Politiker-Resozialisierung: Volker Beck predigt jetzt an der Ruhr-Universität

Da sagt man jungen Menschen sie sollen sich in die Spur setzen, an ihrer Karriere arbeiten, ein Abitur machen, Studieren, MINT, weil man mit anderen Fächern heutzutage nichts werden kann. Während des Studiums sollen sie Praktika leisten, um Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln und natürlich einen Teil des Studiums im Ausland absolvieren. Nach dem erfolgreichen Abschluss sind sie dann vermeintlich fit für den Arbeitsmarkt. Das sagt man jungen Menschen.

Denn: Wenn sie ein Studium ohne Abschluss beenden, wenn sie die Schule mit einem schlechten Zeugnis verlassen, dann können sie nichts werden in der Welt. Naja, fast nichts. Politiker geht immer. Politiker ist kein Ausbildungsberuf. Niemand muss eine besondere Fähigkeit nachweisen, um Politiker sein zu können. Politiker ist kein geschützter Begriff. Jeder kann von sich sagen, er sei Politiker. Politiker ist eine Position, in der kein Mehrwert geschaffen, nichts Produktives verrichtet wird. Vielmehr ist Politiker eine Position, die in ihrem Sadismus-Gehalt dem Zahnarztes, der freilich erst nach einem abgeschlossenen Studium auf die Zähne von Kassenpatienten losgelassen wird, vergleichbar ist. So wie Zahnärzte ungestraft Schmerzen zufügen und die körperliche Integrität zerstören können, so können Politiker mit nur wenigen Gesetzen ganze Existenzen vernichten, Produktivität durch Eingriffe in den Markt nach Herzenslust zerstören und vor allem können sie andere an ihrem Geldbeutel schädigen. Diese Mischung aus der Möglichkeit, Anderen zu schaden und dem völligen Fehlen von jeder Art von Qualifikation ist es wohl, die die Position des Politikers für manche attraktiv macht und dazu führt, dass alles, was man jungen Menschen über die Notwendigkeit von Bildung sagt, falsch ist.

Man kann Politiker werden, auch wenn man nichts kann und nichts weiß.

Nun sind Politiker nicht unbedingt angesehen. In der regelmäßigen Befragung von Allensbach, deren Ziel darin besteht, das Prestige zu messen, das Bürger bestimmten Berufen zuweisen, kommen Politiker regelmäßig am Ende der Skala an. 6% waren zuletzt noch der Ansicht, Politiker sei ein Beruf mit irgendeinem Prestige. Damit sind Politiker zwar noch vor Fernsehmoderatoren angesiedelt, denen 3% der Befragten ein Prestige zubilligen, bleiben aber weit hinter Rechtsanwälten zurück, denen 24% ein Prestige zuerkennen können, vermutlich weil sie denken, wofür man viel Geld bezahlen muss, das muss auch einen Zweck haben und was einen Zweck hat, das hat auch entsprechendes Prestige. Wie dem auch sei, unangefochten an der Spitze der Prestigeskala rangieren seit Jahren die Ärzte, denen keinerlei Skandal die Pole Position streitig machen kann.

Doch zurück zu den Politikern. Keine Ausbildung, keine Fähigkeiten, kein Ausbildungsberuf, keine Voraussetzungen, kein Eignungsnachweis, kein Intelligenztest, kein Leistungsnachweis, kein Ansehen in der Bevölkerung, selbst Einbrecher müssen zumindest die Fähigkeit haben, z.B. ein Auto aufzubrechen. Man kann also durchaus der Ansicht sein, Politiker seien die Paria der Gesellschaft, Personen, die aus Mangel an Verwendungszweck im Bereich der Politik geparkt werden, um dort unter öffentlicher Aufsicht den Schaden anzurichten, der oben beschrieben wurde. Die Kalkulation dahinter wäre die, dass die entsprechenden Personen als Politiker und unter öffentlicher Aufsicht einen geringeren Schaden anrichten als sie es in einer anderen Verwendungsform tun würden.

Somit stellt sich die Frage, was tut man, mit einem Politiker, der aus einem Parlament gewählt wurde oder es gar nicht mehr in ein Parlament geschafft hat? Was tut man mit einem Politiker, dessen Haltbarkeitsdatum überschritten und Verwendungszweck nicht mehr gegeben ist.

Dumme Frage!
Man recycled und resozialisiert ihn natürlich.

Wo?
Na an Universitäten.
Nachdem Universitäten zu den Orten geworden sind, an denen intellektuelle Leichtgewichte geparkt werden, um Studenten ein Lamento von Diskriminierung und Ungerechtigkeit vorzuklagen, ist es nicht verwunderlich, dass Universitäten auch als Resozialisierungsanstalten für gescheiterte Politiker bzw. für Politiker jenseits des Haltbarkeitsdatums werden.

Noch weniger ist es verwunderlich, dass die Ruhr-Universität in Bochum den Vorreiter mit einem gleich doppelten Resozialisierungsversuch macht, ist die Ruhr-Universität doch bereits zum Endlager für fünf Professuren der Gender Studies geworden. Da von derartigen Agglomerationen, wie die Forschung wieder und wieder gezeigt hat, Nachzugseffekte ausgehen (gleich und gleich gesellt sich gern), ist es nur folgerichtig, wenn die Ruhr-Universität auch den ersten Schritt in Richtung Resozialisierung von Politikern macht, und dies, wie gesagt, gleich doppelt:

Volker Beck wird Dozent an der Ruhr-Universität:

“Der Grünen-Politiker Volker Beck wechselt … in den Hörsaal. Nach 23 Jahren im Deutschen Bundestag wird er einen Lehrauftrag an der Ruhr-Universität in Bochum am Centrum für Religionswissenschaftliche Studien annehmen. In seinem Seminar geht es um Religionspolitik in der Praxis”

Der Versuch der Resozialisierung erfolgt gleich in mehrfacher Hinsicht:

Volker Beck hat zwar Kunstgeschichte, Geschichte und Germanistik studiert, aber dennoch keinen Abschluss erreicht.
Volker Beck hat sein Haltbarkeitsdatum als Politiker überschritten, auch Crystal Meth hat wohl den notwendigen Kick nicht mehr verschaffen können.

So wie keine Fähigkeit zum Politiker qualifiziert, so qualifiziert in Bochum kein Hochschulabschluss dazu, als Dozent Studenten über Religionspolitik zu lehren. Verwundert das jemanden an einer Universität mit fünf Professuren für Gender Studies?

Warum gibt es eigentlich keine Putzfrau, die an der Ruhr-Universität über ihre Erfahrungen mit Diskriminierung durch Universitätsangestellte im Alltag ein Seminar abhält? Auch Putzfrauen haben in der Regel kein abgeschlossenes Studium und erfüllen somit die Voraussetzungen.

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