Was ist eigentlich aus Volodymyr Zelensky dem Präsidenten der Ukraine geworden?
Es ist lange her, dass er auf Welttournée war, um Waffen und Geld einzusammeln, beides notwendig, um selbst reich zu werden und weiter Krieg gegen Russland führen zu können.
Es ist lange her, dass er ein gern gesehener Gast in den westliche-Werte-schwangeren-Palästen des Westens gewesen ist, dem man das stinkige t-Shirt gerne nachgesehen hat, weil mit ihm Publicity und Pressepräsenz gekommen sind.
Lange ist es her.
Einen ganzen Konflikt lang ist es her.
So wie die Ukraine es geschafft hat, das in der Beschreibung seiner Profiteure tödlichste aller jemals virulenten Viren von heute auf morgen von den besten Presseplätzen zu verdrängen, so haben es Hamas und Israel geschafft, die Ukraine zu einem uninteressanten Nebenschauplatz zu degradieren, auf dem nun nicht mehr die westlichen Werte verteidigt zu werden scheinen, vielleicht weil westliche Nationen derzeit viel Arbeit damit haben, die eigenen Werte in ihren eigenen Innenstädten zu verteidigen,
Falls Sie vergessen haben, wie zentral der Krieg in der Ukraine einst für den Fortbestand des Wertwestens in seiner pervertierten Form war, dann haben wir eine kleine Erinnerung, aber sagen Sie hinterher nicht, wir hätten Sie nicht gewarnt.
Und wer erinnert sich nicht gerne an die Wertestrotzenden mit ihren Sonntagsreden, in denen sie ihre moralische Überlegenheit über den Feind im Osten zum Anlass genommen haben, um die Gefahr für die eigene Demokratie, die durch den Autokraten im Kreml droht, zu beschwören und „Aufrüstung“ zu rufen, wie dies Frank-Walter Steinmeier getan hat:
„Dieser Krieg ist ein menschenverachtender Angriffskrieg, es ist Landraub, es ist die Missachtung aller Prinzipien des Völkerrechts, die auch uns wichtig sind. Dieser Krieg speist sich aus Putins imperialem Wahn und der Angst der Kreml-Autokratie vor der Demokratie. Auch deshalb geht uns dieser Krieg etwas an. Es geht nicht nur um Solidarität mit der Ukraine – darum im Augenblick vornehmlich –, es geht auch um die Frage, wie wir uns und unsere Demokratie besser schützen.
[…]
Es ist wieder Krieg in Europa. Wir helfen der Ukraine, aber wir sind nicht Kriegspartei. Und dennoch müssen wir auch auf Bedrohungen reagieren, die uns und andere treffen könnten. Zu einer wehrhaften Demokratie gehört wegen dieser neuen Bedrohungen eine gut ausgerüstete und verteidigungsbereite Bundeswehr.“
Natürlich dürfen wir auch die vielen Eifrigen nicht vergessen, die voller Begeisterung auf die Kriegstrommeln geschlagen haben, Kriegstrommeln, die sie als Friedensharfen angesehen haben, wie der ehemalige Düsseldorfer Bügermeister Marie-Agnes Strack-Zimmermann, der seit Beginn dessen, was gemeinhin als „Angriffskrieg gegen die Ukraine“ bezeichnet wird, für Waffen, Munition, Haubitzen, zuletzt Panzer trommelt.
Übrigens ist es nur ein Zufall, dass Rheinmetall, das Unternehmen, das von den Waffenlieferungen, die Strack-Zimmermann so energisch vorantreibt, am meisten profitiert, seinen Hauptsitz in Düsseldorf hat. Strack-Zimmermann kandidiert in Wahlkreis 106 für den Bundestag: Düsseldorf I.
Setzen wir denjenigen, die sich so aufopferungsvoll für den Krieg in der Ukraine eingesetzt haben, damit er nicht an Waffenmangel scheitere und weiter kräftig getötet werden könne, ein kleines Denkmal. Die Nachwelt sollte sich ihrer erinnern [Falls wir jemanden übersehen haben, schicken Sie uns einen Link]:
Lauter gute Menschen, die mit ukrainischem Menschenmaterial und westlichen Waffen den Frieden verteidigen und das gute Leben im Jenseits bringen, für Hunderttausende. Indes, damit das Sterben auch friktionslos und ohne Pause fortgesetzt werden konnte, schließlich geht es darum, dass Andere westliche Werte verteidigen, waren nicht nur Waffen und deren Futter notwendig, es mussten auch Versuche von Akteuren, denen westliche Werte offenkundig fremd sind, abgewehrt werden, diesen Krieg für den Frieden, dieses Sterben für das Leben vorzeitig zu beenden.
Im März 2022 war der damalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett als Vermittler in der Ukraine und in Russland unterwegs und, wie er sagt, nahe an Waffenstillstand und Friedensschluss. Zum Friedensschluss zwischen Russland und der Ukraine sei es aber nicht gekommen, weil die westlichen Führer, weil Biden, Johnson, Macron und Scholz damals entschieden hätten, „weiter auf Putin einzuschlagen“.
Ein Waffenstillstand, der zu einem Friedensschluss geführt hätte, war im März 2022 also möglich, wurde aber von westlichen Führern torpediert. Offenkundig waren aus Sicht der vier Genannten noch nicht genug Menschen in der Ukraine gestorben. Offenkundig waren und sind die globalen Folgen dieses Krieges, die dieselben „Führer“ so gerne zum Anlass nehmen [oder bei Johnson: nahmen], um mit ihrer Tugend zu wedeln und sich darüber aufzuregen, dass der „Angriffskrieg Putins“ zu diesem und jenem Negativem geführt habe, von hohen Energiepreisen bis zur Nahrungsmittelknappheit, ein Ergebnis der Weigerung dieser westlichen Führer, Friedensverhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.
Wie Bennett weiter berichtet, kann man Biden, Johnson, Macron und Scholz in eine Rangliste mit Blick auf die Aggression, die Putin gegenüber gezeigt wird, bringen, eine Rangliste, die Johnson anführt, gefolgt von Macron und Scholz. Biden, so berichtet Bennett, sei sowohl pragmatisch als auch aggressiv, also nicht Fisch nicht Fleisch, vermutlich so lange nicht, bis ihm einer seiner „Handler“ gesagt hat, was er, Biden, sagen soll.
Im November 2023 sind wir 20 Monate weiter. 20 Monate, in denen keinerlei Versuch gemacht wurde, den Krieg in der Ukraine zu beenden. 20 Monate, in denen kriegslüsterne Salonkolumnisten, deren Hintern in diesem Leben noch keinen Graben, geschweige denn eine Frontlinie gesehen hat, sich in Berichten darüber, wie die Ukraine die Russen von der Krim vertreiben und nach Russland zurückjagen wird, nun, da westliche Wunderwaffen im Arsenal der Ukraine zu finden seien, überboten haben.
Offenkundig gehören auch Hybris, Größenwahn und Realitätsverlust zu den westlichen Werten, deren Verteidigung von derart emsigen Schwätzern durch ukrainisches Menschenmaterial gefordert wird. Indes, die Realität am Boden ist eine andere. Die große Offensive der Ukraine zur „Befreiung der Krim“ ist nie in die Gänge gekommen, kurzeitige und wenige Meter Landgewinn sind mit vielen Toten erkauft worden und die westlichen Superwaffen wurden in großer Zahl verschrottet.
Diese Realität, dass das beste, was die Ukraine erreichen kann, die Sicherung eines Status Quo ist, dass an einen Sieg gegen Russland, die „Befreiung der Krim“ [gegen den Willen der dort Lebenden übrigens] nicht zu denken ist, nie zu denken war, setzt sich langsam. Und so ist es wenig verwunderlich, dass NBC von Verhandlungen hinter geschlossenen Türen berichtet, deren Gegenstand Friedensverhandlungen mit Russland sind, in denen darüber diskutiert wird, welche Gebiete die Ukraine wird abtreten müssen, um einen Friedensvertrag zuwege zu bringen:
„WASHINGTON — U.S. and European officials have begun quietly talking to the Ukrainian government about what possible peace negotiations with Russia might entail to end the war, according to one current senior U.S. official and one former senior U.S. official familiar with the discussions.“
The conversations have included very broad outlines of what Ukraine might need to give up to reach a deal, the officials said. Some of the talks, which officials described as delicate, took place last month during a meeting of representatives from more than 50 nations supporting Ukraine, including NATO members, known as the Ukraine Defense Contact Group, the officials said.
Die Diskussionen, so geht es im Beitrag weiter, zollten der Lage am Boden Tribut, denn nicht nur ist die Ukraine nicht in der Lage, Gebietsgewinne zu erzielen, der Ukraine gehen die Soldaten aus, während Russland offenbar auf weit größere personelle Ressourcen zurückgreifen kann, wie man offenkundig gerade erst entdeckt hat. Darüber hinaus regt sich in der Ukraine Widerstand gegen Pläne von Zelensky die Gruppe derjenigen, die zum Kriegsdienst verurteilt werden, auf die Teile der Bevölkerung zu erweitern, die den Krieg bislang als Unterhaltungsprogramm angesehen haben. Abgesehen davon, so steht ganz offen bei NBC, sind die Einschaltquoten, die man mit dem Krieg in Palästina erzielen kann, viel höher als die für den Langweiler Ukraine.
Kurz: Der Westen hat das Interesse an der Verteidigung der westlichen Werte verloren. Auf die verbalen Schaumschläger folgt der Realitäts-Kater.
They began amid concerns among U.S. and European officials that the war has reached a stalemate and about the ability to continue providing aid to Ukraine, officials said. Biden administration officials also are worried that Ukraine is running out of forces, while Russia has a seemingly endless supply, officials said. Ukraine is also struggling with recruiting and has recently seen public protests about some of President Volodymyr Zelenskyy’s open-ended conscription requirements.
And there is unease in the U.S. government with how much less public attention the war in Ukraine has garnered since the Israel-Hamas war began nearly a month ago, the officials said. Officials fear that shift could make securing additional aid for Kyiv more difficult.“
Um denjenigen, die voller Eifer Mann um Mann in den Tod geschickt haben, den Erfolg ihres Unterfangens vor Augen zu führen, schlagen wir vor, dass mindestens alle oben Genannten, der komplette Verteidigungsausschuss des Bundestags sowie all diejenigen, die diejenigen, die sich in Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine gewendet haben, diffamiert haben, gleich den Schulfahrten in KZs, um dort die Greueltaten der Nazis in steriler Form zu betrachten, auf Busfahrten in die Ukraine geschickt werden, um dort von einem Friedhof zum nächsten zu reisen und sich vor Ort vom Erfolg ihrer eigenen Bemühungen überzeugen zu können und den ein oder anderen netten Plausch mit Hinterbliebenen zu führen.
Wir schlagen als Thema vor: die Verteidigung westlicher Werte.
