Professoren anpinkeln. Das neue Hobby der vermeintlichen Intelligentia

Was ist niedriger, als sich gegenüber Leuten, die in einer Zeit lebten, die man nur vom Hörensagen kennt, die mit Randbedingungen konfrontiert waren, die man nicht einschätzen kann und die vor allem eines sind: mausetot, und das schon seit Jahren, posthum an den Karren zu fahren, sie anzupinkeln und selbst aus dem ekligen Unterfangen ethische Erhabenheit zu saugen?

Wir leben im Zeitalter des Professorenpinkelns und beginnen damit, ein Epitaph aus dem Spiegel des Jahre 1969 zu zitieren:

Ludiwg HeilmezerLUDWIG HEILMEYER, 70. Er war ein unorthodoxer Pontifex, urig lärmend, Weltmann aus dem Jugendstil-München, betriebsam und ein Boß — der deutsche Papst der Inneren Medizin. Im Trümmer-Deutschland, als andere Ordinarien Notbaracken bauten, ließ der Experte für Blut und Blutkrankheiten moderne Kliniken errichten und verschaffte der medizinischen Fakultät in Freiburg internationales Renommee. Als er im Pensionsalter zum Gründungsrektor der Ulmer Universität berufen wurde, machte sich der als Klinik-Chef alten Schlages gefürchtete Heilmeyer mit Vehemenz stark für Studienreform, Kollegialsystem und gegen die Pfründen-Wirtschaft. Burschikos noch als Präsident des Internistenkongresses, gab er — mit quicken Blicken durch eine knorrig schwarze Brille jedes Auditorium bezwingend — seine Losung aus: “Medizin wird Naturwissenschaft sein, oder sie wird nicht sein.”

Tatsächlich hat Heilmeyer eine lange Liste der Verdienste angehäuft (z.B. neue Verfahren zur Behandlung von Leukämie und in der Nuklearmedizin), eine Liste, von der noch heute die Namensgebung von Tumorzentren oder Einträge im Atlas der Klinischen Hämatologie und Cytologie künden.

Seine Verdienste sind unbestritten.
Niemand bestreitet sie.
Eigentlich.

Uneigentlich hat Florian Steger, ein Ulmer Medizinhistoriker, gerade in einem Vortrag zur Rolle von Ludwig Heilmeyer, dem Gründungsrektor der Universität Ulm, gehalten. Zu welcher Rolle? Na zu der im Nationalsozialismus. Was könnte im Jahre 72 nach dem Ende des Tausendjährigen Reiches und im Jahre 48 nach dem Tode von Ludwig Heilmeyer wichtiger sein, als in dessen vielleicht brauner Vergangenheit zu wühlen?

Deutschland hat keine Probleme.

Und Deutschlands angebliche Intellektuelle haben so wenig eigene Ideen, dass sie sich Selbstbewusstsein und moralische Erhabenheit dadurch zu verschaffen trachten, dass sie Personen, deren, wie Steger sagt, „Verdienste … unbestritten“ sind, in den braunen Dreck treten wollen.

Und das ist die posthume Anklageliste gegen Ludwig Heilmeyer:

  • Nationale Gesinnung
  • Mitglied im Freikorps Epp (so etwas wie die Anti-Antifa der Weimarer Republik)
  • Mitglied im Stahlhelm (Organisation der Deutschnationalen Volkspartei)
  • Anführer des Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbundes (Rund 1/3 der Universitätsdozenten war Mitglied, vor allem Dozenten aus den Sozialwissenschaften, die  für Extremismus damals wie heute offenbar besonders anfällig sind, damals NSDDB, heute Gender Studies…)
  • KEIN Mitglied in der NSDAP
  • Bekanntschaft mit Hans Frank und Hans Eppinger (beide böse)
  • Verschweigen der Mitautorenschaft von Hans Hirschfeldt (Jude)

Das Urteil, das der Medizinhistoriker Florian Steger, von dem wir nicht wissen, ob und wenn ja welche unbestreitbaren Verdienste er für sich reklamieren kann, über den unbestreitbar Verdienstvollen Ludwig Heilmeyer spricht, ist das folgende:

„Ludwig Heilmeyer hat sein Fortkommen fest im Blick. Dabei überschreitet er auch Grenzen, was ethisch kritisch zu beurteilen ist. Er wurde bereits von Zeitgenossen als Opportunist bezeichnet“.

Das ist nun ein bemerkenswerter Satz, denn die moralische Verurteilung von Heilmeyer, dem strebsamen Maximierer des eigenen Nutzens, der auch Grenzen überschreitet, was heute natürlich niemand, schon gar kein Medizinhistoriker tun würde (dass man heute vergisst, die Leistung Dritter an dem zu würdigen, was man gerade als Eigenleistung verkaufen will, ist undenkbar – oder? Schließlich sind wir eine moralisch so hochentwickelte Kultur, dass wir die Nazis brauchen, um unsere Überlegenheit zu dokumentieren.), diese Verurteilung, sie wird gestützt vom Urteil der „Zeitgenossen“ wie Steger sich ausdrückt. Die Zeitgenossen, sie teilen sein Urteil, stützen es, sollen dem Urteil Verlässlichkeit verleihen.

Wer sind nun diese Zeitgenossen?

Scrollen wir in der Pressemeldung zurück und lesen:

„War Ludwig Heilmeyer also ein überzeugter Nationalsozialist? Steger zeichnete das Bild eines Opportunisten, dem bereits 1934 in einem Briefwechsel hohe Funktionäre der NDSAP ein „krankhaft großes Ich-Bedürfnis“, „Geltungsdurst“ und „ungeheuerlichen Opportunismus“ attestierten.“

Freikorps Epp marschMit anderen Worten, Steger stützt sein Urteil über Heilmeyer auf ein Urteil von hohen Funktionären der Nationalsozialisten. Nicht, dass es ausgeschlossen wäre, dass Nationalsozialisten Personen richtig zu beurteilen im Stande sind. Aber es ist schon mehr als peinlich, wenn man Ludwig Heilmeyer als Opportunisten, der sein Fähnchen in den Wind der Nationalsozialisten gehängt hat, darstellen will und dies ausgerechnet dadurch tut, dass man eben diese Nationalsozialisten zitiert, die Heilmeyer unter anderem nicht in der NSDAP mitmachen lassen, weil er aus ihrer Sicht sein Fähnchen in den Wind der Nationalsozialisten hängt, weil er auf Deutsch KEIN ÜBERZEUGTER NAZI war.

Während wir für Heilmeyer somit feststellen müssen, dass er kein überzeugter Nazi war, müssen wir für Steger feststellen, das er die überzeugend findet, die er diskreditieren will: Nazis.

Beim Pinkeln stört das scheinbar nicht.
Wie heißt noch das St. Florian Prinzip: Lieber Gott verschon mein Bein, pinkel andere an?

“Rechtslastige Verschwörungstheorie”? Nicht Finis Germania, sondern Finis Ratio

Diskutieren wir doch alle einmal über ein Buch, das die wenigsten von uns gelesen haben.

Finis GermaniaWarum auch nicht? Schließlich wird das Buch „Finis Germania“ gerade von den kulturellen Leidmedien Deutschlands zerrissen. Warum? Weil es auf die von NDR und Süddeutsche herausgegebene Liste der Sachbücher des Monats, auf Platz 9 um genau zu sein, geraten ist. Die Liste wird nach Angaben des NDR von „einer unabhängigen Jury“, die aus „renommierten Wissenschaftlern sowie Autoren und Redakteuren großer deutscher Medienunternehmen“ besteht, zusammengestellt.

Die Unabhängigkeit hat jedoch da ihre Grenze, wo ein Buch auf die Liste kommt, das der Kulturredaktion beim NDR nicht passt, das von „rechtslastigen Ideen und Verschwörungstheorien“ getragen ist, wie es beim NDR heißt, und zwar in der Begründung dafür, dass der NDR die Zusammenarbeit mit der „unabhängigen Jury“ aussetzt. Wie kann man als diktatorischer Sender auch mit einer Jury zusammenarbeiten, die sich anmaßt, Bücher zu empfehlen, die dem Sender nicht gefallen?

Das geht schon deshalb nicht, weil der NDR der große Saubersender in Deutschland ist. Beim NDR gibt es keinen Xavier Naidoo und auch keinen Rolf Peter Sieferle. Sieferle ist der Autor von Finis Germania. Sieferle ist bzw. war bis zu seinem Selbstmord ein renommierter Wissenschaftler, ein Historiker mit einem Lehrstuhl für allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Aber Renommee ist schnell dahin in Deutschland, wenn man eine politische Ansicht äußert, die dem herrschenden Gesinnungsdiktat zuwiderläuft, die rechtslastig ist oder rechtslastig gemacht wird, von Journalisten, die das Buch, das bei Amazon mittlerweile auf Verkaufsrang 1 gelandet ist, madig machen wollen, obwohl die meisten von ihnen, es nie gelesen haben.

Die Anklageschrift beim NDR liest sich wie folgt:

“Der Deutsche”, heißt es da, ähnele dem “Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und der für alle Zeiten in der Finsternis verharren wird”. Von Auschwitz als dem “letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt” ist die Rede, von einer “neuen Staatsreligion”, deren “Erstes Gebot” laute: “Du sollst keinen Holocaust neben mir haben.” Und weiter: “Da der Holocaust keinem profanen, sondern einem auserwählten Volk widerfahren ist, wurde das Volk der Täter ebenfalls der profanen Geschichte entrückt und in den Status der Unvergänglichkeit erhoben.”

Das Patchwork aus dem Zusammenhang gerissener Zitate hat seinen Erregungs-Höhepunkt in der Bezeichnung von Auschwitz als dem „letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt“. Die Setzung der Hochkommata ist hier von besonderer Bedeutung, denn sie legt den Schluss nahe, Sieferle habe Auschwitz als Mythos, also als etwas bezeichnet, das es gar nie gegeben habe.

Eine Redaktion weiter, bei der ZEIT, hat man den selben Erregungs-Höhepunkt und schreibt:„Er schreibe außerdem von Auschwitz als einem „Mythos“, welcher „der Diskussion entzogen werden soll“. Das schreiben die ZEIT-Kollegen auf Grundlage des oben zitierten Textes des NDR, in dem nun wieder kein Bezug auf einen Auschwitz-Mythos zu finden ist, der der Diskussion entzogen werden soll, der vielmehr in die Diskussion gebracht wurde.

Gerade dann, wenn man Bücher nicht selbst gelesen hat, halten sich die affektiv ansprechenden Teile besonders hartnäckig, selbst dann, wenn sie falsch sind. Eine Redaktion weiter, bei der FAZ, liest sich der Holocaust-Aufreger wie folgt:

„’Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden“, steht in diesem Buch. Antifaschismus sei Antigermanismus. Und: „Die Juden, denen ihr Gott selbst die Ewigkeit zugesichert hat, bauen heute ihren ermordeten Volksgenossen in aller Welt Gedenkstätten, in denen nicht nur den Opfern die Kraft der moralischen Überlegenheit, sondern auch den Tätern und ihren Symbolen die Kraft ewiger Verworfenheit zugeschrieben wird“, schreibt Rolf Peter Sieferle.“

Auch bei der FAZ herrscht die Überzeugung, Sieferle stelle Auschwitz durch dessen Bezeichnung als Mythos in Frage. Um dies zu untermauern wird eine Stelle wörtlich zitiert, „Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden“. Das wurde dieses Mal etwas korrekter beim NDR abgeschrieben, bei dem es heißt: „Von Auschwitz als dem ‚letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt‘ ist die Rede.“

KZ Auschwitz, EinfahrtAlle Schreiber sind sich somit einig, dass Sieferle Auschwitz als Mythos bezeichnet. Ein Professor der Geschichte, der jahrelang an Hochschulen tätig gewesen ist und geforscht hat, soll so dumm sein, in Deutschland Auschwitz in Frage zu stellen und als Mythos zu bezeichnen?

Des Rätsels Lösung ergibt sich, wenn man die Stellung des Mythos im Verhältnis zu Auschwitz verändert und nicht mehr, wie die Schreiberlinge der Erregungsmedien oben, von Auschwitz-Mythos schreibt, sondern vom Mythos „Auschwitz“. Das macht einen erheblichen Unterschied. Und wie so oft in der Post-Moderne, sind die Leser von Zeitungen gebildeter als die Journalisten, bei denen die Ausdrucksformen Wissen und Fähigkeit komplett den Ausdruckformen Entrüstung und Erregung und die Technik der Recherche der Technik von Cut and Paste gewichen sind.

Wir zitieren aus einer Buchbesprechung bei Amazon, die Heino Bosselmann dort hinterlassen hat:

“Von besonderer Relevanz [ist] der dritte Teil, in dem Sieferle den „Mythos Auschwitz“ beschreibt und dessen konstituierende Funktion für die politische Gegenwart herzuleiten versucht: „Der Nationalsozialismus, genauer Auschwitz, ist zum letzten Mythos einer durch und durch rationalisierten Welt geworden.“ Nachgewiesen wird zunächst die Bedeutung des “Holocaust-Komplexes” für ein Schuldverständnis gänzlich neuen Typs, einer Kollektivschuld „von metaphysischer Dimension“, die so, wie sie verstanden und verinnerlicht werden soll, „der älteren Figur der Erbsünde“ gleicht, dies jedoch in negativem Vollzug: „Aus der Kollektivschuld der Deutschen, die auf ‚Auschwitz‘ zurückgeht, folgt ebenfalls der Aufruf zur permanenten Buße, doch fehlt dieser säkularisierten Form der Erbsünde das Element der Gnade und Liebe vollständig. Der Deutsche ähnelt daher nicht dem Menschen, dessen Schuld durch die Liebe Gottes zwar nicht revidiert, aber kompensiert wird, sondern dem Teufel, dem gestürzten Engel, dessen Schuld niemals vergeben und für alle Zeiten in Finsternis verharren wird. (…) Der Deutsche, oder zumindest der Nazi, ist der säkularisierte Teufel einer aufgeklärten Gegenwart.“

Sieferle deutet die Sonderrolle der jüdischen Schicksalsgemeinschaft einerseits und der Deutschen andererseits als komplementär: „Die Welt braucht offenbar Juden oder Deutsche, um sich ihrer moralischen Qualitäten sicher zu sein. Allerdings gibt es einen gewaltigen Unterschied. Die Juden teilten selbst nicht die Bewertung, die ihnen seitens der Christenheit widerfuhr, während die Deutschen die ersten sind, ihre unauflösliche Schuld zuzugeben.“ Um daraus, so der Autor, eine Art Staatsideologie zu entwickeln, von der das gewissermaßen negative Selbstverständnis einer Nation ausgeht, die eigentlich keine Nation mehr sein möchte, sondern nur mehr ein “Standort”, eine “Wertegemeinschaft” oder eben eine “bunte Republik”.

Wie funktioniert das? „Bei dem heute so populären Auschwitz-Komplex handelt es sich offenbar um den Versuch, innerhalb einer vollständig relativistischen Welt ein negatives Absolutum zu installieren, von dem neue Gewissheiten ausgehen können. ‚Auschwitz‘ bildet insofern einen Mythos, als es sich um eine Wahrheit handelt, die der Diskussion entzogen werden soll. Dieser Mythos hat allerdings einen wesentlich negativen Charakter, da dasjenige als Singularität fixiert werden soll, was nicht sein soll. Daher trägt die sich auf diesen Komplex stützende politische Bewegung auch einen negativen Namen: Antifaschismus.’“

Es ist erschreckend, wenn man konstatieren muss, dass deutsche Journalisten nicht mehr in der Lage oder Willens sind, den Unterschied zu erkennen zwischen der Aussage:

Auschwitz ist ein Mythos

und der von Sieferle begründeten Behauptung:

Auschwitz ist in Deutschland zu einem Mythos aufgebaut worden, der in derselben Weise als Herrschaftsmittel benutzt wird, wie die ewige Erbsünde. Die Behauptung einer immerwährenden Kollektivschuld der Deutschen wird von Sieferle als Mittel bewertet, das genutzt werde, um von der deutschen Nation Abstand zu nehmen und die Vorstellung einer „bunten Republik“ durchzusetzen.

Der Mythos der ewig währenden Kollektivschuld, die in Auschwitz begründet ist, ist für Sieferle also der neue und negative Schöpfungsmythos des antifaschistischen Deutschlands.

Zugegeben, die Argumentation von Sieferle verlangt es, zwei Gedanken zu verstehen und dann auch noch miteinander in Verbindung zu bringen. Dennoch ist es erschreckend festzustellen, dass deutsche Journalisten dazu nicht in der Lage sind. Wer anderen gerne vorwirft, sie würden mit der Komplexität der modernen Welt nicht zurechtkommen und deshalb einfache Antworten bevorzugen, der darf sich nicht als einer bloßstellen, der nicht in der Lage ist, über einfache Antworten, nach denen dummerweise niemand gefragt hat, hinaus denken zu können.

Das ist mehr als peinlich.


Hinweise für ScienceFiles?
Schreiben Sie uns.

Der ganz alltägliche Terrorismus der angeblich Toleranten

Die hohe Kunst des Brunnenvergiftens besteht darin, nicht der direkte Täter gewesen zu sein.

Im ersten Schritt gründet man einen gemeinnützigen Verein, der vom Finanzamt anerkannt wird, weil er vorgibt, Gemeinnütziges zu tun und der Mensch im Finanzamt es glaubt.

Im zweiten Schritt sucht man sich Förderer für das gute Werk, das man zu tun beabsichtigt, am besten Förderer, die in Parteien oder Parlamenten sitzen und die Zuweisung öffentlicher Mittel beeinflussen können.

Im dritten Schritt dient man sich, nachdem man sich mit dem Kampf gegen vermeintliche Unheile, die gerade in Mode sind, einen in den entsprechenden Netzwerken bekannten Namen gemacht hat, Ministerien an.

Sitzt man erst am Tropf von Ministerien, dann hat man es geschafft, dann kann man, ganz gemeinnützig reich werden, sich auf Kosten der Steuerzahler ein Auskommen verschaffen, bei dem man sich nur das Gewissen, nicht aber die Hände schmutzig machen muss und dieses Auskommen dafür benutzen, Brunnen zu vergiften.

Da man Gutes zu tun vorgibt, muss man die Brunnen im Namen des Guten vergiften. Man behauptet also z.B., gegen Rassismus und Intoleranz zu kämpfen und verordnet denen, die es glauben, eine Medizin der Intoleranz und des Rassismus.

THe Nazis a warningDas Säen von Intoleranz und Rassismus hat den Vorteil, dass die öffentlichen Gelder weiter fließen, weil der Rassismus und die Intoleranz sich immer weiter verbreiten, dafür sorgt das Brunnenvergiften in Form von Anleitungen dazu, wie man seinen Mitbürger überwacht, gängelt, diffamiert, anschwärzt, diskriminiert und ihm vor allem schadet.

Die Situation, die diese angeblichen Kämpfer für das Gute in einer Gesellschaft schaffen (wollen), ist eine Situation des gegenseitigen Misstrauens, der Unsicherheit, der Allgegenwart von Willkür, eine Situation, in der es keine spontane Kooperation mehr gibt, eine Situation des Alltagsrassismus und der Intoleranz.

Alltagsrassismus und Intoleranz richten sich gegen diejenigen, die die angeblichen Kämpfer für das Gute als ihre Feinde auserkoren haben. Diese Feinde, sie werden entmenschlicht und degradiert, enthumanisiert, so dass man ihnen alles antun kann, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, ohne sich als der Rassist, Menschenhasser und Intolerante zu erkennen, der man nun einmal ist.

Offensichtlich müssen diejenigen, die sich am Eigentum oder an der Gesundheit von Menschen vergehen, die sie weder kennen noch kennen wollen, psychisch gestört sein, denn sie sind nicht in der Lage, ihre eigenen Handlungen, die man nicht anders bezeichnen kann als menschenfeindlich, die rassistisch sind, weil sie Menschen wegen deren politischer Einstellung verfolgen und an Leib und Leben schädigen wollen, als eben das zu sehen: Ausdruck ihres Rassismus und ihrer Intoleranz.

Und sie sind feige, abgrundtief feige, denn sie trauen sich nur, bei Nacht und Nebel anderer Eigentum zu beschädigen, anderer Seelenfrieden zu zerstören oder anderer Lebensfreude zu beseitigen. Sie zerstören die Möglichkeit, der Gemeinschaftsbildung und müssen deshalb als das angesehen werden, was man heute als Gefährder bezeichnet oder schlicht Terroristen.

Einen besondere Anteil daran, dass das gesellschaftliche Klima so vergiftet ist, dass sich die oben beschriebenen Gefährder/Terroristen aus ihren Löchern trauen, dass sie denken, sie könnten Status gewinnen, wenn sie anderen Schaden zufügen, tragen Institutionen wie die Amadeu Antonio Stiftung (AAS), die vom Ministerium für FSFJ ausgehalten wird.

Aus der AAS-Stiftung stammen Anleitung zur

Arendt_totalitarismusDie Welle der Intoleranz, die Organisationen wie die AAS und die sie finanzierenden Ministerien zu verantworten haben, sie schlagen sich täglich in den Medien nieder, sind dokumentiert in ausgebrannten Autos, beschmierten Büros und vielem mehr. Was nicht in den Medien berichtet wird, sind die ganz alltäglichen Akte der Niedertracht, der Alltagsrassismus der Linken, der sich wieder breitmacht.

Die Denunziationshilfen der AAS-Stiftung haben dazu beigetragen, dass diejenigen, die moralisch zu dem Untersten einer Gesellschaft gehören, nun von sich glauben, sie seien moralische Vorkämpfer, die dazu auserwählt sind, die Gesellschaft von allen, die sie für ihre Feinde halten, zu säubern, von allen, von denen sie der Ansicht sind, dass sie Rechte sind.

Das, was die AAS-Stiftung und das Ministerium, das die Stiftung unterstützt, mitzuverantworten hat, hat Hannah Arendt als die Banalität des Bösen beschrieben. Der Nachbar, der seinen Nachbarn bei der Gestapo anschwärzt, weil er noch nach 10 Uhr Besuch erhält, er ist wieder Normalität in Deutschland. Die AAS-Stiftung kann stolz darauf sein, Stasi- und Gestapo-Strukturen wiederbelebt und das damit einhergehende gesellschaftliche Klima geschaffen zu haben, ein Klima, in dem jeder zum Opfer der Horden werden kann, die die AAS mit der moralischen Illusion versorgt hat, Gute zu sein.

Eines dieser Opfer ist Konrad Kustos. Konrad Kustos ist ein ganz normaler Mensch, dem man auf der Straße oder im Supermarkt begegnen kann, mit dem man ins Gespräch kommen kann. Kustos ist darüber hinaus der Betreiber des Blogs „Chaos mit System“, der seit 2011 online ist und es in der Zeit seines Bestehens auf rund eine halbe Million Besucher gebracht hat. 42 bis 60 Texte hat Konrad Kustos jährlich verfasst, Texte, in denen er sich für Meinungsfreiheit eingesetzt hat und in denen er ernst genommen hat, was im Grundgesetz verankert ist: die Kontrolle der ausführenden und gesetzgebenden Gewalten durch die Bürger, von denen alle Staatsgewalt ausgeht.

Einigen Terroristen aus dem linksextremen Lager war dies zu viel. Sie haben in Kustos ihren Feind erkannt, ein Opfer, dem sie heimtückisch auflauern und schaden bereiten können, denn anderen zu schaden, das ist das, was Linken besondere Freude bereitet, schon weil die linke Ideologie auf Neid und Versagen gebaut ist. Also haben sie in einer Nacht- und Nebelaktion sein Auto fahruntüchtig gemacht und die Eingangstür zu seiner Wohnung beschmiert.

keinnazi

Der Schaden, der angerichtet wird, wenn ein normaler Bürger sich plötzlich zum willkürlich gewählten Ziel ideologischer Horden gemacht sieht, ist für diejenigen, die ihn nicht erlitten haben, kaum nachzuvollziehen. Einige Stellen in Lawrence Rees’ „The Nazis. A Warning from History“ versuchen nachzuvollziehen, wie sich die Opfer derjenigen gefühlt haben, die sie einfach deshalb zum Opfer gewählt haben, um sich mit Niedertracht das zu verschaffen, was sie als Status ansehen.

Im Fall von Konrad Kustos haben die linken Terroristen ihr Ziel erreicht:

“Vor einigen Tagen wurde Konrad Kustos Opfer eines Anschlags linksextremistischer Kreise. Auf seine Wohnungstür wurde in roter Farbe geschmiert: „Hier wohnt ein Nazi“, und sein Auto wurde fahruntauglich gemacht. Der materielle Schaden ist beherrschbar, der mentale nicht. Der Hass und die Gewalt derjenigen, die sich für die Gerechten halten, sind in meiner persönlichen Lebenswirklichkeit angekommen, und ich weiß derzeit nicht, ob und wie es enden wird. Was ich weiß, ist, wie ich damit umgehen werde: Meine körperliche Verfassung erlaubt mir nicht, den Kampf aufzunehmen; ich werde mich dem Terror beugen. Von heute an ruht dieser Blog dauerhaft in der Hoffnung, seinen Autor aus der Schusslinie der Intoleranz zu führen. Man möge mich der Feigheit bezichtigen oder dieses Statement als Ausdruck des Protestes betrachten, aber Fakt ist, diese Stimme für die Freiheit, für den geistigen Austausch und gegen Gewalt und Intoleranz verstummt ab heute.“

Es ist bedauerlich und verständlich gleichermaßen, dass sich Konrad Kustos aus der Öffentlichkeit zurückzieht, ob er sich damit auch aus der Schusslinie derer nehmen kann, die ihre eigene Niedertracht für moralische Größe halten und in diesem Irrglauben von Brunnenvergiftern wie der AAS-Stiftung noch bestärkt werden, ist eine andere Frage.

In jedem Fall zeigt das Beispiel von Kustos einmal mehr, dass es in Deutschland nicht mehr 5 vor 12 ist. Die Meinungsfreiheit ist nicht in Gefahr, sie ist kurz davor, den letzten Atemzug zu tun. Dafür sorgen die Terroristen der Linken, die sich gut fühlen, wenn sie anderen schaden können. Wie so oft, sind es die kleinen Würmer, die sich festsetzen und daran arbeiten, ihren Wirts-Organismus zu zerstören, immer in der Hoffnung, man habe sich selbst fett gefressen, bevor der Wirt seinen Geist aufgibt.

87% sehen Spiegel und Stürmer auf der selben Wellenlänge

Gestern haben wir unsere Leser gefragt, ob sie einen Unterschied zwischen dem Spiegel und dem Stürmer sehen. Hintergrund der Frage ist das Spiegel-Cover, das Donald Trump mit IS-Fanatikern gleichsetzt und ihn zeigt, nachdem er die Freiheitsstatue geköpft hat. Für viele Leser sind mit diesem Cover nicht nur eine Geschmacks und eine Anstandsgrenze überschritten, dieses Cover zeigt für sie auch, dass Spiegel und Julius-Streichers Stürmer nichts mehr trennt.

stuermer-spiegel-trumpVon den 1.056 ScienceFiles-Lesern, die bislang an der Befragung teilgenommen haben, sind 401 (38%) der Ansicht, es gebe keinen Unterschied zwischen dem Stürmer und dem Spiegel. 518 (49%) sind gar der Ansicht, der Spiegel sei schlimmer als der Stürmer. 114 ScienceFiles-Leser (11%) sind der Ansicht, man könne den Spiegel nicht mit dem Stürmer vergleichen, und 23 (2%) Leser haben eigene Gedanken zu unserer Befragung formuliert, z.B.: „Das Layout im Spiegel ist besser“, „Der Spiegel ist teurer“ oder „Der Spiegel nähert sich dem Stürmer“.

Damit ist das Votum im Hinblick auf das Spiegel-Cover, das Anlass für unsere Befragung war, eindeutig. Mit dem Cover, so die Meinung von 87% der ScienceFiles-Leser, macht sich der Spiegel mit dem Stürmer gemein, schon weil die Methoden in beiden Blättern dieselben sind, geht es doch nicht darum, Informationen und Argumente bereit zu stellen, auf deren Grundlage sich Leser von Spiegel oder Stürmer ein eigenes Urteil bilden können, sondern darum, den Lesern das Urteil gleich mitzuliefern, sie zu framen. Im Dritten Reich war die affektive Botschaft, die gänzlich ohne Begründung vom Stürmer verteilt wurde. Die Juden sind unser Unglück. Die Meldung, die der Spiegel mit seinem Trump-Cover verbreiten will, lautet wohl: Donald Trump ist unser Unglück. Wie beim Stürmer gibt es keinerlei Begründung.

Damit teilen Spiegel und Stürmer das Ziel, ihre Leser affektiv anzusprechen und die Abneigung gegen Donald Trump bzw. Juden zu schüren. Beide Ziele sind keine statthaften Ziele eines ernsthaften Journalismus, es sind faschistoide Ziele eines ideologisch verbrämten Journalismus, der jede Informations- und Argumentationsfunktion aufgegeben hat. Auch deshalb ist das Spiegel-Cover ein Symbol für die Armseligkeit, die Journalismus in weiten Teilen in Deutschland zur Schau stellt und für die offenen Versuche, Stimmung gegen Personen zu machen, als Surrogat dafür, dass die entsprechenden Personen derzeit dem Zugriff der Spiegel- oder Stürmer-Häscher entzogen sind.

spiegel-und-stuermer

Was wir in diesem Zusammenhang vermissen, ist die Aufregung im Justizministerium. Heiko Maas, der keine Gelegenheit ausgelassen hat, sich gegen vermeintlich rechte Hate-Speech zu positionieren, hat nicht einem Mucks von sich gegeben, um das Cover des Spiegels als das, was es ist, zu bezeichnen: Der Ausdruck von Hass und einzig dazu intendiert, affektive Stimmung gegen Donald Trump zu machen, etwa in der Weise, wie man Stimmung macht, um einen Lynchmob zusammenzutrommeln, ein Unterfangen, das in Deutschland eine lange Tradition hat und am 9. November 1938 erstmals mit großem Erfolg und nach jahrelanger Vorbereitung auch oder gerade im Stürmer inszeniert wurde.

Keiner der Politiker [wer einen kennt, die Kommentarfunktion ist offen], die ihre besorgten Gesichter zu Gedenkveranstaltungen am Tag der Reichskristallnacht aufsetzen, hat ´den Mut aufgebracht, das Spiegel-Cover als die hasserfüllte Geschmacklosigkeit zu verurteilen, die es ist. All diejenigen, die wilde Phantasien darüber verbreitet haben, wie durch Gedankenflug eine Pegida-Demonstration zu brennenden Asylbewerberheimen geführt haben soll, scheinen die entsprechenden Phantasien zu vergessen, wenn es um den Spiegel und sein Trump-Cover geht. Und die selben Politiker sind die ersten die wollen, dass Schüler aus der Geschichte lernen.

Wie wäre es, die gegen Hate Speech Engagierten gingen mit gutem Beispiel voran und würden aus der Geschichte lernen, jener Geschichte, die zeigt, dass dann, wenn Anstandsgrenzen überschritten werden und dann, wenn affektive Stimmungsmache an die Stelle rationaler Argumentation tritt, in Deutschland alles möglich ist, auch ein Holocaust.

Ent-Dämonisierung von Adolf Hitler

Spätestens seit Albert Speer von den dämonischen Augen des Adolf Hitler geschrieben hat, die seine nähere Umgebung in Bann geschlagen und zu den unmenschlichsten aller Taten getrieben hat, ist die deutsche Welt in Ordnung. Die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, sie beschränkt sich darauf, keine Diskussion über ihn aufkommen zu lassen, Hitler und den Nazis in seiner direkten Umgebung, die Alleinschuld zu übertragen und ansonsten Greise wegen ihrer Anwesenheit in einem KZ und wegen Beihilfe zum Mord zu verurteilen.

Die deutsche Welt, sie ist, wie schon Jerome K. Jerome um 1905 festgestellt hat, eine gewaltsam heile Welt. Die Geschichte vom Führer und dem Nazi-Clan, die das deutsche Volk, also die tumbe Masse der deutschen Mitläufer, verführt haben, sie passt auch zum Populismus-Gerede, das heute so verbreitet ist und – wie die Geschichte von der nationalsozialistischen Verführung – auf der Annahme basiert, dass Deutsche von Politikern verführbar sind, dass Deutsche so schlichte Gemüter sind, dass sie sich unhinterfragt vorsetzen lassen, was Politiker ihnen erzählen und vor allem, dass Politiker etwas zu sagen haben könnten, was Bürger erstens glaubten und zweitens nicht schon selbst wüssten.

Derartige Prämissen mögen das Ego von Studienabbrechern und kognitiv eher durchschnittlich Begabten, wie sie die Parlamente bevölkern, streicheln, sie sind mit der Realität jedoch nicht zu vereinbaren, jener Realität, in der die meisten der Bürger, und mit Sicherheit alle, die einen richtigen Beruf nicht nur erlernt haben, sondern auch ausüben, besser qualifiziert sind, als die im Parlament versammelten Politiker, die nichts Besseres gefunden haben.

Es ist an der Zeit, mit derartigen Mythen aufzuräumen, wie es an der Zeit ist, die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus informiert zu führen und nicht auf einer Basis von Angst, wie sie in der Gesetzgebung zum § 130 StGB, also zur Volksverhetzung, ihren Niederschlag gefunden hat, oder auf der Basis von Kindischkeit, wie sie sich derzeit in der unsäglichen No-Hate-Speech-Kampagne Bahn bricht, bei der das Geld der Steuerzahler dafür verschwendet wird, Kindereien zu finanzieren, die nicht nur dumm, sondern in höchsten Maße schädlich sind, denn sie beschädigen die gute Sache, für die sie sich angeblich einsetzen.

Wir haben vor einigen Tagen unsere Leser vor die Aufgabe gestellt, den Autor eines Textes, den wir aus einer alten Publikation entnommen haben, zu raten. Im Text wird etwas dargestellt, was man als Race to the Bottom beschreiben könnte, eine Entwicklung also, die man als Problem moderner Demokratien ansehen und darauf zuspitzen kann, dass der Anreiz für kompetente und fähige Menschen, sich in der Politik zu engagieren, in dem Maße schwindet, wie unfähige, inkompetente Menschen, Menschen mit abgebrochenem Studium, erfundenem Lebenslauf, abgeschriebener Doktorarbeit oder solche, die in ihrem Leben noch nie einen richtigen Beruf ausgeübt haben, das Niveau dessen, was als Politik gilt, derart verringern dass der gesellschaftliche Status von und die gesellschaftliche Achtung für  Politiker(n) sinken, bis sie nicht mehr sinken können. Politik wird zunehmend zum Abstellplatz für Unfähige, der von allen anderen gemieden wird. Folglich entwickelt sich die Politik zu einem Panoptikum der Irrationalität, Unsinnigkeit und der fixen und wahnhaften Ideen und, nun ja, die derzeitige Realität ist nicht mehr weit von dieser Dystopie entfernt.

Wer nun ist der Autor, der diese Entwicklung beschreibt?
Zehn Namen haben wir unseren Lesern vorgegeben.
Hier ihre Wahl:

Raetsel MK AH

177 unserer Leser sind also der Meinung, der zitierte Text stamme von Adolf Hitler. Ob sie nun aufgrund eigener Kenntnis oder auf Grund ihrer Textsuche mit Google zu diesem Ergebnis gekommen sind, sei einmal dahingestellt. Fest steht, sie haben Recht. Der von uns zitierte Text stammt aus Mein Kampf.

Interessanter als die Tatsache, dass 177 Leser richtig liegen, ist die Tatsache, dass 397 (69%) Leser falsch liegen. Sie ordnen den Text von Adolf Hitler nicht Adolf Hitler zu. Die Art zu schreiben, erinnert 124 Leser an Arthur Schopenhauer und 83 Leser sehen Ähnlichkeiten zu dem, was Friedrich Nietzsche, 59 zu dem, was Wilhelm Grimm geschrieben hat. Selbst Jean Jacques Rousseau, Heinrich Böll, Karl Liebknecht und August Bebel kommen auf eine stattliche Anzahl von Nennungen.

Eigentlich hätte man erwarten müssen, dass ein Text, den Adolf Hitler geschrieben hat, eindeutig zuordenbar ist. Steht Hitler doch für Rassismus, Antisemitismus, für alles, was aus heutiger Sicht schlecht ist. Gilt er doch als die Personifikation des Bösen. Entsprechend muss es entweder verwundern, dass er sich in der Nähe der ebenfalls zur Wahl stehenden Personen findet, oder man muss konzedieren, dass offensichtlich nicht alles, was Hitler geschrieben hat, diesen schrecklichen Hauch des Bösen ausströmt, der dem Dämon Hitler zugeschrieben wird.

THe Nazis a warningDeshalb ist es an der Zeit, sich richtig und sachgemäß mit dem auseinanderzusetzen, wofür Nationalsozialismus und Adolf Hitler stehen. Von einer aufgeklärten und mündigen Gesellschaft kann man erwarten, dass ihre Mitglieder in der Lage sind, sich ein Bild von den Ursachen des Phänomens zu machen, das die Nationalsozialisten an die Macht gespült und Hitler zum Führer gemacht hat. Man wird von ihr erwarten, dass sie die historischen Strömungen und Meinungen identifiziert, die in der deutschen Gesellschaft weitverbreitet waren, die es lange vor den Nazis gab, die sich als Antisemitismus, Antikapitalismus, als Suche nach der nationalen Identität schon Jahrhunderte vor den Nazis niedergeschlagen haben und von den Nationalsozialisten einfach nur genutzt wurden, um an die Macht zu kommen. Man wird, will man sich mit dem Dritten Reich wie ein erwachsener Mensch auseinandersetzen, zugestehen müssen, dass es eine sehr große Nähe zwischen sozialistischen und nationalsozialistischen Ideen gab, dass z.B. die Verballhornung des Darwinismus im Sozialdarwinismus nicht von den Nazis stammt, die mit Darwin’s Lehre nachweislich nichts anfangen konnten, sondern von Sozialisten wie August Bebel, die Darwin’s Lehre nachweislich nicht verstanden haben oder nicht gelesen haben können. Man wird sich der Frage widmen müssen, inwiefern der Anti-Amerikanismus von heute nur ein Abklatsch der jüdisch-bolschewistischen Weltverschwörung ist, der sich die Nazis bedient haben, um Stimmen einzusammeln. Man wird sich der Frage stellen müssen, inwiefern dumme und sich selbst überschätzende Politiker dazu beigetragen haben und dazu beitragen, dass anti-liberale Strömungen, die eine Demokratie zerstören, wieder hoffähig werden. Man wird aufhören müssen, sich um eine Diskussion der historischen Fakten zu drücken und jeden Zweifel strafrechtlich als Volksverhetzung zu brandmarken und, am aller schwierigsten: Man wird damit anfangen müssen, die tatsächlichen Ursachen des Nationalsozialismus zu diskutieren und die historischen Fakten gegen die historischen Fabrikationen mit Argumenten und Belegen zu verteidigen und nicht durch Staatsanwälte verteidigen zu lassen. Das heißt auch, man wird Adolf Hitler ent-dämonisieren müssen und sich erneut die Frage stellen müssen, die z.B. die Briten seit Jahrzehnten beschäftigt: Wie konnte es dazu kommen, dass ein Kulturvolk wie die Deutschen in Teilen zu einer Horde von Mördern verkommt, die sich gegenseitig darin überbieten, dem von ihnen nicht dämonisierten, sondern glorifizierten Führer gefällig zu sein?


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Opportunistische Juristen: Deutsche Nazijäger kämpfen ums Überleben

Acht neue Verfahren hat der Leiter der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg, Jens Rommel, gerade an die zuständigen Staatsanwaltschaften abgegeben. Vier Männer und vier Frauen im Alter zwischen 88 und 97 Jahren sehen sich nunmehr mit Ermittlungen und möglicherweise mit einer Anklage vor einem Landgericht konfrontiert. Die Staatsanwälte der Staatsanwaltschaften, die die entsprechenden Ermittlungen treffen, sie werden „Reise nach Rom“ spielen, um auszuhandeln, wer die Greise vernehmen muss.

Mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches wird die Luft dünner für die Nazijäger in Ludwigsburg, die in der letzten Zeit vornehmlich durch enorme Reisekosten und nunmehr das heftige Klammern an den Strohhalm „der Beihilfe zum Mord“ aufgefallen sind.

KZ Stutthof.gifDie Verfolgung von NS-Verbrechern, sie ist seit dem 1. Dezember 1958 die Aufgabe der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen. Die Zentralstelle, sie hat sich 1958 auch gleich mit einem Paukenschlag zu Wort gemeldet: 1.075 Verfahren wurden 1959 gegen vermeintliche NS Verbrecher eingeleitet. Ein Plus von 587 Verfahren (+120%) gegenüber dem Vorjahr, in dem es noch keine Zentralstelle gegeben hat. Allerdings sind die meisten der angestrengten Verfahren verpufft, den 1.075 Verfahren stehen 1959 lediglich 32 Anklagen gegen NS-Verbrecher gegenüber, eine Steigerung um magere 4 Anklagen im Vergleich zum Vorjahr. Auch wenn man in Rechnung stellt, dass zwischen Verfahren und Anklage etliche Zeit vergehen kann, sind die Erfolge der Zentralstelle eher dürftig zu nennen. Im Zeitraum von 1959 bis 2005 stehen den 17.408 eröffneten Verfahren gegen vermeintliche NS-Verbrecher gerade einmal 1.186 Anklagen gegenüber. In 6,8% der von der Zentralstelle eingeleiteten Verfahren, landet ein Angeklagter vor einem Richter. Ganze 3,2% der von der Zentralstelle angestrengten Verfahren enden mit einer Verurteilung.

NS verbrechen anklagen.jpg

Das nennt man wohl eine verheerend schlechte Ausbeute.

Nun muss man der Zentralstelle und ihren 19 Mitarbeitern zu Gute halten, dass es nicht leicht ist, NS-Verbrecher zu verurteilen. Zum einen sind viele Zeugen des Holocaust nicht mehr am Leben, zum anderen sterben auch die NS-Verbrecher langsam aber sicher weg.

Und mit jedem Tag wird es für die 19 Nazijäger in Ludwigsburg schwieriger, ihr Dasein zu rechtfertigen. Waren sie schon in der Vergangenheit nicht sonderlich erfolgreich, so wird es immer schwieriger, der NS-Verbrecher habhaft zu werden – einfach deshalb, weil das menschliche Leben in der Regel nach durchschnittlich 77 Jahren für Männer und 82 Jahren für Frauen beendet ist.

Insofern muss man es als Glücksfall bezeichnen, dass die Nazijäger es tatsächlich geschafft haben, vier Frauen und vier Männer im Alter zwischen 88 und 97 Jahren ausfindig zu machen, denen sie nun so richtig den Lebensabend vermiesen können. Und das müssen sie auch, denn das eigene Überleben hängt davon ab, hat doch die 86. Konferenz der Justizminister der Länder am 18. Juni in Stuttgart ausdrücklich erklärt, dass die Zentralstelle „in ihrer bisherigen Form weitergeführt wird, solange Strafverfolgungsaufgaben anfallen“.

Mit anderen Worten, wenn es keine Greise mehr gibt, die man anklagen kann, dann wird die Zentralstelle aufgelöst. Diese Drohung macht erfinderisch. Schon in der Vergangenheit, genau im Fall Demjanjuk war es notwendig, die bisherige Rechtspraxis massiv zu dehnen und eine Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord vom Nachweis der Zugehörigkeit zur Vernichtungsmaschinerie abhängig zu machen. Wegbereitend war das Landgericht München, das John Demjanjuk, der zwischenzeitlich unter Hausarrest im Pflegeheim verstorben ist, auch ohne direkten Nachweis eines von ihm begangenen Mordes verurteilt hat.

Furchtbare_JuristenDiese Dehnung haben sich die Ludwigsburger zu Nutze gemacht, und seitdem fahnden sie nach allen Personen, die irgendwie mit einem Konzentrationslager der Nazis in Verbindung gebracht und zum Teil der Vernichtungsmaschinerie erklärt werden können: Acht Wachmänner und Angestellte der Lagerverwaltung des Konzentrationslagers Stutthof haben sie zwischenzeitlich ausfindig gemacht. Um die Anklage der Beihilfe zum Mord, die sich nicht unbedingt aufdrängt, wenn jemand als Wachsoldat am Eingangstor oder als Schreibkraft bei der Lagerverwaltung angestellt war, durchsetzen zu können, haben die Ludwigsburger Stutthof, das bislang nicht als Vernichtungslager galt, zum Teil der „organisierten Massenvernichtung jüdischer Menschen“ erklärt.

Warum ihnen das heute, im Jahr 2016 einfällt, nachdem sie jahrzehntelang keinerlei Veranlassung verspürt haben, so intensiv tätig zu werden und nach NS-Verbrechern zu fahnden, ist eine Frage, die man vermutlich nur mit Blick darauf beantworten kann, dass den Nazijägern die Schließung droht, wenn sie nicht mit neuen Verfahren aufwarten können, mit öffentlichkeitswirksamen Verfahren, in denen einst mordlüsterne Greise aus der Lagerverwaltung dazu gezwungen werden, sich für die NS-Verbrechen zu entschuldigen. In der Sowjetunion hatte man Schauprozess, in denen sich die Angeklagten dafür entschuldigt haben, gegen die heiligen Gesetze des Sozialismus und von Josef Stalin verstoßen zu haben.

Wenn die Ludwigsburger mit ihrer Masche Erfolg haben und einen Staatsanwalt finden, der Anklage wegen Beihilfe zum Mord erhebt und Richter, die wegen Beihilfe zum Mord eine Verurteilung gegen Greise aussprechen, die nicht direkt an der Massenvernichtung von Juden beteiligt waren, sondern durch ihre “Zugehörigkeit zur Vernichtungsmaschinerie” dazu beigetragen haben, dass der Holocaust erfolgen konnte, dann sind damit neue Potentiale für zukünftige Anklagen erschlossen, denn es soll immer noch Greise geben, die bei Degussa oder Degesch gearbeitet und an der Herstellung von Zyklon B beteiligt waren oder es soll noch Greise geben, die in einem Rüstungsunternehmen, das die Waffen hergestellt hat, mit denen die SS-Wachmannschaft in Konzentrationslagern ausgestattet wurden, beschäftigt waren, ganz zu schweigen von den Greisen, die in Bäckereien und Kantinen dafür gesorgt haben, dass die SS-Mannschaften überleben und ihrem mörderischen Handwerk nachgehen konnten. Sie alle müssen natürlich angeklagt werden.

Nicht weil damit irgend etwas gewonnen, irgend ein Unrecht gesühnt oder irgendein Gerechtigkeitsempfinden gerade gerückt werden würde, sondern weil es notwendig ist, um die Schließung der Ludwigsburger Zentralstelle zu verhindern. Die Strafverfolgung, sie wird nicht nur für Schauprozesse missbraucht, denn keiner der potentiellen Angeklagten wird jemals ein Gefängnis von innen sehen, dazu sind sie zu alt, sie wird auch dazu zweckentfremdet, das Auskommen der 19 Angestellten der Zentralstelle in Ludwigsburg zu sichern, und zwar auf dem Rücken von Menschen, die die Tage abstreichen können, die sie noch auf dieser Erde haben.

Rechtsstaaten haben sich einst dadurch ausgezeichnet, dass sie Strafe und Strafverfolgung am Prinzip der Billigkeit ausgerichtet haben, d.h. der Nutzen, der mit einer Strafverfolgung erreicht werden kann, muss die Kosten, die mit der Strafverfolgung verbunden sind, übersteigen. Der Nutzen, eines weiteren Schauprozesses, in dem sich ein Greis dafür entschuldigt, dass er vor mehr als 70 Jahren in einem KZ seinen Wachdienst versehen hat, ist eher gering. Die Kosten, die aus dem Unterhalt der Zentralstelle und dem laufenden Räderwerk der Justiz entstehen, sind entsprechend unverhältnismäßig. Aber wenn es darum geht, symbolische Prozesse, Schauprozesse, wie man in der Sowjetunion gesagt hat, durchzuführen, um damit den Unterhalt und Bestand einer Behörde und ihrer 19 Mitarbeiter zu sichern, scheint jedes Mittel recht. Man muss also nur warten, bis die ersten Anklagen gegen tote SS-Schergen erhoben werden. Sofern Anklage gegen Tote erhoben wird und ein Urteil gegen sie ergeht, kann man ihre Überreste ja anschließend exhumieren und öffentlich zur Schau stellen, zur Abschreckung oder Ergötzung, je nach Geschmack.


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Internationalsozialistische Schutzmacht Kampagne

Steuerhinterziehung – “das ist der wahre Sozialmissbrauch unseres Landes, und das sind die wahren Asozialen in unserem Land”

“Wir müssen unseren Anspruch erneuern, Schutzmacht der kleinen Leute zu sein…”

Sigmar Gabriel

Deutschland im März 2016; das Land ist durchsetzt von Asozialen, die Sozialmissbrauch betreiben, die mit ihrem Geld ins Ausland flüchten weil sie es nicht bei ihrem Steuereintreiber abliefern wollen. Steuerflüchtige, das sind die “wahren Asozialen”, nicht etwa die falschen. Sie sind deshalb die “wahren Asozialen”, weil sie durch und durch asozial sind, von Natur aus asozial, weil sie mit einem asozialen Wesen ausgestattet sind. Verdienen sie Geld, dann bringen sie es in eine Steueroase.

Es liegt in der Natur der “wahren Asozialen”, dass sie dem Staat vorenthalten, was des Staates ist, dass sie denken, ihr Geld sei ihr Geld und bereits mit diesem Denken Sozialmissbrauch betreiben. Es liegt in ihren Genen, dass sie denken, Geld, das sie verdienen, stünde ihnen und nicht dem Staat zu. Im Staat nicht denjenigen zu erblicken, dem alles, was er gerne hätte, zusteht, diese Krankheit, die sich in fibrigen Aussagen niederschlägt, wie: “Der Staat ist für die Bürger da” und nicht etwa: “Die Bürger sind des Staates – ihnen obliegt es Steuern zu zahlen und ansonsten gefügig zu sein” sie liegt den “wahren Asozialen” im Blut.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns überlegt, wie man das Land vor den sozialmissbrauchenden “wahren Asozialen” schützen kann, wie man dafür sorgen kann, dass der Virus der Steuerflucht, diese höchste Stufe des virulenten Sozialmissbrauchs, die auf wahrer Asozialität basiert, genetisch-veranlagter Asozialität, verhindert, beseitigt, ausgemerzt werden kann.

Der folgende 5-Phasen-Plan ist das Ergebnis dieser Überlegungen. Er basiert auf einer sorgfältigen historischen Analyse, in die vor allem die historischen Errungenschaften und best Practices des historischen Sozialismus in all seinen Spielarten, also jener Ideologie, die schon immer für die kleinen Leute da war, die Schutzmacht der Arbeiter und Bauern und sonstigen Produktivkräfte war, eingeflossen sind.

Phase 1 – Erkennungsphase

SteuerfluechtigerDamit man wahre Asozialität ausmerzen kann, ist es notwendig, die “wahren Asozialen”, jene, die nicht anders können, als asozial zu sein, weil Asozialität in ihrem Blut liegt, weil sie eben wahre Asoziale sind, zu identifizieren. Um einen Überblick über die Prävalenz der wahren Asozialität in Deutschland zu erhalten, müssen alle Bürger nachweisen, dass sie, ihre Eltern, ihre Großeltern und ihre Urgroßeltern KEINE Konten im nicht-deutschsprachigen Ausland unterhalten haben. Personen, die diesen Nachweis nicht erbringen können, werden erkennungsdienstlich behandelt und müssen in der Öffentlichkeit, das Zeichen (rechts) des internationalen Steuerfluchttums, der Vereinigung internationalen Asozialität tragen.

Phase 2: Exklusionsphase

Wegen der großen Gefahr für den deutschen Steuerkörper, die von “wahren Asozialen” ausgeht, von Asozialen von Natur aus, sind “wahre Asoziale” aus dem öffentlichen Leben zu entfernen. Damit sie den Geist der deutschen Jugend nicht mit dem deutschen Steuerkörper fremden Ideen infizieren, sind Personen, die die Nachweis fiskaler Unterwürfigkeit über drei Generationen nicht zu führen im Stande sind, aus dem Schuldienst und aus allen Einrichtungen zu entfernen, in denen sie Kontakt mit der deutschen Jugend, dem deutschen Steuernachwuchs haben können. Um den deutschen Steuerkörper nachhaltig vor den “wahren Asozialen”, denen die Steuerflucht im Blut liegt, zu schützen, muss jede Form des Umgangs zwischen wahren Sozialen und “wahren Asozialen” unterbunden werden. Entsprechend ist jegliche Form des Zusammenlebens zwischen einem wahren Sozialen und einem “wahren Asozialen” gesetzlich zu untersagen. das entsprechende Berliner Asozialen-Gesetze (BAsoG) ist in Vorbereitung. Bis auf weiteres sind Asozialen-Ghettos einzurichten, die durch eine Mauer von umgebenden Wohngebieten zu trennen sind, um den Kontakt mit und damit die Ansteckungsgefahr für die wahren Sozialen zu minimieren.

Phase 3: Quarantänephase

Um die Bevölkerung nicht nur nachhaltig, sondern vollständig vor dem Virus der Steuerflucht zu schützen und eine Inkubation mit dem Virus zu verunmöglichen, sind die “wahren Asozialen” zu internieren. Geeignete Lager, in denen die “wahren Asozialen” gesammelt und einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden, werden an entlegenen Gebieten des deutschen Steuerreiches errichtet. Die Lager sind als Arbeitslager einzurichten, damit die “wahren Asozialen” den durch sie begangenen Sozialmissbrauch zumindest in Teilen wieder gut machen können. Der Aufenthalt in den Quarantäne-Lagern ist kostenpflichtig und lebenslänglich. Um die damit verbundenen erheblichen Kosten zu decken, wird der komplette Besitz in beweglichen und unbeweglichen Gütern der “wahren Asozialen” eingezogen und den Parteikonten der SPD gutgeschrieben.

Phase 4: Sicherungsphase

Wahre Sozialer Schutzzaun

Wahrer sozialer Schutzzaun

Um die Errungenschaften der Phasen 1 bis 3 zu sichern und dem Anspruch “Schutzmacht der kleinen Leute” zu sein, gerecht zu werden, wird um das derzeitige Staatsgebiet Deutschlands zum Schutz der wahren Sozialen ein Abwehrzaun gegen die Kräfte des internationalen Steuerfluchttums errichtet. Der wahre soziale Schutzzaun, (WaSoSchuz) dient dazu, den wahren sozialen Schutzraum (WaSoSchur) der Wahren Deutschen Schutzgemeinschaft (WDS), die an die Stelle der durch die asozialen Elemente und ihren Sozialmissbrauch beschmutzten deutschen Republik getreten ist, nach innen und außen zu sichern und allen wahren Sozialen nicht nur zu zeigen, dass sie vor allen möglichen feindlichen und schlechten Einflüssen geschützt werden, sondern dass sie zudem zum auserwählten Volk gehören, einem Volk, das auf eine lange Geschichte der Ausbeutung und Ausnutzung zurückblicken kann, und dennoch nichts gelernt hat.

Phase 5: Denkmalphase

Josef Gabriel

Der große Genosse Gabriel

Nachdem alle wahren asozialen Elemente aus dem WaSoSchur entfernt sind, und die wahren Sozialen damit begonnen haben, die Steuerkassen der WDS zu füllen, ist es an der Zeit Genossen Gabriel für seine Weitsicht, seinen Mut und seine durch keinerlei rationale Gedanken getrübte Sprache zu danken, für die Qualitäten, die erst die Errichtung des WDS möglich gemacht haben. Genosse Gabriel wird entsprechend zum ersten Vorsitzenden des Zentralen Schutzkommittees des WDS berufen. Er vertritt den WDS nach innen und außen, reist um die Welt, um das Wesen des wahren Sozialen global zu verkünden und um sich um die Konten der SPD in Hong Kong zu kümmern.

 

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Karl Marx war ein britischer Agent – Sozialismus vom Geheimdienst erfunden

Beim Recherchieren und Suchen in Archiven sind wir auf die Thomas Pitt Papers gestoßen, eine Sammlung hochinteressanter Briefe und Memoranden, die Pitt, Gründer und Mitglied des britischen MI4 (Most Intelligent Four), des Vorläufers des britischen Geheimdienstes MI-5 und MI-6 zum Ende seines aktiven Lebens geschrieben hat.

Darin sind wir auf Schriften gestoßen, aus denen eindeutig hervorgeht:

Karl Marx war ein britischer Agent.

Der Sozialismus ist eine Erfindung des britischen Geheimdienstes, um den Deutschen den Kapitalismus madig zu machen und Deutschland am wirtschaftlichen Wachstum zu hindern.

The way we live nowWie aus den Papers von Pitt hervorgeht, waren Sir Robert Peel und John Earl Russel, die nacheinander als Britische Premierminister unter Queen Victoria gewirkt haben, ob der Entwicklung auf dem Europäischen Kontinent höchst besorgt. Ein Ende der deutschen Vielstaaterei, wie es zu Beginn der 1830 und 1840er Jahre nicht nur von vielen Akademikern und Studenten gefordert wurde und die industrielle Revolution, die selbst in Deutschland einen aktiven Kapitalismus und damit einhergehende Wohlstands- und Produktivitätsschübe brachten, wurden als Bedrohung nicht nur der wirtschaftlichen, sondern auch der militärischen Vormachtstellung der Briten angesehen. Entsprechend gab es schon früh Überlegungen, wie man den deutschen Aufstieg verhindern oder doch zumindest verlangsamen könnte.

Die geniale Idee, den Sozialismus zu erfinden, sei – so Pitt – im Kreise der MI-4 und im Diogenes Club in London geboren worden. Zweck der neuen Ideologie sollte es sein, Deutsche zu entzweien, gegen den Kapitalismus aufzubringen und auf diese Weise Wohlstand und Fortschritt in Deutschland zu behindern.

“The most brilliant minds”, so Pitt hätten an der Idee gearbeitet, von den jungen Charles Darwin, Herbert Spencer, John Stuart Mill bis zu Anthony Trollope und Charles Dickens. Eine Analyse des deutschen Geistes war der Ausgangspunkt der Erfindung des Sozialismus. Wie muss eine Ideologie beschaffen sein, damit ihr viele Deutsche hinterherlaufen, ohne zu bemerken, dass sie ihren eigenen Interessen schaden?, so habe die Fragestellung gelautet.

Die Antworten stammen aus Analysen der Romantiker, Friedrich von Schlegel, Ludwig Tieck, philosophischer Schriften von Johann Gottlieb Fichte, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und anderen. Aus diesen Analysen seien vier Kriterien extrahiert worden, die eine Ideologie erfüllen muss, damit Deutsche ihr anhängen.

  • Sie muss weitgehend unverständlich sein;
  • Sie muss widersprüchlich sein;
  • Sie muss eine historische Kontinuität beschreiben;
  • Sie muss grundlegende Antagonismen behaupten;

Three men on the bummelBesonders interessant sind die Erklärungen, die Pitt dafür gibt, warum diese vier Kriterien für Ideologien, die in Deutschland erfolgreich sein sollen, so wichtig sind. Wir fassen seine Begründung hier in aller Kürze zusammen:

  • Weitgehende Unverständlichkeit ist die wichtigste Zutat, denn deutsche Intellektuelle lieben es, sich zu Adepten einer unverständlichen Ideologie zu machen. Warum? Weil sie dann behaupten können, sie hätten das Unverständliche verstanden und auf diese Weise suggerieren können, sie seien viel intelligenter als die anderen, die zugeben, dass sie das Unverständliche nicht verstehen.
  • Widersprüchlichkeit ist eine wichtige Zutat, weil dieselben Intellektuellen, die es lieben, ihr Verständnis für das Unverständliche zu erklären nur zu gerne miteinander darüber streiten, wie die Widersprüche der Ideologie, die da auftauchen, wo die Unverständlichkeit gerade einmal nicht vorhanden ist, zu interpretieren sind. Widersprüchlichkeit ist die beste Gewähr für Fraktionskämpfe und Spaltungen unter denen, die die Ideologie, die völlig unverständlich ist, ganz genau, aber eben unterschiedlich verstanden haben, und sie mit sich zu beschäftigen. Damit die Widersprüchlichkeit nicht offensichtlich ist, haben die Briten sie Dialektik genannt.
  • Historische Kontinuität ist wichtig, da Deutsche es lieben, sich als Teil eines historischen und somit großen Ganzen zu fühlen, sich Untertan zu historischen Kräften zu machen, die sie zu etwas Besonderem, einem auserwählten Volk qualifizieren. So kam der historische Materialismus in den Sozialismus von Marx.
  • Das Postulat grundlegender Antagonismen, von Schismen, die Menschen von Menschen trennen und Gräben aufwerfen, die nicht überbrückt werden können, Gräben zwischen Sklaven und Sklavenhaltern, Feudalherren und Knechten, Produktionsmittelbesitzer und Produktivkräften, die immer Ausbeuter von Ausgebeuteten trennen, sind besonders wichtig, um dem Hang zum Neid bei gleichzeitiger Angst vor Verantwortung, die viele Deutsche beherbergen, gerecht zu werden. Entsprechend erlaubt es die Lehre der gesellschaftlichen Antagonismen das eigene Versagen anderen in die Schuhe zu schieben und deren Reichtum als Diebstahl und Ergebnis von Ausbeutung darzustellen.

Auf Basis der beschriebenen Mischung wurden eine Vielzahl von Schriften, nichtzuletzt das Kommunistische Manifest und das Kapital n seinen drei Bänden von den Ghostwritern des britischen Geheimdienstes verfasst und unter die Deutschen gebracht. Um die Schriften publikumswirksam zu verteilen, habe man lange nach einem geeigneten Autoren Ausschau gehalten und sich schließlich für Karl Marx, einen zu diesem Zeitpunkt vollkommen unbekannten und – besonders wichtig: armen Schreiber aus Trier entschieden.

Marx wurde vom britischen Geheimdienst angeworben und habe im Austausch für materiellen Reichtum und das Versprechen, sein Leben in England leben zu dürfen, dem Handel zugestimmt.

Es sei wichtig gewesen, einen armen und unbekannten Schreiber zu gewinnen, so schreibt Pitt in seinen Papers, denn mit einem armen Schreiber sympathisieren nicht nur die Intellektuellen, sondern auch die Massen. Erstere sehen ihn als denjenigen, der den Makel des Reichtums von ihrer Schicht nimmt, letztere als einen der ihren, der weiß, wovon er schreibt.

pickwick papersZudem, so Pitt, habe man eine Saulus-Paulus-Gestalt geschaffen und dafür den Unternehmersohn Friedrich Engels angeworben. Engels, “not one of the brightest”, wie Pitt vermerkt, sei für die Idee des Sozialismus, die er für originär gehalten habe, begeistert worden und habe bereitwillig die Rolle des finanziellen Mentors des armen Karl Marx angenommen, und damit dessen Coverstory gestützt. Man habe Engels die Möglichkeit geboten, sich als Sozialist vom Makel des Reichtums zu reinigen, und Engels und viele nach ihm hätten diese Möglichkeit gerne und nur zu freudig angenommen.

Überhaupt scheint Pitt überrascht davon, wie erfolgreich die Ideen, die als Ideen von Karl Marx verbreitet wurden, in Deutschland aufgenommen wurden. Hätte man, so stellt er an einer Stelle fest, den Sozialismus mit nationalistischen Tönen, statt mit internationalistischen Tönen versehen, die Absicht, Deutschland friedlich und in Opposition zum Kapitalismus und somit vom Wohlstand fern zu halten, sie wäre nicht so leicht zu erreichen gewesen, denn, so Pitt, Nationaler Sozialismus “promises to be one of the most devastating forces in Men’s history”.

Unsere Lektüre der Pitt Papers ist noch nicht abgeschlossen. Sobald es unsere Zeit erlaubt, werden wir berichten, welche die Weltgeschichte in einem neuen Licht erscheinen lassende Enthüllungen sich noch aus Pitt’s Papers entnehmen lassen. Angesichts der Zeitnot, die uns befallen hat, wird dies vermutlich in einem Jahr sein.

 

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Nazi! Hoch-Zeit für ewiggestrige Beleidiger

Man könnte fast denken, Deutsche wären rückwärtsgewandt, lebten in der Vergangenheit, seien nie so richtig über das tausendjährige Reich hinweggekommen. Jedenfalls legt die Blüte des Begriffs “Nazi”, der sich auch im Jahre 71 nach dem Ende des Dritten Reiches in voller Blüte befindet, diesen Schluss nahe.

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Warum ist dem so?

Versuchen wir eine wissenschaftliche Erklärung, die auf den Ergebnissen von sozialpsychologischer, soziologischer und politikwissenschaftlicher Forschung basiert.

Zunächst fällt bei der Verwendung des Begriffs “Nazi” auf, dass er undifferenziert verwendet wird. Jeder kann sich heute als Nazi qualifizieren. Für manche Schwule sind die, die Homosexuelle nicht mögen, Nazis. Nazis sind alle, die gegen die weitere Aufnahme von Flüchtlingen sind. Die NPD, das sind Nazis. Nazis sind welche, die Springerstiefel tragen. Nazis sind Antisemiten. Wer den Genderismus als großangelegten Versuch der Nutznießung entlarvt, hat gute Chancen, als Nazi, weißer, männlicher Nazi bezeichnet zu werden.

Nazi als Bezeichnung ist ein Sammelbegriff, ein Catch-all Begriff, der je nach Bedarf verwendet werden kann und verwendet wird. Trotz dieser vielen Verwendungen, die der Begriff “Nazi” erfährt, haben alle Verwender eines gemeinsam: Sie wollen denjenigen oder diejenigen, die sie als Nazi oder Nazis bezeichnen, abwerten, beleidigen oder als Bodensatz der Menschheit disqualifizieren, mit dem sich richtige Menschen nicht abgeben.

Warum wollen sie das?

netz-gegen-nazis_largeUm diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, die Einsamkeit des Begriffs “Nazi” in Rechnung zu stellen. Manche wollen “Nazis auf die Fresse” geben. Andere “Nazis keine Chance” geben, wieder andere betreiben ein “Netz gegen Nazis”, und alle stellen sie Behauptungen darüber auf, dass sich bestimmte Personen als Nazis qualifizieren, sagen aber nicht, warum. Der Nazi er kommt ohne Begründung. Warum jemand ein Nazi ist, welche Handlungen er ausgeführt hat, um sich als Nazi zu qualifizieren, was er gesagt oder geäußert hat, es wird nicht im Hinblick auf eine genaue Bestimmung von Nazi bewertet, sondern an sich als Handeln eines “Nazi” oder als Aussage eines “Nazi” deklariert. Anders formuliert: Die meisten, die den Begriff Nazi benutzen, können nicht kognitiv begründen, warum sie ihn benutzen, noch weniger können sie z.B. begründen, warum das, was einer sagt, den sie als Nazi qualifizieren, falsch sein soll. Die Beschimpfung, sie scheint die Ersatzhandlung für nicht vorhandene kognitive Fähigkeiten zu sein.

Die meisten, die den Begriff “Nazi” benutzen, können ihn nur affektiv begründen, denn sie haben eigentlich gar keine Ahnung, warum sie den Begriff benutzen.

Worin besteht dann der Wert der Benutzung des Begriffs “Nazi”?

Das Problem, vor dem Personen stehen, die es nicht schaffen, sich und ihre Einstellungen positiv zu definieren, also mittels einer Begründung, die z.B. in Werten basiert, ist: Sie haben keine Ahnung, warum sie das, was sie behaupten, behaupten, das was sie für richtig halten, für richtig halten, das, was sie tun, tun. Sie sind ein Identitätsvakuum. Ihre Existenz erfährt keine positive Begründung, denn eine positive Begründung setzt einen kognitiven Akt, eine Überlegung voraus.

Diejenigen, die den Begriff “Nazi” in derogativer Absicht benutzen, sind häufig nicht in der Lage, jenen kognitiven Akt auszuführen, was leicht daran erkennbar ist, dass sie die Verwendung von “Nazi” nicht begründen können. Diese Unfähigkeit macht es notwendig, die eigene Positionsbestimmung in Abgrenzung zu anderen vorzunehmen. Nicht: ich bin, sondern: ich bin nicht. Da die kognitiven Fähigkeiten nicht ausreichen, um dieses “ich bin nicht” rational zu begründen, bleibt nur eine affektive Begründung, eine Zuordnung zu einer Gefühlsgemeinschaft, deren Mitglieder sich durch ein affektives “ich bin gegen” verbunden sehen.

Und hier kommt der Begriff “Nazi” ins Spiel.

Kaum ein Begriff hat eine derart eindeutige und weit geteilte, negative Konnotation wie Nazi. Selbst Hitler hat dies so gesehen und den Begriff gehasst (dazu unten mehr). Kaum ein Begriff bietet durch seine Verwendung bzw. Anwendung auf andere die Möglichkeit, sich selbst als Anti-Nazi und somit als Guter von anderen, den Bösen, den Nazis abzugrenzen und ein positives Wir-Gefühl unter den Anti-Nazis herzustellen, die zwar immer noch nicht wissen, warum sie Anti-Nazis sind, aber nun in der Lage sind, sich affektiv zugehörig zu fühlen. Sie sind die da, die, die gegen Nazis sind. Und weil Nazis schlecht sind, müssen diejenigen, die gegen Nazis sind, nicht nur gut sein, sondern auch in allem, was sie behaupten, aussagen und tun, gut sein.

Derartige logische Kurzschlüsse erklären einen Teil der Popularität von “Nazi”, aber sie erklären nur den nicht-kognitiven, den kognitiv armseligen, den affektiven Teil seiner Verwendung.

Opportunismus erklärt den Rest.

Nichts ist einfacher als Gläubige zu instrumentalisieren, vor allem dann, wenn am Glauben die ganze Person hängt, so wie das bei den nicht-kognitiven Verwendern des Begriffs “Nazi” der Fall ist. Nimm’ Ihnen den Begriff, konnotiere ihn positiv und sie verschwinden als Person, hören schlicht auf, sozial zu existieren, sind nun die kognitiven Vakuums in Realität und Vorstellung, die sie vorher nur in der Realität waren.

AntifaEntsprechend ist es wichtig, Nazis und ihre Verderbtheit, vorrätig zu halten, denn gäbe es keine Nazis, die der eigenen eingebildeten Persönlichkeit Existenz verleihen, sie wäre in Gefahr. Das machen sich Opportunisten vom Typ 1 zunutze, indem sie die Werbetrommel für den Kampf gegen Nazis rühren und einerseits mit Verweis auf die vielen Anti-Nazis, denen mindestens ebenso viele Nazis gegenüberstehen müssen, die eigenen Taschen mit Steuermitteln für Projekte und Workshops und allerlei unnötigen Firlefanz füllen, andererseits durch ihre Betonung von Nazis und der Gefahr, die von Nazis ausgeht, nicht nur dafür sorgen, dass der kleine Haufen von Rechten zu einem Millionenheer der Nazis aufgeblasen wird, sie sorgen auch dafür, dass es für Personen, die sich negativ von anderen absetzen und daraus ihre Persönlichkeit gewinnen wollen, schick wird, sich als Nazi zu gerieren.

Mit anderen Worten, diese Opportunisten schaffen und vermehren, was sie vorgeblich bekämpfen und beseitigen wollen, und sie tragen eine nicht geringe Mitschuld daran, dass öffentlicher Diskurs und öffentlicher Umgang miteinander fast schon unmöglich geworden ist.

Schließlich gibt es noch die Opportunisten vom Typ II, die versuchen, politisches Kapital daraus zu schlagen, das sie den nicht-kognitiven Anti-Nazis anbieten, politische Legitimation für ihren Kampf gegen Nazis zu verschaffen. Damit geht das Versprechen einher, den Kampf gegen Nazis auf eine gesellschaftlich beachtete und mit Status versehene Position zu stellen und alle, die gegen Nazis kämpfen, nicht nur der Existenz der Nazis und der Berechtigung des Kampfes zu versichern, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, sich als besonders wertvolle Mitglieder der Gesellschaft zu fühlen.

Das ist schon ein Angebot, vom kognitiven Vakuum zum Vorkämpfer einer friedlichen, demokratischen oder wie auch immer die Begriffe, mit denen man sie fängt, lauten mögen, befördert zu werden, und all dies ohne Anstrengung und ohne die Notwendigkeit, sich zu überlegen, warum man eine Meinung für falsch ansieht, warum man die Meinung hat, die man hat, sofern man eine hat, warum man der Mensch ist, der man ist. Es reicht, andere als Nazi zu bezeichnen, auf die affektive Ladung, die mit dem Begriff transportiert werden soll, zu vertrauen und sich geadelt zu fühlen.

Der Begriff “Nazi” unbegründet und in derogativer Absicht verwendet, er ist deshalb so beliebt, weil er die Einbildung einer Persönlichkeit ermöglicht, weil er sich eignet, um Steuergelder einzuheimsen und weil man politisches Kapital daraus schlagen kann.

GegenNazis“Nazi” ist übrigens ein Begriff, der lange vor es die Nationalsozialisten gab, genutzt wurde, um eine bäuerliche Rückständigkeit in derogativer Weise zu beschreiben. Vorbild waren die bayerischen Ignatiuse. Nazi ist die Kurzform von Ignatius und meinte: Du bist ein rückständiger bayerischer Bauer! Mit dem Aufkommen der Nationalsozialisten wurde Nazi auf die Mitglieder der NSDAP übertragen, um deren Rückständigkeit deutlich zu machen (u.a. deshalb hat Hitler den Begriff gehasst). Und er hat sich gehalten, der Begriff, bis heute, allerdings unter Verlust seiner kognitiven und Reduzierung auf seine affektiven Komponenten.

Es ist diese inhaltliche Leere vereint mit einer großen negativen affektiven Ladung, die den Begriff “Nazi” so geeignet macht, um als Kampfmittel im politischen Prozess und aus den oben genannten Motiven eingesetzt und genutzt zu werden. Der Erfolg, der damit einhergeht, macht Liberale wie uns nachdenklich, und zwar deshalb, weil wir annehmen, dass Menschen mit einem eigenen Willen ausgestattete Wesen sind,  deren kognitive Fähigkeiten es ihnen erlauben, eigene Entscheidungen zu treffen. Viele Verwender des Begriffs Nazi bleiben deutlich hinter dieser Annahme zurück.

 
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Aktion reine Medizin? Säuberungswelle erreicht Bundesärztekammer

Clauberg-Test;
Reiter-Syndrom;
Hallervorden-Spatz-Syndrom;
Van-Bogaert-Scherer-Epstein-Syndrom,
Beck-Ibrahim-Syndrom;
Cauchols-Eppinger-Frugoni-Syndrom;

Das sind Beschreibungen von Krankheitsbildern, reaktive Arthritis, Neurodegeneration mit Eisenablagerung, zerebrotendinöse Xanthomatose, Dermatomykose, chronisch-rezidivierende Entzündungen und eines Tests zur Bestimmung der biologischen Aktivität von Progesteron. Verschiedene Krankheitsbilder und ein Test und doch haben sie etwas gemeinsam.

Was wohl?

Hat jemand eine Idee?

Man muss kein Arzt sein, um auf die Gemeinsamkeit zu kommen. Es reicht, an das politisch-korrekte Zeitalter zu denken, in dem Reinheitsfanatiker durch die Lande ziehen, um Restbestände eines braunen Erbes zu finden.

Dämmert es nun?

Nazi-SyndromeGenau. Die fünf Krankheitsbilder und der eine Test, sie haben eine braune Vergangenheit. Carl Clauberg hat im KZ Auschwitz-Birkenau an Menschen experimentiert. Hans Reiter “schloss sich schon 1933 der NSDAP an”. Julius Hallervorden und Hugo Spatz haben mit Gehirnen von Behinderten gearbeitet, die im Nazi-Euthanasie-Programm umgebracht wurden. Des gleichen Vergehens hat sich Hans Joachim Scherer schuldig gemacht. Jussuf Ibrahim hat “schwerstgeschädigte kleine Patienten an die ‘Kinderfachabteilung’ des Landeskrankenhauses Stadtroda” weitergeleitet, obwohl er vom Euthanasie-Programm wusste. Und Hans Eppinger hat im KZ Dachau Menschenversuche durchgeführt.

Der, der diese Informationen  fast schon liebevoll zusammengetragen hat, ist Michael van den Heuvel. Er hat die Informationen zusammengetragen, weil er den von ihm zum Vorbild erklärten studentischen Horden, die ihre Universitäten von dem säubern wollen, was sie für “rassistisches Gedankengut” halten, folgen will und die Bundesärztekammer anhält, die Namen der Nazi-Ärzte aus den von ihnen entdeckten Syndromen bzw. von ihnen entwickelten Tests zu tilgen.

Van den Heuvel ist offensichtlich ein besonders guter Mensch, der für sich ausschließen kann, dass er in einer vergleichbaren Situation so gehandelt hätte, wie dies die Ärzte getan haben, die er nun posthum enteignen will. Doch damit ist die Heuchelei noch nicht am Ende. Natürlich wird der Test weiterbenutzt und die von den Nazi-Ärzten entdeckten Syndrome werden nicht aus den medizinischen Lehrbüchern gestrichen. Nur die Namen der Entwickler bzw. Entdecker. Es handelt sich also um eine neue Variante des Diebstahls geistigen Eigentums, die Enteignung von Leistungen mit dem Verweis, dass der Leister ein Nazi gewesen sei (Juden hat man übrigens mit dem Verweis enteignet, dass sie Juden seien).

Ist der Clauberg-Test entsprechend gereinigt und zum Beispiel zum Sauber-Heuvel-Test umbenannt, dann ist die Welt wieder in Ordnung. Wir nutzen zwar weiterhin einen Test mit NS-Geschichte, aber das stört nicht, denn der namentliche Bezug ist getilgt. Gleiches gilt für das Reiter-Syndrom oder das Hallervorden-Spatz-Syndrom, die man vielleicht in van-Heuvel-Syndrom1 und Syndrom2 umbenennen kann. Damit wird zwar nichts an der Tatsache geändert, dass die Syndrome durch die Untersuchung von Gehirnen entdeckt wurden, deren einstige Besitzer von anderen Nazi-Ärzten ermordet wurden, aber wir fühlen uns besser, besser in unserer neuen und heilen, weil NS-Namensfreien van-Heuvel-Welt, in der wir die Entdeckungen anderer enteignen können, uns ihrer Arbeit bemächtigen können, in ganz a-historischer, die Geschichte verfälschender Weise und so tun können, als wäre alles auf der Welt nur eitel Freude und Sonnenschein und medizinischer Fortschritt immer ohne Leid und Missbrauch zu erreichen (angesichts des Missbrauchs von Tieren durch Tierversuche eine Absurdität sondergleichen). Sie ist eine schöne neue Welt die van-Heuvel-Welt, eine Welt, in der die Heuchelei auf ganz neue Höhen geführt wurde.

Wir danken einem Leser von ScienceFiles für den Hinweis auf van Heuvels Text.

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