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Wagenknechts Partei räubert bei der AfD? Unfug!

Es wäre ein Erstmals, dass eine Partei im deutschen, notorisch trägen Parteiensystem aus dem Stand in den Bundestag einziehen kann. Dessen ungeachtet behauptet INSA, ein Meinungsforschungsunternehmen zweifelhafter Reputation [wir können das auch], die neue Partei von Sarah Wagenknecht, BSW, was wohl Bolschewismus, Sozialismus, Wagenknecht bedeutet, oder so ähnlich, käme aus dem Stand auf 12% und, das ist das Erstaunliche: vornehmlich auf Kosten der AfD.

Wann in der langen Geschichte der Wahlen zu Parlamenten hätte es je eine Partei gegeben, die von ALLEN Parteien Wähler abziehen kann? Eine Partei, die aus dem ultra-Linken-Spektrum kommt, aber von dort mickrige 10 Wähler mitnimmt, 10 Wähler entsprechen dem 0,5% Verlust, der für die LINKE ausgewiesen ist, aber unter den Wählern einer von allen anderen als rechtsextrem bezeichneten Partei 100 Wähler gewinnen kann? Manchmal fragt man sich, ob diese Meinungsforscher jedes Maß für die Glaubwürdigkeit des Betrugs, den sie verbreiten, verloren haben.

Die neue Partei, die Abspaltung der Linken kann lediglich 10 ehemalige Wähler der Linken, aber 100 der AfD, 20 der SPD, 30 der CDU, je 10 von Grünen und FDP und 60 von Anderen Parteien für sich gewinnen.

Ja.

Wir haben auf Telegram in einem betont AfD-freundlichen Umfeld zweimal im Abstand von etwas mehr als 4 Monaten die Frage nach der Wahlabsicht am nächsten Sonntag gestellt. Einmal vor und einmal nach der Gründung von Wagenknechts Partei. Das jeweilige Ergebnis sehen Sie unten:


Das nennt man dann wohl eine stabile Wählerbasis für die AfD.
70% im Juni vor Gründung der BSW.
70% im Oktober nach Gründung der BSW.
Ein Effekt der BSW auf die Wähler der AfD ist nicht vorhanden, und warum sollte er das auch sein?

Auf Basis unserer Umfrage kann man eine Aussage darüber machen, wo die Wähler der BSW NICHT herkommen, nämlich von der AfD. Wenn man eine Aussage darüber machen will, wo sie herkommen, wird es schon schwieriger, aber es scheint, die neue Partei kann bisherige Nichtwähler und Wähler anderer Partein (und der Grünen) für sich begeistern.

Es wäre, wie gesagt, ein Novum, wenn eine Partei aus dem Stand in den Deutschen Bundestag einziehen würde. Wir sehen in der BSW eher ein Phänomen, wie es sich am Ende der Weimarer Republik auch eingestellt hat. Wenn Linke mit ihrer Ideologie lange genug an der Realität gescheitert sind, dann fangen sie untereinander Streit an und bezichtigen sich gegenseitig, die Wahlniederlagen durch Verrat an der heiligen Sache verursacht zu haben. Als Ergebnis spalten sich linke Parteien und führen damit den Weg in die politische Bedeutungslosigkeit konsequent fort, dokumentiert in einer großen Zahl kleiner und Kleinstparteien am Ende der Weimarer Republik.


 

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