ScienceFiles-Tracker: Lehrtext für überemsige Datenschützer

Es ist nun schon mehrfach aufgekommen (z.B. hier), dass auf ScienceFiles Tracker installiert sind, und es gibt tatsächlich welche unter unseren Lesern, die denken, ein Tracker würde die Intimsphäre, die sich hinter ihrer IP verbirgt, auskundschaften und am Ende noch das Geheimnis des Browsers lüften, den sie benutzen, von Mobil oder Desktop aus. Stellen Sie sich das nur vor.

Wir haben heute unseren Tag der offenen Weiterbildung.

Auf ScienceFiles haben wir 22 Tracker installiert.

Was ist, was leistet ein Tracker?

Transferwise und Paypal sind zwei Dienste die wir benutzen, um Spenden einzusammeln. Beide sind notwendig, weil es ScienceFiles ohne Spenden nicht geben würde. Beide tracken die IP nicht generell, sondern nur dann, wenn sichergestellt werden muss, dass eine sichere Verbindung zur Abwicklung der Spenden vorhanden ist.

Wir benutzen zwei Tracker von Google. Beides sind Serviceleistungen. Einmal, um unsere Seite zu übersetzen, einmal, um auf ScienceFiles suchen zu können. Wer nicht sucht, wird nicht getrackt. Wer nicht übersetzt, wird ebenfalls nicht getrackt.

Drei Tracker dienen dazu, Statistiken zu sammeln: Wir sind Sozialwissenschaftler und wissen gerne, aus welchen Ländern unsere Leser kommen und wollen unser Angebot darauf ausrichten. Die Diskussion, ob wir ScienceFiles nicht lieber in englischer Sprache führen wollen, kommt bei uns z.B. regelmäßig auf. Einziges und wichtigstes Argument dagegen: die Zugriffszahlen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Ein Tracker gehört zu printfriendly, eine Serviceleistung, die es unseren Lesern erlaubt, unsere Texte als PDF zu speichern oder auszudrucken. Wir wollen natürlich verhindern, dass jeder dahergelaufene Bot unsere Texte speichert oder das Plug-In als Möglichkeit benutzt, sich einen Link zu ScienceFiles zu verschaffen, also tracken wir, nicht wir, sondern das Programm. Das nennt man auch Sicherheit und Schutz vor Spam.

Thema Sicherheit und Schutz vor Spam: Sieben Tracker von WordPress garantieren Sicherheit und gewähren Zugang zu Texten, die archiviert sind. ScienceFiles ist nicht nur ein großes Blog, was die Anzahl der Texte angeht, die mittlerweile in drei Archiven von WP gespeichert sind, ScienceFiles ist auch ein Blog, das sehr häufig von Spamattacken heimgesucht wird. Deshalb haben wir Akismet und einen zweiten Sicherheitslayer installiert.

Manche haben vermutlich schon gemerkt, dass die Schriftarten dem Device angepasst werden, auf dem ScienceFiles gelesen wird. Wer mobil zugreift, sieht uns anders als derjenige, der per Desktop zugreift. Um das zu gewährleisten, müssen wir einerseits mehrere Schriftarten zur Verfügung stellen und an den Browser, mit dem zugegriffen wird, anpassen, andererseits feststellen, ob per Handy, Tablet oder Desktop zugegriffen wird. Zwei Tracker von Typekit und einer, der bei Bedarf zusätzliche Fonts lädt, leisten das für uns.

Bleiben noch vier Tracker von Gravatar, die dann zum Einsatz kommen, wenn jemand bei Gravatar angemeldet ist, wenn nicht, dann nicht.

Die Welt wäre viel einfacher, wenn es nicht hysterische Datenschützer gäbe, die sich auf Tracker stürzen ohne auch nur die Spur einer Idee zu haben, was diese Tracker bewerkstelligen bzw. leisten. Wir schlagen all denen vor, die nicht getrackt werden wollen, das Internet sein zu lassen und in Zukunft wieder Zeitung zu lesen. Aber Vorsicht, jemand könnte sehen, dass Sie eine Zeitung kaufen und lesen und sich Tag und Uhrzeit merken.

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©ScienceFiles

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Eine Woche ohne ScienceFiles?

Wir sind die nächsten Tage hier:

und hier:

(Image: Kris Williams/Creative Commons/Flickr)
Übersetzung: ” And there in the quiet valley I hear a song in the sound of the breeze”; Dort im stillen Tal höre ich ein Lied im Windhauch

In May

by William Henry Davies 

Yes, I will spend the livelong day
With Nature in this month of May;
And sit beneath the trees, and share
My bread with birds whose homes are there;
While cows lie down to eat, and sheep
Stand to their necks in grass so deep;
While birds do sing with all their might,
As though they felt the earth in flight.
This is the hour I dreamed of, when
I sat surrounded by poor men;
And thought of how the Arab sat
Alone at evening, gazing at
The stars that bubbled in clear skies;

And of young dreamers, when their eyes
Enjoyed methought a precious boon
In the adventures of the Moon
Whose light, behind the Clouds’ dark bars,
Searched for her stolen flocks of stars.
When I, hemmed in by wrecks of men,
Thought of some lonely cottage then
Full of sweet books; and miles of sea,
With passing ships, in front of me;
And having, on the other hand,
A flowery, green, bird-singing land.

Wer es ohne ScienceFiles nicht aushält, der kann sich jederzeit im Forum mit anderen austauschen:

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Senior bezieht sich übrigens auf Maturität, eine Qualität, die man heute auch bei dem Alter gemäß Erwachsenen allzu oft vergeblich sucht.

Generation “gelernte Hilflosigkeit”

So langsam entwickelt sich unser Forum zu einer Quelle der guten Ideen, z.B. der Thread, in dem darüber diskutiert wird, warum Jugendlichen alles, was ihnen vorgekaut wird, einfach zu schlucken scheinen. Für Angehörige der älteren Generation, die ihr Leben aus eigener Hand geführt haben, die ein Interesse an der Welt hatten, die sie umgibt, ist es schwer nachvollziehbar, wenn heutige Generationen selbst dann, wenn sie aus der Verwahranstalt „Schule“ entlassen werden, am Tropf der Erwachsenen hängen bleiben und sich z.B. ausgerechnet beim Bundesministerium für Familie und all die Anderen Informationen dazu besorgen wollen, wie man einen Aufenthalt im Ausland gestaltet, welche Arten des Auslandsaufenthalts es gibt und vermutlich auch dazu, wie man sich gegen alle Eventualitäten versichert, die im Kontakt mit fremden Menschen ganz ungeplant passieren können.

Was die Diskutanten im Forum fasziniert und irritiert ist letztlich die Bereitschaft junger Menschen, ihre Freiheit willig für eine Bevormundung, Lenkung und Steuerung und damit eine Kontrolle durch staatliche Instanzen aufzugeben und überhaupt nicht auf die Idee zu kommen, auf eigene Faust und damit auf eigene Verantwortung etwas zu unternehmen. Das Leben dieser jungen Menschen ist schon vorbei, bevor es angefangen hat.

Sie sind, wenn man so will, Opfer ihrer gelernten Hilflosigkeit.

Learned Helplessness ist ein Konzept, das Martin Seligman vor Jahrzehnten entwickelt hat, am Beispiel von Hunden, die man so domestiziert hat, dass sie ihren Fluchtinstinkt verloren haben, selbst dann, wenn sie wussten, dass ihnen Schmerzen zugefügt werden. In der Psychologie beschreibt das Konzept einen Zustand, in dem der Empfänger adverser Stimuli, von denen man annehmen muss, dass sie z.B. seinem Freiheitsempfinden oder seinem Streben nach Autonomie, zuwiderlaufen, diese nicht vermeiden will, weil er der Ansicht ist, es habe sowieso keinen Sinn.

Schüler, so scheint es, sind dann, wenn sie die Schule hinter sich haben, so domestiziert, dass sie nicht einmal mehr auf die Idee kommen, sie könnten die adversen Stimuli des Staates zurückweisen oder auch nur ignorieren, die Stimuli, die als „Information“ oder „Handreichung“ des Weges kommen, deren Ziel aber darin besteht, den Jungen Menschen Optionen vorzugeben, so dass sie keine eigenen, abweichenden Handlungsmöglichkeiten entdecken. Viele Schüler scheinen die Hilflosigkeit verinnerlicht zu haben und immer dann, wenn sie vor etwas Neuem stehen, nach der schützenden Hand und Führung durch den Staat Ausschau zu halten.

Eine Generation der gelernt Hilflosen… Früher hat man sich gefragt, ob ein Kanarienvogel, der seit seiner Geburt im Käfig sitzt, weiß, was Freiheit ist. Heute fragt man sich, warum junge Menschen, die frei geboren sind und seit Jahren in einem Käfig gehalten wurden, freiwillig in den Käfig zurückkehren, wenn man ihnen erlaubt hat, ein wenig frische Luft zu schnuppern.

Die Zeiten ändern sich eben.

Wer sich an der Diskussion im Forum beteiligen will, der kann das hier tun.

Was bedeutet Alter? Wann ist man alt?

Arthur Schopenhauer hat auf diese Fragen, die Corvusalbus im Forum gestellt hat, eine Antwort gegeben:

“ Die größte Energie und höchste Spannung der Geisteskräfte findet, ohne Zweifel, in der Jugend Statt, spätestens bis ins 35ste Jahr: von dem an nimmt sie, wiewohl sehr langsam, ab. Jedoch sind die späteren Jahre, selbst das Alter, nicht ohne geistige Kompensation dafür. Erfahrung und Gelehrsamkeit sind erst jetzt eigentlich reich geworden: man hat Zeit und Gelegenheit gehabt, die Dinge von allen Seiten zu betrachten und zu bedenken, hat jedes mit jedem zusammengehalten und ihre Berührungspunkte und Verbindungsglieder herausgefunden; wodurch man sie allererst jetzt so recht im Zusammenhange versteht.“
(Schopenhauer, Arthur (1977): Vom Unterschiede der Lebensalter. Gesammelte Werke Band 8, Kapitel 6, S.531)

Alter ist für Schopenhauer also ein Punkt auf der Dimension körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit. Erstere nimmt ab, letztere zu.

J.R.R Tolkien hat eine ähnliche, wenngleich pointiertere Vorstellung von „Alter“:

Einer, der nie müde zu werden scheint und immer voller Zuversicht ist.

“In one thing you have not changed, dear friend,” said Aragorn: “you still speak in riddles.”
“What? In riddles?” said Gandalf. “No! For I was talking aloud to myself. A habit of the old: they choose the wisest person present to speak to; the long explanations needed by the young are wearying.”
― J.R.R. Tolkien, The Two Towers

[„In einer Hinsicht hast Du Dich nicht verändert, mein Freund“, sagte Aragorn: „Du sprichst immer noch in Rätseln“.
„Was? In Rätseln“, sagte Gandalf. „Nein. Denn ich habe laut mit mir selbst gesprochen. Eine Angewohnheit der Alten: Sie wählen die klügste Person, die zugegen ist, um zu ihr zu sprechen; die langen Erklärungen, die die jungen benötigen, sind ermüdend.“]

Aus einem Lehrbuch für Sportbiologie (Weinecke, Jürgen (2004). Sportbiologie. Balingen: Spitta, S.418):

„Das biologische oder individuelle Alter wird als das Alter bezeichnet, welches ein Organismus aufgrund der biologischen Beschaffenheit seiner Gewebe im Vergleich zu Normwerten aufweist. Es ist von biologischen Reifungsvorgängen und exogenen Einflüssen abhängig“.

Alter als Normabweichung? Aber: Normen sind soziale Vereinbarungen. Personen jenseits der 60 Erdenjahre werden immer häufiger, ihr Anteil in der Gesellschaft wird immer größer. Sie, Alter wird zur Norm.

Weiter im Lehrbuch:

„Ds psychologische Alter bezieht sich auf das individuelle Anpassungsvermögen, auf subjektive Reaktionen und auf das Selbstbild der Einzelpersonen“

Man ist so alt, wie man sich fühlt? Oder fühlt man sich so alt, wie man ist? Zwei durchaus unterschiedliche Fragen.

Lehrbuch dritter Teil:

„Das soziale oder soziologische Alter wird stark von der jeweiligen Gesellschaftsstruktur bestimmt. So kann ein Individuum innerhalb der gleichen Gesellschaft einmal als jung, in einer anderen Beziehung als alt gelten“.

Rentner gelten generell als alt. Lassen sie sich von Jungen als Babysitter oder von ihrer Regierung als freiwilliger Engagierter ausnutzen, dann sind sie jung geblieben.

In jedem Fall ist Alter relativ, eine Bestimmung anhand exogener Kriterien schwierig, so dass es wohl letztlich jeder für sich selbst entscheiden muss, ob er sich in einer bestimmten Situation und im Vergleich zu bestimmten Anderen gerade für alt hält oder es angeraten findet, sich als alt zu fühlen.

Welche Antwort geben Sie auf die Eingangs gestellten Fragen: Was ist Alter, wann ist man alt?
Im Forum ist viel Raum zur Diskussion.

Spenden für ScienceFiles

Die häufigste Frage, die uns in den letzten Tagen gestellt wird, lautet: Wie kann ich Euch unterstützen?

Wirklich!

Diese Aussage ist zuweilen mit der Aussage verbunden: “Paypal geht gar nicht”.

Wir deuten das einmal als Ablehnung des Bezahldienstes.

Weil es natürlich nicht geht, dass es spendenwillige Leser von ScienceFiles gibt, die unbefriedigt bleiben, die ihre Intention nicht in die Tag umsetzen und Gutes tun können, deshalb haben wir alle Möglichkeiten, uns zu unterstützen, in diesem Post zusammengestellt.

Man findet sie gewöhnlich unter:

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Für alle, die eine mobile Ansicht haben und die alte Menuesteuerung nicht auf ihrem “Device” sehen, hier als besonderer Service alles auf einen Blick:

Spenden geht auf drei Wegen:

Entweder per Paypal:




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