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Oder Erythritol/Erythrit, so die Bezeichung eines der beliebtesten nicht nahrhaften Zuckerersatzstoffes, der seinen Weg in viele „Zero-Calorie“, zuckerfreien Soft-Drinks, von Coca Cola Zero, über Monster Energy-Drinks bis zu den meisten Eigenmarken der Supermarktketten gefunden hat. In der EU wurde Erythritol 2003 vom damaligen Scientific Committee on Food (SCF) als sicherer Nahrungsmittelzusatz eingestuft, 2006 wurde Erythritol als „neues Nahrungsmittel“ zum generellen Einsatz freigegeben. Seit die EFSA [European Food Safety Authority] den Stab vom SCF übernommen hat, wurde die erlaubte Menge des Zusatzes von Erythritol erhöht (1,6% des jeweiligen Gesöffs, 2015) und damit der Weg zum flächendeckenden Einsatz in Softdrinks geebnet, ehe 2023 die „empfohlene Menge“ des Konsums von Erythritol verringert wurde, denn das Zeug wirkt abführend…
Und weil das alles noch nicht reicht, kommt es nun knüppeldick in der folgenden Studie:
Berry, Auburn R., Samuel T. Ruzzene, Emily I. Ostrander, Kendra N. Wegerson, Nathalie C. Orozco-Fersiva, Madeleine F. Stone, Whitney B. Valenti et al.(2025). The non-nutritive sweetener erythritol adversely affects brain microvascular endothelial cell function. Journal of Applied Physiology 138(6): 1571-1577.
Die Studie ist eine „in-vitro Studie, also eine in der Petrischale, keine am lebenden Subjekt. Dessen ungeachtet reihen sich die Ergebnisse in eine ganze Reihe ähnlicher Ergebnisse ein, die den Verdacht, dass Erythritol mehr Schaden als Nutzen anrichtet, nicht „sicher und effektiv“ ist, wie man bei der EFSA denkt, bestärken, etwa:
Witkowski, Marco, Ina Nemet, Hassan Alamri, Jennifer Wilcox, Nilaksh Gupta, Nisreen Nimer, Arash Haghikia et al. (2023). The artificial sweetener erythritol and cardiovascular event risk. Nature medicine 29(3): 710-718.
die ein erhöhtes Thrombose-Risiko mit dem Genuss künstlicher Zuckerersatzstoffe wie Erythritol zeigen oder
Lim, Jungeun, Hyokyoung G. Hong, Jiaqi Huang, Rachael Stolzenberg-Solomon, Alison M. Mondul, Stephanie J. Weinstein, and Demetrius Albanes (2024). Serum erythritol and risk of overall and cause-specific mortality in a cohort of men. Nutrients 16(18): 3099.
die ein erhöhtes Sterberisiko für Männer in ihren Analysen finden, ein Sterberisiko, das vor allem über Gewebeschäden, verursacht von artifiziellen Zuckerersatzstoffen allen voran: Erythritol und nachfolgend über Herzinfarkt oder Herzstillstand in den Tod führt.
Anders formuliert: Die Autoren untersuchen, was passiert, wenn man eine Kultur menschlicher Hirnendothelzellen mit dem künstlichem Zuckerersatz Erythritol (Erythrit) versetzt und das Ergebnis ist … nun ja:
[Unsere Übersetzung:] „Das neue Ergebnis der vorliegenden Studie ist, dass der nicht-nährstoffhaltige Süßstoff Erythritol oxidativen Stress erhöht, die Bioverfügbarkeit von Stickstoffmonoxid verringert, die Endothelin-1-Produktion fördert und die fibrinolytische Kapazität in mikrovaskulären Endothelzellen des Gehirns in vitro beeinträchtigt. Die hier vorgestellten Ergebnisse stützen und erweitern experimentell epidemiologische Studien, die einen Zusammenhang zwischen Erythritol und einem erhöhten Schlaganfallrisiko belegen. Tatsächlich sind erhöhter oxidativer Stress, verminderte NO-Produktion, erhöhte ET-1-Systemaktivität und beeinträchtigte fibrinolytische Funktion zentrale Merkmale der zerebralen vaskulären Endothelfunktionsstörung und ursächliche Faktoren für die Entwicklung, den Schweregrad und den Ausgang eines ischämischen Schlaganfalls.
Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
