Klassiker

Ständig erweiterte ScienceFiles-Serie der Klassiker der Soziologie 

Autor: Dr. habil. Heike Diefenbach


Peter L. Berger

Soziologie ist, wie wir nicht müde werden, zu bemerken, keine bloße Wohlfühlveranstaltung für Schwätzperten. Sie ist eine Wissenschaft und wird in Teilen und wurde in der Vergangenheit als solche betrieben, auch, wenn es Leute gibt, die sich ebenfalls Soziologen nennen, das, was sie tun – oder besser: schreiben oder reden – nicht an den Regeln ausrichten, die jedem wissenschaftlichen Tun zugrundeliegen. Allerdings ist uns klar, dass das viele Zeitgenossen nicht so sehen bzw. nicht wissen oder kaum glauben können. Angesichts dessen, was in der Öffentlichkeit als Sozialwissenschaft oder als sozialwissenschaftliche Forschung präsentiert wird, ist das auch nicht verwunderlich, und wir können es niemandem verübeln, wenn er sich gelangweilt oder genervt abwendet, wenn von Behörden oder sogenannten Stiftungen vermeintlich sozialwissenschaftliche Forschung finanziert und die vermeintlichen Ergebnisse dieselbe von den Medien unisono per Pressemeldung verbreitet wird.

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Robert K. Merton

Robert K. Merton, der als Meyer R. Schkolnick in Philadelphia geboren wurde und den Namen Robert King Merton im Zuge seiner Betätigung als Amateur-Magier im Teenager-Alter entwickelte, kann als einer der Riesen bezeichnet werden, auf dessen Schultern nicht nur Zwerge, sondern auch andere Riesen in der Soziologie standen – Merton hat übrigens selbst ein Buch über die Geschichte der Redensart von den Zwergen, die auf den Schultern von Riesen stehen, geschrieben (Merton 1965): Seine empirischen, theoretischen und methodischen Beiträge zur Soziologie oder den Sozialwissenschaften allgemein sind so zahlreich und einflussreich wie diejenigen kaum eines anderen Soziologen oder Sozialwissenschaftlers.

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Vilfredo F. D. Pareto

Vilfredo Federico Damaso Pareto, der am 15. Juli 1848 in Paris geboren wurde und im August 1923 in Genf starb, ist heute vermutlich nur noch der Mathematik gegenüber aufgeschlossenen Ökonomen sowie einigen Soziologen bekannt. Ihnen allen ist Pareto vermutlich vor allem als Wohlfahrtsökonom ein Begriff, der das Konzept der „maximalen Ophelimität“ bzw. des maximalen Nutzens entwickelte, das heute gewöhnlich als „Pareto-Effizienz“, „Pareto-Gleichgewicht“ oder „Pareto-Prinzip“ bezeichnet und häufig in irreführender Weise paraphrasiert wird.

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Samuel A. Stouffer

CC BY-SA 3.0

Von dem U.S.-amerikanischen Soziologen Samuel A. Stouffer stammt die folgende Charakterisierung der Mißstände in der Soziologie:

„In a society which rewards quick and confident answers and does not worry about how the answers are arrived at, the social scientist is hardly to be blamed if he conforms to the norms. Hence, much social science is merely rather dull and obscure journalism; a few data and a lot of “interpretation.” The fact that the so-called “interpretation” bears little or no relation to the data is often obscured by academic jargon. If the stuff is hard to read, it has a chance of being acclaimed as profound. The rewards are for the answers, however tediously expressed, and not for rigorously marshalled evidence”;

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