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Die SPD-Minister: „weiblicher, jünger, ohne Esken.“ Reicht das als Qualifikation? Eine Analyse

Das Postengeschacher ist schon seit längerem beendet.
Nun ist auch klar, WEN die SPD für geeignet hält, ein Ministeramt auszufüllen.

Welche Kriterien die ARD-tagesschau als entscheidend für die Qualifikation eines Minsters ansieht, ist seit heute auch klar:

Geschlecht.
Alter.
Nicht-Esken.

Wir sind im Gegensatz zur ARD nicht der Ansicht, dass Geschlecht und Alter bei der Auswahl geeigneter Minister eine relevante Eigenschaft darstellen, die auf Qualifikation schließen lässt, wobei wir zugestehen, dass das Kriterium Nicht-Esken in jedem Fall dazu führt, dass die Wahrscheinlichkeit von geringer Qualifikation erhöht wird.

Wie dem auch sei, wir haben uns die „Qualifikationen“, die die neuen Minister mit in ihr Amt bringen, angesehen und präsentieren in diesem Post die Ergebnisse unserer Analyse.

Gleich vorweg und summarisch:

Alle SPD-Minister haben auf dem ersten oder zweiten Bildungsweg ein Abitur erreicht und mit Ausnahme von Carsten Schneider ein Studium folgen lassen. Drei von sieben SPD-Ministern haben eine Berufsausbildung hinter sich gebracht, wobei alle drei im Bereich von Dienstleistung/Verwalung tätig waren. Keiner der SPD-Minister kann auf eine längere Zeit auf dem Freien Arbeitsmarkt zurückschauen, die gesammelte Erfahrung reduziert sich auf wenige Monate als Bankkaufmann oder als Rechtsanwalt.

Mit Lars Klingbeil steht ein Mann an der Spitze der SPD, der sich NIE außerhalb von Parteinetzwerken aufgehalten hat. Es ist vermutlich kein Zufall, dass er Parteivorsitzender geworden ist. Neben Klingbeil hat auch Alabali-Radovan den institutionellen Schutzraum nie verlassen und Kontakt zum ersten Arbeitsmarkt aufgenommen, vielmehr scheint Alabali-Radovan ihre „Karriere“ auf „Migrationshintergrund“ zu gründen. Wir kommen noch im Einzlenen darauf zurück.

Generell hat man den Eindruck, dass Bildungstitel und selbst Ausbildungsabschlüsse ein Mittel zum Zweck, Grundlage einer nachfolgenden Karriere als Politiker sind, nicht aufgrund der Tätigkeit als solcher ergriffen werden. Deutlich wird dies z.B., wenn der Abschluss der Ausbildung zum Bankkaufmann direkt in ein Bundestagsmandat mündet, oder die Tätigkeit als Rechtsanwalt für wenige Monate zur Überbrückung zwischen Studium und politischer Tätigkeit dient.

Bewertet man die fachliche Eignung der einzlenen Minister für das Feld, das sie als Minister betreuen sollen, dann weisen alle sieben Fehlstellen im Bereich der Erwirtschaftung von Mehrwert auf. Erfahrungen reduzieren sich im Wesentlichen auf die Ausgabe finanzieller Mittel nicht auf deren Erarbeitung. Die fehlenden Kenntnisse in dem Bereich, den er als Minister vertreten soll, sind bei Lars Klingbeil vielleicht von besonderer Bedeutung, denn ein Finanzminister ohne jede nachweisbare Kenntnis in Ökonomie und Geldwirtschaft ist vermutlich ähnlich fatal wie ein Kinderbuchautor als Wirtschaftsminister.

Auch ein Jurist als Verteidigungsminister, der immerhin gedient hat, scheint nicht wirklich die erste Wahl zu sein. Ein Arbeits- und Sozialminister, der Kenntnisse des „Sozialen“, nicht aber des Arbeitsmarkts mitbringt, könnte sich zur Belastung für wirtschaftlichen Aufschwung entwickeln. Ob ein Umwelt- und Klimaschutzminister, der keine nachweisbaren Kenntnisse in Physik, Meteorologie oder Geographie mitbringt, mehr Schaden anzurichten vermag, als  sein Vorgänger bleibt abzuwarten, so wie es abzuwarten bleibt, ob jemand, der eine Karriere auf Migration gebaut hat, den Besonderheiten internationaler Zusammenarbeit im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung gerecht werden kann. Und dass der Gründer einer Onlineplattform, deren Gegenstand die Verbreitung von Kochrezepten ist, vermutlich Fähigkeiten in einem anderen Bereich als dem von Bau, Mörtel, Statik, Gebäudetechnik und Stadtplanung hat, ist mehr als offensichtlich. Somit bleibt ein Justizminister, der immerhin auf eine kurze Phase der Tätigkeit als Staatsanwalt und Richter verweisen kann, vier Jahre nach dem Staatsexamen, die indes schon lange, und vor allem lange hinter der Tätigkeit als Bildungsminister für Rheinland-Pfalz zurückliegen.

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Wären Qualifikationen für Minister erforderlich, die dem Feld entnommen sind, in dem sie Minister sein sollen, mindestens fünf der sieben SPD-Minister wären Misfits. Aber Qualifikation scheint das letzte Kriterium zu sein, das bei der Besetzung von politischen Ämtern zur Anwendung gebracht wird.

Widmen wir uns den SPD-Ministern im Einzelnen.


 

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