Es ist eine der „Gewissheiten“, manche, die mit Wissenschaft nichts am Hut haben, würden wohl von einem „Konsens“ sprechen, unter den „Gewissheiten“, die – was eigentlich nicht möglich ist, aber wen interessiert das schon, noch gewisser als gewiss sind: Salz erhöht den Blutdruck, ein erhöhter Blutdruck erhöht das Risiko einer Herz-Kreislauferkrankung und damit das Risiko vorzeitig das Zeitliche zu segnen, vorzeitig als Funktion der ohne Tod noch vorhandenen durchschnittlichen Lebenserwartung gedacht.
Die WHO, die European Society of Cardiology, das US-amerikanische Center for Disease Control, sie alle haben „Richtlinien“ veröffentlicht, die diejenigen, die sie zur Kenntnis nehmen, anleiten, ihren Salzkonsum zu reduzieren, weniger als 2g Natrium (das entspricht rund 5 Gramm Salz (Natriumchlorid)), seien genug, so sind sich die genannten Schützer der Gesundheit anderer Menschen gewiss. Mehr noch: Wer seinen Salzkonsum um 3 Gramm pro Tag reduziert, so das Versprechen von Bibbins-Domingo et al. (2010), der hat eine geringere Wahrscheinlichkeit an einer Herzerkrankung, einer Myokarditis oder einem Hirnschlag zu versterben. Zwischen 32.000 und 120.000 gerettete Leben pro Jahr versprechen die Autoren und eingesparte Behandlungskosten zwischen 10 und 24 Milliarden USD.
Also: Essen Sie weniger Salz.
Zu viel Salz ist schädlich.
Das ist „Konsens“ zwischen CDC, WHO, dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, sie alle wissen: Zu viel Salz macht Herzinfarkt:
„Eine zu hohe tägliche Salzzufuhr ist ein Risikofaktor für Bluthochdruck und damit auch für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Schlaganfall. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen, täglich nicht mehr als 6 Gramm Salz zu sich zu nehmen.“
Indes: Die Gewissheit könnte fehl am Platze, das sichere Wissen, unsicher, wenn nicht falsch sein. Erhebliche Zweifel am „Salz-Konsens“ äußern Messerli et al.:
Messerli, Franz H., Louis Hofstetter, Lamprini Syrogiannouli, Emrush Rexhaj, George CM Siontis, Christian Seiler, and Sripal Bangalore (2021). Sodium intake, life expectancy, and all-cause mortality. European Heart Journal 42(21): 2103-2112.
Die Autoren haben für 181 Ländern den durchschnittlichen Salzverbrauch eingesammelt und mit der Sterblichkeit in den entsprechenden Ländern und der durchschnittlichen Erwartung auf ein gesundes Leben (das ist die Lebenserwartung abzüglich der Krankheitsverluste) bei Geburt und mit Erreichen des Alters von 60 Jahren in Relation gesetzt.
Das Ergebnis stellt die Behauptung: Hoher Salzkonsum sei schädlich, hoher Salzkonsum als Überschreiten der Mengen, die WHO und anderen Gesundheitsschützer festgesetzt haben, operationalisiert, nicht nur in Frage, das Ergebnis zeigt das Gegenteil – hoher (aber nicht zu hoher) Salzkonsum ist mit geringerer Mortalität und längerem gesundem Überleben verbunden.
Der Reihe nach:
Messerli et al. (2021) berücksichtigen in ihren Analysen Daten aus 181 Ländern, es handelt sich also um eine ökologische, eine Aggregatdatenanalyse. Die durchschnittliche Menge konsumierten Salz (operationalisiert als Natrium-Konsum) pro Tag wird dabei mit der Anzahl von Jahren, die man ab Geburt und ab Erreichen des Alters von 60 Jahren noch gesund verbringen kann, der Gesamtmortalität und der Mortalität aufgrund nicht-ansteckender Erkrankungen ins Verhältnis gesetzt, die beiden zuletzt genannten Daten sind altersstandardisiert.
Das Ergebnis, dass die Autoren mit Regressionsanalysen gewinnen, ist in den folgenden Abbildungen dargestellt. Es ergibt sich kein linearer, aber doch ein eindeutiger Zusammenhang, der zeigt, dass beide Arten von Mortalität mit der Menge konsumierten Salzes abnehmen und die Anzahl der Jahre, die man noch gesund verbringen kann, mit der Menge konsumierten Salzes steigt.
Messerli et al. (2021).
Von oben nach unten und links nach rechts: mit steigendem Salzkonsum steigt die Anzahl der Jahre, von denen man erwarten kann, sie gesund zu verbringen, zunächst stark, dann etwas schwächer an, für die entsprechende Erwartung bei Geburt (oben links) bzw. mit dem Erreichen des 60. Lebensjahres (oben rechts). Die Mortalität nicht ansteckender Krankheiten sinkt mit steigendem Salzkonsum (unten links), dasselbe gilt für die Gesamt-Mortalität (unten rechts).
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Das ist nun eines der Ergebnisse, das es nach allem, was WHO oder Ministerien der Sorge um die Gesundheit an Ratschlägen verteilen, so nicht geben dürfte. Der Zusammenhang verläuft vollständig in die falsche Richtung. Und es kommt noch schlimmer, denn die Ergebnisse von Messerli et al. (2021) widerstehen nicht nur einer Reihe von statistischen Tests, die die Autoren durchführen, sie stehen auch nicht alleine da:
Eine Cochrane-Meta-Analyse hat bereits Hinweise darauf gegeben, dass das Verhältnis zwischen Salzaufnahme und Herz-Kreislauferkrankungen, die gemeinhin über einen hohen Blutdruck moderiert werden sollen, nicht so einfach ist, wie es in den Ratschlägen von WHO und anderen erscheint. Es deutet sich ein U-förmiger Zusammenhang an: zu wenig und zu viel Salz ist schädlich.
Indes, der eigentliche Sprengstoff der Studie von Messerli et al. (2021) hat die folgende graphische Darstellung gefunden:
Dargestellt ist in der Abbildung der Zusammenhang zwischen 0 bis 6 Gramm täglicher Natrium Zufuhr, das entspricht in etwa einem Salzkonsum von bis zu 15 Gramm pro Tag, rund zwei gehäufte Teelöffel, und der Anzahl gesunder Jahre, die man im Durchschnitt ab Geburt noch vor sich hat. Alle drei Empfehlungen, die der American Heart Association, der WHO und der European Society of Cardiology sind nicht optimal, sind zu gering und reduzieren, bei Einhaltung, die Anzahl der gesunden Jahre, die noch möglich gewesen wären, wäre der Salzkonsum etwas höher ausgefallen, aber unter 6 Gramm Natrium pro Tag geblieben.
Mit anderen Worten: Die Ratschläge der drei Organisationen, die so besorgt um die Gesundheit „der Menschen“ sind, schaden, sie nutzen nicht.
Und natürlich muss man bei solchen Ergebnissen in Rechnung stellen, dass es sich um ökologische Regressionen handelt, die auf Basis von Aggregatdaten erfolgt sind, also nicht um 1:1 auf Individuen übertragbare Ergebnisse, was ohnehin nicht sinnvoll ist, denn jeder Mensch muss das für sich angemessene Niveau von Salzkonsum selbst finden, wobei die Information, dass ein Optimum in der Regel zwischen 3 und 5 Gramm Natrium Aufnahme (7,5 Gramm Salz bis 12,5 Gramm Salz) zu liegen scheint, sicher hilfreich ist.
Damit zeigt sich einmal mehr die Nutzlosigkeit und der Schaden, der mit „One-size-fits-all“-Angaben, wie sie WHO und andere Organisationen aufstellen, verbunden ist.
Menschen sind eben individuell verschieden und nicht über Richtwerte zu beschreiben.
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„Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man’s salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten. – Matth. 5:13
Neues Testament, griechisch/deutsch, Stuttgart 1906, 5. Aufl.
Salz kommt in der natürlichen Nahrung von Säugetieren nicht oder kaum vor. Ich bezweifle daher einen direkten kausalzusammenhang. Es könnte aber durch die in folge des Salzkonsums zusâtzlich konsumierte Menge an frischem trinkwasser einen positiven Gesundheitseffekt geben. durch die gesteigerte Entgiftung ûber die Nieren.
Dass es Tiere kaum aufnehmen, ist ein interessanter Punkt. Auch dass die angeregte vermehrte Wasseraufnahme der eigentlich gesundheitsfördernde Effekt ist, klingt naheliegend.
Säugetiere nehmen Salz mit großer Begeisterung auf. Salzleckstellen sind wahre Magneten für Wild. Und der Mensch handelte Salz mindestens schon seit dem Neolithikum und z.T. über große Entfernungen.
Es gibt Salz und es gibt Speisesalz. Letzteres ist ein Abfallprodukt der chemischen Industrie, beraubt von allen Spurenelementen. Natürliches Salz, also Steinsalz oder Meersalz beinhalten noch alle Spurenelemente. Speisesalz hingegen ist sogar ziemlich ätzend. Man mache den Test und befeuchte den Zeigefinger, tauche ihn in ein Stein- oder Meersalz und lege ihn dann für ein paar Sekunden auf die Zunge. Und dann wiederholt man den Vorgang mit diesem unsäglichen Speisesalz. Aber vorsicht, das Zeug ätzt. Danach kann jeder für sich entscheiden, welches Salz er zu sich nehmen wird.
Die in Steinsalz vorhandenen Spurenelemente-Mengen sind derartig gering, dass sie bei einer tägl. Salzaufnahme von zB 10g keine Rolle spielen. Aber Sie können ja gerne Daten vorlegen, die das Gegenteil beweisen. Ich kenne keine!
Und beim Meersalz, das zwar Spuren von Jod enthält, verzichte ich gerne auf das Mikroplastik und sonstige Chemie- und Schwermetallverunreinigungen.
Spurenelemente sind, wie der Name schon nahe legt, nur in sehr geringen Mengen, dafür jedoch in ihrer Gesamtheit vorhanden. Und wer legt eigentlich fest, ob diese eine Rolle spielen, sie etwa? Sie können sich gern das jodierte NaCl aufs Steak rieseln, ich bevorzuge das Original. Und machen sie erstmal den vorgeschlagenen Test, bevor sie mit nichts daher kommen.
Ursalz schmeckt schon spürbar milder als so manches raffiniertes Siedesalz. Beim Kartoffelkochen merkt man den Geschmack vielleicht nicht (außer wenn man, wie ich, das Kartoffelwasser manchmal trinkt), aber auf dem Salat oder dem Steak schon. Mein Saldoro-Ursalz hat da schon einen bestimmten, angenehmen Würzgeschmack. Auch bei milchsäurevergorenem Sauerkraut oder Salzgurken lohnen sich Investitionen in sauberes, gutes Wasser und hochwertiges Salz.
Aber wenn man Mineralstoffe will, nimmt man gerne Steinmehl. Das ist, wenn Tiere wie Pferde nach dem Regen aus Pfützen auf dem Schotterweg trinken. Und, ach ja, Kühen und Pferden gibt der Bauer Salzlecksteine, während Menschen oft Salzstangen oder -brezeln bevorzugen.
Als Steinmehl zur Mineralstoffzufuhr kann man Zeolith, Bentonit oder auch Bullrich Tonerde runterspülen (oder in die Suppe oder den Milchshake geben). Das liefert Mineralien nach körperlichem Bedarf und tauscht die Ladung gegen Schadstoffe aus, die es bindet und abführt. So ungefähr: „Steinesser werden 100 Jahre alt.“
Und dann hatte ich mal nachgerechnet: Eine einzige Banane schon enthält so viel Magnesium wie ein Baueimer (10 Liter) voll Leitungs- oder Quellwasser. Mein Kumpel hatte mir nämlich vorgeworfen, ich sei verrückt, destilliertes Wasser zu trinken.
– Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Produkt Salz (4,5 von 5) und empfehle es weiter. Gemahlener Pfeffer ist auch sehr gut, und dann bräuchte man noch Ei, Stremellachs, Honig, Senf, Zitrone und Dill. Und einen knackigen Kartoffelpuffer.
Interessant und anregend, Danke.
Meiner Frau habe ich einiges vorgelesen und ihre Anmerkung lautet: Salzkonsum könnte Surrogatparameter sein, dh der Salzkonsum könnte in armen Gesellschaften geringer sein (- mit entspr. Einfluss auf Gesundheitsvorsorge etc).
Ich werde mich mal durch die Studien lesen, wie Co-Faktoren berücksichtigt wurden.
Allein die Tatsache, dass ein Zuviel an Salz i.d.R. durch vermehrten Durst und also Wasseraufnahme wieder herunterreguliert wird, während bei zu wenig Salz es kein Korrektiv gibt, um den Mangel zu korrigieren, legt nahe, dass diese Empfehlungen der WHO u.A. dem üblichen Destruktions- bzw Perversionsmuster folgen, das wir spätestens seit Corinna gewohnt sind.
Mich würde ein Artikel über Astaxanthin und Kreatin interessieren, habe mich jetzt mal youtubetypisch bequatschen lassen, es im Selbstversuch einzuwerfen, natürlich nicht überdosiert. Bin sportlich aktiv, 54 Jahre, und bemerke eine erstaunliche Wirkung, die den üblichen Versprechen ihrer Befürworter u. Bewerber entsprechen.
nich das Salz verkürzt das Leben. Sonder die daran haftende TK-Pizza, der Burger, die täglichen Pommes und die tägliche Chipstüte.
Wer auf die WHO hört oder hören muss (der Doc..) , der hat von Anfang an verloren. Es ging immer nur um bludrucksenkende Medikamente. Um Absatzmärkte. Kaum ein Doc sagt: lass mal die 3. Pizza weg…. mach mal Sport und Sauna….
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„Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man’s salzen? Es ist hinfort zu nichts nütze, denn das man es hinausschütte und lasse es die Leute zertreten. – Matth. 5:13
Neues Testament, griechisch/deutsch, Stuttgart 1906, 5. Aufl.
[…] weiter […]
Salz kommt in der natürlichen Nahrung von Säugetieren nicht oder kaum vor. Ich bezweifle daher einen direkten kausalzusammenhang. Es könnte aber durch die in folge des Salzkonsums zusâtzlich konsumierte Menge an frischem trinkwasser einen positiven Gesundheitseffekt geben. durch die gesteigerte Entgiftung ûber die Nieren.
Dass es Tiere kaum aufnehmen, ist ein interessanter Punkt. Auch dass die angeregte vermehrte Wasseraufnahme der eigentlich gesundheitsfördernde Effekt ist, klingt naheliegend.
Säugetiere nehmen Salz mit großer Begeisterung auf. Salzleckstellen sind wahre Magneten für Wild. Und der Mensch handelte Salz mindestens schon seit dem Neolithikum und z.T. über große Entfernungen.
Es gibt Salz und es gibt Speisesalz. Letzteres ist ein Abfallprodukt der chemischen Industrie, beraubt von allen Spurenelementen. Natürliches Salz, also Steinsalz oder Meersalz beinhalten noch alle Spurenelemente. Speisesalz hingegen ist sogar ziemlich ätzend. Man mache den Test und befeuchte den Zeigefinger, tauche ihn in ein Stein- oder Meersalz und lege ihn dann für ein paar Sekunden auf die Zunge. Und dann wiederholt man den Vorgang mit diesem unsäglichen Speisesalz. Aber vorsicht, das Zeug ätzt. Danach kann jeder für sich entscheiden, welches Salz er zu sich nehmen wird.
Die in Steinsalz vorhandenen Spurenelemente-Mengen sind derartig gering, dass sie bei einer tägl. Salzaufnahme von zB 10g keine Rolle spielen. Aber Sie können ja gerne Daten vorlegen, die das Gegenteil beweisen. Ich kenne keine!
Und beim Meersalz, das zwar Spuren von Jod enthält, verzichte ich gerne auf das Mikroplastik und sonstige Chemie- und Schwermetallverunreinigungen.
Spurenelemente sind, wie der Name schon nahe legt, nur in sehr geringen Mengen, dafür jedoch in ihrer Gesamtheit vorhanden. Und wer legt eigentlich fest, ob diese eine Rolle spielen, sie etwa? Sie können sich gern das jodierte NaCl aufs Steak rieseln, ich bevorzuge das Original. Und machen sie erstmal den vorgeschlagenen Test, bevor sie mit nichts daher kommen.
Ursalz schmeckt schon spürbar milder als so manches raffiniertes Siedesalz. Beim Kartoffelkochen merkt man den Geschmack vielleicht nicht (außer wenn man, wie ich, das Kartoffelwasser manchmal trinkt), aber auf dem Salat oder dem Steak schon. Mein Saldoro-Ursalz hat da schon einen bestimmten, angenehmen Würzgeschmack. Auch bei milchsäurevergorenem Sauerkraut oder Salzgurken lohnen sich Investitionen in sauberes, gutes Wasser und hochwertiges Salz.
Aber wenn man Mineralstoffe will, nimmt man gerne Steinmehl. Das ist, wenn Tiere wie Pferde nach dem Regen aus Pfützen auf dem Schotterweg trinken. Und, ach ja, Kühen und Pferden gibt der Bauer Salzlecksteine, während Menschen oft Salzstangen oder -brezeln bevorzugen.
Als Steinmehl zur Mineralstoffzufuhr kann man Zeolith, Bentonit oder auch Bullrich Tonerde runterspülen (oder in die Suppe oder den Milchshake geben). Das liefert Mineralien nach körperlichem Bedarf und tauscht die Ladung gegen Schadstoffe aus, die es bindet und abführt. So ungefähr: „Steinesser werden 100 Jahre alt.“
Und dann hatte ich mal nachgerechnet: Eine einzige Banane schon enthält so viel Magnesium wie ein Baueimer (10 Liter) voll Leitungs- oder Quellwasser. Mein Kumpel hatte mir nämlich vorgeworfen, ich sei verrückt, destilliertes Wasser zu trinken.
– Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Produkt Salz (4,5 von 5) und empfehle es weiter. Gemahlener Pfeffer ist auch sehr gut, und dann bräuchte man noch Ei, Stremellachs, Honig, Senf, Zitrone und Dill. Und einen knackigen Kartoffelpuffer.
Interessant und anregend, Danke.
Meiner Frau habe ich einiges vorgelesen und ihre Anmerkung lautet: Salzkonsum könnte Surrogatparameter sein, dh der Salzkonsum könnte in armen Gesellschaften geringer sein (- mit entspr. Einfluss auf Gesundheitsvorsorge etc).
Ich werde mich mal durch die Studien lesen, wie Co-Faktoren berücksichtigt wurden.
Allein die Tatsache, dass ein Zuviel an Salz i.d.R. durch vermehrten Durst und also Wasseraufnahme wieder herunterreguliert wird, während bei zu wenig Salz es kein Korrektiv gibt, um den Mangel zu korrigieren, legt nahe, dass diese Empfehlungen der WHO u.A. dem üblichen Destruktions- bzw Perversionsmuster folgen, das wir spätestens seit Corinna gewohnt sind.
Mich würde ein Artikel über Astaxanthin und Kreatin interessieren, habe mich jetzt mal youtubetypisch bequatschen lassen, es im Selbstversuch einzuwerfen, natürlich nicht überdosiert. Bin sportlich aktiv, 54 Jahre, und bemerke eine erstaunliche Wirkung, die den üblichen Versprechen ihrer Befürworter u. Bewerber entsprechen.
Dafür braucht es eine Studie, dsss Salz das Leben verlängert?
Schon mein Grossvater wusste: Gepökeltes hält länger ;-))
nich das Salz verkürzt das Leben. Sonder die daran haftende TK-Pizza, der Burger, die täglichen Pommes und die tägliche Chipstüte.
Wer auf die WHO hört oder hören muss (der Doc..) , der hat von Anfang an verloren. Es ging immer nur um bludrucksenkende Medikamente. Um Absatzmärkte. Kaum ein Doc sagt: lass mal die 3. Pizza weg…. mach mal Sport und Sauna….
Wenn alle nicht zu-viel sondern viel-zu-viel Salz essen – ist es sicher schwer das als Gesundheitsschädlich zu erkennen: Schöne Playlist zu dem Thema … https://m.youtube.com/playlist?list=PL5TLzNi5fYd9ad1RO28vUDATty9WiFb9n