Professoren anpinkeln. Das neue Hobby der vermeintlichen Intelligentia

Was ist niedriger, als sich gegenüber Leuten, die in einer Zeit lebten, die man nur vom Hörensagen kennt, die mit Randbedingungen konfrontiert waren, die man nicht einschätzen kann und die vor allem eines sind: mausetot, und das schon seit Jahren, posthum an den Karren zu fahren, sie anzupinkeln und selbst aus dem ekligen Unterfangen ethische Erhabenheit zu saugen?

Wir leben im Zeitalter des Professorenpinkelns und beginnen damit, ein Epitaph aus dem Spiegel des Jahre 1969 zu zitieren:

Ludiwg HeilmezerLUDWIG HEILMEYER, 70. Er war ein unorthodoxer Pontifex, urig lärmend, Weltmann aus dem Jugendstil-München, betriebsam und ein Boß — der deutsche Papst der Inneren Medizin. Im Trümmer-Deutschland, als andere Ordinarien Notbaracken bauten, ließ der Experte für Blut und Blutkrankheiten moderne Kliniken errichten und verschaffte der medizinischen Fakultät in Freiburg internationales Renommee. Als er im Pensionsalter zum Gründungsrektor der Ulmer Universität berufen wurde, machte sich der als Klinik-Chef alten Schlages gefürchtete Heilmeyer mit Vehemenz stark für Studienreform, Kollegialsystem und gegen die Pfründen-Wirtschaft. Burschikos noch als Präsident des Internistenkongresses, gab er — mit quicken Blicken durch eine knorrig schwarze Brille jedes Auditorium bezwingend — seine Losung aus: “Medizin wird Naturwissenschaft sein, oder sie wird nicht sein.”

Tatsächlich hat Heilmeyer eine lange Liste der Verdienste angehäuft (z.B. neue Verfahren zur Behandlung von Leukämie und in der Nuklearmedizin), eine Liste, von der noch heute die Namensgebung von Tumorzentren oder Einträge im Atlas der Klinischen Hämatologie und Cytologie künden.

Seine Verdienste sind unbestritten.
Niemand bestreitet sie.
Eigentlich.

Uneigentlich hat Florian Steger, ein Ulmer Medizinhistoriker, gerade in einem Vortrag zur Rolle von Ludwig Heilmeyer, dem Gründungsrektor der Universität Ulm, gehalten. Zu welcher Rolle? Na zu der im Nationalsozialismus. Was könnte im Jahre 72 nach dem Ende des Tausendjährigen Reiches und im Jahre 48 nach dem Tode von Ludwig Heilmeyer wichtiger sein, als in dessen vielleicht brauner Vergangenheit zu wühlen?

Deutschland hat keine Probleme.

Und Deutschlands angebliche Intellektuelle haben so wenig eigene Ideen, dass sie sich Selbstbewusstsein und moralische Erhabenheit dadurch zu verschaffen trachten, dass sie Personen, deren, wie Steger sagt, „Verdienste … unbestritten“ sind, in den braunen Dreck treten wollen.

Und das ist die posthume Anklageliste gegen Ludwig Heilmeyer:

  • Nationale Gesinnung
  • Mitglied im Freikorps Epp (so etwas wie die Anti-Antifa der Weimarer Republik)
  • Mitglied im Stahlhelm (Organisation der Deutschnationalen Volkspartei)
  • Anführer des Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbundes (Rund 1/3 der Universitätsdozenten war Mitglied, vor allem Dozenten aus den Sozialwissenschaften, die  für Extremismus damals wie heute offenbar besonders anfällig sind, damals NSDDB, heute Gender Studies…)
  • KEIN Mitglied in der NSDAP
  • Bekanntschaft mit Hans Frank und Hans Eppinger (beide böse)
  • Verschweigen der Mitautorenschaft von Hans Hirschfeldt (Jude)

Das Urteil, das der Medizinhistoriker Florian Steger, von dem wir nicht wissen, ob und wenn ja welche unbestreitbaren Verdienste er für sich reklamieren kann, über den unbestreitbar Verdienstvollen Ludwig Heilmeyer spricht, ist das folgende:

„Ludwig Heilmeyer hat sein Fortkommen fest im Blick. Dabei überschreitet er auch Grenzen, was ethisch kritisch zu beurteilen ist. Er wurde bereits von Zeitgenossen als Opportunist bezeichnet“.

Das ist nun ein bemerkenswerter Satz, denn die moralische Verurteilung von Heilmeyer, dem strebsamen Maximierer des eigenen Nutzens, der auch Grenzen überschreitet, was heute natürlich niemand, schon gar kein Medizinhistoriker tun würde (dass man heute vergisst, die Leistung Dritter an dem zu würdigen, was man gerade als Eigenleistung verkaufen will, ist undenkbar – oder? Schließlich sind wir eine moralisch so hochentwickelte Kultur, dass wir die Nazis brauchen, um unsere Überlegenheit zu dokumentieren.), diese Verurteilung, sie wird gestützt vom Urteil der „Zeitgenossen“ wie Steger sich ausdrückt. Die Zeitgenossen, sie teilen sein Urteil, stützen es, sollen dem Urteil Verlässlichkeit verleihen.

Wer sind nun diese Zeitgenossen?

Scrollen wir in der Pressemeldung zurück und lesen:

„War Ludwig Heilmeyer also ein überzeugter Nationalsozialist? Steger zeichnete das Bild eines Opportunisten, dem bereits 1934 in einem Briefwechsel hohe Funktionäre der NDSAP ein „krankhaft großes Ich-Bedürfnis“, „Geltungsdurst“ und „ungeheuerlichen Opportunismus“ attestierten.“

Freikorps Epp marschMit anderen Worten, Steger stützt sein Urteil über Heilmeyer auf ein Urteil von hohen Funktionären der Nationalsozialisten. Nicht, dass es ausgeschlossen wäre, dass Nationalsozialisten Personen richtig zu beurteilen im Stande sind. Aber es ist schon mehr als peinlich, wenn man Ludwig Heilmeyer als Opportunisten, der sein Fähnchen in den Wind der Nationalsozialisten gehängt hat, darstellen will und dies ausgerechnet dadurch tut, dass man eben diese Nationalsozialisten zitiert, die Heilmeyer unter anderem nicht in der NSDAP mitmachen lassen, weil er aus ihrer Sicht sein Fähnchen in den Wind der Nationalsozialisten hängt, weil er auf Deutsch KEIN ÜBERZEUGTER NAZI war.

Während wir für Heilmeyer somit feststellen müssen, dass er kein überzeugter Nazi war, müssen wir für Steger feststellen, das er die überzeugend findet, die er diskreditieren will: Nazis.

Beim Pinkeln stört das scheinbar nicht.
Wie heißt noch das St. Florian Prinzip: Lieber Gott verschon mein Bein, pinkel andere an?

“Rechtslastige Verschwörungstheorie”? Nicht Finis Germania, sondern Finis Ratio

Diskutieren wir doch alle einmal über ein Buch, das die wenigsten von uns gelesen haben.

Finis GermaniaWarum auch nicht? Schließlich wird das Buch „Finis Germania“ gerade von den kulturellen Leidmedien Deutschlands zerrissen. Warum? Weil es auf die von NDR und Süddeutsche herausgegebene Liste der Sachbücher des Monats, auf Platz 9 um genau zu sein, geraten ist. Die Liste wird nach Angaben des NDR von „einer unabhängigen Jury“, die aus „renommierten Wissenschaftlern sowie Autoren und Redakteuren großer deutscher Medienunternehmen“ besteht, zusammengestellt.

Die Unabhängigkeit hat jedoch da ihre Grenze, wo ein Buch auf die Liste kommt, das der Kulturredaktion beim NDR nicht passt, das von „rechtslastigen Ideen und Verschwörungstheorien“ getragen ist, wie es beim NDR heißt, und zwar in der Begründung dafür, dass der NDR die Zusammenarbeit mit der „unabhängigen Jury“ aussetzt. Wie kann man als diktatorischer Sender auch mit einer Jury zusammenarbeiten, die sich anmaßt, Bücher zu empfehlen, die dem Sender nicht gefallen?

Das geht schon deshalb nicht, weil der NDR der große Saubersender in Deutschland ist. Beim NDR gibt es keinen Xavier Naidoo und auch keinen Rolf Peter Sieferle. Sieferle ist der Autor von Finis Germania. Sieferle ist bzw. war bis zu seinem Selbstmord ein renommierter Wissenschaftler, ein Historiker mit einem Lehrstuhl für allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Aber Renommee ist schnell dahin in Deutschland, wenn man eine politische Ansicht äußert, die dem herrschenden Gesinnungsdiktat zuwiderläuft, die rechtslastig ist oder rechtslastig gemacht wird, von Journalisten, die das Buch, das bei Amazon mittlerweile auf Verkaufsrang 1 gelandet ist, madig machen wollen, obwohl die meisten von ihnen, es nie gelesen haben.

Die Anklageschrift beim NDR liest sich wie folgt:

“Der Deutsche”, heißt es da, ähnele dem “Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und der für alle Zeiten in der Finsternis verharren wird”. Von Auschwitz als dem “letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt” ist die Rede, von einer “neuen Staatsreligion”, deren “Erstes Gebot” laute: “Du sollst keinen Holocaust neben mir haben.” Und weiter: “Da der Holocaust keinem profanen, sondern einem auserwählten Volk widerfahren ist, wurde das Volk der Täter ebenfalls der profanen Geschichte entrückt und in den Status der Unvergänglichkeit erhoben.”

Das Patchwork aus dem Zusammenhang gerissener Zitate hat seinen Erregungs-Höhepunkt in der Bezeichnung von Auschwitz als dem „letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt“. Die Setzung der Hochkommata ist hier von besonderer Bedeutung, denn sie legt den Schluss nahe, Sieferle habe Auschwitz als Mythos, also als etwas bezeichnet, das es gar nie gegeben habe.

Eine Redaktion weiter, bei der ZEIT, hat man den selben Erregungs-Höhepunkt und schreibt:„Er schreibe außerdem von Auschwitz als einem „Mythos“, welcher „der Diskussion entzogen werden soll“. Das schreiben die ZEIT-Kollegen auf Grundlage des oben zitierten Textes des NDR, in dem nun wieder kein Bezug auf einen Auschwitz-Mythos zu finden ist, der der Diskussion entzogen werden soll, der vielmehr in die Diskussion gebracht wurde.

Gerade dann, wenn man Bücher nicht selbst gelesen hat, halten sich die affektiv ansprechenden Teile besonders hartnäckig, selbst dann, wenn sie falsch sind. Eine Redaktion weiter, bei der FAZ, liest sich der Holocaust-Aufreger wie folgt:

„’Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden“, steht in diesem Buch. Antifaschismus sei Antigermanismus. Und: „Die Juden, denen ihr Gott selbst die Ewigkeit zugesichert hat, bauen heute ihren ermordeten Volksgenossen in aller Welt Gedenkstätten, in denen nicht nur den Opfern die Kraft der moralischen Überlegenheit, sondern auch den Tätern und ihren Symbolen die Kraft ewiger Verworfenheit zugeschrieben wird“, schreibt Rolf Peter Sieferle.“

Auch bei der FAZ herrscht die Überzeugung, Sieferle stelle Auschwitz durch dessen Bezeichnung als Mythos in Frage. Um dies zu untermauern wird eine Stelle wörtlich zitiert, „Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden“. Das wurde dieses Mal etwas korrekter beim NDR abgeschrieben, bei dem es heißt: „Von Auschwitz als dem ‚letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt‘ ist die Rede.“

KZ Auschwitz, EinfahrtAlle Schreiber sind sich somit einig, dass Sieferle Auschwitz als Mythos bezeichnet. Ein Professor der Geschichte, der jahrelang an Hochschulen tätig gewesen ist und geforscht hat, soll so dumm sein, in Deutschland Auschwitz in Frage zu stellen und als Mythos zu bezeichnen?

Des Rätsels Lösung ergibt sich, wenn man die Stellung des Mythos im Verhältnis zu Auschwitz verändert und nicht mehr, wie die Schreiberlinge der Erregungsmedien oben, von Auschwitz-Mythos schreibt, sondern vom Mythos „Auschwitz“. Das macht einen erheblichen Unterschied. Und wie so oft in der Post-Moderne, sind die Leser von Zeitungen gebildeter als die Journalisten, bei denen die Ausdrucksformen Wissen und Fähigkeit komplett den Ausdruckformen Entrüstung und Erregung und die Technik der Recherche der Technik von Cut and Paste gewichen sind.

Wir zitieren aus einer Buchbesprechung bei Amazon, die Heino Bosselmann dort hinterlassen hat:

“Von besonderer Relevanz [ist] der dritte Teil, in dem Sieferle den „Mythos Auschwitz“ beschreibt und dessen konstituierende Funktion für die politische Gegenwart herzuleiten versucht: „Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden.“ Nachgewiesen wird zunächst die Bedeutung des “Holocaust-Komplexes” für ein Schuldverständnis gänzlich neuen Typs, einer Kollektivschuld „von metaphysischer Dimension“, die so, wie sie verstanden und verinnerlicht werden soll, „der älteren Figur der Erbsünde“ gleicht, dies jedoch in negativem Vollzug: „Aus der Kollektivschuld der Deutschen, die auf ‚Auschwitz‘ zurückgeht, folgt ebenfalls der Aufruf zur permanenten Buße, doch fehlt dieser säkularisierten Form der Erbsünde das Element der Gnade und Liebe vollständig. Der Deutsche ähnelt daher nicht dem Menschen, dessen Schuld durch die Liebe Gottes zwar nicht revidiert, aber kompensiert wird, sondern dem Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und für alle Zeiten in Finsternis verharren wird. (…) Der Deutsche, oder zumindest der Nazi, ist der säkularisierte Teufel einer aufgeklärten Gegenwart.“

Sieferle deutet die Sonderrolle der jüdischen Schicksalsgemeinschaft einerseits und der Deutschen andererseits als komplementär: „Die Welt braucht offenbar Juden oder Deutsche, um sich ihrer moralischen Qualitäten sicher zu sein. Allerdings gibt es einen gewaltigen Unterschied. Die Juden teilten selbst nicht die Bewertung, die ihnen seitens der Christenheit widerfuhr, während die Deutschen die ersten sind, ihre unauflösliche Schuld zuzugeben.“ Um daraus, so der Autor, eine Art Staatsideologie zu entwickeln, von der das gewissermaßen negative Selbstverständnis einer Nation ausgeht, die eigentlich keine Nation mehr sein möchte, sondern nur mehr ein “Standort”, eine “Wertegemeinschaft” oder eben eine “bunte Republik”.

Wie funktioniert das? „Bei dem heute so populären Auschwitz-Komplex handelt es sich offenbar um den Versuch, innerhalb einer vollständig relativistischen Welt ein negatives Absolutum zu installieren, von dem neue Gewissheiten ausgehen können. ‚Auschwitz‘ bildet insofern einen Mythos, als es sich um eine Wahrheit handelt, die der Diskussion entzogen werden soll. Dieser Mythos hat allerdings einen wesentlich negativen Charakter, da dasjenige als Singularität fixiert werden soll, was nicht sein soll. Daher trägt die sich auf diesen Komplex stützende politische Bewegung auch einen negativen Namen: Antifaschismus.’“

Es ist erschreckend, wenn man konstatieren muss, dass deutsche Journalisten nicht mehr in der Lage oder Willens sind, den Unterschied zu erkennen zwischen der Aussage:

Auschwitz ist ein Mythos

und der von Sieferle begründeten Behauptung:

Auschwitz ist in Deutschland zu einem Mythos aufgebaut worden, der in derselben Weise als Herrschaftsmittel benutzt wird, wie die ewige Erbsünde. Die Behauptung einer immerwährenden Kollektivschuld der Deutschen wird von Sieferle als Mittel bewertet, das genutzt werde, um von der deutschen Nation Abstand zu nehmen und die Vorstellung einer „bunten Republik“ durchzusetzen.

Der Mythos der ewig währenden Kollektivschuld, die in Auschwitz begründet ist, ist für Sieferle also der neue und negative Schöpfungsmythos des antifaschistischen Deutschlands.

Zugegeben, die Argumentation von Sieferle verlangt es, zwei Gedanken zu verstehen und dann auch noch miteinander in Verbindung zu bringen. Dennoch ist es erschreckend festzustellen, dass deutsche Journalisten dazu nicht in der Lage sind. Wer anderen gerne vorwirft, sie würden mit der Komplexität der modernen Welt nicht zurechtkommen und deshalb einfache Antworten bevorzugen, der darf sich nicht als einer bloßstellen, der nicht in der Lage ist, über einfache Antworten, nach denen dummerweise niemand gefragt hat, hinaus denken zu können.

Das ist mehr als peinlich.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Der ganz alltägliche Terrorismus der angeblich Toleranten

Die hohe Kunst des Brunnenvergiftens besteht darin, nicht der direkte Täter gewesen zu sein.

Im ersten Schritt gründet man einen gemeinnützigen Verein, der vom Finanzamt anerkannt wird, weil er vorgibt, Gemeinnütziges zu tun und der Mensch im Finanzamt es glaubt.

Im zweiten Schritt sucht man sich Förderer für das gute Werk, das man zu tun beabsichtigt, am besten Förderer, die in Parteien oder Parlamenten sitzen und die Zuweisung öffentlicher Mittel beeinflussen können.

Im dritten Schritt dient man sich, nachdem man sich mit dem Kampf gegen vermeintliche Unheile, die gerade in Mode sind, einen in den entsprechenden Netzwerken bekannten Namen gemacht hat, Ministerien an.

Sitzt man erst am Tropf von Ministerien, dann hat man es geschafft, dann kann man, ganz gemeinnützig reich werden, sich auf Kosten der Steuerzahler ein Auskommen verschaffen, bei dem man sich nur das Gewissen, nicht aber die Hände schmutzig machen muss und dieses Auskommen dafür benutzen, Brunnen zu vergiften.

Da man Gutes zu tun vorgibt, muss man die Brunnen im Namen des Guten vergiften. Man behauptet also z.B., gegen Rassismus und Intoleranz zu kämpfen und verordnet denen, die es glauben, eine Medizin der Intoleranz und des Rassismus.

THe Nazis a warningDas Säen von Intoleranz und Rassismus hat den Vorteil, dass die öffentlichen Gelder weiter fließen, weil der Rassismus und die Intoleranz sich immer weiter verbreiten, dafür sorgt das Brunnenvergiften in Form von Anleitungen dazu, wie man seinen Mitbürger überwacht, gängelt, diffamiert, anschwärzt, diskriminiert und ihm vor allem schadet.

Die Situation, die diese angeblichen Kämpfer für das Gute in einer Gesellschaft schaffen (wollen), ist eine Situation des gegenseitigen Misstrauens, der Unsicherheit, der Allgegenwart von Willkür, eine Situation, in der es keine spontane Kooperation mehr gibt, eine Situation des Alltagsrassismus und der Intoleranz.

Alltagsrassismus und Intoleranz richten sich gegen diejenigen, die die angeblichen Kämpfer für das Gute als ihre Feinde auserkoren haben. Diese Feinde, sie werden entmenschlicht und degradiert, enthumanisiert, so dass man ihnen alles antun kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, ohne sich als der Rassist, Menschenhasser und Intolerante zu erkennen, der man nun einmal ist.

Offensichtlich müssen diejenigen, die sich am Eigentum oder an der Gesundheit von Menschen vergehen, die sie weder kennen noch kennen wollen, psychisch gestört sein, denn sie sind nicht in der Lage, ihre eigenen Handlungen, die man nicht anders bezeichnen kann als menschenfeindlich, die rassistisch sind, weil sie Menschen wegen deren politischer Einstellung verfolgen und an Leib und Leben schädigen wollen, als eben das zu sehen: Ausdruck ihres Rassismus und ihrer Intoleranz.

Und sie sind feige, abgrundtief feige, denn sie trauen sich nur, bei Nacht und Nebel anderer Eigentum zu beschädigen, anderer Seelenfrieden zu zerstören oder anderer Lebensfreude zu beseitigen. Sie zerstören die Möglichkeit, der Gemeinschaftsbildung und müssen deshalb als das angesehen werden, was man heute als Gefährder bezeichnet oder schlicht Terroristen.

Einen besondere Anteil daran, dass das gesellschaftliche Klima so vergiftet ist, dass sich die oben beschriebenen Gefährder/Terroristen aus ihren Löchern trauen, dass sie denken, sie könnten Status gewinnen, wenn sie anderen Schaden zufügen, tragen Institutionen wie die Amadeu Antonio Stiftung (AAS), die vom Ministerium für FSFJ ausgehalten wird.

Aus der AAS-Stiftung stammen Anleitung zur

Arendt_totalitarismusDie Welle der Intoleranz, die Organisationen wie die AAS und die sie finanzierenden Ministerien zu verantworten haben, sie schlagen sich täglich in den Medien nieder, sind dokumentiert in ausgebrannten Autos, beschmierten Büros und vielem mehr. Was nicht in den Medien berichtet wird, sind die ganz alltäglichen Akte der Niedertracht, der Alltagsrassismus der Linken, der sich wieder breitmacht.

Die Denunziationshilfen der AAS-Stiftung haben dazu beigetragen, dass diejenigen, die moralisch zu dem Untersten einer Gesellschaft gehören, nun von sich glauben, sie seien moralische Vorkämpfer, die dazu auserwählt sind, die Gesellschaft von allen, die sie für ihre Feinde halten, zu säubern, von allen, von denen sie der Ansicht sind, dass sie Rechte sind.

Das, was die AAS-Stiftung und das Ministerium, das die Stiftung unterstützt, mitzuverantworten hat, hat Hannah Arendt als die Banalität des Bösen beschrieben. Der Nachbar, der seinen Nachbarn bei der Gestapo anschwärzt, weil er noch nach 10 Uhr Besuch erhält, er ist wieder Normalität in Deutschland. Die AAS-Stiftung kann stolz darauf sein, Stasi- und Gestapo-Strukturen wiederbelebt und das damit einhergehende gesellschaftliche Klima geschaffen zu haben, ein Klima, in dem jeder zum Opfer der Horden werden kann, die die AAS mit der moralischen Illusion versorgt hat, Gute zu sein.

Eines dieser Opfer ist Konrad Kustos. Konrad Kustos ist ein ganz normaler Mensch, dem man auf der Straße oder im Supermarkt begegnen kann, mit dem man ins Gespräch kommen kann. Kustos ist darüber hinaus der Betreiber des Blogs „Chaos mit System“, der seit 2011 online ist und es in der Zeit seines Bestehens auf rund eine halbe Million Besucher gebracht hat. 42 bis 60 Texte hat Konrad Kustos jährlich verfasst, Texte, in denen er sich für Meinungsfreiheit eingesetzt hat und in denen er ernst genommen hat, was im Grundgesetz verankert ist: die Kontrolle der ausführenden und gesetzgebenden Gewalten durch die Bürger, von denen alle Staatsgewalt ausgeht.

Einigen Terroristen aus dem linksextremen Lager war dies zu viel. Sie haben in Kustos ihren Feind erkannt, ein Opfer, dem sie heimtückisch auflauern und schaden bereiten können, denn anderen zu schaden, das ist das, was Linken besondere Freude bereitet, schon weil die linke Ideologie auf Neid und Versagen gebaut ist. Also haben sie in einer Nacht- und Nebelaktion sein Auto fahruntüchtig gemacht und die Eingangstür zu seiner Wohnung beschmiert.

keinnazi

Der Schaden, der angerichtet wird, wenn ein normaler Bürger sich plötzlich zum willkürlich gewählten Ziel ideologischer Horden gemacht sieht, ist für diejenigen, die ihn nicht erlitten haben, kaum nachzuvollziehen. Einige Stellen in Lawrence Rees’ „The Nazis. A Warning from History“ versuchen nachzuvollziehen, wie sich die Opfer derjenigen gefühlt haben, die sie einfach deshalb zum Opfer gewählt haben, um sich mit Niedertracht das zu verschaffen, was sie als Status ansehen.

Im Fall von Konrad Kustos haben die linken Terroristen ihr Ziel erreicht:

“Vor einigen Tagen wurde Konrad Kustos Opfer eines Anschlags linksextremistischer Kreise. Auf seine Wohnungstür wurde in roter Farbe geschmiert: „Hier wohnt ein Nazi“, und sein Auto wurde fahruntauglich gemacht. Der materielle Schaden ist beherrschbar, der mentale nicht. Der Hass und die Gewalt derjenigen, die sich für die Gerechten halten, sind in meiner persönlichen Lebenswirklichkeit angekommen, und ich weiß derzeit nicht, ob und wie es enden wird. Was ich weiß, ist, wie ich damit umgehen werde: Meine körperliche Verfassung erlaubt mir nicht, den Kampf aufzunehmen; ich werde mich dem Terror beugen. Von heute an ruht dieser Blog dauerhaft in der Hoffnung, seinen Autor aus der Schusslinie der Intoleranz zu führen. Man möge mich der Feigheit bezichtigen oder dieses Statement als Ausdruck des Protestes betrachten, aber Fakt ist, diese Stimme für die Freiheit, für den geistigen Austausch und gegen Gewalt und Intoleranz verstummt ab heute.“

Es ist bedauerlich und verständlich gleichermaßen, dass sich Konrad Kustos aus der Öffentlichkeit zurückzieht, ob er sich damit auch aus der Schusslinie derer nehmen kann, die ihre eigene Niedertracht für moralische Größe halten und in diesem Irrglauben von Brunnenvergiftern wie der AAS-Stiftung noch bestärkt werden, ist eine andere Frage.

In jedem Fall zeigt das Beispiel von Kustos einmal mehr, dass es in Deutschland nicht mehr 5 vor 12 ist. Die Meinungsfreiheit ist nicht in Gefahr, sie ist kurz davor, den letzten Atemzug zu tun. Dafür sorgen die Terroristen der Linken, die sich gut fühlen, wenn sie anderen schaden können. Wie so oft, sind es die kleinen Würmer, die sich festsetzen und daran arbeiten, ihren Wirts-Organismus zu zerstören, immer in der Hoffnung, man habe sich selbst fett gefressen, bevor der Wirt seinen Geist aufgibt.

87% sehen Spiegel und Stürmer auf der selben Wellenlänge

Gestern haben wir unsere Leser gefragt, ob sie einen Unterschied zwischen dem Spiegel und dem Stürmer sehen. Hintergrund der Frage ist das Spiegel-Cover, das Donald Trump mit IS-Fanatikern gleichsetzt und ihn zeigt, nachdem er die Freiheitsstatue geköpft hat. Für viele Leser sind mit diesem Cover nicht nur eine Geschmacks und eine Anstandsgrenze überschritten, dieses Cover zeigt für sie auch, dass Spiegel und Julius-Streichers Stürmer nichts mehr trennt.

stuermer-spiegel-trumpVon den 1.056 ScienceFiles-Lesern, die bislang an der Befragung teilgenommen haben, sind 401 (38%) der Ansicht, es gebe keinen Unterschied zwischen dem Stürmer und dem Spiegel. 518 (49%) sind gar der Ansicht, der Spiegel sei schlimmer als der Stürmer. 114 ScienceFiles-Leser (11%) sind der Ansicht, man könne den Spiegel nicht mit dem Stürmer vergleichen, und 23 (2%) Leser haben eigene Gedanken zu unserer Befragung formuliert, z.B.: „Das Layout im Spiegel ist besser“, „Der Spiegel ist teurer“ oder „Der Spiegel nähert sich dem Stürmer“.

Damit ist das Votum im Hinblick auf das Spiegel-Cover, das Anlass für unsere Befragung war, eindeutig. Mit dem Cover, so die Meinung von 87% der ScienceFiles-Leser, macht sich der Spiegel mit dem Stürmer gemein, schon weil die Methoden in beiden Blättern dieselben sind, geht es doch nicht darum, Informationen und Argumente bereit zu stellen, auf deren Grundlage sich Leser von Spiegel oder Stürmer ein eigenes Urteil bilden können, sondern darum, den Lesern das Urteil gleich mitzuliefern, sie zu framen. Im Dritten Reich war die affektive Botschaft, die gänzlich ohne Begründung vom Stürmer verteilt wurde. Die Juden sind unser Unglück. Die Meldung, die der Spiegel mit seinem Trump-Cover verbreiten will, lautet wohl: Donald Trump ist unser Unglück. Wie beim Stürmer gibt es keinerlei Begründung.

Damit teilen Spiegel und Stürmer das Ziel, ihre Leser affektiv anzusprechen und die Abneigung gegen Donald Trump bzw. Juden zu schüren. Beide Ziele sind keine statthaften Ziele eines ernsthaften Journalismus, es sind faschistoide Ziele eines ideologisch verbrämten Journalismus, der jede Informations- und Argumentationsfunktion aufgegeben hat. Auch deshalb ist das Spiegel-Cover ein Symbol für die Armseligkeit, die Journalismus in weiten Teilen in Deutschland zur Schau stellt und für die offenen Versuche, Stimmung gegen Personen zu machen, als Surrogat dafür, dass die entsprechenden Personen derzeit dem Zugriff der Spiegel- oder Stürmer-Häscher entzogen sind.

spiegel-und-stuermer

Was wir in diesem Zusammenhang vermissen, ist die Aufregung im Justizministerium. Heiko Maas, der keine Gelegenheit ausgelassen hat, sich gegen vermeintlich rechte Hate-Speech zu positionieren, hat nicht einem Mucks von sich gegeben, um das Cover des Spiegels als das, was es ist, zu bezeichnen: Der Ausdruck von Hass und einzig dazu intendiert, affektive Stimmung gegen Donald Trump zu machen, etwa in der Weise, wie man Stimmung macht, um einen Lynchmob zusammenzutrommeln, ein Unterfangen, das in Deutschland eine lange Tradition hat und am 9. November 1938 erstmals mit großem Erfolg und nach jahrelanger Vorbereitung auch oder gerade im Stürmer inszeniert wurde.

Keiner der Politiker [wer einen kennt, die Kommentarfunktion ist offen], die ihre besorgten Gesichter zu Gedenkveranstaltungen am Tag der Reichskristallnacht aufsetzen, hat ´den Mut aufgebracht, das Spiegel-Cover als die hasserfüllte Geschmacklosigkeit zu verurteilen, die es ist. All diejenigen, die wilde Phantasien darüber verbreitet haben, wie durch Gedankenflug eine Pegida-Demonstration zu brennenden Asylbewerberheimen geführt haben soll, scheinen die entsprechenden Phantasien zu vergessen, wenn es um den Spiegel und sein Trump-Cover geht. Und die selben Politiker sind die ersten die wollen, dass Schüler aus der Geschichte lernen.

Wie wäre es, die gegen Hate Speech Engagierten gingen mit gutem Beispiel voran und würden aus der Geschichte lernen, jener Geschichte, die zeigt, dass dann, wenn Anstandsgrenzen überschritten werden und dann, wenn affektive Stimmungsmache an die Stelle rationaler Argumentation tritt, in Deutschland alles möglich ist, auch ein Holocaust.

Ent-Dämonisierung von Adolf Hitler

Spätestens seit Albert Speer von den dämonischen Augen des Adolf Hitler geschrieben hat, die seine nähere Umgebung in Bann geschlagen und zu den unmenschlichsten aller Taten getrieben hat, ist die deutsche Welt in Ordnung. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, sie beschränkt sich darauf, keine Diskussion über ihn aufkommen zu lassen, Hitler und den Nazis in seiner direkten Umgebung, die Alleinschuld zu übertragen und ansonsten Greise wegen ihrer Anwesenheit in einem KZ und wegen Beihilfe zum Mord zu verurteilen.

Die deutsche Welt, sie ist, wie schon Jerome K. Jerome um 1905 festgestellt hat, eine gewaltsam heile Welt. Die Geschichte vom Führer und dem Nazi-Clan, die das deutsche Volk, also die tumbe Masse der deutschen Mitläufer, verführt haben, sie passt auch zum Populismus-Gerede, das heute so verbreitet ist und – wie die Geschichte von der nationalsozialistischen Verführung – auf der Annahme basiert, dass Deutsche von Politikern verführbar sind, dass Deutsche so schlichte Gemüter sind, dass sie sich unhinterfragt vorsetzen lassen, was Politiker ihnen erzählen und vor allem, dass Politiker etwas zu sagen haben könnten, was Bürger erstens glaubten und zweitens nicht schon selbst wüssten.

Derartige Prämissen mögen das Ego von Studienabbrechern und kognitiv eher durchschnittlich Begabten, wie sie die Parlamente bevölkern, streicheln, sie sind mit der Realität jedoch nicht zu vereinbaren, jener Realität, in der die meisten der Bürger, und mit Sicherheit alle, die einen richtigen Beruf nicht nur erlernt haben, sondern auch ausüben, besser qualifiziert sind, als die im Parlament versammelten Politiker, die nichts Besseres gefunden haben.

Es ist an der Zeit, mit derartigen Mythen aufzuräumen, wie es an der Zeit ist, die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus informiert zu führen und nicht auf einer Basis von Angst, wie sie in der Gesetzgebung zum § 130 StGB, also zur Volksverhetzung, ihren Niederschlag gefunden hat, oder auf der Basis von Kindischkeit, wie sie sich derzeit in der unsäglichen No-Hate-Speech-Kampagne Bahn bricht, bei der das Geld der Steuerzahler dafür verschwendet wird, Kindereien zu finanzieren, die nicht nur dumm, sondern in höchsten Maße schädlich sind, denn sie beschädigen die gute Sache, für die sie sich angeblich einsetzen.

Wir haben vor einigen Tagen unsere Leser vor die Aufgabe gestellt, den Autor eines Textes, den wir aus einer alten Publikation entnommen haben, zu raten. Im Text wird etwas dargestellt, was man als Race to the Bottom beschreiben könnte, eine Entwicklung also, die man als Problem moderner Demokratien ansehen und darauf zuspitzen kann, dass der Anreiz für kompetente und fähige Menschen, sich in der Politik zu engagieren, in dem Maße schwindet, wie unfähige, inkompetente Menschen, Menschen mit abgebrochenem Studium, erfundenem Lebenslauf, abgeschriebener Doktorarbeit oder solche, die in ihrem Leben noch nie einen richtigen Beruf ausgeübt haben, das Niveau dessen, was als Politik gilt, derart verringern dass der gesellschaftliche Status von und die gesellschaftliche Achtung für  Politiker(n) sinken, bis sie nicht mehr sinken können. Politik wird zunehmend zum Abstellplatz für Unfähige, der von allen anderen gemieden wird. Folglich entwickelt sich die Politik zu einem Panoptikum der Irrationalität, Unsinnigkeit und der fixen und wahnhaften Ideen und, nun ja, die derzeitige Realität ist nicht mehr weit von dieser Dystopie entfernt.

Wer nun ist der Autor, der diese Entwicklung beschreibt?
Zehn Namen haben wir unseren Lesern vorgegeben.
Hier ihre Wahl:

Raetsel MK AH

177 unserer Leser sind also der Meinung, der zitierte Text stamme von Adolf Hitler. Ob sie nun aufgrund eigener Kenntnis oder auf Grund ihrer Textsuche mit Google zu diesem Ergebnis gekommen sind, sei einmal dahingestellt. Fest steht, sie haben Recht. Der von uns zitierte Text stammt aus Mein Kampf.

Interessanter als die Tatsache, dass 177 Leser richtig liegen, ist die Tatsache, dass 397 (69%) Leser falsch liegen. Sie ordnen den Text von Adolf Hitler nicht Adolf Hitler zu. Die Art zu schreiben, erinnert 124 Leser an Arthur Schopenhauer und 83 Leser sehen Ähnlichkeiten zu dem, was Friedrich Nietzsche, 59 zu dem, was Wilhelm Grimm geschrieben hat. Selbst Jean Jacques Rousseau, Heinrich Böll, Karl Liebknecht und August Bebel kommen auf eine stattliche Anzahl von Nennungen.

Eigentlich hätte man erwarten müssen, dass ein Text, den Adolf Hitler geschrieben hat, eindeutig zuordenbar ist. Steht Hitler doch für Rassismus, Antisemitismus, für alles, was aus heutiger Sicht schlecht ist. Gilt er doch als die Personifikation des Bösen. Entsprechend muss es entweder verwundern, dass er sich in der Nähe der ebenfalls zur Wahl stehenden Personen findet, oder man muss konzedieren, dass offensichtlich nicht alles, was Hitler geschrieben hat, diesen schrecklichen Hauch des Bösen ausströmt, der dem Dämon Hitler zugeschrieben wird.

THe Nazis a warningDeshalb ist es an der Zeit, sich richtig und sachgemäß mit dem auseinanderzusetzen, wofür Nationalsozialismus und Adolf Hitler stehen. Von einer aufgeklärten und mündigen Gesellschaft kann man erwarten, dass ihre Mitglieder in der Lage sind, sich ein Bild von den Ursachen des Phänomens zu machen, das die Nationalsozialisten an die Macht gespült und Hitler zum Führer gemacht hat. Man wird von ihr erwarten, dass sie die historischen Strömungen und Meinungen identifiziert, die in der deutschen Gesellschaft weitverbreitet waren, die es lange vor den Nazis gab, die sich als Antisemitismus, Antikapitalismus, als Suche nach der nationalen Identität schon Jahrhunderte vor den Nazis niedergeschlagen haben und von den Nationalsozialisten einfach nur genutzt wurden, um an die Macht zu kommen. Man wird, will man sich mit dem Dritten Reich wie ein erwachsener Mensch auseinandersetzen, zugestehen müssen, dass es eine sehr große Nähe zwischen sozialistischen und nationalsozialistischen Ideen gab, dass z.B. die Verballhornung des Darwinismus im Sozialdarwinismus nicht von den Nazis stammt, die mit Darwin’s Lehre nachweislich nichts anfangen konnten, sondern von Sozialisten wie August Bebel, die Darwin’s Lehre nachweislich nicht verstanden haben oder nicht gelesen haben können. Man wird sich der Frage widmen müssen, inwiefern der Anti-Amerikanismus von heute nur ein Abklatsch der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung ist, der sich die Nazis bedient haben, um Stimmen einzusammeln. Man wird sich der Frage stellen müssen, inwiefern dumme und sich selbst überschätzende Politiker dazu beigetragen haben und dazu beitragen, dass anti-liberale Strömungen, die eine Demokratie zerstören, wieder hoffähig werden. Man wird aufhören müssen, sich um eine Diskussion der historischen Fakten zu drücken und jeden Zweifel strafrechtlich als Volksverhetzung zu brandmarken und, am aller schwierigsten: Man wird damit anfangen müssen, die tatsächlichen Ursachen des Nationalsozialismus zu diskutieren und die historischen Fakten gegen die historischen Fabrikationen mit Argumenten und Belegen zu verteidigen und nicht durch Staatsanwälte verteidigen zu lassen. Das heißt auch, man wird Adolf Hitler ent-dämonisieren müssen und sich erneut die Frage stellen müssen, die z.B. die Briten seit Jahrzehnten beschäftigt: Wie konnte es dazu kommen, dass ein Kulturvolk wie die Deutschen in Teilen zu einer Horde von Mördern verkommt, die sich gegenseitig darin überbieten, dem von ihnen nicht dämonisierten, sondern glorifizierten Führer gefällig zu sein?


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  • Accountname: ScienceFiles-Account
  • BIC: TPFGGB2EXXX
  • IBAN: GB40TPFG40642010588246
  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise
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