MINT-Frauenbehätschelung: eindrucksvolles Dokument des vollständigen Scheiterns

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Selten haben Regierungen so viel Steuergelder benutzt, um Zwischenwirte zu finanzieren, die versprechen, den Anteil der weiblichen Studenten zu erhöhen, die sich für MINT-Fächer einschreiben und dieselben auch mit einem Abschluss beenden. Selten sind die Mittel so verschwendet worden.

Dabei ist MINT ein zentrales Thema des Gleichstellungsnarrativs, jenes Narrativs, das darauf besteht, dass Männlein und Weiblein in allem gleich sind, in Präferenzen, Interessen, Einsatz, Leistungskraft, Leistungsfähigkeit, Kompetenz aller Art und vielem mehr und deshalb gleich verteilt sein müssen. Wenn, so die Erzählung weiter, ungleiche Verteilungen zwischen Männern und Frauen, Jungen und Mädchen vorhanden sind, und diese ungleichen Verteilungen zum Nachteil von Mädchen oder Frauen ausfallen (wenn Jungen und Männer einen Nachteil haben, dann ist das irrelevant), dann liegt dies an den gesellschaftlichen Strukturen, von denen zwar niemand weiß, was sie eigentlich sein sollen, von denen sich aber gut leben lässt, denn scharenweise werden Genderista dafür aus den Taschen der Steuerzahler finanziert, dass sie die angeblichen Hindernisse auf dem Weg zu vollständiger Gleichverteilung beseitigen.

Die Mittel, die in Frauenförderung gesteckt wurden, sie lassen sich nur noch in Milliardenbeträgen fassen. Selten wurden Steuermittel in größerem Stil verschleudert. Selten wurde mit ihnen mehr Schaden angerichtet. Selten hat sich im internationalen Vergleich in einer Deutlichkeit gezeigt, die ihresgleichen sucht, dass die Mittel der Frauenförderung nicht der Förderung von Frauen, sondern der Finanzierung der Mittelschichts-Frauen dienen, die von sich behaupten, sie würden Frauen fördern, obgleich sie nur am eigenen Auskommen interessiert sind.

Eine Möglichkeit, den negativen Effekt von Frauenförderung und MINT-Behätschelung darzustellen, bieten Daten der Weltbank, über die wir gestern gestolpert sind. Eigentlich sind die Daten dazu gedacht, die Tatsache zu bejammern, dass in 107 von 114 Ländern weniger weibliche als männliche Universitäts-Absolventen in MINT-Fächern gezählt werden. Tatsächlich kann man anhand der Daten zeigen, dass der Anteil der weiblichen Absolventen in MINT-Fächern in Ländern, die man im Westen fälschlicherweise mit Nachteilen für Frauen assoziiert, deutlich höher ist, als in westlichen Industrienationen.

Die Hitliste der Länder mit den höchsten Anteilen weiblicher MINT-Absolventen wird von Tunesien, Algerien, Benin, dem Oman und Brunei angeführt. Am anderen Ende der Skala finden sich Deutschland, Finnland, Weißrussland in trauter Eintracht mit Ghana, der Schweiz, Burundi und Burkina Faso.

Das ist noch nicht alles.

Wir haben uns vom World Economic Forum die Gender Gap Daten besorgt, die zeigen sollen, wie weit die angestrebte Gleichstellung in den untersuchten Ländern bereits fortgeschritten ist. Der Gender Gap Index ist letztlich auch ein Maß für die Intensität, mit der in bestimmten Ländern Frauen behätschelt und gefördert werden. Korreliert man ihn mit dem Anteil der MINT-Fach-Absolventen von Universitäten dann ergibt sich ein signifikanter, linearer Zusammenhang (Pearsons r) von -.31, d.h. in Ländern, in denen es mehr Frauenförderung gibt, gibt es weniger weibliche MINT-Fach-Absolventen als in Ländern, in denen es weniger Frauenförderung oder gar keine Frauenförderung gibt. Die folgende Abbildung stellt diesen Zusammenhang eindrucksvoll dar.

Mit anderen Worten: Frauenförderung erreicht das Gegenteil dessen, was angeblich angestrebt werden soll oder hat schlicht keinen Effekt: Je mehr Steuergelder verpulvert werden, um MINT-Absolventen-Gleichheit zwischen den Geschlechtern herzustellen, desto erfolgloser sind die entsprechenden Versuche. Je weniger Frauenbehätschelung und -förderung in Ländern vorhanden ist, desto höher ist der Anteil weiblicher Studenten, die ein MINT-Fach abschließen.

Ein solches Ergebnis würde in Ländern, in denen es der Regierung tatsächlich darum geht, den Anteil weiblicher Studenten in MINT-Fächern zu erhöhen, aufhorchen lassen und dazu führen, dass die bisherigen und laufenden Projekte als vollkommen erfolglos oder sinnlos eingestellt und verworfen werden. An die Stelle von mehr Einflussnahme, würde weniger Einflussnahme treten. Die Milliarden Steuermittel, die ausgegeben werden, um weibliche Studenten mit keinerlei Erfolg von MINT-Fächern zu begeistern, würden nicht mehr ausgegeben werden und könnten einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden.

In Deutschland gibt es keine entsprechende Reaktion, denn hier geht es gar nicht darum, den Anteil der weiblichen Studenten in MINT-Fächern zu erhöhen, sondern darum, diejenigen, die sich angeblich bemühen, in Projekten, Programmen und „Maßnahmen“, den entsprechenden Anteil zu erhöhen, zu finanzieren, sie vor dem Abstieg in die Arbeitslosigkeit zu bewahren.


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