DIW: Die gesetzliche Rentenversicherung ist am Ende – die Ausbeutung geht dennoch weiter

Erinnern Sie sich noch an Norbert Blüm und seine Behauptung: Die Rente ist sicher. Es war, wie sich zeigt, eine falsche Behauptung. Ausgerechnet das DIW hat in kaum zu steigernder Deutlichkeit die schlechte Nachricht verbreitet: Die gesetzliche Rentenversicherung ist in ihrer derzeitigen Form nicht mehr haltbar. In der Sprache des DIW heißt das: „das derzeitige Rentensystem [ist] finanziell nicht stabil“. Konkret: Es ist bald nicht mehr genug Geld da, um die Rentner zu finanzieren.

Und weil dem so ist, deshalb haben die Helden aus dem DIW zwei Vorschläge parat, die die gesetzliche Rentenversicherung retten sollen: Länger arbeiten oder höhere Abzüge.

Länger arbeiten ist deshalb eine Lösung, weil der, der länger arbeitet, länger in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt. Weil er später in Rente geht, ist nicht mehr so viel Restleben übrig, das man aus der gesetzlichen Rentenversicherung finanzieren müsste, ergo ist der länger Arbeitende ein geringerer Kostenfaktor in doppelter Hinsicht. Es ist zwar ethisch nicht in Ordnung, Menschen für ein marodes Rentensystem noch länger auszunehmen als bisher, aber was ist schon Ethik, wenn es darum geht, ein staatliches System wider alle Vernunft aufrecht zu erhalten.

Höhere Abzüge belegen denjenigen, der früher in Rente geht, als es die Bundesregierung vorsieht, also im Alter von 67 Jahren für die ab 1964 Geborenen, und im Alter von 65 Jahren für die vor 1964 Geborenen, mit einem Abzug. 0,3% pro Monat sind es derzeit. Wer mit 60 Jahren in Rente gehen will, muss – wenn er vor 1964 geboren wurde – sich mit 18% weniger Rente zufrieden geben. Diese Abzüge, so der Vorschlag des DIW könnte man noch erhöhen, um die arbeitsunwilligen Alten länger im Beruf zu halten und auf diese Weise die Zeit der Rentenzahlung zu verknappen. Auch dieser Vorschlag hat wenig Aussicht auf einen Preis in Ethik.

Um darzustellen, wie marode das derzeitige System der gesetzlichen Rentenversicherung ist, ist es sinnvoll das zu benutzen, was man ein ökonomisches Bare Bone-Modell nennen kann, ein Modell, in dem nur die relevanten Parameter berücksichtigt sind, um die Logik des Systems darstellen zu können.

Die relevanten Parameter für die Gesetzliche Rentenversicherung sind zum einen die Anzahl der Arbeitsjahre, die einem idealen Rentner zugemutet werden, damit er eine abzugsfreie Rente erhält.

Das sind derzeit 45 Jahre.
Für alle, die 1964 oder später geboren sind, sind es 47 Jahre.

Zum anderen ist die Lebenserwartung ein relevanter Faktor, denn die Rentenzahlung endet (außer bei Witwenrente) mit dem Tod des Rentenempfängers.
Wir gehen in unserer Beispielrechnung von einem männlichen Rentner aus. Ein 65jähriger Mann hat derzeit eine Lebenserwartung von weiteren 17,71 Jahren.

Die weiteren Parameter, die wir berücksichtigen:

  • Der Beitragssatz zur Gesetzlichen Rentenversicherung beträgt 18,7%. Wir nehmen an, dass es für unseren idealen Rentner stabil bleibt.
  • Das Rentenniveau beträgt derzeit 44,5%.
    Auch das Rentenniveau nehmen wir als stabil an.
  • Unser Rentner hat 45 Jahre lang 1000 Euro monatlich verdient, d.h. wir berücksichtigen keinerlei Lohnsteigerungen und auch keine Inflation. Es geht nur um die Logik der gesetzlichen Rentenversicherung!

In den 45 Jahren hat er 540.000 Euro an Lohnzahlungen erhalten.

Davon wurden 18,7% in die Gesetzliche Rentenkasse eingezahlt. Das macht 100.980 Euro.

Wenn unserer Ideal-Rentner in Rente geht, ist er 65 Jahre alt und hat als Idealrentner noch 17,7 Lebensjahre vor sich (Das ist die verbleibende Lebenserwartung. Manche werden länger leben, manche früher sterben. Im Mittel treffen sie sich bei 17,7 Jahren).
In diesen 17,7 Lebensjahren wird er monatlich 44,5% seines bisherigen Lohns als Rente erhalten. In unseren einfachen Beispiel macht das 445 Euro. Auf 17,7 Lebensjahre hochgerechnet ergeben sich 93.450 Euro.

Unser Idealrentner hat also 100.980 Euro in die Gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt. Er entnimmt aber nur 93.450 Euro. Er macht somit 7.530 Euro Verlust, umgerechnet auf seine Lebensarbeitszeit sind das rund 7,5 Monaten, die er umsonst in die Gesetzliche Rentenversicherung also ohne Gegenleistung einbezahlt hat.

Für einen ab 1964 geborenen männlichen Rentner sieht die Rechnung noch trüber aus.

Er hat 564.000 Euro an Lohn erhalten.
Davon 105.468 Euro in die Gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt.
Wenn er mit 67 Jahren in Rente geht, hat er noch eine Lebenserwartung von 15,71 Jahren. In diesen 15,71 Jahren erhält er Rentenzahlungen in Höhe von 82.770 Euro. Er macht somit einen Verlust von 22.698 Euro bzw. arbeitet 22,7 Monate umsonst für die Gesetzliche Rentenversicherung.

Mit Ethik und Moral ist ein solches Enteignungsschema wie die Gesetzliche Rentenversicherung in keiner Weise zu vereinbaren, aber darum geht es auch nicht. Offensichtlich ist Politikern die Gesetzliche Rentenversicherung als Umverteilungsvehikel zu wichtig, als dass sie auf Fragen von Ethik und Moral Rücksicht nehmen würden. Warum in Deutschland immer noch Menschen in die Gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und nicht längst nicht wenigstens ein Murren unter denen zu verzeichnen ist, die hier gnadenlos ausgenommen werden, ist ein Rätsel, das jeder nur für sich selbst lösen kann.

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30 Responses to DIW: Die gesetzliche Rentenversicherung ist am Ende – die Ausbeutung geht dennoch weiter

  1. Hartmut Lau says:

    Ich werde Bank,
    und die geplante staatliche Altersarmut kann mich mal….
    Die fast taeglichen Horrormeldungen zum Thema Altersarmut geben Anlass, das Vertrauen zum vorhandenem Geld- und Rentensystem in Frage zu stellen !
    Und viel ernster die Frage, mit welchem Recht duerfen Politiker ueberhaupt in diesem System der Altersvorsorge ein Gestaltungsrecht ausueben?? Denn alle Politiker sind in den jeweiligen Parteien vereinsrechtlich organisiert, jedoch haben sich per Gesetz aus der Haftung befreit!!

    Aber erst einmal einige naturgesetzliche Fakten.
    Naturgesetze sind nicht religioes, weder politisch, noch in der Recht – Pflege, verhandelbar!
    Aus den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und internationalen Vereinbarungen der ISO Normen ist die Definition von einem Meter, der Masse in N (Newton) , die Zeit in h, in der Elektrik , Volt, Ampere, Ohm , etc. exakt bekannt, und aus diesem Wissen haben die Techniker und Ingeniuere die moderne technische “Umwelt” erschaffen.
    Es ist die einheitliche Sprache der Wissenschaft, welche das Fundament in Naturwissenschaft und Technik ist. Ein Meter , eine Stunde , in Asien oder sonstwo auf diesem Planeten, hier herrscht eine klare Uebereinkunft.
    Doch wer hat den Wert von einem Gramm Edelmetall,den Wert 1 beim US$, beim Euro, beim Rubel, etc. bestimmt ? Wer bestimmt die Werthaltigkeit der verschiedenen Waehrungen untereinander ? Wie ist es definiert, wer bestimmt das es jenen, oder gar keinen Wert hat, wo ist die Naturwissenschaftliche gemeinsame Basis?
    Nun sind wir an einem Punkt angelangt, zu fragen, was ist Geld ?
    Und wer bestimmt den Wert ?
    Ob wir wollen oder nicht, die Erkenntnis ist, es gibt keinen gemeinsamen Nenner. Es ist das perfekte Werkzeug, der Illusion, in den Haenden von wenigen, um die verschiedenen Waehrungsraeume gegeneinander auszuspielen, mit Unterstuetzung der Politik und der Recht-Pfege, mit dem Ziel, in den jetzigen nationalen Volkswirtschaften groesst moegliche arbeitsfreie Einkommen (parasitaere) Strukturen zu realisieren.
    Menschen, welche in den Recht-pflegenden Berufen Naturgesetze negieren, muessen von diesen Stellen entfernt werden.
    Verkauft wird uns dieses System als alternativloser Kapitalismus. Das Werkzeug ist das Zinseszins Schuldgeld System. Zig – Tausende von schriftlichen Abhandlungen sind von Geistesgroessen zu lesen. Doch die vergangenen Jahrhunderte beweisen immer wieder, dass dieses Zinseszins Schuldgeldsystem das beste Werkzeug ist, die Menschen permanent im realen Sklaventum zu halten. Schluss damit, mehr als 5000 Jahre, es reicht….

    Wertetausch
    Ein Mensch hat sich im Laufe der Jahre ein paar Goldbarren als Reserve fuer schlechte Zeiten erworben. Wegen schlechter “Wirtschaftslage” hat sein Boss Ihn gekuendigt. Nach ein paar Wochen muss er feststellen, dass eine Barreserven verbraucht sind . Nunmehr ist er gezwungen seine Goldbarren in Bargeld zu tauschen. Also zur Bank. Diese tauscht das Gold zum Tagespreis in Geld. Ein ganz normales Geschaeft. Bargeld, Cash auf die Hand. Und beide Seiten sind zufrieden.

    Kauf eines Kredites
    Da die goesste Anzahl der Menschen kein Gold hat, aber finanzielle Hilfen zur Realisierung der persoenlichen Ziele benoetigt, ist die Hilfe der Banken ein Angebot. Denn die Banken haben ja die Lizenz vom Staat, als Bank zugelassen zu sein. Du, als NICHT Bank hast keine Bank-Lizenz .
    Du brauchst z. B. 10000 Euro. Du bist ausgestattet mit einem festen Arbeitsplatz, hast ein lastenfreies Haus und Grundstueck , somit Kreditwuerdig!
    Hin zur Bank. Nach ein paar Formalien , Deine Unterschrift unter dem Kreditvertrag , und der Mitarbeiter der Bank stellt Dir die 10.000 Euro auf Dein Girokont ein. Dieser Vorgang geschieht in grosser Zahl, jeden Tag, in allen Banken dieser Erde. “ taegliche Normalitaet” ??
    Doch was geschieht tatsaechlich in diesem Vorgang, der Einkaufes von einem Kredit. Dein bewilligter Kredit ist mit Deiner Unterschrift unter den Kreditvertrag, Deine (Gold)Einlage in die Bank.
    Und diese, Deine (Gold)Einlage verkauft die Bank an Dich als Kredit. Die Bank hatte vor Deiner Unterschrift unter Deinen Kreditvertrag kein Geld !
    Die Bank hat soeben Giralgeld ueber die vorhandene Banklizenz Geld geschoepft. Geld aus Bit´s und Bytes im Computer der Banken, absolut nicht Werthaltig. Nur Nullen, aber mit diesen Nullen kannst du einkaufen gehen! Das ist die doppelte Perversion .
    a) Du bezahlst Deinen Kredit an die Bank mit real geleisteten Arbeitsentgeld, mit monatlichen Raten, und
    b) Du erkennst, dass ausschliesslich das Vertrauen in Nullen zum Erwerb von realen Guetern und Dienstleistungen ermoeglicht.
    Fakt ist:
    DEINE Unterschrift,
    ist der Wert.
    Denn Du bist das Gold,

    im Kontrakt. Dieser Kreditvertrag ist DEINE Einlage in die Bank, und ist fuer jede Bank ein handelbares Instrument, und kann mehrfach weiter verkauft werden. Im Ergebnis sind die „Kreditnehmer“ allesamt bewusst betrogen.
    In der Abgabe Deiner Sicherheiten bist D U das in Form der Unterschrift plus der Sicherheiten. Ueber diesen Sachverhalt bist Du nie informiert worden.
    Fakt ist, dieser Vorgang ist ein Wertetausch.

    Gesetzlich legaler Raub
    Die Bank nimmt nun Dein Arbeits und Werte Vermoegen mit Deiner freiwilligen Unterschrift unter den Kreditvertrag in “Besitz”, denn wenn Du aus welchen Gruenden auch immer, nicht die monatlichen Pflichten erfuellst, wird Dir die Bank mit der Hilfe der Justiz, Dein Eigentum pfaenden.
    Unter diesen Fakten ist die Taeuschung im Recht Verkehr erfuellt. Banken und Justiz haben sich zu kriminellen Institutionen gewandelt.
    Ich nenne es: eine seit vielen Jahrzehnten die geduldete organisierte Bandenbildung, bestehend aus Banken, Politik und Justiz, mit dem Ziel, die Arbeitsleistungen von Menschen und Voelkern mit dem universellen Werkzeug “Geld” auszurauben.

  2. Hartmut Lau says:

    Es gibt kein Geld und es gibt keinen anderen Wert, als die menschliche Energie. Das ist die
    lebendig beseelte TECHNOLOGIE, die in Wertzeichen von Banken konvertiert wird. Die Bank hat demnach nur buchhalterische Funktion in der doppelten Buchführung, die ausgleichende Verbindlichkeit zu tragen und diese bis in Ewigkeit zu erfuellen.

    Es ist DEINE

    UNTERSCHRIFT

    auf einem Zertifikat welche den Wert darstellt.

    Nur der Mensch bringt Werte in das System ein und kann als Person diese als Kredit nutzen.
    Darauf baut auch die ICH BIN BANK (IBB) auf und zu diesem Ursprung müssen alle Banken zurück.
    Alles andere ist vorsätzlicher Betrug in den Du durch Unwissenheit zugestimmt hast.
    Doch Ignoranz/ Unwissenheit war noch nie ein Garant Wissen aufzubauen, und in Anwendung dieses Wissens zu Weisheit gelangen.
    Der Mensch ist die Substanz für die Fiktion, die nur der Form nach (Form=Vertrag) existieren kann.
    Wir brauchen eine ehrenvoll genutzte Fiktion (Staat etc.) die nach Gemeinrecht aufgebaut ist und nicht nach ausbeuterischen Regularien irgendwelcher Psychopaten.

    Der
    Mensch
    ist der
    Wert
    und auch das
    Recht.

  3. Hartmut Lau says:

    Mit dem vorhandenem Politsystem in Deutschland kann es nur noch schlechter gehen. Alle politischen Parteien sind die perfekten Spaltpilze im Deutschen Volk. Illegal im”Amt”, sind de jure Vereine und haben sich gesetzlich aus der Haftung befreit. Demnach koennen jene Volksverteter jeden mist verzapfen, ohne dafuer jemals haften zu muessen.

    Die Loesung ist schon im werden:

    https://www.verfassunggebende-versammlung.com/

    1500 Euro Basisrente fuer jeden Rentner!!

    • zawehn says:

      1500 EUR Basisrente für jeden. Ich druck dann schon mal das Geld, denn fordern kann man viel, erarbeiten muß man das Geld aber erst mal….Wenn man also 1500 EUR Rente haben will für seine 17,7 Jahre Restleben, muß man zu Rentenbeginn rd. 318.000 EUR angespart haben. Ich gehe dann schon mal Flaschen sammeln….

  4. Ketzerlehrling says:

    Das komplette Sozialsystem in DE hätte schon nach dem Krieg modifiziert und viel flexibler bzw. eigenverantwortlicher durch die Bürger und zugriffsfrei durch den Staat werden müssen. Der uns permanent um die Ohren gehauene demografische Wandel und dadurch die Flutung mit Primaten war schon vor Jahrzehnten zu erahnen, aber wie in DE üblich, hat man Reformen verpennt bzw. war und ist auch heute niemand da, der in der Lage wäre, etwas vernünftiges auf die Beine zu stellen. Ausserdem wird durch Millionen von Sozialparasiten jede Reform zur Farce, denn dem ist kein System gewachsen.

    • zawehn says:

      Sind wir nicht alle etwas wie Primaten? Würden Sie sich nicht auch in ein Schlaraffenland aufmachen? Ich könnte das für mich nicht ausschließen….

  5. osthollandia says:

    Der Verlust geht in die versicherungsfremden Leistungen von derzeit ca. 65 Mrd € jährlich. Hier werden allgemeine staatliche Ausgaben auf die Versicherten der Rentenkasse abgewälzt, zum Beispiel Mütterrenten oder Rentenanwartschaften aus der DDR. Hierfür wird dann ein Zuschuss des Bundes gezahlt, aktuell übersteigen die Lasten aber um mehr als 22 % den Bundeszuschuss.

    http://www.adg-ev.de/index.php/adg-archiv/category/44-jahr-2016?download=362:versicherungsfremde-leistungen-in-der-arbeiter-und-angestelltenrentenversicherung, auf S. 15 ist das übersichtlich dargestellt.

    • zawehn says:

      Der übliche Hieb auf die DDR-Rentner. Auch in der DDR gab es ein Renten-UMLAGE-System.
      Das hat man natürlich platt gemacht mit dem Ende der DDR und hat dann die Rentenanwartschaften umgerechnet, weil es keine Rücklagen gab (eben Umlagesystem). Erlöse aus dem Verkauf des Tafelsilbers durch die Treuhand hätten zur Kapitaldeckung genau dieser Alt-Forderungen an die Rentenversicherung abgeführt werden müssen. Das Versagen der Treuhand an der Stelle können Sie nicht den DDR-Rentnern in die Schuhe schieben. Es hätte ja auch noch das Milliarden-Vermögen der SED/PDS/Linke gegeben, was man ebenfalls in die Rentenkasse hätte einzahlen können. Auch da hat sich der deutsche Staat nicht sehr ins Zeug gelegt, um an dieses Geld zu kommen. Gysi sitzt heute noch wohldotiert im Bundestag und hätte viele deutsch-deutsche Deals zu erzählen. Er durfte also für seine SED ein Schweigegeld behalten. Aber Sie haben recht, anstatt erst mal diese Lücken zu füllen, setzt man noch eine unfinanzierte Mütterrente oben drauf, obwohl die Mütter entsprechende Rentenansprüche vom Vater des gemeinsamen Kindes übertragen bekommen müßten. Was bei der Mutter dazu kommt, wird beim Vater abgezogen.

      • merkelhasser says:

        Es war eine schamlose Ausbeutung der verblödeten Wessis durch den Verbrecher Kohl, indem er die Renten in der DDR denen das Westens weitgehend angeglichen hat. Der reelle Umrechnungsfaktor der DDR Mark war 1:4. Aber vielleicht können die noch nicht verblödeten Ossis das wieder gut machen, indem diese die verblödeten Wessis von Merkel und der ganzen Verbrecherband befreien, egal mit welchen Mitteln. Dann reicht auch das Geld für die Rente, denn wir sind dann auch die Raubnomaden los

  6. oprantl says:

    “100.980 Euro einbezahlt, entnimmt aber nur 93.450 Euro.!”

    Wie hoch ist die Rente, wenn nur noch Wenige oder Keiner mehr einbezahlt ?
    Wie hoch ist die Rente, wenn der Rentner am Tag der Bezugsberechtigung stirbt ?
    Wie viele und welche Menschen beziehen Rente, ohne jemals einen Pfennig einbezahlt zu haben ?
    Wie hoch wäre die Rente bei gleichen Beiträgen bei einem privaten Rentenversicherer ?
    Wie hoch wäre die Kapitalrückzahlung bei vorzeitigen Todesfall bei privatem Rentenversicherer ?
    Wie lange muss man einsitzen, wenn man 93.450 € klaut ?

    93.450 € Rente für 100.980,– € Einzahlung, aber
    wenn man nichts einbezahlt und dann mit Grundsicherung im Alter lebt, erhält man ca.
    17,7 Jahre lang ca 1000,– € monatlich.
    (420,– + 200,– Krankenkasse+ 350,– € Miete + Sonderzahlungen + Schwarzarbeit)
    also 13.000,– € jährlich
    also 230.100,-+- € total in 17,7 Jahren.
    WennSie also 18,7 % weniger arbeiten/verdienen und nichts einbezahlen, bleibt Ihr verfügbares Einkommen gleich hoch und Sie erhalten trotzdem 230.100.– € Altersprämie

    Ich wünsche viel Vergnügen bei Einzahlen und denken Sie immer an die sozialdemokratische “Soziale Gerechtigkeit”.

    • zaggy3110 says:

      Kein Bürger zahlt in die gesetztliche Rentenversicherung ein.
      Es handelt sich nicht um eine Ansparmodell, sondern um ein Umlageverfahren.
      Der Versicherte lässt – über seinen Arbeitgeber -die monatlichen Beiträge zur RV abführen.
      Im Gegenzug erwirbt er dafür Rentenansprüche. Und Ansprüche können gekürtz oder
      sogar völlig gestrichen werden.

      • Hannes says:

        Das entspricht nicht ganz die Realität.

        Erstens zahlt „der Bürger“ sowieso nicht in die Rentenversicherung ein, sonden nur versicherungspflichtig Beschäftigte.

        Zweitens arbeitet dieser versicherungspflichtig Beschäftigte bei einem Arbeitgeber und dieser führt für diesen Arbeitnehmer von dessen Bruttogehalt einen Anteil an die Rentenkasse ab.

        Ein Teil davon ist ein sogenannter Arbeitgeberanteil. Das heißt aber nicht, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer etwas schenkt, sondern der Arbeitnehmer bringt dem Arbeitgeber im Gegenzug seine Arbeitsleistung. Der Arbeitgeberanteil ist deshalb beim Arbeitgeber Bestandteil der Lohnkosten und keine soziale Leistung aus Gutmenschtum. Außerdem reduziert der Arbeitgeberanteil beim Arbeitgeber dessen Steuerlast.

  7. asisi1 says:

    die deutschen Sozialversicherungen wurden von deutschen für “Deutsche” ins leben gerufen. das heutiges problem ist aber, die Politiker haben es für die ganze welt geöffnet!

  8. Axel Heinz says:

    Heinz Becker (= der saarländische Kabarettist Gerd Dudenhöffer) hat Norbert Blüms angefangenen Satz bereits vor Jahren fertig gesprochen: “Die Rente ist sicher … für das Alter nicht ausreichend !” Für mich ist und bleibt das deutsche Rentensystem der größte legalisierte Betrug seit Bestehen der BRD.

  9. archenlaender says:

    Trübe Aussichten – ich bin nach 1964 geboren, habe mit 19 Abitur gemacht, habe 15 Monate als Zivildienst an den Staat geopfert und anschließend studiert. Mit 25 hatte ich mein Diplom in der Hand – getrödelt habe ich wirklich nicht. D.h. 25 + 47 = 72 – soll ich etwa bis 72 arbeiten? Schön wär’s, denn wegen der damaligen wirtschaftlichen Situation, hat es noch 4 1/2 Jahre gedauert bis ich in ein Arbeitsverhältnis eingetreten bin => 30 + 47 = 77??? (Ich weiß, Anrechnungszeiten für Zivildienst/Elternzeit sind nicht berücksichtigt) Selbst wenn ich dazu geistig und körperlich in der Lage wäre, möchte ich das eher nicht!
    Da heißt es nur hoffen, dass das 2. und 3. Standbein meiner Altervorsorge genügend abwirft und dass der Staat nicht auch noch irgendwann einen Großteil davon abschöpft.

    • zawehn says:

      Wie Sie an der “Reform” der Grundsteuer zur schnelleren Enteignung der Immobilienbesitzer sehen können, wird der Staat IMMER dort zulangen, wo es sich was zu holen lohnt. Und die Rente (Betriebsrente, Gewinne der privaten Rente) werden doch schon besteuert.

    • Hannes says:

      Nicht so leichtgläubig sein: Wenn die Politiker Geld brauchen, dann werden schnell Gesetze geändert und schwupps ist das erhoffte Geld reduziert.

      Außerdem muss man z. B. auf gesetzliche Rente 15 Prozent an die Krankenkasse abführen. So wird aus einem Rentenbescheid von 1.500 EUR eine Rentenüberweisung von nur gut 1.200 EUR und Einkommensteuer muss man auch noch davon abführen.

  10. Hannes says:

    Die meisten Leute, die früher in Rente gehen, gehen doch nicht freiwillig früher in Rente, sondern weil sie im Alter von Ende 50 oder Anfang 60 aus dem Job „entfernt“ werden. Diese Leute haben gar keine andere Möglichkeit, als nach einer Übergangszeit als Arbeitslosengeldempfänger mit durch Abzug reduzierte Rente ins Rentnerdasein zu gehen.

    Die Leute sollen länger arbeiten, das ist genauso eine unsinnige Forderung wie die Forderung, die Leute müssen mehr selber fürs Alter vorsorgen.

    Erstens haben viele Arbeitnehmer gar keine Chance, länger zu arbeiten und zweitens hat der größte Teil der Arbeitnehmer bedingt durch ihre niedrigen Löhne u. Gehälter finanziell gar keine Möglichkeit wirksam fürs Alter vorzusorgen.

    Diese beiden Fakten sind auch den Politikern bekannt, trotzdem wiederholen sie stetig diese beiden Forderungen. Das ist Veräppelung der Arbeitnehmer.

    • zawehn says:

      Das Thema der “umgekehrten Lohnentwicklung” wird eben von den meisten Leuten abgelehnt. Alle bekommen “automatisch” durch Tarifverträge und weil “es so ist” steigende Löhne. Daß mit dem Alter aber irgendwann das Sinken der Leistungsfähigkeit (Ausdauer, Konzentration, mehr Krankheitsausfall) nicht mehr mit Routine ausgeglichen werden kann bzw. die Routine in sich ändernden (digitaleren) Arbeitsumgebungen weniger wert ist, findet in der Lohnentwicklung KEINE Berücksichtigung. Deshalb sucht man junge, schneller, agile, billige Angestellte, die die “erlahmenden” immer teurer werdenden Angestellten ersetzen. Kann man das lösen? Ja, im fortgeschrittenen Alter sind viele Dinge privat gekauft, abgezahlt, nicht mehr so wichtig. Man kommt mit weniger zurecht. Schließlich muß man mit Rentenbeginn plötzlich nur mit weniger als der Hälfte auskommen. Sinkendes Einkommen im Alter macht den Arbeitnehmer im Kapitalismus (huh, böses Wort) attraktiver und wirft Ältere nicht ins Psycho-Unnütz-Loch der Arbeitslosigkeit. Ob man dafür die Rentenformel anpassen muss, muß man dann klären. Step by step.

      • Hannes says:

        Oh Gott, schauen Sie sich mal an, was deutsche Rentner von der gestzlichen Rentenkasse erhalten: Die durchschnittliche monatliche Auszahlung der gesetzlichen Rentenkasse liegt etwas über 800 EUR bei Männer, bei Frauen noch darunter.

        Wenn das der Durchschnitt ist, dann erhalten viele ja noch weniger, als 800 EUR.

        Und wer hier nur 800 EUR erhält, der hat in seinem Arbeitsleben so wenig verdient, dass er selber keine Chance hatte, zusätzlich privat vorzusorgen.

        Soviel zum Wohlergehen der deutschen Rentner u. Rentnerinnen. (Man darf auch hier nicht alles glauben, was Politiker u. ihre treuen Medien verkünden).

        Wenn Sie glauben „alle bekommen automatisch Lohnsteigerungen“, dann ist das nur due halbe Wahrheit. Entscheidend sind nicht Lohnsteigerungen, sondern die Entwicklung der Reallöhne – und die haben sich seit 15 Jahren kaum nach oben entwickelt, in einigen Jahren in diesem Zeitraum war die Entwicklung hier sogar negativ. Dabei haben Unternehmen u. Unternehmer Jahr für Jahr neue Rekordgewinne verkündet.

        • zawehn says:

          Sorry, ich bleibe dabei. Nur wenn die Löhne der Älteren sinken statt zu steigen, werden sie nicht wegen der steigenden Personalkosten rausgesetzt. Das ist einfache Kapitalisten-Mathematik. Ob das dann Reallohn, Brutto oder Netto ist, ist für diese Betrachtung nebensächlich. Für den Betroffenen sicher nicht. Es geht um eine Idee…

  11. Ostfale says:

    Dieser ‘Idealrentner’, der mit den 100.980€ in die RV während seine Berufslebens eingezahlten Beiträgen, hat der bei dem Beitragssatz von monatlich 18,5 Prozenten nicht nur 7, 5 Monate ohne Gegenleistung für Goldstücke und vergleichbar Wertvolles eingezahlt, sondern sogar für satte 40,5 Monate ? Also drei Jahre und vier Komma fünf Monate, auch bald ‘n halbes Jahr ?
    Wie auch immer, Michel ist und bleibt der Gekniffene.

  12. Michael Liebe says:

    Meines Erachtens fehlt die wichigste Komponente: Die zunehmende Kinderlosigkeit. Ist ein heiles Thema, wird also deswegen wieder nicht erwähnt.

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  14. merkelhasser says:

    Das ist mir schon lange klar und der verblödete BRD Konsumidiot wird bis 70 arbeiten, damit das aus aller Herren Länder eingedrungene Lumpengesindel fürtstlich versorgt wird. Hört endlich auf
    mit der Sklavenarbeit, oder wandert aus damit das System kollabiert.

  15. oprantl says:

    Jammern und Beschweren bring nichts, eben diese Gegebenheiten sind mehrheitlich gewählt worden und werden wohl weiterhin gewählt werden (sozialistischer oder sozialdemokratischer Michl).
    Wenn der Staat sich als Plünderer erweist, kommt man mit Redlichkeit nicht weit.
    Wie wär´s mit Nachrechnen.
    Selbständig arbeiten, Rücklagen (am besten die gesparten RV-Beiträge) gut versteckt ansparen, dazu Grundsicherung im Alter, man zeige mir eine vergleichbare Rendite.
    Mir scheint, dass die Neubürger dabei ungleich schlauer rechnen und handeln.
    Familie ist dabei aber nicht möglich, andererseits müssen auch keine Scheidungskosten und keine Kinderausbildung bezahlt werden. Familie ist eh out.
    Sie wollen Familie ?, dann suchen Sie sich ein Land mit familienfreundlichen Gegebenheiten.
    Wenn Sie aber dieses, Ihr Land immer noch für reformierbar halten, kann ich Sie nur auf den jüdischen Spruch hinweisen:
    “Die Pessimisten kamen nach Kalifornien, die Optimisten nach Auschwitz”.

    • Michael Klein says:

      Die Seite gehört zu denen, die unsere Texte übernehmen, ohne uns zu fragen. Ich hoffe, dieses Mal gibt es wenigstens einen Link zu uns?

  16. MFK says:

    Naja den nicht ausgekehrten Rest der eingezahlten Beiträge in die RV bekommt die Ehefrau des armen Beitragszahlers. Die lebt nämlich länger und hat auch wenn sie nix eingezahlt hat einen Rentenanspruch. Ich verlange daher einen Aufschlag auf die gesetzliche Rente für Ledige.

  17. Joachim Buschle says:

    Ihre Rechnung ist nicht ganz ehrlich, da die Tatsache nicht berücksichtigt wird, dass der (Früh-)Rentner noch quersubventioniert wird über die Kranken-und Pflegeversicherung: solange er arbeitet, zahlt er den Satz von ~ 15% GKV und ~ 2,6% PfV, während als Rentner nur die Hälfte zu zahlen ist. Berücksichtigt man noch, dass die sozialistische GKV eine multidimensionale Umverteilungswirkung hat- hier relevant von jung zu alt- erkennt man, dass die von Ihnen konstatierte Lücke gegen null geht. Meines Erachtens wird das ganze Ausmass der Perversion erst dadurch sichtbar, wenn man die von Ihnen angeführte Nullrendite für einen Durchschnittsrentner
    noch kombiniert mit der Tatsache, dass aktuell rund 35% aller Rentenauszahlungen aus expliziten Steuern finanziert werden; berücksichtigt man noch, dass der Staat- zumindest bis vor Kurzem- um die 10% des Bundeshaushaltes für Zinszahlungen abdrücken musste, wobei die 10%
    voll dem aufgeblähten perverse Sozialstaat zuzuschlagen sind , kann man nochmals gut die Hälfte der 10% den Rentenzahlungen zuordnen, sodass wir unterm Strich bei 40% (!) Steuerzuschuss zur GRV sind. Nochmals: von 1000 € ausgezahlten Renten sind 400 € vom Steuerzahler zu tragen. D.h in den sogenannten gesetzlichen Versicherungen (GKV, PfV, GRV) verhält es sich ganz ähnlich wie im restlichen Sozialstaat: ein Heer von rund 75% Parasiten schmarotzt sich durch auf kosten von ~ 20% Leistungsträgern. Immerhin hat man als Leistungsträger wenigstens noch die Möglichkeit dem
    totalsozialistischen System der GKV zu entrinnen und in das semisozialistische System der PKV einzutreten.

Bitte keine Beleidigungen, keine wilden Behauptungen und keine strafbaren Inhalte ... Wir glauben noch an die Vernunft!

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