Eine Erinnerung, die sich immer wieder gut als Anekdote macht, stammt aus unserer Leipziger Zeit. Zurück vom Landgericht und auf dem Weg zur Universität wollten wir einen Abstecher in unsere Wohnung machen. Das erwies sich als schwierig, denn der Zugang zum Haus wurde von maskierten, schutzbeanzugten Feuerwehrmännern, wie sich herausstellte, versperrt.: „Man habe einen aufgeregten Anruf erhalten. Im Aufzug sei Anthrax endeckt worden.“
Das Anthrax im Aufzug hat sich als Mehl herausgestellt. Eine einfache Geschmacksprobe hat genügt, dieses Faktum zu etablieren, und die Jungs von der Leipziger Feuerwehr waren einmal mehr umsonst ausgerückt.
Die Episode damals hat uns in Anwendung der Theorie sozialer Identität von Turner und Tajfel zu der Überzeugung gebracht, dass es eine gewisse Anzahl von Deutschen gibt, die ihre Unsichtbarkeit, ihre Irrelevanz im täglichen Leben und die damit einhergehende fehlende Selbstwirksamkeit dadurch zu kompensieren suchen, dass sie sich zum auserkorenen Ziel hinterhältiger Angriffe stilisieren, denn: Wer Ziel von Anschlägen ist, der muss wichtig sein. Bestes Mittel diese Selbstwirksamkeit zu erreichen und zugleich ein Mittel, das die vergangenen Jahrhunderte Frauen zugewiesen haben, (so ändern sich die Zeiten) ist die Hysterie.
Das Problem mit Hysterie besteht nun darin, dass Hysteriker ihre direkte Umgebung in Mitleidenschaft ziehen. Ein Problem, das potenziert wird, wenn der Hysteriker seine Not, Selbstwirksamkeit über die in der Regel absurde Zuschreibung von Angriffen auf die eigene Person mit Boshaftigkeit, meist in Form einer Psychopathologie kombiniert, die ihn zu der Überzeugung kommen lässt, er sei nur deshalb das kleine Licht, das über Hysterie Selbstwirksamkeit suchen muss, weil er von anderen Menschen in seiner Entwicklung behindert wird. Das Resultat dieser Art von Psychopathologie ist in der Regel eine substantielle Menschenfeindlichkeit, deren Folgen dann dramatisch werden, wenn diese Art psychisch gestörter Person in ein öffentliches Amt gelangt, das sie dazu befähigt, Entscheidungen FÜR ANDERE zu treffen.
Die Katastrophe ist vorprogrammiert.
Die plötzliche Bedeutung der eigenen Person kombiniert die vorhandene Psychopathologie mit einem veritablen Narzissmus, der auf „Position“, nicht auf Leistung gebaut ist. Und hinter allem lauert die Hysterie, die Ausgangspunkt der gesammten Persönlichkeitsstörung ist, Hysterie, die nun zu einer Angststörung gesteigert wird, Angst vor „den Menschen“, die einem ans Leder wollen, Angst vor allen Entwicklungen, die die eigene Position, an der die gesamte Persönlichkeit hängt, gefährden können. Dieses Gemisch, das derzeit offenkundig in politischen Parteien vorherrschend ist und dort Aufstieg in Positionen garantiert, ist toxisch und sozial destruktiv, destruktiv deshalb, weil es davon lebt, „die Menschen“, die von diesen Psychopathen gefürchtet werden, zu diffamieren, auszugrenzen, zu beschimpfen, die Gesellschaft entsprechend zu spalten, in diejenigen, die in der Regel das eigene Leiden teilen und diejenigen, die gefährlich werden können, weil sie offen oder zugeschrieben Kritik üben.
Wir erklären uns die Versuche der politischen Darsteller, ihre Position vor Kritik zu schützen, Bürger zu kontrollieren, Bürger, die offenen Widerspruch zeigen, zu diskreditieren und zu beschimpfen und den hysterischen Umgang mit jeder Form von Dissenz als ein Ergebnis dieser explosiven Mischung aus Hysterie, Psychopathologie und Narzissmus, eine Mischung, die, weil alles durch bestimmte Andere gefährdet ist, toxisch wird, ins Paranoide abgleiten muss.
Wie gefährdet sich diese „Persönchen“ fühlen müssen, kann man diese Tage wieder studieren, und zwar anhand der Ereignisse in Schlüttsiel, einem Ort, von dessen Existenz noch vor Tagen die wenigsten etwas wussten. Doch nun ist Schlüttsiel für viele zur Bezeichnung einer Blackbox von Ereignissen geworden, die sie nach Belieben benutzen können, um aus der Position heraus, die sie sich selbst zuschreiben, andere zu beschimpfen, Bauern zu beschimpfen, Landwirte zu beschimpfen, sich in einer Weise auszuleben, die die Psychopathologie, die wir oben diagnostiziert haben, bestätigt, dadurch bestätigt, dass das, was diese Leute von sich geben, ausschließlich auf Phantasie gebaut ist, keinerlei Kern von Realität umfasst, denn sie wissen nicht, was in Schlüttsiel geschehen ist, wollen es auch gar nicht wissen. Sie wollen phantasieren und sich ausleben, um sich (1) zuzuordnen, zu denen, die sie für gut befunden haben und von denen sie Anerkennung erhoffen, oder, sofern sie bereits in Positionen gelangt sind, sich (2) abzugrenzen von denen, die sie für gefährlich halten, weil sie die eigene Position durch diese Anderen bedroht sehen und, um es noch einmal zu ergänzen, an der eigenen Position hängt der Strohhalm ins Reich der Normalität, an den sich diese Persönchen klammern.
Um die Fabulationen, die als Ergebnis derartiger Psychopathologien verbreitet werden, richtig würdigen zu können, hier sechs Videos, die im Zeitverlauf zeigen, was in Schlüttsiel tatsächlich geschehen ist. Wie sie sehen werden haben friedliche Demonstranten auf Robert Habeck, der sich auf der Fähre befunden hat, gewartet, um ihm die Folgen der Politik, die er mitträgt, vor Augen zu führen. Habeck hat sich aus Angst vor „den Menschen“ wohl in die Hosen gemacht und sich hinter den Mitreisenden auf der Fähre versteckt, offiziell behaupten lassen, die Sicherheitslage sei so furchtbar, dass er nicht von der Fähre kommen könne – lakonisch von einem der Demonstranten mit dem „Scharfschützen auf dem Deich“ kommentiert. Weil die Demonstranten sich nicht auf das dumme Degradierungsspiel einlassen wollten, dass König Robert drei Ausgesuchte seiner Untertanen zur Audienz zu empfangen bereit ist, wenn der Rest verspricht, anschließend von Dannen zu ziehen, hat Robert die Flucht ergriffen. Erst als die Fähre wieder ablegt, rangeln die Demonstranten ein wenig mit den anwesenden Polizeibeamten, vermutlich um ein letztes Bild von der Fähre zu erheischen, die sich in die Nacht davonmacht.
Und nun lehnen Sie sich zurück und lassen Sie die psychologische Not, die aus den folgenden Beispielen von Persönchen schreit, auf sich wirken, Persönchen, die das Ereignis, von dem sie überhaupt nichts wissen, BEnutzen, um sich zu inszenieren, zuzuordnen, als guter Mensch vor denen, die sie für ihre Peers halten, zu outen, um ihren Hass auf alle, von denen sie sich gefährdet fühlen, in die Welt zu schreien und vieles mehr, was an psychologischer Notdurft in einem psychisch beeinträchtigten neuronalen System vorhanden ist, zu verbreiten.
Halten wir an dieser Stelle inne, denn die Beispiele sind schon an Absurdität nicht mehr zu steigern. Max Mörike, dem man die Bedürfnishierarchie von Igor Maslow um die Ohren hauen mag, und zwar so lange bis er den Unterschied zwischen Grundbedürfnissen wie dem nach Nahrung und darauf aufbauenden sekundären Bedürfnissen nach Information, Bildung usw. verstanden hat, ist noch der Harmloseste von den Dreien, aber vermutlich der Dümmste.
Stinkefinger-Sigmar der Gehässigste der Drei, der seinen Hass auf Bauern, die herrschaftlichen Leuten, zu denen er sich zählt, aus seiner Sicht zu nahe kommen, freie Bahn lässt und mit Blödsinn zu legitimieren sucht. Geben wir Stinkefinger-Sigmar ein wenig Nachhilfe, die seinem Niveau entspricht. Die Landeszentrale für Politische Bildung von BadenWürttemberg mit ihrem Angebot für Schüler scheint genau die richtige Stelle dafür zu sein:
„In der Bundesrepublik Deutschland gibt es fünf ständige Verfassungsorgane, die es konstant geben muss:
- Deutscher Bundestag (Art. 38 bis 48 GG)
- Bundesrat(Art. 50 bis 53 GG)
- Bundesregierung(Art. 62 bis 69 GG)
- Bundespräsident(Art. 54 bis 61 GG)
- Bundesverfassungsgericht(Art. 92 bis 104 GG zur Rechtsprechung)
Darüber hinaus gibt es zwei nichtständige Verfassungsorgane, die nur zu bestimmten Zwecken zusammenkommen:
- Bundesversammlung (Artikel 54 GG)
- Gemeinsamer Ausschuss (Artikel 53a GG)
Alle Verfassungsorgane müssen sich an das Grundgesetz als Basis ihres Handelns halten.
Verfassungsorgan ist die REGIERUNG, nicht ihre Mitglieder, nicht einzelne Teile, sondern das Gesamt aus Bundeskanzler und Ministern, das ALS BUNDESORGAN wirkt, und zwar im Rahmen der im Grundgesetz vorgesehenen Rechte und Befugnisse.
Kein Minister ist Verfassungsorgan.
Kein Minister ist im Grundgesetz als solcher verankert, was man schon daran sieht, dass sich die Denomination von Ministerien laufend ändert, um dem Zeitgeist und den Verdienstmöglichkeiten, die Parteien für sich sehen, Rechnung zu tragen. Stinkefinger-Sigmar ist insofern ein hervorragendes Beispiel für die Hybris, die mit Psychopathologie, Narzissmus und Hysterie mindestens so oft verbunden ist, wie Dummheit, die sich zwangsläufig aus dem explosiven Gemisch ergibt, denn wer ständig auf der Hut vor ihn gefährdenden Informationen sein muss, wer ständig Kritiker diffamieren muss, der verdummt natürlich, weil ihm der intellektuelle Austausch fehlt. Intellektueller Austausch muss folglich ersetzt werden, und wenn man sich fragt womit, dann sagt eine Geste oft mehr als tausend Worte:
Den Vogel in freier Assoziation schießt „Dirk“ ab, der einen Überfall auf Robert Habeck herbeifabuliert und einzelne Bauern zu Terroristen erklärt. „Dirk“ ist ein klassisches Beispiel für jemanden, der seine miesen Phantasien, seine unbewältigten Niederlagen sofort gegen andere richtet, ohne auch nur die geringste Ahnung davon zu haben, was eigentlich geschehen ist. Er nutzt die Gelegenheit, sich als guter Untertan zu outen, und Mitmenschen, mit denen er bislang – wie er behauptet – in sozialer Interaktion stand, deshalb, weil er sie zu einem Berufsstand rechnet, dem nach seiner Phantasie Terroristen angehören, die Überfälle verüben, aus der Liste der akzeptablen Interaktionspartner zu streichen. Die Selbstüberschätzung und Paranoia, die in den wenigen Worten von Dirk zum Ausdruck kommt, ist eklatant. Keine Gesellschaft kann mit solchen, offenkundig nur darauf wartenden psychologischen Zeitbomben funktionieren, die jedes Gerücht nutzen, um ihrer psychologischen Not nachzugeben, sich über andere Menschen moralisch zu erheben.
Ein weiterer Ausdruck einer gesellschaftsfähigen Psychpathologie sind die Versuche, Ereignisse, wie das aus Schlüttsiel zu BEnutzen, um eine ideologische Agenda, an der man verdient, durchzusetzen und politischen Gegnern zu schaden. Dass generell von „Gewalt“ gesprochen wird, obschon Robert Habeck bestenfalls der Gewalt seiner eigenen Feigheit ausgesetzt war, ist ein Beispiel, ein anderes findet sich in der Anwendung des Stasi-Konzepts der Zersetzung, das wir hier beschrieben haben, wie es gerade wieder in der ARD-tagesschau zu beobachten ist. Dass dabei Ausläufer des Stasi-Recycling-Schuppens „AAS-Stiftung“ zum Einsatz kommen, ist sicher kein Zufall:
Und so hat nicht lange gedauert, ehe die üblichen R—-Experten aus den Löchern kommen, um den Protest der Bauern in den Schatten des Rechtsextremismus zu rücken. Wie immer ist die AAS-Stiftung, Gründung des ehemaligen Stasi-Spitzels Anetta Kahane zentraler Akteur, dieses Mal mit der Ausgründung „Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft“ in Jena. Von dort wird Axel Salheiser aufgefahren, um in der ARD zu erklären, dass eine Fahne, die er an einem Traktor gesehen haben will, ein Symbol des „reaktionären Widerstands“ sei.
„Reaktionär“: Die Wurzeln von Salheiser im Marxismus-Leninismus sind schon begrifflich sehr deutlich. Zudem hat er mit seinem über das BMFSFJ per zweckentfremdeten Steuergeldern geölten Radar erkannt, dass „rechte Gruppen“ versuchen, den Bauernprotest zu unterwandern. Und weil so ein ML-Hirn etwas denkt, deshalb liest man im SystemSchmierenfunk die suggestive Frage: „Werden die Bauernproteste von rechts gekapert?“ (von links wäre kein Problem).
Es wird somit einmal mehr versucht, legitimen Protest durch den alten Hut der rechten Unterwanderung zu zersetzen. Es war eine Frage der Zeit, bis die Mittel aus dem Stasi-Baukasten der Zersetzung genutzt werden. Es war vorhersehbar, dass die antidemokratischen Häscher der AAS-Stiftung wieder instrumentell sein werden. Die DDR hatte ein Netz aus IMs, mit dem Bürger überwacht wurden. Deutschland hat ein Netz aus Leuten, die von der AAS-Stiftung und anderen Steuergeldprofiteuren finanziert werden, um jede Form des legitimen demokratischen Protestes zu zersetzen. Solange diese Leute in Deutschland frei herumlaufen, ist mit Demokratie wenig anzufangen.
Der Experte der ARD ist einmal mehr einer von denen, die nach jahrelangen Versuchen, einen Fuß in die Tür von Hochschulen zu bekommen, als Altlast in einem von Steuerzahlern unfreiwillig finanzierten Projekt ein Gnadenbrot erhalten. Im Gegenzug müssen solche Altlasten wohl immer dann, wenn es gerade notwendig ist, Opposition zu zersetzen, ihre Dienste bereitstellen.
Akademische Prostitution …
„Dr. Axel Salheiser studierte Soziologie, Psychologie und Amerikanistische Literaturwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zwischen 2002 und 2012 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich 580 „Gesellschaftliche Entwicklungen nach dem Systemumbruch“ an der FSU Jena. Dort promovierte er 2008 zur Rekrutierung und den Karrieren von DDR-Wirtschaftskadern. Von 2012 bis 2017 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der FSU und an verschiedenen Forschungsprojekten beteiligt. Seit Januar 2019 ist er als wissenschaftlicher Referent am IDZ u.a. am Aufbau des Standortes Jena im Rahmen des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) beteiligt. Die Aufgabe des wissenschaftlichen Leiters des IDZ hat er im Februar 2022 übernommen.“
Quelle: IDZ
