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Von der Zerstörung der Wohltätigkeit

Wohltätigkeit, die Bereitschaft, Menschen in Not unter die Arme zu greifen, wird derzeit zerstört.
Wie jedes menschliche Verhalten, so kann man auch Wohltätigkeit als Verhalten diskreditieren, vielleicht ist „crowding out“, die beste sozialwissenschaftliche Bezeichnung für das, was sich vor unseren Augen derzeit abspielt: Das Verdrängen von individuellen Akten der Wohltätigkeit einfach dadurch, dass der Missbrauch zu offenkundig geworden ist.
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Beide Formen des Wohltätigkeits-Missbrauch werden in den letzten Jahren immer häufiger, und man muss kein Hellseher sein um zu wissen, dass auch professionelle Wohltätigkeits-Vermarkter wie Caritas oder Misereor über kurz oder lang eine Zahlungsflaute erleben werden, zumal: Wozu soll man Organisationen unterstützen, die in Teilen von Afrika vermeintlich Gutes tun wollen, wenn Afrikaner ohnehin in großer Zahl nach Europa migrieren und im Marketing von denen, die das positiv bewerten (schon weil sie daran verdienen) als die Ärmsten unter den Armen verkauft werden, so dass in Afrika ja kaum mehr etwas für Misereor, Brot für die Welt oder Caritas zu tun bleibt – oder?

Wie immer, wenn organisierte Interessen sich staatliche Strukturen zur Geisel nehmen, wird zerstört, was einst ein funktionierender Mechanismus war, um Leid zu mindern.

Der folgende Brief eines Lesers kann hier exemplarisch für die Konsequenzen stehen, die der Wohltätigkeits-Missbrauch, der industrielles Ausmaß angenommen hat, nach sich zieht.

„Ich glaube, dass eine Erwartungshaltung bei „Immigranten“ aufgebaut wird, die sich dann z. B. auch beim Betteln zeigen kann.
Cartoon by Valeriy Chmyriov, from Ukraine

Ich beobachte seit diesem oder letztem Jahr (genauer erinnere ich mich nicht) einen Mann, der so Mitte 50 sein dürfte, dem Aussehen nach aus einem der islamischen Länder im Nahen oder Mittleren Osten stammt, und kein Deutsch versteht. Für jemanden, der regelmäßig im Eingang oder bei den Einkaufswagen am Supermarkt steht, um dort die Kunden anzubetteln, ist er bemerkenswert gut gekleidet. Neue Kleidung, stilistisch zusammenpassend (also wohl kaum etwas in der Not aus der Altkleidersammlung Zusammengeklaubtes), und auch der Wanderrucksack sieht neu oder gebraucht, aber in gutem Zustand aus. Da dieser Mann auch frisiert, gekämmt und gewaschen aussieht, wird er wohl auch irgendwo wohnen. Ja, und es ist bemerkenswert, dass dieser Mann dann trotzdem jeden anbettelt, der des Weges kommt, und Handbewegungen macht, die die Bewegung einer Gabel oder eines Löffels zum Mund imitiert, so als wäre er am Verhungern. Nun kann ich natürlich nicht für alle Kunden sprechen, aber meiner Beobachtung nach, ist die Bereitschaft zu spenden eher gering, und als ich mit der eben beschriebenen Handbewegung angebettelt wurde, habe ich verächtlich gepffft.

Und dabei habe ich eigentlich früher immer gespendet, einen Euro oder halt etwas zum Essen mit raus gebracht.
Dann hat mich mal ein anderer Kunde auf bandenmäßiges Betteln aufmerksam gemacht, was wohl in Offenbach/Main ein verbreitertes Phänomen ist als in [X]. Und dann gibt es ja noch diese orientalisch aussehenden Typen, die durch die S-Bahn laufen und eine Packung Tempo und einen Zettel neben einen legen. Auf dem Zettel ist ein Herz-Jesu-Bild und ein Text gedruckt, der etwas in der Art aussagt wie „das junge Mädchen XYZ ist krank und braucht eine Operation“.
Und mittlerweile überlege ich mir, ob ich überhaupt noch Spenden sollte, auch nicht an Stiftungen wie etwa die Peter-Maffay-Stiftung, denn wer weiß, wo mein Geld dann hingeht. In Kriegsausrüstung für die Ukraine vielleicht? Oder in die Ausstattung von „Seenotrettern“, die mir dann nur noch mehr Goldstücke ins Land bringen?
Im Prinzip spende ich nur noch an Blogs wie ScienceFiles, und ich würde an mir bekannte Leute spenden.
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