“Katastrophe auf Raten” – Klimahysteriker gestern und heute

Als an den meisten deutschen Universitäten noch Wissenschaftslehre und Methodologie gelehrt wurde, das war bevor die Genderista und andere politische Aktivisten Wissenschaft veralbert haben, gab es für Studienanfänger in Philosophie oder Wissenschaftstheorie die berühmte „Bewusstseinshürde“.

Der Satz „der Schnee ist weiß“ ist genau dann wahr, wenn der Schnee weiß ist.

An den Reaktionen auf diesen Satz konnte man diejenigen aussortieren, die keine Wissenschaftler werden würden und diejenigen, die es vielleicht, vielleicht auch sicher schaffen. Tatsächlich eröffnet dieser Satz das ganze Universum der Erkenntnistheorie, das all denjenigen verschlossen bleibt, die wie Genderista schon wissen und daher nichts begreifen.

Denn: wir sind als Menschen in der misslichen Lage, für unsere Theorien über die Realität keine Wahrheit beanspruchen zu können. Wir wissen nicht, ob unsere Theorien über die Realität wahr sind, schon weil wir nicht in die Zukunft blicken können, was z.B. für Newton bedeutet hat, dass er den Fehler seiner Gesetze, den Einstein finden würde, nicht kennen konnte und entsprechend davon überzeugt war, dass seine Gravitationstheorie richtig ist.

Eigentlich beginnt das ganze Unglück spätestens mit Hume und seiner Zerstörung des naiven Empirismus: Alle abstrakten Konzepte und alle Bezeichnungen der Dinge existieren nur in unserem Geist, so hat Hume gezeigt. Objekte der Außenwelt formen Eindrücke in unserem Geist. Wir bauen in unserem Geist aus diesen Eindrücken komplexe Vorstellungen über Zusammenhänge in der Außenwelt, deren Wahrheit wir aber nicht zeigen können, denn die komplexen Vorstellungen basieren auf Begrifflichkeiten und Zusammenhängen, die es nur in unserem Geist gibt. Wer hätte jemals Kausalität gesehen? Wer jemals einen Rassisten, eine Linksextremen, einen Pseudo-Intellektuellen. All diese Begriffe sind Zuschreibungen. Keiner davon hat eine Existenz, die unabhängig vom menschlichen Geist besteht. Wer hätte jemals wirklich weißen Schnee gesehen?

Und weil dem so ist, können wir nicht sagen, ob unsere Theorien wahr sind.

Das ist die Humesche Katastrophe der Erkenntnistheorie, die Karl Raimund Popper zu unser aller Glück dahingehend überwunden hat, dass wir zwar nach wie vor nicht sagen können, ob unsere Theorien wahr sind, aber wir können sagen, dass sie nicht falsch sind, solange sie rigoros geprüft werden und die Prüfungen bestehen, sich bewähren, wie Popper das nennt. Doch auch die am besten getestete Theorie und die am besten bewährte Theorie ist keine wahre Theorie, jedenfalls nicht, dass wir es mit Bestimmtheit behaupten können.

Weil dem so ist, haben Wissenschaftler für all diejenigen, die so genau wissen, dass sie meinen, sie könnten andere belehren, keinerlei Respekt, bestenfalls Mitleid, schlimmsten Falls Verachtung übrig. Weil dem so ist, sind all diejenigen, die so genau zu wissen meinen, was gut und richtig und für andere gut und richtig ist, die Genderista und die anderen linken Sozialisten keine Wissenschaftler und keine intelligenten Menschen, sondern Gläubige, die der irrigen Ansicht aufsitzen, der Müll, der sich in ihrem Gehirn anfindet, sei etwas anderes als ihre ureigenen Gedanken, sei eine Wahrheit.

Seltsamerweise hat die Säkularisierung, die Sozialwissenschaftler daran festzumachen können glauben, dass heute weniger Menschen am Sonntag in die Kirche gehen als dies noch vor einigen Jahrzehnten der Fall war, zu einer sekundären Religionswerdung geführt, die sich in einer höchst unglücklichen Weise mit den Wissenschaften verquickt hat. Nunmehr wird nicht mehr an Gott, das Paradies und die Erlösung geglaubt. Nunmehr wird an Teufel (Kapitalisten, weiße alte Männer), die Hölle (des Neokapitalismus oder des weißen Mannes) und die Verderbnis durch Klimawandel oder Rassismus geglaubt.

Und wie immer sind ausgerechnet die, die glauben müssen, der Ansicht, sie hätten die Wahrheit erkannt. Dass sekundär-Gläubige der Ansicht sind, sie hätten die Wahrheit erkannt, hat mit dem Schnee zu tun, der für sie in jedem Fall weiß sein muss, denn, was sonst sollte er sein? So wie der Klimawandel menschengemacht sein muss. Was sonst sollte er sein? Wer sonst sollte für die Erwärmung der Erde, das Global Warming und die vielen Katastrophen verantwortlich sein, als der Mensch. Und natürlich gibt es keinen Zweifel an der menschengemachten Erderwärmung. Die modernen Klimahysteriker sind im Besitz der Wahrheit, so wie die Klimahysteriker der 1970er Jahre sich im Besitz der Wahrheit wähnten. Nur war die Klimawahrheit der 1970er Jahre eine andere als die, die heute angebetet wird.

Katastrophe auf Raten“, so lautet der Titel eines Beitrags im Spiegel aus dem August des Jahres 1974. „Kommt eine neue Eiszeit?“, so fragt der Autor sich und seine Leser. Seine Antwort: „Nicht gleich, aber der verregnete Sommer in Nordeuropa, so befürchten die Klimaforscher, war nur ein Teil eines weltweiten Wetterumschwungs – ein Vorgeschmack auf kühlere und nassere Zeiten“.

Der Klimawandel der 1970er Jahre, er war demnach ein Global Cooling. Alles wird kälter und nässer und die Zeichen dafür, die haben Klimaforscher unmissverständlich erkannt, so wie sie heute die Zeichen dafür, dass wir eine Erderwärmung sehen, die menschengemacht ist, unmissverständlich und ohne begründeten Zweifel erkannt haben wollen.

In den 1970er Jahren hatten die Klimaforscher „Meßdaten über fortschreitende Abkühlung des Nordatlantiks [gesammelt]. Dort sank während der letzten 20 Jahre [also von 1950 bis 1970] die Meerestemperatur … Seither wanderten die Eisberge weiter südwärts. … Zugleich wuchs auf der nördlichen Halbkugel die mit Gletschern und Packeis bedeckte Fläche um rund zwölf Prozent … Die sich in den letzten Jahren [zu Beginn der 1970er Jahre] häufenden Meldungen über Naturkatastrophen und extreme Wetteränderungen in aller Welt …“, werden vom Autor des Beitrags aus dem Jahre 1974 als Zeichen eines „globale[n] Klima-Umschwungs“, in kältere und feuchtere Zeiten gesehen.

Die Belege der Klimaforscher für die Abkühlung der Erde sind zahlreich: Die „Intensität der Sonneneinstrahlung in der Erdatmosphäre“ hat nachgelassen, die „Luftdruckverhältnisse auf dem Erdball“ haben sich verändert, im „Magnetfeld der Erde“ zeichnen sich Veränderungen ab. Der Zyklus aus Eiszeiten und Warmzeit, er bringt die Reihe nach der Phase der .Erwärmung, die die globale Temperatur von 1890 bis 1945 um 0,7 Grad Celsius erhöht hat, wieder an die Eiszeit, an die Abkühlung.

Wer könnte angesichts dieser Beweislage noch daran zweifeln, dass die Abkühlung der Erde und der Anstieg der Meeresspiegel bevorsteht, ganz ohne Zutun der Menschen, einfach, weil es der Natur so gefällt? Zu Beginn der 1970er Jahre und im Verlauf derselben, wäre jeder, der diese akzeptierte Sicht der Dinge angezweifelt hätte, in derselben Weise als Ungläubiger behandelt und beschimpft worden, wie es heute demjenigen widerfährt, der sich traut, am menschengemachten Klimawandel, in dessen Folge nunmehr eine Erwärmung und keine Abkühlung der Erde stattfinden soll zu zweifeln. Die gläubigen Dummen, sie sterben nicht aus.

Sowenig wie diejenigen nicht aussterben, die die Dummen benutzen, um sich Vorteile zu verschaffen, um ihre Ideologie durchzusetzen, um andere zu belehren, zu erziehen und anderen den Verzicht zu verordnen, Verzicht auf Kohle, auf Öl, auf Auto, auf viele Dinge, die das Leben angenehm und sorgenfrei machen. Letztlich ist, darin ist Karl Marx zuzustimmen, Religion Opium für das Volk. Religion ist ein Herrschaftsmittel, das es nicht nur ermöglicht, eine Hierarchie durchzusetzen, sondern zuweilen so mächtig wird, dass es möglich ist, freien Individuen einzureden, etwas, was offensichtlich nicht in ihrem Interesse ist, z.B. der Verzicht zu Gunsten von Ungeborenen, sei in ihrem Interesse. Und natürlich sind Religionen immer Instrumente der Selbstbereicherung für die Priesterkaste gewesen, für all die, die frühen katholische Devotionalien und Serviceleistungen und Ablässe verkauft haben und heute am angeblich menschengemachten Klimawandel verdienen oder an den anderen Glaubensinhalte, die die sekundär-religiöse Gesellschaft beherrschen, die den Korpus der neuen Religion darstellen.

Wissenschaftler zeichnen sich durch Zweifel aus. Sie zweifeln am menschengemachten Klimawandel, sie zweifeln an der in den 1970er Jahren mit absoluter Sicherheit verkündeten Erdabkühlung, so wie sie an der in den 1990er Jahren mit absoluter Sicherheit verkündeten Erderwärmung, die menschengemacht sei, zweifeln. Wissenschaft ist ein emanzipatorisches Unterfangen, das Menschen durch Wissen befreien will. Es ist nicht das Ziel von Wissenschaft, angebliches Wissen zu einer Religion aufzubauen, mit deren Hilfe Menschen zu Unfreien gemacht werden können, mit deren Hilfe sie hierarchisiert und domestiziert werden können, mit deren Hilfe man ihnen vorschreiben kann, was sie zu tun und zu lassen haben. Wissenschaftler haben Achtung und Respekt vor der menschlichen Freiheit. Deshalb können Genderista und all diejenigen, die an die Religionen der sekundären-Religionswerdung glauben, keine Wissenschaftler sein, dazu fehlt ihnen die Fähigkeit zu zweifeln, denn der Schnee ist nur dann weiß, wenn der Schnee weiß ist!

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Die Gunst des Altenaer Messers nutzen: Panik-Aktivisten im Gutmenschen-Modus

Die 15cm Schnittwunde aus Altena, die mit einem Heftpflaster von knapp 8cm Kantenlänge im Quadrat behandelt werden kann, sie hat die deutschen Medien und die anderen Panik-Aktivisten geradezu in einen Rausch versetzt.

Immer öfter werden kommunale Amtsträger beleidigt, bedroht oder tätlich angegriffen.

So titelt die Tagesschau. Natürlich ohne Beleg. In welchem Zeitraum sich Beleidigungen und Bedrohungen auf kommunale Amtsträger vermehrt haben, und wer für die Zunahmen verantwortlich ist, diese Belege bleibt die Tagesschau schuldig.

Manipulationsversuch billigster Art.

Die unbelegte Behauptung wird mit Bezug auf „Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg“ vom Städte- und Gemeindebund aufgestellt. Auch Landsberg nennt keine Daten, gibt keine Belege, verweist auf keine Statistik und keine Erhebung. Er behauptet.

So funktioniert Journalismus im Manipulationszeitalter:

X behauptet etwas – ohne Belege.
Ein anderer behauptet dasselbe und verweist auf X.

Scheinbar herrscht bei öffentlich-rechtlichen Redakteuren die Vorstellung, zum Beleg einer Behauptung sei es ausreichend, auf jemanden zu verweisen, der die Behauptung auch schon aufgestellt hat.

Natürlich sind die sozialen Netzwerke die Quelle allen Übels – aber das nur nebenbei, um wieder einmal die Paranoia der öffentlich-rechtlichen Manipulierer vor dem freien Markt der Information (und Fehlinformation), den soziale Netzwerke im Besonderen und das Internet im Allgemeinen darstellen, deutlich zu machen. Verweise auf soziale Netzwerke als Quelle allen Übels werden von uns nur noch als Indikator für eine psychische Störung gewertet, die darin ihre Ursache findet, dass die öffentlich-rechtlichen nicht einmal in der Lage sind, sich im Wettbewerb mit kleinen und größeren Seiten im Internet zu behaupten, die nicht einmal ansatzweise die Finanzierung zur Verfügung haben, die öffentlich-rechtlichen Rundfunksendern zur Verfügung steht.

Besonders peinlich wird es jedoch, wenn der Panikartikel, der Hysterie verbreiten will, einen vermeintlichen Experten zitiert, der eine Aussage tätigt, die an Uninformiertheit und man muss es so krass sagen: Dummheit, nicht mehr zu unterbieten ist, so als hätten sich bei der Tagesschau zwei getroffen, die darum konkurrieren, wer am wenigsten von dem weiß, worüber beide sich echauffieren:

„Der Städtebund-Hauptgeschäftsführer [Gerd Landsberg] forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. “Ein wehrhafter Rechtsstaat muss solchen Taten deutlicher und effektiver entgegentreten.” Gesetze sollten so geändert werden, dass auch Bedrohungen und Gewaltaufrufe als strafbare Handlungen gelten. Zudem sei eine Strafverschärfung bei tätlichen Angriffen gefordert.”

Wir zitieren aus dem Strafgesetzbuch:

§ 111 StGB

(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§11 Abs. 3) zu einer rechtswidrigen Tat auffordert, wird wie ein Anstifter (§ 26) bestraft.
(2) 1Bleibt die Aufforderung ohne Erfolg, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. 2Die Strafe darf nicht schwerer sein als die, die für den Fall angedroht ist, daß die Aufforderung Erfolg hat (Absatz 1); § 49 Abs. 1 Nr. 2 ist anzuwenden.

§ 241 StGB

(1) Wer einen Menschen mit der Begehung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bedroht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

Gutmenschen haben offensichtlich die Schwelle überwunden, die es bei normalen Menschen noch gibt: Man äußert sich nicht zu Dingen, von denen man keine Ahnung hat. Weil Gutmenschen nicht von kognitiven, sondern von affektiven Motiven getrieben werden, sprechen sie nicht darüber, was ist und wovon sie eine Ahnung haben (falls sie von etwas eine Ahnung haben), sondern darüber, was sie gerne hätten, was sie für gut befinden, von was sie denken, dass es ihnen einen Eintrag als besonders guter Mensch im goldenen Buch im Gutmenschen-Schrein einbringt.

Städtebund-Hauptgeschäftsführer Landsberg erhält von uns jedoch keinen Eintrag im Buch der Gutmenschen, sondern im Buch der Dummheit. Er hat es geschafft, mehrere Jahrzehnte in einem Land zu leben, ohne dessen soziale Normen und Strafgesetze zu kennen. Er weiß nicht, dass Bedrohung und der Aufruf zu einer Straftat längst unter Strafe gestellt sind, dass es keine entsprechenden Gesetze braucht, dass die Bundesregierung entsprechend nicht handeln muss, weil es die Gesetze schon gibt.

Es wäre schon viel gewonnen, wenn in Deutschlands Medien nur noch Personen zu Wort kommen würden, die von dem, worüber sie reden, auch nur ein wenig Ahnung haben, deren Aussagen an der Realität und nicht an ihren Hirngespinsten und ihrem hysterischen Streben danach, als Guter gesehen zu werden, ausgerichtet sind.

Können Sie es hören:
Das Schweigen auf den meisten Kanälen?
Sehen Sie sie vor sich:
Die Leere der Internetauftritte von öffentlich-rechtlichen und anderen Mainstream-Medien?

Wohltuend.
Leider eine Utopie.

Man muss feststellen, dass ein Angriff mit einem Messer auf einen Bürgermeister aus einem Ort, den bis gestern kaum jemand kannte, ein Ereignis ist, das in der Lage ist, selbst bei den trägsten unter den Journalisten Hysterie auszulösen und damit eine Konsequenz hat, die normale Messerattacken, die mit zum Teil erheblichen Verletzungen bis hin zum Tode des Opfers einhergehen, einfach nicht haben. Um den normalen Journalisten in Bewegung und ideologische Trance zu versetzen, sind Tote durch Messerattacken kein Mittel, dazu braucht man Kratzer an Hälsen von Bürgermeistern, die schon wenige Stunden nach dem vermeintlichen Anschlag in der Lage sind, Pressekonferenzen abzuhalten, Interviews zu geben, Stellungnahmen zu verfassen. Das alles hat ein herkömmliches Opfer eines Messerangriffs natürlich nicht zu bieten, besonders dann nicht, wenn es schwerverletzt im Krankenhaus oder tot in der Gerichtsmedizin liegt.

Kurswechsel nach Rechts? Deutschland, Deutschland, Dein Stanislaw … Tillich

Es brodelt wieder einmal im hysterischen Deutschland, hat doch Stanislaw Tillich, dem in der Mitte der nächsten Legislaturperiode Neuwahlen ins Haus stehen, etwas gesagt, was gegen die politische Korrektheit verstößt, nämlich:

„Tillich sagte, Merkels Flüchtlingspolitik sei für das starke Abschneiden der AfD mitverantwortlich. Die Union müsse wieder Recht und Ordnung durchsetzen. «Die Leute wollen, dass Deutschland Deutschland bleibt. Sie wollen keine Parallelgesellschaften und keinen Anstieg der Kriminalität. Sie wollen nicht, dass religiöse oder politische Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen hier ausgetragen werden.“

In diesen Äußerungen sehen die WELT, die FAZ, der Tagesspiegel und etliche andere Blätter einen Rechtsschwenk oder den Versuch Tillichs, die CDU nach rechts zu rücken.

Recht, Ordnung und keine Parallelgesellschaften

Wenn das, was Tillich gesagt hat, einen Rechtsschwenk zum Ausdruck bringt, dann muss man feststellen, dass die nicht-rechte Position, die derzeit von all denen als akzeptabel angesehen wird, die sich jetzt empören, wie der MDR titelt, eine Position ist, in der Recht und Ordnung nicht gelten, was für Linksextremisten ja eine normale Situation ist. Es ist eine Position, in der eine Parallelgesellschaft für wünschenswert, zumindest nicht problematisch angesehen wird, in der einem Anstieg der Kriminalität gelassen entgegen gesehen wird und eine Situation, in der Deutschland, wie es sich derzeit darstellt, nicht mehr gewünscht ist. Vielmehr besteht das Ziel wohl darin, Deutschland zu einem Ort zu machen, an dem Flüchtlinge ihre politischen und religiösen Auseinandersetzungen ungehindert führen können.

Welcher geistig normale Mensch kann sich politische und religiöse Auseinandersetzungen, mehr Kriminalität und weder Recht noch Ordnung in Deutschland wünschen?

Offensichtlich all diejenigen, die sich jetzt über Stanislaw Tillich und seinen Anflug von Realismus aufregen.

Eine alternative Erklärung für all diejenigen, die sich in ihrer affektierten Emotionalisierung zu weit aus dem Fenster gelehnt haben, besteht darin, Prototyp des neuen Pawlowschen Hundes zu sein, dem immer schon der Speichel im Mund zusammenläuft, wenn er meint etwas zu vernehmen, was entfernt an eine ideologische Position erinnern könnte, die die Interessen der autochthonen Bevölkerung in Deutschland einklagt, jener autochthonen Bevölkerung, die aus deutschen, türkischen, griechischen usw. Steuerzahlern besteht, die die Kosten für das zu tragen haben, was diejenigen, deren Beitrag verbal, nicht materiell ist, ihnen bescheren.

Wie wir an anderer Stelle dargestellt haben, kann auf Basis der Nebenwahltheorie erwartet werden, dass Stanislaw Tillich bei der nächsten Landtagswahl in Sachsen nicht der Partei angehört, die die meisten Wählerstimmen erringen wird.

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Hamburger Morgenposse: die journalistische Vielfalt hängt an 11 Hanseln

Stellen Sie sich vor, bei der BASF gibt es 11 betriebsbedingte Kündigungen. Lesen Sie davon in der Rheinpfalz? Stellen sich alle Fraktionen des Mainzer Landtags hinter die Gekündigten und fordern die BASF auf, die betriebsbedingten Kündigungen zurückzunehmen?

Oder stellen Sie sich vor, am Standort der US-Army in Ramstein wird 11 deutschen Bediensteten gekündigt. Rheinpfalz Berichterstattung? Landtags-Solidaritätsaktion?

Noch eine Vorstellung:

RWE macht einen Teil seines Braunkohlebergbaus dicht und entlässt 11 Mitarbeiter, die bislang für den Abbau der klimazerstörenden Kohle verantwortlich waren. Solidarität im Nordrhein-Westfälischen Landtag? CDU, SPD, FDP, Grüne und LINKE stellen sich in trauter Eintracht gegen die Kündigungen? Alle Zeitungen im Revier berichten von den geplanten Entlassungen?

Alles unwahrscheinlich.

Nichts davon wird sich ereignen, würde sich ereignen.
Und doch gibt es derzeit eine Posse in Hamburg, in deren Zentrum 11 Personen stehen, denen gekündigt wurde. Die 11 sind derzeit noch Beschäftigte bei der Hamburger Morgenpost, könnten aber morgen auf der Straße stehen, wenn es nach DuMont, dem Eigentümer der Hamburger Morgenpost geht.

HAMBURG taz | Eine breitere Koalition hat es im Hamburger Rathaus selten gegeben. Gemeinsam verfassten die Fraktionvorsitzenden aller Parteien außer der AfD einen Brandbrief, ausgerechnet um eine Hamburger Institution zu retten, die ihnen selbst oft auf die Füße getreten war: Die Hamburger Morgenpost (Mopo).

Die FraktionschefInnen von SPD, CDU, Grünen, Linken und FDP appellierten an das Kölner Verlagshaus DuMont, die angedrohte Entlassung von elf MitarbeiterInnen zurückzunehmen. Die „angekündigten Kürzungen“ seien nicht nur „ein schwerer Schlag für den Medienstandort Hamburg“, sie gefährdeten auch „die journalistische Vielfalt der Stadt“.

[weiter]

Der hat ein Problem mit der Morgenpost: Die Abonnentenzahlen und die Leserzahlen gehen zurück. Die Werbeinnahmen folgen. Das derzeitige Unternehmens-Konzept, es droht in den Bereich roter Zahlen abzurutschen. Eine Situation, die in jedem Unternehmen die Alarmglocken klingeln lässt und in jedem Unternehmen dazu führt, dass nach Alternativen gesucht wird, nach Möglichkeiten, Kosten zu sparen und Einnahmen zu erhöhen. In der Regel enden die Überlegungen damit, dass Unternehmenssparten, die mit zu viel Mitarbeitern besetzt sind oder sich nicht mehr rentieren, umgestaltet oder geschlossen werden.

Bei DuMont hat man sich dazu entschlossen, 11 von 65 Mitarbeitern der Hamburger Morgenpost zu entlassen, eine Maßnahme, die in keinem normalen Unternehmen dazu geführt hätte, dass sich die Landesregierung, die Fraktionen des Landtags mit den Gekündigten solidarisch erklären, dass lokale und überregionale Zeitungen darüber berichten.

In Hamburg ist das anders.
In Hamburg hängt der ganze Medienstandort und die journalistische Vielfalt der Stadt an den 11 Personen, die bei DuMont entlassen werden sollen, Mitarbeitern, die im Layout, der Fotoredaktion, beim Sport und in der für Kultur zuständigen Abteilung tätig waren.

Und weil der Medienstandort und die journalistische Vielfalt der Stadt Hamburg von nur 11 Personen bei der Morgenpost abhängig ist, deshalb haben die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, LINKE und FDP an DuMont appelliert die Kündigungen zurückzunehmen.

Ei der Daus.

Man reibt sich verwundert die Augen und fragt sich, was so symbolisch, was so wichtig ist, als dass es diese politische Hysterie rechtfertigen könnte. Was bringt Politiker dazu, ihre Nasen in die inneren Angelegenheiten von Unternehmen zu stecken? Was lässt sie glauben, es ginge sie etwas an, welche betrieblichen Entscheidungen ein Unternehmen fällt?

Die einzige Antwort, die man sich auf diese Fragen geben kann, ist eine Antwort, die die symbolische und die fast schon extraordinäre Wichtigkeit betont, die Politiker Medien, auf die sie Einfluss zu haben glauben, zuschreiben. Die Friedrich-Ebert-Stiftung will demnächst Ergebnisse einer „Studie“ zum Thema „politische Inszenierung“ vorstellen. In der Ankündigung heißt es mit Bezug auf soziale Netzwerke:

„Eine direkte Zielgruppenansprache ist möglich geworden, Themen können unabhängig von journalistischen Filtern gesetzt werden.“

Die „journalistischen Filter“ sind das interessante an der formulierten Passage. Offensichtlich ist es in den Kreisen von Alt-Parteien normal geworden, Journalismus als Informationsfilter zu betrachten, als Filter, der genehme Informationen durchlässt und nicht genehme ausfiltert, kurz: Ein Filter mit dem sich die Konsumenten der entsprechenden Medien nach Lust und Laune manipulieren lassen.

Wenn man diese Manipulation gewohnt ist und feststellen muss, dass nicht nur soziale Medien, sondern auch Verlage, die man bislang dem eigenen Lager zugeordnet hat, die gewohnte Manipulationsmöglichkeit in Frage stellen, dann erklärt das vermutlich viel von der politischen Hysterie, die man derzeit in Hamburg beobachten kann.

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Früchte des Wahnsinns: Rassismusjäger im Kindergarten

Dass die Hysterie der Gutmenschen bereits im Kindergarten beginnt, haben wir gerade im letzten Post geschrieben, da erreicht uns ein Hinweis auf einen Beitrag, den Frank Cebulla in seinem SchreibBlog veröffentlicht hat. Frank ist nämlich der Vater einer Tochter, die es mit ihren drei Jahren bereits zum Rassisten und Ausländerfeind gebracht hat. 

Wer den in Deutschland grassierenden Wahnsinn am aktuellen Beispiel erleben will, der klicke am Ende dieses einführenden Textes auf den Link zu Franks Blog:

“Wer es noch nicht weiß, ich habe eine kleine Tochter. Sie lebt in Berlin. Vor kurzem trat die Erzieherin ihrer Kita-Gruppe ganz besorgt an die Mutter heran. Es ging um ein brisantes Thema. Sie möchte keine Probleme mit Ausländerfeindlichkeit in ihrer Gruppe haben. Das Problem verortete sie bei meiner Tochter. Ihr politisch inkorrektes Fehlverhalten besteht darin, dass sie beim Singen nicht neben Ayman stehen möchte, einem syrischen Jungen. Boah Leute, da bleibt einem echt die Spucke weg und mein Blutdruck steigert sich in ungeahnte Höhen. Mein Töchterchen ist drei Jahre alt und weiß nicht, was überhaupt ein Ausländer, Migrant, Flüchtling, Asylant oder was auch immer sein soll. Auf die Frage, warum sie beim Singen nicht neben Ayman stehen möchte, gab es von ihr allerdings eine klare Antwort: Der haut die anderen Kinder und ich habe Angst vor ihm. Ein Interview mit ihrer besten Freundin aus derselben Gruppe ergab das gleiche Ergebnis: Der ist nicht mein Freund. Außerdem erfährt man, dass er kaum deutsch spricht und daher die anderen Kinder nicht versteht. [Hier weiterlesen]”

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