Daten für Deutschland:
53% der Bevölkerung gelten als übergewichtig.
20% der Bevölkerung erfüllen die Kriterien, um als adipös eingestuft zu werden (in den 53% enthalten).
9%-11% der Bevölkerung wurden mit Diabetes diagnostiziert. Tendenz: steigend.
Weniger als die Hälfte der Deutschen gelten als „normalgewichtig“.
Trotz aller Vorsorge, Prävention, trotz aller Fortschritte bei medikamentöser Behandlung scheint die Bevölkerung immer kränker zu werden, scheinen sich Leiden immer weiter zu verbreiten.
Ein Umstand, der sich in der Entwicklung der krankheitsbedingten Fehltage niederschlägt, hier dargestellt als durchschnittliche Fehltage pro Arbeitnehmer:
Wenn man einen Bereich benennen sollte, in dem die vielen Interventionen, die es in den letzten Jahrzehnten zu Gunsten der Bevölkerung gegeben hat, überhaupt nichts gebracht haben, wenn nicht geschadet haben, dann ist es der Gesundheitsbereich, dessen Kosten immer höher werden und dessen Ergebnis in einer offenkundig kränker werdenden Bevölkerung besteht.
Indes, nicht alle finden es schlimm, wenn Mitglieder westlicher Gesellschaften immer früher, immer kränker werden. Manche machen damit Gewinn.
Der Umsatz von Pharmafia ist in nur 25 Jahren weltweit von rund 390 Milliarden USD auf 2025: 1.750 Milliarden USD gestiegen. Der Gewinn von Pharmafia ist im selben Zeitraum von 50 Milliarden USD auf 2025: 138 Milliarden USD gestiegen, zuletzt haben Politiker dabei heftig nachgeholfen. Der Effekt, den die Plandemie auf den Gewinn von Pharmafia hatte, ist deutlich zu sehen. Die anschließende Normalisierung ist mittlerweile in eine neue Gewinnexplosion überführt worden, und das, was die Kassen von Pharmafia klingeln lässt, hat einen Namen: GLP-1 – Glucagon-like Peptide-1 besser bekannt als:
Ozempic oder
Wegovy oder
Mounjaro oder
Saxenda.
Vier Namen, ein Versprechen: Abnehmen.
Eli Lilly, Merck, Novo-Nordisk sie machen derzeit Fett zu Geld, das Versprechen, Fett zu entsorgen, magisch verschwinden zu lassen aus den Polstern, die so viele von uns angelegt und die bei manchen bereits epische Ausmaße angenommen haben.
Das Abnehmen auf Rezept, alle genannten „Medikamente“ sind natürlich rezeptpflichtig, Ärzte wollen auch daran verdienen, ist indes in Deutschland noch offiziell der Behandlung von Diabetes-2 vorbehalten. Nach § 34 Abs. 1 SGB V sind Arzneimittel von der Versorgung ausgeschlossen, „bei deren Anwendung eine Erhöhung der Lebensqualität im Vordergrund steht“ – insbesondere Mittel „zur Abmagerung oder zur Zügelung des Appetits“ bzw. „zur Regulierung des Körpergewichts“.
Ozempic, Wegovy und vergleichbare Präparate zur reinen Gewichtsreduktion gelten als Lifestyle-Arzneimittel. Gerichte (u. a. Landessozialgerichte und das Bundessozialgericht) haben diesen Ausschluss mehrfach bestätigt – auch bei schwerer Adipositas. Dessen ungeachtet ist die Zahl der bei Gesetzlichen Krankenkassen Versicherten, die – offiziell wegen Diabetes-2 – mit Ozempic und Co. versorgt werden, von rund 200.000 im Jahre 2020 auf bereits 550.000 im Jahre 2025 in die Höhe geschnellt. Private Krankenkassen bezahlen bereits die Behandlung mit einem der „Abnehmmittel“, wenn heftige Adipositas vorliegt, Einzelfallprüfung vorgeschaltet, die Diskussion darüber, ob gesetzliche Krankenkassen die Kosten für das Entfetten von Dicken übernehmen sollen, ist derzeit in vollem Gange.
Für manche ist die Krankheit Lebensleistung…
Bei Diskussionen, wie der im Tagesspiegel, sollte man nicht aus dem Auge verlieren, dass GLP-1 Präparate nicht von Adipositas heilen, sie beseitigen Fett und legen dem, der anschließend wieder anfetten will, keinerlei Steine in den Weg, das wäre dem Geschäftsmodell nicht zuträglich.
Jubelbeiträge, in denen die große Leistung von Ozempic und Co. gefeiert und die Nebenwirkungen kleingeschrieben werden, finden sich in all den Tageszeitungen, die einen satten Haushaltsposten über Werbung von Pharmafia bestreiten:
Und im Zeitmagazin findet sich eine Serie von Beiträgen, in denen eine Erschlankte ihre Erschlankungsmittel über den grünen Klee lobt, Ausdruck einer satten Gesellschaft, in der das alte Rezept: „Wer abnehmen will, muss weniger fressen“, nicht mehr gilt, Fettleibigkeit statt dessen zu einer Krankheit erklärt wird, was sie nur in den wenigsten Fällen ist und der Trägheit derjenigen, die durch ihre Essgewohnheiten pfundig geworden sind, insofern eine Belohnung verpasst, als sie nunmehr und ohne jede Anstrengung, abnehmen können, gefahrlos und nebenwirkungsfrei, wie die Berichte suggerieren, eine dieser Desinformationen, auf die wir in einem anderen Post zu sprechen kommen.
4 Millionen Haushalte, so hat YouGov auf Grundlage einer Umfrage unter ein paar Tausend von ihnen errechnet, hätten in ihrem Medikamentenschrank schon einmal ein GLP-1 Präparat beherbergt. Offenkundig ist die Zahl der Selbstzahler oder die Zahl der missbräuchlich verschriebenen GLP-1 Abnehm-Mittel deutlich höher als es z.B. die Krankenkasse wahr haben will.
Sprechen wir hier darüber, was den Gewinnsprung bei Pharmafia, der in der Abbildung oben zu sehen ist, ausgelöst hat:
| Marke | Wirkstoff | Art der Anwendung | Häufigkeit | Typischer Monatspreis (Selbstzahler) | Durchschnittliche / typische Anwendungsdauer |
| Ozempic | Semaglutid | Spritze (Fertigpen) | 1× pro Woche | 80–170 € | Langfristig (Jahre) bei Diabetes; real-world oft 1–2+ Jahre |
| Wegovy (Spritze) | Semaglutid | Spritze (Fertigpen) | 1× pro Woche | 173–278 € (max. Dosis 2,4 mg) | Oft 6–18 Monate; 1-Jahres-Persistenz ca. 50–60 % (steigend) |
| Wegovy (Tablette) | Semaglutid | Oral (Tablette) | 1× täglich | Noch nicht bekannt (erwartet: 173 – 278 €, wie Spritze) | Noch neu (Markteinführung ab ca. Sept. 2026); voraussichtlich langfristig |
| Mounjaro | Tirzepatid | Spritze (KwikPen) | 1× pro Woche | 206–490 € (je nach Dosis) |
Ähnlich wie Wegovy; oft 6–18 Monate, bessere Persistenz als ältere GLP-1 |
| Saxenda | Liraglutid | Spritze (Fertigpen) | 1× täglich | 220–300 € (Original); Generika günstiger | Oft kürzer (viele brechen früher ab – warum nur?); offiziell nach 12 Wochen prüfen |
Das alles sind Goldesel für die herstellenden Pharmafia-Unternehmen, die eine Gewinnmarge von 82%, dank extrem niedriger Herstellungskosten generieren, wovon nach Abzug von Vertrieb. Marketing und Forschung und Entwicklung 50% verbleiben. Ein saftiger Gewinn.
Fett lohnt sich, und das Geschäftsmodell ist eine never ending story, denn diejenigen, die abnehmen, werden, wenn sie ihre Essgewohnheiten nicht erheblich umstellen, was die wenigsten tun werden, wieder fett. Sie sind Repeat-Customers, kommen zurück und fragen die Leistungen, die sie schon einmal haben erschlanken lassen, wieder nach. Dafür nimmt man Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung, je nachdem, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, um nur die häufigsten Nebenwirkungen jenseits von 25% der Anwender zu nennen, in Kauf.
Für die gute Sache ein wenig leiden …
Pharmafia freut es.

