Merkel: Erfolgsjahr 2016 – Wir sind wieder wer!

Die Neujahrsansprache, die sich Angela Merkel nicht zu halten traut!

Liebe Immerschondagewesene,

liebe Neudazugekommene,

2016, das 11 Jahr meiner Regentschaft, liegt hinter uns.

2016 war ein gutes, ein sehr gutes Jahr für Deutschland.
Deutschland ist wieder auf der Weltkarte zu finden.

Wir sind wieder wer.

Meine, unsere erfolgreiche Politik, die Politik des Bundeskanzlers und seiner Regierung, sie hat die Neo-Wichtigkeit Deutschlands erst ermöglicht.

2016 ist das Jahr der Flüchtlinge!

neujahrsansprache-merkelUnsere, meine Flüchtlingspolitik hat es ermöglicht, dass viele neu dazugekommen sind. Die Neo-Wichtigkeit von Deutschland, sie ist auch oder gerade ein Ergebnis dieser innovativen und vorausschauenden Flüchtlingspolitik.
Vorbei ist die Zeit, in der wir mit Hoffen oder Bangen den Verlautbarungen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gelauscht haben, nur um zu erfahren, dass es in Deutschland wieder keinen Terroranschlag gegeben hat.

Terroristen verüben ihre Anschläge ausschließlich in wichtigen Nationen: In den USA, in Russland, im Vereinigten Königreich, ja selbst in Frankreich. Das sind nicht nur die Sieger des Zweiten Weltkrieges. Es sind auch die wichtigen Nationen dieser Erde. Es sind die Nationen, die ihre Wichtigkeit mit Terroranschlägen dokumentieren können.

Unsere Flüchtlingspolitik hat Deutschland in den Reigen der wichtigen Nationen katapultiert.

Wir sind wieder wer.

Kein Terrorist macht mehr einen Bogen um Deutschland. Wir haben die Wartezeit verkürzt und neben den vielen Kriegsflüchtlingen auch den Terroristen die Gelegenheit gegeben, nach Deutschland zu kommen, uns als wichtige Nation wahrzunehmen. Der Erfolg unserer Flüchtlingspolitik ist gut belegt: Berlin, Ansbach, Würzburg … die Stätten des nationalen Triumphes. Das Blut der Opfer zeigt die neue Wichtigkeit Deutschlands.

Wir sind wieder wer, selbst Terroristen kommen daran nicht mehr vorbei.

Auch in der Europäischen Union sind wir unangefochten die Nummer 1.

Wie lange haben wir uns den politischen Sonderwünschen der Briten ausgeliefert? Wie viele Sitzungen im Ministerrat hat das Veto eines David Cameron zum Scheitern verurteilt? Mit dem BREXIT hat das ein Ende.

Wir sind die Briten los. Das Ergebnis der Volksabstimmung in Großbritannien ist ein Erfolg für die deutsche Außenpolitik, für unsere unnachgiebige Haltung, wenn es darum ging, deutsche Prinzipien und deutsche Regelungen, deutschen Kollektivismus in der EU durchzusetzen, in der Sozialpolitik, in der Politik der Gleichstellung, in der Politik der Umverteilung und in vielen anderen Bereichen können wir nun, da der neoliberale britische Bremsklotz beseitigt ist, schalten und walten wie wir wollen, denn: Wer zahlt, bestimmt, und wir bezahlen.

Wir sind eben wer.

Der Aufkauf der Europäischen Union ist uns durch die Verwirklichung ökonomischer Prinzipien, die als „rationale Blasen“ bekannt sind, möglich. Es ist an dieser Stelle notwendig, dem Kollegen Draghi zu danken. Ohne seine Beihilfe wäre es nicht möglich, die größte Umverteilung in der Geschichte der Menschheit, von denen, die Geld besitzen, zu uns, durchzuführen. Die niedrige Zinspolitik der EZB, sie erlaubt es uns nicht nur, Staatsschulden zu keinerlei Kosten abzubauen und Ihnen, liebe Dagebliebene, zu erzählen, wir schrieben schwarze Zahlen im Haushalt. Die niedrige Zinspolitik der EZB, sie ist ein geniales Mittel, um Geld umzuverteilen, das auf Privatkonten geparkt ist, ohne dass man das Geld gesetzlich enteignen muss. Wir lassen es einfach weniger werden, vernichten es an der Quelle, entziehen es denen, die es verdient haben, ohne es anzurühren und können gleichzeitig nach Lust und Laune neugedrucktes Geld z.B. nach Griechenland transferieren, um den dortigen Sozialisten bei der Zerstörung des griechischen Staates zu helfen. Ohne unsere weitsichtige Finanzpolitik wäre eine Umverteilung in dieser Größenordnung nicht möglich.

Umverteilung, liebe Steuerzahler, Umverteilung ist die Grundlage unserer Gesellschaft.

Wir haben auch im Jahr 2016 erfolgreich daran gearbeitet, unseren Spitzenplatz hinter Dänemark als das Land, das seinen Bürgern am wenigsten von dem Geld belässt, das sie selbst verdient haben, zu behaupten. Abermals ist es uns gelungen, durch ein weitverzweigtes Netz von direkten Steuern, indirekten Steuern und kaum mehr überschaubaren Abgaben dafür zu sorgen, dass der größere Teil dessen, was Arbeiter und Angestellte verdienen, in den Taschen des Staates landet.

Die erfolgreiche Steuerpolitik, die wir auch 2016 betrieben haben, sie hat es ermöglicht, das Personal des öffentlichen Dienstes weiter zu steigern und die Marke von 6 Millionen Beschäftigten zu nehmen.

Auch die Personalpolitik des Bundes sie zeigt: Wir sind wieder wer.

Damit die Erfolge in Außen-, Finanz- und Steuerpolitik möglich sind, benötigen wir den richtigen Bürger, benötigen wir Steuerzahler und Nachwuchs an Steuerzahlern. Wir haben auch 2016 in Kooperation mit den Kultusministern der Bundesländern dafür gesorgt, dass Bildung nicht mehr an Leistung und Inhalten gemessen wird, sondern an der Übereinstimmung mit ideologischen Vorgaben, die wir Kompetenzen nennen.

Bundesländer wie Baden-Württemberg haben eine Vorreiterrolle, wenn es darum geht, Schüler von unnützem Faktenwissen zu entwöhnen, ihnen Schreiben, Lesen und Rechnen nur mehr rudimentär zu vermitteln. Wichtiger sind Teamfähigkeit, nachhaltiges Leben und das Wissen um sexuelle Orientierungen. Nur die Abwesenheit von formaler Bildung erlaubt Kindern und Jugendlichen, frisch, fröhlich, frei und unbelastet von irgendwelchen Zweifeln, die regelmäßig ein Ergebnis von Wissen sind, den Lebensweg zu wählen, den wir für sie vorgesehen haben: Einen gesunden, sportlich aktiven, beruflich engagierten, solidarischen und altruistischen Lebensweg, der es uns erlaubt, das Steuerniveau zu halten und es den Jugendlichen und dann jungen Erwachsenen erlaubt, uns, dem Staat, das zu geben, was der Staat so notwendig braucht: neue Steuerzahler.

Die Bereinigung der Lehrpläne der Schulen von unnützen Lehrinhalten war ein Schritt auf dem Weg zum glücklichen und ignoranten Bürger. Die Beseitigung wissenschaftlicher Traditionen war ein weiterer Schritt. Die Gleichstellungspolitik, die wir auch im Jahre 2016 erfolgreich weitergeführt haben, ist hier besonders wichtig, ersetzt sie doch kaltes, weiß-männliches Denken durch warme, unikolorierte weibliche Intuition, Wissen durch Einbildung, Rationalität durch Affekt und Leistung durch Position. Nur so ist eine Gesellschaft der Gleichen, Gleichgefügigen möglich. Und es sind die Gleichgefügigen, die Steuerzahler aus Überzeugung, die wir benötigen, diejenigen, die geben ohne zu fragen wofür. Diejenigen, die arbeiten ohne zu fragen wozu.

2016 war ein erfolgreiches Jahr.

Auch für die Sportpolitik, den Fußball. Die Mannschaft ist bis ins Halbfinale vorgedrungen und unter meinen wachsamen Augen gegen Frankreich ausgeschieden. Der Beitrag dieser Niederlage zur europäischen Völkerverständigung, zur weiteren Aussöhnung mit dem Erbfeind und zur Freude der Portugiesen, die wahrlich wenig Grund haben, sich zu freuen, zeigt: Wir Deutsche sind die wahren Altruisten. Wir geben. Wir verzichten auf Erfolg, wenn es anderen nutzt.

Nun gibt es, und das will ich gar nicht verheimlichen, selbst in Deutschland noch Zweifler. Anhänger rationalistischer Irrlehren und überkommener Prinzipien wie Gerechtigkeit und Meritokratie, die u.a. nicht damit einverstanden sind, dass Deutschland das erfolgreichste System zur Rekrutierung politischen Nachwuchses installiert hat: Einfach dadurch, dass Parteien zu tragenden Säulen des Staates erklärt wurden und seither von Steuerzahlern mit mehreren 100 Millionen Euro jährlich gefördert werden. Das erlaubt es uns Politikern, Nachwuchs selbst dann zu rekrutieren, wenn die Anzahl der Mitglieder der Parteien zurückgeht. Und das tut sie in erheblichem Umfang. Aber an Nachwuchspolitikern die ihr Leben mangels Alternativen dem einen Ziel, in Deutschland lebende Menschen zum richtigen Leben zu erziehen und dadurch glücklich zu machen, verschrieben haben, besteht kein Mangel. Das verdanken wir der Parteienfinanzierung, die ohne die erfolgreiche Steuerpolitik der letzten Jahre nicht möglich gewesen wäre.

All jene, die an gewachsenen Strukturen und Versorgungsnetzwerken rütteln wollen, sind Neider etablierter Strukturen. Falsche Hasser, denen wir heute mit entsprechenden Kampagnen begegnen. Bereits in Schulen werden Schüler zum richtigen Hass erzogen, werden ihnen die Ideale des richtigen Hasses auf alle, die vom vorgegeben Pfad abweichen, anerzogen. Ohne die Bildungspolitik und die Kooperation mit den Ländern, die wir 2016 ausgebaut haben, wäre dies nicht möglich.

2016 war ein gutes Jahr!

Auch im Kampf um die Hearts und Minds der Internet-Nutzer, jenes Neulandes, in dem jeder bislang unbeaufsichtigt seine Meinung sagen konnte, sind wir 2016 ein großes Stück weiter gekommen. Wir haben die Erosion öffentlich-rechtlicher Indoktrination, den Versuch, die öffentlich-rechtlichen Lücken in der Berichterstattung durch die Verbreitung unaufbereiterter und unkontrolierter Information zu schließen, gestoppt. Besonders Heiko Maas hat sich im Kampf gegen die bedingungslose Meinungsfreiheit verdient gemacht. Gemeinsam mit ihm, werden wir 2017 ein Wahrheitsministerium auf den Weg bringen, das die Freiheit der Meinung, die wir vorgeben, schützen und alle Abweichungen als Hass verfolgen wird. Denn: Ignoranz ist Stärke.

Leider hat das Jahr 2016 auch eine große Enttäuschung für mich und unser Land gebracht: Der Friedensnobelpreis wurde an Juan Manuel Santos und nicht an mich vergeben. Dabei hat Santos Flüchtlinge geschaffen, Menschen der Farc aus Kolumbien vertrieben. Wir haben Flüchtlingen ein neues Zuhause gegeben. Das Nobelpreis-Komitee hat diese Offensichtlichkeit offensichtlich übersehen.

Von Rückschlägen – wie diesem – lassen wir uns jedoch nicht entmutigen.

Auch 2017 werden wir alles daran setzen, den Friedensnobelpreis, um jeden Preis, zu erhalten und die erfolgreiche Politik des Jahres 2016 fortzuführen. Zu diesem Zweck haben wir den Bundeshaushalt 2017 um 9 Milliarden Euro üppiger gestaltet und auf 325,5 Milliarden Euro erhöht. Auch 2017 werden sich in Deutschland Steuern Zahlende also brüsten können, von ihrem Verdienst weniger zu behalten als sie abgeben dürfen. Auch 2017 werden wir wieder ein Heer von Menschen rekrutieren, um den Kampf um den richtigen Bürger, dessen Gesinnung und Lebensführung den Vorgaben entspricht, zu führen. Auch 2017 wird die Bedeutung Deutschlands in Terrorakten und –anschlägen, von denen wir einige auch verhindern werden, damit die Hysterie in der Bevölkerung ungebrochen bleibt, dokumentiert werden.

Wir sind wieder wer.

Das habe ich auch Donald Trump , dem nächsten Präsidenten der USA, am Telefon gesagt. Ich habe ihm angeboten, sich unseren Werten, unserer erfolgreichen Politik anzuschließen und quasi als unser und nicht Putins Juniorpartner die Welt am deutschen Wesen genesen zu lassen.

Denn: Wir sind wieder wer!

In diesem Sinne wünsche ich allen Nieweggewesenen und allen Neudazugekommenen ein frohes und erfolgreiches Neues Jahr: Füllen Sie die Kassen der Finanzämter und produzieren Sie neue Steuerzahler!

„Alles wird gut“ – Die etwas andere Neujahrsansprache auf ScienceFiles.org

Die folgende Rede wurde spontan gehalten.

Liebe Bürger und Bürgerinnen, nein falsch: liebe Bürgerinnen und Bürger dieses Landes,

wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende zu, ein Jahr, das uns Deutsche und uns Europäer und uns Weltbürger und uns Deutschinnen und Europäerinnen und Weltbürgerinnen wieder einen Schritt weiter nach vorne gebracht hat. Denn: Wir sind auf dem richtigen Weg, wohin er uns führen wird, warten wir’s ab, nein, das heißt, selbstverständlich wissen wir, wohin uns der Weg führt, denn wir hier in der Regierung, wir haben alles im Griff und geben die Richtung vor, die Richtung zum Heil und zum Glück und, lassen Sie es mich einfach und klipp und klar und ohne auszuweichen, mit der mir eigenen Deutlichkeit sagen: Alles wird gut!


Alles wird gut, wenn wir Bürger, also Sie, nicht ich, wenn also wir Bürger uns auf unsere Stärken besinnen und aufhören, mehr zu verlangen als wir eigentlich wollen. Wie sagte schon Dädalus zu Ikarus: Hochflug kommt vor dem Crash, und beherzigen wir seinen Rat. Wer will schon Reichtum, und wer will schon Erfolg? reduced wantsDas alles sind rationale Symbole einer überkommenen, ja hegemonialen Männlichkeit, und wir alle wissen, also ich weiß es und sage es ihnen jetzt, wohin dieser männliche Paternalismus geführt hat: In die Gräben des Ersten Weltkriegs und in die Gaskammern von Ausschwitz. Wir wissen: Kaiser Friedrich Wilhelm der II und Adolf Hitler, sie beide hatten eines gemeinsam: Sie waren Männer! Deshalb hat sich meine Regierung entschlossen, Männer aus der Regierung fernzuhalten. Und Sie werden sehen: Alles wird gut.

Hochflug, so sage ich auch immer wieder zu unseren Griechischen Freunden, obwohl die Dädalus im Original lesen könnten, wenn sie so klug wären wie ich, kommt vor dem Crash. Und was haben uns unsere Griechischen Freunde im letzten Jahr für Sorgen gemacht, dass sie im Fiasko enden werden. Aber, wir standen ihnen solidarisch zur Seite, haben die Schulden gemeinsam geschultert und nun, da die Schulden so verstreut sind, dass niemand mehr weiß, wer sie hat bzw. wer die meisten davon hat und niemand mehr weiß, wer sie jemals zurückzahlen kann, sofern sie eines Tages wieder auftauchen werden, nun, kann ich ihnen versprechen: Alles wird gut.


Auch wenn Kritiker, nicht Kritikerinnen, wie immer meinen, ein Haar in der Suppe finden zu können, und hämisch behaupten, die Staatsschulden hätten ein noch nie da gewesenes Ausmaß erreicht, so kann dies nichts an den Tatsachen ändern. Die Schulden sind nur dann so hoch, wenn man sie in Zahlenwerten bemisst, Schuldenuhrwenn man sie in ideellen Werten wie Solidarität, Liebe, Zuwendung und Schutzbedürfnis bemisst, dann verschwinden die Schulden ganz von selbst. Es ist ein Hauptziel meiner Regierung, die Fixierung auf Rationalität zu beenden, und alle Versuche, eine Verbindung zwischen Politik und Wirklichkeit herzustellen, im Keim zu ersticken. Denn erst dann fühlen wir, dass alles gut ist.

Im abgelaufenen Jahr ist Neil Armstrong gestorben. Neil Armstrong, der zwar nur kleine Schritte gemacht hat, aber dennoch in völlig übertriebener Weise darauf bestanden hat, die kleinen Schritte auf dem Mond zu machen. Und nun ist er tot. Was zeigt uns das: kleine Schritte sind dann, wenn sie auf dem Mond gemacht werden, tödlich, und deshalb dürfen wir nicht einmal auf der Erde kleine Schritte machen. Wir müssen mit dem zufrieden sein, was wir haben, was uns meine Regierung gibt, also mit immer weniger. Das sind die Kosten einer nachhaltigen Politik, die Wachstum als Ausgeburt männlicher Rationalität entlarvt und durch emotionale Zuwendung ersetzt hat, Zuwendung, wie wir sie brauchen werden, wenn die AKWs abgeschaltet sind und wir uns im Winter wieder zusammenkuscheln, damit uns warm wird. Das Ende der Rationalität hat also eine Renaissance von Zuwendung und Emotionalität zur Folge. Alles wird gut.

Alles wird gut, wenn Sie als Bürger sich auch einbringen. Wir brauchen mehr freiwilliges und vor allem unentgeltliches Engagement in der Altenpflege, in der Krankenpflege, in all den Bereichen, in denen weibliche Emotionale seit Jahren Care-Arbeit betreiben, ohne angemessen dafür entgolten zu werden. Meine Regierung hat mit einer Engagement-Offensive dafür gesorgt, dass sich die Pflegezeiten halbiert haben. Die Alten sterben nun dank freiwilliger Betreuer früher, die Kosten sinken und mit immer mehr freiwilligen Altenpflegern können wir diesen Prozess noch beschleunigen. Das ist gut für die Freiwilligen, die Sozialkassen und entlastet nachwachsende Generationen. Sie sehen: Alles wird gut.

Ein zwischenzeitlich bekanntgewordenes Hetzblog hat meiner Regierung vorgeworfen, sie sei kollektivistisch, dem Individuum nicht wohlgesonnen, ja feindlich gegenüber eingestellt. Dem ist nicht so. Wir haben Frauen gefördert. Wir haben Kinder gefördert. Wir haben Eltern gefördert. Von einer Feindschaft gegenüber Individuen kann keine Rede sein. Wir werden auch im nächsten Jahr Frauen, Kinder und Eltern fördern und dafür sorgen, dass sie weniger Zucker, Fettsäuren und schädliche Stoffe aller Art zu sich nehmen. Dazu planen wir umfassende Überwachungsmaßnahmen einzuführen, so dass im Rahmen einer individuellen Betreuung in staatlich finanzierten Suppenküchen speziell ausgebildetes Fachpersonal ein Auge auf die individuellen Essgewohnheiten haben wird. Wir sind dem Individuum also verpflichtet, und die Behauptung, wir wollten die absehbare Mängelverwaltung vorbereiten, ist nicht gerechtfertigt, vielmehr wird alles gut.

Genderforschung

Wir haben die Bildung revolutioniert. Nicht mehr Wissen, sondern Verhalten wird bewertet. Nicht der geniale Macho, sondern die unauffällige Kirchenmaus sind die Bildungsgewinner 2012. Wir haben es geschafft, Bildungsabschlüsse, diese Symbole einer rationalen Kultur zu entwerten. Niemand weiß mehr, was er sich mit einer Gymnasiastin aus Bremen einkauft und ob er nicht mit einem Sonderschüler aus Bayern besser fahren würde. Das ist ein großer Erfolg. Aber damit nicht genug: Wir haben Universitäten entwertet, Forschung verunmöglicht und unsere Universitäten zu Gender-Kaderschulen entwickelt. Dem rationalen Wissen sind wir erfolgreich zu Leibe gerückt. Wissenschaft ist nur noch emotional und nicht mehr empirisch, und deshalb wird alles gut.

Auch im nächsten Jahr wird unser Land wieder ein Hort von Innovation und Wissen sein. Wir werden neue Begriffe erfinden, neue Bereiche, die gefördert werden müssen und neue Möglichkeiten erfinden, uns selbst …, d.h. uns die Mittel, die notwendig sind, um dieses Land zu führen, dem es noch nie so gut ging wie heute, zukommen zu lassen. Und wir wissen schon heute, dass uns das gelingen wird, denn bislang hat es noch keine Mehrheit dieses Volkes gewagt, nicht zur Wahl zu gehen, und selbst wenn die Mehrheit dieses Volkes nicht mehr zur Wahl gehen sollte, wäre das kein Beinbruch, denn wie die Europäische Union zeigt, kann man auch ohne jemals gewählt worden zu sein, herrlich, nein, fraulich in die eigenen Taschen wirtschaften. Und so ist dann alles gut.

MoneySqueezeIn diesem Sinne wünsche ich allen Bürgern dieses Landes ein gesundes Neues Jahr, bleiben Sie gesund, zahlen Sie Ihre Steuern, und dann wird alles gut!

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