Früchte des Wahnsinns: Rassismusjäger im Kindergarten

Dass die Hysterie der Gutmenschen bereits im Kindergarten beginnt, haben wir gerade im letzten Post geschrieben, da erreicht uns ein Hinweis auf einen Beitrag, den Frank Cebulla in seinem SchreibBlog veröffentlicht hat. Frank ist nämlich der Vater einer Tochter, die es mit ihren drei Jahren bereits zum Rassisten und Ausländerfeind gebracht hat. 

Wer den in Deutschland grassierenden Wahnsinn am aktuellen Beispiel erleben will, der klicke am Ende dieses einführenden Textes auf den Link zu Franks Blog:

“Wer es noch nicht weiß, ich habe eine kleine Tochter. Sie lebt in Berlin. Vor kurzem trat die Erzieherin ihrer Kita-Gruppe ganz besorgt an die Mutter heran. Es ging um ein brisantes Thema. Sie möchte keine Probleme mit Ausländerfeindlichkeit in ihrer Gruppe haben. Das Problem verortete sie bei meiner Tochter. Ihr politisch inkorrektes Fehlverhalten besteht darin, dass sie beim Singen nicht neben Ayman stehen möchte, einem syrischen Jungen. Boah Leute, da bleibt einem echt die Spucke weg und mein Blutdruck steigert sich in ungeahnte Höhen. Mein Töchterchen ist drei Jahre alt und weiß nicht, was überhaupt ein Ausländer, Migrant, Flüchtling, Asylant oder was auch immer sein soll. Auf die Frage, warum sie beim Singen nicht neben Ayman stehen möchte, gab es von ihr allerdings eine klare Antwort: Der haut die anderen Kinder und ich habe Angst vor ihm. Ein Interview mit ihrer besten Freundin aus derselben Gruppe ergab das gleiche Ergebnis: Der ist nicht mein Freund. Außerdem erfährt man, dass er kaum deutsch spricht und daher die anderen Kinder nicht versteht. [Hier weiterlesen]”

Wollt Ihr den totalen Irrsinn? Wir sind auf dem besten Weg dahin

Jede Gesellschaft hat Tabus.

Die meisten Tabus beziehen sich auf verbotene Handlungen, eigentlich verbotene Handlungen.

In vermeintlich modernen Gesellschaften wurde die Klasse der Tabus ausgeweitet. Nun gibt es Aussagen, die man nicht machen darf, die nicht verbreitet werden dürfen, die dann, wenn sie Verbreitung finden, ungeachtet der Antwort auf die Frage, ob sie denn zutreffen, zu einem hysterischen Aufschrei führen.

Der Aufschrei stammt von denjenigen, die ihre naive Weltsicht anderen nicht nur ständig zumuten, sondern oktroyieren wollen.

Der totale Staat, der sich vor allem dadurch auszeichnet, den totalen Irrsinn zur Ideologie erhoben zu haben, er zeigt an vielen Stellen seine Fratze. Die einen wollen Straßennahmen abschaffen, weil sie angeblich auf Kolonialismus verweisen und Rassismus verbreiten. Die anderen springen im Kreis, wenn man darauf hinweist, dass es Gender Studies es bis heute nicht geschafft haben, auch nur eine Aussage zu produzieren, die originär Gender Studies ist, als wissenschaftlich durchgeht und einen Erkenntnisgewinn mit sich bringt. Wieder andere heulen laut auf, wenn ein Hauch von Zweifel daran auftaucht, dass LSBT usw. gar nicht das höchste an Entwicklung sind, das menschliche Lebensformen aufweisen, dass sie gar genau wie alle anderen Lebensformen mit Vor- und Nachteilen verbunden sind.

Schließlich gibt es diejenigen, die vor lauter Hysterie nicht mehr ein noch aus wissen und es zum Anlass nehmen, dass die aus ihrer Sicht Falschen eine wissenschaftliche Arbeit zitieren, um diese wissenschaftliche Arbeit mit ihren Bedenken zu verunstalten.

Der Irrsinn nimmt Formen an, die man noch vor 25 Jahren nicht für möglich gehalten hat. Die Ursache für diesen Irrsinn, sie findet sich im politischen Spektrum auf der linken Seite.

Hindawi ist ein Verleger, der u.a. die Zeitschrift Depression Research and Treatment herausgibt. In dieser Zeitschrit, wurde 2016 ein Beitrag von D. Paul Sullins ,mit dem Titel „Invisible Victims Delayed Onset of Depression Among Adults with Same Sex Parents“ veröffentlicht, in dem Sullins eine für Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachen, mehrheitlich bei lesbischen Eltern in seinem Fall, ein erhöhtes Risiko aufzeigt, im späteren Leben an Depression zu erkranken, als für Kinder, die bei gegengeschlechtlichen Eltern aufwachsen. Die Ergebnisse von Sullins basieren letztlich auf 17 lesbischen und 3 schwulen Elternpaaren, was selbst für eine logistische Regression ein Problem darstellt. Aber: Die Ausführung der Studie ist sauber, wenngleich man mit den Ergebnissen nicht viel anfangen kann, da der Autor keinerlei Gütekriterien für seine Logistische Regression angibt. Wie viel Varianz er mit seinem Modell erklärt, ist letztlich sein Geheimnis. Seltsamerweise ist keinem seiner Kritiker dieser Mangel aufgefallen. Wie dem auch sei, egal ob er 2% oder 20% der Varianz erklärt, der erklärte Teil der Varianz beinhaltet den beschriebenen Effekt: Kinder von vornehmlich lesbischen Eltern haben ein höheres Risiko depressiv zu werden.

Soweit, so gut.
Viel Aufmerksamkeit ist dem Beitrag von Sullins zunächst nicht zuteil geworden.

Aber dann geschah das Schreckliche, das Monumentale, das absolut Kataklysmische: in Australien sind Plakate aufgetaucht, die sich gegen homosexuelle Paare richten und die Ergebnisse von Sullins für sich reklamieren. Die Huffington Post Australien hat viel Aufwand betrieben, um die Urheber der Plakate (siehe links) als Neo-Nazi-Gruppe dingfest zu machen, wobei es sich wohl eher um ein Forum als eine Gruppe handelt. Geschenkt.

Hindawi, der Verleger des Beitrags, dessen Ergebnisse nun benutzt werden, um vor den Folgen gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften für deren Kinder zu warnen, und zwar in der selben logisch falschen Art und Weise, in der die Ergebnisse empirischer Forschung häufig missbraucht werden und beileibe nicht nur von Nazis, ist als Folge der Nutzung publizierter Ergebnisse durch die Falschen in den Hysterie-Modus gegangen und hat ein neues Kapital von Irrsinn aufgeschlagen.

Nachdem die Versuche, Fehler oder Mängel in der Studie von Sullins zu finden, die es ermöglichen, den Beitrag zurückzuziehen, gescheitert sind, weil der Herausgeber der Zeitschrift „Depression Research and Treatment“ sie auch nach Überprüfung des Peer-Review Prozesses und nochmaliger Prüfung des Beitrags nicht gefunden hat, erscheint nun eine „Expression of Concern“ am Kopfende des Beitrags. Man sei besorgt, dass die Ergebnisse des Beitrags von Sullins im Zusammenhang mit Argumenten zitiert würden, die voller Hass und falsch seinen. Man habe damit als Verleger nichts zu tun. Der Verleger und seine Angestellten hätten ganz andere, richtig Ansichten und würden jeden Versuch, Hate Speech durch Verweis auf einen Beitrag, der von Hindawi publiziert wurde, zu legitimieren, auf das Schärfte verurteilen.

Soweit ist die allgemeine Hilflosigkeit schon geraten, dass selbst Verlegern wissenschaftlicher Zeitschriften kein ARGUMENT mehr einfällt, mit dem sie die angebliche Hate Speech widerlegen können, was – da es doch angeblich Hate Speech ist – eigentlich kein Problem darstellen sollte. Aber offensichtlich kommen nicht einmal Verleger von Zeitschriften mehr auf die Idee, Argumente aufzufahren. Vor lauter Angst davor, aus dem, was im Mainstream toleriert wird, herauszufallen, distanzieren sie sich in aller Eile von einer Studie, an der es fachlich nur auszusetzen gibt, dass man gerne gewusst hätte, welche Reichweite die Ergebnisse denn nun haben, ein Wissen, das mit einem Verweis auf die durch das Modell erklärte Varianz leicht zu beschaffen wäre und wegen der Fallzahl mit hoher Wahrscheinlichkeit dazu führen würde, dass man die Studie als eine eher spezielle Studie, deren Ergebnisse, wie dies der Autor auch anregt, geprüft und zum Anlass für weitere Forschung genommen werden müssen, einzustufen hätte.

Aber derart normale Reaktionen sind offensichtlich in einer Zeit, in der es der Häresie gleichkommt, wissenschaftliche Ergebnisse zu veröffentlichen, die für LSBT usw. unvorteilhaft sind, nicht mehr im Angebot, was darauf hinweist, dass wir dabei sind, in eine totale Gesellschaft einzutreten, in der jeder jederzeit dafür belangt werden kann, dass er von Falschen in einer Weise zitiert wird, die seinen Ergebnissen nicht gerecht wird, wobei die Falschen immer diejenigen sind, die gegen die Tabus der derzeitigen Gesellschaft verstoßen. Und eines der Tabus hat fast schon einen Status der Heiligkeit für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften zum Gegenstand.

Anregungen? Hinweise? Kontaktieren Sie ScienceFiles

Induzierte Massenpanik? Deutsche Atomhysteriker sind in Fahrt

Belgien erlaubt es sich, Atomkraftwerke zu betreiben. Allein drei Reaktoren stehen im Belgischen Tihange: Tihange 1, 2 und 3, die in den Jahren 1975, 1982 und 1985 ans Netz gegangen sind. Wie so viele europäische Kernkraftwerke, so sind auch die drei Reaktoren in Tihange in die Jahre gekommen. Deshalb sollen sie nach dem geeinten Willen von Greenpeace und deutscher Regierung abgeschaltet werden. Denn Kernenergie ist bekanntlich gefährlich, fast so gefährlich wie eine Computertomographie oder das Röntgen der Lunge oder des Brustbereichs und außerdem sind Risse in der Außenhülle aufgetaucht.

Gegen den Willen der deutschen, hat die belgische Regierung beschlossen, von ihrer nationalen Souveränität Gebrauch zu machen und die drei Reaktoren weiter zu betreiben. Ein Schritt, der die Nuklear-Unfall-Hysteriker in Deutschland in Wallung versetzt und nun dazu geführt hat, dass die Stadt Aachen mit der freien, naja, fast freien Verteilung von Jodtabletten an besonders wertvolle Aachener, die unter 45 Jahren und am besten schwanger sind, versucht, vorhandenes Hysteriepotential auszunutzen und die öffentliche Meinung, die sowieso schon trotz allen Klimaschutzes lieber mit Kohle Strom erzeugt, weiter gegen Kernenergie aufzubringen und die Belgier mit ihren drei Reaktoren in Tihange und ihren vier Reaktoren in Doel zu isolieren. Vielleicht bricht die Regierung des kleinen Landes ja unter dem Druck des großen Nachbarn zusammen. Geschichtliche Vorbilder dafür, dass Belgien Deutschland nichts entgegen zu setzen weiß, gibt es genug. Nur gibt es derzeit keine Bestandsgarantie für Belgien, die von Frankreich und dem Vereinigten Königreich ausgesprochen wurde.

Um der Hysterie ein wenig die Luft abzulassen: Die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalles, der so ernst ist, dass die Umgebung in Mitleidenschaft gezogen wird, ist immer noch 1:1.000.000.

Quelle. IAEA

Wem das nicht genügt, dem seien ein paar Daten bereitgestellt.
Seit 1975 wurden im Zusammenhang mit der Erzeugung konventioneller Energie 65 Unfälle verzeichnet, die von Methangas-Explosionen in Kohlebergwerken über einen Dammbruch (z.B.: 1991, Rumänien) bis zur Explosion einer Ölquelle (Deep Water Horizon, 2010) reichen. Im gleichen Zeitraum gab es genau zwei ernsthafte Unfälle mit Kernenergie (Tschernobyl, 1986 und Fukushima, 2011). Als direkte Folge des Unfalls in Tschernobyl sind 47 Menschen gestorben. Als direkte Folge des Reaktorunfalls von Fukushima sind keine Menschen gestorben. Die Herstellung konventioneller Energie hat seit 1975 242.685 Menschenleben gefordert. Wenn man die Einschätzung der Gefahr, die mit der Herstellung von Energie verbunden ist, auf tatsächliche und nicht auf mögliche Folgen bezieht, dann kommt man nicht um die Feststellung herum, dass die Herstellung von Energie mit konventionellen Methoden mit einem viel höheren Risiko verbunden ist.

Aber wenn es um Kernenergie geht, dann ist nicht das tatsächliche, sondern das befürchtete Risiko von Bedeutung, dann malen NGOs und Kernkraftgegner die Strahlengefahr an die Wand, um die weitverbreitete Unkenntnis über die mit radioaktiver Strahlung verbundenen Risiken für die eigenen Zwecke auszunutzen.

Doch verbleiben wir zunächst bei den Störfällen, die es in den 449 Kernkraftwerken weltweit seit 1952 gegeben hat. In 11 Störfällen, die als erheblich zu betrachten sind, darunter Three Mile Island in den USA (1979) und Tschernobyl sind 47 Menschen ums Leben gekommen, alle als Folge des Reaktorunfalls in Tschernobyl, alle waren sie Beschäftigte oder Feuerwehrmänner.

Abermals müsste man feststellen, dass Kernenergie viel ungefährlicher ist als andere Formen der Energiegewinnung. Aber das wird in Deutschland natürlich bestritten, schon wegen dem Hysterie-Faktor, und zwar mit Verweis auf die Strahlung, die schreckliche Strahlung, die von Kernkraftwerken ausgehen kann, jedenfalls dann, wenn der Stahlmantel des inneren Reaktors und die ihn umgebende luftdichte Strahlhülle zerstört werden und die Hülle des äußeren Reaktors, die in der Regel aus einer Mischung aus Stahl und Beton besteht, penetriert wird. Die beschriebene Sicherheitsbauweise soll gewährleisten, dass radioaktives Material, das sich im Kernreaktor befindet, dort auf unbestimmte Zeit eingeschlossen werden kann. Der Reaktor in Tschernobyl hatte keine entsprechende Sicherheitsbauweise. Deshalb ist der Reaktorunfall in Tschernobyl der Unfall, der die weitreichendsten Schäden angerichtet hat.

Damit sind wir zurück bei der Strahlung. Von Reaktoren kann im Wesentlichen Beta- und Gamma-Strahlung ausgehen. Erstere hat nur eine kurze Reichweite und kann nur wenig mehr als die Haut im direkten Kontakt penetrieren, Letztere ist in der Lage, tief in einen menschlichen Körper einzudringen, was uns zur Art der Kontamination mit Radioaktivität bringt. Die Kontamination kann auf drei wegen erfolgen: Vollständige Kontamination des Körpers bei direkter Nähe zur radioaktiven Quelle, externe und interne Kontamination.

Die Gefahr einer Ganzkörper-Kontamination besteht nur für Personen, die sich in unmittelbarer Nähe zum Kernreaktor aufhalten. Externe Kontamination durch Strahlung bedroht Menschen, die in unmittelbarer Nähe zu einem Kernkraftwerk leben und interne Kontamination setzt voraus, dass radioaktive Partikel oder radioaktiv belastete Nahrungsmittel zu sich genommen werden.

Aus dem Tschernobyl-Unfall ist bekannt, welche radioaktiven Isotope in die Umwelt gelangen, wenn ein Reaktorkern schmilzt. Die entsprechende Aufstellung umfasst (geordnet nach Halbwertzeit):

  • Neptunium-239
  • Molybdän-99
  • Tellurium-132
  • Xenon-133
  • Jod-131
  • Barium-140
  • Cäsium-141
  • Ruthenium-103
  • Strontium-89
  • Zirconium-95
  • Curium-242
  • Cerium-144
  • Ruthenium-106
  • Cäsium-134
  • Plutonium-241
  • Strontium-90
  • Cäsium-137
  • Plutonium-238
  • Plutonium-240
  • Plutonium-239

Radioaktive Gase (Xenonß133) oder Isotope mit kurzer (Neptunium-239; Halbwertzeit: 58 Stunden; Molybdän-99; Halbwertzeit: 67 Stunden) oder sehr langer Halbwertzeit (Plutonium-239: 24.400 Jahre) sind für Menschen weitgehend ungefährlich. Gefährlich für Menschen ist vor allem Jod-131, dann, wenn es direkt eingeatmet oder über die Nahrung aufgenommen wird. Jod-131 hat eine Halbwertzeit von 8 Tagen, d.h. das Isotop zerfällt im Laufe von 8 Tagen zu 50% und stellt danach nur noch eine geringe radioaktive Gefahr dar. Das Problem mit der Aufnahme von Jod-131 ergibt sich aus der Emission von Beta-Strahlung durch Jod-131, die die Schilddrüse in Mitleidenschaft ziehen kann.

Die Strahlendosis wird gewöhnlich in Gray (Gy) und in Sievert (Sv) gemessen, wobei Gray die Einheit für aufgenommene Strahlung darstellt, Sievert die Einheit für die effektive Dosis. Wenn der ganze Körper eines Menschen Strahlung ausgesetzt ist, entspricht 1Gy einem Sv.

Wer mit dem Flugzeug von New York nach Japan fliegt, nimmt eine effektive Strahlung von 0.07 mSv auf, eine Dosis, die jeder Mensch aus der natürlich vorhandenen Strahlung auf der Erde, der er jeden Tag ausgesetzt ist, in 7 Tagen aufgenommen hat. Eine Computertomographie ist mit der Aufnahme von 7 mSv verbunden, 6 Monate natürlicher Strahlung auf der Erde sind das Äquivalent dazu. Ein Mensch, der den Reaktorunfall von Three Mile Island an der Grenze des Kernkraftwerkes verfolgt hat, hat dort 1 mSv aufgenommen, 3 Monate natürliche Strahlung. Die Bewohner der Gebiete, die mit einer niedrigen Strahlenbelastung nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl kontaminiert waren, haben 10-20 mSv aufgenommen, das entspricht drei bis sechs Jahren natürlicher Strahlung. Die Bewohner der Gebiete, die mit einer hohen Strahlenbelastung durch den Unfall kontaminiert wurden, haben rund 50 mSv aufgenommen, was der Aufnahme natürlicher Strahlung über 17 Jahre auf der Erde entspricht.

Im Zusammenhang mit dem Reaktorunfall in Tschernobyl sind auch die bislang einzigen Fälle von Strahlenkrankheit berichtet worden: 134 Arbeiter und Feuerwehrmänner, die kurz nach dem Unfall am Reaktor gearbeitet haben, wurden mit Strahlenkrankheit diagnostiziert. Es gibt keinen einzigen bekannten Fall von Strahlenkrankheit in der weiteren Bevölkerung.

Die Hauptgefahr durch Strahlung geht wie gesagt von Jod-131 aus. Es steht im Verdacht, die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung zu erhöhen. Die folgenden Studien, die das Risiko an Leukämie oder an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, für Menschen, die in der Umgebung von Tschernobyl zur Zeit des Unfalls gelebt haben, untersucht haben, kommen alle zu dem Ergebnis, dass es keine erhöhte Wahrscheinlichkeit für weder Leukämie noch Schilddrüsenkrebs als Folge des bislang schwersten Reaktorunfalls weltweit gegeben habe:

  • Petridou E, Trichopoulos D, Dessypris N, et al. Infant leukaemia after in utero exposure to radiation from Chernobyl. Nature 1996;382:352-3.
  • Steiner M, Burkart W, Grosche B, Kaletsch U, Michaelis J. Trends in infant leukaemia in West Germany in relation to in utero exposure due to Chernobyl accident. Radiat Environ Biophys 1998;37:87-93.
  • Parkin DM, Clayton D, Black RJ, et al. Childhood leukaemia in Europe after Chernobyl: 5 year follow-up. Br J Cancer 1996;73:1006-12.
  • Noshchenko AG, Zamostyan PV, Bondar OY, Drozdova VD. Radiation-induced leukemia risk among those aged 0-20 at the time of the Chernobyl accident: a casecontrol study in the Ukraine. Int J Cancer 2002;99:609-18.
  • Konogorov AP, Ivanov VK, Chekin SY, Khait SE. A case-control analysis of leukemia in accident emergency workers of Chernobyl. J Environ Pathol Toxicol Oncol 2000;19:143-51.
  • Romanenko AY, Finch SC, Hatch M, et al. The Ukrainian-American study of leukemia and related disorders among Chornobyl cleanup workers from Ukraine: III. Radiation risks. Radiat Res 2008;170: 711-20.
  • Kesminiene A, Evrard AS, Ivanov VK, et al. Risk of hematological malignancies among Chernobyl liquidators. Radiat Res 2008;170:721-35.
  • Ivanov V, Ilyin L, Gorski A, Tukov A, Naumenko R. Radiation and epidemiological analysis for solid cancer incidence among nuclear workers who participated in recovery operations following the accident at the Chernobyl NPP. J Radiat Res (Tokyo) 2004;45:41-4.
  • Ivanov VK, Gorski AI, Tsyb AF, Ivanov SI, Naumenko RN, Ivanova LV. Solid cancer incidence among the Chernobyl emergency workers residing in Russia: estimation of radiation risks. Radiat Environ Biophys 2004;43:35-42.
  • Pukkala E, Kesminiene A, Poliakov S, et al. Breast cancer in Belarus and Ukraine after the Chernobyl accident. Int J Cancer 2006;119:651-8.
  • Bogdanova NV, Antonenkova NN, Rogov YI, Karstens JH, Hillemanns P, Dörk T. High frequency and allele-specific differences of BRCA1 founder mutations in breast cancer and ovarian cancer patients from Belarus. Clin Genet 2010;78: 364-72.

Die einzige Bevölkerungsgruppe, für die ein um 2-5% pro 1 Gv aufgenommenes Jod-131 erhöhtes Risiko an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, gefunden wurde, waren Kinder, die Jod-131 inhaliert oder über die Nahrung aufgenommen haben. Da Jod-131 nach acht Tagen zerfallen ist, besteht die entsprechende Gefahr der Aufnahme nur, wenn die Kinder Jod-131 direkt ausgesetzt waren oder es über die Nahrung aufgenommen haben. Jod-131 hält sich maximal 3 Monate in der Nahrungskette.

Um die Gefahr, die von Jod-131 ausgeht, eine Gefahr, die bislang ausschließlich in Tschernobyl, also einem Reaktor, dessen Sicherheits-Bauweise nicht einmal ansatzweise der Bauweise heutiger Reaktoren auch der belgischen Reaktoren entspricht, in erheblichem Maße aufgetreten ist (in Fukushima war das Ausmaß emittierten Jod-131 in der höchsten Schätzung knapp 40% des Niveaus von Tschernobyl, in der geringsten Schätzung 5%), zu reduzieren, kann eine Mischung von Kalium und Jod verabreicht werden, eben jene Mischung, die in den Tabletten enthalten ist, die in Aachen an alle Aachener unter 45 Jahren und natürlich an Mütter verteilt werden sollen. Neben der Antwort auf die Frage, welche Aachener von den dortigen Stadträten als besonders wertvoll und welche als verzichtbar angesehen werden, eine direkte logische Folge, die sich dann ergibt, wenn man die Gefahr eines Reaktorunfalls und einer Verbreitung von Jod-131 für so imminent ansieht, wie die Stadträte, wird diese Maßnahme vor allem einen Publicity Effect haben, der auch nicht dadurch getrübt wird, dass die Aufnahme von Kalium-Jodid nicht ungefährlich ist. Allerdings zeigt eine Studie aus Polen, dass die Todesfälle infolge der Aufnahme von Kalium-Jodid nicht so häufig waren, wenngleich etwas häufiger als bei einer normalen Schutzimpfung.

  • Nauman J, Wolff J. Iodide prophylaxis in Poland after the Chernobyl reactor accident: benefits and risks. Am J Med 1993; 94:524-32.

Wer sich vergewissern will, dass wir nichts geschrieben haben, was nicht tatsächlich dem Stand der wissenschaftlichen Forschung entspricht, der kann dies hier tun: Christodoulas, John, Forrest; Robert D., Ainsley, Christopher G., Tochner, Zelig, Hahn, Stephen M. & Glatstein, Eli (2011). Short-Term and Long-Term Health Risks of Nuclear-Power-Plant Accidents. New England Journal of Medicine 364(24): 2334-2341.

Wer sich seine Kernkraft-Hysterie lieber nicht durch Fakten verderben lässt, der darf diesen Text nicht lesen und muss unseren Text schnell vergessen. Am besten über einem Rotwein. Die Wahrscheinlichkeit, beim Trinken zu ersticken, ist übrigens um ein Vielfaches höher als die Wahrscheinlichkeit, Jod-131 ausgesetzt zu werden.

 

Von wegen “German Mut”: Freie Demokratische Feiglinge

Wir haben es ja schon in einem der letzten Post angesprochen, die Leitkultur in Deutschland ist die Hysterie.

Für deutsche Hysteriker herrschen seit der Erfindung des Internets paradiesische Zustände. Stunden und Tage können sie durch das Netz surfen und Ausschau nach Dingen halten, über die sie sich dann echauffieren können. Immer in Namen der politischen Korrektheit und mit dem Ziel, sich selbst den Heiligenschein des politisch Korrekten Blockwarts zu verschaffen.

Dirk Niebel.jpgProfessionelle Internet-Loiterer with intent, wie z.B. die Grünen Beck, Künast und von Notz, die offensichtlich zu viel Zeit zum Surfen haben, sind dabei auf der Facebook Seite von Dirk Niebel gelandet.

Erinnern Sie sich noch an Dirk Niebel? Niebel war einst Generalsekretär bei der FDP und dann Entwicklungsminister bis 2013 die FDP beim Wahl-Hindernislauf an der 5%-Hürde gestrauchelt ist. Seither ist Niebel Manager – bei Rheinmetall.

Scheinbar aus alter Verbundenheit, haben sich u.a. die genannten Grünen bei Niebel auf Facebook eingefunden und dort Folgendes gefunden:

Niebel Mut FDP Angst

Eine „absolute Fehlleistung“ für Volker Beck und ein Aufreger, der durch den Blätterwald gegangen ist, von BILD bis zur Welt, „Klagt nicht, kämpft“, es war ihnen allen einen Klage-, einen Anklageartikel wert. Und die Meute der ausgehungerten Instant-Empörten, die nur aufblühen und leben, wenn sie sich empören können, sie hat sich freudig echauffiert, über das Bild und den Spruch.

Und wir Alten, die wir noch richtige Probleme im Leben hatten, fragen uns, was in Deutschland los ist, wenn man sich über derartige Nichtigkeiten echauffieren kann und sich demnächst Ex-Bundestagsabgeordnete wie Volker Beck und die anderen Grünen Konsorten nicht zu schade sind, sich zu diesem Peanuts, um einmal den ehemaligen SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering zu zitieren, zu äußern. Es ist, als wäre das Echauffieren über Belangloses, das sich Ereifern über die vermeintlichen Fehltritte anderer, das, was den entsprechenden Personen den Eindruck vermittelt, sie seien am Leben und wichtig. Für sie ist Hysterie tatsächlich die Leitkultur.

Hysterie, deren Ziel darin besteht, jede Äußerung, jeden Mucks, jede Darstellung, die den Hysterikern nicht gefällt, zu beseitigen, aus der Welt zu schaffen, aus jener sterilen und endlos-öden Welt, wie sie Volker Beck vorzuschweben scheint.

Nun ist Dirk Niebel ein ehemaliger Generalsekretär und ein ehemaliger Minister und ein aktuelles Mitglied der FDP, jener Partei, die in ihrem Wahlprogramm für 2017 behauptet, sie schöpfe ihren Aufbruchsgeist aus ihrem „German Mut [für die ungläubigen in der Redaktion: tatsächlich MUT nicht MOOD]“. Deshalb seien sie die Richtigen für diese Zeit. So steht es im Wahlprogramm der FDP.

Dirk Niebel, das Opfer der politisch korrekten Internet-Loiterer with Intent, jener Blockwarte, die für ein steriles und gleichgeschaltetes Internet eintreten, in dem jeder die Meinung sagen darf, die Volker Beck gefällt, jener Dirk Niebel, er wäre die Gelegenheit für die FDP ihren „German Mut“ unter Beweis zu stellen und den Aufbruchsgeist, der sie zu den Richtigen für diese Zeit macht, zu demonstrieren. Zumal, die Karlsruher Freiheitsthesen Meinungsäußerungen wie die von Niebel vehement und auf Seite 77 verteidigen:

„Liberale Tugenden
Eine offene Bürgergesellschaft bedarf einer gemeinsamen Ethik der Freiheit. Bürger achten einander als freie und gleichberechtigte Mitglieder einer gemeinsamen und fair geordneten Republik. Zu ihren Tugenden zählen neben Fairness und Verantwortung auch Toleranz und Solidarität. Die Tugend der Toleranz erfordert einerseits die Geduld, unbequeme Meinungen und politische Programme auszuhalten und andererseits den Mut und das Selbstvertrauen, eigene Meinungen in offenen Auseinandersetzungen sachlich, aufrichtig und entschieden zu vertreten. Liberale stehen für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt ein.“

Also Liberale, so kann man voller Hoffnung rufen, steht euren Mann, brecht auf in die richtige Zeit, ergreift Position für Euren Niebel, seid solidarisch mit dem Mann, der sein Recht auf freie Meinungsäußerung ausübt, kämpft für die Freiheit, habt Mut, German Mut!

No loitering

Vorschlag für Niebels Facebook-Profil

Aber leider ist die FDP auch eine jener Parteien, in denen die Wortakrobaten so lange den Mund aufreißen, so lange sie keine Taten folgen lassen müssen. Konfrontiert mit den ersten Anzeichen einer leichten Gegenbrise ist der German Mut der FDP verflogen. Statt für die Freiheit, das Leben selbst in die Hand zu nehmen, zu kämpfen, wie sie das auf Seite 22 ihrer Karlsruher Freiheitsthesen ankündigen, hat es doch nur zur Feigheit gereicht. Niemand kämpft für die Freiheit von Niebel, seine Meinung so zu äußern, wie er es für richtig hält.

Der German Mut der FDP ist eben doch nur German Angst:

Eine Partei, deren Vertreter aus Angst opportunistisch sind, ist eigentlich nicht wählbar.

“Hurra, Hurra, die Schule brennt”: Brandstiftende Söhne Hamms

Die vielleicht wichtigste Methode im Arsenal von Sozialwissenschaftlern ist der Vergleich, der zwischen Gesellschaften, der über Zeit, der zwischen gesellschaftlichen Gruppen, der Vergleich, der in Methoden der Sozialwissenschaften immer seltener vorkommt. Am Ende kommt noch etwas zum Vorschein, was politisch nicht korrekt ist und die Karriere des Wissenschaftlers, der sein Heil an Institutionen sucht, gefährdet, z.B. dadurch, dass er Verantwortung übernehmen oder – fast schlimmer – Stellung beziehen muss.

Wir mögen Vergleiche zwischen Gesellschaften gerne, Vergleiche über Zeit aber fast noch lieber.

Z.B. Vergleiche mit den 1980er Jahren, die nach unserer Ansicht die goldenen Jahre der Freiheit und Demokratie waren, so wie es die Goldenen Zwanziger Jahre für die Weimarer Republik waren.

Es war genau im Jahr 1980, als eine Band mit dem Namen „Extrabreit“ ein Lied veröffentlicht hat, das man heute als sexistisch bezeichnen würde, in dem ein Aufruf zur Zerstörung öffentlichen Eigentums gesehen würde, das eine diskriminierende Komponente enthält, weil behauptet wird, es seien die sozial Benachteiligten, die kriminell sind und zerstören und von dem natürlich jeder Politiker mit Profilierungsbedürfnis behaupten würde, dass es dazu beitrage, Brandstiftung zu legitimieren und im Ende bliebe nichts anderes als zu konstatieren, dass Extrabreit eine rechtsextrem faschistische, Gewalt verherrlichende und sexistische Band weißer Männer ist, deren Lieder bei Radio Bremen mit Sicherheit nicht mehr ausgestrahlt würden.

Erst vor einem Vergleichshintergrund, wie ihn das Beispiel von Extrabreit darstellt, kann man den Irrsinn, die Hysterie und die abgrundtiefe Dummheit, die sich derzeit über den Söhnen Mannheims entlädt, so richtig einschätzen. Erst vor dem Hintergrund von „Hurra, Hurra, die Schule brennt“ kann man so richtig bewerten, welches Profilierungsbedürfnis und welche politisch korrekte Idiotie Bürgermeister, Mandatsträger und Amtsinhaber fast aller parteipolitischen Couleur dazu treibt, sich über den Text eines LIEDES zu echauffieren.

Die Langeweile und Sinnlosigkeit des Daseins muss von diesen Gestalten des angeblich politischen Lebens so sehr empfunden werden, dass sie sich nicht anders zu helfen wissen, als mit Hysterie auf den Text eines Liedes zu reagieren und auf diese Weise zu versuchen, die eigene Existenz mit Sinn zu füllen.

Armseligkeit ist in diesem Zusammenhang ein wirkliches Understatement…

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