeht, denn seine Intention war es, die Tatsache hervorzuheben, dass ein Abfall vom Glauben, wie ihn die Bundesregierung vorgibt, also ein Zweifel daran, dass wir das schaffen, in Deutschland religiöser Häresie gleichkommt und mit der Ausgrenzung der Häretiker bestraft wird, von denen, die an das „wir schaffen das“, in einer Art und Weise glauben, die „wie in einem Gottesdienst“ ist (so einst Joseph Goebbels).

Hätte Patzelt gesagt, „so einst Josef Stalin“ oder „so einst Harold Garfinkel“ oder „so einst Pius der XXIII“ oder „so einst Karl Kraus“ nichts wäre passiert. Denn keiner der Genannten hat auch nur ansatzweise die Erregung zur Folge, die der Name Joseph Goebbels auf Selbstspeichler ausübt. Wenn Sie Goebbels hören, dann fallen sie automatisch in den Entrüstungsmodus und empören sich, empören sich über Goebbels, über Patzelt, den Vergleich, die Welt, das Universum und everything, denn Empörung zeigt ihnen, dass sie noch lebendig sind, ein Gefühl, das sich nur selten einstellt.

Und heute gibt es schon einen Beitrag im Deutschlandfunk darüber, dass Patzelt wegen des Goebbels Zitat in der Kritik ist, in der Kritik eines 10-Mann-Vereins der noch nicht ins Vereinsregister eingetragen ist und derzeit versucht, Profil zu gewinnen. In erster Reihe, wenn es um den Versuch geht, sich zu profilieren, steht dann Eric Hattke und gibt Unsinn wie den folgenden von sich:

lynch-mob1„Ich glaube es birgt die große Gefahr, dass wenn ein Professor Joseph Goebbels zitiert und absurde Vergleiche zum Dritten Reich zieht, dass das die Legitimation ist für viele Leute, das gleiche zu tun und es vielleicht noch überspitzter zu tun, dass das so etwas wie ein Dammbruch ist. Ich glaube viele rechte Gruppierungen versuchen gerade, immer mehr Grenzen zu überschreiten, immer weiter auszureizen, um zu gucken, wie weit kann man gehen. Und wenn ein Uniprofessor eine Führungsperson des Dritten Reiches zitiert, und sie so zitiert, dass sie die jetzige Willkommenskultur herabwürdigt, dann ist das schon ein Signal für viele Gruppen, dem nachzuziehen.“

Albert Speer hat nach dem Krieg von den magischen Augen des Adolf Hitler fabuliert, mit deren Blick er seine Umgebung in seinen Bann schlagen und jedem Erblickten seinen Willen aufzwingen konnte. Es scheint, Hattke hat zu viel Speer gelesen oder wie sonst sollte man seine Ansicht interpretieren, dass ein magischer Führer Patzelt, dem wir weder seine Öffentlichkeitswirksamkeit noch sein Charisma streitig machen wollen, Rechte in seinen Bann schlägt, zum Dammbrecher für Rechte wird, die ausloten, was geht, um dann Grenzen zu überschreiten, indem sie Goebbels zitieren mit „Wie in einem Gottesdienst“ oder vielleicht auch: „Wollt Ihr den totalen Krieg?“ und alle schreien … aber lassen wir das.

Die Welt, in der die Hattkes dieser Zeit leben, sie ist dem Normalbürger nicht nachvollziehbar. Sie ist bevölkert von mystischen Vorgängen und Menschen mit diabolischen Fähigkeiten, die es schaffen, die Masse in ihren Bann zu schlagen und so abzurichten, dass die Nennung eines einzigen Wortes Speichelfluss auslöst: Goebbels zum Beispiel …


Haben Sie Fragen oder Anregungen?
Kontaktieren Sie uns

ScienceFiles ist ein Non-Profit-Blog. Damit wir unser Angebot aufrechterhalten und vielleicht sogar ausbauen können, benötigen wir Ihre Unterstützung
durch eine Spende (via Paypal) durch eine Spende (via Banküberweisung) als ScienceFiles-Clubmitglied
  • Bank: Tescobank plc.
  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise