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Tanz auf dem Vulkan: Eisschmelze in der Antarktis

Wenn, wenn, die Antarktis es in die Nachrichten schafft, dann zumeist wegen einem solchen, schmelzenden Ereignis:

Quelle: Tagesschau

Die Frage, was einen solchen Eisberg erweichen und zum Schmelzen bringen kann, wird in der Regel mit irgendwelchen Meeresströmungen, von denen niemand so wirlich weiß, wie sie sich auswirken und – natürlich – mit KLIMAWANDEL beantwortet. Klimawandel-Fanatiker, die sich an Instituten und Hochschulen eingenistet haben, gehören zu denen, die sich durch erheblichen „Mut zur Lücke“ auszeichnen, denn sie haben keinerlei Probleme damit, ihre unzähligen Wissenslücken durch einen unbändigen, wenngleich in nichts belegten, sofern überhaupt belegbaren Glauben an „den Klimawandel“ zu ersetzen.

Indes, die Antarktis, in der sich der Eisberg befindet, der in der ARD-tagesschau zum Schmelzen gebracht wird, sie ist nicht nur ein Kontinent, der sich in weiten Teilen menschlicher Beobachtung Jahrtausende lang entzogen hat und in weiten Teilen bis heute entzieht, die Antarktis ist zudem ein Kontinent, von dem Wissenschaftler mehr NICHT wissen als sie überhaupt wissen. So hat es bis ins Jahr 2017 (veröffentlicht 2018) gedauert, ehe eine Gruppe von Forschern der University of Edinburgh einen Versuch unternommen hat, die Anzahl der Vulkane, die sich unter dem Eis der Antarktis verbergen, zu bestimmen.

de Vries, Maximillian van Wyk, Robert G. Bingham, and Andrew S. Hein (2018). A new volcanic province: an inventory of subglacial volcanoes in West Antarctica.“ (2018).

Das Ergebnis, zu dem sie gelangt sind, ist „staggering“: 91 neue, bis zur Arbeit von de Vries, Bingham und Hein unbekannte Vulkane wurden dem Wissen über die Antarktis hinzugefügt, die Gesamtzahl der Vulkane der Antarktis auf nunmehr mindestens 138 in die Höhe geschraubt. 138 Vulkane schlummern unter der Antarktis, viele davon sind erloschen, etliche „potentiell aktiv“ und mindestens acht davon sind, „alive and kicking“, also sowas von aktiv, der bekannteste davon wohl Mount Erebus auf Ross Island.

Nun hat ein Vulkan die Kapazität, Eis zu schmelzen, Schmelzwasser zu produzieren, ein Eisschild instabil zu machen, einen Gletscher in mehr Bewegung zu schieben, als der Gletscher von sich aus zeigen würde, kurz: ein Vulkan kann zu den Ereignissen beitragen, die uns bei der Tagesschau dann als „besorgniserregendes Ergebnis“ des von Menschen gemachten Klimawandels verkauft werden, und dort zweifellos von einem der „Experten“, die die Kenntnis, die sie nicht haben, mit aus Ideologie geronnener Überzeugung ersetzt haben, bestätigt. Fakt ist indes: Wir haben so gut wie keine Ahnung davon, wie sich die Antarktischen Vulkane auf vor allem das WAIS, das West Atlantic Ice Shield auswirken.

Quelle: Geyer et al. (2023).

Aus diesem Grund haben Corr und Vaughn ihre Untersuchung des letzten bekannten Vulkanausbruchs in der Antarktis rund 2000 Jahre in die Vergangenheit, mit dem Hinweis abgeschlossen, dass geothermische Wärmeflüsse und die periodische Produktion und Freisetzung von Schmelzwasser brücksichtigt werden müsse, wenn der Beitrag z.B. des West Antarktischen Eisschilds zur Erhöhung des Meeresspiegels analysiert werden soll.

Speziell zeigen Corr und Vaughn, dass eine subglaziale Eruption in der Hudson Mountain Region, die stärkste Eruption der letzten 10.000 Jahre, erhebliche Auswirkungen auf den nahegelegenen Pine Island Gletscher hatte. Der Ausbruch, dessen Folgen Corr und Vaughn beschreiben, ist einer der Ausbrüche, die sich nicht unter dem Eis halten lassen. Eine Fläche der Größe von Wales wurde mit Asche bedeckt, bis in eine Höhe von 12 Kilometern wurde die Asche geschleudert. Indes, so die abschließende Bemerkung von Corr und Vaughn, die genaue Auswirkung, die die antarktischen Vulkane auf die Stabilität u.a. des West Antarktischen Eisschilds haben, z.B. über eine Verstärkung der Basalschmelze und -schmierung, die zur unlängst beobachteten jüngsten Beschleunigung des Flusses des nahe gelegenen Pine Island Glacier in Richtung Meer beitragen kann, sind weitgehend unbekannt.

Corr, Hugh FJ, and David G. Vaughan (2008). A recent volcanic eruption beneath the West Antarctic ice sheet. Nature Geoscience 1(2): 122-125.

Quelle: x

Und diese Feststellung wurde getroffen, bevor de Vries, Bingham und Hein weitere 91 Gletscher dem bekannten Vulkangürtel der Antarktis hinzugefügt haben. Man muss wirklich viel Überzeugung und Ideologie mitbringen, um sich einbilden zu können, man könne das Unbekannte, die unbekannte Wirkung, die von mindestens acht aktiven Vulkanen ausgeht, einfach ignorieren oder als irrelevant ansehen, weil natürlich Menschen mit ihren Emissionen an allem Schuld sind und nichts, was in der Natur vorhanden ist, bekannt oder unbekannt, daran etwas ändern kann.

Seit Corr und Vaughn 2008 ihre Feststellung getroffen haben, hat sich wenig an Erkenntniszugewinn eingestellt, so dass Geyer et al. (2023) in ihrem Übersichtsbeitrag zusammenfassen:

Mount Erebus; by es0teric – Flickr, CC BY-SA 2.0, Link

Ergo beenden auch Geyer et al. (2023) ihren Beitrag, wie in Corr und Vaughn 2008 beendet haben, mit dem Hinweis, dass weitere Forschung notwendig, nein, dringend erforderlich sei, um vulkanische Daten in Eisschildmodelle zu integrieren …

Geyer, Adelina, A. Di Roberto, J. L. Smellie, M. Van Wyk de Vries, K. S. Panter, A. P. Martin, J. R. Cooper et al. (2023). Volcanism in Antarctica: An assessment of the present state of research and future directions. Journal of Volcanology and Geothermal Research 444: 107941.

Die Fehlstellen, die von angeblichen Klima“wissenschaftlern“ mit ihrer ideologisch gewonnen Überzeugung übertüncht oder schlicht ignoriert werden, sind so zahlreich, dass man angesichts des Vielen das diese Leute NICHT wissen, einen Eindruck davon bekommt, wie groß die ideologische Ladung ist, die in die Luft geht, wenn die persönlichkeitsbildende „Menschen machen Klimawandel-Erzählung“ in sich zusammenfällt, weil sie einfach falsch ist.

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