TU-Braunschweig wird von Kreationisten, Feiglingen und Gender-Mafia geleitet

Im Folgenden geben wir wieder, was Prof. Dr. Ulrich Kutschera an der TU-Braunschweig widerfahren ist. Gäbe es ein deutsches Hochschulranking, mit dem das Ausmaß an Meinungsfreiheit zum Ausdruck gebracht wird, die TU-Braunschweig wäre ganz unten zu finden, denn dort herrscht keine Meinungsfreiheit. Dort herrschen Kreationisten, wie man annehmen muss, da die Verantwortlichen der TU-Braunschweig die Thesen von Ulrich Kutschera ablehnen. Kutschera ist ein Vertreter der Evolutionstheorie, ein international renommierter Vertreter der Evolutionstheorie und diejenigen, die die Evolutionstheorie ablehnen, weil sie denken, die Welt sei nach Noah und von Gott vor ein paar Tausend Jahren geschaffen worden, sind Kreationisten. Entsprechend muss man annehmen, dass an der TU-Braunschweig Kreationisten die Zügel in der Hand halten.

Ebenso muss man annehmen, dass an der TU-Braunschweig Feigheit kultiviert wird, denn über mehrere Monate hat sich niemand der ansonsten so lautstark auftretenden Genderisten bereit gefunden, um mit Ulrich Kutschera zu diskutieren. Die Diskussion mit Kutschera sollte doch dann, wenn er so unwissenschaftlich ist, wie die Genderisten so vollmundig behaupten, ein Leichtes sein. Dass sie zu feige sind, sich einer entsprechenden Diskussion zu stellen, zeigt, dass sie zwar mit vollem Mund reden, so lange niemand, über den sie sich auslassen, in der Nähe ist, sobald sie aber Farbe bekennen und demjenigen, den sie diffamieren, gegenübertreten müssten, mit Argumenten gegenübertreten, reagieren sie mit vollen Hosen.

Dass an der TU-Braunschweig die Gender-Mafia wirkt, zeigt sich daran, dass eine Philosophieprofessorin, der sich bereit erklärt hat, die Pro-Gender Position in einer Diskussion mit Ulrich Kutschera zu vertreten, von der Gleichstellungsbeauftragten so unter Druck gesetzt wurde, dass sie ihre Teilnahme kurzfristig abgesagt hat.

Deutschland 2017. Wer ein Beispiel dafür benötigt, wie totalitäre Lehren wie Genderismus Freiheit, Erkenntnis und damit Wissenschaft unterbinden, der kann das Beispiel der TU-Braunschweig jederzeit zitieren. Wir zitieren im Folgenden, was uns von Ulrich Kutschera übermittelt wurde und verlinken im Anschluss zwei Videos eines Vortrags, den ein Evolutionsbiologe und damit ein Wissenschaftler an einer Stätte, an der Kreationisten und Genderisten Erkenntnis verhindern wollen, dennoch gehalten hat.

“Am 15. Mai 2017 hielt Prof. Dr. Ulrich Kutschera im Haus der Wissenschaft, Braunschweig (Kolleg 88) im Rahmen der Reihe „Materie und Geist – Gender oder Genetik“ einen öffentlichen Vortrag, Gesamtdauer ca. 60 Minuten. Unter dem Titel „Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen“ wurden die Kapitel 1 bis 10 des 2016 erschienenen Fachbuchs vorgestellt und aufgezeichnet. Kamera/Schnitt: Gerwin Bärecke, Regionalfernsehen TV38

Der Organisatorin, Frau Birgit Sonnek, wurde von der Universität untersagt, für Ankündigungen das Logo der TU Braunschweig zu verwenden. Ort des Vortrages war die Aula dieser Hochschule. In einer Stellungnahme im Magazin Campus vom 15. Mai 2017 hat sich die TU Braunschweig öffentlich vom Referenten Professor Ulrich Kutschera distanziert. Begründung: „Nur wissenschaftlich fundierte Thesen sind akzeptabel. Die Debatte muss sachlich, offen, konstruktiv und wertschätzend sein.“

Beurteilen Sie den Vortrag, Teile 1 und 2 – Kapitel 1 bis 10, nach diesen Kriterien!

Inhalte: Was ist Sex?, Gender-Ideologie, Leihmutter-Menschenzucht, Gender Studies, Schopenhauer-Darwin, Kreative Frauen usw.

Produktion: August 2017. Texte, Grafiken, Design & Musik: Prof. Dr. Ulrich Kutschera, Universität Kassel/Stanford, USA, unter Mitwirkung von Petra Bock, Lars Börje Vormstein (Universität Kassel), Arbeitskreis (AK) Evolutionsbiologie (www.evolutionsbiologen.de).

Video-Musik: U. Kutschera – Piano & Synth.-Music, CD-San Francisco Bay – Track 8, www.uvasonar.de/pool/comp/ukutschera. Copyright: U. Kutschera, Universität Kassel/Stanford CA, USA, 2017;

Teil 1:

Teil 2:

 

 

Sozialwissenschaftlicher Auswuchs! Prof. Dr. Ulrich Kutschera: Gender-Studies haben an Universitäten nichts zu suchen

Am 24. November haben wir den ersten Teil eines Interviews veröffentlicht, das der Evolutionsbiologe Dr. Ulrich Kutschera ScienceFiles exklusiv gegeben hat. Heute veröffentlichen wir den zweiten Teil des Exklusivinterviews, in dem es vornehmlich um die Ideologie des Genderismus und den Kampf gegen deren Etabilerung an Universitäten geht. Diesen Kampf, den ScienceFiles seit 2011 führt, hat Ulrich Kutschera zunächst für nicht notwendig erachtet. Nach eigener Angabe dachte er, Spekulationen wie die einer sozialen Konstruiertheit von Geschlecht seien so absurd, dass sie sich von alleine wieder in Luft auflösten.

Wie sich gezeigt hat, ist dies nicht der Fall: Wenn sich mit absurden Spekulationen Positionen in der Wissenschaft ergaunern lassen (wie dies schon Hegel getan hat) und wenn es möglich ist, als Anhänger einer Ideologie wie dem Genderismus ein Auskommen zu erzielen, dann ist scheinbar keine Ideologie zu absurd, als dass sie nicht eine Kongregation leichtgläubiger, opportunistischer oder verwirrter Jünger schaffen könnte.

Deshalb hat Ulrich Kutschera den Kampf gegen den Genderismus aufgenommen, zunächst in Medien und Fachvorträgen und nun im Form eines Buches: Gender-Paradoxon, so der Titel des Buches, das nächste Woche beim LIT-Verlag erscheinen wird und das wir unseren Lesern zur Lektüre empfehlen.

ScienceFiles: Herr Kutschera, 440 Seiten umfasst Ihr neues Buch “Gender-Paradoxon”. 440 Seiten über Genderismus. Gibt es so viel über eine abwegige Ideologie zu sagen?

Kutschera_Design FehlerUlrich Kutschera: Seit Jahren erhalte ich Anfragen, in welchen man sich wundert, dass es bisher kein Naturwissenschaftler gewagt hat, die jedem klar denkenden Menschen als absurd erscheinende deutsche Gender-Lehre zu kritisieren. Zunächst hatte ich dann aber meinen Schwerpunkt im Bereich “Kreationismus-Kritik“ vertieft und nur nebenbei die Thesen der Gender-Ideologinnen verfolgt. Die Spekulationen bezüglich einer “sozialen Konstruiertheit des Geschlechts” kamen mir derart absurd vor, dass ich davon ausgegangen bin, der Spuk würde sich von alleine in Luft auflösen.

Das Gegenteil war leider der Fall: Je mehr Uni-Gender-Forscherinnen vom Staat eingestellt worden sind, desto aufdringlicher beziehungsweise selbstbewusster wurden die Vertreter dieser Glaubenslehre. Nachdem dann während einer informellen Diskussion auf dem AAAS Meeting [AAAS = American Association for the Advancement of Science] in San José/Kalifornien im Februar 2015 namhafte Kollegen aus Schweden, Dänemark und den USA mit mir der Ansicht waren, man müsse diese pseudowissenschaftliche Irrlehre genauso ernst nehmen und widerlegen wie den Kreationismus, habe ich meine Aufklärungsagenda mit dem bekannten, zensierten hpd-Beitrag vom 13. April 2015 eröffnet. Es folgten zahlreiche Interviews, und neben meiner beruflichen Tätigkeit als Physiologe und Evolutionsforscher habe ich meine über Jahre hinweg gesammelten Aufzeichnungen zum Gender-Thema in Buchform gebracht.

ScienceFiles: Wie ist es Ihnen nach Ihrer öffentilchen Kritik an Genderismus und Gender-Studies ergangen?

Ulrich Kutschera: Zu meiner großen Überraschung waren 90% aller Zuschriften, von Männern wie Frauen verfasst, positiv und ermunternd. Insbesondere infolge des Spiegel-Beitrags vom 04.09.2015 sind bei mir hunderte Mails eingegangen, in denen mir gedankt worden ist – nach dem Motto: Endlich wagt es einmal ein anerkannter Wissenschaftler, diesen offensichtlichen Unfug als solchen zu benennen.

Auf der negativen Seite setzte aber wieder die mir bekannte kreationistische Schmähkritik ein: Völlig analog zur Propaganda beleidigter Schöpfungsgläubiger wurde der Rassismus-Vorwurf aus der Mottenkiste geholt. Dieses alte Kreationisten-Argument ist jedoch völlig haltlos und beeindruckt mich nicht. Bereits im Vorfeld des Erscheinens der Monographie Das Gender-Paradoxon hat der Shit-Storm gegen meine Person begonnen. Da ich mich durch eine stattliche Zahl an wissenschaftlichen Publikationen zur Physiologie und Evolution der Organismen, von den Bakterien über die Tiere bis zu den Pflanzen, ausweisen kann, werde ich diese weiteren Diffamierungen meiner Person ignorieren. Im Anhang 2 des Buchtextes zum Gender-Paradoxon habe ich ein “Kleines Sex & Gender-ABC” publiziert, und dort sind alle relevanten Begriffe, wie z. B. auch der Rassismus, definiert und an dieses Glossar halte ich mich.

ScienceFiles: Sie sind wir der Ansicht, dass Genderismus eine Ideologie ist, die keinerlei rationale Grundlagen aufweist und daher nichts an Hochschulen verloren hat. Wie bewerten Sie es, das Ideologien wie Genderismus von Hochschulen aus verbreitet werden?

Kutschera-end-utbUlrich Kutschera: Als Lebenszeit-Mitglied der Alexander von Humboldt-Stiftung sind mir nicht nur die Schriften des Namensgebers sehr gut bekannt – ich kenne auch die Thesen seines berühmten Bruders Wilhelm von Humboldt. Dieser Staatsmann hat um 1800 die deutschen Universitäten als Institutionen für wissenschaftliche Forschung und akademische Lehre etabliert. Bekanntlich wurde vor dieser Zeit die wissenschaftliche Forschung an Akademien betrieben, so zum Beispiel die pflanzenphysiologischen Untersuchungen an außeruniversitären landwirtschaftlichen Anstalten.

Mit der Humboldtschen Universitätsreform wurden Lehre und Forschung zuammengefügt. Da man jedoch nur Dinge erforschen und lehren sollte, die eine rationale Basis haben, war es eigentlich bisher üblich, esoterisch-okkulte Glaubenssachen, wie zum Beispiel die Homöopathie nicht an Universitäten anzusiedeln. Das hat sich leider seit einiger Zeit geändert: Sowohl der Glaube an das vermeintliche Gedächtnis des Wassers als auch die Annahme einer sozialen Konstruiertheit des Geschlechts unter Leugnung chemischer beziehungsweise biologischer Tatsachen werden an Universitäten beforscht und an die wissbegierige Jugend weitergegeben.

ScienceFiles: Sie haben wie wir vor einiger Zeit universitäre Genderisten dazu aufgefordert, die wissenschaftliche Fundierung der Gender-Studies darzulegen. Wir haben zu diesem Zweck eine Liste mit 30 Fragen erstellt, um es den Genderisten leichter zu machen, sie damit aber dennoch, wie es scheint, überfordert. Wie ist es Ihnen ergangen?

Ulrich Kutschera: Diese Anfrage sollte eigentlich über den Humanistischen Pressedienst (hpd) erfolgen, was nicht stattgefunden hat. Stattdessen hat dann die Berliner Tageszeitung eine sechsteilige Serie mit dem Titel „Gender in der Forschung“ publiziert – ohne Gegendarstellungen. Die absurden Spekulationen der eingeladenen Vertreterinnen des deutschen Genderismus habe ich in den Kapiteln 9 und 10 zitiert und durch Sachargumente widerlegt [Kapitel 9 und 10 von Gender-Paradoxon]. Ich bin der Berliner Tageszeitung dankbar dafür, dass sie im Herbst 2015 dafür gesorgt hat, dass diese widersinnigen Genderistischen Glaubenssätze, in neuen Varianten, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden sind.

ScienceFiles: Genderisten jammern regelmäßig, dass sie Hasskommentare erhalten. Wie bewerten Sie die bei Ihnen eingegangen negativen Reaktionen zu Ihrer Aufklärungsagenda?

13297-0 Genderparadoxon KutscheraUlrich Kutschera: Hasskommentare, gegen bestimmte Personen gerichtet, sind unakzeptabel, da muss ich den Gender-Damen Recht geben. Allerdings hat die Gender-Irrlehre des Urvaters John Money inzwischen derartige Auswüchse erreicht, dass man als Naturwissenschaftler nur noch mit klar positionierten und scharf formulierten Gegenantworten auftreten kann, ansonsten wird man ignoriert oder von der Gegenseite vereinnahmt. Daher halte ich klar formulierte, durchaus polemisch vorgetragene Sachargumente für richtig und notwendig, während ad hominem-Attacken unakzeptabel sind.

Mir wurden von den wenigen öffentlichen Kritikern die bereits oben genannten Rassismus- und rechte Ideologie-Vorwürfe entgegengehalten, die ich aber, als religionsfreier, unpolitischer Nichtwähler, nicht ernst nehmen kann – auch Gender-Urvater John Money hat die Nazi-Keule geschwungen, wann immer er von Biologen angegriffen worden ist.

ScienceFiles: Wenn Sie König von Deutschland wären und Universitäten nach Belieben umgestalten könnten, welche Reformen würden Sie sofort umsetzen?

Ulrich Kutschera: Wilhelm von Humboldt war kein König von Deutschland. Er war jedoch, wie sein Bruder Alexander, ein brillanter Denker und hat erkannt, dass nur vernünftige Dinge, die eine faktische Grundlage haben, an Universitäten erforscht und gelehrt werden sollen. Die Tatsache, dass schon damals auch die Theologie dabei war, hat Humboldt genauso hinnehmen müssen, wie wir heute noch zu akzeptieren haben, dass immer neue Bibel-Interpretationen als universitäre Wissenschaft staatlich subventioniert werden. Allerdings betrachte ich die Gender-Lehre, die ich in meinem Buch zur Abgrenzung gegen die wissenschaftlich fundierte Gender Biomedizin unter dem neu geprägten Wort „Moneyismus“ zusammengefassst habe, als einen Wildwuchs der Sozialwissenschaften, dem wir durch Sachargumente entgegenwirken müssen. Insbesondere unser reformiertes Bild von Mann und Frau – das Ganzkörper-XY-/XX-Modell unserer Spezies sollte allgemein bekannt werden, da wir das Menschsein nur im Lichte der Evolution und Zweigeschlechtlichkeit verstehen können.

ScienceFiles: Lieber Herr Kutschera, wir danken Ihnen für dieses interessante Gespräch

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Vorabdruck: Ulrich Kutschera – “Das Gender-Paradoxon”

Das Jahr 2016 bringt nicht nur neue Steuern, Abgaben und neue Bußgelder, es bringt auch Food for Thought in der Form eines neuen Buches von Ulrich Kutschera, das im LIT-Verlag erscheinen wird und den Titel “Das Gender-Paradoxon” trägt.

Und auch wenn wir nicht in allem mit dem Autor übereinstimmen, schon weil wir die starke individuelle Variation unter Menschen, auch oder gerade innerhalb der Gruppen von Männern bzw. Frauen für relevanter halten als Unterschiede zwischen den beiden Gruppen ( oder im Hinblick auf die “vernünftigen Sachargumente der deutschen Frauenbewegung” oder die beiden “Menschentypen”), so sind wir dennoch der Ansicht, das neue Buch von Ulrich Kutschera ist ein wichtiger Beitrag zur Ent-Genderung der Wissenschaft.

Wer wissen will, was es mit John Money auf sich hat, das Schicksal von Bruce Reimer, dem vielleicht ersten Todesopfer der Gender-Ideologie nachvollziehen will, wer wissen will, worin die Verbindung zwischen Bruce Reimer und dem Bildunsplan in Baden-Württemberg zu sehen ist, wer den religiösen Ursprung und die religiösen Grundlagen der Gender Ideologie entdecken will, wer fundiert über Unterschiede informiert werden will, die sich aus XX bzw. XY-Chromosomenpaaren ableiten lassen, und wer die “Gender-Ideologie in allen ihren Facetten” inklusive einiger “Erfahrungsberichte des Autors” beleuchtet haben will, der darf auf das neue Buch von Ulrich Kutschera gespannt sein.

Wir veröffentlichen an dieser Stelle mit der Genehmigung des Autors einen kleinen Teaser, der dazu gedacht ist, die Zeit bis zur verspäteten Bescherung durch den LIT-Verlag zu überbrücken:

13297-0 Genderparadoxon Kutschera“Seit der Veröffentlichung meines Bestsellers Tatsache Evolution. Was Darwin nicht wissen konnte (Februar 2009) werde ich regelmäßig von Journalisten kontaktiert mit der Bitte, mich nicht nur mit dem Kreationismus, d. h. den auf Realwelt-Phänomene übertragenen biblischen Schöpfungsglauben, sondern auch mit der GenderIdeologie öffentlich auseinanderzusetzen. Die Grundgedanken dieser Geschlechter-Weltanschauung“ lassen sich wie folgt verdeutlichen.

Im November 2014, nur wenige Tage nach dem 100. Todestag des Urvaters der modernen „Sex-Forschung“, August Weismann (Freiburg i. Br.), ist in dessen Bundesland Baden-Württemberg ein sogenannter „Entwurf zum Bildungsplan 2015“ der Stuttgarter Landesregierung bekanntgeworden. Nach Veröffentlichung dieses Dokuments gab es bundesweit Proteste – warum?

Vertreter der Gender-Ideologie wollten für alle Schulen und Fächer vorschreiben, dass die Schüler von nun an „gendersensibel“ erzogen werden. Man plante, z. B. Achtklässler (ca. 14 Jahre alt, mitten in der Pubertät) im Biologieunterricht zu fragen, ob sie wirklich „heterosexuell seien oder sein wollen“. Weiterhin sollte vermittelt werden, dass die „Heteronormalität“, d. h. die Tatsache, dass etwa
95 % aller Männer und Frauen über einen evolutionär verankerten, dem anderen Geschlecht zugewandten „Fortpflanzungstrieb“ verfügen, als konservativ-reaktionäre Weltanschauung zu gelten habe. Die Vater/Mutter-Kind-Familie sei überholt, während eine homoerotische Neigung als frei wählbarer Life Style propagiert wurde. Proteste aus ganz Deutschland haben dann bald dazu geführt, dass der Ministerpräsident Baden-Württembergs, der hinter diesen genderistischen Irrlehren stand, seinen Vorschlag zurückgezogen hat.

Da ich mich, unabhängig von diesem Vorfall, im „WeismannJahr 2014“ u. a. im Fachjournal Nature mit dem Darwinischen Feminismus auseinandergesetzt hatte, begann ich mit der systematischen Sichtung meiner Aufzeichnungen zum Gender-Thema.

Der Text baut auf der 4. Auflage meines Lehrbuchs Evolutionsbiologie (2015) auf und stellt eine Erweiterung der dort zusammengetragenen Sachverhalte dar. Er kann mit acht runden „Sex/Gender-Geburtstagen“ in Verbindung gebracht werden:

1. Vor 150 Jahren (1865) wurde die deutsche Frauenbewegung gegründet, die mit vernünftigen Sachargumenten der damaligen Diskriminierung des weiblichen Teils der deutschen Bevölkerung entgegengetreten ist. Im selben Jahr hat der deutsche Biologe Julius Sachs (1832–1897) ein Lehrbuch verfasst, in welchem eine erste SexGender-Definition niedergeschrieben war.

2. Vor 70 Jahren (1945) wurde auf der Gründungsversammlung der Vereinten Nationen (UN) in San Francisco/Kalifornien (USA) die Gleichberechtigung von Mann und Frau festgeschrieben, die dann 1958 im Grundgesetz verankert worden ist.

3. Vor 60 Jahren (1955) hat der US-Psychologe und Erziehungswissenschaftler John Money (1921–2006) die aus Zwitter (Hermaphroditen)-Studien abgeleitete „Gender-Theorie“ formuliert, welche besagt, dass Menschen als geschlechtsneutrale Unisex-Wesen geboren werden und erst später eine erzieherische Prägung in männliche bzw. weibliche Richtung erfahren.

4. Vor 50 Jahren (1965) ist Bruce (David) Reimer in Kanada als eineiiger Zwillingsbruder zur Welt gekommen. Der Junge wurde zum „Beweis“ der Gender-These als Säugling kastriert und zu einem Mädchen
umgestaltet – der gepeinigte Kastrat beging 2004 Selbstmord.

5. Vor 30 Jahren (1985) ist ein Artikel „Sex and Gender“ in der Serie Annual Review of Psychology erschienen, wo diese Begriffe präzise
definiert worden sind, mit Kritik an der feministischen Gleichmacher-Ideologie. Im selben Jahr hat John Money in einem Fachbeitrag dargelegt, dass der biblische Schöpfer ein Hermaphrodit sei („manwoman God“), d. h. seine Lehre hat vermutlich auch eine religiöse Komponente.

6. Vor 20 Jahren (1995) ist auf der Pekinger Weltfrauenkonferenz (Beijing, China) die „Gender-Agenda“ beschlossen worden (Macht-Gleichstellung von Mann und Frau). Diese auf Moneys Geschlechter-Dogmatik basierende Lehre ist daraufhin unter dem Pseudonym „Gender Mainstreaming“ (GM) von der damaligen rot/grünen Bundesregierung als verbindliche Leitlinie umgesetzt worden. Das Doppelwort GM wird oft fälschlicherweise mit „Frauenförderung bzw. Gleichberechtigung“ übersetzt. Dahinter verbirgt sich jedoch ein radikal-feministisches Umerziehungsprogramm, basierend auf dem
Moneyistischen Glaubenssatz, das Geschlecht des Menschen sei nicht primär biologisch bestimmt, sondern gesellschaftlich-sozial konstruiert und daher form- und wandelbar. Diese Sicht ist mit dem
biblischen Kreationismus geistesverwandt.

7. Vor zehn Jahren (2005) wurde entdeckt, dass sich Mann und Frau, wie die Säugerarten Schimpanse/Mensch, um ca. 1,5 % genetisch voneinander unterscheiden. Dieser „große Erbgut-Unterschied“ basiert auf einer evolutionär herausgebildeten Geschlechter-Verschiedenheit (Sexual-Dimorphismus), die wiederum auf die unterschiedlichen Größen und Funktionen der Geschlechtszellen (XY- bzw. XX-Gameten) zurückgeführt werden kann (Anisogamie). Diese gravierenden Mann-Frau-Unterschiede resultierten 2005 in der Konsolidierung der bereits 1993 eingeführen geschlechtergerechten Tier- bzw. Menschen-Forschung, die international als Gender-Biomedizin (GB) bezeichnet wird.

8. Vor einem Jahr (2014) wurde die GB als neue, der soziologisch begründeten GM-Ideologie (Moneyismus) entgegen gerichtete Wissenschaftsdisziplin auf internationaler Ebene etabliert.

In diesem Fachbuch, das stellenweise den Charakter einer Fakten- bzw. Textesammlung zeigt, wird zunächst dargelegt, was Biologen seit ca. 1735 unter „Sex“ verstehen, und dass dieses Wort von Erziehungs- bzw. Sozialwissenschaftlern im Sinne von „erotische Akte“ verwendet wird. In verschiedenen Kapiteln wird die Entwicklung der Gender-Ideologie in all ihren Facetten beleuchtet, wobei auch Erlebnisberichte des Autors aufgenommen worden sind. Das Buch ist als Nachfolge-Titel meiner Monographie Design-Fehler in der Natur konzipiert und steht daher in der bewährten Tradition der LIT-Serie “Naturwissenschaft und Glaube“.

Die in diesem Text zusammengetragenen Fakten, Theorien und Modelle sind weder religiös noch politisch motiviert (ich bin ein ungläubiger Nichtwähler und Kriegsdienstverweigerer). Wie in meinen Büchern zur Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie wurden sämtliche Aussagen mit soliden Quellen belegt.”

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