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Das Geld der anderen – konzertierte Kampagnen zur Umverteilung von Milliardenbeträgen [Filmtip]

Im Frühjahr des Jahres 2020 begann die systematische Umsetzung einer konzertierten Aktion, deren Ziel es war, Steuerzahler in westlichen Industrienationen zu berauben und mehrstellige Milliardenbeträge aus den Taschen von Steuerzahlern in die Taschen weniger Profiteure umzuverteilen.

Die Vorgehensweise, mit der es gelang, Milliarden Menschen vorzugaukeln, sie schwebten in akuter Lebensgefahr, wenn sie sich nicht eine experimentelle Spritzbrühe zu diesem Zeitpunkt unbekannter Nebenwirkungen verpassen ließen, eine konzertierte Aktion zwischen politischen und medialen Gaunern, die die Vorderbühne geschaffen haben, auf deren Hinterbühne die eigentlichen Drahtzieher dann Profit in Milliardenhöhe eingestrichen haben, diese Vorgehensweise ist nicht neu. Sie wurde nicht 2020 erfunden, um Bürger zu prellen. Sie ist vermutlich eine Begleiterscheinung menschlicher Gesellschaften solange es menschliche Gesellschaften gibt.

Quelle: Wolfmans Cultfilm

Vermutlich ist Trägheit die Grundlage. Die einen überwinden Trägheit und die anderen erfinden auf ihrer Trägheit Methoden, um an denen, die sie überwunden haben, zu schmarotzen. Die ganze Klasse derjenigen, die Dienstleistungen verkaufen, die niemand benötigt, der Funktionäre und anderen Gatekeeper, die Zugang kontrollieren und über die Kontrolle Einkommen in zunehmend unanständigerer Höhe generieren, ist wohl auf diese Weise entstanden.

Insofern springt Marx mit seiner Dichotomie der Sklaven und Sklavenhalter zu kurz. Man wird nicht als Sklavenhalter geboren, man muss Sklavenhalter werden, etwa dadurch, dass man in der Zeit, die andere mit Arbeit verbringen, überlegt, wie man diese anderen ausnutzen und zu Dingen bringen/zwingen kann, die sie von sich aus nicht tun würden. Der beschriebene parasitäre Modus hat viele Varianten, eine davon wird in „The Harder They Fall“ [in Deutsch: Schmutziger Lorbeer] beschrieben.

Wenn es Ihnen so geht, wie uns, dann sind sie außerstande, das was heute Film sein soll, zu konsumieren. Der Anschlag auf guten Geschmack, Verstand oder Moral ist einfach zu groß, als dass man sich durchsehen könnte. Ergo ist man auf der Suche nach intelligenter und sauberer Unterhaltung, nach Filmen, die ein Thema bearbeiten, ohne die Seher zu Jüngern einer Ideologie bekehren zu wollen, nach Filmen, die sinnvolle Dialoge und realistische Szenen aneinanderreihen, und einen Gegenstand aus dem menschlichen Leben, ein psychologisches Bedürfnis oder ein menschliches Dilemma, soziologische Zusammenhänge usw. behandeln.

Wir betreiben diese Suche nun schon ein paar Jahre und haben uns entschlossen, eine Serie zu beginnen, in der wir, immer zum Wochenende, einen Film empfehlen, den wir für sehenswert halten. In der Mehrzahl der Fälle wird es sich dabei um einen Film handeln, der vor 1960 gedreht wurde, was nicht nur eine interessante Zeitreise in die Normalitätsvorstellungen zu anderen Zeiten mit sich bringt, sondern eine gute Basis, um das, was bis heute alles vor die Hunde gegangen ist, zu archivieren.

The Harder They Fall, ein Film, den Jeymes Samuel 1956 mit Humphrey Bogart in der Hauptrolle, ein Jahr vor dessen Tod, gedreht hat, spielt im Boxer-Milieu. Bogart spielt Eddie Willis, einen Sportjournalisten mit einigem Renommee, der in die Jahre gekommen ist und sich nach einer Möglichkeit der Alterssicherung, der finanziellen Besserstellung umsieht. Nick Benko, ein Box-Kampf Veranstalter (hervorragend dargestellt von Rod Steiger) gelingt es vor diesem Hintergrund Willis für eine Kampagne zu gewinnen, deren Ziel darin besteht, Toro Moreno (gespielt von Mike Lane), einen Schrank von einem Mann aufzubauen, so dass er gegen den Weltmeister im Schwergewicht in New York antreten kann.

Das Problem: Moreno kann nicht boxen.

Er ist ungelenkt und hat keinerlei Technik. Dennoch macht er seinen Weg. Er wird von Willis „hochgeschrieben“, zu einem „guten Boxer“ gemacht, obschon er das nicht ist. Die Medienkampagne sorgt für volle Boxarenen, in denen Moreno gegen Gegner kämpft, die dafür bezahlt werden, auf die Bretter zu gehen, um Moreno den Weg nach New York zum letzten Kampf gegen den Weltmeister im Schwergewicht zu ebnen.

Je länger der Film läuft, desto dunkler wird er, desto deutlicher wird die Menschenverachtung, die Box-Kampf Veranstalter Benko und diejenigen, die Trainer von Boxern sind, ihrem „Menschenmaterial“ entgegenbringen, das für sie nur Mittel zum Zweck, zum Verdienst ist, ein Mittel, das entsorgt wird, wenn es nicht mehr tauglich ist. Man kann den Film als eine Allegorie auf all die nutzlosen Existenzen ansehen, die es geschafft haben, Zugänge zu Ressourcen zu kontrollieren und die diese Position nutzen, um andere zu objektivieren und auszunutzen. Die Morenos dieser Welt finden sich unter Migranten, die von Seerettern ausgenutzt werden, um sich als „gute Menschen“ zu inszenieren und über Spendenaufrufe Millionen zu generieren. Sie finden sich als kleine Kinder, die gegroomt werden, damit sie durch Straßen ziehen und Armut per Verbot fossiler Brennstoffe fordern. Sie finden sich in vielen Bereichen, in denen es die Mitglieder einer nutzlosen Klasse geschafft haben, andere auszunutzen.

Und bevor ich mich in Rage schreibe: Hier unser Filmtip für diese Woche:

Sie können über die Settings deutsche Untertitel generieren lassen. Der Film ist unter dem Titel „Schmutziger Lorbeer“ in synchronisierter Fassung vorhanden, aber schwierig zu besorgen.


 

 

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