Soweit das möglich ist, wollen wir jeden Tag auf einer positiven Note abschließen.
Jedenfalls haben wir uns das vorgenommen, und heute hat es auch geklappt.
„Heute im Bundestag“ verbreitet derzeit den folgenden Text:
„Der Anteil der Vollzeitbeschäftigten der Kerngruppe, die ein Bruttomonatsentgelt unterhalb des bundesweiten Medianentgelts erzielten, betrug laut Bundesregierung … 50%“
Da sind wir aber froh.
Das Brutto-Medianentgelt ist somit definiert als der Wert, der die Verteilung des Bruttomonatsentgelts über alle Bruttomonatsentgeltbezieher in genau zwei Teile, wer sich mit seinen mathematischen Kenntnisse profilieren will, kann auch sagen, in zwei Teile zu je 50%, teilt.
Man kann in diesen subjektiven Zeiten nicht vorsichtig genug sein.
Aber nun, nachdem die Bundesregierung die Grundrechenarten als gültig bestätigt hat, sind wir erleichtert festzustellen, dass das Medianentgelt, das definiert ist als der Entgeltwert, der die Verteilung der Entgelte in zwei gleichgroße Teile teilt, dieses auch tatsächlich tut, sodass 50% unterhalb und 50% oberhalb, die Hälfte oberhalb und die Hälfte unterhalb, davon zu finden sind. Das Medianentgelt ist also nicht etwa ein Fake-Median, kein alternativer Median, nein, es ist ein richtiger Median, der, der zwei Hälften hinterlässt.
Und natürlich ist der Median eine Erfindung alter Männer.
ScienceFiles: Wir sind hier, um der Bundesregierung (auf die Sprünge) zu helfen.
Vielen Dank!
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