Eine Leiche zum Dessert

Zur Erhaltung der geistigen Klarheit in diesem Jammertal der politischen Korrektheit ist es elementar wichtig, sich an die gute alte Zeit zu erinnern, die Zeit vor der Sprachverhunzung mit *I_nen, die Zeit, als man noch Neger sagen durfte und der Ernst sich auch angesprochen gefühlt hat. Die alte Zeit, sie war eine Hochzeit der Fröhlichkeit und des leichten, freien und erfüllten Lebens.

Kinder lasen die kleine Hexe und fanden nichts dabei. Schwule haben ganze Knabenchöre in Edesheim in der tiefsten Pfalz dirigiert und niemand hat etwas dabei gefunden, man musste keine Rücksicht auf irgendwelche Spinner nehmen, die Anstoß an Sexismus, Rassismus, Ableismus, Antifeminismus oder Sonstismus nehmen könnten.

Kein Paradies auf Erden, aber eine freie Gesellschaft, in der man schlicht „fun“ haben konnte, und wenn die Anette von der Stasi mitgehört hat, dann war’s auch recht, denn: Der Lauscher an der Wand, der hört nur seine eigene Schand (vielleicht ist es das, was die Lauscher und Bespitzler so aggressiv macht).

Wir sind gestern eingetaucht, in diese Welt aus Normalität und Freizügigkeit, diese maaslose Welt der freien Meinung, in der man sich einfach nur wohlfühlen kann.

Eine Leiche zum Dessert (Death by Murder) hat dies ermöglicht.

Eine Leiche zum Dessert

Leiche zum Desert German.jpg

Murder by Death

Murder by death

Eine klassische Filmkomödie, wie sie heute nicht mehr gedreht werden dürfte. Warum? Wegen all der Ismen, an denen man sich erfreuen kann, vom rassistischen Sam Diamond, der den sexistischen Sidney Wang am Geruch erkennt, bis zum High-Class Snob, der leider pleite ist. Kaum eine politische Unkorrektheit ist ausgelassen, so dass man jedem nur empfehlen kann, den Film zu kaufen, so lange es noch möglich ist.

Ob man sich damit der Gefahr aussetzt, in einer der nächsten Razzien, die Heiko Maas durchführen lässt, weil er nicht weiß, wie er sich die Zeit sonst vertreiben soll, Hausbesuch zu bekommen, wissen wir nicht, aber selbst wenn: Der Film ist es wert!

Wer des Englischen mächtig ist, soll die Originalversuch ansehen, wegen der vielen Wortspiele, die man nicht übersetzen kann.

7285 Euro Spenden für ScienceFiles

Liebe Leser,

wir wollen uns an dieser Stelle recht herzlich für sage und schreibe 7.285 Euro, die uns innerhalb von knapp 5 Wochen gespendet worden sind, bedanken.

ScienceFiles Spendenstand.7285Nicht einmal der größte Optimist unter uns hätte damit gerechnet, dass wir auf eine Summe jenseits von 2.000 Euro kommen würden. Entsprechend hat uns die ganze Aktion gezeigt, dass es möglich sein könnte, ScienceFiles, zumindest zeitweise aus Spenden zu finanzieren, so dass zumindest ein Redaktionsmitglied sich tageweise, vielleicht auch wochen- oder monatsweise ausschließlich der Arbeit am Blog widmen kann.

Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, zu dem wir nunmehr gelangt sind, und es zeigt uns nicht nur, dass eine erhebliche Nachfrage nach den Texten von ScienceFiles besteht. Da wir im März 425.166, also fast eine halbe Million Besucher auf ScienceFiles hatten und somit 55% mehr als im Vormonat, war uns schon klar, dass es eine Nachfrage nach den Texten von ScienceFiles und der Art und Weise, wie wir unsere Texte schreiben, besteht.

Was uns zugegebener Maßen sehr positiv überrascht hat, ist die große Zahl von Lesern, die bereit sind, nicht nur zu lesen, was Ihnen offensichtlich zu lesen Spaß macht, sondern diejenigen, die sich täglich hinsetzen und das eingehende Material sichten und Texte schreiben, die anderen Spaß machen, auch finanziell zu unterstützen.

We stand humbled.

Aber nicht lange, denn des Menschen Los ist es, von erreichten Zielen aus, bereits nach neuen Zielen Ausschau zu halten, die er ebenso erreichen kann. Und deshalb haben wir uns entschlossen, die Spendenaktion weiterlaufen zu lassen, einen monatlichen Bericht über den Spendenstand zu geben und aus den eigehenden Spenden eine kontinuierliche Intensivierung der Arbeit an ScienceFiles zu finanzieren.

Seinen Niederschlag hat dies bereits in SurveyNET gefunden, unserem neuen Befragungshub, das wir nicht nur – wie alles – selbst programmieren und erstellen, sondern auch selbst führen, bestücken, auswerten und ausbauen so dass es bereits jetzt eine alternative Befragungsseite im Internet gibt, auf der regelmäßig Befragungen durchgeführt werden, die nicht von der politischen Korrektheit und dem Mainstream diktiert werden.

 

Alles, was wir an Kategorien und neuen Formaten auf ScienceFiles und SurveyNET ausprobieren und ergänzen, können wir nur deshalb ausprobieren und ergänzen, weil es eine stattliche Anzahl von Unterstützern gibt, die uns den Rücken freihalten, denn die vielen Stunden, die wir derzeit in ScienceFiles investieren, die könnten wir nicht investieren, wenn es die vielen Spender nicht gäbe.

Daher nochmals herzlichen Dank und: Weiter so!

Helfen Sie uns dabei, ScienceFiles vom Hobby zum fest etablierten Blog zu machen. Machen Sie mit beim ScienceFiles-Projekt.

Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dass wir uns nicht mehr nur nebenbei um ScienceFiles kümmern können und uns dem, was wir investigative Wissenschaft und angewandte Sozialwissenschaft nennen, voll widmen können.

Paypal:

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Spendenkonto:
Wir empfehlen Transferwise, um die horrenden Bankgebühren deutscher Banken zu vermeiden.

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  • Kontoinhaber: Michael Klein
  • Bankgebühren umgehen mit Transferwise

Spenden-Halbzeit!

Bis zum 31. März läuft noch unsere Spendenaktion. Ziel: ScienceFiles zeitweise finanziell auf eigene Füße zu stellen, denn derzeit verdienen wir unsere Brötchen mit anderen Dingen und betreiben ScienceFiles nebenbei – immer dann, wenn wir gerade Zeit dafür haben.

Unser Spendenaufruf hat eine Ressonanz gefunden, die wir nicht für möglich gehalten hätten.

Wir bedanken uns heute bei 130 Spendern, die mit Spenden zwischen 3 Euro und 300 Euro bislang sage und schreibe: 5.500 Euro gespendet haben.

Ihnen allen sagen wir ein herzliches Dankeschön!

ScienceFiles Spendenstand

Alle, die dazu beitragen wollen, dass wir uns der angewandten Sozialwissenschaft, die ScienceFiles auszeichnet, voll widmen, können dies nach wie vor durch eine Spende entweder über Paypal oder direkt auf unser Spendenkonto tun.

Wer auf das Spendenkonto überweisen will, dem empfehlen wir Transferwise. Es ist einfach, schnell, sicher und vermeidet die horrenden Bankgebühren, die in Deutschland bei Überweisungen ins Ausland anfallen.

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Am Wochenende konnten wir übrigens den 5.000.000 Besucher auf ScienceFiles begrüßen!

Die Nachfrage nach ScienceFiles-Beiträgen, sie ist also vorhanden, derzeit mit einer monatlichen Steigerunsrate bei den Besucherzahlen von 95%!

Am 17. April feiern wir übrigens fünfjähriges Bestehen von ScienceFiles. Es gibt uns dann also erst seit fünf Jahren, aber seit fünf Jahre, die es in sich haben!

 

 

We have a dream!

Heute, da wir einsehen müssen, dass ScienceFiles längst zu einer Bewegung geworden ist, heute, da die Höhe der Spenden deutlich macht, dass wir am Anfang von etwas Großem, etwas sehr Großen stehen, heute, am Sonntag, geben wir die folgende Rede eines ScienceFiles-Redakteurs an die ScienceFiles-Gemeinde wieder:

Home of ScienceFiles8Ich bin glücklich, dass ich Mitglied von ScienceFiles sein kann, Mitglied bei einer wachsenden Bewegung, die in die Geschichte als größtes Projekt von Vernunft und Freiheit, das Deutschland je gesehen hat, eingehen wird.

Fast fünf Jahre ist es her, dass ScienceFiles gegründet wurde – als Insel der Vernunft in einem Meer der Unvernunft, als Säule der Rationalität in der Brache der Irrationalität, als Aufschrei des Verstandes gegen die mannigfaltigen Versuche, seine Träger um denselben zu reden – als Renaissance der Sozialwissenschaft.

Fünf Jahre später ist die Vernunft immer noch vereinzelt, vereinzelt am Rande einer Deponie von Irrationalität und Unvernunft, die aus einem unerschöpflichen Reservoir entsprechender Eimer nachgeschüttet zu werden scheinen.

Doch es besteht Hoffnung.

Die Insel der Vernunft, sie wächst. Wir sind mit ScienceFiles angetreten, die Umsetzung des Versprechens einzufordern, mit dem jedes menschliche Leben ausgestattet ist: Das Versprechen eines freien Willens und eines nutzbaren Intellekts. Eigenes Denken und eigenverantwortliches Handeln, wir fördern und fordern es. Es ist unsere „Erklärung der Unabhängigkeit des Individuums“, denn nur das freie Individuum, es ist in der Lage, eigenverantwortlich zu handeln und selbständig zu denken.

Wir können nicht glauben, dass es Kindergärten, Schulen, Medien, Politikern und Nichtregierungsorganisationen gelingen soll, Vernunft, freien Willen und eigenverantwortliches Leben zu beseitigen und durch Abhängigkeit, Dumpfheit und willenloses Nachplappern vorgegebener Inhalte zu ersetzen.

Wir können nicht glauben, dass staatliche Institutionen es erreichen, das menschliche Potential in Denken und Handeln zu einem Zellhaufen zu reduzieren, der reagiert und nicht agiert.

Wir betreiben ScienceFiles, um die Gesellschaft an die Wichtigkeit und die Bedeutung von Vernunft und Rationalität, von freiem Willen, freier Meinung und eigenverantwortlichem Leben zu erinnern.

Wir betreiben ScienceFiles, um die Einlösung des Versprechens der menschlichen Spezies, die sich in einem Gehirn manifestiert, einzufordern.

Dies ist unser Ziel, die eigenständige Nutzung des menschlichen Geistes, durch diejenigen, die ihn besitzen, sie ist unser Ziel.

Wir versprechen, dass wir keinen Fußbreit denen überlassen werden, die den menschlichen Intellekt nicht achten, die leiten, dirigieren und manipulieren wollen.

Wir sind auf dem Weg zu diesem Ziel.

Aber wir können diesen Weg nicht alleine gehen.

Es gibt kein Zurück.

Es gibt nur ein Vorwärts, ein Vorwärts zum eigenständigen und verantwortlichen, zum freien, unbeaufsichtigten und nicht manipulierten Leben.

Wir haben den Traum, dass Deutschland eines Tages ein Land sein wird, in dem jeder, auch Politiker, das Versprechen, das ein Gehirn darstellt, einlösen wird.

Wir haben den Traum, dass Schüler aus Bremen und Schüler aus Bayern eine gemeinsame Sprache sprechen werden und ihr geistiges Potential in gleicher Weise nutzen können.

Wir haben den Traum, dass jeder die Ausstattung, die ihm mitgegeben wurde, nutzen kann, um Manipulation als Manipulation, Einflussnahme als Einflussnahme, Betrug als Betrug und Funktionäre als das, was sie in den meisten Fällen sind, zu erkennen.

Wir haben den Traum von der Herrschaft des Verstandes.

Wir haben diesen Traum heute, jetzt!

Soweit die erfreulich kurze und dennoch mitreißende Rede, die manchem in der Redaktion zumindest in Teilen bekannt vorgekommen ist und die vereinzelte Stimmen als „Schwulst“. bezeichnet haben.

Wie dem auch sei, um unseren Traum umzusetzen, haben wir das ScienceFiles-Projekt ins Leben gerufen. Es soll es uns ermöglichen, dauerhaft an ScienceFiles bleiben zu können und nicht nur nebenbei, wann immer wir freie Zeit erübrigen können.

Deshalb haben wir unsere Leser aufgerufen, das für ScienceFiles zu geben, was vielen das liebste ist: Ihr Geld. Viele sind diesem Ruf bereits gefolgt. Viel mehr als wir zu hoffen gewagt haben.

Auf dem Weg zu 30.000 Euro sind wir schon ein gutes Stück vorangekommen.

Derzeit summieren sich die Spenden auf 4.500 Euro.

ScienceFiles Spendenstand

Wir sagen allen Spendern ein herzliches Dankeschön und versprechen, den Kampf um Vernunft, Rationalität und Freiheit nie aufzugeben.

Alle, die noch nicht gespendet haben, rufen wir dazu auf, sich am ScienceFiles-Projekt zu beteiligen. Historische Vorbilder zeigen, dass Dinge, die als Traum begonnen haben, plötzlich zu sozialen Bewegungen, die nicht mehr zu stoppen waren, geworden sind.

Also: Live the dream and donate!

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ScienceFiles-Projekt: WOW! Aktueller Spendenstand

ScienceFiles hat sich zwischenzeitlich zu einem so festen Bestandteil der Blogosphäre entwickelt, dass allein das Wissen darum, dass täglich rund 10.000 Leser auf unsere Beiträge warten, Anlass zur Freude ist und Druck auf uns ausübt, Druck, auch Beiträge zu schreiben.

Und als Konsequenz gibt es Ressourcenstreitigkeiten: Streitigkeiten um die Ressource Zeit, um die die Felder „Hobby“ und „Beruf“ immer heftiger konkurrieren. Wenn wir ScienceFiles im vorhandenen Maße aufrechterhalten wollen oder besser noch: ausbauen wollen, dann müssen wir uns eine Form der Finanzierung überlegen. Zu dieser Einsicht sind wir schnell gekommen: Ein Blick auf den Umfang der Arbeit, die liegenbleibt, und ein Blick auf die Opportunitätskosten, die anfallen, wenn wir uns um ScienceFiles kümmern, genügt.

Es muss etwas passieren.

Also, so haben wir gedacht, machen wir doch ein Experiment und schauen, ob es bei 10.000 Lesern täglich möglich ist, ScienceFiles auf eine eigene finanzielle Basis zu stellen, eine Basis, bei der wir unsere Leser nicht mit Werbung zu Beginn, in der Mitte und am Ende von Beiträgen, sowie mit einer komplett zugeworbenen rechten Spalte belästigen müssen.

Deshalb haben wir vor nicht einmal vier Tagen das ScienceFiles-Projekt gestartet, und es wie folgt beschrieben:

Unsere Idee ist nun, bis zum 31. März 2016 Spenden zu sammeln und am Ende einen Kassensturz zu machen. Kommen 30.000 Euro zusammen, dann wird sechs Monate lang jeden Wochentag jeweils ein Redaktionsmitglied ausschließlich für ScienceFiles tätig sein, und wir werden nicht nur die angewandte Wissenschaft auf neue Höhen führen, sondern auch eine neue Form Wissenschaft, die investigative Wissenschaft, einführen und darüber hinaus schauen wir, was möglich ist.

Kommen in der Zeit bis zum 31. März 2016 weniger als 30.000 Euro zusammen, sagen wir, 15.000 Euro, dann wird einer von uns drei Monate exklusiv für ScienceFiles tätig sein. Die Rechnung ist so einfach, wie die Dresdener Bettensteuer, nur dass es bei uns etwas als Gegenleistung gibt.

Was wir hier vorhaben, ist ein Experiment, von dem wir nicht wissen, ob es funktioniert, für das es erfolgreiche Beispiele nur im Vereinigten Königreich und in den USA gibt.

Wir sind schon gespannt, ob es möglich ist, in Deutschland eine etablierte Idee wie ScienceFiles, von der täglich 10.000 Leser profitieren, bei einem jährlichen Wachstum von mehr als 110%, über eine gemeinsame Anstrengung zu finanzieren.

Über den Verlauf der Spendenaktion werden wir regelmäßige Spendenstands-Meldungen geben.

Heute, am Tag X+4 geben wir den ersten Spenden-Zwischenstand bekannt. Bislang sind Spenden in Höhe von 3.020 Euro eingegangen. Damit können wir fast einen Monat finanzieren, in dem sich ein Redaktionsmitglied ausschließlich um ScienceFiles kümmert.

Liebe Leser, Ihr seid phantastisch!

ScienceFiles Spendenstand

Als wir dieses Projekt gestartet haben, dieses Experiment gewagt haben, da waren wir in der Redaktion im Hinblick auf den Erfolg eher geteilter Meinung. Nun, nach nicht einmal 4 von 35 Tagen Laufzeit, haben wir bereits die Grenze von 3.000 Euro überschritten, wobei die Höhe der Spenden zwischen 5 Euro und 400 Euro variiert. Damit haben wir bereits 10% der Summe, die wir uns zum Ziel gesetzt haben, um ein halbes Jahr kontinuierlich und 100% an ScienceFiles arbeiten zu können, erreicht.

Vielen Dank für diesen unglaublichen Vertrauensbeweis. Wir hatten wirklich keine Ahnung, dass so vielen Lesern ScienceFiles so wichtig ist, dass sie bereit sind, ScienceFiles finanziell zu unterstützen.

Wie ist das mit den Begehrlichkeiten? Hat man eine Etappe erreicht, dann richtet sich der Blick gleich auf die nächste. Wir sind jetzt natürlich kurz vor euphorisch, in jedem Fall enthusiastisch und schon gespannt, welche ungeahnten Spendenhöhen wir noch erklimmen können.

Wer entsprechend dabei sein will wie Geschichte gemacht und ScienceFiles als eigenständiges Blog der angewandten Sozialwissenschaften etabliert wird, der kann sich mit einer entsprechenden Spende beteiligen: Paypal oder unser Spendenkonto bieten gute Möglichkeiten, die eigenen, verfügbaren Finanzmittel zu Gunsten von ScienceFiles zu reduzieren.

Wer auf das Spendenkonto überweisen will, dem empfehlen wir Transferwise. Es ist einfach, schnell, sicher und vermeidet die horrenden Bankgebühren, die in Deutschland bei Überweisungen ins Ausland anfallen.

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Sozialwissenschaften sind kein Laberfach – Projekt ScienceFiles

Unser Projekt ScienceFiles, das wir gestern gestartet haben, es lässt sich gut an, soviel können wir an dieser Stelle schon sagen. Bislang sind unsere Erwartungen übertroffen worden. Weiter so!

Von all den netten und schönen eMails und Kommentaren, die uns gestern erreicht haben, wollen wir uns zwei herausgreifen, die uns besonders gefreut haben, und zwar deshalb, weil sie den Kern dessen, was wir mit ScienceFiles versuchen, betreffen:

Sozialwissenschaften sind kein Laberfach und Sozialwissenschaftler keine Moralapostel!

Oder, wie zwei unserer Leser schreiben:

„Gratuliere zu ihrem Blog.

Sie haben mir näher gebracht was Sozialwissenschaften sein könnten aber oft nicht sind. Die moralisierenden Aussagen von Sozialwissenschaftlern in den Medien haben bei mir den Eindruck geprägt, es wäre eine Laberwissenschaft mit Moralapostelcharakter. Sie haben mir gezeigt, dass Sozialwissenschaft etwas anderes ist und auch eine echte Wissenschaft sein kann, deren Wesen aber in den Medien politisiert und konterkariert wird.

Vielen Dank an dieser Stelle für diese Einsicht und dass sie meine Meinung geändert haben.

Weiter so und auch viel Erfolg in der eigenen Karriere.
Grüße
Günter Heß“

„DANKE!
Danke für Euer Projekt. Ihr habt mir als Physiker gezeigt, dass auch Sozialwissenschaften Wissenschaft sind. Aus dem was ich nunmehr über 3 Jahre regelmäßigen Lesens von ScienceFiles über Sozialwissenschaften kannte (früher in der DDR reiner Sozialismus sch…, jetzt reingewaschener Soz…) hatte ich den Eindruck, dass Sozialwissenschaften so Etwas wie im Studium der Wissenschaftliche Kommunismus sind. Ihr habt mir gezeigt, dass es da noch mehr und vor Allem Sinnvolles gibt.
Ich hoffe Ihr habt mit Eurem Aufruf bei den Lesern genug Erfolg. Ich finde die Art der Finanzierung gut, da man (auch als Leser) sich auf die nächste Zeit einstellen kann.

mfg

Gernot“

Diese beiden Rückmeldungen, sie freuen uns besonders, weil sie zeigen, dass wir mit ScienceFiles dazu beigetragen haben, die Wahrnehmung von Sozialwissenschaften zu verändern, zu korrigieren.

Wer seine Informationen nur aus Mainstream-Medien nimmt, in denen Lehrstuhlbesetzer, die sich als Sozialwissenschaftler ausgeben, akademisierte Beleidigungen von sich geben oder Dünngeistiges, das sie als Wissenschaft verkaufen wollen, der kann in der Tat den Eindruck erhalten, dass die Sozialwissenschaften aus blasierten und moralisierenden Schwätzern bestehen, die nichts inhaltlich zu sagen haben und diese inhaltliche Leere durch Bewertung ersetzen, Bewertung anderer versteht sich.

sciencefilesDabei ist es ganz einfach, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn die Sozialwissenschaften basieren auf einem Konsens darüber, was Wissenschaft ist: Wissenschaft ist in erster Linie eine Methode, die den kumulativen Gewinn von Erkenntnis ermöglicht und zum Ziel hat. Dazu ist es erforderlich, dass wissenschaftliche Aussagen,

  1. Aussagen über die Wirklichkeit sind,
  2. Aussagen sind, die von anderen nachvollzogen werden können und
  3. Aussagen sind, die an der Wirklichkeit scheitern können.

Diese drei Kriterien reichen aus, um akademische Hochstapler von Wissenschaftlern zu unterscheiden.

Und an dieser Stelle verraten wir noch zwei weitere Kniffe, anhand derer man sehr schnell sieht, ob man es mit einem Hochstapler oder einem Wissenschaftler zu tun hat.

Angenommen, ein Wissenschaftler gibt die Bewertung ab, eine Menge bestehe aus Wutbürgern. Diese Bewertung ist zunächst einmal zulässig, auch wenn sie nicht als solche Gegenstand der Wissenschaft ist. Aber es ist möglich, Bewertungen auf Grundlage empirischer Sachverhalte vorzunehmen. Dazu muss es jedoch eine gesicherte empirische Basis und einen normativen Maßstab geben, der offengelegt werden muss.

So kann man der Ansicht sein, ein Mensch, der sich selbst schädigt, handelt nicht rational und muss entsprechend zu dem Schluss kommen, dass Menschen, die ihre Denkfähigkeit durch die Übernahme von Ideologien beeinträchtigen, also durch die Übernahme eines Glaubenssystems, das nicht empirisch begründet ist, irrational sind.

Folglich ist es einfach zu prüfen, ob die Behauptung, eine Gruppe von Menschen sei eine Gruppe von Wutbürgern eine berechtigte Einordnung oder eine akademisierte Beleidigung ist. Drei Fragen reichen aus, um die die entsprechende Entscheidung zu treffen:

  1. Ist definiert, welches Merkmal mit der Bezeichnung Wutbürger beschrieben werden soll?
  2. Ist das so definierte Merkmal gemessen worden?
  3. Ist das so definierte Merkmal unabhängig von seiner Definition gemessen worden?

Wenn jemand also behauptet, eine Gruppe von Menschen sei eine Gruppe von Wutbürgern, dann muss er zunächst angeben, worin sich Wutbürger von Nichtwutbürgern unterscheiden, er muss Wutbürger, z.B. als „Bürger, die Gegenstände fremder Menschen, die im öffentlichen Raum sind, mit rotem Kopf zerstören“, definieren. Sodann muss er messen, ob das Verhalten „Gegenstände im öffentlichen Raum mit hochrotem Kopf zerstören“ in der von ihm als Wutbürger bezeichneten Gruppe häufiger vorkommt als im Rest der Bevölkerung. Die Operationalisierung „Gegenstände im öffentlichen Raum mit hochrotem Kopf zerstören“ ist hier besonders wichtig, denn nur sie ermöglich die unabhängige Prüfung der Wutbürger-Hypothese.

Und damit kommen wir zu einer Eigenartigkeit, die Ideologen immer teilen, seien sie Sozialisten oder Genderisten, Faschisten oder Kommunisten: Sie sind in Zirkeln unterwegs. Ihr Denken, sofern man die entsprechende Tätigkeit von Neuronen als Denken bezeichnen kann, verläuft im Kreis und ist auf sich bezogen.

Logik der ForschungDiese Eigenartigkeit, die man auch als Denkbehinderung auffassen kann, findet sich z.B. in der Rede von den Wutbürgern oder im Palaver über das Patriarchat. Diejenigen, die von Wutbürgern oder vom Patriarchat fabulieren, gehen von einer Beobachtung aus, die ihnen aufgrund ihrer Ideologie nicht passt. Sie sehen Menschen, die sich nicht in der Weise verhalten, wie sie es für richtig halten, oder sie sehen, dass Frauen seltener auf Vorstandsposten zu finden sind als Männer. Jeder normale Mensch würde nun versuchen, die Unterschiede, die er beobachtet hat, zu erklären. Nicht so Ideologen. Sie kreisen um Bewertungen. Dass Menschen von Verhaltensvorstellungen abweichen, ist für Ideologen Erklärung und zu Erklärendes zugleich. Dass Verteilungen zwischen Frauen und Männern variieren, ist ebenfalls Erklärung und zu Erklärendes in Fehlschlussunion.

Die Denkbehinderung oder die Kunst, sich selbst um den Verstand zu bringen, die Ideologen beherrschen wie niemand sonst, sie interveniert nun mit einem Begriff, einem affektiv geladenen Begriff. Dem Begriff „Wutbürger“ oder dem Begriff „Patriarchat“. Wutbürger sind nicht etwa deshalb Wutbürger, weil sie wie oben definiert wurden und ihr Verhalten entsprechend gemessen wurde, sondern weil sie von den Verhaltens-Vorstellungen dessen, der den Begriff benutzt, abweichen. Der entsprechende Ideologe sieht die Abweichung, bewertet die Abweichung und denkt, weil er bewertet hat, hätte er auch erklärt. Ein Irrtum, dem wirklich nur Ideologen aufsitzen können.

Ähnlich verhält es sich mit dem Patriarchat, von dem die Gender-Ideologen annehmen, es sei für ungleiche Verteilungen zwischen den Geschlechtern verantwortlich. Wann immer die Gender-Ideologen eine ungleiche Verteilung in einem Feld finden, in dem sie eine gleiche Verteilung vorteilhaft finden (also nicht bei der Müllabfuhr), muss entsprechend das Patriarchat seine Wirkung entfalten. Dass es das Patriarchat weder gibt noch je gegeben hat, spielt dabei keine Rolle, denn es geht nur darum, sich selbst über die eigene Denkbehinderung hinweg zu täuschen.

Man könnte entsprechend Patriarchat durch Rhabarberkuchen ersetzen und würde denselben Effekt erzielen.

Das Bloßstellen der Hochstapler, die sich im institutionalisierten Wissenschaftsbetrieb ausgebreitet haben, es ist eines der Ziele von ScienceFiles. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, diese Ziele nicht als Hobby und nebenbei, sondern rund um die Uhr zu verfolgen, dann können Sie sich am Projekt ScienceFiles beteiligen. Wenn bis zum 31. März 2016 Spenden in Höhe von 5.000 Euro zusammenkommen, dann können wir ein Redaktionsmitglied Vollzeit für einen Monat für ScienceFiles abstellen, wenn es 30.000 Euro sind, für sechs Monate.

Wer sich an diesem ScienceFiles-Projekt mit einer entsprechenden Spende beteiligen will, der kann dies entweder über Paypal oder über unser Spendenkonto tun. Wer auf das Spendenkonto überweisen will, dem empfehlen wir Transferwise. Es ist einfach, schnell, sicher und vermeidet die horrenden Bankgebühren, die in Deutschland bei Überweisungen ins Ausland anfallen.

Paypal:

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  • Bank: Tescobank plc.
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Das ScienceFiles-Projekt

Am 17. April 2016 feiern wir das 5jährige Bestehen von ScienceFiles.

sciencewatchScienceFiles – kritische Wissenschaft – critical science;

Als wir unser kleines Hobby gestartet haben, mit zunächst drei bis vier Posts pro Woche und mit 100 bis 200 Besuchern pro Tag, da haben wir nicht im Traum daran gedacht, dass wir zur Nummer 1 der deutschen Wissenschaftsblogs werden. Wir haben auch nicht daran gedacht, dass wir im Jahr 2016 ScienceFiles noch betreiben und dass sich täglich mehr als 10.000 Besucher auf ScienceFiles einfinden.

4.8 Millionen Besucher,

25.000 Kommentare und

1.675 Posts weiter müssen wir einsehen, dass ScienceFiles sich zu einer Institution in der deutschen Blogosphäre entwickelt hat: It is here to stay, wie wir in Wales sagen.

Gestartet als Blog, das dem Ausverkauf der deutschen Wissenschaft, dem Verlust selbst rudimentärster Kenntnisse in Methoden und Standards entgegen treten wollte, haben wir im Verlauf von fünf Jahren so manche Schlacht geschlagen, u.a.:

mit der GEW,

mit den Genderisten,

mit der Antidiskriminierungsstelle.

Wir haben eine Vielzahl von wissenschaftlichen Beiträgen besprochen und kritisiert, Junk Science von richtiger Wissenschaft separiert und uns bemüht, die Kenntnisse darüber, was Wissenschaft ausmacht, Falsifizierbarkeit, Nachprüfbarkeit, Methode und Nachvollziehbarkeit, zum Allgemeinwissen zu machen.

Und darin waren wir erfolgreich.

Wenn wir Links auf ScienceFiles verfolgen, dann sehen wir zum einen, dass sich Kommentatoren in den entsprechenden Spalten der Mainstream-Medien kritisch mit dem auseinandersetzen, was ihnen von Seiten der Mainstream-Medien vorgesetzt wird, und wir sehen mit Stolz, dass Beiträge von ScienceFiles sehr häufig als Beleg für die Position der entsprechenden Kommentatoren genutzt werden.

Die ursprüngliche Ausrichtung von ScienceFiles darauf, Wissenschaft in ihren Grundfesten gegen Genderisten und Sozialisten und all die Ideologen zu verteidigen, die versuchen, den Mantel der Wissenschaft um sich zu hüllen, um angezogen zu erscheinen und an Steuergelder zu kommen, hat sich schnell weiterentwickelt, so dass wir ScienceFiles heute als angewandte Sozialwissenschaft sehen, als Blog, dessen Ziel darin besteht, die Methode der Wissenschaft zu verteidigen und diejenigen, die sich mit zu großen Gewändern umhüllen, bloßzustellen, und zum Blog,  auf dem Wissenschaft in ihrer wichtigsten Funktion der Aufklärung auch angewendet wird.

In diesem Sinne streiten wir mit denjenigen, die ihr Auskommen als akademisierte Beleidiger suchen, legen die Finanzierung der Gegendemonstrationen zur u.a. Pegida durch die Thüringische Landesregierung offen, erklären aus Sicht der Sozialwissenschaften, warum Menschen klatschen, wenn Häuser brennen, schauen den angeblichen Volksvertretern auf die Finger, durchleuchten den Sumpf der Nutznießer des politischen Systems, die für verbale Akte Steuergelder verbrauchen und führen eigene Befragungen durch, um nun auch dem Unwesen der „repräsentativen Umfrage“ wissenschaftliche Forschung entgegen zu setzen.

Uff.

SciencefilesUnd das ist nicht alles. Aber es zeigt, wie sich ScienceFiles entwickelt hat und macht deutlich, dass wir weit jenseits dessen sind, was als Hobby begonnen hat. Eine wachsende Anzahl von Lesern, die ScienceFiles mit Spenden unterstützen, hilft uns, Arbeitszeit in Teilen umzuwidmen und für ScienceFiles zu nutzen. Bei all diesen Spendern wollen wir uns hiermit recht herzlich bedanken. Ohne Sie/Euch wäre ScienceFiles in der vorliegenden Form nicht möglich!

Nur: Die rasante Entwicklung, die ScienceFiles nimmt, sie endet nicht an dieser Stelle. Täglich erreichen uns Hinweise, Fragen, Bitten, doch zu prüfen, ob diese oder jene Studien den Standards wissenschaftlicher Methode entspricht, einen Post dazu zu schreiben, ob eine bestimmte Studie, die als Beleg für XY angeführt wird, auch tatsächlich einen Beleg für XY darstellt und vieles mehr.

Hinzu kommt, dass wir aufgrund von Zeitmangel oft da abbrechen müssen, wo es interessant wird. Welche personellen Verflechtungen führen dazu, dass eine ehemalige Mitarbeiterin der Stasi ausgerechnet mit der Kontrolle von Online-Inhalten beauftragt wird? Wie kann man die Verflechtung zwischen den Berliner Universitäten und Bundesministerien erklären, die z.B. dazu führen, dass eine Susanne Baer Verfassungsrichter werden kann oder eine Juniorprofessorin für „Öffentliches Recht und Gleichstellungsrecht am Fachbereich Rechtswissenschaft der Freien Universität Berlin“, umstandslos zum Vorstand des Bundestagseigenen Instituts für Menschenrechte befördert wird? Welche Form von Basenwirtschaft ist die Ursache davon?

Und natürlich haben wir eine Vielzahl von Ideen, die wir umsetzen könnten, wenn wir die Zeit dazu hätten: Web-Seminare zu Logik und wissenschaftlicher Methode. Woran erkennt man Manipulationsversuche? Woran erkennt man hohle Behauptungen? Wie setzt man Logik ein, um einen Schwall aus Worten auf eine – vielleicht auffindbare – Aussage zu reduzieren?

Ganz zu schweigen davon, dass wir die Informationen, die in 1.675 Posts verstreut sind, gerne systematisieren würden und die Blaue Reihe ausbauen und und und.

cropped-2015sciencefiles22.jpg

Kurz und gut, wir sind an einem Punkt angelangt, an dem wir uns fragen, wie es mit ScienceFiles weitergeht und an einem Punkt, an dem wir bereits eine Antwort haben … sonst würden wir auch kaum diesen Post schreiben😉

Vollkommen offen ist die Frage danach, welches langfristige Finanzierungsmodell wir für ScienceFiles finden werden (Wer eine Idee hat, der möge sich damit an uns wenden!). Zur Erinnerung: Im Gegensatz zu ehemaligen Stasi-Mitarbeitern hängt ScienceFiles nicht am Tropf der Steuerzahler (und das wollen wir auch nicht).

Für die kurz- bis mittelfristige Finanzierung haben wir uns eine Variante des Crowdsourcing überlegt, für die wir ab heute und bis zum 31. März erproben wollen, ob sie funktioniert.

Die Variante geht wie folgt.

Wenn wir davon ausgehen, dass sich jeweils einer von uns einen Arbeitstag lang nur um ScienceFiles kümmert und wir die dadurch entstehenden Kosten berechnen, dann kommen wir auf eine notwendige Mindestfinanzierung von 30.000 Euro für sechs Monate exklusiver ScienceFiles-Arbeit. Abgaben und Steuern sind nicht eingerechnet.

Unsere Idee ist nun, bis zum 31. März 2016 Spenden zu sammeln und am Ende einen Kassensturz zu machen. Kommen 30.000 Euro zusammen, dann wird sechs Monate lang jeden Wochentag jeweils ein Redaktionsmitglied ausschließlich für ScienceFiles tätig sein, und wir werden nicht nur die angewandte Wissenschaft auf neue Höhen führen, sondern auch eine neue Form Wissenschaft, die investigative Wissenschaft, einführen und darüber hinaus schauen wir, was möglich ist.

Kommen in der Zeit bis zum 31. März 2016 weniger als 30.000 Euro zusammen, sagen wir, 15.000 Euro, dann wird einer von uns drei Monate exklusiv für ScienceFiles tätig sein. Die Rechnung ist so einfach, wie die Dresdener Bettensteuer, nur dass es bei uns etwas als Gegenleistung gibt.

Was wir hier vorhaben, ist ein Sozialexperiment, von dem wir nicht wissen, ob es funktioniert, für das es erfolgreiche Beispiele nur im Vereinigten Königreich und in den USA gibt.

Wir sind schon gespannt, ob es möglich ist, in Deutschland eine etablierte Idee wie ScienceFiles, von der täglich 10.000 Leser profitieren, bei einem jährlichen Wachstum von mehr als 110%, über eine gemeinsame Anstrengung zu finanzieren.

Über den Verlauf der Spendenaktion werden wir regelmäßige Spendenstands-Meldungen geben.

Wer sich an diesem Experiment mit einer entsprechenden Spende beteiligen will, der kann dies entweder über Paypal oder über unser Spendenkonto tun. Wer auf das Spendenkonto überweisen will, dem empfehlen wir Transferwise. Es ist einfach, schnell, sicher und vermeidet die horrenden Bankgebühren, die in Deutschland bei Überweisungen ins Ausland anfallen.

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Leserbriefe

In letzter Zeit erreichen uns viele Zuschriften, Hinweise, Anmerkungen, zu viel, als dass wir allen gerecht werden könnten. Wir haben deshalb damit begonnen, Stichproben aus den Zuschriften zu ziehen. Ob sie repräsentativ sind, die Stichproben? Oh dear, wozu schreiben wir uns hier die Finger wund???

Leser Joe schreibt:

Anonymity„es ist immer wieder eine Freude, Ihr blog zu lesen. Ich bin ein echter Fan. Heute habe ich eine Frage: Ihr Feldzug gegen die vermeintliche Repräsentativität von Umfragen leuchtet mir ein, aber wieso liegen die Institute dann mit ihren letzten Umfragen vor Wahlen doch relativ gut, wenn man mal eine Abweichung von +/- 2 Prozentpunkten akzeptiert?
Ich freue mich, von Ihnen zu hören.“

Zunächst: Wir sind auf keinem Feldzug gegen die „vermeindliche Repräsentativität“, denn erstens haben wir keine Kriegskasse und zweitens keinen Feind. Repräsentativität ist kein Gegner für uns, denn die Argumente gegen Repräsentativität sind so stichhaltig, dass man keinen Feldzug führen muss. Das ist schon deshalb so, weil bislang noch keine Argumente für Repräsentativität formuliert wurden, es also niemanden gibt, der Stellung für Repräsentativität bezogen hat.

Lassen wir die Abweichung von +/- 2 Prozentpunkten, die man gemeinhin als statistischen Fehler bezeichnet, einmal unwidersprochen stehen und fragen unseren Leser: Wieso war die ScienceFiles-Prognose des Ausgangs der Bundestagswahl 2013 mit dem ScienceFiles-Fuzzy-Wahlprognostik-Tool, die auf einer Stichprobe basiert, die Repräsentativitäts-Gläubige wohl als nich repräsentativ bezeichnen würden, besser als die der ARD? Alles weitere gibt es demnächst in einem Artikel von uns zu lesen.

Leser Ernst schreibt:

Anonymity„Hallo,

tolle Umfrage, doch die Antwortmöglichkeiten enttäuschen ein wenig. Von ScienseFiles hatte ich da mehr erwartet.

bsp:
Welcher Schicht fühlen sie sich verbunden? wie wäre eine Antwort – allen Schichten. Nun war ich gezwungen die Mittelschicht zu „wählen“ und habe somit die Umfrage verfälscht.“

Lieber Ernst, Sie erwarten zu viel, wenn Sie erwarten, dass wir Tautologien erfragen, denn wenn wir zulassen, dass sich jemand allen Schichten gleichermaßen verbunden fühlt, dann lassen wir damit automatisch zu, dass er sich allen Schichten nicht verbunden fühlt, das ist eine logische Zwangsläufigkeit und als Folge hätten wir unsere schöne Frage in den Orkus geworfen und nichts gemessen. Wir messen lieber etwas und deshalb reicht es uns zu wissen, dass sie sich zwar widerwillig, aber dennoch der Mittelschicht verbunden fühlen.

O. S. schreibt uns:

Anonymity„Man kann ihre Seiten mE verwenden – setzt sich aber dem Vorwurf aus, dass sie nicht repräsentativ befragen. Oder steht irgendwo auf ihrer Seite, WIE sie die Samples nehmen – und wer sie eigentlich dafür finanziert? Kostet ja alles Geld. Das wüsste ich gelegentlich mal gerne – dann kann man sie auch breiter zitieren. Dank vorab schon mal für ihre Stellungnahme.“

Wenn man derart gönnerhaft behandelt wird, dann ist man quasi dazu verpflichtet, der paternalistischen Absicht dahingehend zu entgehen, dass man die größten Fehler und Irrtümer aufklärt.

Die Verwendung von Argumenten, das müssen wir zuerst anmerken, hängt nicht davon ab, ob irgend jemand behauptet, sie seien „repräsentativ“, sondern davon, dass sie schlüssig sind, was wiederum voraussetzt, dass man über genügend Urteilsvermögen verfügt, um entsprechende Ergebnisse als schlüssige Ergebnisse bewerten zu können. Es ist natürlich verlockend, fehlendes Urteilsvermögen durch einen Verweis auf Repräsentativität zu übertünchen, aber das trägt nicht weit.

Nun zur Finanzierung. Niemand finanziert ScienceFiles oder SurveyNET. Können Sie sich vorstellen, dass eine politische Stiftung oder eine Partei oder eine Organisation aus dem Bereich der politisch-korrekten Langeweile ScienceFiles unterstützt? Eben!

Das heißt nicht, dass wir uns nicht unterstützen lassen würden, wir warten immer noch auf den Mentor, der uns von allen irdischen Nöten, unser Einkommen anderweitig zu verdienen, freistellt und die dauerhafte Arbeit an ScienceFiles ermöglich, aber bis sich dieser Mentor eingefunden hat, sind ScienceFiles und SurveyNET unser Hobby, das wir finanzieren, unterstützt von den Spenden einiger Leser, und das wir in unserer Freizeit ausführen.

In einer Hinsicht hat O.S. natürlich Recht: Die Befragungen, die wir konzipiert und durchgeführt haben, sind normalerweise Gegenstand eines Kleinforschungsantrags bei der DFG und garantieren zwei Nachwuchswissenschaftlern eine halbe Stelle auf zwei Jahre hinaus. Ein entsprechendes Projekt würde die deutschen Steuerzahler mindestens 50.000 Euro kosten. Wir machen es nebenbei und gratis, abgesehen davon, dass wir einige Spenden von Lesern erhalten.

Was die Repräsentativität angeht – gähn … Wir verweisen auf den verlinkten Text.

Schließlich noch ein schöner Leserbrief

Anonymity„Hallo Frau Dr. Diefenbach, Herr Klein,

ich bin seit längerem interessierter Leser ihres Blogs. Ich schätze die klaren Analysen zu den verschiedensten Themen. Mit wissenschaftlichen Methoden, Logik und dem normalen Menschenverstand werden hier die Auswüchse in Wissenschaft, Politik und
in der Gesellschaft beleuchtet, die der Zeitgeist in unserem Land hervorbringt.

Dabei lassen sich immer wieder gut Entwicklungen erkennen, so daß man sich ein besseres Bild machen kann, wohin die Reise unserer Gesellschaft geht. Für mich persönlich besonders gut finde ich die klaren Argumentationen, die ich dann wiederum in Diskussionen verwenden kann, wenn man mal wieder mit Menschen konfrontiert wird, die eher glauben und behaupten als denken und argumentieren.

In ihren Beiträgen geht es nicht nur darum sich über Mißstände aufzuregen, sondern es wird herausgearbeitet warum es ein Mißstand ist und woran man ihn erkennt (Bsp. Genderideologie). Es werden Fehlschlüsse aufgezeigt, Argumente und Gegenargumente gesetzt sowie Wirkprinzipien aufgedeckt, die einen in die Lage versetzen, diese Dinge im Alltag zu erkennen und auch auf viele andere Bereiche und Situationen
übertragen zu können.

Ich finde es erschreckend, wie wenig Verstand doch unter den Menschen ist. Wieso meine ich das? Ich habe 20 Jahre DDR miterlebt. Damals in den alten Bundesländern gab es viele, die überlegen auf uns herablächelten, auf die Opfer einer sozialistischen Ideologie, und waren sich sicher, so etwas könnte ihnen niemals passieren. In den Neubundesländern haben viele Menschen sehr viele Jahre Erfahrung machen können, was es bedeutet, wenn sich das gesamte gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben unter eine Ideologie unterordnen muß. Und heute – 25 Jahre nach der Wiedervereinigung – werden Erstgenannte Opfer verschiedenster Ideologien (sozialistische, Gender, usw.), ohne es zu merken und oft sogar in vorauseilendem Gehorsam. Und viele Bürger in den neuen Bundesländern konnten ihre Erfahrungen nicht in Wissen und dann in entsprechendes Handeln ummünzen und lassen sich nun ebenfalls wieder von verschiedensten Ideologen blenden. Und so wird die Demokratie in Deutschland langsam aber sicher das Schicksal aller irdischen Dinge ereilen.

Ich habe bisher aus ihrem Blog sehr viel Feuer und Wissen in die Diskussionen in meinem Bekanntenkreis mitnehmen können – Dank dafür.

Daher unterstütze ich alle gern, die die Dinge offen ansprechen und aufmerksam machen. Für die Umsetzung weiterer Ideen – sie hatten das bei der Vorstellung des Spendenkontos angesprochen – wollte ich auf dieses ein paar Euro überwiesen. Allerdings ist das Spendenkonto nicht SEPA-fähig – so die Info der Sparkasse. Für eine Auslandsüberweisung benötige ich aber noch detaillierte Angaben: Adresse Kontoinhaber, Adresse Kreditinstitut.“

Vielen Dank für diese schöne Zuschrift. Was das Spendenkonto bei der Royal Bank of Scotland angeht, so ist es natürlich SEPA-fähig. Die Sparkassen in Deutschland nutzen die Tatsache, dass das Vereinigte Königreich nicht in der Eurozone liegt, aus, um ein wenig mehr Gewinn zu machen und erheben Gebühren, die z.B. die Deutsche Bank nicht erhebt. Es gibt eine sehr einfache Art, die Gebühren zu umgehen, die Banken auf Auslandsüberweisungen erheben, nämlich Transferwise. Wir haben mit Transferwise nur gute Erfahrungen gemacht und empfehlen es jedem, der sich mit dem Gedanken trägt, uns mit einer Spende zu unterstützen.

Das bringt uns zum Abschluss dieses Posts zu den Möglichkeiten, ScienceFiles zu unterstützen und damit auch automatisch SurveyNET, von dem O.S. denkt, man könne es nicht ohne Finanzierung auf die Beine stellen, weshalb er sicher zu den ersten und hoffentlich größten Spendern gehören wird:

Es gibt der Spende-Möglichkeiten drei:
Eine Spende über Paypal

Eine Überweisung auf unser Spendenkonto

  • Bank: Tescobank plc.
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Ein Transfer auf unser Spendenkonto via Transferwise

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Ohne Liberalismus keine Wissenschaft

In unserer Blauen Reihe haben wir einen neuen Beitrag veröffentlicht, von dem wir denken, dass er nie so wichtig war, wie heute.

Denn heute finden sich an Universitäten alle möglichen Ideologen und Scharlatane, die ihre Position, die manche als „statushohe Position“ wähnen, ausnutzen, um ihre Ideologie oder ihre Wunder-Erkenntnisse als Wissenschaft auszugeben und unters von ihnen als dumm verachtete Volk zu bringen.

Heute gibt es staatliche Eingriffe in die Wissenschaft, wie noch zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte. Bürokraten planen, wie viele Stellen an Hochschulen für welche Zwecke vorhanden sein sollen. Ideologen bilden an Hochschulen ideologische Brückenköpfe und unterminieren auf diese Weise die wenigen Versuche, Wissenschaft zu betreiben, die es heute in den (Sozial-)Wissenschaften noch gibt.

Das Ergebnis dieser anti-wissenschaftlichen Interventionen kann jeder in Tageszeitungen sehen, in denen sich institutionalisierte Wissenschaftler, deren Wissenschaftlichkeit darin besteht, einen Lehrstuhl zu besetzen, die Wahrheiten verkünden und solche, die Bürger im Auftrag der politischen Korrektheit beschimpfen, um die entsprechenden Kolumnen schlagen.

Liberalismus_coverDas Ergebnis findet sich zudem in angeblich wissenschaftlichen Expertisen, deren einziger Zweck darin besteht, politisch Gewolltes mit dem Anschein der Wissenschaftlichkeit zu legitimieren, ein Zweck, für den sich institutionalisierte Wissenschaftler nur zu gerne gebrauchen lassen.

Die Aussichten für die (Sozial-)Wissenschaft, die sich aus diesen Missbräuchen ergeben, sind düster und für den Wissenschaftsstandort Deutschland noch düsterer. Mit dem Einzug von Ideologen, Marxisten, Sozialisten, Kommunitaristen, paternalistischen Anti-Liberalen und Genderisten wurde das Ende der (Sozial-)Wissenschaften eingeläutet.

Um zu verhindern, dass die deutsche (Sozial-)Wissenschaft in die vollkommene Bedeutungslosigkeit abgleitet und die institutionalisierte Wissenschaft sich zu einer totalen Institution entwickelt, in der nur noch Mainstream und politisch Korrektes gedacht werden darf, ist es notwendig sich der Tatsache zu erinnern, dass Wissenschaft ein liberales Unterfangen ist und entsprechend ohne Liberalismus Wissenschaft nicht möglich ist.

Der neue Beitrag in unserer Blauen Reihe führt Argumente zusammen, die zeigen, dass Wissenschaft nur in einem liberalen Geist und einem liberalen Umfeld möglich ist.

Der Beitrag Wissenschaft und Liberalismus kann hier heruntergeladen werden.

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Futurologie: Das bringt 2016

Selbstverständlich haben wir bei ScienceFiles auch einen Futurologen, einen Zukunftsforscher, der sein Ohr am Gras der Zeit hat und Letzteres wachsen hört. Wir haben ihn gebeten, zum Ende von 2015 doch vorherzusagen, welche Trends und Ereignisse die Sozialwissenschaften und angrenzende Wissenschaften im Jahr 2016 prägen bzw. heimsuchen werden.

crystal ballHier seine Prognosen (geordnet nach Fachbereichen), an denen wir ihn messen werden.

Historiker (Geschichtswissenschaften)

Nachdem sich Historiker jahrelang einer öffentlichen Ignoranz erfreuen konnten, stehen die Zeichen im Jahr 2016 auf Sturm, nein, auf Streit. Wie beim letzten Historikerstreit, so ist Herr Schickelgruber auch der Anlass für den neuerlichen Historikerstreit. Ist sein „Mein Kampf“ nun das schlechteste und boshafteste Buch, das je geschrieben wurde, oder gebührt der Titel „furchtbarstes Werk aller Zeiten (fuWaZ) Lenins „Was tun“ bzw. Stalins „Über die Opposition“?

Kulturwissenschaft

Die Kulturwissenschaften sehen 2016 einem Jahr der Wahrheit entgegen, einem Jahr, in dem auch der letzte Kulturwissenschaftler erkennen wird, dass das Ausleihen, manche sagen auch Stibitzen von Methoden, Theorien und Fragestellungen aus anderen Fachbereichen keine Grundlage ist, auf der sich ein eigenständiger Fachbereich bauen lässt.

Kriminologie

Kriminologen werden sich im Jahr 2016 verstärkt mit white collar crime und mit Kulturwissenschaftlern beschäftigen.

Betriebswirtschaftslehre

Es ist immer schwierig, für die Betriebswissenschaften oder BWL, wie sie liebevoll abgekürzt werden, eine Prognose zu machen. Zu diffus ist das Fach, zu selbstreferentiell die Tautologien, auf denen das Fach baut. Soviel sich derzeit sagen lässt, wird auch im Jahre 2016 die Diskussion darüber, ob die Nachfrage nach den Produkten eines Unternehmens wichtiger für den Unternehmenserfolg ist als die Höhe der Ausgaben für Marketing, viel Raum einnehmen. Wie all die Jahre zuvor, wird die Diskussion damit enden, dass sich die Marketing-Fraktion gegenüber der Nachfrage-Fraktion behauptet. Zudem stehen die Zeichen gut für die Schaffung eines neuen Marketing-Controllings, das ergebnis-zielorientiert darauf hinsteuern wird, dass die Nachfrage-Fraktion durch ihre Veröffentlichungen keinen Zwist mehr unter BWLern auslöst.

Psychologie

Psychologen werden sich 2016 verstärkt um Betriebswirte kümmern, ergebniszielorientiert versteht sich und vor dem Hintergrund, dass der DSM-VI um eine weitere Störung, nämlich die Schwall-Sucht ergänzt werden soll. Die Schwall-Sucht wiederum scheint unter Betriebswirten endemisch zu sein.

Volkswirtschaftslehre

2016 ist für die Volkswirtschaft das Jahr der Dilemmata. Da ist zunächst das Keynes-Dilemma, das die VWL nun schon seit den 1930er Jahren plagt: Wenn der Staat 10 Millionen ausgibt, und damit einen Wachstumsschub von 8 Millionen auslöst, dann macht der Staat 2 Millionen Verlust. Der Realwelt Verlust steht im Gegensatz zu den Voraussagen von Keynes. Ein existenzielles Dilemma. Auch das nächste Dilemma ist existenziell: Modelle, die auf Schätzungen aufbauen, resultieren in Schätzungen und nicht in Wahrheit, dieses auch als naives-Induktionsproblem der Willkür bezeichnete Dilemma hängt auch 2016 wie ein Damoklesschwert über den Vorhersagen der führenden VWL-Auguren – nicht, dass es sie hindern würde, vorherzusagen, was politisch-korrekt ist und wofür sie bezahlt werden.

Gender Studies

Gender Studies, die aufgrund des vorhandenen kognitiven und inhaltlichen Vakuums nicht nur der Fachvertreter Gefahr laufen, zu implodieren, werden durch einen sensationellen Fund am Leben erhalten: Auf den Sklavenmärkten des alten Roms gab es ein Gender Pay Gap. Für männliche Sklaven wurde im Durchschnitt 23% mehr bezahlt (unbereinigt und ohne Berücksichtigung der Verwendungsweise) als für weibliche Sklaven. Um diese historisch monumentale Ungerechtigkeit zu beseitigen, wird die Einrichtung eines Opferfonds gefordert, aus dem die Hinterbliebenen, die sich vornehmlich an der Humboldt und der Freien Universität in Berlin auf und im Umkreis von Gender-Lehrstühlen finden, lebenslang entschädigt werden sollen.

Politikwissenschaft

Die Deutsche Vereinigung für Politikwissenschaft wird sich pre-emptiv auflösen, um einer Machtergreifung durch Mitarbeiter des Wissenschaftszentrums Berlin zuvorzukommen. Die deutsche Gesellschaft für Politikwissenschaft soll sich nach bislang unbestätigten Berichten von Insidern bereits aufgelöst haben, wenn nicht, dann wird sie sich im Laufe des Jahres 2016 auflösen, wegen fehlender öffentlicher Anerkennung und Wirkung.

Historiker

Historiker streiten 2016 darüber, ob Machtübernahmen von Büchern ausgelöst werden oder ob staatlich finanzierte Institutionen notwendig sind, um Machtübernahmen zu initiieren.

Qualitative Sozialforschung

Im Bereich der qualitativen Sozialforschung bahnt sich ein Methodenstreit an. Grund ist die neuentwickelnde Methode der sich selbstbefragenden Fallstudie, bei der ein Forscher seine eigene Theorie durch die Befragung von sich selbst validiert. Der Hinweis des renommierten Sozialforschers Günter Einzelfall, der sich selbst zur Methode der Selbstbefragung befragt hat und zu dem Schluss gekommen ist, dass er sich aufgrund sozialer Erwünschtheit nicht trauen kann, wird zu erheblichen Konflikten führen.

Quantiative Sozial- und Umfrageforschung

Quantitative Umfrageforscher stehen 2016 vor zwei grundlegenden Problemen: (1) Ist eine zufällig gezogene Stichprobe, die zufällig nur 1000 Männer im Alter von 25 bis 35 Jahren umfasst, repräsentativ für die deutsche Gesellschaft oder müssen zur Herstellung von Repräsentativität ältere Männer hinzugewichtet werden?
(2) Der Chef von Forsa hat auf dem Münchner Oktoberfest bei einem Losverkäufer 1000 Lose gekauft. Darunter war kein Hauptgewinn. Hat die Betrugsklage des Forsa-Chefs vor dem Amtsgericht München Aussicht auf Erfolg?

Kriminologie

Kriminologen werden sich 2016 um Losverkäufer auf dem Münchner Oktoberfest kümmern.

Jura

Juristen stehen 2016 vor einem Berg von Problemen. Das neben der Festsetzung eines arbeitslosen Grundeinkommens von 4000 Euro netto für Juristen über die Neufassung des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes wichtigste Problem besteht in der Frage, ob ein straffälliger Anwalt, der einen Meineid begangen hat, um die tatsächliche Unschuld seines Mandanten auch zu beweisen, selbst belangt werden kann und wenn ja, weswegen.

Kriminologie und Psychologie

Kriminologen und Psychologen werden sich 2016 verstärkt um Juristen kümmern.

Liberaler Paternalismus

auch: Cass Sunsteinianismus. Cass Sunsteinianer haben entdeckt, dass der Grund dafür, dass Menschen suboptimale Entscheidungen in ihrem Leben treffen, darin zu finden ist, dass Menschen frei entscheiden können. Entsprechend steht 2016 im Zeichen der Unterordnung der Bürger unter die Entscheidungshilfe des Staates. Dem Grundsatz des paternalistischen Liberalismus entsprechend können Bürger wählen, ob sie sich unter staatliche Handlungsaufsicht begeben oder unter staatlicher Handlungsaufsicht verbleiben wollen. Es soll ja niemand gezwungen werden!

Soziologie

Auf dem 38. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, der 2016 in Bamberg stattfinden soll, bahnt sich Ärger an: Die Fraktion der Wut-Soziologen, Problem-Soziologen, auch pegida-Soziologen (postenlos, entrechtet, geringverdienend, illusionslos, demotiviert, alternativlos) genannt, die aus bestenfalls zeitlich befristeten Halbstellen-Inhabern in prekären Lebensverhältnissen besteht, wird den Aufstand proben und vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Soziologie eine ausreichende Beteiligung an den Devisenzahlungen des Bundes verlangen, die der Vorstand jährlich einstreicht. Ob der Aufstand vom Zentralkomitee der DGS durch die Schaffung von Besetzungsfreiheit auf Stellen an soziologischen Instituten, die derzeit nur auf Grundlage des richtigen Geschlechtsbuches vergeben werden, abgewendet werden kann, ist derzeit noch unklar.

Sozialarbeit 

Sozialarbeiter werden sich 2016 verstärkt um Wutsoziologen (oder Problemsoziologen) kümmern und versuchen, den gesellschaftlichen Randgestalten einen Weg auf den ersten Arbeitsmarkt zu weisen. Sollte dies scheitern, so haben Sozialarbeiter doch zumindest sich einen Weg auf den ersten Arbeitsmarkt gewiesen.

Medienwissenschaft

Für Medienwissenschaftler ist 2016 ein entscheidendes Jahr. Bislang konnten sie noch zu den Lügenpresse-Vorwürfen schweigen. 2016 müssen sie sich dazu stellen. Zwei Fraktionen zeichnen sich ab: Eine Fraktion ist bereit, den Fachbereich in Lügenpressenwissenschaft umzubenennen, eine Fraktion tendiert dazu, den Fachbereich in Wut-Medienwissenschaft umzubenennen.

Evolutionspsychologie

Evolutionspsychologen werden auch 2016 mit dem Problem ringen, dass ihre einfachen Modelle der Komplexität der Wirklichkeit, die sich z.B. im Unterschied zwischen Hans Maier und Karl Müller (beide kinderlos trotz egoistischem Gen) niederschlägt, nicht gerecht werden.

Klimaforschung (Kosmoklimatologie)

Klimaforscher lachen – auch 2016. Angesichts der Effekte, die kosmologische Einflüsse auf das Erdwetter haben, von interstellaren Staubwolken, über Sonnen-Eruptionen bis hin zum Magnetfeld der Erde, können sie nicht anders als zu lachen, ob der Annahme, menschliche Aktivitäten hätten einen erheblichen Einfluss auf Veränderungen des Klimas, wie sie durch die genannten Phänomene hervorgerufen werden. „Eine Badewanne voller Wasser macht keinen Tsunami“, so ein beliebtes Bonmot der erheiterten Klimatologen.

Archäologie

Archäologen werden auch 2016 Unmengen ritueller Gefäße und Opferbecken ausgraben, mit denen sie ihrer Phantasie der blutrünstigen Alten freien Lauf lassen. Und auch 2016 werden sie nicht zugeben, dass der Kopf der Nofretete eine Fälschung ist, für die vermutlich die Frau von Ludwig Borchardt Modell gestanden hat.

Soweit die Vorhersagen des ScienceFiles-Futurologen. Wir können uns hier nur anschließen und unsererseits die Gewissheit verbreiten, dass 2016 kommen wird, ob wir wollen oder nicht und dass es deshalb besser ist, sich damit abzufinden und allen Lesern ein

Frohes Neues Jahr

zu wünschen.

In weiser Voraussicht haben wir ein prognostisches Werk der britischen Futurologentruppe „Spitting Images“ aus dem Archiv geholt. Es zeigt treffsicher, welche Diskussion das Jahr 2016 prägen wird.

Auch 2016 kann Unterstützung ScienceFiles nicht schaden!

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