Das große Insektensterben – oder doch nicht?

Deutschland ist angeblich auf dem Weg zum insektenlosen Gebiet. Die mediale Panik, sie ist in vollem Schwung, nachdem ein „renommiertes Wissenschaftsjournal“, eine Wertung, die die Grünen immer dann zuschreiben, wenn ihnen die publizierten Ergebnisse in den Kram passen, einen Artikel veröffentlicht hat, in dem die Ergebnisse einer Studie beschrieben werden, die 27 Jahre umfasst.

„Am 18. Oktober 2017 hat ein renommiertes Wissenschaftsjournal eine Studie veröffentlicht, die das rasante Insektensterben ein weiteres Mal eindeutig belegt. 76 Prozent weniger Insekten – in Teilen sogar bis zu 82 Prozent weniger – wurde in 63 deutschen Schutzgebieten zwischen 1989 und 2016 festgestellt.“

Auf Plos One, dem renommierten Wissenschaftsjournal der Grünen, findet man dann tatsächlich einen Text mit dem Titel „More than 75 percent decline over 27 years in total flying inscet biomass in protected areas“. Verfasst hat diesen Text Caspar A. Hallmann unter Beihilfe von 11 weiteren Autoren. Und seit seiner Veröffentlichung macht der Text Furore:

Damit wäre ein weiterer Beleg dafür geführt, dass Medienvertreter vor allem dann in ihrem Element sind, wenn sie schlechte Nachrichten verbreiten können. Aber wer von ihnen hat die Studie denn überhaupt gelesen? Manche Beiträge, z.B. der Beitrag in der Welt, zeichnen sich durch eine recht hohe Sachkundigkeit aus, scheinen diese aber ausschließlich aus den Angaben von Caspar A. Hallmann zu beziehen, und Hallmann hat natürlich kein Interesse daran, auf die Schwächen seiner Studie hinzuweisen.

Deshalb machen wir das.

Vorweg: In den Daten von Hallmann et al. findet sich ein Rückgang der Insekten-Biomasse. Das ist unbestritten. Die Frage ist, was bedeutet dieser Rückgang und welche Schlüsse kann man daraus ziehen?

1. Kann man die Daten auf Prozentwerte (75% weniger Insekten-Biomasse in 27 Jahren) herunterbrechen?

Um Aussagen darüber machen zu können, wie sich eine Variable (die Anzahl der Insekten) über Zeit verändert hat, benötigt man so genannte longitudinale Daten, also hier: Messungen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten an denselben Orten durchgeführt wurden. Hallmann et al. haben keine longitudinalen Daten und schreiben das auch selbst: „Our data do not represent longitudinal records at single sites, suitable to derive location specific trends“. Vielmehr basieren die Aussagen von Hallmann et al. auf Daten, die von 1989 bis 2016 jährlich an zwischen einem und 23 Orten, im Durchschnitt an 3,5 Orten pro Jahr gesammelt wurden. Dabei sind 1.503 Stichproben zusammen gekommen, 56 pro Jahr, 16 pro Ort. Dass im Schnitt für 27 Jahre nur 16 Stichproben pro Ort zusammengekommen sind, zeigt, dass Messungen in der Regel nicht an den selben Orten durchgeführt wurden, so dass das beste, was man über die Daten von Hallmann et al. sagen kann, in der Feststellung besteht, dass die Autoren für 27 Jahre Daten an verschiedenen Orten gesammelt haben, von denen nicht bekannt ist, ob sie in irgend einer Weise für Deutschland repräsentativ sind. 57 Orte, an denen Daten gesammelt wurden, befinden sich in Nordrhein-Westfalen, einer in Rheinland-Pfalz und fünf in Brandenburg, wie im Anhang zum Beitrag von Hallmann et al. beschrieben. Ob Informationen, die an 57 Orten in Nordrhein-Westfalen gewonnen wurden, auf Bayern oder den Schwarzwald übertragbar sind, ob ein Ort in Rheinland-Pfalz Aussagen für ganz Rheinland-Pfalz ermöglicht, ist eine Frage, die wir klar mit nein beantworten. Daraus folgt, dass man die Ergebnisse, die Hallmann et al. berichten NICHT auf Deutschland übertragen kann. Tatsächlich haben sie einen Rückgang von Insekten nicht einmal für alle die Orte festgestellt, die sie untersuchen, sondern nur für einige Orte, die sie untersucht haben.

 

2. Kann man den Rückgang der Insekten, den Hallmann et al. behaupten, so wie sie ihn behaupten, behaupten?

Um zu den dramatischen Zahlen von 75% Insektenrückgang zu gelangen, haben Hallmann et al. im Wesentlichen die Daten, die ihnen für die Jahre 2016 und 1989 zur Verfügung stehen, voneinander subtrahiert (9). Sie haben somit stillschweigend vorausgesetzt, dass Insektensterben ein linearer Prozess ist, der sich entsprechend auch linear beschreiben lässt. Indes, hätten sie das Insektensterben auf Grundlage der Jahre 2014 und 1989 berechnet, das Insektensterben wäre um 70% geringer ausgefallen, also nicht 75% der Insekten, die noch 1989 gezählt wurden, wären gestorben, sondern rund 22,8%. Entsprechend müssen die restlichen 53,2% zwischen den Jahren 2014 und 2016 gestorben sein, was einen exponentiellen und keinen linearen Verlauf voraussetzen würde, der in den Daten von Hallmann et al, wie sie in Tabelle 1 dargestellt sind, nicht auffindbar ist. Kurz: Die Autoren scheinen hier etwas dramatisiert zu haben, was insofern nicht nachvollziehbar ist, als das Jahr 2014 die mit Abstand beste Datenlage aller Meßzeitpunkte aufweist. 23 Orte, an denen Stichproben zur Insekten-Population genommen wurden, und 348 Stichproben hätten zur Verfügung gestanden, um Aussagen über ein Insektensterben zu machen, das mit 22,8% allerdings deutlich geringer ausgefallen wäre. Also haben sich Hallmann et al. mit den 7 Orten, an denen 2016 nur 62 Stichproben gewonnen wurden, begnügt und können zur Belohnung ein Insektensterben von 75% verkünden. Man sieht, wie abhängig die Behauptungen, die auf Grundlage von Daten erhoben werden, zuweilen von den Absichten der Forscher, die die Behauptungen erheben, sind. Kurz: Zu behaupten, dass in Deutschland die Zahl der Insekten in den letzten 27 Jahren um 76% zurückgegangen wäre, ist unlauter und durch die Daten von Hallmann et al. in keiner Weise gestützt. Was man sagen kann ist, dass die Daten von Hallmann et al. einen Rückgang für manche Orte, an denen Daten gesammelt wurden, zeigen.

 

3. Kann man der Arbeit von Hallmann et al. Informationen über die Ursachen des Rückgangs von Insekten entnehmen.

Noch ein Fluginsekt, das Hallmann et al. im Datensatz haben

Nein. Und die Autoren sagen das auch deutlich, denn sie finden keinen Zusammenhang mit Klimawandel und auch keinen mit landwirtschaftlicher Bewirtschaftung und schon gar keinen mit Glyphosat. Dieser Zusammenhang ist ausschließlicher Bestandteil der Phantasie der Grünen, die wieder einmal eine Studie für ihre Zwecke missbrauchen. Liest man die entsprechende Studie, dann finden sich statt dessen Aussagen wie: „In light of previously driving mechanisms, our analysis render two of the prime suspects, i.e. landscape and climate change as unlikely explanatory factors for this major decline in aerial insect biomass …“ (15) Und: Agricultural intensification (e.g. pesticide usage …) that we could not incorporate in our analyses, may form a plausible cause … “ (15). Allerdings haben die Autoren, wie sie feststellen, keine Daten, die die “plausible Ursache“ dingfest machen. Vielmehr rufen sie zum Abschluss ihres Beitrags explizit dazu auf, die Ursachen des Insekten-Rückgangs, den sie dramatisch nennen, zu untersuchen.

Die Dramatik der Studie von Hallmann et al. besteht nun weniger in dem angeblichen Rückgang von 75% als darin, dass die Annahmen, die gemacht wurden, um diese 75% zu errechnen, eher windig zu nennen sind und darin, dass man auf Grundlage der Daten von Hallmann et al. doch viel Bereitschaft mitbringen muss, über schiefe und fehlende Verteilungen und Probleme der Auswahl hinweg zu sehen, um zu dem Ergebnis zu kommen, das Hallmann et al. popularisieren und das deutsche Medien in ihrer Gier nach Schreckensszenarien natürlich verbreiten.

Um nicht missverstanden zu werden: Wir würden auch einen Rückgang von Insekten-Biomasse auf Basis der Daten von Hallmann et al. feststellen, aber einen deutlich geringeren und einen auf die Orte, an denen die Beobachtung wiederholt gemacht wurde und das waren nur 26 Orte insgesamt, reduzierten. Damit ist natürlich die Verallgemeinerbarkeit der Ergebnisse nicht gegeben und die Dramatik beim Teufel. Dafür haben wir die wissenschaftliche Lauterkeit wiederbelebt. Unabhängig davon ist es in jedem Fall ein Verdienst dieser Studie, Fragen aufgeworfen zu haben.

Zu den selben Ergebnissen kommt mittlerweile auch das RWI Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Essen.

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Kurswechsel nach Rechts? Deutschland, Deutschland, Dein Stanislaw … Tillich

Es brodelt wieder einmal im hysterischen Deutschland, hat doch Stanislaw Tillich, dem in der Mitte der nächsten Legislaturperiode Neuwahlen ins Haus stehen, etwas gesagt, was gegen die politische Korrektheit verstößt, nämlich:

„Tillich sagte, Merkels Flüchtlingspolitik sei für das starke Abschneiden der AfD mitverantwortlich. Die Union müsse wieder Recht und Ordnung durchsetzen. «Die Leute wollen, dass Deutschland Deutschland bleibt. Sie wollen keine Parallelgesellschaften und keinen Anstieg der Kriminalität. Sie wollen nicht, dass religiöse oder politische Auseinandersetzungen unter Flüchtlingen hier ausgetragen werden.“

In diesen Äußerungen sehen die WELT, die FAZ, der Tagesspiegel und etliche andere Blätter einen Rechtsschwenk oder den Versuch Tillichs, die CDU nach rechts zu rücken.

Recht, Ordnung und keine Parallelgesellschaften

Wenn das, was Tillich gesagt hat, einen Rechtsschwenk zum Ausdruck bringt, dann muss man feststellen, dass die nicht-rechte Position, die derzeit von all denen als akzeptabel angesehen wird, die sich jetzt empören, wie der MDR titelt, eine Position ist, in der Recht und Ordnung nicht gelten, was für Linksextremisten ja eine normale Situation ist. Es ist eine Position, in der eine Parallelgesellschaft für wünschenswert, zumindest nicht problematisch angesehen wird, in der einem Anstieg der Kriminalität gelassen entgegen gesehen wird und eine Situation, in der Deutschland, wie es sich derzeit darstellt, nicht mehr gewünscht ist. Vielmehr besteht das Ziel wohl darin, Deutschland zu einem Ort zu machen, an dem Flüchtlinge ihre politischen und religiösen Auseinandersetzungen ungehindert führen können.

Welcher geistig normale Mensch kann sich politische und religiöse Auseinandersetzungen, mehr Kriminalität und weder Recht noch Ordnung in Deutschland wünschen?

Offensichtlich all diejenigen, die sich jetzt über Stanislaw Tillich und seinen Anflug von Realismus aufregen.

Eine alternative Erklärung für all diejenigen, die sich in ihrer affektierten Emotionalisierung zu weit aus dem Fenster gelehnt haben, besteht darin, Prototyp des neuen Pawlowschen Hundes zu sein, dem immer schon der Speichel im Mund zusammenläuft, wenn er meint etwas zu vernehmen, was entfernt an eine ideologische Position erinnern könnte, die die Interessen der autochthonen Bevölkerung in Deutschland einklagt, jener autochthonen Bevölkerung, die aus deutschen, türkischen, griechischen usw. Steuerzahlern besteht, die die Kosten für das zu tragen haben, was diejenigen, deren Beitrag verbal, nicht materiell ist, ihnen bescheren.

Wie wir an anderer Stelle dargestellt haben, kann auf Basis der Nebenwahltheorie erwartet werden, dass Stanislaw Tillich bei der nächsten Landtagswahl in Sachsen nicht der Partei angehört, die die meisten Wählerstimmen erringen wird.

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Früchte des Wahnsinns: Rassismusjäger im Kindergarten

Dass die Hysterie der Gutmenschen bereits im Kindergarten beginnt, haben wir gerade im letzten Post geschrieben, da erreicht uns ein Hinweis auf einen Beitrag, den Frank Cebulla in seinem SchreibBlog veröffentlicht hat. Frank ist nämlich der Vater einer Tochter, die es mit ihren drei Jahren bereits zum Rassisten und Ausländerfeind gebracht hat. 

Wer den in Deutschland grassierenden Wahnsinn am aktuellen Beispiel erleben will, der klicke am Ende dieses einführenden Textes auf den Link zu Franks Blog:

“Wer es noch nicht weiß, ich habe eine kleine Tochter. Sie lebt in Berlin. Vor kurzem trat die Erzieherin ihrer Kita-Gruppe ganz besorgt an die Mutter heran. Es ging um ein brisantes Thema. Sie möchte keine Probleme mit Ausländerfeindlichkeit in ihrer Gruppe haben. Das Problem verortete sie bei meiner Tochter. Ihr politisch inkorrektes Fehlverhalten besteht darin, dass sie beim Singen nicht neben Ayman stehen möchte, einem syrischen Jungen. Boah Leute, da bleibt einem echt die Spucke weg und mein Blutdruck steigert sich in ungeahnte Höhen. Mein Töchterchen ist drei Jahre alt und weiß nicht, was überhaupt ein Ausländer, Migrant, Flüchtling, Asylant oder was auch immer sein soll. Auf die Frage, warum sie beim Singen nicht neben Ayman stehen möchte, gab es von ihr allerdings eine klare Antwort: Der haut die anderen Kinder und ich habe Angst vor ihm. Ein Interview mit ihrer besten Freundin aus derselben Gruppe ergab das gleiche Ergebnis: Der ist nicht mein Freund. Außerdem erfährt man, dass er kaum deutsch spricht und daher die anderen Kinder nicht versteht. [Hier weiterlesen]”

Induzierte Massenpanik? Deutsche Atomhysteriker sind in Fahrt

Belgien erlaubt es sich, Atomkraftwerke zu betreiben. Allein drei Reaktoren stehen im Belgischen Tihange: Tihange 1, 2 und 3, die in den Jahren 1975, 1982 und 1985 ans Netz gegangen sind. Wie so viele europäische Kernkraftwerke, so sind auch die drei Reaktoren in Tihange in die Jahre gekommen. Deshalb sollen sie nach dem geeinten Willen von Greenpeace und deutscher Regierung abgeschaltet werden. Denn Kernenergie ist bekanntlich gefährlich, fast so gefährlich wie eine Computertomographie oder das Röntgen der Lunge oder des Brustbereichs und außerdem sind Risse in der Außenhülle aufgetaucht.

Gegen den Willen der deutschen, hat die belgische Regierung beschlossen, von ihrer nationalen Souveränität Gebrauch zu machen und die drei Reaktoren weiter zu betreiben. Ein Schritt, der die Nuklear-Unfall-Hysteriker in Deutschland in Wallung versetzt und nun dazu geführt hat, dass die Stadt Aachen mit der freien, naja, fast freien Verteilung von Jodtabletten an besonders wertvolle Aachener, die unter 45 Jahren und am besten schwanger sind, versucht, vorhandenes Hysteriepotential auszunutzen und die öffentliche Meinung, die sowieso schon trotz allen Klimaschutzes lieber mit Kohle Strom erzeugt, weiter gegen Kernenergie aufzubringen und die Belgier mit ihren drei Reaktoren in Tihange und ihren vier Reaktoren in Doel zu isolieren. Vielleicht bricht die Regierung des kleinen Landes ja unter dem Druck des großen Nachbarn zusammen. Geschichtliche Vorbilder dafür, dass Belgien Deutschland nichts entgegen zu setzen weiß, gibt es genug. Nur gibt es derzeit keine Bestandsgarantie für Belgien, die von Frankreich und dem Vereinigten Königreich ausgesprochen wurde.

Um der Hysterie ein wenig die Luft abzulassen: Die Wahrscheinlichkeit eines Atomunfalles, der so ernst ist, dass die Umgebung in Mitleidenschaft gezogen wird, ist immer noch 1:1.000.000.

Quelle. IAEA

Wem das nicht genügt, dem seien ein paar Daten bereitgestellt.
Seit 1975 wurden im Zusammenhang mit der Erzeugung konventioneller Energie 65 Unfälle verzeichnet, die von Methangas-Explosionen in Kohlebergwerken über einen Dammbruch (z.B.: 1991, Rumänien) bis zur Explosion einer Ölquelle (Deep Water Horizon, 2010) reichen. Im gleichen Zeitraum gab es genau zwei ernsthafte Unfälle mit Kernenergie (Tschernobyl, 1986 und Fukushima, 2011). Als direkte Folge des Unfalls in Tschernobyl sind 47 Menschen gestorben. Als direkte Folge des Reaktorunfalls von Fukushima sind keine Menschen gestorben. Die Herstellung konventioneller Energie hat seit 1975 242.685 Menschenleben gefordert. Wenn man die Einschätzung der Gefahr, die mit der Herstellung von Energie verbunden ist, auf tatsächliche und nicht auf mögliche Folgen bezieht, dann kommt man nicht um die Feststellung herum, dass die Herstellung von Energie mit konventionellen Methoden mit einem viel höheren Risiko verbunden ist.

Aber wenn es um Kernenergie geht, dann ist nicht das tatsächliche, sondern das befürchtete Risiko von Bedeutung, dann malen NGOs und Kernkraftgegner die Strahlengefahr an die Wand, um die weitverbreitete Unkenntnis über die mit radioaktiver Strahlung verbundenen Risiken für die eigenen Zwecke auszunutzen.

Doch verbleiben wir zunächst bei den Störfällen, die es in den 449 Kernkraftwerken weltweit seit 1952 gegeben hat. In 11 Störfällen, die als erheblich zu betrachten sind, darunter Three Mile Island in den USA (1979) und Tschernobyl sind 47 Menschen ums Leben gekommen, alle als Folge des Reaktorunfalls in Tschernobyl, alle waren sie Beschäftigte oder Feuerwehrmänner.

Abermals müsste man feststellen, dass Kernenergie viel ungefährlicher ist als andere Formen der Energiegewinnung. Aber das wird in Deutschland natürlich bestritten, schon wegen dem Hysterie-Faktor, und zwar mit Verweis auf die Strahlung, die schreckliche Strahlung, die von Kernkraftwerken ausgehen kann, jedenfalls dann, wenn der Stahlmantel des inneren Reaktors und die ihn umgebende luftdichte Strahlhülle zerstört werden und die Hülle des äußeren Reaktors, die in der Regel aus einer Mischung aus Stahl und Beton besteht, penetriert wird. Die beschriebene Sicherheitsbauweise soll gewährleisten, dass radioaktives Material, das sich im Kernreaktor befindet, dort auf unbestimmte Zeit eingeschlossen werden kann. Der Reaktor in Tschernobyl hatte keine entsprechende Sicherheitsbauweise. Deshalb ist der Reaktorunfall in Tschernobyl der Unfall, der die weitreichendsten Schäden angerichtet hat.

Damit sind wir zurück bei der Strahlung. Von Reaktoren kann im Wesentlichen Beta- und Gamma-Strahlung ausgehen. Erstere hat nur eine kurze Reichweite und kann nur wenig mehr als die Haut im direkten Kontakt penetrieren, Letztere ist in der Lage, tief in einen menschlichen Körper einzudringen, was uns zur Art der Kontamination mit Radioaktivität bringt. Die Kontamination kann auf drei wegen erfolgen: Vollständige Kontamination des Körpers bei direkter Nähe zur radioaktiven Quelle, externe und interne Kontamination.

Die Gefahr einer Ganzkörper-Kontamination besteht nur für Personen, die sich in unmittelbarer Nähe zum Kernreaktor aufhalten. Externe Kontamination durch Strahlung bedroht Menschen, die in unmittelbarer Nähe zu einem Kernkraftwerk leben und interne Kontamination setzt voraus, dass radioaktive Partikel oder radioaktiv belastete Nahrungsmittel zu sich genommen werden.

Aus dem Tschernobyl-Unfall ist bekannt, welche radioaktiven Isotope in die Umwelt gelangen, wenn ein Reaktorkern schmilzt. Die entsprechende Aufstellung umfasst (geordnet nach Halbwertzeit):

  • Neptunium-239
  • Molybdän-99
  • Tellurium-132
  • Xenon-133
  • Jod-131
  • Barium-140
  • Cäsium-141
  • Ruthenium-103
  • Strontium-89
  • Zirconium-95
  • Curium-242
  • Cerium-144
  • Ruthenium-106
  • Cäsium-134
  • Plutonium-241
  • Strontium-90
  • Cäsium-137
  • Plutonium-238
  • Plutonium-240
  • Plutonium-239

Radioaktive Gase (Xenonß133) oder Isotope mit kurzer (Neptunium-239; Halbwertzeit: 58 Stunden; Molybdän-99; Halbwertzeit: 67 Stunden) oder sehr langer Halbwertzeit (Plutonium-239: 24.400 Jahre) sind für Menschen weitgehend ungefährlich. Gefährlich für Menschen ist vor allem Jod-131, dann, wenn es direkt eingeatmet oder über die Nahrung aufgenommen wird. Jod-131 hat eine Halbwertzeit von 8 Tagen, d.h. das Isotop zerfällt im Laufe von 8 Tagen zu 50% und stellt danach nur noch eine geringe radioaktive Gefahr dar. Das Problem mit der Aufnahme von Jod-131 ergibt sich aus der Emission von Beta-Strahlung durch Jod-131, die die Schilddrüse in Mitleidenschaft ziehen kann.

Die Strahlendosis wird gewöhnlich in Gray (Gy) und in Sievert (Sv) gemessen, wobei Gray die Einheit für aufgenommene Strahlung darstellt, Sievert die Einheit für die effektive Dosis. Wenn der ganze Körper eines Menschen Strahlung ausgesetzt ist, entspricht 1Gy einem Sv.

Wer mit dem Flugzeug von New York nach Japan fliegt, nimmt eine effektive Strahlung von 0.07 mSv auf, eine Dosis, die jeder Mensch aus der natürlich vorhandenen Strahlung auf der Erde, der er jeden Tag ausgesetzt ist, in 7 Tagen aufgenommen hat. Eine Computertomographie ist mit der Aufnahme von 7 mSv verbunden, 6 Monate natürlicher Strahlung auf der Erde sind das Äquivalent dazu. Ein Mensch, der den Reaktorunfall von Three Mile Island an der Grenze des Kernkraftwerkes verfolgt hat, hat dort 1 mSv aufgenommen, 3 Monate natürliche Strahlung. Die Bewohner der Gebiete, die mit einer niedrigen Strahlenbelastung nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl kontaminiert waren, haben 10-20 mSv aufgenommen, das entspricht drei bis sechs Jahren natürlicher Strahlung. Die Bewohner der Gebiete, die mit einer hohen Strahlenbelastung durch den Unfall kontaminiert wurden, haben rund 50 mSv aufgenommen, was der Aufnahme natürlicher Strahlung über 17 Jahre auf der Erde entspricht.

Im Zusammenhang mit dem Reaktorunfall in Tschernobyl sind auch die bislang einzigen Fälle von Strahlenkrankheit berichtet worden: 134 Arbeiter und Feuerwehrmänner, die kurz nach dem Unfall am Reaktor gearbeitet haben, wurden mit Strahlenkrankheit diagnostiziert. Es gibt keinen einzigen bekannten Fall von Strahlenkrankheit in der weiteren Bevölkerung.

Die Hauptgefahr durch Strahlung geht wie gesagt von Jod-131 aus. Es steht im Verdacht, die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung zu erhöhen. Die folgenden Studien, die das Risiko an Leukämie oder an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, für Menschen, die in der Umgebung von Tschernobyl zur Zeit des Unfalls gelebt haben, untersucht haben, kommen alle zu dem Ergebnis, dass es keine erhöhte Wahrscheinlichkeit für weder Leukämie noch Schilddrüsenkrebs als Folge des bislang schwersten Reaktorunfalls weltweit gegeben habe:

  • Petridou E, Trichopoulos D, Dessypris N, et al. Infant leukaemia after in utero exposure to radiation from Chernobyl. Nature 1996;382:352-3.
  • Steiner M, Burkart W, Grosche B, Kaletsch U, Michaelis J. Trends in infant leukaemia in West Germany in relation to in utero exposure due to Chernobyl accident. Radiat Environ Biophys 1998;37:87-93.
  • Parkin DM, Clayton D, Black RJ, et al. Childhood leukaemia in Europe after Chernobyl: 5 year follow-up. Br J Cancer 1996;73:1006-12.
  • Noshchenko AG, Zamostyan PV, Bondar OY, Drozdova VD. Radiation-induced leukemia risk among those aged 0-20 at the time of the Chernobyl accident: a casecontrol study in the Ukraine. Int J Cancer 2002;99:609-18.
  • Konogorov AP, Ivanov VK, Chekin SY, Khait SE. A case-control analysis of leukemia in accident emergency workers of Chernobyl. J Environ Pathol Toxicol Oncol 2000;19:143-51.
  • Romanenko AY, Finch SC, Hatch M, et al. The Ukrainian-American study of leukemia and related disorders among Chornobyl cleanup workers from Ukraine: III. Radiation risks. Radiat Res 2008;170: 711-20.
  • Kesminiene A, Evrard AS, Ivanov VK, et al. Risk of hematological malignancies among Chernobyl liquidators. Radiat Res 2008;170:721-35.
  • Ivanov V, Ilyin L, Gorski A, Tukov A, Naumenko R. Radiation and epidemiological analysis for solid cancer incidence among nuclear workers who participated in recovery operations following the accident at the Chernobyl NPP. J Radiat Res (Tokyo) 2004;45:41-4.
  • Ivanov VK, Gorski AI, Tsyb AF, Ivanov SI, Naumenko RN, Ivanova LV. Solid cancer incidence among the Chernobyl emergency workers residing in Russia: estimation of radiation risks. Radiat Environ Biophys 2004;43:35-42.
  • Pukkala E, Kesminiene A, Poliakov S, et al. Breast cancer in Belarus and Ukraine after the Chernobyl accident. Int J Cancer 2006;119:651-8.
  • Bogdanova NV, Antonenkova NN, Rogov YI, Karstens JH, Hillemanns P, Dörk T. High frequency and allele-specific differences of BRCA1 founder mutations in breast cancer and ovarian cancer patients from Belarus. Clin Genet 2010;78: 364-72.

Die einzige Bevölkerungsgruppe, für die ein um 2-5% pro 1 Gv aufgenommenes Jod-131 erhöhtes Risiko an Schilddrüsenkrebs zu erkranken, gefunden wurde, waren Kinder, die Jod-131 inhaliert oder über die Nahrung aufgenommen haben. Da Jod-131 nach acht Tagen zerfallen ist, besteht die entsprechende Gefahr der Aufnahme nur, wenn die Kinder Jod-131 direkt ausgesetzt waren oder es über die Nahrung aufgenommen haben. Jod-131 hält sich maximal 3 Monate in der Nahrungskette.

Um die Gefahr, die von Jod-131 ausgeht, eine Gefahr, die bislang ausschließlich in Tschernobyl, also einem Reaktor, dessen Sicherheits-Bauweise nicht einmal ansatzweise der Bauweise heutiger Reaktoren auch der belgischen Reaktoren entspricht, in erheblichem Maße aufgetreten ist (in Fukushima war das Ausmaß emittierten Jod-131 in der höchsten Schätzung knapp 40% des Niveaus von Tschernobyl, in der geringsten Schätzung 5%), zu reduzieren, kann eine Mischung von Kalium und Jod verabreicht werden, eben jene Mischung, die in den Tabletten enthalten ist, die in Aachen an alle Aachener unter 45 Jahren und natürlich an Mütter verteilt werden sollen. Neben der Antwort auf die Frage, welche Aachener von den dortigen Stadträten als besonders wertvoll und welche als verzichtbar angesehen werden, eine direkte logische Folge, die sich dann ergibt, wenn man die Gefahr eines Reaktorunfalls und einer Verbreitung von Jod-131 für so imminent ansieht, wie die Stadträte, wird diese Maßnahme vor allem einen Publicity Effect haben, der auch nicht dadurch getrübt wird, dass die Aufnahme von Kalium-Jodid nicht ungefährlich ist. Allerdings zeigt eine Studie aus Polen, dass die Todesfälle infolge der Aufnahme von Kalium-Jodid nicht so häufig waren, wenngleich etwas häufiger als bei einer normalen Schutzimpfung.

  • Nauman J, Wolff J. Iodide prophylaxis in Poland after the Chernobyl reactor accident: benefits and risks. Am J Med 1993; 94:524-32.

Wer sich vergewissern will, dass wir nichts geschrieben haben, was nicht tatsächlich dem Stand der wissenschaftlichen Forschung entspricht, der kann dies hier tun: Christodoulas, John, Forrest; Robert D., Ainsley, Christopher G., Tochner, Zelig, Hahn, Stephen M. & Glatstein, Eli (2011). Short-Term and Long-Term Health Risks of Nuclear-Power-Plant Accidents. New England Journal of Medicine 364(24): 2334-2341.

Wer sich seine Kernkraft-Hysterie lieber nicht durch Fakten verderben lässt, der darf diesen Text nicht lesen und muss unseren Text schnell vergessen. Am besten über einem Rotwein. Die Wahrscheinlichkeit, beim Trinken zu ersticken, ist übrigens um ein Vielfaches höher als die Wahrscheinlichkeit, Jod-131 ausgesetzt zu werden.

 

Irre: Wehrmachtssäuberungen greifen um sich

Deutschland gleicht immer mehr einem Irrenhaus.

Barchiv GM Lorenz mit Soldaten

Bilder wie dieses halten die Erinnerung an die WEHRMACHT wach. Schließt das Bundesarchiv!

In der Hamburger Universität der Bundeswehr wurde ein Bild entfernt, das Helmut Schmidt in einer Wehrmachtsuniform zeigt. Als Leutnant der Wehrmacht war es Schmidt leider nicht möglich, sich in seinem Antifa-Outfit ablichten zu lassen. Die Wehrmacht-Säuberungen haben ein neues Stadium erreicht und im Sinne eines kollektiven Vergessens wollen wir als Exegeten und heftige Kritiker des Konzepts des kollektiven Gedächtnisses, nicht am Rande stehen.

Wir haben deshalb eine Reihe von Maßnahmen erarbeitet, die es der Bundeswehr und Deutschland erlauben, endgültig den Makel des tausendjährigen Reiches los zu werden. Hier unser Weg zum kollektiven Vergessen in vier Schritten:

1.

Das Bundesarchiv in Koblenz ist zu schließen und vor allem die Bildbestände D und E sind komplett zu verbrennen. Die entsprechenden Scheiterhaufen der Geschichte können in Koblenz auf dem deutschen Eck errichtet werden. Mit der Beseitigung des Bundesarchivs, in dem historisches Material über die schlimme Zeit des Dritten Reiches gesammelt wird, ist der erste Schritt auf dem Weg ins kollektive Vergessen gemacht.

2.

Barchiv_Scherer Theodor Ritterkreuz

Auszeichnungen sind bei der Bundeswehr abzuschaffen.

Der zweite Schritt besteht darin, die aktuellen Einflüsse der Wehrmacht zu tilgen. Eine Google Suche nach „Wehrmacht“ fördert Assoziationen mit „Ränge“, „Auszeichnungen“, „Uniform“, „Flagge“, „Schuhe“ und „Helme“ zu Tage. Entsprechend sind in der Bundeswehr das Verleihen von Auszeichnungen, das Tragen von Uniform, das Hissen von Flaggen, das Laufen in Schuhen und das Tragen von Helmen zu verbieten, um jede Assoziation mit der Wehrmacht auszuschließen. Eine Suche nach „deutsche Wehrmacht“ fördert zusätzliche eine Assoziation mit Soldatenlieder und Generäle zu Tage. Daher sind im Einklang mit der ersten Suche, jegliche Form von Rängen, militärische Ränge, abzuschaffen und jede Art von Liedgut ist zu unterdrücken. Bei der Bundeswehr wird nicht gesungen. Zuwiderhandelnde werden aus der Bundeswehr ausgeschlossen.
3.

BArchiv Gefallene

Einzig erlaubte Darstellung von “Wehrmacht”

Der dritte Schritt besteht darin, den Zweiten Weltkrieg und die daran beteiligten Soldaten aus dem kollektiven Gedächtnis insofern zu tilgen, als es sich dabei um Angehörige der deutschen Wehrmacht handelt. Die Jahre 1939 bis 1945 sind aus Geschichtsbüchern, Archiven, Bibliotheken und Datenbanken aller Art zu entfernen. Wer Bilder, Reden und Dokumente aus diesen Jahren in Umlauf bringt oder sich Bilder, Reden und Dokumente aus dieser Zeit verschafft, wird mit Haftstrafen von bis zu 10 Jahren bestraft und in jedem Fall aus der Bundeswehr ausgeschlossen.

4.

Schließlich ist die Sprache zu bereinigen. Wehrmacht besteht aus Wehr und Macht. Um Missbrauch von Wehr und Macht auszuschließen, wird der Begriff „Wehrmacht“ in jedem Zusammenhang durch den Begriff „Stauregime“ ersetzt. Damit sollte auch die letzte Erinnerung an die Wehrmacht, Entschuldigung an das Stauregime beseitigt sein.

Die deutsche Leitkultur, von der in der letzten Zeit so viel die Rede war, ist entsprechend als Hysterie zu bestimmen, als unmotivierte und unangemessene Reaktionen, die aus Nichtigkeiten Monstrositäten macht und sich nur über eine weitgehende Verblödung derer, die man früher als politische Elite bezeichnet hat, und somit mit einem Begriff, der heute nur noch Lachkrämpfe hervorruft, erklären lässt.

P.S

BundesWEHR ist natürlich in Bundesstau(damm) umzubenennen.

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