Weil es klimawandelt, säuft die Atmosphäre mehr [vielleicht aus Frust], weil die Atmosphäre mehr säuft, wird es auf der Erde trockener… kommen mehr und mehr Dürren, verhungern und verbrennen diejenigen, die nicht von den 10 Meter Flutwellen geschmolzene Antarktis ersäuft worden sind.
Pointiert – zugegeben.
Aber nichtsdestotrotz eine pointierte Beschreibung einer Schlagzeile, die 2025 durch die Shitstream-Presse geprügel wurde, etwa so:
Grundlage für derartige Meldungen, denen man 2025 nicht entgehen konnte, war die folgende Studie, von der man mittlerweile annehmen muss, dass sie den Ruf von Oxford als “Elite-Universität” ramponiert hat:
Gebrechorkos, Solomon H., Justin Sheffield, Sergio M. Vicente-Serrano, Chris Funk, Diego G. Miralles, Jian Peng, Ellen Dyer et al. (2025). Warming accelerates global drought severity. Nature 642(8068): 628-635.
Die meisten Autoren aus dem nicht vollständig genannten “Autorenrudel” finden an der Universität Oxford ein Auskommen, und sie alle haben 2025 die Apokalypse durch Austrocknen angekündigt:
- seit 1981, so haben sie berechnet, werden die Dürren auf der Erde schwerer, intensiver;
- ein erhöhter “Durst” der Atmosphäre hat Dürren von 2018 bis 2022 um 40% schwerer ausfallen lassen, als in 37 Jahren davor.
- Im Vergleich der beiden Zeiträume: 5 Jahre seit 2018, 37 Jahre seit 1981 ist die von Dürre betroffene Fläche um 74% größer geworden, 58% davon aufgrund eines erhöhten “Durstes der Atmosphäre”.
- Seit 2022 sind 30% der Landfläche der Erde von mäßiger bis extremer Dürre betroffen;
- Mit weiterem Klimawandel wird das alles noch viel schlimmer.
Das sind die Ergebnisse, die Gebrechorkos und sein Mitautoren über MS-Medien verbreitet haben, und das sind die Ergebnisse, die ALLE FALSCH sind. Die Autoren haben sich verrechnet, haben Daten verwechselt, falsch gewichtet, Äpfel am Äquator mit Trockeneis in der Arktis verglichen. Die Vergleichsperioden, auf denen alle Ergebnisse, die es in Medien geschafft haben, basieren, sind falsch kodiert, Daten dadurch falsch zugeordnet….
Die Studie, die Weltruhm erlangt hat, wurde von Nature zurückgezogen. Und wenn man die OFFIZIELLEN Gründe, die in der “retraction notice” genannt sind, wir haben sie oben zusammengefasst, Revue passieren lässt, dann muss man von Dilettantismus in erheblichem Ausmaß ausgehen, so viel, dass selbst die Herausgeber von Nature, die sich schon im Peer Review Verfahren über die Bedenken ihrer eigenen Reviewer hinweggesetzt haben, einsehen mussten, dass man diesen Junk nicht mehr als Veröffentlichung in Nature stehen lassen kann.
Dass die Junk Studie aus dem Verkehr gezogen wurde, ändert nichts daran, dass die Beiträge in MS-Medien, wie der aus der ZEIT, den wir oben dargestellt haben, weiterhin vorhanden sind, mit keiner Richtigstellung versehen wurden und selbst wenn sie mit einer Richtigstellung versehen worden wären, bliebe es weitgehend ohne Wirkung, denn Beiträge, wie der von Gebrechorkos et al. (2025) werden nach meiner Ansicht nur geschrieben, um medial vertrieben werden und die Klima-Apokalypse hochschreiben zu können.
Das ist keine Behauptung aus dem Bauch heraus, sondern eine, die man am ursprünglichen Beitrag von Gebrechorkos et al. (2025) belegen kann, ein Beitrag, der so designed wurde, dass die am Ende geschätzte “Trockenheit” der Erde, ihrer Böden, ein weitgehend willkürlicher Wert, Resultat einer absurden Rechnung, maximiert wird.
Ein Umstand, auf den Wissenschaftler aus China, den USA und Kanada hingewiesen haben:
Xu, Jiameng, Xiao Zhang, Kaighin A. McColl, Alexis Berg, Sha Zhou, Jian Yang, Zhaoyu Dong, Yuanyuan Luo, and Yuanchao Fan (2026). Global drought shows no detectable recent acceleration under climate warming. Communications Earth & Environment 7(1): 726.
Die offizielle Begründung dafür, die Arbeit von Gebrechorkos et al. (2025) aus dem Verkehr zu ziehen, ist nach meiner Ansicht vorgeschoben, um den Gesichtsverlust, der droht, wenn die Ergebnisse von Xu et al. (2026) bekannter werden, zu vermeiden.
Beginnen wir vorne.
Die Ergebnisse, die Gebrechorkos et al. (2025) so medienwirksam veröffentlicht haben, basieren auf SPEI, dem “Standardized Precipitation Evapotranspiration Index”. Der Zusatz “Index” weist bereits darauf hin, dass SPEI nichts ist, was man mit einem Eimer oder einem Metermaß messen kann. SPEI ist das Ergebnis einer Rechnung, die man als “globale” Regenmenge abzüglich PET/AED vertexten kann.
PET/AED steht für Potential Evapotranspiration bzw. Atmospheric Evaporative Demand, das, was in den Medien als “Durst der Atmosphäre” bezeichnet wird. Auch PET kann nicht direkt gemessen werden, muss vielmehr errechnet werden. Um PET zu berechnen, gibt es eine ganze Reihe von Formeln, die, wie das nun einmal so ist, zu jeweils eigenen und in den meisten Fällen nicht übereinstimmenden Ergebnissen gelangen. Im Groben kann man zwei Klassen von Formeln, die dazu dienen, PET zu berechnen, unterscheiden:
- Berechnunsformeln vom Penman-Typ, die so tun, als wäre überall dieselbe Feuchte vorhanden und als gäbe es keine trockenen Böden und das, was dann als “Durst der Atmosphäre” verkauft wird, über Strahlung und die Trockenheit in der Luft errechnen (letztlich über ein Dampfdruckdefizit);
- Energiebasierte Formeln, die sich an der Energie, die ÜBERHAUPT vorhanden ist, um Verdunstung zu treiben, orientieren und davon ausgehen, dass ein trockener Boden nicht viel Verdunstungspotential habe, in jedem Fall nicht so viel, wie ein Stück Ozean…
Je nach Wahl der Formel erhält man weit voneinander abweichende Ergebnisse. Wer mit Penman-Typ-Formeln rechnet, erhält eklatante Werte für Trockenheit. Wer vom Energiehaushalt der Erde ausgeht, hat in der Regel viel weniger Trockenheit im Ergebnis.
Sie dürfen raten, mit welcher Art von Formel Gebrechorkos et al. (2025) zu ihren apokalytischen Vorhersagen gelangt sind.
War nicht schwierig, oder?
Klar: Penman-Typ.
Xu et al. (2026) haben mit energiebasierter Formel nachgerechnet und kommen maximal zu einem Sechstel der Trockenheit, die Gebrechorkos et al. (2025) errechnet haben. Auf der Suche nach seit 2022 vermehrter Trockenheit wurden Xu et al. (2026) gar nicht fündig: 98% der Ergebnisse von Gebrechorkos et al. (2025) beschreiben Luftnummern.
Die Behauptung, dass sich erwärmende Luft (KLIMAWANDEL !!!!!) mehr Feuchte binden kann (korrekt), die Feuchte PET/AED treibt (die Atmosphäre säuft mehr), der größere Durst trockenere Böden und Pflanzen zur Folge hat, ist damit wieder ins Reich der Mythologie verbannt.
Dessen ungeachtet diskutieren Junk Medien wie die New York Times oder die ZEIT weiterhin die Studie von Gebrechorkos et al. (2025) so, als habe sie “Wahrheit” entdeckt und das Kommen der Apokalypse mit wissenschaftlichen Mitteln bestätigt.
Quatsch.
Und um es noch einmal sehr deutlich zu sagen: PET, die zentrale Größe derartiger Rechnungen, ist eine Kopfgeburt. Es gibt keine Möglichkeit, PET zu messen. Es gibt eine Reihe von Formeln, die behaupten, PET errechnen zu können, eine Behauptung, an der man schon anhand der weit voneinander abweichenden Ergebnisse erhebliche Zweifel haben muss. Was Junk Medien wie die genannten verbreiten, sind Rechenergebnisse von denen niemand weiß, ob sie zutreffen oder nicht, einfach deshalb nicht, weil man derartigen Mist nicht unabhängig prüfen kann.
