Wie wir alle wissen, ist es ganz schlimm, dass es die AfD gibt.
Denn die AfD ist eine Gefahr für die Demokratie, wie all diejenigen behaupten, die auf vollkommen antidemokratische Weise versuchen, den Prozess der politischen Willensbildung Einzelner mit Resentiments gegen die AfD zu manipulieren.
Wie diejenigen wissen, die der sich in linken Kreisen endemisch ausbreitenden Stupidität staunend zusehen, ist unter diesen Leuten die Ansicht verbreitet: Viel hilft viel.
Quantität ist wichtiger als Qualität, schon weil diese Leute Bürger für ebenso dumm einschätzen, wie sie selbst es sind.
Einen herausragenden Niederschlag hat diese Unfähigkeit, der Welt mit Vernunft und Rationalität zu begegnen, in einem EINWURF aus der Bertelsmann-Stiftung, langsam aber sicher ein Hub der Minderintelligenten, gefunden. Dort ist man darüber besorgt, dass unterschiedliche Posts von unterschiedlichen Parteien unterschiedliche Verbreitung finden, keine GLEICHHEIT in der Nachfrage erleben. Ein typsisches Problem kommunistisch Verblödeter, die denken, das Wahlvolk müsse in gleicher Weise von allen politischen Angeboten heimgesucht werden, denn natürlich gibt es im Wahlvolk keinerlei Präferenzen für bestimmte Parteien, deren Ideen attraktiver erscheinen und deren politische Vorschläge als für die eigenen Bedürfnisse passender angesehen werden.
Nein, in den Kreisen der Bertelsmannstiftung und der für den EINWURF aus der Bertelsmann-Stiftung verantwortlichen Schreiber (das sind: Amber Jensen, Kira Schrödel, Charlotte Freihse, haben Sie noch Fragen? Ich nicht mehr!) ist man der Ansicht, wenn die SPD 20 Posts auf TikTok oder X verbreitet und die AfD 10 und die LINKE 10 und die CDU 20, belassen wir es der Einfachheit halber bei den vier Parteien, dann müssten in der Timeline der entsprechenden Nutzer proportional viele Posts der Parteien auftauchen, als z.B. 2 von CDU/SPD und je einer von AfD und Linke. Indes: Zu ihrem Schrecken haben die Bertelsmann-Schreiber feststellen müssen, dass in den Timelines von Nutzern überproportional Posts von AfD und LINKE und unterproportional Posts von CDU/SPD auftauchen.
Und das ist natürlich ganz furchtbar, denn es könnte dazu führen, dass sich politische DISKUSSIONEN verschieben und plötzlich ein Diskurs über Fragen geführt wird, die Oppositionsparteien wie AfD oder LINKE stellen, die CDU/SPD aber vermeiden wollen. Und als wäre ein solcher antidemokratischer und mit keiner bekannten Demokratie-Theorie vereinbarer Gedanke nicht schon schlimm genug, die drei Bertelsmänner verewigen ihre antidemokratische Gesinnung auch in Schrift:
„Auf inhaltlicher Ebene kann die disproportionale Sichtbarkeit der Beiträge politischer Akteur:innen eine Verschiebung des öffentlichen Diskurses begünstigen, die demokratische Grundwerte zunehmend in Frage stellt. Wiederholung wirkt: Studien zeigen, dass Menschen nicht nur vertraute Inhalte positiver bewerten (MereExposure-Effekt), sondern auch wiederholte Aussagen für glaubwürdiger halten – selbst wenn sie wissen, dass sie falsch sind [was für ein Bullshit!].“
Und weil die ARD eine PR-Außenstelle der Bertelsmänner ist, finden sich beim öffentlich-rechtlichen Schundfunk die folgende Schlagzeile und nachfolgend der entsprechende Jammer über die Ungerechtigkeit unterschiedlicher Beachtung politischer Angebote …
Die Algorithmen sind also daran schuld, dass die SPD-Angebote auf X und TikTok keine Maus hinter dem Ofen hervorlocken. Der Pressekonzern SPD und sein konservativer Anhang von der Union, sind auf TikTok und auf X nicht sonderlich nachgefragt, wie die Bertelsmänner herausgefunden haben… Das sieht dann so aus:
Aber natürlich ist das nicht, was sie herausgefunden haben wollen. Sie wollen insinuieren, dass die bösen Algorithmen die arme SPD/CDU benachteiligt und dass diese Benachteiligung dazu führt, dass SPD/CDU nicht gewählt oder positiv bewertet werden.
Damit nicht genug: Posts der AfD finden schneller Verbreitung als Posts der SPD/CDU, letztere sind, wenn man so will, soziale Medien-Ladenhüter, die sich kaum Nachfrage erfreuen.
Junk der an Bullshit grenzt.
Wie sind die Bertelsmänner zu diesem sie und andere intellektuelle Leichtgewichte erschreckenden Ergebnis gelangt? Die Beschreibung der „Methode“ liest sich im relevanten Teil so:
„Die Datenerhebung im Rahmen der zum Einwurf gehörigen Studie „Digitalisiert, politisiert, polarisiert?“ der Universität Potsdam (Bertelsmann Stiftung 2025) nutzt Sock-Puppet-Audits. Hierzu wurden auf TikTok, YouTube, Instagram und X insgesamt 268 Nutzerprofile von jungen Menschen (21–25 Jahre) angelegt. Diese Nutzerprofile variierten nach politischem Interesse, Geschlecht oder spezifischen inhaltlichen Interessen. Gesteuert werden die Nutzerprofile automatisiert durch Programmierungen, wodurch das Verhalten echter Nutzer:innen möglichst realistisch simuliert werden kann“.
So liest sich der methodische Junk, der hier „Studie“ geworden ist, in den Worten der drei Bertelsmänner, die Ergebnisse verbreiten sollen, die zugrundeliegenden Daten aber nicht erhoben haben, tatsächlich überhaupt keine Ahnung haben, wie die entsprechenden Daten erhoben wurden, wie man leicht an Formulierungen, wie „die Nutzerprofile [werden] automatisiert durch Programmierungen“ gesteuert.
Was bedeutet das?
SciFi-Support
Vergibt „die Programmierung“ Likes, repostet Beiträge auf TikTok und X? Folgt die „Programmierung“ anderen Nutzern, verbreitet die Programmierung eigenen Content oder soll hier suggeriert werden, die 268 FAKE Profile, die im Auftrag der Bertelsmänner angelegt wurden, seien mit einer Art jungfräulicher Timeline verbunden, die über die Variationen nach Alter, Geschlecht, politischen Inhalten oder inhaltlichen Interessen von Posts heimgesucht werden?
Kann man so ahnungslos sein?
Wer sich einen X-Account zugelegt hat, weiß, dass er zu Beginn seiner X-Zeit einigen anderen Nutzern folgen muss, Nutzer, die ihm vorgeschlagen werden, um seine Timeline überhaupt ans Laufen zu bringen. Das, was sich in der Timeline eines X-Nutzers findet, wird zudem in Vorschläge von X und Posts von anderen X-Accounts, denen man folgt, unterteilt. Und was genau man dort angezeigt bekommt, jenseits der Werbung, hängt vom EIGENEN Nutzungsverhalten und davon ab, welche Angebote auf X oder auf TikTok Fahrt aufnehmen.
Dass AfD-Angebote auf beiden Plattformen X und TikTok SCHNELLER und HÄUFIGER geteilt werden, ist letztlich eine Funktion der Nachfrage nach diesen Angeboten, die wiederum auf Antipathie und Sympathie beruhen kann, etwas, das man bei den Bertelsmännern offenkundig noch nie gehört hat. In der Tat kann Nachfrage dadurch entstehen, dass man sich aufregen will oder etwas positiv bewertet. Die Welt ist eben meist komplizierter als es sich ideologisch beeinträchtigte Pseudo-Forscher vorstellen können. Dasselbe gilt für die LINKE. Offenkundig sind beider Angebote für die Nutzer von TikTok oder X attraktiver, aus welchen Gründen auch immer.
SciFi-Support
Mit dem Algorithmus hat das in der Regel nicht viel zu tun, wenn man davon absieht, dass Algorithmen natürlich auf die Häufigkeit, mit der Angebote geteilt oder geliked werden, reagieren. Und in der Tat gestehen die Bertelsmänner in einem Anfall von Erkenntnis, dass sie die ganzen 12 Seiten ihres EinwurfEINWURFS auf Algorithmen herumhacken, von deren Funktionsweise sie ÜBERHAUPT keinen blassen Schimmer haben:
„Allerdings fehlt aktuell das Wissen darüber, wie Empfehlungsalgorithmen politische Inhalte in die Feeds potenzieller Wähler:innen selektieren.“
Etwas weniger genderversaute Sprache, etwas mehr Fairness und die Einsicht, dass die Nutzer sozialer Netzwerke über ihre Nachfrage Algorithmen mindestens mitsteuern, wenn nicht vollständig steuern, stünde den Bertelsmännern gut an. Aber dann kann man natürlich keine weitreichenden politischen Forderungen aus der eigenen Fake Studie ableiten, etwa nach Offenlegung von Algorithmen oder einer proportionalen Verteilung der politischen Angebote, um die Ladenhüter von SPD/CDU an den Nutzer zu bringen. Wobei das ganze Geschreibsel der drei Bertelsmänner von einer unglaublichen Ahnungslosigkeit getragen ist:
„Mittelfristig sollten (junge) Menschen selbst entscheiden können, welche Inhalte sie in ihren Feeds sehen wollen.“
Diese absurde Forderung, die überhaupt nur stellen kann, wer denkt, die Nutzer von X oder TikTok würden ihre Timeline nicht konkret auf ihre Bedürfnisse trimmen, durch die Entscheidung, bestimmten anderen Nutzern zu folgen und wieder andere Nutzer stumm zu schalten oder zu blocken, zeigt das Menschenbild dieser Bertelsmänner, die offenkundig der Ansicht sind, Nutzer von X und TikTok seien ähnlich ahnungslos und dem „Algorithmus“ ausgeliefert, wie sie selbst. Einer der größten Vorteile von X besteht darin, dass man seine Timeline von Bullshit leicht freihalten kann. Das ist z.B. ein Grund dafür, dass der Hinweis auf diese Bertelsmann Junk Studie nicht über X, sondern über unsere Mailbox gekommen ist.
Letztlich sind Schreiberlinge wie die drei Bertelsmänner dazu da, den Boden für REGULATION mit ihren phantastischen und weitgehend phantasierten Schriften zu bereiten, denn der BS, den sie zusammenpinseln, wird natürlich vom öffentlich-rechtlichen Schundfunk und den SPD-Pressekonzernblättern aufgenommen und durchgereicht, wobei an den Haaren herbeigezogene Sätze wie der Folgende der Boden sind, auf dem Zensur wächst:
„Der Einfluss auf das politische Informationsangebot gerade junger Menschen durch die Plattform-Algorithmen ist im Vorfeld von Wahlen zunehmend problematisch.“
Gibt es eine Studie, die zeigt, dass „das politische Informationsangebot gerade junger Menschen“ von Algorithmen beeinflusst wird? Dass „junge Menschen“ nicht vielmehr abschalten, wenn politischer Junk verbreitet werden soll? Gibt es eine Studie, die zeigt, dass unterschiedliche Mengen von politischem Junk Wahlentscheidungen beeinflussen oder überhaupt Einfluss auf die Entscheidung, zur Wahl zu gehen, haben? Macht es überhaupt einen Sinn, einen Einfluss von durch Algorithmen gesteuerten „politischen Informationsangeboten“ auf Wähler UNABHÄNGIG UND OHNE BERÜCKSICHTIGUNG von deren Präferenzen, politischen und nicht-politischen, zu postulieren, anzunehmen, „junge Menschen“ wären leere Eimer, in die man per Informationsmenge eine Wahlentscheidung füllen kann?
Bertelsmänner mögen so funktionieren.
Die Mehrheit der Bevölkerung sicher nicht.
Und auf alle oben gestellten Fragen gibt es immer dieselbe Antwort: Nein, gibt es nicht. Hier versuchen drei Bertelsmänner aus Nichts ein Problem zu schaffen, das man als Basis zur Zensur nutzen kann.
Widerlich.
