Der nächste Abschuss: Agentin.org ist Offline

Wer versucht, den Pranger der Böll-Stiftung „Agentin.org“ anzuwählen, der sieht, dass er keinen Pranger mehr sieht, denn „Agentin.org“ ist offline. Jemand hat die Reißleine gezogen und dafür gesorgt, dass die Grüne Partei über ihre Stiftung nicht noch mehr negative Publicity erhält als sie es sowieso schon tut.

Wie immer, wenn Aktivisten mit einem ihrer Projekt baden gegangen sind (wie damals das Neue Rechte Wiki der Amadeu-Antonio-Stiftung, dessen Überarbeitung nun auch schon mehrere Monate und so lange dauert, dass die Wahrscheinlichkeit eines Comebacks kaum mehr gegeben ist), so versuchen auch die drei Verantwortlichen, Henning von Bargen, Elisabeth Tuider und Andreas Kemper mit einer verklausulierten Nachricht sicherzustellen, dass sie mit so wenig Gesichtsverlust wie nur möglich aus der Sache herauskommen.

Wir haben uns die Freiheit genommen, die verquaste Mitteilung aus der grünen Pranger-Anstalt in Deutsch zu übersetzen:

Hier unsere Übersetzung:

Text von Agentin.org Übersetzung
Wir kommen wieder! Wir lügen weiter.
Die Agent*In geht vorübergehend offline. Wir beerdigen das Projekt und hoffen, in drei Monaten habt Ihr es vergessen.
Die Agent*In hat intensive Debatten ausgelöst und zeigt: unser politisches Anliegen ist hochaktuell und notwendig. Unser Ziel ist es, dass unterschiedliche Lebensentwürfe selbstbestimmt und in Freiheit gelebt werden können. Wir haben massiv auf die Schnauze bekommen, weil wir anderen Lebensentwürfen als den von uns für gut befundenen, die Freiheit, gelebt zu werden, bestritten haben.
Bedauerlicherweise hat die gewählte Form die gesellschaftspolitische Auseinandersetzung zu Antifeminismus überlagert. Unser Pranger ist – für uns völlig überraschend – gar nicht gut angekommen.
Deshalb werden wir die Seite erweitern und überarbeiten.
 Wir werden sie verständlicher und vielfältiger machen. Anregungen dazu können über redaktion-agentin@boell.de eingebracht werden. Deshalb schalten wir den Pranger ab. Wir wollen etwas anderes an seine Stelle setzen (immerhin haben wir die Domain bezahlt), wissen aber nicht was. Wer Ideen hat, was man mit einer Domain „Agentin.org“ machen kann: redaktion-agentin@boell.de
Wir sind ein ehrenamtlich arbeitendes Netzwerk aus etwa 180 Menschen, die sich wissenschaftlich, theoretisch und aktivistisch mit Antifeminismus auseinandersetzen. Wir leben in einer Traumwelt in der Andreas Kemper alleine Traum tanzt, Henning van Bargen die gute Miene zum bösen Spiel macht und Elisabeth Tuider für die sexuelle Aufklärung verantwortlich ist.
Antifeminismus ist wesentliches Element der rechtspopulistischen Ideologie und Bewegung. Zunehmend finden sich jedoch gender- und feminismusfeindliche Argumentationen in den Diskursen der gesellschaftlichen Mitte. Wir kommen mit unserer Hetze gegen Andersdenkende einfach nicht mehr so gut an, wie das früher noch der Fall war.
Für uns bleibt die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung dazu eine Aufgabe, der wir uns stellen.
Die Redaktion
Selbstverständlich sind wir lernresistent. Unsere Ideologie, die wir weiter versuchen werden, anderen aufzuzwingen, macht uns immun gegenüber dem Lernen, schon weil wir keine Fehler machen

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Elisabeth Tuider: Mitglied im Denunziantenstadl der Heinrich-Böll-Stiftung

Wir haben uns gefragt, wie es sein kann, dass Elisabeth Tuider, die eigentlich eine Professur an der Universität Kassel besetzt, so viel Zeit erübrigen kann, um sich in der Redaktion des Denunziantenstadl der Heinrich-Böll-Stiftung zu verdingen, und Agentin.org mit Texten zu bestücken.

Die Antwort haben wir im Veranstaltunsangebot von Tuider an der Universität Kassel gefunden.
Die ist einfach nicht ausgelastet. Sie langweilt sich offensichtlich, schon weil sie immer dasselbe unter verschiedenen Schlagworten und Lehrformaten anbietet:

Einmal als Seminar zum Thema
“race-gender-class: Intersektionale Ungleichheiten”

“Nicht nur ´Frau´ zu sein, sondern auch ´Schwarz´ zu sein und aus der ´Arbeiterklasse´ – Mit diesem Hinweis auf mehrfache Diskriminierung kritisierte der black feminism eine allzu weiße westliche Frauenbewegung aber auch eine männliche blackpower-Bewegung. In der daran anknüpfende Intersektionalitätsdebatte wird nicht nur Ungleichheit aufgrund von Gender bearbeitet, sondern in der Thematisierung von Ungleichheiten werden die verschiedenen Differenzachsen entlang von Ethnizität/“Rasse“, Gender, Klasse/Schicht, Sexualität, Nationalität, Alter berücksichtigt und zusammen gedacht. In den letzten Jahren ist „Intersektionalität“ auch in Deutschland zu einer zentralen heuristischen und methodologischen sozialwissenschaftlichen Perspektive avanciert.
Im Seminar werden wir der transatlantischen Reise von race-class-gender nachgehen und uns den aktuellen Herausforderungen und Forschungsfeldern (u.a. den Gender-Studies, den media-studies, der kritischen Migrationsforschung) der Intersektionalitätsdebatten widmen. Das Seminar baut auf deutsch- und wenigen englischsprachigen Texten auf und ist als Lektürekurs konzipiert.”

Einmal als Seminar zum Thema
“Kritische Migrationsforsschung und Critical Whiteness Studies” [der Tippfehler ist im Original]

“Auf der Basis theoretischer Überlegungen aus der kritischen Migrationsforschung (u.a. Hess, Schwenken, Karakayali) werden im Seminar eigene Forschungsfragen im Themenkomplex Migration-Integration-Rassismus eruiert und empirisch bearbeitet. Entsprechend einer Perspektive der critical whiteness studies werden wir dabei den Blick auf „das Eigene“, auf „das Normale“ richten und analysieren wie durch die Herstellung einer Weißen Normalität Macht ausgeübt und Ausschlüsse hergestellt werden.
Nachdem im ersten Teil des Seminars Theorien und empirische Arbeiten aus der kritischen Migrationsforschung vorgestellt werden, geht es im zweiten Teil des Seminars darum, in Kleingruppen, an ausgewählten Fragegestellung z.B. zur „Willkommenskultur Deutschland“, zu „Sexismus und Rassismus“ oder der diskursiven Konstruktion „des Gefährders“, ein qualitatives Vorgehen in einem ausgewählten Praxis- oder Forschungsfeld zum Einsatz zu bringen.
Das Seminar basiert auf vorbereitender Textlektüre, intensiver empirischer Gruppenarbeit, fortlaufender Präsentationen im Seminar und der Bereitschaft zu kritischer Reflexion – auch der eigenen machtvollen Position und des Forschungsprozesses.”

Einmal als Vorlesung zum Thema
„Soziologie der Diversität“

“Nationalität, Geschlecht, Klasse, Sexualität, Befähigung/Behinderung, Alter gelten als die Hauptdimensionen der Diversität. In der Vorlesung werden die soziologischen Zugriffe auf diese Dimensionen der Diversität thematisiert: dies sind die Geschlechterforschung, die Migrationsforschung, die Sexualwissenschaft, die Postkolonial-Studies aber auch Diversity Konzepte wie Diversity-Management oder Interkulturelle Arbeit vorgestellt. Die Vorlesung führt also systematisch in den Zusammenhang von Differenzverhältnissen, Macht und Herrschaft sowie sozialwissenschaftlicher Analyse und ihre Bezugsfelder wie z.B. Bildung, Arbeit und Personalentwicklung ein und bearbeitet aktuelle Herausforderungen und Perspektiven einer Soziologie der Diversität. Wie unterscheiden sich Benachteiligungen und Diskriminierungen aufgrund von Nationalität oder Geschlecht? In so einer Perspektive wird auch danach gefragt, was „das Andere“ ist, oder was am Karneval der Kulturen zu kritisieren ist.”

Vielleicht sollte Frau Tuider sich mehr um ihr Lehrangebot und ihre Studenten als darum kümmern, ob andere Menschen das, was Genderismus als Wissenschaft anbietet, für einen mehr als schlechten Witz halten, schon weil die Entdeckung der „Intersektionalität“ einen Wissenschaftler mit dem Kopf schütteln lässt, denn dass man dann, wenn man zwei Variablen kombiniert, mindestens vier Ausprägungen erhält, das war bereits den alten Babyloniern bekannt und ob es abendfüllend ist, auf Basis eines ökologischen Fehlschlusses Studenten zu verbilden ist auch eher eine Frage, die man als Wissenschaftler mit nein beantworten wird. Zu behaupten, eine Eigenschaft wie „Whiteness“ habe universelle Geltung, ist übrigens ein genetischer und ein ökologischer Fehlschluss. Insofern wäre Frau Tuider auch eine Weiterbildung in Logik zu empfehlen. Aber was macht sie statt dieser dringend notwendigen Weiterbildung: redaktionelle Arbeit im Denunziationsstadl.

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Agentin.org: Die verlorene Ehre des Heinrich Böll

Nachdem die Denunziationsplattformen der Amadeu-Antonio-Stiftung alle miteinander baden gegangen sind, versucht sich nun die Heinrich-Böll-Stiftung an der Denunziation von all denen, die den Katechismus der Böll-Stiftung nicht teilen und der Heilsverkündung des Genderismus nicht folgen wollen.

Dr. habil. Heike Diefenbach hat dort einen Eintrag, in dem sie als dem „Maskulismus“ nahestehdende Soziologin und Bloggerin bezeichnet wird.
Michael Klein hat dort einen Eintrag, in dem er als am Antifeminismus und Maskulismus orientierter Blogger bezeichnet wird.
ScienceFiles hat dort einen Eintrag, der derzeit nicht erreichbar ist.
SurveyNet hat dort den folgenden Eintrag: „Umfrageseite der Internetpräsenz ScienceFiles, die dem Maskulismus nahesteht“

Verantwortlich für Agentin.org ist die Heinrich-Böll-Stiftung, die wieder einmal einen Weg gefunden hat, um das Geld von Steuerzahlern, das ihr über die Bundestagsparteien zugeschustert wird, zu veruntreuen. Verantwortlich für die Inhalte von Agentin.org ist die Redaktion, die sich aus Andreas Kemper, Henning Bargen und Elisabeth Tuider zusammensetzt. Alle drei scheinen auf eine neue Form des Gelderwerbs angewiesen zu sein und haben offensichtlich wenig andere Qualifikation als den Aufbau von Denunziationsplattformen.

Agentin.org ist die letzten Tage durch die Medien gegangen und wurde mehrheitlich gar nicht positiv aufgenommen.

Es ist an der Zeit, dass wir Stellung zu dieser neuen Form von Zeitvertreib für Schmalspur-Denunzianten nehmen, deren Mut nur dazu reicht, die schwarze Feder in die Hand zu nehmen und aus dem Hinterhalt eines anonymen Computers andere – wie sie meinen – zu diffamieren.

Nun, damit eine Diffamierung klappt gehören immer mindestens drei dazu: Einer der diffamiert, einer, der sich diffamieren lässt und einer der die Diffamierung glaubt.

Mit der Glaubwürdigkeit der Diffamierung ist es nicht weit her, wie die negative Berichterstattung über Agentin.org zeigt.
Mit der Bereitschaft, sich diffamieren zu lassen, ist es auch nicht weit her, wie wir nun demonstrieren werden, in unseren beiden kurzen Statements zeigen:

Michael Klein:

Heinrich Böll hat seine Ehre verloren, seit er von der grünen Stiftung als Namensgeber missbraucht wird. Erinnert sich noch jemand an das Buch „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“? Darin beschreibt Böll – ich zitiere Wikipedia, „wie eine bisher unbescholtene Frau wegen ihrer Freundschaft zu einem Straftäter Opfer der menschenverachtenden Berichterstattung der Boulevardpresse wird, besonders eines bestimmten Blattes, das nur „ZEITUNG“ genannt wird“. Fügt man nun noch das Vorwort, das Böll seiner Erzählung gegeben hat, an, dann kommt man nicht umhin festzustellen, dass die Heinrich-Böll-Stiftung Heinrich Böll in einer Weise pervertiert hat, die man nur widerlich nennen kann:

„Personen und Handlung dieser Erzählung sind frei erfunden. Sollten sich bei der Schilderung gewisser journalistischer Praktiken Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich.“

Wie Heinrich Böll wohl reagieren würde, wenn er wüsste, dass die Praktiken, die er damals der Bild-Zeitung zugeschrieben hat, heute von der Stiftung praktiziert werden, die seinen Namen trägt?

Heike Diefenbachs Statement ist in Reaktion auf die Anfrage eines Medienvertreters geschrieben wurde, die sie heute erreicht hat und in der sie gefragt wird, was sie davon “denkt”, in der Liste von Agentin.org geführt zu werden.

Hier die Antwort von Dr. habil. Heike Diefenbach:

Hallo …

schön, dass Sie das interessiert, obwohl ich nicht weiß, warum!

Was glauben Sie, was ich darüber denke?

Ich denke erstens, dass das Führen von Listen mit Personen, die als Gefahr für irgendeine Ideologie betrachtet werden, für diese Personen mehr oder weniger ehrenhaft ist, weil es zeigt, dass diese Personen eigenständig denken können und über Urteilsfähigkeit verfügen.

Dies gesagt denke ich zweitens, dass das Führen von Listen mit Personen, die als Gefahr für eine Ideologie betrachtet werden, als solches eine Praxis ist, die man mit totalitären Staaten und deren Helfershelfern und Wasserträgern in Verbindung bringt, mit demokratischen Spielregeln jedoch nicht vereinbar ist, denn in Demokratien ist es normal und wird akzeptiert, dass Menschen mit Bezug auf gesellschaftspolitische Fragen unterschiedlicher Auffassungen sind (wie z.B. im Vereinigten Königreich, in dem ich seit mehr als 10 Jahren nicht ohne Grund lebe und arbeite).

Drittens ist es zutreffend, dass ich der Genderideologie nichts abgewinnen kann; ich bin kein Ideologe, sondern Wissenschaftler.

Viertens ist es gerade deshalb aber nicht zutreffend, mich als “anti-gender” einzuordnen insofern mich die Gender-ideologie als solche genauso wenig interessiert wie irgendeine andere Ideologie. Ich würde angemessenerweise bestenfalls als “anti-Ideologie” und “pro-Wissenschaft” geführt.

Fünftens und vor allem denke ich darüber, dass es schwerlich weniger in diesem Universum gibt, was mir gleichgültiger wäre und was ich lächerlicher fände.

Und zwar deshalb, weil ich sechstens darüber denke, dass die Zeit, die mit Listen, auf denen ideologisch “böse” Zeitgenossen zusammengestellt werden, besser dazu genutzt wäre, zu versuchen, POSITIV für die Genderideologie und deren Relevanz zu argumentieren,

weshalb ich wiederum siebtens denke, dass das anscheinend selbst in den Augen derer, die sich so gerne als pro-gender inszentieren, nicht möglich ist.

Quod erat demonstrandum!

Mit freundlichen Grüßen,

__________________________
Dr. phil. habil. Heike Diefenbach
– Consulting Social Scientist, Researcher, Author and Educator –

Mehr haben wir zu diesem Thema nicht zu sagen.

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“Gender raus!” Von Steuerzahlern finanzierte Armseligkeit: Heinrich-Böll-„Stiftung“ beatmet Leichnam

Stellen Sie sich vor, Sie wollen eine neue Küche. Die alte Küche ist eben genau dies: alt. Etwas Neues, Modernes soll her. Sie gehen, wie Sie glauben, zu einem entsprechenden Spezialisten und bestellen das Modernste vom Modernen, geben dem vermeintlichen Spezialisten freie Hand und fahren in Urlaub, um der Baustelle im eigenen Haus zu entgehen.

Bei Ihrer Rückkehr erkennen Sie ihre Küche nicht wieder. Mitten im Raum, der einmal eine Küche war, thront ein Misthaufen. Um den Misthaufen herum sind Mülltonnen in unterschiedlichsten Farben angeordnet, der Abfluss erfolgt nicht mehr über Rohre sonder offen, über einen entsprechenden Tümpel, in dem sich bereits wenig appetitlich riechende Flüssigkeit angesammelt hat … Belassen wir es dabei. You got the general idea?!

Das Beste: Auf Ihre irritierte Nachfrage erklärt ihnen der “Spezialist”, man verfolge einen vom vorherrschenden Küchendesign abweichenden Ansatz und leiste einen ganz eigenen Beitrag zur Produktion von Essbarem.

Den Misthaufen in der Küche und die Ansammlung von Mülltonnen, die als Küche durchgehen sollen, nehmen wir jetzt und übertragen sie im Analogieschluss auf den neuesten Versuch aus dem Hause „Heinrich-Böll-Stiftung“, die Gender Studies zu retten. Die Heinrich-Böll-Stiftung ist natürlich keine Stiftung, sondern ein politischer Verein, den die Grünen gegründet haben und der von Steuergeldern lebt. Ohne die Steuergelder gäbe es die angebliche Stiftung nicht: Stiftungskapital ist Fehlanzeige.

Der Analogieschluss bezieht sich aber nicht auf die HB-Fake-Stiftung. Der Analogieschluss bezieht sich auf die mit Steuergeldern finanzierte Broschüre „Gender raus! 12 Richtigstellungen zu Antifeminismus und Gender Kritik“. Für den meisten Text, der in dieser Broschüre zusammengetragen ist, zeichnet eine Franziska Schutzbach verantwortlich, deren wissenschaftliche Meriten in Google Scholar schnell zusammengetragen sind (4 Einträge seit 2007; siehe Abbildung).

Es wird immer schwieriger für die HB-Fake-Stiftung, Willige zu finden, die naiv oder dumm genug sind, sich vor den räderlosen Karren des Genderismus spannen zu lassen. Die Qualität der Erzeugnisse, die von den entsprechenden No-Names erstellt werden, zeugt von diesen Schwierigkeiten.

Nein, die Analogie mit dem Misthaufen bezieht sich auch nicht auf die HB-Fake-Stiftungs-Broschüre, die Steuerzahler bezahlen mussten (Kosten für die Erstellung vermutlich irgendwo bei 30.000 Euro, Druck und Verbreitung noch mal soviel).

Unsere Analogie bezieht sich auf den Versuch, die „Gender Studies“ als Wissenschaft zu verkaufen, eine angebliche Richtigstellung, die sich auf den Seiten 16 und 17 der Broschüre findet. Nun ist die Kritik, die z.B. wir an Gender Studies vorbringen, ja nicht unerheblich. Wir haben an dieser Stelle schon häufiger auf die 30 Fragen hingewiesen, die wir an Gender Studierte verschickt haben, ohne dass wir bislang eine Antwort erhalten hätten. Da es sich dabei um Fragen handelt, die jeder Wissenschaftler im Schlaf beantworten können sollte, Fragen nach seinem Erkenntnisinteresse, seiner Epistemologie, seiner Methode, seiner Herangehensweise usw. muss man nach all der Zeit (immerhin sind zwischenzeitlich mehr als zwei Jahre vergangen) den Schluss ziehen, dass Gender Studierte die entsprechenden Fragen nicht beantworten können.

Aber halt, so haben wir gedacht: Die Richtigstellung, die Steuerzahler finanziert haben, sie enthält vielleicht Antworten zu den Fragen nach den Theorien, den Methoden, dem Erkenntnisinteresse, die die Gender Studies auszeichnen. Man mag sich unser Belustigung vorstellen, als wir Folgendes zu lesen bekommen haben:

“Richtig ist Die Frauen- und Geschlechterforschung sowie die Gender Studies arbeiten mit wissenschaftlichen Methoden und Theorien. Diese Forschungsrichtungen sind entstanden, weil die vorherrschende Wissenschaft oft nur die Geschichte und das Leben von Männern untersucht, also nicht objektiv forscht, sondern einseitig. Die Gender Studies beschäftigen sich mit (historischen) Fragen und mit Menschen, die oft vergessen oder ausgelassen wurden, und tragen auf diese Weise gerade zu mehr Objektivität bei.”

Kann man die vollkommene Ahnungslosigkeit und das vollkommene Fehlen einer wissenschaftlichen Methode besser auf den Punkt bringen als hier geschehen? Auf die Frage nach den wissenschaftlichen Methoden und Theorien der Gender Studies wird nicht etwa damit geantwortet, dass die entsprechenden Methoden und Theorien benannt werden, sondern mit der Behauptung, dass die „Gender Studies mit wissenschaftlichen Methoden und Theorien“ arbeiten. Wenn dem so wäre, dann wären Gender Studierte mit Sicherheit in der Lage, die entsprechenden Methoden und Theorien zu benennen. Dass sie es nicht sind, ist bezeichnend.

Die Behauptung, dass “die vorherrschende Wissenschaft oft nur die Geschichte und das Leben von Männern untersucht, also nicht objektiv forscht, sondern einseitig“ sei, kann man nicht anders als als Beleg für das Scheitern jeglichen Versuches, wissenschaftliches Leben in den Körper des Verfassers einzuhauchen, auffassen.

Fangen wir mit den offensichtlichen Fehlern an:

  • Eine einseitige Betrachtungsweise ist nicht das Gegenteil von Objektivität.
  • Das Gegenteil von Objektivität ist Subjektivität.
  • Deshalb kann eine einseitige Betrachtungsweise durchaus ein objektives Bild ergeben.
  • Wissenschaft strebt aber gar nicht danach, Objektivität festzustellen, sondern danach, sich der Objektivität, die gewöhnlich als regulative Idee der Wahrheit gefasst wird, zu nähern (Dazu Kapitel 5.1).
  • Dazu ist es notwendig, das, was man als Erkenntnis zu haben meint, an der Wirklichkeit zu prüfen.
  • Die Überprüfung von Hypothesen an der Wirklichkeit hat nun wiederum nichts mit dem Geschlecht des Testenden zu tun.
    Wenn Eis bei 30 Grad im Schatten schmilzt, dann tut es dies unabhängig davon, ob die Eistüte von einem Mann oder einer Frau gehalten wird.
  • Derartig genetische Fehlschlüsse sind bezeichnend für Halbgebildete, die der Ansicht sind, Forschungsergebnisse würden über Intentionen bestimmt und die Intentionen von Männern und Frauen seien unterschiedlich.
  • Zwar geben derartige Vorstellungen gut Auskunft über das, was im Kopf dessen, der sie hat, mit Bezug auf Wissenschaft falsch läuft, aber sie sagen absolut nichts über den Wissenschaftsprozess aus.
  • Letzterer wird nämlich durch die Anwendung wissenschaftlicher Methoden begründet. Wissenschaft ist eine Methode, eine Methode, Erkenntnis dadurch zu gewinnen, dass man Aussagen über die Wirklichkeit aufstellt und diese Aussagen an der Wirklichkeit überprüft.
  • Bislang gibt es kein anderes Verfahren, mit dem es möglich wäre zu testen, ob Aussagen über die Realität richtig sind oder nicht, als die entsprechenden Aussagen an der Realität zu testen. Insofern ist die „vorherrschende Wissenschaft“ die einzig mögliche Wissenschaft. Alles anderes ist Humbug.
  • Wenn Frau Schutzbach der Ansicht ist, man könne Wissenschaft auch intuitiv oder unter Auslassung des empirischen Tests oder auf Basis von Behauptungen, die man glauben muss, aber nicht testen kann, betreiben, dann ist dies der Punkt, an dem die eingangs gemachte Analogie zutrifft.
  • Wissenschaft hat nichts mit Intuition, Esoterik, Einbildung, ideologischem Quatsch wie Gleichstellung oder inhaltlichen Wunschvorstellungen und nicht prüfbaren Behauptungen zu tun. Wissenschaft und Gender Studies sind unvereinbar – inkompatibel. So wie Wissenschaft und Islamismus unvereinbar sind.

Dem kurzen Absatz oben, der – man mag es gar nicht schreiben -, der dazu gedacht ist, die Kritik an der Wissenschaftlichkeit der Gender Studies zu entkräften, folgen mehrere längere Absätze, in denen die Autorin ihrer Phantasie darüber, was Kritiker der Gender Studies gegen die Gender Studies vorbringen würden, freien Lauf lässt. Die Phantasie reicht von der Unterstellung primitiver Induktionsschlüsse, bis zur absurden Behauptung, wer naturwissenschaftlich argumentiere, könne Machtstrukturen und soziale Bedingungen nicht berücksichtigen, die nur noch dadurch übertroffen wird, dass Schutzbach Biologie und naturwissenschaftliche Argumentation gleichsetzt. Zur Erklärung, Schutzbach scheint mit “naturwissenschaftlicher Argumentation” ein formales deduktives Modell zu meinen. Entsprechend irrsinnig ist die Verbindung dieser formalen Methode des Schlussfolgerns mit dem Gegenstandsbereich der Biologie. Schutzbach ist ein würdiger Vertreter der Gender Studies: wenig Ahnung, aber keine Skrupel, die eigene Ahnungslosigkeit in die Welt zu posaunen.

So viel Ahnungslosigkeit hat aber nicht einmal die HB-Fake-Stiftung verdient. Okay, die haben es verdient. Jeder bekommt, was der Markt so hergibt, und der Markt der Gender Studies gibt, nun ja, Schutzbach her.

Das mangelnde Angebot in wissenschaftlicher Kompetenz, mit dem sich diejenigen konfrontiert sehen, die seit Jahren ein üppiges Auskommen dadurch gefunden haben, dass sie Steuerzahler für ihre Gender(-Wahn)-Phantasien bezahlen lassen, hat auf die Mannen der HB-Fake-Stiftung einen tiefen Eindruck hinterlassen. Und so kommt es, dass wir diese Besprechung des neuesten misslungenen Versuchs, die Gender Studies vom Stroh-Standard zum Gold-Standard zu alchemisieren, mit einer positiven Meldung abschließen können:

Den Genderisten bläst nach wie vor der Wind ins Gesicht.
Den Genderisten steht das Wasser bis zum Hals.
Die Steuergelder, die zur Förderung von Genderismus missbraucht werden, drohen zu versiegen.
Genderismus ist zum Ladenhüter geworden, den niemand mehr haben will, nicht einmal die willigen Käufer aus der Politik.
Entsprechend sehen sich die Genderisten in der HB-Fake-Stiftung in die Ecke gedrängt, am Rande, am linken Rande der Gesellschaft zusammengepfercht´, randständig in ihrer Subkultur, die heftige Anzeichen eines vollständigen intellektuellen Meltdowns – wie in „Gender raus!“ – zeigt.
Der Beleg für diese Aussagen, stammt aus dem Vorwort zu „Gender raus!“, in dem das Jammern, das vielleicht die einzige Methode ist, die Genderisten wirklich als Alleinstellungsmerkmal reklamieren können, zur folgenden Selbstbeschreibung der Randständigkeit von Genderisten geführt hat:


“Gender-Kritik und Anti-Gender-Hetze bilden eine Art Dach, unter dem sich sehr unterschiedliche, teils gegensätzliche Akteur*innen, Organisationen, Parteien und Gruppierungen bündeln und oft auch gemeinsam agieren. In Deutschland sind das unter anderen die extreme Rechte, die AfD, Pegida, verschiedene Männerrechtsgruppen, christlich-fundamentalistische Kreise sowie manche Journalist*innen, Publizist*innen und Wissenschaftler*innen. Gender‑Kritik ist auch in der bürgerlichen Mitte verbreitet und generell ein fester Bestandteil öffentlicher Debatten.”

Kritik an Genderisten kommt demnach von

  • Wissenschaftlern,
  • Publizisten,
  • Journalisten,
  • der Öffentichkeit,
  • Parteien,
  • Gruppierungen,
  • der AfD,
  • der Pegida,
  • der extremen Rechten,
  • von Männerrechtsgruppen,
  • aus christlich-fundamentalistischen Kreisen,
  • aus der gesellschaftlichen Mitte.

Es bleibt nicht mehr viel Platz für die Jünger des Genderheils. Wenn man die genannten Kritiker von der Bevölkerung subtrahiert, dann kommt man auf einer gedachten Normalverteilung am linken Rand an, bei den dort Randständigen. Das wiederum gibt der Schutz(bach)-Behauptung, nach der Gender Studies sich mit Menschen beschäftigen, die „oft vergessen oder ausgelassen“ würden, eine ganz neue Bedeutung, verweist darauf, dass Genderisten sich vornehmlich mit sich und ihren Problemen, psychischen wie physischen, befassen. Damit wäre auch der Ort, an dem Genderismus seine Berechtigung hat, eindeutig benannt: Institutionen, die auf Therapie und Behandlung von der gesellschaftlichen Normalität abweichender Individuen spezialisiert sind.

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